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Selbstverwaltung des Sports, die in Deutschland durchgeführt sei, eingreifen, wenn die Selbstver­waltung nicht richtig arbeite und Schäden ent­stehen.

Zum Schluß erklärte der Reichssportführer, er sei ein großer Freund der internationalen Wett­kämpfe, 'insbesondere der Olympischen Spiele. Er habe diese mit Begeisterung gefördert, denn er sehe in der Zusammenkunft der Sportler das b e st e Mittel zur Verständigung der Völker untereinander. Er habe Hochachtung vor den Lei­tern des französischen Sports, insbesondere vor Francois Pietri (dem Kriegsmarineminister, der zu den Führern des französischen Sports gehört).

Ein Geschenk an den Führer.

Sanitätsrat Dr. G e l h o r n , der kürzlich starb, schenkte seine NervenheilanstaltThe­res i e n h o f" dem Führer Adolf Hitler. Dieser überwies das Sanatorium an die NSV. Süd- Hannover-Braunschweig. Bei einer Be­sichtigung der Anstalt, die dieser Tage im Beisein der Gauamtsleiter der NSV. Nordwestdeutschland stattfand, wurde bekannt, daß imTheresienhof" nach Vollendung des Umbaues viele kinder­reiche Mütter mit ihren Kindern Er« holung finden werden. c

Kampf um den reinen Nationalismus im japanischen Volk.

Mordanschlaa auf den Vater derOrgantheorie".

Tokio, 21. Febr. (Oslasien-Diensi des DM.) Am Freilagmittag gegen 12 Uhr (japanischer Zeil) wurde auf den bejahrten Professor IN i n o b e, den Verfasser der heiß umkämpflen sog. Organtheo- c i e, ein Revolveranschlag verübt. Der Professor wurde schwer verletzt. Der Täter, ein Zljähri- ger Arbeitsloser, der in die Wohnung Winobes eingedrungen war, ist bei der Verhaftung tödlich verwundet worden.

Der Anschlag auf Professor Minobe geht zurück auf geistige Strömungen, die man als Nippo- n i s m u s bezeichnen kann. Es steht dahinter ein scharfer japanischer Nationalismus, der das japa­nische Volk von fremden Einflüssen befreien und auf den wahrenKaiserlichen Weg" zurück­führen will. In weiten Schichten der jungen Gene­ration, besonders unter Studenten und Offizieren haben sich Gesinnungsgemeinschaften gesammelt, um für die Verwirklichung desewigen, unend­lichen und unabänderlichen Kaisergedankens" zu kämpfen.

Professor Minobe, ein bekannter Staatsrecht­ler der Universität Tokio, hatte es gewagt, die vom

Kaiser gegebene Verfassung Japans unter europä­ischem Gesichtswinkel zu erläutern. Er hatte erklärt, wenn im Artikel 5 der japanischen Verfassung da­von die Rede ist, daß der Kaiser seine gesetzgebende Macht in Uebereinstimmung mit dem Reichstag ausübt, so ist der Kaiser alsO r - gan des Staates" zu betrachten. Gegen diese sog. Organ theorie geht der Kampf derNip- ponisten". Minobe wurde als Staatsschädling bezeichnet und gezwungen, aus dem Oberhaus aus­zuscheiden und auf seinen Lehrstuhl zu verzichten. Seine Werke wurden beschlagnahmt und die An­hänger der Organtheorie im japanischen Kabinett, darunter der Lordsiegelbewahrer M a k i n o und der Direktor der Verfassungsabteilung Kanonori, mußten zurücktreten. Auch die Ermordung des Ge­neralmajors Nagata, Abteilungschefs im Kriegs­ministerium, durch den Oberstleutnant A i z a w a im September 1935, geht auf den Kampf der ja­panischen Nationalisten gegen die Organtheorie zu­rück. In ihren Kreisen befinden sich auch die Vor­kämpfer des schärfsten japanischen Imperialismus, dieVerrat am kaiserlichen Gedanken" alles das nennen, was den Aufstieg Japans im Kampf um die Führung in Ostafien und um das letzte Ziel: Asien den Asiaten" beeinträchtigen könnte.

