Der Chef der Ordnungspolizei, SS.-Obergruppen- führer und General der Polizei, D a l u e g e , und der Chef der Sicherheitspolizei, SS.-Gruppenfüh- rer Heydrich, weilen in der italienischen Hauptstadt, um die italienische Polizeiorganisation kennenzulernen und sich eingehend über die Arbeitsmethoden der italienischen Polizei zu unterrichten.
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Amtlich wird mitgeteilt, daß die Antworten der deutschen und der französischen Regierung auf die von der britischen Regierung am 18. September abgesandten Vorschläge hinsichtlich der geplanten Fünfmächtekonferenz in den letzten Tagen im Foreign Office eingegangen sind.
Die Geheime Staatspolizei, Staats- polizeistelle A u g s b u r g, hat im Vollzug der Preis. Überwachung für Schweinefleisch einen B i e h - agentenin Schutzhaftgenommen, weil er den festgesetzten Höchstpreis für geschlachtete Schweine nicht einnehalten hat. Er verlangte bis zu 16 Pf. mehr für das Kilo, obwohl von den zuständigen Stellen in der Presse immer wieder gemault und die Erzeuger, Händler und Gewerbetrek
Oviedo von nationalen Truppen entsetzt
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aufenthalt) werden entsprechend ermäßigt. Die schon im Juli d. I. in Aussicht genommenen Verhandlungen über eine Neuregelung des deutsch-schweizerischen Warenverkehrs werden im November ausgenommen werden.
Frankfurt a. M., 18. Okt. (LPD.) Im Fest- faal auf dem Frankfurter Ausstellungsgelände wurde in Anwesenheit führender Persönlichkeiten der Partei, der Behörden und Betriebsführer aus Industrie und Handel die Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz eröffnet, die in diesem Jahre unter dem Motto „Arbeit und Ernährung" steht. Professor S e l ck als Vorsitzender der Gesellschaft erklärte: Es gelte auch den schaffenden Menschen selbst für die Fragen des Arbeitsschutzes zu interessieren, dieses Ziel werde sich am leichtesten durch eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsfront erreichen lassen. Staatssekretär Dr. Krohn überbrachte die Wünsche der Reichsregierung. Der Arbeitsschutz sei der Anfang aller Sozialpolitik gewesen; aber erst das letzte Jahrzehnt habe die Abrundung des Arbeitsschutzes in allen Betrieben der deutschen Wirtschaft gebracht. Auch der deutsche Unternehmer habe sich in seiner sozialen Gesinnung nicht übertreffen lassen. Der Staat Adolf Hitlers, der in der Arbeit des Volkes sein größtes Gut. in der Arbeitskraft seinen größten Reichtum und in jedem Schaffenden seinen besten Bürger sehe, werde dem Schutz der Arbeitskraft einen neuen Auftrieb geben. Auch eine alte Forderung sei jetzt verwirklicht, indem der Arbeiter an der Unfallverhütung gleichberechtigt und gleichverantwortlich mitwirken werde.
Reichsärzteführer Dr. Wagner sah die Bedeutung der Tagung besonders darin, daß die Frage der Ernährung in Verbindung mit der Arbeit und der Arbeitsleistung im Vordergrund der Verhandlungen stehen soll. — Hauptamtsleiter Selz- ner kam auf die Ermüdungserscheinungen als Ursache eines großen Prozentsatzes der Betriebsunfälle zu sprechen und wies auf die Einrichtungen hin, die den Zweck verfolgen, den schaffenden Menschen einer höherer Arbeitsbereitschaft entgegenzuführen. — Dr. Walther dankte der NSV. für die Unterstützung beim Aufbau der Ausstellung. Jetzt sei die Aufgabe her Betriebssichrer und der Vertrauensleute, praktische Folgen für die Sicherung der Arbeit in den Betrieben aus dieser Ausstellung zu ziehen.
Um die enge Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Arbeitsfront und der Deutschen Gesellschaft
Oer Mensch, kostbarstes Gut der Nation
Oie Deutsche Gesellschaft für Arbeitsschutz tagt.
