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den Vorzug, Seine Majestät seit den Tagen des Krieges zu kennen, und sein Hinscheiden erfüllt mich mit besonderer Trauer."

An die Königin-Witwe sandte der Prä­sident nachstehendes Telegramm:Frau Roosevelt und ich übermitteln Ihrer Majestät und den Mit­gliedern Ihrer Familie unser von Herzen kom­mendes Beileid und teilen mit Ihnen die Trauer um den Verlust eines Mannes, dessen hohe Eigenschaften der Güte und Weisheit für den Welt­frieden und die Gerechtigkeit so mächtig gewesen Gleichzeitig sandte Präsident Roosevelt telegra­phische Beileidskundgebungen an die General- gouoerneure der Dominions Kanada, Australien, Neuseeland, des Irischen Freistaates und der Südafrikanischen Union. Staatssekretär Hüll telearaphierte an Ministerpräsident Baldwin. In den Zeitungen erscheinen spaltenlange Rückblicke auf die Regierungszeit und die Lebensgeschichte des verstorbenen Königs und des Prinzen von Wales. Zahlreiche Bilder Georgs V. und seiner Familie, Schilderungen von Begebenheiten aus seinem Le­ben und Beileidsbezeugungen politischer Persönlich­keiten nehmen einen breiten Raum ein. Während die Presse den Tod König Georgs tief betrauert und seinen ausgleichenden Einfluß auf das Bri­tische Weltreich und Europa würdigt, heben die Zeitungen gleichzeitig die diplomatische Gewandt­heit, die Energie und Volkstümlichkeit des neuen Königs hervor.

Jtalien und der Tod König Georgs.

Rom, 21. Ian. (DNB.) Mussolini hat an Baldwin folgendes Beileidstelegramm gerichtet: Das italienische Volk hat mit tiefer Bewegung die Nachricht vom Tode des Königs Georg V. ausgenom­men und nimmt mit tiefgefühlter Sympathie an dem Schmerz und der Trauer des englischen Volkes teil. Staatssekretär Suvich stattete dem englischen Geschäftsträger einen Beileidsbesuch ab. Der König hat eine Hoftrauer von 14 Tagen angeordnet.

Die italienische Presse widmet dem Leben und Wirken Georgs V. eingehende Schilderungen. Das halbamtliche Giornale d'Jtalia betont, daß ganz Italien ehrfurchtsvoll die Leiche des Heim­gegangenen König grüße, dem für den Schutz und die Vermehrung der Größe seines Weltreiches nicht, wie vielen seiner Untertanen, der Schaden ander nötig und unvermeidlich schien. Die Tribuna schreibt: Dem mächtigen Mon­archen, der der sichere Führer des englischen Volkes in einer entscheidenden geschichtlichen Stunde wäh­rend des Weltkrieges war, gab das italienische Volk den ungeheuren Tribut seines Blutes und seines Reiches zum Wohle anderer. In Er­innerung an diese grundlegende europäische Solida­rität, die über alle vorübergehenden Mißverständ­nisse hinweg bestehe, schließe sich das italienische Volk der englischen Trauer an.

Am Sarge König Georgs.

Trauergoitesdienst in der Kapelle von Gandringham. Am Dienstag Beisetzung in Windsor.

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Unser Bild zeigt 'den verstorbenen König Georg (rechts, neben König C h r i st i a n X. von Dänemark) zusammen in der Staatskarosse mit dem jetzigen König Eduard VIII. (im Vordergrund links), neben dem jetzigen Thronfolger, dem Herzog von Port. (Archiv.)

London, 22. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die sterbliche Hülle König Georgs wurde am Dienstag­abend von Schloß Sandringham nach der nahe­liegenden Maria-Magdalenen-Kapelle übergeführt. Trotz eines schweren Hagelsturmes hatte es sich die Königin nicht versagt, den Sarg gemein­sam mit dem Herzog und der Herzogin von Kent der der königlichen Prinzessin zu begleiten. Neben dem Eichensarg, der auf einer Geschützlafette ruhte, schritten acht Garde-Grenadiere. An der Spitze des Trauerzuges marschierte der Pfeifermajor des Königs, der auf einem schottischen Dudelsack schwer­mütige Lieblingsweisen des verstorbenen Monar­chen spielte.