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Nr. 44 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Zreitag, 21 Zebruar 1936

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Erhöhte Rüstungsbereitschast der englischenIndustrie Neue Werke für Rüstungszwecke sollen durch Regierungskredite gestützt und auch in Friedenszeiten kriegstüchtig gehalten werden.

Die Unfälle bei den englischen Luststreiikrästen

50:50.

Italien hat bisher in der propagandistischen Auswertung der militärischen Ereignisse auf dem ostafrikanischen Kriegsschauplatz eine bemerkens­werte kluge Zurückhaltung und Mäßigung gezeigt. Es hat wohl aus dem großen Kriege gelernt, daß die Erhitzung der öffentlichen Meinung durch Siegesfeiern in das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung umschlagen kann, wenn Rückschläge ein­treten oder die politische Folge, die ein richtiger Sieg haben sollte, ausbleibt, nämlich das Näher­rücken des Friedens, den jedes im Kriege stehende Volk am innigsten erhofft. Zum ersten Male hat man jetzt auf Anordnung Mussolinis selbst den Erfolg der Truppen Badoglios an der Nordsront bei Amba Aradam im Stile einer großen Siegesfeier begangen und das Land unter die Sug­gestion eines für den Ausgang entscheidenden Er­eignisses gesetzt. Zweifellos ist schon die rein mili­tärische Bedeutung des Sieges, die Lösung Makalles aus der abessinischen Umklammerung und die Matt­setzung, wenn nicht Vernichtung eines beträchtlichen Teiles der feindlichen Streitkräfte, ein genügender Anlaß, die bisherige italienische Kriegsbilanz we­sentlich zu verbessern, die nach vier Kriegsmonaten nicht allzu günstig bewertet werden konnte. Das Entscheidende aber für die italienische Auffassung ist dies geht aus den Kommentaren der Blätter deutlich hervor daß der militärische Erfolg und Fortschritt zusammenfällt mit einem Abschnitt der politisch-diplomatischen Seite des Krieges, nämlich mit der dreimonatigen Wirksamkeit der Sanktio­nen. Die Fahnen, die in diesen Tagen über Ita­lien wehten, feierten gewiß die Tapferkeit der sieg­reichen Truppen, mehr aber noch die anschaulich gemachte Tatsache, daß Italien, ungebrochen durch die wirtschaftlichen und moralischen Wirkungen des völkerbündlerischen Federkrieges seinen Waffenkrieg weiterzuführen imstande ist.

Bedeutet der Sieg um Makalle wirklich, daß die Wege sich zum endgültigen Erfolge Italiens zu nei­gen beginnen? Die italienischen Hoffnungen, die sich daran knüpfen, sind nicht rein militärisch-stra­tegischer Natur, sondern mal rechnet nach wie vor mit einer allmählichen Auflösung des inne­ren Zusammenhalts der abessinischen Terri­torialgewalten und dem schließlichen Zusammen­bruch der Herrschaft des Negus, für dessen legitime Stellung und Rechte ja der Völkerbund angeblich in die Schranken getreten ist. Die Freiheit und Sou­veränität eines Volkes und Staates ist so rech­net man in Italien, und es sprechen viele geschicht­liche Erfahrungen dafür ein moralischer Schild nur solange, als ein Staat und Volk wirklich exi­stiert. Erweist sich die italienische Behauptung als richtig, daß der Negus nur ein Gewaltherrscher ist und daß die abessinischen Stämme unter den Ham­merschlägen der italienischen Heere in ihr Eigen­leben oder gar unter die italienische Flagge flüch­ten, so wird auch die Genfer Ideologie wesenlos, es sei denn, daß die Mächte, die sich ihrer bedie­nen, sich auch dazu entschließen, Abessinien zum Glück seiner Einheit unter einen einzigen Herr­scher zu zwingen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, daß selbst England, geschweige denn die übrigen, schon der Sanktionen müden Staaten vor einer solchen Ueberspitzung einer Politik zurückschrecken würden, die jede tatsächliche und revolutionierende Veränderung übersehen und in das Bett eines er­starrten Zustandes bannen würden. Insoweit ist also die italienische Spekulation, wenn sie durch die künf­tige Entwicklung auf dem Kriegsschauplatz und in der inneren Lage Abessiniens unterstützt werden sollte, richtig, das heißt: der Völkerbund kann in absehbarer Zeit vor eine neue Situation gestellt sein, in der die Begriffe, mit denen er bisher operierte, nur noch wesenloser Schein sind.

