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träume.
Montag, 22. Ium.
amten an, der, als er nach seinem Revolver greifen wollte, von Georg von hinten niedergestochen wurde. Der Beamte hat 42 Stiche erhalten.
Nach der Vernehmung der Zeugen, die fast alle über sonderbare Erlebnisse mit dem Angeklagten berichteten, erstattete Unioersitätsprofessor Dr. Hay ein Gutachten über die Obduktion, die rund 42 Stichoerletzungen ergab. Dann erstattete Direktor Hinsen von der Landesheilanstalt Eichberg ein längeres Gutachten über den Angeklagten, der sich längere Zeit zur Beobachtung in der Anstalt befand. Er kam zu dem Ergebnis, daß die Voraussetzungen des § 51 des StGB, auf den Angeklagten zuträfen, da es sich um echte Geisteskrankheit erblichen Charakters handle.
Der Oberstaatsanwalt verwies in seinem Plädoyer auf die Grausamkeit des Falles. Sühne sei in dem vorliegenden Falle nicht möglich, aber es werde denen ein Trost sein, die ein Todesurteil erwarteten, daß der Angeklagte für sein Leben unschädlich gemacht wird. Unter Hinweis auf die Pflichttreue des Getöteten beantragte der Oberstaatsanwalt Freisprechung gemäß § 51 StGB, und Unterbringung in einer H e i l- anstalt auf Lebensdauer.
Das Gericht verkündete ein dem Antrag entsprechendes Urteil, wobei noch vom Vorsitzenden betont wurde, daß der Angeklagte ohne inneren Anteil, ohne innere Einsicht der Verhandlung gefolgt sei.
6 Uhr: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. „Bergauf — bergab." 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30:
lleberall Zeichen der wirtschaftlichen Besserung.
LPD. Heppenheim, 19. Juni. Daß auch die mittlere Bergstraße von den Maßnahmen der Reichsregierung zur Ankurbelung der Wirtschaft einen erheblichen Nutzen zieht, beweisen die Ziffern des Geschäftsberichts der Spar- und Dar- lehnskasse Heppenheim. Der Umsatz der Kasse ist um fast 700000 R M. gestiegen und nach
einer gesunden Steigerung der Spareinlagen und Guthaben in laufender Rechnung kann der gewinn für das nächste Jahr oorgetragen werden.
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 21. Juni.
6 Uhr: Bremer Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10: »Feuer M auf dieser Erde." 10.30: Ehorgesang. 11.15. Dichter im Dritten Reich. Henrik Herse liest aus seinem Roman „Das Fähnlein Rauk". 11.30: Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Mittagskonzert 13: Funkbericht vom Tag des NSKK. 13.15: Mlttagskonzert. 14: Kinderfunk: Kasperls machen einen Ausflug. Von Adolf Frey. 14.45: Das Volk erzählt.15: Deutsche Scholle. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage von 17 bis 17.15 Uhr: Funkbericht von der Gutenberg-Feier in Mainz. 18: Funkbericht von der Internationalen Bodensee-Regutta in Konstanz am Bodensee. 18.30: Ja, wenn der Soldat Sonntags Urlaub hat! (Volkstümliche, fröhliche Soldatenweisen aus alter und neuer Zeit.) 19: Ewig neuer Biwakzauber. 19.50: Sportbericht. 20: Im Tanzschritt durch die Jahrhunderte. 22: Nachrichten. 22 05- Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.10: Der Volkssender 1936 ruft! 22.15: Funkbericht von der Einweihung der Eschenburg. 22.30: Sonnwendfeier der HI. und der SS. auf der Zugspitze. 23: Svortspieqel des Sonntags mit Bericht von den Motorsportkämpfen des NSKK. 23.30: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik: Beglückende Sommernachts-
Oer Mord an dem Polizeibeamten Homm in Oberursel
wr dem Sondergericht.
Lpd. Frankfurt a. M., 19. Juni. Vor dem Sondergericht hatte sich am Freitag der 38jährige Friedrich Wilhelm Georg aus Bommersheim bei Oberursel zu oerantßvorten, der am Sonntag, dem 26. Januar d. I. den Polizeihauptwachtmeister Hch. Homm auf der Polizeiwache in Oberursel erstach. Gegen den Täter ist Anklage wegen erschwerten Mordes nach § 1 des Gesetzes zur Gewährleistung des Rechtsfriedens vom 13. Oktober 1933 erhoben worden. Da Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten bestanden, fand eine eingehende Untersuchung und Beobachtung des Mörders in der Landesheilanstalt Eichberg statt. Der Leiter der Anstalt erstattete ein Sachverständigengutachten, nach dem Georg an einer geistigen Erkrankung leiden und unzurechnungsfähig sein soll.
