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des Jahreslaufes umfassen werde. Die Jugend lehne es ab, tote Formen zu rekonstruieren oder bei fremden Völkern und Ländern geistige und seelische Anleihen zu machen. Sie sehe ihren Stolz darin, alles aus der Kraft der nationalsozia- l i st i s ch e n Stieß und dem Glauben an den Na­tionalsozialismus zu entwickeln. In Zusammenar­beit zwischen Reichsjugendführung und Reichsfüh­rung SS. befindet sich ein Standardwerk der na­tionalsozialistischen Feiergestaltung in Vorbereitung. Die Tatsache der gemeinsamen Bearbeitung eines solchen Werkes zeige die enge Zusammenarbeit aller Formationen der Bewegung und der Neugestaltung des deutschen Kulturlebens.

Kultur auf tiefem Fundament.

Obergebietsführer C e r f f kündigte weiter den Beginn einer intensiven Schulung auf kulturellem Gebiet nach einem wohlüberlegten Plan an. In der langsamen, aber gründlichen Schulung dürften sich die für die Kulturarbeit der HI. verantwort­lichen Mitarbeiter niemals durch Forderungen des Augenblicks überrennen und bestimmen lassen. Die Kirche z. B. habe zum Ausbau ihrer Kunst, ins­besondere ihrer Feiergestaltung, fast zwei Jahr­tausende gebraucht. Den Forderungen des Augen­blicks müsse die Propaganda genügen, die neue Kultur aber müsse auf einem tiefen und unerschüt­terlichen Fundament gebaut werden. Kultur­arbeit sei Wachstum, in das man nicht vor­eilig und ungeduldig und damit nur störend ein­greifen könne.

Uebrigens müsse man sich heftig gegen die An­schauung wenden, daß künstlerische und kulturelle Arbeit sich nicht mit soldatischer Haltung vereinigen ließen. Aus den Tiefen des Herzens er­

kläre sich auch die wirklich stählerne Härte, aus dem tiefsten Bewußtsein der Größe unserer natio­nalsozialistischen Aufgaben auch die unbedingte Härte zu ihrer Erfüllung.

praktische Neuerungen in der Kultur- und Nundfunkarbeit.

Das Kulturamt der Reichsjugendführung hat sich ganz besonders der Volkstumsarbeit zuzu­wenden, für die jetzt mit sofortiger Wirkung eine neue Dienststelle innerhalb des Amtes geschaffen wird. Dieser Stelle obliegt u. a. auch die Be­handlung der Frage des Tanzes in der I u - gend. Sie befaßt' sich dabei mit Fragen der Ge­selligkeit und der persönlichen Lebensgestaltung. Die neue Geselligkeit habe, wie Obergebietsführer Cerff sagte, in den Reihen der Führerschaft der nationalsozialistischen Jugend zu beginnen, deshalb führte auch das Kultur- und Rundfunkamt der Reichsjugendführung ihre gesamten Lager gemein­sam mit Jungen und Mädeln durch. Geselligkeit und Natürlichkeit seien eine unbedingte Voraus­setzung für dieses Zusammensein.

Weiter wird auch das Aufgabengebiet der Wissen­schaft in die Arbeitsgemeinschaft des Kulturamtes der Neichsjugendführung und in die Kulturarbeit der HI. aufgenommen. Die Lagerarbeit für das kommende Jahr sieht u. a. Schulungs­lager für Jungen und Mädel, Musiker, für junge Kräfte auf dem Gebiet des Theaters und dem Ge­biet der Architektur vor. Eine Architekturtagung wird bereits im Januar 1937 in Tübingen durch­geführt. Für dieStunde der jungen Nation" wird in Kürze ein geistiger Leistungswettkampf veran­staltet, der der kulturellen Arbeit der HI. neue schöpferische Kräfte erschließen soll.

Wirtschaft.

Zndustrie-undHandelskammer Gießen.

Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Jndustrie- und Handelskammer Gießen, Dr. Erasmus Pauly, fand in Lich imPark-Hotel" eine nicht­öffentliche Sitzung des Beirates der Kammer statt.

Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden gab der Hauptgeschäftssührer der Kammer, Dr. Fröhlich, einen Bericht über die Ereignisse, die sich seit der letzten Beiratssitzung im Oktober zuge­tragen haben. Er wies insbesondere auf die Sitzungen der Reichswirtschaftskammer in Heidel­berg hin und gab den Mitgliedern einen Ueberblick über die dort behandelten, teilweise recht bedeut­samen Fragen. Einer eingehenden Würdigung wurde der Vierjahresplan und insbesondere die bisher ergangenen Anordnungen des Ministerpräsi­denten Göring unterzogen. Der Redner betonte, daß die Kammer es für ihre Pflicht gehalten habe, mit der größten Beschleunigung ihren Mitgliedern diese Anordnungen im Wortlaut zuzustellen. Be­züglich einer zweckmäßigeren Art der Zustellung habe die Kammer eine Anregung an die Wirt- schaftskammer Hessen gegeben. Weiter wurde u. a. die Frage der Lahnkanalisierung gestreift, Berufs­ausbildungsfragen behandelt und dabei von den Arbeiten der Kammer gerade auf diesem Gebiet, wie beispielsweise Einführung der Werkarbeits­bücher, Einsetzung von Lehrlingswarten u. a. m., Kenntnis gegeben. Auch für den Einzelhandel müß­ten jetzt die sog. Lehrlingshefte beschafft und an die Lehrlinge zur Ausgabe gebracht werden.

Der Bericht löste eine lebhafte Aussprache aus, an der sich die Herren Dr. Pauly, Jhring, Schuchard, Hör st. Schulte, Heyd und Dr. Kirchner beteiligten. Neben den im Bericht be­handelten Fragen wurden noch eine Reihe anderer behandelt.

Im Anschluß an die Beiratssitzung wurde die Brauerei Jhring-Melchior in Lich besichtigt, bei der Herr Jhring selbst in liebenswürdiger Weise die Führung übernahm. Ein gemütliches Beisammen­sein gab den Mitgliedern des Beirats im Anschluß an die Besichtigung noch Zeit und Gelegenheit zu persönlicher Aussprache.

Der deutsche Außenhandel im Oktober.

Fwd. Die Einfuhr betrug im Oktober 356 Mil­lionen Reichsmark. Gegenüber dem Vormonat (336 Mill. RM.) hat sie wertmäßig um annähernd 6 v. H., der Menge nach um rund 7 v. H. zugenommen. Der Einfuhrdurchschnittswert ist also von September zu Oktober gesunken, und zwar waren an dieser Ent­wicklung fast alle Gruppen, insbesondere aber Roh­stoffe und Fertigwaren, beteiligt. Die mengenmäßige Steigerung der Einfuhr, die im großen und ganzen der jahreszeitlichen Tendenz entspricht, entfällt zum weitaus größten Teil auf die Hauptgruppe Ernäh­rungswirtschaft. An der Steigerung der Einfuhr im Oktober war in erster Linie die europäische Länder­gruppe beteiligt. Jedoch haben auch die Bezüge aus Uebersee zugenommen. Im einzelnen war die Ent­wicklung verschieden.

Die A u s f u h r betrug im Oktober 431 Mill. RM. Gegenüber dem Vormonat (412 Mill. RM.) ist sie dem Werte nach um annähernd 5 v. H., der Menge nach um 6 v. H. gestiegen. De^ Ausfuhrdurchschnitts­wert, der in den oorangegangenen Monaten leicht anstieg, ist also im Oktober wieder etwas gesunken. Während im September die jahreszeitliche Steige­rung der Ausfuhr ausgeblieben war, entsprach die Entwicklung im Oktober im großen und ganzen wieder der Saisontendenz. Gegenüber ifcm Oktober 1935 ergibt sich eine Zunahme um rund ein Zehntel. An der Steigerung der Ausfuhr von September zu Oktober waren fast ausschließlich Fertigwaren be­teiligt, und zwar hat der Absatz von Vorerzeugnissen verhältnismäßig am stärksten zugenommen. Länder­mäßig betrachtet entfällt die Steigerung der Ausfuhr im Oktober zum weitaus größten Teil auf Außer­europa. Innerhalb Europas war die Entwicklung verschieden.