An dem Tage, an dem Abessinien, wehrlos und in sich zerfallen, offen vor dem Zugriff der italie­nischen Heere läge, vielleicht sogar bereit, sich mit dem Sieger allein über sein künftiges Leben und Schicksal zu einigen, würde allerdings mit aller Gewalt der wahre Charakter der abessini­schen Frage offenbar, der sich bisher notdürftig un­ter der modernen Ideologie des staatlichen und völ­kerrechtlichen Zusammenlebens verbarg. Für Ita­lien würde dann der zweite, viel schwerere Teil seiner großen Unternehmung beginnen, nämlich die Aufgabe, die ihm zugefallene Siegesbeute gegen die Eifersucht und die konkurrierenden Interessen anderer zu schützen, das was es erobert hat, auch wirklich zu behalten und zu genießen. Es würde in diesem Kampfe, der zunächst ein diplomatischer sein würde, allerdings mit denBataillonen, die hinter ihm stehen", als Hauptgegner Eng­land gegenüber haben, das feine afrikanischen und vorderasiatischen Interessen gegen eine Ueberfrem- dung durch italienischen E'nfluß und Besitz schützen roilL Ob England in einem solchen reinen Jnteres- senkampfe, bei dem nur noch von englischem Im­perium, nicht mehr von Moral gesprochen werden kann, die Politik anderer Staaten im bisheriaen Maße für sich einspannen könnte, ist immerhin zweifelhaft. Aber die Geschichte der neueren Zeit zeigt an zwei Fällen, an Rußland nach seinem Siege über die Türkei 1877, und an Japan nach dem Kriege gegen China, daß ein durch den sieg­reichen Krieg e r sch ö p f t e r Staat so gut wie wehrlos ist gegen die Diplomatie anderer, die ihm den Sieg zu schmälern entschlossen sind und dafür ihre unnerbrauchte Kraft einsetzen können.

Wir sind von dieser z w e i t e n Phase der abessi­nischen Frage noch ein gutes Stück entfernt; aber es ist jetzt schon deutlich, daß sich England darauf vorbereitet. Es rechnet wohl nicht mehr damit, daß die Sanktionen einen wesentlichen Einfluß auf den Krieg selbst ausüben, aber sie sollen den militärischen Erschöpfungszustand, in dem sich Italien nach einiger Zeit befinden wird, wirtschaftlich und finanziell ver-

London, 21. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die englische Regierung ist nach dem Bericht desDaily Telegraph" mit der Ausarbeitung weitgehender Pläne zur Umstellung der Industrie auf die Bedürfnisse der drei Waffengat­tungen beschäftigt. Hierbei soll vor allem darauf geachtet werden, daß in dem gewöhnlichen Arbeits­gang der Industrie keine unnötige Störung ein­tritt. Außerdem sollen Vorkehrungen getroffen wer­den, um übermäßig hohe Gewinne bei der Vergebung der Rüstungsaufträge auf ein Mindestmaß zu beschränken. Ferner ist beab­sichtigt, den Fabrikanten, die neue Werke f ü r Rüstungszwecke anlegen, gewisse Ausfall- bürgschaften zu geben, da diese Werke auch nach der Erledigung der in Aussicht genommenen Aufträge für etwaige Notfälle arbeitsfähig gehalten werden sollen. Die britische Industrie soll in die Lage versetzt werden, gegebenenfalls erhöhten Ansprüchen sofort genügen zu können.

E i n Mitglied des Kabinetts wird be­auftragt werden, die Rüstungsbereitschaft der eng- lichen Industrie in jeder Beziehung sicherzustellen. Diesem Minister, der in unmittelbarer Verbindung mit dem Reichsverteidigungsausschuß stehen soll, wird eine Reihe technischer Sachverständiger zur Verfügung gestellt. Für den Posten des Hauptbe­raters desGleichschaltungsministers" wird Lord Weir genannt, der sich bereits als industrieller Berater bei der Inangriffnahme der Aufrüstung der britischen Luftstreitkräfte betätigte. Die Zeitung Daily Telegraph" schreibt, daß die organi­satorischen Vorteile, deren sich dieautoritä­ren Staaten" gegenüber den demokratischen Ländern erfreuten, ihren Eindruck auf die englische Regierung nicht verfehlt hätten. Für die erweiterten Werksanlagen, die ausschließlich Rüstungszwecken dienen, sollen besondere Gesellschaften begründet werden, denen die Regierung Kredite einräu­men wird. Diese sogenannte Wehrindustrie- Gesellschaften werden gegen Verluste, die da­durch entstehen, daß die Werksanlagen in Frie­denszeiten kriegstüchtig gehalten werden müssen, geschützt werden.

