Weihestunde der SS. aus dem Schiffenberg
gilt für die
der bedingungslose Gehorsam, der höchster Freiwilligkeit kommt, aus dem Dienst
SS. der b e d i n g u n
aus
Sie Feiern der Ortsgruppen der ASDAP
Dienstag-Abonnement.
(
Wir
VDK verpflichtet Kameradinnen
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42 Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
Nachdem am vergangenen Sonntag die Hitler- Jugend die Ueberführung von Jungvolkpimpfen in die HI. vorgenommen hatte, wurden gestern nachmittag auf dem Trieb, unmittelbar vor der Volkshalle die neuaufgenommenen Jungmädel verpflichtet und die 14jährigen Jungmädel in den BDM., in neue Kameradschaft überführt. Mit Wimpeln voran marschierten die Mädchen aus der Stadt über die Kaiserallee zum Trieb. Auch die Kleinsten, die neuaufzunehmenden Jungmädels marschierten in gleichem Schritt mit, boten aber noch nicht das einheitliche Bild, wie der BDM. und die übrigen Jungmädel, denn die meisten der Kleinen marschierten noch in bunten Kinderkleidern. Bald werden aber auch sie sich innerlich wie äußerlich eingefügt haben
noch läutern noch stählen
Deutsche Arbeitsfront.
Ortsgruppenwallung Giehen-Ost.
machen unsere DAF.-Walter nochmals auf
gleich macht; denn jeder, der uns gleichkommt, ist ein Gewinn für Deutschland. Er ist für uns aber auch der Beweis, daß wir zu wenig Kraft in uns hatten und daß wir unsere Anstrengungen ver
doppeln, unseren Willen zum Kampf und unsere Härte gegen uns selbst müssen.
Als dritte Richtlinie und Tugend
an unserer Weltanschauung. Es ist der Gehorsam, der zu jedem Opfer bereit ist und nicht ein einziges Mal zaudert, sondern bedingungslos jedem Befehl gehorcht, der vom Führer kommt oder rechtmäßig von den Vorgesetzten gegeben wird.
sagte sie unter anderem, bisher Kameradschaft ge< |; halten und sie würden Kameradschaft auch in der neuen Formation finden. Wer bisher seinen Dienst als Jungmädel getan habe, dem werde es auch nicht schwer fallen, die größeren Aufgaben im BDM. zu erfüllen. Jede Kameradin müsse sich dessen bewußt sein, daß man nicht um Spielereien willen im BDM. stehe, sondern um der großen Ausrichtung auf das Vaterland und auf den Fuh. rer willen Es fei notwendig, die Aufgaben zu erfüllen, die der Führer stellte. Auch die Mädchen müßten und könnten daran Mitarbeiten, daß Deutschland wieder ganz stark und frei werde. Um aber mit den großen Aufgaben fertig werden zu können, müsse früh begonnen werden. Mit der Forderung zur Einsatzbereitschaft im BDM., mit der Forderung, immer auf den Führer zu schauen, der leuchtendes Vorbild sei, schloß die JM.-Unter- gauführerin ihre Ansprache. j
Nachdem von allen Jungmädchen der Derpflich- tungswortlaut nachgesprochen worden war, nachdem die Untergauführerinnen und des BDM. allen überführten Jungmädels die Hand gedrückt hatten, wurden auch noch mit kurzer Spruchformel die neu- aufgenommenen Jungmädel verpflichtet. Auch einige BDM.-Führerinnen wurden verpflichtet und er- hielten Ausweis und bunte Schnur. Mit dem Liede „Vorwärts, vorwärts!" fand die Feier ihren Abschluß.
Singend zogen dann die Mädchen wieder m die Stadt.
heule folgende Kurse:
Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen. Don 20.30 Uhr bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Die Tippgräfin.
JHoman von Klothilde v Stegmann.
Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68.
der Große Zapfenstreich.