Die Handelsbilanz schließt im Oktober, ebenso wie im Vormonat, mit einem Ausfuhr­überschuß von 75 Mill. RM. ab. Für die ersten zehn Monate dieses Jahres ergibt sich somit eine Aktivität von 395 Mill. RM.

*VermahlungsquotenfürDezember. Der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung der Roggen- und Weizenmühlen hat die Verarbeitungs­quoten für Dezember auf 8 v. H. des Roggen- und 10 v. H. des Weizengrundkontingents festgesetzt.

* D i e Lebensoersicherungsanstalten im Oktober. Im Oktober 1936 wurden bei den im Verband öffentlicher Lebensoersicherungsanstalten in Deutschland zusammengeschlossenen Anstalten 16142 Anträge mit 29,68 Millionen Mark Ver­sicherungssumme gestellt (gegenüber 16 234 An­trägen mit 25,61 Millionen Mark Versicherungs­summe im Vormonat und 36 438 Anträgen mit 26,64 Millionen Mark Versicherungssumme im Okto­ber 1935). Die Versicherungssumme ist höher als in den Vergleichszeiten. Im Oktober 1935 mar eine starke Zunahme der Sterbegeldversicherungen zu verzeichnen, die namentlich in der Erhöhung der Anzahl zum Ausdruck gekommen ist. Damit find in den bisherigen zehn Monaten 1936 Neuanträge in Höhe von 267,2 Millionen Mark gegenüber 245,6 Millionen Mark in der gleichen Zeit des Vor­jahres und 196,5 Millionen Mark in der Ver- gleichszeit 1934 eingegangen. Die durchschnittliche Versicherungssumme stellt sich für den Monat Okto­ber 1936 in der Großlebensversicherung auf 4192 Mark und in der Sterbegeldversicherung auf 289 Mark.

Rhein-Mainische Börse.

Mlkagsbörse fester.

Frankfurt a. M., 17. Noo. Die Börse konnte sich am Aktienmarkt von den am Montag ein­getretenen Rückschlägen weiter erholen, nachdem be­reits die Abendbörse eine kräftige Aufbesserung gebracht hatte. Heute lagen vorwiegend Kaufauf­träge der Kundschaft vor, und bei verhältnismäßig großen Umsätzen stellten sich zumeist Erhöhungen

von durchschnittlich 2 v. H. ein. Von Montanwerten gewannen Verein. Stahl 2,50 v. H. Mannesmann 2,13 v. H., Hoesch 2,25 v. H., Harpener 1,75 v. H., Buderus und Rheinstahl je 0,75 v. H. Von Kali­werken Westeregeln plus 3 v. H. IG. Farben erhol­ten sich auf 170 (168). Am Elektromarkt notierten Siemens mit 198 (193), Lahmeyer in Erwartung des Ergebnisses der heutigen Aufsichtsrats-Sitzung 146 (143,50), fest lagen AEG. mit 39,50 (38.25), Geffürel und Licht & Kraft je plus 1,75 v. H., RWE. und Schuckert voll behauptet. Bon Zellstoff­aktien fliegen Aschaffenburger auf 139,75 bis 140 (134,50). Im einzelnen erholten sich AG. für Ver­kehr um 2,90 v. H., Holzmann um 2 v. H., Reichs­bank um 2,50 v. H., Bemberg um 2,50 v. H., Daim­ler um 2,25 v. H. Rheinmetall, Muag, Kaufhof und Rütgerswerke zogen bis 0,75 v. H. an. Von Schiff­fahrtsaktien Nordd. Lloyd 15 (14,50), Hapag 14,50 (14,40). Nach den ersten Notierungen bröckelten ein­zelne Werte um Prozentbruchteile ab. Für Aus­landsaktien und -Renten verbleibt es bis auf Widerruf bei der seitherigen Notierungsweife.