Bei all diesen Maßnahmen geht die Regierung von der Ansicht aus, daß der Krieg der Zukunft sich mit einer solchen Schnelligkeit entwickeln werde, daß keine Zeit für eine ausreichende U m ft e 11 u n g der Industrie ohne die nöti­gen Vorbereitungen vorhanden sein werde. Man glaubt, daß diese Ansicht ganz besonders für den Luftkrieg zutrifft, .und steht auf dem Standpunkt, daß dasjenige Land siegreich aus einem Kampfe hervorgehen wird, dessen Industrie die besten Möglichkeiten für die Neu- beschaffung von Flugzeugen besitzt.

London, 21. Febr. (DNB. Funkspr.) Die drei schweren Unfälle, die in den letzten 24 Stunden die britischen Luftstreitkräfte heimgesucht haben, ver­anlaßten die zuständigen englischen Stellen zur Ein­leitung einer gründlichen Untersuchung der Ursachen. Nach einer Meldung derDaily Mail sind Kriminalbeamte hinzugezogen worden, da die Umstände den Verdacht einer Sabotage nicht ausschließen. Bestätigt wird diese Annahme durch die kürzlichen Enthüllungen über verbreche­rische Anschläge an Bord englischer

London, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Veröffentlichung des britischen Geheimberichtes über Abessinien durch dasGiornale d'Jtalia" nimmt das Interesse der Oeffentlichkeit erheblich in An­spruch. Mit Spannung wird der Erklärung ent­gegengesehen, die Außenminister Eden heute vor­mittag im Unterhaus abgeben wird. Die Zei­tungen, die der Regierung nahestehen, betonen, daß eine Beunruhigung nicht am Platze sei, zumal der Inhalt des Berichtes beweise, daß England keine selbstsüchtigen Ziele verfolge, sondern nur getreu seinen Dölkerbundsgrund- sätzen handele. Eingehend wird die Frage er­örtert, aus welchen Beweggründen die italienische Zeitung den Bericht, der tatsächlich eine hervorragende Stütze der englischen Völ­kerbundsthese sei, veröffentlicht habe.

Die der Regierung nahestehenden Blätter beto­nen übereinstimmend, daß die Enthüllung in Lon­don in keiner Weise als feindlich empfunden werde. Die liberaleNews Chronicle" schreibt, daß das Schriftstück die geräuschvollen Behauptungen wider­lege, daß hinter dem Widerstand der britischen Re­gierung gegen den italienischen Angriffskrieg im­perialistische und selbstsüchtige Ziele stünden. Der sozialistischeDaily Herold" meint, es sei nun der Beweis erbracht, daß die Unterstützung des Völker­bundes durch England keineswegs von britischen Kolonialinteressen diktiert werde. DerDaily Tele­graph" schreibt ironisch, die Bombe habe nicht Eng­land, sondern Italien getroffen, dessen Oeffentlich­keit nun in überzeugender Weise bewiesen werde, daß England keine selbstsüchtigen Ziele verfolgt habe, als es sich in Genf gegen den Staat wandte, I ber die Völkerbundssatzungen gebrochen habe.

Kriegsschiffe. Als besonders eigenartig wird der Umstand bezeichnet, daß es sich bei den beiden Maschinen, die in der Nacht zum Donnerstag ab- stürzten, um Nachtbomber der neueren Bauart handelt, die im gleichen Flughafen be­heimatet waren und in der gleichen Nacht verloren gingen. Die auf der Höhe von Le Havre abgestürzte Maschine konnte gestern abend geborgen werden, wobei sich herausstellte, daß das Flugzeug nur wenig beschädigt ist. Die beiden Bombenflug­zeuge waren mit modernen drahtlosen Stationen ausgerüstet, so daß die Möglichkeit daß die Maschinen sich verflogen haben, so gut wie ausscheidet.