Den Zuhörern bereitete die SA.-Musik mit diesen fein gestalteten Darbietungen eine schöne Bereicherung der Feierstunde. Unmittelbar vor dem Deutschlandlied des Zapfenstreichs brachte Standartenführer Lutter den von seinen SA.-Männern mit Begeisterung aufgenommenen dreimaligen Sieg- Heil-Gruß an den Obersten SA.-Führer Adolf Hitler aus. Dann wurden in Begleitung der SA.- Musik gemeinsam die ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Damit fand die erhebende Feier ihren Abschluß.
Während die Fahnengruppe, die SA.-Musik an der Spitze und von dem Fahnensturm gefolgt, durch die Neustadt, Kaplansgasse, Kreuzplätz, Sonnenstraße, Brandplatz zum Standartengebäude zurückmarschierte, begleitet von einer großen Menschenmenge, rückten die einzelnen Stürme zu ihren Sturmlokalen ab.
Mariella war immer noch nicht ganz zum Bewußtsein der veränderten Wirklichkeit gekommen. Sie glaubte immer noch zu träumen. Oder konnte es doch Wahrheit, beseligende Wirklichkeit sein, daß es nur noch Tage waren, die sie von dem Wiedersehen mit dem heißgeliebten Vater trennten, den sie so lange als tot betrauert hatte? Dabei hatte ihr der Herzog nur von seiner Rückkehr erzählt, nichts von Jlaro, ihrer neuen Schwester, und nichts von Heßling, dessen Bild sonderbarerweise jetzt immer häusiger vor ihre Seele trat.
Tagaus, tagein waren die beiden Mädchen, Mariella und Renate, jetzt um den Herzog. Er ließ mit Bitten nicht eher nach, bis man eine Vertreterin eingestellt hatte und völlig zur „Disposition" stand, wie die kleine Principessa, die den ganzen Frohsinn ihrer Jugend wiedergefunden zu haben schien, es lachend nannte.
Der Briefumschlag, den Renate an der Brandstelle in Karlshorst gefunden und ihm ausgehän- oigt, um festzustellen, ob er von Mariellas Vater geschrieben, ergab neue, wichtige Spuren. Detektive hatten den Schutthaufen völlig umgekehrt und noch weiteres, schwerbelastendes Material gegen Annina von Gellern gefunden.
Nun begann das Netz gegen Annina sich zusammenzuziehen. Nach längeren Konferenzen zwischen dem Herzog, Bankier Kammacher und den Behörden wurde ein Steckbrief gegen Annina von Gellern erlassen. Die Oesfentlichkeit wußte nicht recht, warum. Denn Kammacher schwieg über den Schmuck, den er in Gewahrsam hatte. Nur den Behörden machte er als vorsichtiger Mann davon Mitteilung und legte den Quittungsschein über die Juwelen vor, auf dem Annina ausdrücklich als Eigentümerin vermerkt war. Doch kein Wörtchen davon sollte an die Oesfentlichkeit gelangen, ehe die Diebin gefaßt war und vor Gericht gestellt werden konnte.
Es war ein gesegneter Herbst. Er tauchte nicht nur die Geyerburg in die süße Reife des Nachsommers. Er lag ebenso mit einer sanften Bläue über der Hauptstadt Deutschlands. Es war ein wunder- barer Abend. Der Herzog war soeben von Renate
den am 22. April, 2 0.15 Uhr, in der Wirtschaft „Stadt Lauterba ch", Licher Straße, stattfindenden DA F.-Walter-Appell aufmerksam. Es wird pünktlich um 2 0.15 Uhr vor dem Lokal angetreten! Anzug: DAF.- Anzug oder Uniform.
7IGLB.
Fachschaft kärperl. Erziehung, kreis Gießen.
Die Schulungstagung der weiblichen Lehrkräfte für die Sommerkampfspiele (Grenzball) findet am 25. April, 9 Uhr, in Gießen in der Neuen Pesta- lozzischule statt. Turnzeug ist mitzubringen.
Sportamt „Sraflf durch Freude'".
Aus der Provinzialhauptstadt.
Ernennung bei der Stadtverwaltung.