Burgos, 17. Okt. (DNB.) Die nationale Besatzung der Stadt Oviedo, die seit dem 18. Juli der Belagerung der roten Truppen mit größten Heldentum standgehalten hat, konnte am Samstag von den zu ihrem Einsatz zusammengezogenen nationalen Truppen befreit werden. Nachdem es den nationalen Truppen gelungen war, den die Stadt beherrschenden Berg Naranco und die Außenbezirke der Stadt zu besetzen und den Fluß Nora zu überschreiten, war der Weg für den Einmarsch frei. Die Garnison Oviedo hat unter Führung des Generals A r i a n d a den gleichen Heldenmut gezeigt wie die Besatzung des Alcazar. Sie hat einen Derzweiflungskampf gegen eine vierfache rote Uebermacht geführt. Ihre Hauptgegner waren die roten asturischen Minenarbeiter, die ununterbrochen mit Dynamitsprengungen gegen die Belagerten vorgingen. Vor ihrer Flucht hatten die marxistischen Horden den am Rande der Stadt stehenden Pulverturm in die Luft gesprengt. In Burgos herrschte großer Jubel über die Befreiung von Oviedo.
Das Martyrium spanischer Bischöfe.
Burgos, 19. Okt. (DNB. Funkspruch.) lieber die grausame Ermordung der Bischöfe von Almeria und Cadix durch entmenschte rote Horden werden jetzt Einzelheiten bekannt. Der
für Arbeitsschutz auch nach außen hin zu veranschaulichen, veranstaltete die DAF. in der Festhalle eine Kundgebung, die von nahezu 15 000 Volksgenossen besucht war. Landesobmann Becker erkannte an, daß so viele Arbeitskameraden auch an einem Sonntag seinem Rufe Folge geleistet hätten und damit zum Ausdruck brächten, daß sie die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz zu würdigen wüßten.
Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz Prof. Selck erklärte, die Arbeit sei die Mutter der Gesundheit, aber die Gesundheit sei auch die Mutter erfolgreicher Arbeit, und der Kranke könne niemals eine vollwertige Arbeit leisten. Eine Reihe von Gesundheitsschäden hänge leider mit der Arbeit zusammen, und hier müßten die vorbeugenden Maßnahmen einsetzen. Hier sei die Zusammenarbeit mit der DAF. von größter Bedeutung. Auch die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsschutz wolle an dem hohen Ziele Mitwirken, den schaffenden Menschen gesund zu erhalten und glücklich zu machen. — Hauptamtsleiter Seltner erklärte, heute, wo schon in den verschiedensten Berufsarten ein starker Mangel an fachlich ausgebildeten Kräften zu verzeichnen fei, sei die Gesunderhaltung des Arbeiters von besonderer Wichtigkeit. Der Mensch sei das kostbarste Gut, das die Nation besitze. Hand in Hand mit der Gesunderhaltung und durch diese ermöglicht müsse eine Leistungssteigerung gehen. Denn es sei zweifellos, daß einmal die große Auseinandersetzung zwischen dem Zeichen des Lichts, dem Hakenkreuz, und dem Zeichen des Dunkels und der Nacht, dem Sowjetstern, kommen werde. Selzner gab dann ein anschauliches Bild von der Wesensart des deutschen Menschen, von dessen schöpferischer und idealistischer Betätigung und stellte ihr die Wesensart des materiell denkenden und fühlenden Juden gegenüber. Diesen Unterschied habe der Jude längst erkannt, und es sei bitter notwendig, daß auch der schaffende deutsche Mensch diesen Unterschied beachte. Deshalb dürfte man heute nicht mehr zulassen, daß der deutsche Arbeiter einen unsauberen Arbeitsplatz habe, über schlechte Beleuchtung klage oder in sonstigen ungesunden Verhältnissen arbeiten müsse.
Oesterreich.
Bundeskanzler Schuschnigg vor der Vaterländischen Front.
Wien, 17. Okt. (DNB.) Im Haus der Bundesgesetzgebung fand eine Tagung der Amtswalter der Vaterländischen Front statt. Bundeskanzler Schuschnigg erklärte mit Nachdruck, daß eine Schillingsabwertung nicht vorgenommen werde. Die Abwertung des Schillings bedeute Verteuerung der Rohstoffe und Erhöhung der Preise und eine nicht tragbare Verschlechterung des Lebensstandards für die gesamte Bevölkerung. Dann kam der Bundeskanzler auf die Auflösung der Wehrverbände zu sprechen. Als Oberstkommandierender habe er Feldmarschalleutnant H ülgerth, Landeshauptmann von Kärnten, berufen. Eine weitere Erklärung bezog sich auf die österreichische Staatsflagge. In Zukunft wird nach seiner Ankündigung die Krukenkreuzfahne der Vaterländischen Front im Jnlande der Staatsflagge gleichgefetzt sein. Die Dollfuß- Hymne wird neben der alten Hymne von Haydn zur zweiten Nationalhymne erhoben.
