Ausgabe 
23.1.1936
 
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186. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Die Staaten des Donauraumes sind ja von nie»

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Kilometer von Dolo, L«an rer Truppen. Der Sieg hat das Land der Galla Borano, deren Führer bereits 1896 die Oberhoheit Italiens anerkannt hatten, von der unerträglichen Herrschaft der Abessinier befreit. Die Führer und Notabeln der Galla Borano haben ihre Unterwer­fung angezeigt. Auch entlang des Webi Gestro haben Führer und Notabeln der Galla A r u s s i ihre Unterwerfung angezeigt.

42-04 0,139 3,053 54 92 46,90 UZ 168'97 19-9 0,7 5,6(6 61-76 49,05 11.16 63.40 81.00 33 98 10.295

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Auf der Suche nach dem Nachfolger. Herriot dürfte ablehnen.

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ebot von deut- Auslesen gut, unverändert.

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Die gegenseitige Hilfeieifiung der Ganktiqpsmä'chte.

Paris, 23.Ian. (DNB. Funkspruch.) Nach dem Rücktritt der Regierung Laval weiß die Pariser Presse wenig neues zu sagen, da alle Gründe für und wider bereits ausführlich und wiederholt in den letzten Tagen dargelegt worden sind. So be­gnügen sich die Blätter im allgemeinen mit Be­richten über die Ereignisse des Mittwoch. Von diesen erscheint ihnen als bemerkenswertestes, daß die Sozialisten sehr deutlich zu verstehen geben, sie seien geneigt, eine Regierung der Mitte auf breiter Grundlage zu unter­stützen, wenn dierepublikanischen Freiheiten" ge­währleistet seien. Auch eine rein radikalso- z i a l i st i s ch e Regierung würde, wie Leon Blum imPopulaire" schreibt, die Unterstützung der Sozialisten finden.

DemFigaro" wie auch anderen Blättern der Rechten erscheint es vor allem notwendig, die politische Ungewißheit zu beseitigen. Entweder bestehe die Lavalsche Mehrheit in der Kammer nach wie vor, was leicht festzustellen wäre, oder man müsse eine neue Mehrheit finden. Sei auf keine Art eine Mehrheit zu finden, müsse man die Kammer auflösen, was aber nur durch ein Kabinett aus Senatoren geschehen könnte, das so neutral wie nur möglich sein müßte.

Das radikalsozialistischeOeuvre" meint, es sei durchaus nicht so, daß nun unbedingt d i e Radi- kalsozialisten die Regierungsumbildung über­nehmen müßten, da sie das Kabinett gestürzt hät-

Genf, 22. Ian. (DNB.) Der englische Außen­minister Eden hat in einem Schreiben an ben Präsidenten der S a n k t i o n s k o n f e r e n z das Ergebnis des Meinungsaustausches der eng­lischen Negierung mit Frankreich, Jugoslawien, Griechenland und der Türkei mitgeteilt. Die bri­tische Regierung habe festzustellen gesucht, ob im Falle besonderer Maßnahmen militärischer Art durch Italien gegen Großbritannien die französische, die griechische, die türkische und die jugoslawische Regierung bereit und in der Lage sein würden, im Bedarfsfälle bei einem Widerstand gegen solche Maßnahmen m i t z u w i r k e n.

Die Tatsache, daß diese Besprechungen zwischen den französischen und den britischen Stäben stattgefuv.den haben, hat in gewissen Kreisen zu der Behauptung geführt, daß die Bespre­chungen sich nicht nur auf die Lage im Blittel- meer, wie sie sich aus der Anwendung von Art. 16 der Völkerbundssahung ergibt, sondern auch auf die Nordo st grenze Frank­reichs bezogen haben. Die Regierung Seiner Majestät wünscht zu erklären, daß jede der­artige Behauptung unwahr ist. Die Besprechungen zwischen den beiden Stäben, die stattgefunden haben, beschränkten sich durchaus auf eine gemeinsame Ak­tion für den Falt, daß aus der Anwen­dung von Sanktionen im gegenwärtigen Kon­flikt Feindseligkeiten im Mittel- m e e r entstehen sollten. Sie haben sich niemals auf irgendeinen anderen

Fall bezogen.