Die Pressestelle der Stadtverwaltung teilt uns mit: Pg. Heinz Horn wurde an Hitlers Geburtstag mit folgendem Schreiben zum Verwal- tungslekretär ernannt:
„In Anerkennung der im vergangenen Jahre mit gutem Erfolg abgelegten I. Verwaltungsprüfung und in Würdigung der von Ihnen in der Kampfzeit geleisteten außerordentlichen Verdienste um die nationale Freiheit des deutschen Volkes ernenne ich Sie heute am Geburtstage des Führers mit Wirkung vom 1. April 1936 zum Verwaltungs-Sekre- t ä r. Ritter, Oberbürgermeister."
Dornoiizen.
Tageskalender für Dienstag.
NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.45 Uhr. fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen) im Lyzeum; 17.30 bis 18.30 Uhr Kindergymnaftik im Gartenhaus, Frankfurter Straße 60; 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) Schwimmen im Volksbad; 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr: „To- warisch". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Savoy- Hotel 217". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die letzten Vier von Santa Cruz".
Stadttheater Gießen.
Heute von 20 bis 22.30 Uhr „Towarisch", Komödie von Jacques Deval; bearbeitet von Curt Goetz. Spielleitung Wolfgang Kühne. 27. Vorstellung im
Am nächsten Morgen erhielt Mariella das glückselige Schreiben Lores mit der Einladung zu Lores Hochzeit an sie und Renate. Weiter die Bitte, die beiden Freundinnen möchten Lore als Brautjungfern zum Altar geleiten. Wenn auch das Leben nun wieder in lichter Helle Mariella entgegentrat, trieb dieser Brief ihr bittere Tränen in die Augen. Sie sah sich plötzlich wie Lore am Altar — für immer mit Erhard verbunden. Doch das war ein Traum. Erhard war tot. Der kühle Rasen deckte ihn für immer. Tiefe Sehnsucht erfaßte sie nach seinem Grabe.
Sie fuhr zum Friedhof. Erhards Grab war wohl das schönste an dieser stillen Stätte. Blutrote Rosen hatten den ganzen Sommer daraus geblüht. Es war, als ob Mariellas Herzblut sie tränke und ihnen die Farbe und köstliche Frische verleibe, die sie vor allen anderen Rosen in diesem stillen Garten der Toten auszeichnete.
In tiefer Versunkenheit näherte sich Mariella dem Grabe. Sie würde in der nächsten Zeit nicht oft hierher kommen können. Denn wenn ihr Vater erst angelangt war, sollte ihr Herz ganz und ungeteilt ihm gehören.
Langsam schritt sie die einsamen Parkwege entlang, dem Grabe xu, die Arme voll selbstgepflückter, duftender Herbstblumen aus Renates Garten.
Schon von weitem sah sie die Rosenbüsche in ihrer dunklen Pracht leuchten. Es waren Dauer« rosen, die bis tief in den Oktober hinein in Blüte stehen.
Plötzlich stockte Mariellas Fuß. Sie hielt schützend die Hand vor die Augen. Die Sonne blendete sie.
Täuschte sie sich, ober kniete dort eine Frauengestalt vor Erhards Grab?
Jetzt machte die Frau eine Bewegung, und als die kleine Principessa sah, daß sie sich doch nicht getäuscht habe, ging sie schnell vorwärts.
Da blickte ihr bic Fr-mbe c .{gegen. Sie erhob sich bei Mariellas Herankommen. S:-. war in tiefes Schwarz gefleibet. Ihr schöngeschnittenes, bleiches Antlitz trug ben Ausbruck eines unstillbaren Kummers. Verwirrt sah Mariella die Frembe an. Die streckte ihr bie Hanb entgegen. Mariella zuckte zurück. Als ahne sie, baß ber schwerste Schlag, ber sie in biefer entsetzlichen Tragöbie vielleicht treffen konnte, ihr noch bevorstanb. So stark zitterte sie, baß bie Blumenlast zur Erbe sank, ohne baß sie es merkte.
„Mein liebes, armes Kinb!" klang bie Stimme ber fremben Frau. Schneeweiß trat Mariella zurück.
„Was wünschen Sie von mir? Was wollen Sie hier an diesem Grab? Wer sind Sie?"
