Ausgabe 
23.5.1936
 
Einzelbild herunterladen

Oberheffen.

Oorfverschönemngsaktion vonKraft durch Sreuöe".

Der Gedanke der Dorfverschönerungsaktion der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", die das Ziel verfolgt,das schöne Dorf" zu schaffen, wird nun in den meisten Gauen mit größtem Eifer in die Tat umgesetzt, so daß zu hoffen ist, daß die dies­jährige Aktion noch vor Beginn des Weltkongresses für Freizeit und Erholung, sowie der Olympiade zum Abschluß kommt. Zweck und Ziel der Dorf- verschönerungsaktion ist zunächst, in jedem Gau ein Musterdorf zu schaffen, d. h. ein Dorf, das sich nach nationalsozialistischer Auffassung von der

Deutsche Frauen! Es gehl um euch und eure Kinder! Werdet Mitglied des Reichsluftschuh­bundes!

Schönheit des Dorfbildes und der Schönheit des Arbeitsplatzes in einem unwürdigen und unschönen Zustand befindet, ohne finanzielle Bezuschussung, durch Gemeinschaftsarbeit von Partei, Arbeitsfront, Reichsnährstand und Behörden so schön und sauber herzurichten, daß es den übrigen Dörfern des Gaues beispielgebend ist.

Alle Aemter vonKraft durch Freude" stellen sich in den Dienst der Sache. Das AmtSchönheit der Arbeit" wird seine bereits in Angriff genommenen Arbeiten derSchönheit auf dem Lande" auf die Musterdörfer richten.

Dazu wird die NS.-Frauenschaft sich besonders der hauswirtschaftlichen Schulung der dortigen Landfrauen annehmen. Das Sportamt wird Kurse einrichten für die körperliche Ertüchtigung der Be­wohner, das Amt für Volksgesundheit der DAF. die gesundheitliche Ueberwachung in die Hand neh­men, und das AmtFeierabend" den Dorfgemein­schaftsabenden der Musterdörfer besonderes Inter­esse zuwenden. Vom Weltkongreß für Freizeit und Erholung werden ausländische Studienkommissio­nen die Musterdörfer besuchen. BDM., HI. und SA. helfen bei der Aktion mit, von deren günstigen Ausgang auch wesentliche Einwirkungen gegen die Landflucht erwartet werden.

Richtfest am Lauterbacher poftneubau

cxd Lauterbach, 20. Mai. Der Lauter­bacher Po st Neubau, zu dem am 8. Nov. 1938 der erste Spatenstich getan wurde, ist nun im Roh­

bau vollendet. Heute nachmittag fanden sich an der Baustelle, die in der Nähe der alten, räumlich längst unzureichend gewordenen Post an der neuen Straßenkreuzung FriedhofswegGoldhelg gele­gen ist, die am Bau beteiligten Arbeiter und Unter­nehmer, ferner die Vertreter von Stadt und Behör­den zum Richtfest zusammen. Im Auftrage der Bauherrin, der Reichspostdirektion Frankfurt a. M., sprach Postinspektor Koch Grußworte und schilderte in einem Rückblick die Lauterbacher Postverhältnisse in ihrer Entwicklung vom vorigen Jahrhundert bis zur Gegenwart. Arbeitern und Unternehmern sprach er den Dank für ihre bisherige Arbeit aus. Nach­dem vom First des Hauses, von dem die Hakenkreuz­fahne wehte, der Richtspruch eines Zimmermannes verklungen war, hob Kreisdirektor Zürtz in einer Ansprache den Geist der Zusammenarbeit hervor, der in nationalsozialistischem Sinne das Schaffen an diesem Werk beherrscht und würdigte den stolzen Bau als Symbol deutschen Wollens und Könnens, deutscher Schaffenskraft und Einigkeit. Bürger­meister Thiele gab seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß nach langem Bemühen die Stadt Lau­terbach nunmehr ein allen Ansprüchen genügendes Postamt erhält, das gleichzeitig zur Verschönerung des Stadtbildes beitrage. Nachdem Beigeordneter Gürtler und Bauleiter Pöllmann noch kurz gesprochen hatten, endigte der offizielle Teil der Feier, an den sich ein Zusammensein aller Schaffen­den anschloß, bei dem das Richtfest nach altem Handwerksbrouch fröhlich begangen wurde. Das neue Lauterbacher Postgebäude soll bis zum Herbst fertig­gestellt und in Benutzung genommen werden. Es wird neben erheblich erweiterten Räumen durch ein Selbstanschlußamt für den Lauterbacher Fernsprech­verkehr eine wesentliche Erleichterung bringen.