Gleichzeitig mit der englischen Denkschrift wird ein Schreiben des französischen Vertre­ters an den Präsidenten der Sanktionskonserenz veröffentlicht, worin erklärt wird:

Die französische Regierung legt die Verpflichtung der Völkerbundsmitglieder zugunsten derjenigen, die bei Anwendung des Artikels 16 Angriffen des pakt­brüchigen Staates ausgesetzt sind, dahin aus, daß sie eine unbegrenzte Arbeitsgemeinschaft hinsichtlich des Beistandes zu Lande, zur See und in der Luft bedeutet. Die britische Regierung hat der französischen Regierung die Zusicherung gegeben, daß sie gegenüber Italien die Initiative zu keiner Maßnahme ergreifen werde, die nicht mit den vom Völkerbund getroffenen Maßnahmen im Einklang stünden. Gestützt auf diese Zusicherung, fallt es der französischen Regierung leicht, zu bestätigen, daß Großbritannien im Falle eines etwaigen Angriffes Italiens gegen Großbritannien aus Anlaß der in­ternationalen Aktion die Unterstützung Frankreich im voraus zugesichert hat. Der Meinungsaustausch habe übrigens in nichts den Anwendungsbereich der gemeinsamen Verpflichtungen überschritten die die Mitglieder des Völkerbundes öffentlich uber-

Jn dieser Atmosphäre werden sich nun die Kämpfe um die Regierungsbildung einerseits und um die Gestaltung der französischen Wahlen andererseits abspielen. Das fatale Erbe aber, das eine neue fran­zösische Regierung antreten muß, heißt leere Kassen, beiläufig im Staat des zweitgrößten Goldschatzes der Erde. Was der französische Finanz­minister noch vor dem 1. Juli nur an den allernot­wendigsten Geldern wie Gehältern, Zinsendiensten, Arbeitsbeschasfung usw. aufbringen muß, macht nicht weniger als elf Milliarden Francs aus Gewiß, der Staatshaushalt ist auf Grund des ungeheuren Paketes von über 400 Notverordnun­gen Lavals und auf Grund der dadurch erzwunge­nen Sparsamkeit ausgeglichen; aber was nützt das Sparprogramm, wenn die neue Kammer als vor­dringlichste erste Aufgabe gleich wieder die Be­willigung neuer Mi l l iardenkredite Dor sich sieht. Niemand in den maßgeblichen Kreisen Frankreichs würde auf den Einfall kommen, z. B. an den ungeheuerlichen Summen für die Ueber- -rüstuna Frankreichs, die auf sämtliche Ministerien unter allen möglichen Deckpositionen verteilt sind, einmal zum Besten des französischen Steuerzahlers angemessene Summen einzusparen.

Laval unterdessen hat vermutlich ein sarkastisches Lächeln nicht unterdrücken können, als er, ein 'sturzreifer Ministerpräsident, sich bei der Rückkehr .aus Genf auf dem Pariser Bahnhof mit Syrnpa- ithiekundgebungen empfangen fand, die in den Ru­fen gipfelte: 'Es lebe Laval! An den Pfahl mit .Herriot!" Er dürfte mit nicht geringem Vergnügen j festgestellt haben, daß sämtliche radikalsozialistischen Minister bei dem Empfang durch die Regierung zugegen waren mit Ausnahme Herrn Her- ' r i o t 5. Laval weiß, daß sein Gegner nicht so gro­ßen Wert auf das Ministerpräsidium als vielmehr auf das A u ß e n m i n i ft e r i u m legt. Herriot hat ja vor dem Vollzugsausschuß seiner Partei eben erst erklärt, man müsse zu der Außenpolitik zuruck- kehren, die er selbst im Jahre 1924 eingeleitet habe und die von B r i a n d mit so großem Erfolg fort- qeführt worden sei. Das ist deutlich. Jene Politik fand ihre Krönung in der rücksichtslosen Einkrei- sungspolitik, die Barthou gegen Deutschland betrieb und die schließlich in dem um den Russenpakt ge­gliederten militärischen Vertragssystem ihren schärf­sten Ausdruck erreichte.

