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natürlich gewachsene und

Die Aufdeckung dieses Unternehmens durch die Geheime Staatspolizei beweist, daß zwischen ge* wissen Teilen katholischer Verbände und illegalen kommunistischen Organisationen eine enge Zusam­menarbeit besteht. Erst vor einigen Tagen mußte ein Kaplan verurteilt werden, weil er sich die Ver­teilung von Flugblättern eindeutig kommunistischen Inhalts hatte zu Schulden kommen lassen. Von bekannten katholischen Tageszeitungen des Aus­landes ist ja schon seit langem eine solche Zusam­menarbeit gegen den Nationalsozialismus offen empfohlen worden. Mit Genugtuung kann fest- gestellt werden, daß die katholische Bevölkerung Deutschlands in ihrer überaus großen Mehrheit über die jetzt aufgedeckten Tatsachen außerordentlich bestürzt ist und von den hochverräterischen Machen­schaften der jetzt Verhafteten mit aller Entschieden­heit abrückt.

waren. Ferner wurde in Prag eine Druckerei ent­deckt, in der die Propagandaschriften hergestellt wur­den und aufgestapelt waren. Als Urheber der ge­setzwidrigen Agitation wurden 15 Personen, größ­tenteils reichsdeutsche Emigranten, verhaftet.

Paris, 20. Febr. (DNB.) Die Kammer nahm am Donnerstag die Aussprache über den fran­zösisch-sowjetrussischen Pakt wieder auf. Der seiner­zeit von der Dritten Internationale ausgeschlossene unabhängige kommunistische Abgeordnete D o r i o t wandte sich sehr nachdrücklich gegen die Rati­fizierung des Paktes. Er habe es begrüßt, daß Frankreich seinerzeit die Sowjetunion anerkannt und später einen Nichtangriffsvertrag abgeschlossen habe, der beiden Teilen völlige Frei­heit gelassen und die gegenseitigen Beziehungen in erfreulicher Weise geklärt habe. Dabei hätte es bleiben sollen. Der neue Pakt habe ein dop­peltes Gesicht. Frankreich sei ein demo­kratischer Staat und Hüter des Versailler Systems. Der Anschein, daß S o w j e t r u ß l a n d sich all­mählich der Auffassung Frankreichs genähert habe, sei eine Täuschung. Lenin habe erklärt, daß die Sowjetunion den Anfang der Welt­revolution darstelle. In Rußland habe man es mit zwei Einrichtungen zu tun, mit der Sow­jetregierung und der Dritten Internationale, die beide von dem gleichen Mann gelei- t e t würden. Wenn das französische Bürgertum mit der Sowjetunion einen Pakt unterzeichne, so gebe es sich einer Utopie hin, mit der rechten Hand würde der Bolschewismus den Pakt unterzeichnen, mit der linken Hand die weltreoolutionäre Propa­ganda weiterführen.

Alan müsse sich nach dem Hauptgrund fragen, der die Sowjetunion veranlasse, den Pakt mit Frankreich anzustreben. Die Sowjetunion könne nicht mehr auf das deutsche Volk in feinem Kampfe gegen die an de-

Donauträume - Donauschäume.

In Prag wollen sich am 24. Februar die Der- rreter des Kleinen Verbandes um den

zusetzen. Die Regierung werde niemand ver. folgen, der sich nicht außerhalb des Gesetzes stelle.

Dem Sonderberichterstatter desParis Soir" er- klärte Azana: Die neue Regierung sei für die Aufrechterhaltung der Verfassung. Ordnung, Friede und Gerechtigkeit seien die ersten Grundbedingungen hierfür. Er wolle mit einer schwierigen Aufgabe anfangen und den Aus­gleich der Finanzen schaffen. Es gebe zu viel Armut und Elend in Spanien. Als erstes sollen die Agrar- und die Arbeits frage in Angriff genommen werden. In Spanien fei die Bauernschaft ähnlich wie in Frankreich von der wirtschaftlichen Not am meisten betroffen. Die A m n e st i e werde in den Cortes angenommen werden. 30 000 Gefangene warteten auf ihre Be­freiung. Dies müsse aber ebenfalls gesetzlich ge­schehen und daher erst nach Zusammentritt der Cortes. Die Sozialisten beschränkten sich auf eine stille Duldung des Kabinetts. Ein Mindest- Programm sei mit diesen vor den Wahlen ausgear­beitet worden. Das Kabinett gehöre zu den ge­mäßigten und wünsche, legal zu bleiben.