Canötreis Gießen

> Reiskirchen, 22. Mai. Am vergangenen Sonntag und gestern fand auf dem hiesigen Schieß­stand das Preisschießen der Krieger­kameradschaft Reiskirchen statt. Bei starker Beteiligung wurden folgende Preise erzielt: 1. Preis mit 36 Ringen Karl Balser, 2. Preis mit 36 Ringen Johannes M e n g e l, 3. Preis Lud­wig Enders, 4. Preis Heinrich Sann, 5. Preis Ludwig Schäfer, 6. Preis Karl Rausch, je 34 Ringe, 7. Preis Hermann Grün, 8. Preis Ludwig Döring, je 33 Ringe, 9. Preis Philipp Jünger, 10. Preis Ernst Jüng, 11. Preis Phi­lipp Glaub, 12. Preis W e tz i g (Grünberg), 13. Preis Heinrich R e i ch m a n n, 14. Preis Ernst Gräf, je 32 Ringe, 15. Preis Keil (Lindenstruth), 16. Preis Wilhelm S ch o m b e r, 17. Preis Hel- muth Rausch, 18. Preis Heinrich Gundrum,

fe 31 Ringe, 19. Preis Huhne, Giefecke, 20. Preis Heinrich Schäfer, 21. Preis Karl Schä­fer, je 30 Ringe, 22. Preis Karl Gerhard, 23. Preis Seipel (Grünberg), je 29 Ringe.

A Allendorf (Lumda), 22. Mai. Wie seit einer Reihe von Jahren fand auch am gestrigen Himmelfahrtstag wieder in der hiesigen Kirche ein M i s s i o n s f e st statt. Im Vormittagsgottesdienst predigte Pfarrer S ch l a u d r a f f von Steinbach im Taunus, der von 1911 bis 1917 in Westafrika an der Goldküste als Missionar tätig gewesen war, über das Bibelwort Apostelgeschichte Kap. 1, V. 6 und folgende. Der Nachmittagsgottesdienst, der sehr gut, besonders auch von auswärtigen Festgästen aus Treis, Climbach, Allertshausen, Londorf, Nord­eck und Winnen, besucht war, wurde nach Gesang von Ortspfarrer Andres mit einer Ansprache einaeleitet, in der er auf die großen Aufgaben der Mission hinwies. Sodann sprach Pfarrer Schlau- draff über Ev. Johannes Kap. 12, Vers 24 bis 26. Besonders schilderte der Redner seine Erlebnisse in seiner 6jährigen Missionstätigkeit, sowie Sitten und Gebräuche, aber auch die geistige Armut der Bewohner der Goldküste. Aber auch die großen Er­folge der letzten Jahre, die die Basler Mission in Westafrika erzielt hat, wurden von dem Redner ge­bührend beleuchtet. Mit Gebet und Schlußwort, von Ortspfarrer Andres gesprochen, fand die Feier ihr Ende. Die ansehnliche Kollekte von den beiden Gottesdiensten kam -der Basler Mission zu­gute. Die auswärtigen Gäste wurden von der ein­heimischen Bevölkerung mit Kaffee und Kuchen be­wirtet.

Kreis Alsfeld.

. <£ Nieder-Ohmen, 22. Mai. Bei der hie­sigen Schulsammlung für den VDA. gingen rund 22 Mark ein.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 24. Mai.

6 Uhr von Hamburg: Hafenkonzert. 8.05 von Stuttgart: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9.00: Ka­tholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit: Das Problem Europa", von Univ.-Prof. Dr. Ernst Krieck. 10.00 von Berlin: Morgenfeier der HI. 10.30: Chorgesang. Ausführung: GesangvereinEintracht" (Watzenborn-Steinberg), Leitung: Georg Harnisch. 11.15: Der österreichische Dichter Hermann Heinz Ortner erzählt. 11.30 von Leipzig: Kantate von Joh. Seb. BachIch liebe den Höchsten von ganzem Gemüte". 12.00 von Berlin: Musik am Mittag. 13.00 von Stuttgart: Kleines Spiel der Zeit. 13.15 von Berlin: Musik am Mittag. 14.00 von Stuttgart: Kin­derfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15.00: Deutsche Scholle. I. Bauerntum und Wehrmacht in Wort und Lied; II. Stimme des Blutes! Ein bäuerliches Funk­spiel von Norbert Druchhäuser. 16.00 von Bad- Nauheim: Nachmittagskonzert. 17.30 von Leipzig: Um den Pokal des Deutschen Fußballbundes; Schluß des Spiels. 17.45: Kleine Unterhaltung. 18.00: HJ.- Funk.Wir Jungen tragen die Fahne..." HI und Wehrmacht singt und spielt am Deutschen Eck. 18.30 von Kassel: Bunte Lieder und Tänze. 19.00:Fröh­liche Reise" (Von Trier nach Koblenz und Mainz). 19.50: Sportbericht. 20.00 von Leipzig: Heitere Musik aus deutschen Opern. 21.00: Funkbericht von der Ein­weihung der Dr. Walter Frick-Siedlung in Bad Kreuznach. 21.10 von Leipzig: Heitere Musik aus deutschen Opern (Forts.). 22.00: Zeitangabe, Nach­richten. 22.15: Sportspiegel des Sonntags. 22.30 von München: Unterhaltungskonzert. 24.00 bis 2.00: Nachtmusik.

Oie Mai-Sammlungen des VOA.