Das Abkommen vom 11. Juli fei nicht von der innenpolitischen Seite zu betrachten. Die Selbständigkeit Oesterreichs und die Totalität der Vaterländischen Front seien über jeden Zweifel erhaben. Die Bedeutung des Abkommens liege vielmehr auf nationalpolitischem Gebiet. Es sei zu hoffen, daß mit ihm eines der schmerzlichsten Kapitel der deutschen Geschichte endgültig der Vergangenheit angehört. „Wir wollen O e st e r- reich als souveränen Staat", so erklärte der Kanzler, „jenes Oesterreich, das sich jetzt laut und deutlich als deutscher Staat bekennt, was ich in alle Zukunft auch nicht andern will Das österreichische Volk ist sich über alle augenblicklichen weltanschaulichen Gegensätze hinweg f einer kulturellen Gemeinschaft mit dem ganze n d e u t f ch e n V o l k b e w u ß t. Wir sind eins mit der Auffassung her deutschen Reichsregierung, daß das Abkommen vom 11. Juli dem europäischen Frieden dient." . .. .
Propaganda und politische Tätigkeit der Mo - N archi st en seien im Rahmen der Vater and, ch-n Front zulässig. Der Staat und nicht hie Staatsform sei das Primäre. Die Lösung könne aber niemals von außen her beeinflußt werden. Die Entscheidung darüber habe nicht das Ausland, nur das österreichische Voll. Eine Volksabstimmung sei augenblick- lich gewiß nicht in Blickweite. Trotzdem aber ei die Zeit der Beschränkung der österreichischen Sou- veränität aus alle Fälle vorüber. Das nächste Ziel der Regierung sei die Durchführung der Dollsuß- Derfassung.
Regierung und Opposition in Belgien.
Brüssel, 17. Okt. (DNB.) Die Regierung hat Maßnahmen gegen den aus den R e x i st e n und den flämischen N a t i o n a l l st e n gebildeten Oppositionsblock getroffen. Um der Drohung De- grelles, daß die Abgeordneten des Blocks und ihre Ersatzmänner beim Wiederzusammentritt des Parlaments geschlossen ihre Mandat en i e - verlegen würden, wenn ^ie Regierung sich bis dahin nicht von dem Transportm'.nlster I a s p a r getrennt habe, zu begegnen hat der einen Gesetzentwurf vorgelegt, der bestimmt, daß die Ersatzwahlen in Zukunft non der Z u ft i m- mung des Parlaments abhängig gemacht werden sollen. Außenminister Sp aa k hielt m einer sozialistischen Versammlung eine Rede, in der er
Gruppen als die Darstellung ihrer Idee anzuerken- nen. Sie hat sich ebenso aber gewehrt, wenn alte weltanschauliche Mächte, die im heutigen Kampf versagten, nun gerade das, was sich als unbrauchbar erwiesen hatte, uns als gleichsam unser geistiges Programm aufdrängen wollten. Wir waren und sind deshalb der Ueberzeugung, daß die nationalsozialistische Weltanschauung weiträumig genug sein muß, um alle jene Persönlichkeiten und Bekenntnisse zu umspannen, die ehrlich gewillt sind, die Substanz des Deutschtums und alle seine blutbedingten charakterlichen und seelischen Kräfte im
Der Kampf gegen den Bolschewismus kann nur auf weltanschaulicher Grundlage gewonnen werden Alfred Rotenberg unterstreicht die Ausführungen des Bischofs Hudals.
Kampf gegen die Strömungen der Weltzerstorung zu unterstützen. Genau so, wie wir Menschen verschiedenster politischer Vergangenheit nach einer Rückkehr zu diesem Kampf für Deutschlands Rettung nicht mehr nach ihren sonstigen Traditionen fragten, sondern nur nach ihrer neueinsetzenden Tat und Leistung, so werden wir ebenso großzügig ein Bekenntnis akzeptieren, wie das des Bischofs Hudal für den großen Kampf der Rettung Deutschlands und Europas, der eben vom Nationalsozialismus in wahrhaft monumentaler Form geführt wird."