Wenn wir recht unterrichtet sind, wird Laval den seit Monaten gegen ihn betriebenen Mano- vern Herriots jetzt auf die nächstliegende Weise die Spitze bieten, indem er eine erneute Be­trauung ablehnt und dem Staatspräsidenten seinen Gegner Herriot selbst als Nachfol­ger empfiehlt. Im übrigen liegen die Dinge sowohl für die Zwischenzeit bis zur Wahl als auch nach der Wahl angesichts der Uneinigkeit und Ta­tenlosigkeit der französischen Rechten einers '"s und der Unentschlossenheit der sogenannten Volksfront andererseits völlig offen.

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Prag, Januar 1936.

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Die radikalsozialistischen Minister Herriot, Handelsminister Bonnet, Handelsmarinemmister B e r t r a n d und Innenminister P a g n o n haben ihren Rücktritt erklärt. Laval teilte Mit, daß er unter diesen Umständen den G e s a m t r u ck t r i t t des Kabinetts dem Präsidenten der Republik mitteilen werde. Der Präsident der Republik hat den Rücktritt angenommen und das Kabinett ge­beten, vorläufig die Geschäfte weiterzufuhren.

Der Präsident der Republik hat dem Kam­merpräsidenten B o u i s s o n die Bildung einer neuen Regierung angeboten. Doch hat Boulsson eine ablehnende Antwort erteilt. Wie aus politi­schen Kreisen verlautet, dürfte H e r r i o t, der für Donnerstagvormittag zum Präsidenten der Republik berufen wurde, einen Vorschlag zur Regierungsbil­dung a b l e h n e n, da er im Vollzugsausschuß der Radikalsozialistischen Partei ausdrücklich geäußert habe, mit seinem Rücktritt aus dem Kabinett ledig­lich seine Freiheit als Staatsbürger wieder erlangen zu wollen Im Falle einer Ablehnung Herriots verlautet, daß der Staatsprä­sident den Vorsitzenden .der radikalsozialiftischen

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rdom waren (51/50). Im st behauptet, il noch etwas rein AG. mit Notiz, ferner' 35); für Sie» auf 100 nach ns von 93,50 i unveränder-, irfehr blieben 0, II. Tranche

M unrühmliches Jubiläum.

Es ist praktisch so gut wie bedeutungslos, ob Laval für die Zwischenzeit bis zu den Wahlen mit der Neubildung einer Uebergangs- regierung betraut wird oder ob die endgültige Ent­scheidung über die zukünftige Politik Frankreichs erst durch die Aufstellung eines völlig veränderten Kabinetts nach den Wahlen erfolgt. Entscheidend ist vielmehr, daß jede Regierung, die jetzt in Frank­reich ans Ruder kommt, unter einem höchst fatalen Vorzeichen ein ebenso fatales Erbe antritt. Die jetzt neu zu bildende Regierung wird im Zeichen eines bedenklichen Jubiläums Frankreichs stehen, sie wird nämlich das 1OO. Kabinett der letz­ten 60 Jahre sein. Frankreich kommt damit auf die Rekordleistung, daß es im Durchschnitt etwa alle dreiviertel Jahr seit 1876 eine Regierung ver­braucht hat. Innerhalb dieses Rekordes aber hak die gegenwärtige Kammer, deren Wahl­periode von 1932 bis 1936 dauert, noch einen Son­derrekord aufgestellt: Sie hat von ihren sämtlichen Vorgängern die meisten Regierungen ge-

