Einzelbild herunterladen

SJl.-^pOTt

gleich.

Iußballabteilung

Des Turnvereins Alien-Buseck.

Allen-Buseck I Londorf I 3:0 (1:0).

Die Gäste stellten eine körperlich kräftigere Mann­schaft ins Feld als die Einheimischen, konnten aber nicht verhindern, daß Alten-Buseck in Führung ging. Die Gäste drückten dann eine kurze Zeit, erreichten aber nichts. Mit 1:0 ging es in die Halbzeit. Nach der Pause wurde Alten-Buseck besser, und der Sturm konnte durch schönes Zusammenspiel das Resultat auf drei erhöhen. Durch viel Abseitsstellen der Lon- dorfer Verteidigung wurde noch mancher Erfolg ver- hindert. Einige Ecken auf beiden Seiten brachten auch nichts mehr ein.

Die Jugend spielte gegen Daubringen und mußte eine Niederlage von 0:4 einstecken. Zwei Abseitstore

Gpielvereinigunq 1926 Leihgestern.

Leihgestern I DfV. R. Gießen Ligareferve.

Am Himmelfahrtstag empfängt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung die Reserve des DfB. Gießen zum fälligen Pflichtrückspiel. Das Vorspiel in Gießen endete 2:2. Nach den leßten Ergebnissen der Blau- Weißen zu urteilen, dürfte den Platzherren der Sieg kaum zu nehmen sein, obwohl eine Ueberraschung immerhin möglich ist.

Leihgestern 1. Schüler DfV.-R. Gießen 1. Schüler.

Dor diesem Spiel treffen sich die 1. Schülermann- schäften der Vereine. Hier werden ebenfalls die Ein­heimischen den Sieger stellen.

Klein-Linden 1. 3gd. Leihgestern 1. 3gb. 2:2.

Das Spiel wurde sehr hart durchgeführt. Nachdem die Gäste mit zwei Toren geführt hatten, gelang den körperlich schwächeren Gastgebern doch noch der Aus-

DasTheatn alskrastquelle im Leben desVolkes

Rückblick auf die Münchener Reichsiheaterfestwoche.

Von Johannes Jacobi.

Deutschlands Olympia-Streitmacht.

401 Männer und 47 Frauen.

Der Präsident des Deutschen Olympia-Ausschusses, Reichssportführer vonTschammer undOsten, hat die vorläufige Mannschaftsstärke der deutschen Olympia-Mannschaft, deren endgültige und nament­liche Meldung erst Mitte Juli zu erfolgen hat, mit 401 Männern und 47 Frauen festgelegt. Diese Zahl verteilt sich auf die einzelnen Sportarten wie folgt:

Männer: Leichtathletik 67, Schwimmen 35, Turnen 8, Boxen 16, Fechten 15, Ringen 28, Schie­ßen 9, Rudern 30, Kanufahren 28, Reiten 12, Mo­derner Fünfkampf 3, Radrennen 26, Gewichtheben 10, Segeln 26, Fußball, Hockey und Handball je 22, Basketball 14, Polo 8.

Frauen: Leichtathletik 18, Schwimmen 18, Tur­nen 8, Fechten 3.

Wanderziele heimischer Turner a i Himmelfahrt.

Der Himmelfahrtstag ist von jeher der Wandertag in der Deutschen Turnerschaft gewesen, er bleibt es auch im Fachamt Turnen des neuen DRL. Auch in diesem Jahre werden die Turner am Himmelfahrt wieder hinauswandern in die herrliche Heimatnatur zu denkwürdigen geschichtlichen Stätten. Wie in den Vorjahren schon werden vielerorts die Turner mit den Reichsbundkameraden aus den Wandervereinen gemeinsam wandern, indem sie teilnehmen an den Sternwanderungen des Verbandes der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine, so nach Butzbach und nach Alsfeld.

In unserer engeren Heimat gibt es am Himmel­fahrt zwei Wanderziele der Turner. Der Turnkreis Wetterau - Vogelsberg hat fein großes Wandertreffen in Klo st er Arnsburg.