Unter starker Anteilnahme der Bevölkerung wurde heute nachmittag der Politiker der Republi­kanischen Union Pedro Rico wieder in das Bürgermeisteramt der Stadt Madrid eingeführt. Pedro Nico war bereits Bürgermeister in Madrid unter der ersten Regierung Azana. Zum Generaldirektor der spanischen Polizei wurde Alonso M a y o l ernannt, der bereits unter der ersten Regierung Azana als Gouverneur von Asturien tätig war.

reu Völker zählen. Der Rationalsozialis- mus habe dem Bolschewismus die größte Nie­derlage beigebracht, und Deutschland sei ein Schuhwall gegen den Bolschewis­mus. Die Leiter der Sowjetunion nützten in genauer Kenntnis der französischen Psychologie Frankreichs Furcht vor einem deutschen Angriff aus. Früher spielte der Bolschewismus den Be­siegten gegen den Sieger aus. Jetzt würde der Sieger gegen den Besiegten ausgespielt, da der Besiegte sein Regime geändert habe.

Die sowjetrussischen Diplomaten sagten, man müsse den französisch-sowjetrussischen Pakt um der allge­meinen Sicherheit willen unterzeichnen: gleichzeitig aber begründeten die kommunistischen Abgeordneten in Frankreich den Massen gegenüber die Unterzeich­nung damit, daß der französisch-sowjetrussische Pakt das beste Mittel sei zur Erreichung der Weltrevolution.

Herriot

sprach sich fürdieRatifizierung aus. Er be­stritt die Berechtigung der an den Wert der sowjet­russischen Armee geäußerten Zweifel. Sowjet­rußland verfüge zur Zeit über 1,3 Millionen Mann aktiver Truppen. Zusammen mit der Reserve und mit der Landwehr könne Sowjetrußland etwa 13 Millionen Mann unter die Waffen st e l l e n. Sowjetrußland habe ferner große Fort­schritte hinsichtlich der Beförderungsmog» l i ch k e i t e n gemacht. Die Bedeutung seiner Luft- streitkräfte sei bekannt. Herriot führte die

Deutscher Protest in Bern.

Oer Beschluß des Bundesrats eine politische Demonstration.

Moskan spielt mit Frankreich.

Gin unabhängiger Kommunist gegen die Notifizierung des NuffenpaktS

Schwere Unruhen in Spanien.

Ausschreitungen gegen Rechtsverbande, Kirchen und Klöster in vielen Städten Nordspaniens und Andalusiens.

wurden die politischen und sozialen Sträflinge frei- gelassen. Die wegen krimineller Vergehen verurteil­ten Gefangenen benutzten die allgemeine Unruhe, um zu entkommen. Die Sträflinge bildeten mit ihren Angehörigen, die vor den Torey des Gefäng­nisses auf die Freilassung gewartet hatten, einen Umzug mit roten Fahnen und Plakaten. In Cordoba (Andalusien) wurden aus Wohnun­gen bekannter rechtspolitischer Personen das Mo­biliar auf die Straße geschleppt und dort verbrannt. Die Linksradikalen schlepp­ten ferner aus einem Nonnenkloster sämtliche In­sassen auf die Straße. Die Nonnen wurden von der Menge in ihre elterlichen Wohnungen gebracht. Ein Apotheker und seine Frau wurden als Organisato­ren der dortigen Faschisten verhaftet.

Azalias Programm.

Madrid, 20. Febr. (DNB.) Ministerpräsident Azana wandte sich in einer Rundfunkrede an das spanische Volk: Die Regierung werde i m r e - publikanis chen Gei st das von der Mehrheit des spanischen Volkes für richtig befundene Pro­gramm durchführen. Mit der Wiedereinfüh­rung der im April 1931 gewählten links- politifchen Gemeinde-Verwaltungen sei der erste Schritt getan, um die während der letzten zwei Jahre begangenen Ungerechtigkeiten wiedergutzumachen. Den Ministerien seien bereits Richtlinien gegeben worden, um die anläßlich der politischen Ereignisse entlassenen Beamten möglichst umgehend wieder in ihr Amt ein -

ausgesetzten Glashaube ersticken wolle, so müsse sie ja" sagenzu dem Geschehen in Deutsch- land. Man müsse in der deutschen Erhebung einen Vorgang von weltgeschichtlichen Ausmaßen, der auch für das übrige Europa allerhand bedeute, sehen, und nicht wie kürzlich eine Schweizer Wo­chenzeitung,Die Nation", schrieb, eineweltge­schichtliche Schmierenposse".