Wie im Vorjahr sammelt der VDA. am 2 3. und 24. Mai im Zeichen der blauen Kornblume dem alten Sinnbild des Volkstumskampfes. Die Aufgabe der Sammlungen des VDA. voran ging eine Schulsammlung von 4. bis 15. Mai ist es, überall, wo deutsche Menschen wohnen, in allen Kreisen und allen Schichten das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit durch eine opfernde Tat zu bewähren. Wie es keine Grenzen des Klassen­unterschiedes gibt, so gibt es keine Grenzen des Zu­sammengehörigkeitsgefühles innerhalb der großen Volksgemeinschaft.

Als Ganzes tragen wir Freud und Leid: Ge- meinfchaftsbewährung ist Pflicht des ganzen Volkes für das ganze Volk.

In diesem Sinne helfen wir auch unseren Volks­genossen, die im Grenzland und im Ausland leben

unter härteren Bedingungen als wir hier im be­hüteten Reich, die für ihr Volkstum, für die Er­haltung ihrer Sitte, Sprache und Kultur auch unter den schwierigsten Verhältnissen einstehen. Die Deutschen fremder Staatsangehörigkeit zu umfas­sen, den Dolksgedanken mit den Mitteln kultureller Schutzarbeit zu pflegen, verstehend, hilfreich und fördernd, ist das Bestreben des VDA.

hier muh jeder gute Deutsche mithelfen, denn - jeder deutsche Reichsbürger muh sich dessen be­müht sein, daß er nicht nur Staatsbürger, son­dern auch Volksgenosse ist, der Verpflichtungen dem gesamten deutschen Volkstum gegenüber trägt.

Daß er diese Verpflichtungen gern und freudig er­füllt, soll die blaue Kornblume beweisen.

Alleinverkauf: Schuhhaus Edmund Darre, Seltersweg 87 5

Für höchste Ansprüche!

ZÜNDAPP

Für jeden das richtige Motorrad, denn unter acht 1936er Typen - von der besonders preiswerten führerscheinfreien 200 ccm ZÜNDAPP DB (kompl. RM. 540,) bis zur ein­zigen deutschen 4-Zylinder, der idealen Seitenwagenma­schine (kompl. RM. 1550,-) könn. Sie Ihre ZÜND APP wählen

Zur unverbindlichen Besichtigung und Probefahrt bittet die Z Ü N DAPP-General-Vertretung:

Willi Appel Gießen

Kaiser-Allee 49 Fernsprecher 4067

3367D

Die führende naturkundliche MonatKHchritt!

Oer Naturforscher" S 3 w

Oebllderte Monatsschrift für bad gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Heraudgegeben von

Oberstudienrat Dr.R.Rein und Prof Or.W.Schoenichen.

.Oer Naturforscher' unterrichtet fortlaufend in Äiib und Wort über die Ergebnisse der neuesten Veobachtungen und Forschungen aud ollen Gebieten der Naturwissenschaften und Technik. <Sr ist die verständliche, aber hochwertige naturwissenschafiliche Monatdschrist für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Audstattung nicht auf oberflächlichen Auf­putz, sondern auf Gehalt eingestellt ist.

Vierteljährlicher Äezugspreld: JÖ7I. 2.50. Verlangen Sie kostenlod ein Probeheft. Oer Sezug kann durch jede Äuchhanblung erfolgen.

Hugo Bermühler Verlag /Berlin-Lichterfelde

'z/zz/z,;

5%

l ;,.prl

WM

MA

im neuen, hübschen bunten Sommerkleid

JNH . CARL HEINZ SCHLÜTER

GIESSEN SELTERSWEG 81

Vx)

MM

W

Bei di et», , dieser p,t,Wahl - bei £«"«* kein, Wkieid zu bi» i?me ohne ""e r?1»:

in"echö'ld,e Kleider " us modisdifn'^^dessin, RM. 36.. ^harten Sportklelder 1475 farb.Stidenfu WaU*Ueein"

s'L'SWSsv »4 Ä.Kor4T ft Kostüme, au "" » » und Fantasiestoft?63111- 8ehr gut tr»fok°$eD Dur rm. ä!

Achtung

Achtung

Nach 11 jähriger Tätigkeit in der Firma Schuh.Hansa, zuletzt als langjähriger Leiter der Filiale Gießen, habe ich mich selbständig gemacht. - Meine Verarbeitung von la Eichenloh-Kernleder und Continental-Gummi-Absätzen verbürgt Ihnen Qualität bei zeitgemäßen Preisen.

Alle Arbeiten werden in kürzester Zeit ausgeführt.

Kein Filialbetrieb E i n z e l f a ch g e s ch ä f t

W. Kemler, Schuhmacherei nur Schul st raße 5 _____ 02353

Feldstecher

für Jagd, Reise nnd Sport

Mein Spezialmodell Prismenglas Germania, in Leichtmetall, von Mk. 60.- an. Sämtliche Marken- ff 1 äs er zu Originalpreisen. Bequeme Teilzahlung Ein Zeiß-Feldstecher in Leichtmetall zu 87.- Mk.

Seltersweg 33

Optiker Magnus

3124 A