Der Rentenmarkt lag sehr ruhig. Gut er­holt waren zertif. Dollar-Bonds, 6 v. H. Preußen 73,50 (72), 6,50 v. H. do. 74 (72). Altbesitzanleihe notierten mit 118,40 (118,25). Von Industrie-Ob­ligationen 5 v. H. Verein. Stahl 98,90 (99,25), 1947er Verein. Stahl 96,13 (96,25).

Im Verlaufe war die Haltung am Aktien­markt überwiegend weiter etwas fester. Gefragt wurden Montanwerke, Verein. Stahl 123,50 nach 122,50, Mannesmann 118 nach 117,13, Rheinstahl 150 nach 149,25. Auch IG. Farben bei größeren Umsätzen 170,90 nach 170. Die später zur Notiz gekommenen Werke lagen zumeist 2 bis 3 v. H. über gestern. BMW. 138,65 bis 139 (135,50).

Am Rentenmarkt wurden Kommunal-Um- schuldung mit 89,65 und 89,70 umgesetzt, späte Schuldbücher mit 97,90. Goldpfandbriefe blieben un­verändert, auch Liquidationspfandbriefe. Von Kom- munal-Obligakionen Franks. Hyp. und Franks. Pfandbrief Bank je 94,75 (94,50). Stadtanleihen lagen bei kleinen Abweichungen unregelmäßig. Von Auslandsrenten kamen Defterr. Schatzanweisungen mit 27 (26,75), 4,50 Mex. Bewässerungsanleihe mit 6,65 (5,60) zur Notiz, auch sonst waren Auslands­werte durchweg höher.

Im Freiverkehr nannte man: Adlerwerke 105,50, Pokorny 126,50, Wayß & Freytag 125,50, Ufa 64. Tagesgeld unv. 2,50 v. H.

Abendbörse gut behauptet.

Die Abendbörse nahm mit Rücksicht auf die Un­terbrechung des Geschäfts durch den Bußtag einen ruhigen Verlauf. Kundschaft und Kulisse zeigten keine größere Unternehmungslust. Die Tendenz blieb jedoch fest, und die Kurse lagen größtenteils voll behauptet; Montanwerte bei kleiner Nachfrage 0,25 bis 0,75 v. H. über den Berliner Kursen. Be­achtung fanden von Wirtschaftsnachrichten der Quartalsbericht von Mannesmann und die Entwick­lung der Außenhandelsbilanz, anderseits aber auch

die DivHendenkürzung um 1 v. H. auf 6 v. H. bei Lahmeyer; Lahmeyer waren zu 140 (142) ange- boten. Leicht ermäßigten sich auch IG.-Farben auf 170,40 (170,90). Scheideanstalt notierten 2 v. H. höher mit 267. Auslandwerte blieben überwiegend ohne Notiz, IG.-Chemie Basel volleinbez. minus 1 v. H. auf 1484, Anatolier I und II minus 0,75 auf 28,40. Deutsche Renten lagen sehr ruhig.

U. a. notierten IG.-Farben 135,50, 6proz. Krupp 102,25, Ungarn Kronen 1,10, 5proz. Eisenbahn- Bosnier v. 1914 11,40, 2,25 v. H. Anatolier I und II 28,40, MAN 121,50, BMW. 138,50, Bemberg 114, Buderus 123,50, IG.-Chemie volle 148, Conti Gummi 170, Daimler 123, Deutsche Erdöl 143,50, Scheideanstalt 267, Dt. Linoleum 166, Licht und Kraft 157,50, JG.-Farben 170,40, Goldschmidt 130, Harpener 150,50, Hoesch 120, Holzmann 134,50, Junghans 113, Lindes Eis 165, Mainkraft 95, Mannesmann 118,50, Muag 130,50, Metallgesell­schaft 153, Moenus 97,50, Rheinstahl 151,25, Schuckert 158, Siemens 200, Südd. Zucker 200,50, Verein. Stahl 124, Westdeutsche Kaufhof 59, Com­merzbank 109, DD-Bank 110,50, Dresdner Bank 107,50, Reichsbank 188, AG. für Verkehr 123, Ha­pag 14,75.