Entgegen der ursprünglichen Erwartung trägt sich die Regierung nun doch mit dem Gedanken, den Bericht in vollem Umfange zu ver­öffentlichen. Erwähnt zu werden verdient noch die Tatsache, daß der Ausschuß, der etwa Mitte vorigen Jahres das Geheimdokument anfertigte, sich aus Vertretern des Auswärtigen Amtes, des Kriegsministeriums, der Admiralität, des Luftfahrt­ministeriums und des Ministeriums für die Domi­nions zusammensetzte. Der Vorsitzende dieses Aus­schusses, der ständige Unterstaatssekretär des Kolo­nialministeriums Sir John M a s f e y, ist zur Zeit von England abwesend.

Ins Foreign Office berufen.

London, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der britische Botschafter in China Sir Alexander C a - bogan ist zum stellvertretenden U n t e r st a a t s- sekretär für auswärtige Angeleg e n- beiten ernannt worden. e>ein Nachfolger wird der britische Gesandte in Teheran Sir Hugh Knatchbull-Hugessen. DerDaily Tele­graph" sieht in der Berufung Cadogans einen Be­weis für den Wunsch des Außenministers Eden, im Auswärtigen Amt auch weiterhin einen Völ­kerbundskurs zu steuern. Cadogan war vor seiner Entsendung nach China mehrere Jahre Lei­ter der Völkerbunds-Abteilung des englischen Außenamtes. Auf feinem neuen Poften wird er Vertreter des ständigen Unterstaatsfekre- tärs Sir Robert V a n f i 11 a r t fein. Bemerkens­wert ist die Feststellung desDaily Telegraph", daß Vanfittart sich seit dem Amtsantritt Edens auf Urlaub befinde und noch nicht wieder nach Whitehall zurückgekehrt fei.

stärken, fo daß an der Tafel der kommenden Abessi­nienkonferenz ein armes, ausgeblutetes Italien dem reichen und wohlgenährten England gegenübersitzt. Auch diese Rechnung hat viel für sich. Aber beide, die italienische wie die englische, können, da es sich nicht um reine Algebra handelt, Fehlerquellen haben, die heute noch nicht sichtbar sind. Das Spiel steht mehr als je 50:50. O. M.

Sport verbindet die Völker.

Der Reichssportführer spricht mit einem französischen Journalisten.

Paris, 20. Febr. (DNB.) Der Sonderbericht­erstatter desParis Soir" in Garmisch-Parten­kirchen hatte eine Unterredung mit dem Reichs­sportführer von Tschammer und Osten über die Bedeutung des Sports. Ein moderner Staat, so erklärte von Tschammer und Osten u. a., könne in der Erziehung seiner Jugend auf die Leibes­übungen nicht verzichten. Gerade das Großartige in der griechischen Kultur sei es, daß in ihr die völlige Harmonie zwischen Leib und Seele erreicht worden sei. Die Geg­ner des Sports, die behaupten, daß die Förderung der Leibeserziehung und der sportlichen Hebungen nichts als eine Vorbereitung a u f den Militärdienst und auf den Krieg fei, vertreten eine ganz primitive Auffas­sung. Ein gesunder Mensch werde in jedem Fall ein fröhlicherer und umgänglicherer Mensch sein als ein kranker. Er glaube, daß die Freundschaften, die, der Sport vermittele, den Krieg sicherer ver­hinderten, als die Tatsache ihn fordere, daß Svort- ler mutige und tapfere Leute sind. Es gebe keine bessere Gelegenheit als die Olympischen Spiele, iim festzustellen, daß die Sportsleute aller Nationen untereinander sehr schnell Freunde werden. Das sei darauf zurückzusühren, daß der Spart zur Natürlichkeit und zur Rit­terlichkeit erziehe. Ritterliche und natürliche Menschen aber hätten eine Gesinnung, von der nur zu wünschen sei, daß sie Allgemeingut der Welt werde. Der Staat dürfe den Sport nicht komman­dieren. Nur in der freiwilligen Ausübung des Sports liege fein großer sittlicher Wert. Der Staat solle nur die Oberleitung übernehmen und in die

Eden spricht heute über den englischen Geheimbericht.

London sieht in dem Bericht Bestätigung für die Uneigennützigkeit Englands.