Nachdem dann der Sarg vor dem Altar der Ka­pelle niedergesetzt worden war, begann der Trauer­gottesdienst im Scheine flackernder Kerzen. Kniend hörten die Königin und die überigen Mitglieder der königlichen Familie die Worte des Geistlichen. Kurz vor Mitternacht, in der Sterbestunde des Königs, kehrte die Königin nochmals zur Kapelle zurück, um allein am Sarge zu beten. Während der Nacht hielten Förster und Iagdhüter des Königs in ihren grünen Uniformen die Totenwache.

Am heutigen Mittwoch wird die Leiche des Kö­nigs zur Aufbahrung in der Westmin­ster-Abtei nach London übergeführt. Am

kommenden Dienstag wird die feierliche Beisetzung des Königs in der Schloß­kapelle von Windsor stattfinden. Seine sterblichen Ueberreste werden neben den Gräbern seines Vaters, König Eduards VII., und seiner Mut­ter, Königin Alexandra, zur Ruhe gebettet werden.

In dem Trauerzug werden die Vertreter der Regierungen aller Länder gehen, unter ihnen voraussichtlich die regierenden Kö­nige von Dänemark, Norwegen und Bulgarien.

Die allgemeine Landestrauer für den verstorbenen König beginnt am heutigen Mittwoch. Die Fahnen waren anläßlich der Proklamation über die Thron­besteigung König Eduards VIII. heute früh auf Vollmast gesetzt. Eine entsprechende Anweisung der Admiralität galt für sämtliche Schiffe der britischen Kriegsflotte, die heute mittag zu Ehren des neuen Königs Salut feuern werden. Im Auftrage des nationalen Arbeiterrates sprach der Führer der Arbeiterparteifraktion im Unterhaus, Major Attlee, der Generalsekretär des Gewerkschaftsrates Ci tri ne und die Vor­sitzende der Arbeiterpartei, Frau Ad amso n , im Buckinghampalast vor, um König Eduard VIII. die Anteilnahme des nationalen Arbeiterrates aus­zudrücken.

Die künftige Ruhestätte König Georgs

Das Mausoleum der königlichen Familie im Park des Schlosses von Windsor, wo die Beisetzung König Georgs in der Nähe seiner Eltern erfolgen soll. (Scherl-M.)

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Die Westminster-Abtei in London, der großartigste und neben der Temple-Church schönste gotische Bau Londons ist das repräsentative Natio­nalheiligtum Englands. Sie ist seit Wilhelm dem Eroberer die Krönungs- und Grabeskirche der eng- lichen Könige. Außer ihnen sind aber die bedeutend­sten Engländer aller Zeit dort beigesetzt oder durch ein Grabmal geehrt worden. Der unbekannte Sol­dat des Weltkrieges wurde ebenfalls inmitten der Könige beigesetzt. Im Innern der Westminster- Abtei ist die Kapelle Eduards des Bekenners die eigentliche Grabstätte der englischen Könige und Königinnen. Im nördlichen Seitenschiff der Kapelle Heinrichs VII. ist die Königin Elisabeth, im südlichen Seitenschiff Maria Stuart beigesetzt.

Das 19. Jahrhundert brachte für die Mitglieder der englischen Dynastie eine neue Grabstätte. Seit mehr als 800 Jahren ist Schloß Windsor nm rechten Themseufer die Residenz der englischen Kö­nige. Ihre Gräber sind jedoch auf zwei Stellen des Schlosses und des Parkes verteilt. Die St.- Georgs-Kapelle wurde bereits im 15. und 16. Jahrhundert erbaut und erweitert. Ihre Fen­ster zeichnen sich dadurch aus, daß das Glas, das bereits mehrere Jahrhunderte alt ist, aus verschiede­nen kleinen Fenstern zusammengesetzt worden ist. Im Cbor dieser Kapelle sind beiqesebt Heinrich Vlll., Jane Seymour, Karl L, der 1649 enthauptet wurde, uno H'inrich VI. Diese vier qehörm eigentlich in die Westminster-Abtei. Ihre Beisetzung in Windsor ist in Erfülluna ihmg lebten Willens erfolrn