„Wer ich bin? Zürnen Sie mir nicht, Principessa! Bisher ist es mir immer gelungen, an diesem Grabe zu meinen, wenn ich allein war. Oft betrachtete ich Sie aus der Ferne, sah bie Qualen, die Sie um ben litten, ben dieser Hügel becft, unb wagte nicht, Sie zu stören. Vielleicht wäre es auch jetzt noch besser, wenn ich schweigenb von hinnen ginge. Aber mein Gewissen läßt mir keine Ruhe. Hch muß Ihnen bie Wahrheit sagen, so weh sie auch tun wirb. Aber Sie müssen nun enblich Ihre Ruhe roiebergeroinnen, Sie armes Kinb. Sie haben noch ein ganzes Leben vor sich, bas roieber glücklich werben wird, wenn Sie mein Geheimnis erfahren haben. Seien Sie stark, Principessa Bonaglia!"
„Sie kennen meinen Namen?" flüsterte Mariella Bonaglia ängstlich.
Die Frau hier mit ihren rätselhaften Worten wurde ihr unheimlich. Unb boch trieb etwas sie, weiter zuzuhören. Die leibvollen Augen ber Frau bannten sie gerabezu an biefen Ort.
„Ja, ich kenne Ihren Namen, Principessa! Aber Sie haben noch immer nicht meinen Namen erfahren!" sprach bie Unbekannte jetzt weiter. „Es ist bas Grab meines Mannes, vor bem wir stehen, Principessa! Ich bin Gubrun von Hagen. Ich bin bie Mutter von Erharbs einzigem Kinb, bas in feinem zehnten Jahre uns roieber genommen würbe. Erlassen Sie mir, Ihnen zu erzählen, was ich an ber Seite biefes Mannes burchmachen mußte. Unb wenn ich ihn noch immer liebe, so ist es beshalb, weil mein kleiner Knub ben Vater vergötterte! Warum ich Ihnen meine traurige Geschichte erzähle? Nur, um Sie wissen zu lassen, baß Erharb niemals in
in die Gemeinschaft der Hitler-Jugend. Mit Begeisterung waren sie bei ber Sache und erwartungsvoll sahen sie ihrer Verpflichtung entgegen.
Vor bem Seitenausgang ber Volkshalle hatte die geschlossene Gruppe ber Wimpelträgerinnen Auf- stellung genommen. Ein Sing- unb Sprechchor stand im Halbkreis bereit. In bicht geschloffenen Reihen ftanben die Möbels in großem Rechteck.
Die Sing- unb Sprechgruppe vertiefte bie Weihe- ftimmung mit Lieb unb Sprechchor. Die Untergau« führerin Ruth Fabian hielt bann eine Ansprache an bie Jungmäbels, bie nunmehr in ben BDM. übernommen werben, bie sich in ben BDM. einfügen werben wie anbere vor ihnen unb viele es nach ihnen tun werben. Die Jungmäbel haben, so
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unb Mariella gegangen, nachbem er Mariella auf bie bickt bevorstehende Ankunft des Vaters vorbereitet hatte. Er hatte sehr geheimnisvoll dabei getan unb von Ueberraschungen erzählt, bie Mariellas Vater noch für feine Tochter bereit hätte. Doch mehr wollte er trotz Mariellas Drängens nicht verraten. Nun zerbrach sich Mariella das Köpfchen. Doch nie wäre sie auf ben Gebauten gekommen, bie Rückkehr ihres Vaters mit ber Doktor Heßlings in Zusammenhang zu bringen, den sie längst tot glaubte.
Zwar mußte sie mehr unb mehr an ihn denken. Aber immer noch versuchte sie in ihrem Herzen, ihrem verstorbenen Verlobten Erhard von Hagen bie Treue zu bewahren. Es mußten noch anbere Erschütterungen kommen, um sie enblich von Erharbs Unwert zu überzeugen.
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Ortsgruppe Mitte und die Ortsgruppe Oft feierten gemeinsam in ber Aula der Universität, Die ber Bebeutung des Tages entsprechen!) roürbia geschmückt worden war. Nach der (Eröffnung durch ben Ortsgruppenleiter Kreuter brachte ber Groß- sche Männerchor einige Chöre zum Vortrag, bie verdienten Beifall fanden. Pg. Geiger brachte in feiner Weise des Vortrags einen Kernspruch zu Gehör, ber eine glückliche Ueberleitung zur Ansprache bes Kamerckden Nebeling vilbete, der des Führers Werk einbringlicf) schilderte und auf bie Pflichten ber Dankbarkeit bes ganzen deutschen Volkes hinwies.