ten. Die Radikalsozialisten hätten nur einer zweideutigen Lage ein E n d e b e r e i t e t. Auch andere Gruppen als die Radikalsoziallsten hätten ihre Gegnerschaft gegen Lavals Politik, ins­besondere gegen seine Außenpolitik bekundet. Folge­richtig müsse man also zu einer Regierung der Volksfront zu kommen versuchen. Im übrigen handle es sich bei dieser Regierungskrise um einenW ettbewerb im Abwarten . Die kommunistischeHumanste" überschlägt sich vor Freude, daß Lavaldavon gejagt" sei und schreibt

Die Negierungskrisis in Frankreich.

Nach dem Rücktritt des Kabinetts Laval. - Ein Llebergangsregime bis zu den Wahlen

Kammerfraktion, D e l b o s , mit der Kabinettsbil­dung beauftragen werde. Falls auch Delbos, was wahrscheinlich sei, ablehnen sollte, werde wohl e i n Senator der demokratischen Linken mit der Regierungsbildung betraut werden. In politischen Kreisen nennt man den Finanzmimster im gestürzten Kabinett Laval, Regnier, und den früheren Ministerpräsidenten und Senator S a r r a u t als etwaige Nachfolger Lavals.

Wellbewerb im Abwarten.

Die Pariser Presse über die Möglichkeiten der Regierungsbildung.

s ck. 19 Erster Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 23. Januarl«

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Als noch zur Zeit der Staatspräsidentschaft Ma- saryks der tschechische Agrarier Hodscha an die Spitze der Regierung gestellt wurde, gab es Leute genug, die aus Grund alter Gegensätze die Meinung hegten, Hodscha würde für eine Aenderung der bis­her vom damaligen Außenminister und jetzigen Pra- sidenten Benesch verfolgten außenpolitischen Lime der Tschechoslowakei sorgen. Diese Auffassung war falsch. Wenn es einen letzten Zweifel gegeben hätte, so müßte er durch die Aussprüche beseitigt worden sein, die Hodscha, der unterdessen auch noch Prager u^uu., vMD -- ,,7--.. n-.-o- , - - Außenminister geworden ist, anläßlich der Reise

derKommunistischenParteldas Verdienst b e5 österreichischen Bundeskanzlers an diesem Siege zu. nach Prag getan hat. Geradezu mit Entrüstung

Heuer Frankensturz. (ea5n

Di- Rückwirkung der Regierungskrisis 'n7r

m London. Lauf kollektiver Basi s", alskollektive

London, 23. Ian. (DNB. Funkspruch.) Der Sicherheit" denkbar, denn die Sicherheit sei unteil- Rücktritt Lavals findet in der englischen Presse, bar. Er kündete dann an, daß die Reise Schuschniggs deren Spalten nach wie vor mit langen Berichten foie Errichtung solcherkollektiver Sicherheiten na- vom Tode Königs Georg erfüllt sind, nur tz e - mentlich im Donauraum der Verwirklichung nahe­ringe Beachtung. Das ArbeiterblattDaily gebracht habe. Das Wort ist während Schuschniggs H e r a l d" frohlockt, daß nun der e i n z i g e w i r k - Anwesenheit in Prag nicht ausgesprochen worden, liche Gegner weiterer Sühnemaß- man sieht aber schon aus diesen Darlegungen Hod- nghmen gegen Italien verschwunden schas, daß es sich um nichts anderes als um das sei. Sein Nachfolger, wer er auch immer sein möge, Wiederaufleben der alten Donau- werde sicherlich mehr völkerbundssreundlich und p g k t p l ä n e handelt.

weniger italienfreundlich fein. Das Blatt glaubt Es wurde halbamtlich mitgeteilt, daß auf dem ferner, daß jede neue französische Regierung sich Wege dazu zunächst der im Mai 1936 ablaufends in ihrer Außenpolitik enger an England an- zehnjährige Schiedsvertrag zwischen passen werde als Laval. Oe st erreich und der Tschechoslowakei