König Heinrich VII. ließ um das Jahr 1500 eine Kapelle erbauen, die durch die Königin Viktoria ihre heutige Gestalt erhielt. Mit dem Namen A 1 - her t Memorial Ch ape 1 soll sie das Gedächt­nis an den Gemahl der Königin, den Prinzen Albert von Sachsen-Koburg-Gotha, wachhalten. Neben dem Grabmal des bereits 1861 verstorbenen Prinz­gemahls steht der Sarkophag der Königin Viktoria. Weiter sind dort ihr Sohn König Eduard VII., der

Herzog von Albany, der jüngste Sohn der Königin Viktoria und der Herzog von Clarence, König Georgs V. Bruder (gestorben 1892) beigesetzt worden. Hier wird auch König Georg seine letzte Ruhestätte finden. Unterhalb dieser Kapelle befindet sich das RoyalTomb-House, zu dem man jedoch nur durch die St.-Georgs-Kapelle gelangen kann. Hier sind die Könige des Hauses Hannover Georg III., Georg IV. und Wilhelm IV. mit einigen ihrer Kinder beigesetzt worden.

Trauerkundgebung des Völkerbundsrates.

Genf, 21. Jan. (DNB.) Der Völkerbundsrat hat sich zu einer öffentlichen Trauerkundgebung für König Georg V. versammelt. Der australische Ober- kommissar in London, Bruce, eröffnete als Rats- präfident die Sitzung mit einem Nachruf auf den verstorbenen Herrscher, zu dessen Ehren sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben. Sämtliche Ratsmitglieder sprachen dann dem englischen Volk ihre Anteilnahme aus.

Der englische Außenminister Eden dankte dem Rat für seine Anteilnahme. Für jeden von den vielen Millionen seiner Untertanen in der Welt be­deute der Tod des Königs das Gefühl eines schwe­ren Verlustes, für diejenigen, deren stolze Pflicht eycn?e*en ihm zu dienen, ein tiefer Schmerz. ..Wir leben in einer Zeit des Sturmes und Dran­ges. Wir schreiten mühsam im losen Sand. Aber für uns hat es in meinem Lande einen siche- ren Fels gegeben, die Persönlichkeit unseres Königs. In zahlreichen Wirrnissen dieser Jahre war er das Sinnbild alles dessen, was wir achten, das lebendige Bei­spiel der Eigenschaften, nach denen wir als Eng­länder streben Wir fühlen, daß wir in ihm nicht nur den Herrscher, sondern den Vater seines Volkes verloren haben."

Erster Gentleman seines Landes.

Drahtbericht unseres He.-Korrespondenten.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! London, 21. Januar 1936.

Als der jetzt verstorbene König Georg V. den Thron bestieg, war man sich im allgemeinen dar­über einig, daß er keine hervorragende Rolle spie­len werde. Im Gegensatz zu seinem Vater König Eduard VII., der als eine ausgesprochene und eigenwillige Persönlichkeit bekannt war,, und der es verstanden hatte, die Zügel der Außenpolitik des Landes in seine Hand zu bekommen, galt der neue König als ein Mann ohne hervorstehende Eigen­schaften, als ein Mann voller Bescheidenheit und Zurückhaltung. Angesichts der großen Schwierig­keiten innenpolitischer Art, die England zu jener Zeit kennzeichneten, als er den Thron bestieg, glaubten sehr viele voraussagen zu können, daß die Krone sehr bald in Schwierigkeiten geraten und der neue König ihnen vielleicht nicht gewachsen sein würde. Das paßte damals gut in das Weltbild der Hochblüte des liberalistischen Zeitalters. Bildeten sich doch damals viele ein, daß die Monarchie in England in Kürze durch eine Republik abgelöst werde und in manchen revolutionären Kreisen mag man diesen König sogar als den letzten auf dem britischen Throne angesehen haben. Die verfassungs­mäßige Stellung des Königs war ja ohnehin nicht sehr groß, hing doch alles von der Persönlichkeit ab, die dieses hohe Amt innehatte.