Ortsgruppe Gießen-5üd.
Die Ortsgruppe Gießen-Süb versammelte gestern Abend im Speisesaal bes Gießener Stubentenhauses ihre Mitglieber zu einer roürfrigen Führer-Geburtstagsfeier. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach ber (Einbringung ber Ortsgruppenfahne begrüßte Propaganbaleiter Bl in zig bie Kameraben unb Kameradinnen. Nach ber lieber« tragung ber feierlichen Vereibigung von München hielt ber stellvertretende Ortsgruppenleiter Holländer eine längere Ansprache, in der er des Führers Kämpfe um bie (Erneuerung Deutschlands
unb seinen unerschütterlichen Glauben an das deutsche Volk allen Zuhörern eindringlich vor Augen stellte. Der Redner schloß mit ber Bitte an den Allmächtigen, baß er bas Leben unseres Führers schützen unb ihn seinem deutschen Volke noch recht lange erhalten möge. Das dreifache „Sieg-Heil!" auf den Führer, bas gemeinsam gesungene Horst- Wessel- unb bas Deutschlandlied beschlossen bie Feier.
In ähnlicher Form vollzogen sich bie Feiern unb Generalappelle auch ber anderen Ortsgruppen ber NSDAP. Die
Ortsgruppe Gießen-Rord
vereinigte ihre Mitglieber in ben Räumen des „Aquariums", bie Die große Anzahl ber Teilnehmer des Generalappells kaum zu fassen vermochten. Ortsgruppenleiter Thomas überreichte nach ber feierlichen (Einbringung ber Fahnen einer Anzahl von Mitgliedern bie Mitgliedsbücher, während Pg. Bur geleit die hohe Bedeutung des Tages in feinen (Bebanfengängen roürbigte. Ge- bichtvorträge bereicherten und vertieften die Feierstunde, die der Musikzug bes Marine-Sturmbanns durch gute musikalische Darbietungen ausgestaltete. Kameradschaftliches Beisammensein beschloß auch hier den denkwürdigen Tag.
Die aus dem weitverzweigten Gebiet des Sturmbannes I ber 83. SS.-Stanbarte in Gießen angetretenen Einheiten marschierten unter bem Kom- manbo von SS.-Sturmbannführer Hainbach durch bie Straßen ber Stabt zum Schiffenberg. Zum ersten Male trat hierbei auch ber Nachrichtenzug ber SS.-Mo. 2 unter SS.-Scharführer Nagel in Erscheinung. Die Bewunderung für die aufmar= schierende schwarze Schar war groß.
Auf dem Schiffenberg bot bas alte Gemäuer ber ehern. Stiftskirche ben rounberfdjönen Hintergrunb ff-r die nächtliche Feierftunbe. Von kunstvoll aufgebauten Feuerbecken flankiert gab bie große, von der Kirchenmauer herabhängenbe Fahne ber SS. ein schönes Bilb. Davor stand umgeben von seinen Sturmführern und ben Fackelträgern SS.-Sturmbannführer Hainbach. Ihm gegenüber hatten bie SS.-Anwärter in zwei ©liebem Aufstellung genommen. Ihnen zu beiben Seiten ftanben bie SS.« Stürme. Während ber Frühlingssturm über den Hof jagte, würben die Fackeln angezündet unb die Fahne in das Viereck getragen.