läfterungen zwingen. Schließlich wurde er an Land gebracht, vor einer großen Zuschauermenge e r - schossen und seine Leiche verbrannt. Ein ähnliches Martyrium auf einem Gefangenenschiff hatte der greife Bischof von Almeria durchzumachen. Auch er wurde später an Land gebracht und, umgeben von kommunistischen Weibern und höhnenden Milizen, durch die Stadt zum Richtplatz geführt. Dort wurde er durch unzählige Messerstiche getötet. Seine Leiche wurde bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt und mit Füßen getreten; sie wurde schließlich mit Benzin übergossen und verbrannt. Aehnliche bestialische Morde an national eingestellten Personen sollen in Almeria in großer Zahl begangen worden sein.
Oie Nationalisten beherrschen die Bahnlinie Madrid—Alicante—Valencia.
Paris, 18. Okt. (DNB ) Agentur Havas meldet, daß die Abteilungen des Generals Varela in breiter Front von Toledo aus vorrückend die Linie Dalmojago-Jllescaz-Pantoja-Anover del Tajo und Castillejo erreicht haben. Jllescaz liegt an der großen Verkehrsader, die Toledo mit Madrid verbindet. Das gesteckte Ziel, die Eisenbahnlinie Madrid-Älicante-Valencia zu unterbrechen und die auf dem linken Ufer des Tajo liegende Nebenlinie Toledo-Caftillejo unter Geschützfeuer zu nehmen, fei vollkommen erreicht worden. Man könne nun behaupten, daß der Ring um Madrid sich in Bälde vollständig schließen werde.
Saarbrücken, 17. Okt. (DNB.) Die Gaukulturwoche des Gaues Saar-Pfalz wurde mit einer großen Kundgebung in dem überfüllten Saal der Wartburg beendet. Nach dem Fahneneinmarsch wurde eine Festfolge westdeutscher Dichter „Erde und Volk" vorgetragen. Reichsleiter Alfred R o - f e n b e r g hielt dann eine Rede. Er wies darauf hin, daß die Rückkehr Belgiens zur Neutralitätspolitik zeige, daß die Welt immer klarer erkenne, daß ein Bündnis zwischen Frankreich und Rußland, wie es 1914 vorlag, ein ganz anderes Vorzeichen aufwies, als der französisch-sowjetrussische Pakt von heute. Früher war Rußland immerhin noch halb europäisch, heute dagegen stelle die Sowjetunion unter jüdischer Führung die Bedrohung der Substanz aller Kulturgüter Europas dar. Wir hätten das seit 1919 erkannt und den Mut aufgebracht, es auch entgegen allen Gewalten zu bekennen, und dieser Mut zum Bekennen war es, der Deutschland und damit Europa vor dem
„Das geschichtliche Verdienst des Nationalsozialismus."
. Der österreichische Bischof Dr. Alois Hsidal hat sich soviel erfreulichen Freimut bewahrt, daß er schon längere Zeit vor der Beseitigung des deutsch- österreichischen Konsliktes für eine enge Verständigung zwischen den beiden Volkern eingetreten ist, obwohl er sich dabei in Gegensatz zu manchem seiner österreichischen Amtsbrüder zu bringen schien. Er hat es sich gleichwohl nicht verdrießen lassen, seine aus innerster Ueberzeugung getragene Aufklärungsarbeit fortzusetzen, und das erscheint besonders verdienstlich, wenn diese Arbeit auch noch während der römischen Tättgkeit des Kirchenfürsten fortgesetzt wird.
Die Art und Weise, wie er jetzt in einer größeren Abhandlung die „Sendung des deutschen Volkes in Europa" im allgemeinen und d i e Leistungen des Nationalsozialismus im Kampf gegen Öen Bolschewismus im besonderen einer Würdigung unterzieht, zeigt klar, daß der Bischof sich nicht damit begnügt hat, einfach Tatsachen einander gegenüberzustellen, sondern daß er Wesen, Wollen und Wirken des Nationalsozialismus in geistiger Durcharbeitung erfaßt und seine Bedeutung für die Entwicklung Europas gerade im jetzigen Stadium höchster Gefahr erkannt hat. Ungeachtet einiger unwesentlicher Vorbehalte, ist Bischof Hudal durch dieses starke Bekenntnis vor vielen anderen Kirchenführern ausgezeichnet.