Wenn man sich dieser Dinge erinnert, dann wird sehr schnell klar, wie groß die geschichtliche Leistung König G e o r g s V. für das engli­sche Königtum gewesen ist. Wenn eine Frage jetzt bei seinem Tode außer Zweifel steht, so ist es wohl die, daß das Königtum in Eng­land gefe st igter denn je aus allen den vie­len Krisen der letzten drei Jahrzehnte hervorgegan­gen ist. Und wie voreilig die Urteile der Zeitge­nossen gewesen sind, zeigt die Tatsache, daß man das Verdienst an diesem großen Erfolg ausschließ­lich König Georg V. zusprechen muß. E r allein ist es gewesen, der diese Leistung vollbracht hat, das Königtum in England zu solchem Ansehen zu bringen, das es heute zweifellos genießt und das auch feinem Nachfolger zugute kommen wird.

Heute spricht niemand mehr in England von einer bevorstehenden Revolutton oder von einer Aenderung der Verfassung. König Eduard VIII. be­steigt den englischen Thron, ohne daß es jemand auch nur wagen kann, ähnliche Anwürfe Hegen ihn zu richten, denen seinerzeit sein verstorbener Vater ausgesetzt war. König Georg V. hat diese Stärkung

der Stellung des britischen Monarchen weniger durch große, ins Auge springende Leistungen voll­bracht, als vielmehr durch eine stete und be­harrliche Ausgeglichenheit. Er hat immer Fairneß und Gerechtigkeit zur Richtschnur seines Handelns gemacht und hat auch dann, wenn die politischen Wogen hochgingen, den Sinn für das Angemessene nicht verloren und mäßi­gend auf die streitenden Parteien eingewirkt. So war er im Laufe der Jahre mehr und mehr zum Schiedsrichter der Nation, zum ersten Gentleman feines Landes geworden, der in allen maßgebenden Fragen von den Politikern gehört und dessen Urteil in vielen Dingen ausschlaggebend wurde.

Viele Dinge hat der König nicht verhindern kön­nen, sehr viele Dinge, die er für falsch hielt, hat er mißbilligt und hat damit erreicht, daß sie unter­blieben. Aber kaum jemals ist über diese Vorgänge ein Wort bekannt geworden. Der König liebte es nicht, daß seine Meinung in der Öffentlichkeit er­örtert wurde. Die Vorurteilslosigkeit, mit der er allen Dingen gegenüberstand, und eine langjährige Regierungserfahrung gaben ihm aber auch ohne das Echo der Oesfentlichkeit das Gewicht, das ihn zum maßgeblichen Leiter der Politik seines Landes gemacht hat. Wenn je in England jemand als der Führer und Vater seines Volkes hat bezeichnet werden können, so hat diesen Ehrentitel König Georg V. verdient. Er war ein Herrscher, der in den letzten Jahren seiner Regierung an Bedeutung zweifellos viele Vorgänger auf dem Thron über­ragt hat. Er hat in der Tat b i e moderne eng­lische Monarchie eigentlich erst geschaffen.

Es muß an dieser Stelle vor allem auf eins hin­gewiesen werden: es ist der englische König gewe­sen, dessen Mäßigung und Einsicht auch in der A u ß e n p o l i t i k des Landes eine ausschlaggebende Rolle gespielt hat. Ihm ist es zu verdanken, wenn die Bande zwischen den blutsverwandten Völkern, die auf so tragische Weise durch den Weltkrieg zer­rissen waren, wieder geknüpft wurden, und wenn die Bestrebungen, eine Völkerversöhnung zustandezubringen, ein so starkes Merkmal der eng­lischen Außenpolitik geworden sind. Wenn es ge­lingen sollte, die Völker Europas wieder friedlich zu einigen, so wird man König Georg V. einen blei­benden Anteil hieran zusprechen müssen. Wie er im Innern stets ausgleichend gewirkt hat, so ist er auch nach außen der große Friedensstifter und För­derer gewesen. Das ist wohl das höchste Lob, das ma einem fremden König zollen kann.