Frankfurter Obst, und Gemüfemackt.

Frankfurt a. M.,. 17. Nov. Gemüse wird nach wie vor stark angeboten. Umsatztätigkeit etwas reger. Preise für Rosenkohl höher, sonst wenig verändert. U. a. notierten: Blumenkohl 20 bis 45, Eskarol 4 bis 10, Feldsalat 30 bis 60, Karotten 3 bis 5, gelbe Kartoffeln 50 kg 3,00 bis 3,15, Kohlrabi 3 bis 5, Kopfsalat unter Glas 4 bis 10, Meerrettich 40 bis 45, Rosenkohl 14 bis 18, Rot­kraut 2 bis 4, Sellerie je nach Größe 8 bis 35, Spinat 11 bis 15, Schwarzwurzel 16 bis 25, To­maten (Haus) 40 bis 60, Weißkraut 2 bis 3, do. Filter 23A bis 3V-, Wirsing 2Vs bis 4, Winterkochl 6 bis 8, Zwiebeln 5V2 bis 6.

0 b ft und Südfrüchte: Gute Zufuhren von Aepfeln und Dirnen, Geschäft bei unveränderten Preisen etwas lebhafter. Ausländische Nüsse reich­lich am Markt, Trauben stark nachlassende Zu­fuhren; Zitronen kaum am Markt. Geschäft zu­friedenstellend. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 35, II 20 bis 28, Goldparmänen I 35 bis 38, Blenheim 30 bis 35, Renetten 22 bis 28, Schafsnase 16 bis 20; Birnen I 20 bis 30, II 15 bis 18, Kochbirnen 8 bis 12, Neue Poiteau 18 bis 20, Mollebusch I 16 bis 18, II 12 bis 14; Haselnüsse 30 bis 38 (ital.); Trauben 55 bis 65 (holl.), 18 bis 24 (itaL); Walnüsse 23 bis 30 (ital.), 40 bis 45 ^feorrento), 30 bis 32 (bulgar.); Zwetschen 20 bis 85.

Schweinemarkt in Buhbach.

* Butzbach, 17. Nov. Auf dem heuttgen Schweinemarkt standen 688 Ferkel zum Ver­kauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel bis 12 Mk., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 15 bis 20 Mk. Nach schlep­pendem Verkauf verblieb geringer Ueberstand.

Aus -en preußischen Nachbargebieien.

Kreis Wetzlar.

(D Wetzlar, 17. Nov. Am Sonntag fand hier eine sehr gut besuchte Arbeitstagung der N S. - GemeinschaftK r a f t d u r ch Freude" und des LandschaftsbundesVolkstum und Heimat" statt. Kreiswart Kotz eröffnete den Abend, Kreisleiter Haus sprach anschließend über die Bedeutung der Volkstumsarbeit, die von den Hoheitsträaern der Partei in jeder Weife unter­stützt werde. Oberstudiendirektor Philipps- Friedberg hielt einen längeren Vortrag über die Praxis der Volkstumsarbeit und schöpfte dabei aus feiner reichen Erfahrung und feiner langjährigen Arbeit auf diesem Gebiet. Er wies viele gangbare Wege zur wahren Dvrfgemeinfchaft. Für die Gau­stelle der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" sprach Gausachbearbeiter Rüffert über die bis­her geleistete Arbeit und das neue Arbeitsabkom­men. Er wies besonders darauf hin, daß in Zu­kunft die dörfliche Feierabendgestaltung aus ur­eigensten Kräften des Dorfes zu bestreiten fei. Der Kreisringleiter des LVH., Lehrer Praß- Krof­dorf, richtete den Appell an die Hoheitsträger der Partei, in herzhafter Tat die Volkstumsarbeit im Dorfe anzupacken und beim Erschließen aller leben­digen Quellen behilflich zu sein. Mit dem Schluß­wort des Kreisleiters fand die Versammlung ihr Ende.