Wörtlich sagt dann Henne:Die heutige Haltung der schweizerischen Oeffentlichkeit gegenüber Deutsch­land entspringt nicht der Stärke, sondern innerer Schwäche und mangelndem Selbst- vertraue n". Es wäre besser, mit offenen Augen sorgfältig all das zu verfolgen, was in Deutschland seit dem Umsturz g e I e i ft e t worden ist, statt sich in unfruchtbarer Kritik zu erschöpfen. Aufgabe der Schweiz sollte es auch hier wieder sein, unter Wahrung ihrer Eigenheit schöpferisch mitzugestalten. Eine starke gegenseitige Kon- taktnahme zwischen der Schweiz und dem Reich sei richtig und notwendig. Der jetzige Zustand sei nicht nur unwürdig, sondern auch in höchstem Grad gefährlich, nicht für Deutschland, wohl aber für d i e Schweiz. Statt den europäischen Sitten­richter zu spielen und einen Naturschutzpark für bie überholten Ideen von gestern einzurichten, sollte die Schweiz sich zur Wirklichkeit zurücksinden und beherzt an die Aufgaben Herangehen, die ihr ge­stellt sind.

Wieviel schweizerische Vereine gibt eS in Deutschland?

Basel, 20. Febr. (DNB.) Wie aus der Schwei­zer Presse hervorgeht, bestehen gegenwärtig in Deutschland 40 schweizerische Hilfs- und Unter st ützungsgesellschaften, die vom Bund und teilweise auch von den Kantonen sowie durch bestimmte schweizerische Sammlungen unter­stützt werden. Diese Gelder werden an die in Deutschland lebenden bedürftigen Schweizer auf dem Wege über die Konsulate überwiesen. Daneben gebe es noch ungefähr 30 Klubs und gesellige Schweizer Vereinigungen, außerdem be­stehen noch einige Studentengruppen an mehreren deutschen Hochschulen. Die meisten Vereini­gungen seien der Auslandsorganisation der neuen Helvetischen Gesellschaft angeschlvssen, die eine überparteiliche Organisation darstelle. In B er- l i n befinden sich die Schweizer Wohltätlgkeits- gesellschaft, der Schweizer Klub, der Schweizer Ver­ein und der Verein der Eidgenossen.

Prag, 20. Febr. (DNB.) In Prag und in der Provinz sind Agitationsschriften in deut­scher Sprache aufgetaucht, die durch ihren hetzerischen Inhalt gesetzwidrigen Charakter trugen. In diesen Schriften wurde für eine gewaltsame Aenderung der demokratischen Staatsordnung ein­getreten Von der Polizei wurde ermittelt, daß diese Propagandaschriften unter den reichsdeut- schen Emigranten umliefen und auch für die Verbreitung jenseits der Grenze bestimmt

fremde Märkte aufzusuchen. i

Es gibt keinen größeren Widerspruch als den, daß z. B. die Tschechoslowakei, die über- ( wiegend industrialisiert ist, mit den Agrarstaaten des Donauraumes trotzdem nicht in ein Tausch- Verhältnis treten kann, weil die Agrarstaaten bei ; dem Mangel an geeigneten Märkten die tschecho- j ilowakischen Erzeugnisse nicht kaufen können. 5 Umgekehrt kann auch die Tschechoslowakei nicht als , Hauptkäufer für die Agrarerzeugnisse der Länder < des Donauraumes auftreten, weil sie zunächst selbst i Getreide und Vieh hervorbringt, sodann aber da , taufen muß, wo sie selbst Absatz finden kann. Was vor allem die Länder des Kleinen Verbandes weiter empfindlich geschädigt und belastet hat, war und ist der Zwang, eine militärische R ü - ft u n g aufrecht erhalten zu müssen, deren Kosten weit über die Leistungsfähigkeit der einzelnen Lan­der hinausgehen. Frankreich, das diese mili­tärische Bereitstellung erzwungen hat, hat zwar Kredite gewährt, allein gerade diese Kredite haben sich für die einzelnen Länder als besonders ver­hängnisvoll erwiesen. Dabei kann Frankreich auf der anderen Seite den Nachfolgestaaten wirtschaft­lich so gut wie gar nichts bieten, denn Frankreich braucht keine Agrarerzeugnisse; es kann aber auch die Industriewaren nicht aufnehmen, die die Tsche­choslowakei herstellt, weil es im wesentlichen die gleichen selbst herstellt, wie z. B. Galanteriewaren.