Gemeinsame Ideale begründen echte Kameradschaft. Oer Abschluß des Besuchs der deutschen Frontkämpferabordnung in London.

Empfang im Army- und Aavy-Elub.

L o n d o n, 21. Jan. (DNB.) Der Besuch der deut­schen Frontkämpferabordnung schloß mit einer ein­drucksvollen Abendveranstaltung der British Legion im Army- und Navy-Club am Montag­abend. Zu dem Abendessen waren u. a. der englische Kriegsminister Duff Cooper, Unterstaatssekretär Sir Robert V a n s i t t a r d, Botschafter v. H o e s ch, der Präsident der British Legion, Generalmajor Sir Frederic Maurice, General Sir Jan Hamil­ton, Major Featherstone-Godley, Oberst Crosfield u. a. erschienen.

In dem Augenblick, in dem die Tischreden aus- aetauscht wurden, traf die Nachricht ein, daß der König im Sterben liege. Der General Sir Frederik Maurice verlas voll tiefer Bewegung den letzten Krankheitsbericht, gedachte des sterbenden Königs und fuhr dann fort: Wir suchen den Frie­den, und wir glauben, die deutschen Frontkämpfer sind überzeugt, daß der Krieg eine eitle Methode ist-, Streitfragen Zwischen den Völkern zu regeln. Wir glauben ferner, daß für die Förderung der Freundschaft persönliche Fühlung unbedingt notwendig ist und daß dies das berste Mittel ist, die Ursachen jener Mißverständnisse Zu beseitigen, die so häufig aus einem Man­gel an Würdigung des Standpunktes des anderen entstehen. Wir haben eine sehr lebhafte Erinnerung an die Gastfreundschaft, mit der unsere Mitglieder in Deutschland ausgenommen wurden, und wir hof­fen, daß unsere Gäste mit ebenso angenehmem An­denken an ihren Besuch bei uns tn die Heimat zurückkehren werden. Wir glauben, daß die Freund­schaft, die wir so eifrig suchen, auf g e g e n f e i = tiger Offenheit beruhen muß. Indem wir die langst begrabenen Verbitterungen des Weltkrieges

der Vergangenheit überliefern, haben wir nichtdie Absicht, die im Kriege g e schlossenen Kameradschaften zu ver­gessen. Sie, meine deutschen Kameraden, die so gut begreifen, was Kameradschaft heißt, werden das verstehen. Indem wir neue Freundschaf­ten anknüpfen, haben wir nicht den Wunsch, die alten aufzugeben, und wir hoffen, unsere neuen und unsere alten Freunde zu- sa mm en bringen zu können. Ich hoffe, daß unsere Freunde eine richtige Auffassung unserer Gesichtspunkte und Empfindungen mit nach Deutsch­land zurücknehmen und auf diese Weise dazu bei­tragen werden, unsere Freundschaft dauerhaft zu machen. 0

Botschafter von Hoesch gedachte in tief empfun­denen Worten des sterbenden Königs. Er dankte General Maurice für den Willkommen, den er der deutschen Abordnung entboten habe und betonte, daß die deutsche Abordnung die Gefühle der britischen Frontkämpfer erwidere. Leute, die dem Ruf ihres Landes in der Stunde der Not gefolgt feien und ihre Pflicht getan hätten, könnten einander vol- l e r St o l z in d i e Augen sehen und der gegenseitigen Achtung sicher sein. Sie könnten sich in dem Geist der Kameradschaft begegnen, der auf gemeinsamen Idealen beruhe: das seien die Ideale der Liebe zum Vaterland, der Liebe zur Ehre und der Liebe zum Frieden. Auf diesen drei Grundlagen könne man sicher stehen.

London, 21. Jan. (DNB.) Angesichts de» Todes König Georgs V. hat die deutsche Front­kämpferabordnung beschloffen, ihren Besuch bei der British Legion a b z u b r e ch e n. Die Abordnung hat sich am Dienstag mit dem Zuge um 15 Uhr MEZ. in die Heimat zurück begeben.