Das gemeinsame Ziel der Turnvereine der Kreise Gießen und Wetzlar ist der D ü n s b e r g. Für die Turner ist der Dünsberg geweihter Boden. Die nicht leicht zugängliche Höhe war für sie von jeher der Platz für ein deutsches Bergfest, und so hielt man früher hier gern die Dünsberg-Turnfeste ab, bei denen man in Sprung, Lauf, Wurf und Stoß die Kräfte maß. Man hatte dazu keine Aschenbahn, man stieß auch oft nicht die genau abgerundete Kugel, man behalf sich mit einem Stein, wie der Berg ihn gab. Und trotz der einfachen Mittel und Anlage war dieses Fest auf dem Berg doch immer schön. Als man zum 150. Geburtstage Fr. L. Jahns ein Erinne- rungsmal schaffen wollte, da gab es für die Ge­treuen des damaligen Lahn Dünsberg- Gaues keine geeignetere Stätte als den Dünsberg, wo man in schlichter Feier eine Jahn-Eiche pflanzte. Zu dieser Jahn-Eiche am Dünsberg wan­dern an Himmelfahrt die Turner aus den Un^erkrei- fen Gießen und Wetzlar des Kreises VIII: Lahn Dill, um an geweihter Stätte dem Turnvater erneut Treue zu geloben. Für den Kreisfachamtsleiter Carl Daupert (Wiese ck) wird damit ein besonderes Erinnern verbunden sein, ist es doch sein turn-

Zeit zum Aufenthalt sein. Sollte man diese nicht be­nutzen, altem Brauch wieder Geltung zu verschaffen? Wie wäre es mit einem kleinen Wettkampf in der Art, wie ihn die Väter da oben ausgetragen? Der Sieger braucht keine Urkunde, es wird ihm hie Freude an echtem turnerischen Tun schon reicher Lohn fein.

GportamtKrast durch ftreuöe*

heute folgender Kursus:

Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer. Don 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

NeuekhF."Sporlkurse im Freien.

Reichssportabzeichen. Samstag von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz am Kugelberg.

Allgemeine Körperschule und Spiele, Frauen und Männer. Ab Montag, 25. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz am Kugelberg.

Leichtathletik und Waldlauf, Frauen und Männer. Ab Donnerstag, 28. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz.

Rettungsschwimmen, Frauen und Männer. Ab Montag, 25. Mai, von 18 bis 19 Uhr, Müllersche Badeanstalt.

Schwimmen für Anfänger, Frauen und Männer. Ab Montag, 25. Mai, von 18 bis 19 Uhr, Müllersche Badeanstalt.

Die Kurse für Reichssportabzeichen und Schwim­men kosten für DAF.-Mitglieder 30 Pfennig pro Uebungstag. Die Kurse für allgemeine Körperschule und Leichtathletik kosten 20 Pfennig pro Uebungs­tag. Anmeldungen und Auskunft auf der Geschäfts­stelle, Schanzenstraße 18, ober vor Beginn der Uebungsstunden bei dem Sportlehrer.

Lehrgang für Volksturnen und Sommerspiele.

Das Fachamt Turnen veranstaltete am Sams­tag und Sonntag in Kinzenbach einen Lehrgang für Dolksturnen und Sommerspiele, der aus den Kreisen Gießen und Wetzlar gut besucht war. Unter der Leitung des Volksturnwartes Dr. Loh- Wetz­lar wurden die Lehrgangsteilnehmer und -teilneh- merinnen am Samstagnachmittag auf dem Sport­platz bei Kinzenbach in den verschiedenartigsten Hebungen mit dem Arbeitsstoff vertraut gemacht. Besonders interessant waren dabei die Versuche mit dem Schleuderball und mit dem Faustball-Spiel. Am Samstagabend fand ein kameradschaftliches Beisammensein statt, bei dem Dr. Loh zunächst über die Aufgaben des Lehrganges sprach, während anschließend der Fachamtsleiter Daupert-Wie- seck wertvolle Aufklärungen über das Volksturnen und die Sommerfpiele, insbesondere auch über die Aufgaben der Führerschaft gab. Im übrigen brach­ten die Abendstunden frohgestimmte kameradschaft- liche Unterhaltung. Am Sonntagoormittag ging auf dem Sportplatz die ernste Lehrgangsarbeit wei- ter, die gegen Mittag ihren Abschluß fand. Die Teilnehmer schieden von Kinzenbach mit herzlichem Dank für die außerordentlich gastfreundliche Auf­nahme, die sie bei den Ortseinwohnern fanden.