Es ist z. B. eine Erkenntnis, wie sie zuerst einzig und allein vom Nationalsozialismus vertreten worden ist, wenn Dr. Hudal betont, daß man der gegenwärtigen weltanschaulichen Krise, wie sie durch den Bolschewismus planmäßig heraufbeschworen wurde, naturgemäß auch nur von weltanschaulicher Grundlage aus beikommen muß. Diese Grundlage ist ja tatsächlich von Adolf Hitler in Gestalt der nationalsozialistischen Weltanschauung geschaffen worden. Der Bischof unterstreicht diese Tatsache auf das wirksamste, wenn er die Welt daran erinnert, daß es „das geschichtliche Verdienst des Nationalsozialismus" ist, wenn Deutschland nicht zur Aufmarschbasis der Weltrevolution wurde, und er nennt in diesem Sinne gerade die Losung des Nürnberger Parteitages, die manchen Leuten draußen in der Welt auf die Nerven fiel, „eine europäische Tat".
Demgegenüber stellt Dr. Hudal aber auch sehr eindeutig fest, daß der Kampf nicht nur dem Bolschewismus allein, sondern daneben auch jenem „Einbruch westlicher europäischer Dekadenz" gelten muß, der gerade in den westeuropäischen Staaten gewisse Kreise für die bolschewistische Infizierung gemacht hat. Es ist wohl von kirchlicher katholischer Seite das entscheidende Merkmal der gegenwärtigen Zeit in Europa noch niemals so klar herausgestellt worden wie von Bischof Hudal, wenn er sagt: „Die Sendung des deutschen Volkes in Europa ist gerade in der Gegenwart für diesen ganzen Kontinent entscheidend". Und er zieht die einfache logische Schlußfolgerung aus dieser Erkenntnis, wenn er geradezu mit Schärfe sich gegen jene tolle Auffassung „vereinzelter Kreise in Oesterreich" wendet, die einen Ausgleich zwischen Katholizismus und Bolschewismus immer noch für eher möglich halten als zwischen Vatikan und Reich.
sich scharf gegen die Rexbewegung wandte, und mitteilte, daß die Regierung die Führung einer Widerstandsbewegung gegen diejenigen übernehmen werde, die in Belgien ein „D i k t a t u r s y st e m" einführen wollten. Spaak berührte auch die Rede des Königs. Er erklärte, die Versicherung, daß Belgien keiner Macht als Durchmarschgebiet oder als Operationsbasis dienen könne, sei ein Element der Beruhigung und ein Beitrag zum Frieden.
Iahrestagung des Reichsinstituts für beschichte des neuen Deutschlands
In Anwesenheit bedeutender Geschichtswissenschaftler und Vertreter von Partei und Reich trat in Berlin der Sachoerständigenbeirat des Reichs- institutsfür Geschichte des neuen Deutschlands zu seiner Jahrestagung zusammen. Der Präsident des neuen Reichsinstituts, Prof. Dr. Walter Frank, gab nach Begrüßung der Erschienenen einen Ueberblick über die Arbeit des Instituts seit der Gründung im Herbst vorigen Jahres. Das Reichsinstitut habe, so sagte er, von vornherein der Mittelpunkt aller geistig-politischen Energien der neuen deutschen Geschichts-, ja der neuen deutschen Geisteswissenschaft sein wollen. Entgegen den Erwartungen des Pariser Emigranten- und Judentums habe der Nationalsozialismus seinen Gegnern bewiesen, daß er auch auf dem Felde der geistigen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung Kanonen zu bauen und Truppen zu exerzieren verstehe, Kanonen und Truppen für den geistigen Wett- ftreit unter ben Volkern allerdings, für ein „Olympia der wissenschaftlichen Leistung".
Prof. Frank kam bann auf die geistigen Auswirkungen her Gründung des Reichsinstituts im In- und Auslande zu sprechen und stellte fest, daß auch im nichtdeutschen Ausland das VerstänÜnis für den wissenschaftlichen Aufbauwillen des neuen Deutschlands wachse. Wenige Monate hätten genügt, um deutlich zu machen, daß die nationalsozialistische Revolution nun auch in die Geschichtswissenschaft siegreich eingebrochen sei, aber nicht als blinde Zerstörerin, sondern mit dem Willen und mit der Kraft, im Bunde mit den besten Traditionen dieser Wissenschaft an das Wort eines neuen Aufbaues zu gehen. Selbst im Auslande sehe man ein, daß die polittschen Antriebe des Nationalsozialismus die Wissenschaft nicht lähmten, sondern belebten. Anschließend stellte Prof. Frank fest, daß nicht auf gleichgeschalteten Mittelmäßigkeiten die Zukunft der deutschen Wissenschaft ruhe, sondern auf geiftigen Führernaturen.