Die Nachfolgestaaten, die Länder des Kleinen Verbandes an der Spitze, wären trotz aller Kre­dite Frankreichs wirtschaftlich und finanziell schon zusammengebrochen, wenn nicht Deutschland seine Märkte geöffnet hätte. Wie immer sich auch die wirtschaftliche Entwicklung international gestal­tet, ob es sich um eine Hochkonjunktur handelt oder um den Einbruch einer Wirtschaftskrise, immer war und ist Deutschland der Markt, auf dem die Län­der des Donauraumes den größten Teil ihrer Aus­fuhr absetzen können. Wenn wir einmal für 1934 berechnen, daß die Ausfuhr aller Nachfolgestaaten mit Einschluß Oesterreichs und Ungarns 1920 Mil­lionen Mark betrug, daß von dieser Gesamtausfuhr 375 Millionen Mark nach Deutschland gingen, so zeigt das, wie entscheidend der deutsche Markt für die Nachfolgestaaten heute noch ist. Es ist dabei zu beachten, daß der Außenhandel der Nachfolge­staaten sich in der Hauptsache untereinander voll­zieht, so daß der Außenhandel mit Ländern, die außerhalb der Grenzen der Nachfolgestaaten liegen, mit Ausnahme Deutschlands verhältnismäßig ge­ring ist. Aber für die wirtschaftliche Entwicklung der Nachfolgestaaten kommt es darauf an, daß sie nicht nur untereinander tauschen können, sondern auch imstande sind, rege wirtschaftliche Beziehungen mit anderen Ländern zu unterhalten.

Es ist bisher nicht gelungen, für den Donauraum eine wirtschaftspolitische Lösung zu finden, die eini­germaßen danach aussieht, dauerhaft zu sein. Weder in Lausanne noch in Stresa, weder in Paris noch in London, weder in Genf noch in Rom konnte frü­her eine solche Lösung gefunden werden, ganz einer­lei, ob die Nachfolgestaaten geschlossen auftraten oder auftreten mußten, ober ob einzelne von ihnen in irgendeiner Hauptstadt Europas gesondert verhan­delten. Es war keine Lösung möglich, weil es keine Lösung ohne den Staat geben kann, der nun einmal das Kernstück Europas ist und bleibt, der als solcher auch die Herzkammer be­deutet: Deutschland. Wenn in Prag versucht werden soll, eine Lösung zu finden, die aus den Nachfolgestaaten einen wirtschaftspolitischen Block zu­sammenschweißt, so wird es vielleicht eher möglich sein, die Quadratur des Kreises zu finden. Abgesehen davon, daß weder der Kleine Verband noch die Nach­folgestaaten sich untereinander Vorzugszölle gewäh­ren können, um so einen wirtschaftlich und handels­politisch gefestigten Block herzustellen, bleibt immer zu beachten, daß dienatürlichen Verkehrs­straßen des Donauraumes über und nach Deutschland führen. Es bleibt weiter zu beach­ten, daß Deutschland mit den Nachfolgestaaten han­delstechnisch im Verhältnis der M e i st b e g ü n st i - g u n g steht, so daß Vorzugszölle der Nachfolgestaa­ten untereinander auch Deutschland gewährt werden müssen. Wenn das nicht geschehen soll, so müssen alle handelspolitischen Bindungen vorher gekündigt werden, was aber für einen Teil der Nachfolgestaa­ten sich kaum empfehlen dürfte, weil dann die Aus­fuhr dieser Staaten in sich zusammenbrechen würde. Wir werden ja sehen, was aus den Verhandlungen in Prag herauskommt, wir werden also auch prüfen können, ob der tschechoslowakische Ministerpräsident Dr. Hodza so etwas wie eine Quadratur des Krei­ses gefunden hat. Aber es ist gut so, daß sich die Vertreter des Kleinen Verbandes zunächst um den Runden Tisch zusammensetzen, um dann wieder ein­mal zu entdecken, daß es mit der Versailler Politik in Europa nicht geht. Welche Schlüsse sie daraus ziehen, ist ihre Sache. Deutschland kann warten. Prager Donauträume haben von jeher daran ge­krankt, nur Donauschäume zu sein.

Die Präger Polizei gegen die Umtriebe der Emigranten.

derten.