SfS.<Reidtefrabn Gießen.

Iugend-Ablellung.

Spv. 05 Wetzlar 1. 3gb.-DfB.-R. 1. 3gb. 2:1 (2:1).

Die 1. Jugendmannschaft trat am Sonntag zum Vorspiel um die Kreismeisterschaft in Wetzlar an. Kaum hatte das Spiel begonnen, so machte sich die alte Verletzung des Tormanns bemerkbar. Schon in der 8. Minute fiel für Wetzlar das erste Tor. Aber bald schaffte der Mittelstürmer der Gießener durch unhaltbaren Kopsball den Ausgleich. Der glatte Grasboden stellte hohe Anforderungen an die Gießener Spieler. Alle Anstrengungen halfen nichts; ihre sonst so gefährliche Stürmerreihe fand sich nicht zusammen. Die Wetzlarer spielten leicht überlegen und kamen kurz vor Halbzeit zu ihrem zweiten Tor. In der zweiten Halbzeit wäre es den Gießenern noch gelungen, den Ausgleich kurz vor Schluß zu erzielen, in letzter Sekunde rettete noch der Tormann. Aber auch die Gäste hatten noch Glück, denn ein Stürmer der Wetzlarer fand von zwei Meter nicht das Tor und schoß daneben. Nun wird am kommenden Sonntag in Gießen die Ent­scheidung fallen. Die 1. Jugend ist seit September vorigen Jahres auf eigenem Platze ungeschlagen.

Die 2. Jugend spielte vorher gegen die Wetzlarer 2. Jugend mit viel Ersatz und kam zu einem Un­entschieden 1:1.

Die 1. Schüler gewannen gegen die gleiche von Klein-Linden mit 7:2 Toren.

Die 2. Schüler verloren gegen Leihgestern 1. Schüler mit 3:0 Toren.

Gpielabie'lung Tv 1889 Klein-Linden

Klein-Linben I 1900 II 1:1.

Der Gegner der 1. Mannschaft zeigte sich sehr spiel- ! stark. Der Sturm der Einheimischen war nicht in der

im Dritten Reich habet im Vordergrund stand, ist selbstverständlich. Ein Bekenntnis zum ganzen Wagner bedeutete es, wenn neben denMeister­singern" auch der früheRienzi" an dieser Stelle erschien. Die Aufführung von MozartsDon Giovanni" ist angesichts der einzigartigen Raumverhältnisse des Münchener Residenztheaters ein Tribut an den genius loci, aber eben so sehr ein Bekenntnis zu dem genialsten Musik-Dramatiker im stilistischen Rahmen der klassischen Oper.

Das wichtigste musikalische Ereignis der Münche­ner Woche ist jedoch in der Aufführung desBar­bier von Bagdad" zu sehen. Damit wurde dem noch immer nicht gebührend gerpürbiaten Peter Cornelius ein künstlerischer Triumph bereitet, her sich hoffentlich auf recht vielen Bühnen des Reiches wiederholt. Karl Tute in gab dieser genialen Lustspieloper ihr eigenes Gesicht zurück, indem er sie von den instrumentatorischen Auf­blähungen und dem stilistischen Aufputz im Ge­schmack des Wagner-Epigonentums befreite. Die von Felix Mottl einst in wohlmeinender Absicht ge­spendeten Zutaten preßten das Werk in ein Ge­wand, das die liebenswürdige Heiterkeit und Leich­tigkeit dieses selbständigen Komponisten aus b<yn Wagner-Liszt-Kreis verdeckte. So wurde auch hier Bresche gelegt in ein Bollwerk des Unverstands. Der Erfolg wird dem Spielplan aller Opernbühnen zugute kommen und das deutsche Publikum hoffent­lich überzeugen, daß es sich nicht bei dem italieni­schenBarbier von Sevilla" Rossinis aufhalten muß; denn es gibt einen eigenwüchsigen deutschen Barbier von Bagdad" von Peter Cornelius.

der Gegenwart trotz historischer Einkleidung des Stoffes die sittliche Forderung ins Gewissen: Das Opfer für die Nation ist deren kostarster Besitz an ideellen Werten. Die sind die würdigsten des Lan­des, die es einst mit ihrem Blute geschützt haben. Demgegenüber geißelt E. W. Möller, der vor­jährige Träger des Nationalen Buchpreises, den raffenden Spekulanten, der den Lebenskampf der Nation als Kriegsgewinnler eigensüchtig ausbeutet.