Anschließend überbrachte Prof. Wilhelm Engel die Grüße und Wünsche des Reichswissenschaftsministers Rust. Er versicherte, daß die bahnbrechende Arbeit des Reichsinstituts auch weiterhin das volle Verständnis und die tätige Förderung des Reichswissenschaftsministers finden werde. Wie Prof. Frank mitteilte, hat Geheimrat Prof. Dr. Philipp Lenard, der Träger des diesjährigen Großen Wiffenfchaftspreises der NSDAP., im Rahmen der „Forschungsabteilung Judenfrage des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands" die Leitung des Referats „Das Judentum in der Naturwissenschaft" übernommen.
kleine politische Nachrichten
Die deutsch-schweizerischen Verhandln n a e n über die Anpassung des Verrechnungsverkehrs haben zur Unterzeichnung eines Abkommens über eine Regelung bis zum 31. Dezember 1 1936 geführt. Im Reiseverkehr nach, der , Schweiz werden die allgemeinen Höchstsätze für den genehmigungsfreien Reiseverkehr von 500 Mark : auf 400Mark herabgesetzt. Die besonderen ■ Höcystsätze für den genehmigungspflichtigen Reise- • verkehr (Sanatoriums-, Studien- und Erziehungs-
Staatssekretär Milch hat unter Führung von Staatssekretär General Valle und Genera P o r r o dem Befehlshaber des Luftkreises Rom, die italienische Flieger st adt Guidonia und ihre wis- senschaftlichen und technischen Zwecken dienenden Prüfungsanlagen für den Flugzeugbau besichtigt. Anschließend fand ein Besuch des Militärflughafens Monto Celio statt.
Der Reichsführer des NS. - Rechtswahrerbundes, Reichsminister Dr. Frank, hat folgende Anord - nung erlassen: „Die Mitglieder der Reichsgruppe Rechtsanwälte des NS-Rechtswahrerbundes werden ermächtigt und verpflichtet, das Bundesabzeichen des NSRB. auch bei Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit als Organe der deutschen Rechtspflege an ihren Anwaltsroben zu tragen, lieber die Durchführung ergeht nähere Weisung.
Untergang bewahrte.
Außerordentlich erfreulich sei es, daß der österreichische Bischof Hudal, der zugleich Rektor der deutschen Nationalstiftung der Anima in Rom ist, sich in entschiedener Weise gegen den Welt- bolschewismus wendet und die große europäische Tat des Nationalsozialismus vorbehaltlos anerkennt. Bischof Hudal führte aus, daß der Bolschewismus eine Seelenhaltung sei, in der ein stark nihilistischer Zug des von allen religiösen Bindun- gen losgelösten Dekadenten eine bedeutende Rolle spiele. Das ist genau das, was wir seit 16 Jahren aussprechen. Daraus ergibt sich aber auch als klare Konsequenz, daß man eine Seelenhaltung wie sie der Bolschewismus eben darstellt, nur mit einer starken neuen idealistischen Weltanschauung überwinden kann. Bischof Hudal erklärt auch, daß deshalb der Gegenkampf auf geistig weltanschaulicher Grundlage geführt werden müsse.
Bereits einen furchtbaren jüdischen Protest haben die Worte des Bischofs Hudal dann am Schluß seines Aufsatzes ausgelöst, in dem er aus einem vor 16 Jahren von mir geschriebenen Werk ein Zitat brachte mit der Bemerkung, daß kein Katholik oder christusgläubiger Protestant es hätte besser aussprechen können als ich. Ich begreife ohne weiteres, daß eine derartige Zitierung dem Bischof Hudal nicht leicht gewesen sein mag und daß sie , , „ v ,
einen jüdischen Sturm von Wien aus entfachte. Bischof von Cadix befand sich auf einem Ge Ich möchte feftfteUen, die nationalsozialistische Be- fangenenschiff.wo er das Deck scheuer' megung ist keine Sekte. Sie hat sich niemals mußte. Durch Mißhandlungen wollten die kommu- verleiten lassen, schwärmerische kleine übersteigerte nistischen Gefangenenwärter den Bischof zu Gottes-