cxd Wißmar, 18. Nov. Die hiesige Drai­nage-Genossenschaft hielt bei Gastwirt Wolf ihre Generalversammlung ab. Die Grün­dung der Genossenschaft erfolgte im Jahre 1926 nach Beendigung der Feldbereinigung. Sie zählt gegenwärtig 159 Mitglieder. Der Vorstand der Ge­nossenschaft setzt sich aus folgenden Herren zusam­men: Vorsteher: L. Ufer, Stellvertreter: H. Bit­te ndvrf, Beisitzer: H. Spei er, H. Kraft, A. Schön; Rechner: L. Leib, Schaukommission: Gg. Speier, A. Stroh; Schiedsgericht: K.

Leib, H. Sonneborn. Der Rechner erstattete den Kassenbericht. In die Drainage einbezogen sind 290 Morgen Land mit einem Kostenaufwand von 40 000 Mark. Für die Durchführung der Drai­nagearbeiten mußten Kredite ausgenommen wer­den, die erfreulicherweise restlos zurückgezahlt wer­den konnten. Der Rechner brachte ferner zur Kennt­nis, daß die Außenstände noch 1000 Mark betra­gen, der Barbestand belaufe sich auf 700 Mark, so daß also eine Reservebestand von 1700 Mark zur Verfügung stehe. Die Rechnung wurde, nach Revi­sion durch den Kreisprüfungsinspektor Thome-Wetz­lar in Ordnung befunden. Im hiesigen Bahnhof 'wurden die von den Landwirten für das Winter­hilfswerk gespendeten Kartoffeln zur Ver­ladung gebracht. In Launsbach wurden 22,18 Zent­ner, in Krofdorf 90 Zentner, in Odenhausen 70,90 Zentner, in Wißmar 93,09 Zentner und in Salz­böden 74 Zentner aufgebracht. Die Kartoffelsen­dung war für Wiesbaden bestimmt.

polizeiliche Schließung einer Frankfurter Metzgerei.

Lpd. Frankfurt a. M., 16. Nov. Ein Frank­furter Metzgermeister, der u. a. vier Schweine­hälften im Laden hängen hatte, weigerte sich, einer Kundin Schweinebauchlappen zu den vor­geschriebenen H ö ch st p r e i f e n zu verkaufen. Er erklärte, die maßgeblichen Stellen sollten ihm er ft einmal vormachen, wie er das Fleisch zu diesem Preise verkaufen könne. Bei ihm werde jetzt alles verwurstelt. Der Metzger ist s e st g e n o m m e n und sein Laden polizeilich g e f ch l o s s e n worden.

Sprechstunden der Redaktion.

11-30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschlossen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

'Datum

5% Deutsche Reichsanleihe o. 1927 4% Deutsche Neichsanl. von 1931 b!4% Boung-Anleihe von 1930 .

Deutsche Anl.-Ablöj.-Echuld mi, Auslos.-Rechten ............

4j/2% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I .....

4y,% ehein. 8% Hessischer Volks, staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

4,/2% ehern. 8% Hessische Landes banl Darmstadt Gold R. 12...

6yz% ehern. 4tz% Hess. Landes Hypothekenbank TarmstadtLiau.

4 y2% ehem. 8% Dar inst. Komm Landesb.Goldschuldverlchr R.b

Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4/2% ehern.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1933 6y2% ehern. 4'/z% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Pfandbriese......

&y2% ehern. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe. ...

4%% ehein. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe 91. 19

<y2% ehern. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. £61.20

Steuergutsch.Verrechnungsk. 31-38

4% Oesterreichtsche Goldrente...

4,20% Oesterreichtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*2% deügl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I....................