Mit diesen drei Werken ist an weithin sichtbarer Stelle die Tatsache der Vergessenheit entrissen wor- den, daß hramaUsche Kunst eine Tendenz nicht nur haben kann, sondern haben muß, sei sie nun ästhetisch-sittlich wie Schillersmoralische Anstalt" ober national-ethisch. Unter solchen Gesichtspunkten bie Sortierungen ber Kunst erfüllt zu haben, ist das Verdienst dieser Dichter und der Reichstheaterwoche. Wohl wußte das Theater aus feinen eigenen Mit­teln der Dichtung, die hier an einem neuen Beginn steht, noch helfen. Doch der Anfang ist da, und auch das Sweater erfüllt feine edelste Aufgabe, wenn es bie ureigene Substanz ber Schaubühne in ben Dienst ber Dichtung stellt.

Im Gegensatz zum Schauspiel mußte bie Oper sich auf der britten Reichstheaterfestwoche noch auf überkommene Werke beschränken. Daß Wagner

begüterter 53akr gewesen, der diese J°hn-Ctch- vor y bic mehrfach gebotenen Chancen au-zum-tzen. Jahren gepflanzt und geweiht hat. Auf ber Berges- .. . 1 . . _ ? _ .

höhe wird für Die Himmelfahrtswanberer genügenb

Es gibt auf ber Erbe nichts Erhabeneres, als zu sehen, wie unter ben Sterblichen die unsterbliche Gottheit in der Kunst Gestalt gewinnt." Dieses er­griffene Wort des Reichsministers Dr. Goeb­bels erklärt, warum der nationalsozialistische Staat die Kunst und vor allem die darstellenden Künste in seine fördernde Obhut genommen hat, wie keine Regierung vor ihm. Die Verzauberung des Men­schen aus dem Alltag in eine sinnerfüllte und sinn­beutende Welt vollzieht das Theater. Der Dienst der Schaubühne am Leben erschöpft sich nicht in der befreienden Entrückung aus der stoßen­den und drängenden Wirklichkeit in das Traum- reich eines heiteren Spiels. Nicht Entspannung allein ist die Ausgabe des Theaters, so roidjfig sie als Ausgleich im seelischen Haushalt des Schaffen­den fein mag. In den Schöpfungen der Sprech- und Musikbühne gewinnt der Volksgeist selbst Gestalt. Hier wird die Wirklichkeit durchleuchtet auf ihren Bedeutungsgehalt, in sinnlich faßbarer Form tritt das Uebersinnliche dem lauschenden Betrachter entgegen und vom Wissen der Besten um die tra» genoen Kräfte unseres Seins geht ein Stück ins Bewußtsein des aufmerksamen Zuschauers über. Diese unvergänglichen Werte künstlerischen Schöpfer­tums zu pflegen, sie dem Leben des Volkes als Kraftquellen zu erschließen, ist der Sinn der fest­lichen Woche, mit der der nationalsozialistische Staat fein Bekenntnis zum Theater alsmo­ralische An st alt" alljährlich krönt.

Die dritte Reichstheater-Festwoche ist verklungen. Nach Dresden und Hamburg war sie diesmal Mün­chen zugefallen. Die Hauptstadt der Bewegung ist zugleich eine der lebendigsten Theaterstädte des Rei­ches. Sie hat ihre große Ueberlieferung bewahrt und steht heute wie einst dem Wesen des Schau­spiels am nächsten. Der heiteren Natur entspricht die Fülle beweglichen Komödiantentums, der alten Kultur der süddeutschen Metropole, der Reichtum an klar geprägten Darstellerpersönlichkeiten. Wie Dresden dem Schauplatz der ersten Reichs-Theater­festwoche, eignet München die höfische Ueberliefe- rung der großen Oper mit ihrem Glanz an Stim­men und festlichem Gepränge erweitert um die programmatische Pflege deutscher Meister: M o - Äart, Wagner, Richard Strauß. Wie Ham­burg, der gastgebenden Stadt der vorjährigen Reichs- Theaterwoche, besitzt München die ursprüngliche Teilnahme eines ausgeschlossenen Bürgertums, sozio­logisch vertieft um die Schichten, in denen die Mün­chener Dolkskomiker die erste Begeisterung für_ das funkelnde Spiel der Worte und Gesten entzündet haben.