Die französische Kabinettskrise hat eine neue erneuert und in mehrfacher Hinsicht 3» einem Flucht aus dem Franken auf dem Londoner Freundschaftspakt erweitert werden würde. In hie= Kapitalmarkt zur Folge. Wie bei früheren Gelegen- sem Zusammenhang gewinnen die Worte Schusch- heiten wurde der britische Währungsausgleichssond niqgs an Bedeutung, die er zu dem Vertreter einer eingesetzt, um dem Franken zu Hilfe zu kommen Film-Wochenschau vor seiner Abreise aus Prag und einen Kurssturz zu vermeiden. Nach demNews sagte: Er nehme von seiner Prager Reise die lieber- Chronicle" sollen gestern 300 bis 400 Millionen zeugung mit, daßdie freundnachbarlichen Bezre- Franken vom englischen Ausgleichsfond aufgekauft Hungen der beiden Staaten ein- für allemal ge­worden fein. Nach einer Meldung desMatin" festigt und gesichert" seien. Der Ton liegt auf den : sind in drei Tagen vom 19. bis 21. Januar bereits Wortenein- für allemal". Der endgutlige Text des : über 600 Millionen Franken Gold aus den Kellern österreichisch-tschechischen Vertrages ist noch nicht : der Bank von Frankreich ins Ausland abgeflossen, vereinbart, sondern nur vorbesprochen worden.

Man wird sich also nicht wundern dürfen, wenn darin nicht nur Konsultativbestimmungen, sondern auch die Zusicherung gegenseitiger 55 i l f e und das Wort von einerewigen Freund­schaft" beider Staaten aufbauchen sollte. Niemand würde darüber erschrecken, denn wenn etwas wahr ist, so ist es das Wort von den Zeiten, die sich ebenso wie die Menschen ändern. Auch die Staaten nommen haben. Infolgedessen kann sich daraus kei-Ibleiben bekanntlich von dieser Tatsache nicht unbe- nerlei Ueberraschung noch Miß v er -rührt, wenn es auch gern übersehen wird, ft ä n b n i 5 in der Weltmeinung darüber ergeben. Der bevorstehende tschechoslowaklsch-osterreichische Pakt ist nach Hodschas Worten als der Anfangzu iWOteftim einer Annäherung zwischen den Staaten der

yiVilinWU Kleinen Entente und den Staaten der ro-

Die italienische Regierung hat bereits in den ver- mischen Verträge" Überhaupt anzusehen, schiedenen Hauptstädten gegen das englische Dor- erinnert sich, daß in den römischen Proto­gehen zur Sicherung der Hilfeleistung auf Grund fo[Ien ber Beitritt anderer Staaten dazu vorgesehen von Artikel 16 Absatz 3 Einspruch erhoben Offen bleibt nur die Frage, warum der und eine Note an den Völkerbundsrat angekun- ^obfcba plötzlich erklärt, es feisozusagen dreiviertel digt. Darin soll ausgeführt werden, daß die Or- Fmölf" und höchste Zeit zu dieser Art mitteleuro- ganisierung der militärischen Hilfeleistung auf I päischen Annäherung, die sich bis Sizilien erftrecft. Grund der Völkerbundsoerpflichtungen A n g e l e» $ie Staaten des Donauraumes sind ja v 0 n nie- 0 enheit d e s Völkerbundsrates fei, unömanö(?m bedroht. Auf der anderen Seite hin- daß die englische Regierung durch die Entsendung qegen fcie Haltung des Völkerbundes zu Italien von Kriegsschiffen ins Mittelmeer den Entfcheidun-1 einfeitiq festgelegt, wenn auch heute noch niemand gen des Rates in unzuverlässiger Weise vor ge- |aqen fann ofc sich dieses Verhältnis im Sinne griffen habe. Ieiner Verschärfung weiterentwickeln wird. In einem

solchen Falle könnte die gelegentlich Schuschniggs

Sefud) VtX vklN lOtßnflQlCn \w^ von allen Seiten so sehr betonte Völkerbunds- ä ! ergebenheit dieses neuen Blocks einer harten Probe

Adv öfllell. ausgesetzt sein. .

