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Schacholympiade München 1936.

Eine 'Sonder-Ausstellung

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Diele solcher Frauen und Männer haben sich eigene Wohnungen gemietet, die wohl meistens das Bedürfnis an Wohnraum übersteigen und infolge der im Verhältnis zum Einkommen hohen Miete die Lebenshaltung unnötig schwer belasten. Das gilt auch für die Verwitweten und Geschiedenen, die lieber schwere Sorgen und Entbehrungen auf sich nehmen, als in möblierte Zimmer als Unter­mieter zu ziehen. Ein großer Teil von ihnen wurde aber sicherlich die größere Wohnung aufgeben und sich mit einem Zimmer und kleinem Beigelaß be­gnügen, wie sie die sogenannten Ledigenheime ent­halten sollten. Dadurch könnten viele Wohn u n- gen für größere Familien freigemacht werden.

Früher scheiterte der Bau von Ledlgenheimen an den überhöhten Baukosten und Zinsen, heute ist es möglich, die Miete für solche unmöblierte Kleinst­wohnungen auch für Hundertmark-Einkommen er­schwinglich zu machen. Es wäre nützlich, daß sowohl die gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften als auch die privaten Bauunternehmer sich mit diesen Dingen einmal gründlich beschäftigen. Selbstver­ständlich dürfen weder die Altersheime noch die Ledigenheime kasernenmäßig gebaut werden; es müssen Architekten herangezogen werden, die der Aufgabe wirklich gewachsen sind und die baukünst­lerischen und praktischen Erfordernisse in Einklang zu bringen verstehen.

In der 7. R u n d e der Münchener Schack- Olympiade traf Deutschland auf Estland. Hier kam es zu dem mit großer Spannung erwar­teten Zweikampf zwischen dem estnischen Jung­meister K e r e s , einer der Hoffnungen des inter­nationalen Schachs und dem deutschen Vorkämpfer Richter (Berlin). Keres führte die weißen Steine und eröffnete mit dem Damenbauern. Richter ver­teidigte sich holländisch, bekam auch zunächst guten Ausgleich, doch verstand es Keres, allmählich Richter

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tust. Das Ereignis des Freitag war neben der Partie Richter Keres die Hängepartie Deutschlands aus der dritten Runde im Kampf gegen Jugoslawien. Carls konnte durch prä­zise Behandlung des Endspiels die Partie noch re­mis halten und damit den Wettkampf gegen Jugo­slawien mit 4:4 Punkten retten. Aus der sechsten Runde gewann Sämisch seine Hängepartie gegen Sauren (Norwegen). Die Hängepartien der siebten Runde gegen Estland hatten folgendes Er­gebnis: R öd l gewann gegen Ulberg; die Par­tie Ahues gegen Raud endete unentschieden, während Rellstab gegen Tuern noch gewann. Die Partie von Sämisch ist noch nicht beendet.

Eröffnung der zahnhygienischen AusstellungUnsere Zähne".

Im Bachsaal auf dem Frankfurter Festhallen, gelände wurde die zahnhygienische Ausstellung des Reich sverbandes deutscher Dentisten Unsere Zähne" in Anwesenheit des Reichsdentisten- führers, der Gauamtsleiters Stöhr und G. W. Mül- ler sowie zahlreicher Vertreter der Partei, des Staa­tes und der Wehrmacht eröffnet. Der Landesleiter von Hessen-Nassau, Dentist Wiersdörfer, be­tonte, daß die Ausstellung der Allgemeinheit zeigen soll, wie die ordnungsgemäße Zahnpflege und Zahnbehandlung zu erfolgen hat. Anschließend über­brachte Stadtrat L i n g n a u die Grüße der Stadt Frankfurt a. M. Der Reichsreferent für das Bil- rufsbildungswesen des Reichsverbandes deutscher Dentisten, Dentist Büche, stellte das Führerwort: Gesundheit ist das Höch st e Gut eines Volkes, an die Spitze seiner Ausführungen. Da­her ist es die Pflicht jedes einzelnen, an der Erhal- tung seiner eigenen Gesundtheit und damit an der Gesundheit der Allgemeinheit mitzuarbeiten. Ge­rade hier hilft die Ausstellung, die mit ihrem viel­seitigen Material und drastischen Darstellungen einen umfassenden Ueberblick für die Zahn- und Mundpflege gibt. Außerdem wird gezeigt, daß die Zahnbehandler es nicht nur als ihre Aufgabe an­sehen, kranke Zähne zu behandeln, sondern vor allen Dingen wollen sie auch Zahnerkrankun­gen überhaupt verhüten. Hier spielt na­türlich in erster Linie die Ernährungsfrage eine große Rolle. Der Dentist wird daher immer den Zahnkranken gerade auf dieses Problem aufmerk­sam machen. Besonders notwendig ist, daß alle Kinder diese Ausstellung besuchen. Es zeugt von einem großen Verständnis der Schulbehörden, daß sie alle Schulkinder der Ausstellung zuführen wer­den. Der Reichsdentistenführer, SS.-Obersturmbann­führer Schäffer eröffnete sodann die Asstellung.