Die Vielfalt ber Möglichkeiten Mün­chens war aufgefangen in ber Planung ber Fest­woche. Jährliche Rechenschaft zu geben über ben Stanb ber beutschen Theaterkultur ift ihre Aufgabe in ber Zeit. Auf hoppelte Weise wirb biefer Zweck erfüllt. Im gleitenben Wechsel des Festorts treten bie Hauptstäbte des beutschen Theaterwesens ihrem Derbienst gemäß in bas Rampenlicht gesamtdeut­scher Oeffentlichkeit. Es wäre leicht, aber müßig zu zeigen, baß Berlin fähig ift, eine Festwoche bes deutschen Theaters mit unerhörtem Glanz darstel­lerischer Vollendung auszustatten. Es liegt in der Richtung der beabsichtigten Rechenschaftslegung, daß die Veranstaltungen im Reich ftattfinben. Die gleichmäßige Leistungshöhe ber ersten brei Theaterwochen bewies, welche Fülle an Begabung, Fleiß unb Einsatz auch außerhalb ber Reichshaupt stabt ber barstellenben Kunst zu Gebote stehen. Die Wahl bes Ortes bebeutet eine Auszeichnung für biefen, aber auch einen stolzen Hinweis bes Reiches auf. ben Reichtum deutscher Theaterkultur, der in ben folgenden Jahren in feiner ganzen Breite aufgerollt werben kann.

Den zweiten Querschnitt ber Münchener Fest­woche burch bas Gebäube bes lebendigen Theaters gab ber Spielplan. Er war ein Bekenntnis zur Ganzheit. Nicht baß Oper unb Schauspiel gemeinsam antreten bürsten bas ist selbstver- ftänblich. Aber neben ber helbischen stand die Lust­spiel-Oper, neben dem Musik-Drama die Operette und neben ber Musikbühne bas Schauspiel. Unb bas war das Desonbere biefer britten Reichstheater- woche: Zum ersten Mal brauchte sich bie Sprech­bühne nicht auf bas klassische Erbe zu stützen, so nachbrücklich Dr. Goebbels bessen verantwor­tungsbewußte Pflege auch ben Bühnenleitern emp­fahl in München trat mit brei Bühnenwerken bie nationalsozialistische Dichtung vor bie ganze Nation unb empfing bie Bestätigung ihres Wertes.

Hanns I o h st (Thomas Paine), Friebrich B e t h g e (Marsch ber Veteranen") unb Eberhard Wolfgang Möller (Rothschilb siegt bei Water- loo") sinb aus ber politischen Erneuerungsbewe­gung Deutschlanbs hervorgegangen und gestalteten deren Gedankengut auch als Bühnendichter. Sie haben im voraus erfüllt, was Dr. Goebbels als Präsident der Reichskulturkammer auf der gleichzeitig stattfindenden Tagung der Reichsthea­terkammer vom Dramatiker forderte:Der Zünft­ler gestalte gewordene Geschichte nach!" Alle drei haben der Versuchung widerstanden,die großen historischen Probleme der Gegenwart" leichtfertig auf ber Bühne zu erörtern, bevor sieihre enbgül. tige Gestaltung gefunben haben, bamit ber Zünft­ler sie formen kann. Die in München aufgeführten Schauspiele erscheinen im Gewanbe der napoleo» Nischen Zeit auf räumlich entlegenen Schauplätzen. Doch weder I o h st, noch B e t h g e ober Möller verstauben ihre Aufgabe im Ausmalen historischer Bilberboqen. Sie haben bie Wirklichkeit mit dichte­rischer Freiheit verkürzt unb mit gestalterischer Phantasie erweitert. Das Wesentliche ihrer aner­kannten Leistung ist bie innige Verbundenheit mit dem Herzschlag unserer Gegenwart.