Die Verhandlung dauerte bis in den Spätnachmittag. Aus der Vernehmung des Angeklagten ergab sich, daß er die Absicht hatte, die Tochter seines Hauswirts zu heiraten. Als er am Tage der Tat zum Frühstück kam, hätten sich die Familienmitglieder ihm gegenüber anders benommen wie sonst. Beim Mittagessen sei das Wort Feigling gefallen, und er habe daraufhin nichts gegessen, sondern sei in den Stall gegangen, um seine Hasen zu füttern. Als er dann die Wohnungstür aufmachen wollte, sei sie von innen geöffnet worden, und eine Hand habe nach seinem' Messer gegriffen, mit dem er das Futter für die Hasen geschnitten habe. Es war die Hand des zukünftigen Schwiegervaters, der sich verletzte. Als er gesehen habe, daß der Alte blutete, sei er zur Polizei in Oberursel gegangen. Dort habe Homm am Fenster gestanden und ihn hereingerufen. Er habe sich legitimiert und sei bann aufgefordert worden, das Messer abzuliefern. Der Angeklagte will von dem Beamten geschlagen worden sein. Tatsächlich griff aber der Angeklagte den Be
Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast,, seid bei Frau Musica ?u Gast! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Kinder, fünf. 15.45: Unterhaltungskonzert. 16.45: Wer kennt die Meister deutscher Erzählkunst? Ein literarisches Preisrätsel. 17: Unterhaltungskonzert. 17.30: HI.- Funk. Landsknechte auf der Fahrt. Zwei lustiae Stücklein mit alten Liedern. Don Will Tissot. 18: Fröhlicher Alltag, ein buntes Konzert. 19: Karl Erb singt Lieder von Liszt, Pfitzner und Schubert. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Konzert des Elly-Ney-Trios. 21.10: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Der Volks- sender 1936 ruft! 22.35: Beliebte Tenor-Arien. 23: Orchesterkon^ert. 24 bis 2: Nachtmusik.
Dienstag, 23. Juni.
6 Uhr: Heimweh von Hugo Wolf. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Süddeutsche Unterhaltungsstunde. 10: Schulfunk. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Lose, muntre Lieder! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Kraft durch Freude. Querschnitt aus der Arbeit einer nationalsozialistischen Gemeinschaft. 18: Musik am Feierabend. 18:30: „Olympiahoffnungen — Olympiaoorbereitungen in aller Welt." V. Polen, VI. Tschekoslowakei, VII. Ungarn. Ein Funkbericht von den olympischen Vorbereitungsarbeiten. 19: Gitarrenmusik. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.05: „Madame Butterfly." Tragödie einer Japanerin. Musik von Giacomo Puccini. In der Pause, 21 bis 21.20: lieber Puccini und die Oper „Madame Butterfly". 22.35: Nachrichten. 22.50: Nachrichten aus dem Sendebezirk. Nachrichten der DAF. 23: Konzert. 24 bis 2: Nachtkonzert.
zum
Lichtbildervortrag
in Gießen im „Hotel Schütz“, Bahnhofstraße am Dienstag, dem 23. Juni, abends 8.30 Uhr. Vortrag durch den Organisations-Leiter Herrn Fritz Fellenberg aus Koblenz. Thema:
Unsere Werbearbeit und unsere Er-
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank Insbesondere danken wir dem Kriegerverein. dem Gesangverein Heiterkeit-Sängerkranz, der NSKOV. für die erwiesene Ehre, sowie Herrn Plärrer Müller lür d e trostreichen Worte am Grabe.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Margarethe Wagner, geb. Backhaus
Großen-Buseck, den 20. luni 19 6.
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen, der Gemeinde Trohe für die Ueberweisung einer Ehrenstätte, sowie Herrn Pfarrer Naumann für seine trostreichen Worte sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.
Im Namen aller Hinterbliebenen:
Karoline Schmidt, geb. Seipp
Trohe, den 20. Juni 1936.
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Für die uns beim Heimgänge unserer lieben, unvergeßlichen Mutter in so überaus reichem Maße erwiesene Teilnahme, die vielen Kranzspenden und Beileidsbezeugungen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Vogel.
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