SS.-Sturmbannführer Hainbach
gab knapp und klar ben jungen Anwärtern die Richtlinien für ihr neues Leben in der SS. Noch stehen wir alle, fo sagte er u. a., unter bem gewaltigen Einbruck bes Geschehens ber letzten Tage, einer schlagfertigen Rheinlandbesetzung unb des größten Bekenntnisses eines Volkes zu seinem Führer. Es ist das erste Mal in ber Weltgeschichte, daß ein ganzes Volk sich einstimmig für feinen Führer ausgesprochen hat, daß es die Arbeit anerkannte, die geleistet wurde, als der greife Generalfelbmar- fcball v. Hindenburg bie Leitung bes Staatsschiffes in die kräftigeren Hände des Führers legte. Der Führer rief uns unb alle, alle kamen, um ihr Bekenntnis spontan abzulegen, um ber Welt zu zeigen, daß Deutschlanb roieber einig unb groß geworben, überall Zufriebenheit, Glück unb Arbeit eingezogen ist.
Üm bas Unmögliche zum Möglichen zu machen, so sagte ber Sturmbannführer weiter, hat der Führer Männer um sich geschart, bie ihm treu beim Wieberaufbau Deutschlanbs halfen, unb hat im Jahre 1925 den Befehl zur Aufstellung ber SS. gegeben.
Es war bei der Aufstellung Nar, daß die SS. nur ihre Aufgabe erfüllen könne, wenn sie im höchsten Maße nach den Erkenntnissen und den vom Führer der Bewegung aufgestellten Richtlinien und den ihr anerzogenen Tugenden handeln würde.
Die erste Richtlinie für die SS. ist darum die Erkenntnis vorn Wert des Blutes und der Auslese, die Gültigkeit hat, solange es eine SS. gibt.
Die zweite Richtlinie und Tugend, die die Führung sich bemüht der SS. anzuerziehen und als die in ihr wohnende unauslöschbare Eigensckaft für alle Zukunft mitzugeben, sind der Freiheits« wille unb ber Kampfgei st. Die SS. hat von jeher ben Ehrgeiz gehabt, in jebem Falle die beste zu sein. Wir freuen uns über jeden, der es uns
Weitere Tugenden sind Treue und Ehre. Beide sind unlöslich miteinander verbunden. Sie sind niebergelegt in bem Spruch:
„Meine Ehre heißt Treue!"
Viele Dinge auf ber Welt können verziehen werben, niemals aber Untreue. Wer bie Treue verletzt, schließt sich aus unseren Reihen aus; benn bie Treue ist eine Angelegenheit bes Herzens unb nicht bes Verstanbes. Der Verstaub mag straucheln, aber bas Herz hat immer ben gleichen Pulsschlag unb wenn biefer aufhört, stirbt ber Mensch genau wie bas Volk, bas keine Ehre besitzt.
Diese Pflichten zu erfüllen, ist höchste Aufgabe bes SS.-Mannes, ber burch seine Auswahl erster Nationalsozialist sein soll. Es ist barum eine für bie beutsche Zukunft entscheibenbe Frage, ob bie SS. bie Aufgaben, bie ber Führer ihr gestellt hat, restlos erfüllen wirb ober nicht.
Mit ben mahnenben Worten:
„Dein Leben ist gebunden an das Leben deines Volkes und Deutschland, und Deutschland ist Adolf Hitler und Adolf Hitler ist Deutschland!"
forderte der Sturmbannführer die SS.-Anwärter zum Treuschwur auf.
Mann für Mann bekräftigten in die Hand bes SS.-Sturmbannführers Hainbach unb seines Abjutanten, SS.-Oberscharfuhrer Horn ben Schwur.
Die Fahne senkte sich unb auf bas Fahnentuch leisteten bie neuen SS.-Männer ben höchsten Eid eines beutschen Manes, ben Fahnenschwur. Das Lieb ber SS.: „Wenn alle untreu werben, so bleiben wir boch treu ...;" hallte wie eine feierliche Beteuerung burch bie Nacht. Dann setzte ber Fahnenträger bie Fahne auf, ber Sturmbannführer brachte bas Sieg-Heil auf ben Führer unb Reichskanzler aus, bas von ernftgeftimmten Männern kraftvoll ausgenommen würbe. Das Kampflieb Horst Wessels beschloß bie weihevolle Stunbe.
Wirklichkeit baran gedacht hat, Sie zu feiner Frau Zu machen, baß er auch gar nicht baran benfen konnte, Principessa."
„Unb warum nicht?" Mariella hatte bas Gefühl, im nächsten Augenblick umzusinken.