Das gemeinsame Thema der drei Stücke ift die Nation. Johft zeigt am Beispiel des amerika­nischen Freiheitshelden Thomas Paine, wie der einigende Ruf und das leuchtende Vorbild in der Stunde der Gefahr aus einem Haufen von Privat- menschen. von Kaufleuten und Verlegern, von Journalisten und Söldnern, eine Nation schmiedet, die ihr Geschick in die Hand nimmt und nach ben Sternen greift, um ihre Unabhängigkeit aufzurich­ten. Thomas Paine, der Veteran des Freiheits­krieges, verging, lebendiges Vermächtnis blieben fein Name und fein Lied. Bethge nimmt dieses Thema in anderer Gestalt von der negativen Seite auf. Seine Veteranen, die Rußland gegen Napo- leon verteidigten, sind vergessen. Sie müssen sich selbst durch einen Marsch in die Hauptstadt in Er­innerung bringen und ihre Ehre gegen eine kor­rupte Regierung verteidigen. Der Dichter, ergriffen vom Hungermarsch her amerikanischen Veteranen nach dem weißen Haus im Jahre 1932, hämmert

Arn vorigen Sonntag war die 1. Mannschaft spielfrei.

Die Jugendmannschaft trat in Klein-Linden in stärkster Besetzung an und konnte nach hartem Kampfe den Platzherren einen wertvollen Punkt abnehmen.

Die Schülermannschaft spielte in Gießen gegen die 2. Schüler des VsB.-R. und gewann sicherer als das Ergebnis sagt mit 3:0.

Fußball im Tv. Mendorf (Lahn).

Tv. Allendorf (Lahn) 3ugenh

gegen 1900 Gießen 3. 3ugenb 6:0 (4:0).

Am Sonntag trafen sich diese Mannschaften in Allendorf zu einem Freundschaftsspiel. Die Platz- besitzer versuchten die Scharte vom vergangenen Sonntag auszuwetzen. Der etwas hohe Sieg ist wohl auf die körperliche Ueberlegenheit der Ein­heimischen zurückzuführen. Die Gäste, bie auch eine spielfreubige Mannschaft ins Felb geschickt hatten, hätten ben! Spielverlauf nach bas Ehrentor ver- bient. Das Spiel würbe unter ber Leitung von Schiebsrichter Eckharb t (Grohen-Linben) jeder­zeit fair ausgetragen.

Vorher trafen sich die Schülermannfchaften beider Vereine. In diesem Spiel konnten die kleinen Tur­ner von Allendorf ebenfalls den Sieger stellen. Das Spiel endete mit 1:0. Hier war wohl der Glück­lichere der Sieger.

Handball im Turnverein 1846 Gießen.

Die handballjugenh

Sieger im f)anbba(MBerbeturnier in Lich.

Die Handballjugend bes Tv 1946 nahm am Sonntag an dem in Lich veranstalteten Handball- Werbeturnier teil. Ihre Gegner waren die Mann­schaften des Männerturnvereins unb der Spvgg. 1900 in Gießen, sowie der Turnvereine Wetzlar, Holzheim und Gambach. Das Turnier wurde nach Punktesystem durchgeführt, so daß also jede Mann­schaft gegen jede Mannschaft ein Spiel von zweimal iVi Minuten zu erledigen hatte. Wie aus Den fol­genden Ergebnissen zu ersehen ist, konnte sich bie junge Turnermannschaft wieder einmal glänzend aus der Affäre ziehen. Wenn sich die Mannschaft auch in den zwei ersten Spielen durch die unge­wohnten Platzverdältnisse nicht ganz zurechtfinden konnte, so entfaltete sie in den übrigen Spielen eine Mannschaftsleistung, die ihr jederzeit die Gewähr für einen Sieg bieten mußte. Nachstehend die Er­gebnisse: *

Tv. Holzheim Tv. 1846 Gießen 1:8.

In diesem Spiel konnten die Gießener jederzeit die Oberhand behalten und siegten leicht.

7Mv. Gießen Tv. 1846 Gießen 3:2.

Im Anfang ziemlich verteiltes Spiel. Die 1846er konnten bis zu 2:1 in Führung gehen, mußten sich aber später den Ausgleich, ja sogar ben Sieges- . treffer gefallen lassen. Der Glücklichere würbe Sieger.

Tv. Dehlar Tv. 1846 Gießen 1:3.

Auch bie Wetzlarer Jungens konnten micht gegen bie Gießener zum Erfolg kommen. Sie hatten es lebiglich ihrem vorzüglichen Tormann zu Derbanfen, baß ber Sieg ber 1846er nicht noch höher ausfiel.

Spvgg. 1900 Tv. 1846 Gießen 1:5.