Die hinter

Frankfurt a. DL

den Papieren

Berlin

angeführten Ziffern gebe

n die Höhe d Frankfurt a.DL

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(offenen Dividende an.

Reichsbankdis

Frankfurt a. DL

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Datum

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5% Rumän. vereinst. Rente v. 1903 4*4%Rumän.vereinh.Rentev.i913 4% Rumänische vereinst. Rente . 2y4% Anatolier.............

Hamburg-Amerika-Paket o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o

A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Di-conto»

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank...............

Reichsbank ................1*2

A.E.G.......................

Bekula......................

Elektr. Lieferungsgesellichaft... 6

Licht und Kraft ............. 7

Felten L Guilleaume.........4

Äesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... s

Schuckert L(5o.............. g

Siemens L Halske............ g

Lahmeyer L Co.............. 7

Buderus ................... 4

Deutsche Erdöl .............. 4

Harpener................. 2*4

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-Röhren........8

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40 15,25 123,4

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166,5 134,75 157,25 137,13

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151 119,9

192

145 125,5 118,4

Mansselder Bergbau....... 6 yt

Koköwerke.................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Nhetnstastl.................. 4

Bereinigte Stahlweüe......8/z

Olavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7yt

3. G. Farben-Jndustrie.......7

Schetdeanstalt...............9

Goldschmidt ................ 5

Rütgerswerke ............... 6

Metallgesellschaft............. 5

Philipp Holz mann...........4

Zementwerk Heidelberg ......7

Cementwerk Karlstadt......... 6

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 5

Zellstoff Waldhof ............«

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........g

Orenstein & Koppel..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrik.......12

Conti-Gummi.............. u

Gritzner.................. 01

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker........ ioj

224,5

148,5

120

22,25

136

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183

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263

127

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150,5

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165

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134,5

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133

170,4

267

130

138,5

153

134,5

165,5

56,25

114

162,5

140

123

166

59 232

170

34,51

95

200,5 1

150

136,5 226

148

119

22,5

138,5 130

183

167

127,5

137,25 150

131

100,25

53

108,5 159

134

108,5

119,75 163

90,5 57

215

200

168,5

-I

200 I

155

139,9

226 151,75 123,4

26 138,75 135,9

190

170,9

129

138,13 153,5

134,9

101

55,75

114

162,75

142

109,5

122,9

166

93

58,5

232

200

170

34,25

200,75

Lornbardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Bl.

16.November

17.November

Amtliche Notierung

Geld | »rief

Amtliche Notierung

Geld | Briet

Buenos ittue Brüssel.... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig.... London.... Helsingfors.

Paris ......

Holland ...

Italien.....

Japan ......

Jugoslawien Oslo..... ;

Men.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz ...

Spanien....

Prag.......

Budapest ... Neuyork ...

0,690 42,09 0,145 3,047 54,30 47,04 12,16

5,37 11,57

134,34 13,09 0,709 5,654 61,11

48,95 11,045

62,69 57,19 21,98 8,771

2,487

0,694

42,17 0,147

3,053

54,40

47,14

12,19

5,38

11,59

134,60

13,11 0,711

5,666

61,23

49,05

11,065

62,81

57,31

22,02

8,789

2,491

Banfnofen

0,690 42,08 0,145 3,047 54,26

47,04 12,15 5,365 11,56

134,27 13,09 0,709 5,654 61,07

48,95

11,035 62,65 57,16 21,98 8,771

2,487

0,694 42,16

0,147 3,053

54,36 47,14 12,18

5,375

11,58

134,53 13,11 0,711

5,666 61,19

49,05

11,055 62,77

57,28 22,02 8,789

2,491

Berlin,17.Dooembcr

Geld

Brief

Amerikannche Roten..............

Belgische Roten..................

Dänische Roten .................

Englische Roten .................

Französische Roten...............

Holländische Roten...............

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.....

Ungarische Noten

2,45

41,96

54,10

12,125

11,51

133,93

60,91

62,48

57,01

2,47

42,12

54,32

12,165

11,55

134,47

61,15

62,74

57,23