„Weil wir nicht geschieben werben konnten. Auch bann nicht, als mein Mann mich, nach bem Tobe bes Kinbes, in einer Anstalt im Auslanb unterbrachte. Denn meine Verwanbten führten ben Nachweis meiner völligen, seelischen Gesunbheit. Die Trennung unserer Ehe hätte nur burch päpstlichen Dispens erfolgen können, unb ber wäre wohl nie erfolgt."
Sie konnte nicht weitersprechen. Mariella, bie mit Augen zugehört hatte, in benen ein gerabezu irres Entsetzen ftanb, brohte umzusinken. Da umfaßte bie Frau sie mütterlich unb zog sie sanft auf bie Bank vor Erharbs Grab hernieber:
„Weinen Sie, Kinb! Weinen Sie!" sagte sie leise unb gütig. „Tränen erlösen. Weinen Sie sich hier bei mir aus, am Grabe bes Mannes, ben wir beibe geliebt, unb benfen Sie immer baran, baß er mit feinem Tobe gesühnt, was er an uns getan. Lassen Sie uns beibe ihn vergeben, wie ber barmherzige Gott es von uns forbert!"
Unb bann saß sie ganz still unb hielt Mariella umfangen. Mariella fühlte in ihrer bitteren Verzweiflung einen rounberbaren Trost in ben Armen ber Frau, bie gleich ihr Erharb von Hagen geliebt unb gleich ihr burch ihn gelitten hatte. Lange saßen sie auf ber schattigen Bank nebeneinanber. Rosenduft umschmeichelte sie wie ein linber Trost. Die Bäume in ihrem golbenen Herbstlaub rauschten ganz leise. Langsam löste sich ein Blatt unb noch eins, glitt burch bie blaue Luft leise zur (Erbe hernieber.
„Sehen Sie, Principessa! Alles enbet einmal! Alles sucht ben Frieben!" sagte Gubrun von Hagen. Unb auch Mariella schien es, als käme sie endlich zum Frieben, als verschwömme bas Bilb Erharbs sanft unb fern in einer matten Dämmerung. Langsam erhob sie sich unb ging neben Gubrun von Hagen bem Ausgang zu. Zum Abschieb beugte sie sich tief über bie Hanb ber gütigen Frau.
„Lassen Sie es für uns keinen Abschieb für immer fein, Gräfin", bat sie. ,Lch habe bas Gefühl, als konnte ich nur burch Sie ganz über« roinben."
„Mein Haus steht Ihnen ebenso offen, liebes Kinb, rote mein Herz!" sagte Gubrun von Hagen unb streichelte Mariellas zartes Gesichtchen.
(Fortsetzung folgt!)
hng für MUI L F-ch[chck ' nn» es MI-N ° Men, di- in » -regiftriert swd. x ci-melbeten 32 H' p.fi, 6 D.K, 1 alles fiunbe, bir , Die Prüfung. I . Rod, MenJ1 tue unter ben A ; beiteten. Solche Bungen Jagbhun sollen sie boch be ? ling bie natür, 1 Brauchbarkeit li F Dingen ber beut ! Trotzdem ber
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zu benehmen, wie es einem ehrNebenden 52t-
Mann geziemt."
Diesen Eid bekräftigten einige SA.-Männer im Namen aller angetretenen SA.-Kameraden mit ben markigen Worten: „Das geloben roir".
Anschließenb würbe hinter bem vorausschreiten- den Standartenführer das Felbzeichen ber Standarte durch die Reihen ber soeben oereibigten SA.« Männer getragen, bie es mit der erhobenen Rechten grüßten, zugleich berührten und damit ihrem soeben geleisteten Eid auf den Führer die höchste Weihe gaben.
Nach diesem feierlichen, allen beteiligten SA.- Männern unvergeßlichen Erleben spielte ber Musikzug ber Stanbarte unter ber Leitung des Mufik- zugführers Herrmann prächtig bas „Ave Maria" von Schumann. Dann folgte, gespielt vom Spiel« mannszug unb vom Musikzug, unter der sorgsamen Stabführung Herrmanns
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