Miete chrer Rente oder ihrem sonstigen Einkommen angepaßt ist. Bei dem Bau von Altersheimen muß aber beachtet werden, daß die Freizügigkeit nicht allusehr durch Hausordnungen eingeschränkt wer­den darf; die Altersheime dürfen keine An­stalten sein und nicht den Charakter von Wohl- fahrtseinrichtunben tragen. Am besten wäre es, die gemeinnützigen Wohnungsbaugesell­schaften, die Erfahrung in der Behandlung von Mietern besitzen, mit der Verwaltung derartiger Altersheime zu betrauen, denn die überwiegende Mehrzahl derjenigen, die für eine Wohnung in solchen Altersheimen in Betracht kommen, wollen Mieter und nicht Insassen sein.

Der Bau von Altersheimen ist ein Weg, den Wohnungsmangel in den größeren Städten zu be­heben; die Kleinwohnungen, die sie enthalten und die kaum größer zu sein brauchen als höchstens 25 Quadratmeter, verlangen einen viel geringeren Kapitalaufwand als der Bau von Wohnhäusern; sie erleichtern auch die Innehaltung der neuen Wohnungsbau- und raumpolitischen Grundsätze und helfen durch die Freimachung für Familien geeig­neter Wohnräume die sozialen Schäden mildern, die in den Städten mit großem Wohnungsmangel zutage treten.

Neben der Schaffung von Altersheimen ist aber auch die Errichtung von Ledigenheimen zu empfehlen. Es ist bekannt, daß im Schlafstellen­wesen starke Mißstände aufgedeckt worden sind; auch das Vermieten von möblierten Zimmern weist vielfach grobe Uebelstände auf. Schon vor dem Kriege haben sich Sozialpolitiker mit diesen Din­gen beschäftigt und den Bau von Ledigenheimen als den einzigen Ausweg erkannt, um zu einer Ge­sundung der Verhältnisse zu kommen, die dem Volkskörper schweren Schaden zufügen. Nach dem Kriege hat man in einigen Städten Ledigenheims gebaut; sie besaßen jedoch zum Teil den Fehler, daß sie infolge der übertrieben hohen Baukosten und Kapitalzinsen zu hohe Zimmerpreise fordern mutzten. Für die männlichen und weib­lichen Ledigen mit höherem Einkommen besteht keine Wohnungsfrage, sondern nur für diejenigen, die ein monatliches Einkommen bis zu 80 oder 100 Reichsmark besitzen.

in die Verteidigung zu zwingen. Schließlich mußte 5. Lettland 35>/s, 6. Ungarn 34 7. Oesterreich 3IV2, der Deutsche hart bedrängt, eine Figur für zwei 8. Schweden 29, 9. Estland 28 k, 10. Rumänien Bauern geben. Das Treffen endete nach heldenhaf- 28 Punkte.

ter Verteidigung Richters mit einem deutschen Der-'

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Nach Beendigung der Hängepartien kam es zu folgenden Ergebnissen: Fünfte Runde: Hol­land Dänemark 21/2:51/2, Frankreich Litauen 2V2:5V2, Jugoslawien Island Schweden

gegen Lettland 3V»:4V-, Bulgarien Deutschland 1:7, Norwegen Polen 4Vr:3»/2, Estland gegen Schweiz 6:2, Brasilien Tschechoslowakei 3:5, Finnland Rumänien 4:4, Ungarn Italien 5:3; Oesterreich spielfrei. Sechste Runde: Rumänien Ungarn 21/2:51/2, Tschechoslowakei gegen Finnland 6:2, Schweiz Brasilien 4:4, Polen Estland 41/2:31/2, Deutschland Nor­wegen 6V2:1V2, Lettland Bulgarien 6V2:V2 (1), Island Schweden 2:6, Litauen Jugoslawien 31/2:41/2, Dänemark Frankreich 51/2:11/2 (1), Oesterreich Holland 51/2:21/2; Italien spielfrei. Siebente Runde: Frankreich Oesterreich lV2:6*/2, Jugoslawien Dänemark 51/2:21/2, Schweden Litauen 4:4, Bulgarien Island 3:5, Norwegen Lettland 11/2:61/2, Estland gegen Deutschland 11/2:51/2 (1), Brasilien Polen 11/2:61/2, Finnland Schweiz 51/2:21/2, Ungarn Tschecho­slowakei 5V2:2'/2, Italien Rumänien 4:4; Hol­land spielfrei. Deutschland liegt punkt­gleich mit Polen an der Spitze. Der Spitzenstand am Freitagabend ist folgender: 1. Deutschland 40 Punkte (eine Hängepartie), 2. Polen 40, 3. Jugoslawien 37V2, 4. Tschechoslowakei 36,

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