In biefem Spiel vollbrachte ber Sturm ber 1846er fein Meisterstück. Der Ball roanberte von Mann zu Mann, unb so blieben bie Erfolge auch nicht aus. Fünfmal mußte sich ber gegnerische Tormann ge­schlagen bekennen.

Die Punkte aus dem Spiel gegen Gambach wür­ben ben 1846er zugesprochen, ba bie Gambacher nicht antraten.

Im Verlauf der anberen Spiele hatte sich bie Mannschaft bes Männerturnvereins gut nach vorne gearbeitet. Es war also das Entscheidungsspiel

Zllfo. Gießen Tv. 1846 Gießen notwendig geworden. Für die 1846er war dieses Spiel um so wichtiger, als sie die im Wettbewerb erlittene Niederlage wettmachen mußten. Sie waren sich ihrer Aufgabe bewußt und lösten sie auch glän­zend. Nach schönem, ruhigen Spiel gelang es ihnen, den alten Lokalgegner mit 2:0 zu schlagen und da­mit den Wettbewerb zu gewinnen.

Zum Schluß sei noch bemerkt, daß die Mannschaft in Lich den denkbar besten Eindruck hinterlassen hat und daß der Sieg der Mannschaft verdient war.

Die zwei ersten Sieger wurden mit dem schlichten Eichenkranz geehrt.

Boxkampfabend in Lollar.

Zum ersten Male findet in Lollar am kommen­den Samstag eine Boxveranstaltung statt. Die besten Kämpfer bes Spv. Lollar, des Box-Rings 31 Mar­burg, des Box-Rings 34 Kirchhain und evtl, des Spv. Wetzlar gehen an diesem Abend in ben Ring. Den Hauptkampf liefern sich der Lollarer E. Moos und der bekannte D a u p e l (Marburg). Vaupel kämpfte bereits zweimal repräsentativ für ben Gau Hessen gegen Baden und Mainz, siegte in her Weltergewichtsklasse auf dem Reichsbund-Gaufest in Gießen durch technischen k. o. über Scheer (Wetzlar) unb wurde 1936 bei ben Bezirksmeisterschaften Zweiter im Mittelgewicht. Sollte ber Lollarer ben Marburger schlagen können, ober auch nur ein Unentschieden erzielen, so würde er mit einem Schlage eine führende Stellung in Gau einnehmen. Weiter gehen an den Start: Röder- Kirchhain 34, Repräsentativer des Gaues Hessen, Bezirksmeister im Leichtgewicht 1936, 2. Gaumeister: Wagner, Marburger Bvx°Ring 31, Bezirksmeister 1936 im Weltergewicht, 2. Gaumeister, zweimal repräsentativ für den Gau Hessen; Ta sch, Metz, Wey and, Becker (alle Marburg-Ockershausen); Rüdiger, SA. Marburg; Sohn und K e t t e n b e i l (beide Reichsheer)- L i e s e, Lanzewizki unb Dom» s k Y (alle Box-Ring 31 Marburg). Die Wetzlarer Kämpfer stehen noch nicht fest.

Das Feldbergturnfest.

Mehrkampf.

Nach erneut aufgetretenen Terminschwierigkeiten mußte das diesjährige Feldbergfest nochmals verlegt werden. Das 83. Feldberg-Turnfest findet nunmehr unwiderruflich am 2 7. und 28. Juni statt.

Zu den volkstümlichen Mehrkämpfen und den Mannschaftskämpfen und Staffeln, die wie wir meldeten für bie Turn- unb Sportvereine bes Deutschen Reichsbunbes für Leibesübungen ausge­schrieben sinb, kommt, wie im Vorjahre, wieher ein Mannschasts-Wehrkampf für SA., SS., NSKK., Arbeitsbienst, Reichsheer, Polizei hinzu. Melbungen zu biefem Kampf sinb zu richten an L. Krönung- Frankfurt a. M.-Röbelheim (Wehr- Hofstraße 12).

Für ben Mannschafts-Wehrkampf wird ein be- sonberer Wettkampfstab gebilbet, ber unter ber Leitung bes Gaubeauftragten bes Reichssport­führers, SA.-Gruppenführers Beckerle» Fran^ furt a. M., steht, unb dem je ein höherer Führer ber beteiligten Wettkampforganisationen angehören wird