In Vigo (Galizien) drangen Anarchisten in das Büro der spanischen faschistischen Partei ein und versuchten, die sich dort aufhal­tenden Faschisten zu l y n ch e n. Die Polizei verhin­derte das Verbrechen im letzten Augenblick. In E l Ferrol (Galizien), Huelva, Malaga (Anda­lusien) und anderen Orten wurden die Partei­häuser der katholischen Dolksaktion und der f a s ch i st i s ch e n Partei, ferner die na­tionalen Versammlungslokale und ein theologisches Seminar gestürmt und in Brand gesteckt. In La Coruna (Galizien) wurde eine Kirche ange­zündet. In Acija wurde die kommunistische Revolution ausgerufen. Nach dem Ort sind starke Polizeiabteilungen aufgebrochen, um die Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. In Ali­cante brachen die Insassen einer Erziehungs­anstalt aus. Zwei von ihnen wurden von der Po­lizei erschossen und drei schwer verletzt. In O o i e d o (Kantabrien) stürmte die Menge das Gefängnis und befreite 900 Gefangene. In Gijon (Kantabrien)

Runden Tisch setzen, um einmal zu überprüfen, wie sich das umstrittene Schicksal des Donauraumes ge­staltet, wenn die Länder des Kleinen Verbandes sowie im Anschluß daran die Mitglieder des Bal- tanbunbes so etwas wie einen Versuch machen, ein wirtschaftspolitisches Großreich mit Vorzugs­zöllen untereinander herzustellen. Zunächst liegt darin, daß der umstrittene Donauraum nicht zur Ruhe kommen kann und will, eine vernichtende Kritik an der unheilvollen Versailler Politik, die ewachsene und gewordene Wirtschafts­machtpolitischen Gründe, aus Engherzig-

Sicherstellung des Führer­nachwuchses der Partei.

Berlin, 20. Febr. (DNB.) Das Presse- referat des Reichsorganisationslei­ters D r. Ley teilt u. a. mit: Heute beginnt in Köln eine Aktion der nationalsozialistischen Bewe­gung, die den Auftakt für eine Sicherstellung des Führernachwuchses der Partei bildet und in den nächsten Wochen ihre planmäßige Fort­setzung in allen anderen Gauen des Reiches finden wird. Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Dr. Ley wird an der Spitze einer Kommission im Kölner Gauhaus der NSDAP, mit der Ausmusterung jener Männer beginnen, die demnächst d i e drei neu errichteten Burgen d e r NSDAP.Vogelsang",Grös- sinsee" undSonthofen" für die Mindest- öauer eines Jahres beziehen, um dort eine Ausbildung für ihren späteren Wirkungskreis in der nationalsozialistischen Bewegung zu erhal­ten.

Der Kommission, der Staatsrat Pg. Schmeer, ferner Pg. Marrenbach, der Leiter des Haupt- Personalamtes der Reichsorganisationsleitung der NSDAP. Dr. med Streck vom Hauptamt für Volksgesundheit und ein Beauftragter des Schatz­amtes der Deutschen Arbeitsfront angehören, wer­den 30 Parteigenossen im Alter von 25 bis 30 Jahren zur Ausmusterung stellen. Sie müssen die Hitlerjugend, den Arbeits- d i e n st und die Wehrmacht absolviert und sich als Politischer Leiter, SA.- oder SS.-Mann be­tätigt haben. Auch ihre rassische Eignung wird ent­sprechende Beurteilung erfahren.

Die in allen Gauen Deutschlands ausgemufterten ersten 500 Mann werden am 1. Mai d. I. auf bet BurgVogelfang" in der Eifel ein­rücken. Sie sollen durch eine ausgewählte Erzieher­schaft die beste Lebensschulung erhalten, die Menschen überhaupt Menschen zu nieten vermö­gen. Nach Abschluß der auf diesen Burgen der NSDAP, absolvierten Zeit werden diese Männer als hauptamtliche Kräfte der Partei Verwendung finden. Wo sich etwa ein Ver­sagen gezeigt haben sollte, wird die Ausscheidung aus jenem Kreis, der als eine verschworene Ge­meinschaft bezeichnet werden kann, im rechten Zeit­punkt erfolgen. Diejenigen aber, die sich erfolgreich allen ihnen auferlegten Prüfungen gewachsen zeig­ten, haben und bieten die Gewähr, als Glieder bes Führerkorps der nationalsozialistischen Bewegung und zum Segen des ganzen deutschen Volkes angesetzt zu werden.

Hochverräterische plane von Kommunisten und katholischem

Zugendverband.