9? qnn lDNBl Bei dem 3n politischen Kreisen hegt man die Meinung, Addis Abeba, 22. Jan. (DJtsj -oei oem gchufcbniaa spiele ein hohes Spiel, wenn er heute

Aufstand in der Provinz Gocham waren ®enid)te ^twa auf eine sich vorbereitende englisch­aufgetaucht, der schere Herrscher dies^ Provmz Verständigung baue. Vor etwa acht

Ras H ° i I u f« ne r g. f t et worben Ras Hm u Republique" - und

der mit dem entthronten Kaiser ^'dsch Jassu 1^9 P^rkung wurde auch vom Pragerdesto

eng befreunöet geroe{en 4t mar^1932 m tJem m \Q[ovio^ ba5 öem Prager Außenministerium nabe- Sohn m der Nahe von Addis Abeba 3 e Langen I ^iedergegeben, Wien, das drei Jahre allein gesetzt worden Der Negus hat es dr^ Pr4, - bie italienische Karte gesetzt habe, sehe heute vertrettrn gestattet, Ras Hailu zu besuchem Der gtaHen5 Schwierigkeiten in der weiteren Durch- Ras ist m den Gemächern des Kronprinzen von ^h^-ung des abessinischen Abenteuers.Wien fürch- Abessinien untergebracht. Der Ras erk arte!, erbe-1 Italien in der Frage einer Verbindung

fi"de sich se lt d r er I a hren rne s tir A Oesterreichs mit Deutschland (Anschluß) Deutschland geschlossenheit und werde wie n ^^nüber weniger unnachgiebig werden konnte. Freund behandelt. Man habe J Jeine kny biefer Laae will Oesterreich offenbar zu der sämtlichen Wurden gela en, und es sei ihm gesiat- enischen Bürgschaft für seine Unabhängiakeit tet worden, den kaiserlichen Garten zu Spazrer- ^emnyen o sl o w a ki s ch e bekom-

gängen zu benutzen. Ras Hallu wußte nichts men°) Oesterreichs Bundeskanzler überzeugte sich, von, daß Abessinien mit Italien Krieg fuhrt. eg $ur Sicherung dieser Unabhängigkeit auch

Graziams Vormarsch im Süden üb?r Italien und die (Erneuerung ber Monarchie.

Fast 400 km nach Norden Vorgetrieben. ^uerun?ber ^emotraH0? unb zur Zusammenarbeit

Rom 22 Jan. (DNB.) Der italienische Heeres- mit ben Staaten,^ die ergebene Mitglieber des bericht meldet weitere Fortschritte der Offensive des Völkerbundes sind. Aehnliche Meldungen enthielt GeÄral^ ^Lraz?ani Dragoner und Ulanen von die gesamte tschechische Pre se. Daß man diese Aosta haben unter Ueberwindung lebhaften Wider-Stimmen im Reich.verzeichnete und dazu Stellung standes de/Gegners Negelli, die Hauptstadt ber nahm, ist begreiflich^ Nun behauptet man m m Galla Borano, besetzt. Negelli befinbet sich 380 unb Prag, diese Meldungen waren - m Berlm - ' dem Ausgangspunkt unse- erfunden worden! Das heißt doch die Dinge auf - " ' 1 " 'den Kopf stellen.

Hingegen müssen ganz andere Widerspruche test- aestellt werden. So hat Schuscbniag in feinem iwr» trag, welchen er im Prager Jndustriellenklub ge­halten hat, auf das dringlichste davor gewarnt, die Zusammenarbeit der Staaten im Donauraum an­ders als auf wirtschaftlichem Gebiete aufzubauen. Polittk könne da nur schaden! fco