Berlin, 20. Febr. (DNB.) Irn Rheinland und Westfalen läuft zur Zeit durch die Geheime Staatspolizei eine polizeiliche Aktion mit dem Ziele, die Zusammenarbeit zwischen einem katholischen I u n g m ä n n e r v e r - band sowie der illegalen k o m m u n i st i - schen Organisation Deutschlands aufzudecken und das gemeinsam geplante hochverräterische Un­ternehmen zu unterbinden. Im Verlaufe dieser Ak­tion wurden bis jetzt sieben kommuni st ische Führer, zehn Geistliche und 45 Laien­führer des katholischen Iungmännerverdandes fe st genommen.

Madrid, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) In zahlreichen spanischen Provinzen kam es am Don­nerstag zu schweren Ausschreitungen gegenAngehörigeberRechtsparteien, deren Parteibüros und Versammlungslokale, ferner gegen Kirchen und Klöster. In verschiede­nen Städten brachen dieGefangenen aus. Bei Amnestie - Kundgebungen fanden s ch w ere Zusammen st öße zwischen Polizei und Linksradikalen statt, die insgesamt bisher fünf Tote und 31 zum Teil Schwerverletzte for-

Berlin, 20. Febr. (DNB.) Der deutsche Gesandte in Bern ist beauftragt worden, der schweizerischen Regierung eine Rote zu übermit­teln, in der nachdrücklich st Protest gegen den Beschluß des Bundesrates erhoben wird, der eine Landesleitung und Kreisleitungen der RSDAP. in der Schweiz untersagt. Die deutsche Rote weist die Unzulässigkeit des schwei­zerischen vorgehens nach und wendet sich gegen die in diesem Vergehen liegende politische Demonstration. Sie spricht die Erwartung aus, daß der Beschluß des Bundesrates rüdgän- g i g gemacht wird.

Mehr Mut!

NSG. Rolf Henne, der Führer der Schwei­zerNationalen Fron t", veröffentlicht im Januarheft der Schweizer MonatsschriftNationale Hefte" einen bemerkenswerten Aufsatz über das Verhältnis der Schweiz zum neuen Deutschland. Eingangs feines Aufsatzes weist Rolf Henne auf die Einstellung des Durchschnittsschweizers hin, wel­cher meint, es gehöre zum guten Ton, über das neue Deutschland zu schimpfen und kein gutes Haar an ihm zu belassen. Unter dem Terror der öffent­lichen Meinungsmache, die jeden schon zum Hoch­verräter stempele, der nicht gleich in das allge­meine Verdammungsurteil gegen Deutschland ein* stimme, sei auch manch wackerer Eidgenosse zu­sammengeknickt, der sich ursprünglich seinen freien Blick bewahrt hätte. Diese künstlich von der Emi­granten- und Systempresse gezüchtete antideut­sche Psychose sei aber eine gewaltige Gefahr, nicht für Deutschland, wohl aber für die Schweiz selbst. Die große Schweizer Presse bringe grund­sätzlich nur ungünstige Meldungen aus Deutschland, verschweige aber hartnäckig alle positiven Leistungen des Nationalsozialismus, wobei sie den Anspruch erhebt, Sachlichkeit und Objektivität für sich allein gepachtet zu haben.

Henne fordert nun aus geschichtlichen Betrach­tungen heraus einen Anschluß der Schweiz an das Geschehen in Deutschland. Keinen politischen An­schluß, wie er übrigens auch von den führenden deutschen Nationalsozialisten abgelehnt worden wäre, wohl aber das Wiederbewußtwer- den des Zusammenhangs mit dem deut­schen Kulturzentrum. Wenn die Schweiz nicht kulturell verdorren und unter der sich selbst

gebiete aus machtpolitischen Gründe, aus Engherzig­keit, aus. Dummheit und aus Unverstand zerrissen hat. Aber bas Gebilde, das dafür geschaffen wurde, kann sich noch immer nicht in die Ausgabe hinein­gewöhnen, die ihm die Versailler Politik zugewie­sen hat. Das erklärt sich in der Hauptsache dadurch, daß die Nachfolgestaaten der Donaumonarchie ohne Rücksicht auf die nationalen Grenzen aus- einanbergeriffen würben, fobann baburch, baß bei der Zerreißung wirtschaftliche Tatsachen über­haupt keine Rolle spielten. So entftanben Agrar- länber, von benen jebes für sich Überschüsse liefert, bie sie also nicht gegenseitig austauschen können, so baß nichts anberes übrig bleibt, als

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