Ausgabe 
19.9.1936
 
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186. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Nr. 220 Erstes Blatt 186. Jahrgang Samstag, 19. September 1956

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Stanffurt am main 11686 Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäts-Bud): und Steindruckerei «.Lange in Sieben. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabschlüst-Staffel8

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Frankfurt a. M., 18. Sept. Ein Vertreter des DNB. hatte Gelegenheit, sich mit dem aus dem roten Madrid entkommenen Sekretär der Amtlichen Spanischen Handelskammer in Frankfurt a. M., Francisco Monreal, über seine Erlebnisse in Madrid und Alicante zu unterhalten. Herr Mon­real, der heute, nach seinem eigenen Anschauungs­unterricht von dem sinnlosen Wüten der roten Mordbestien in Spanien, ein begeisterter Freund des neuen Deutschlands und seines Führers ist, und dessen volle Sympathie natürlich dem Kampf der nationalistischen Truppen gilt, erzählte uns u. a.: Dunle Gestalten in blauen Overalls, die Gürtel mit Pistolen gespickt und mit Gewehren bewaffnet, durchzogen die Straßen von Madrid. Bald darauf begann das Morden. Die Kartotheken der Rechtsparteien und die Bezieherlisten der rechts­stehenden Zeitungen waren beschlagnahmt worden und dienten zur Auswahl der Opfer des blutgierigen Mobs. Jede Denunziation genügte, um das'Schicksal eines Menschen zu besiegeln. Jede Nacht wurden neue Opfer aus ihren Wohnungen geholt, nach einem Platz außerhalb der Stadt ge­bracht und dort ohne weiteres erschossen. Jeden Morgen wurden 200 bis 300 Leichen durch die Wagen der städtischen Müllabfuhr ins Leichenhaus zur Identifizierung gebracht. Wer keinen Mitglieds­ausweis der sozialistischen bzw. syndikalistischen Gewerkschaft besaß, war vogelfrei und konnte sich nicht auf die Straße wagen. Eines Tages er­zählten mir Freunde, daß ich von den Roten ver­folgt werde, da das Gerücht aufgekommen sei, ich hätte einen Angehörigen der Roten Miliz erschossen. Ich sollte in der kommenden Nacht aus dem Hotel geholt und erschossen werden. Ich hielt mich diese Nacht bei meinem Bruder versteckt. Durch meinen Bruder konnte ich dann einen Personalausweis bekommen. Ein Beweis für die miserable Disziplin unter den roten Milizen ist die Tat­sache, daß die von der Regierung vier Nächte lang durchgeführte Verdunkelung der Stadt zum Schutz gegen Fliegerangriffe der Nationalisten deshalb wieder aufgehoben werden mußte, weil sich die Roten in ihrer Nervosität in der Dunkel­heit selbst gegenseitig beschossen und jeden Morgen Tote und Verwundete in den Straßen aufgefunden wurden. Die roten Verbrecher setzten das Gefängnis mit den politischen Häftlingen in Brand und knallten diese dann, als sie aus dem brennenden Gebäude flüchteten, mit Maschinen­gewehren nieder. 1400 Menschen wurden dabei er­mordet. DiePistoleros", die übelsten Mörder und Verbrecher aus dem Strafgefängnis, wurden da­

zwischen Burgos und San Sebastian möglichst bald ausgenommen werden kann. Flüchtlinge, die aus Santander kommen, berichten, daß die Lage dort von Tag zu Tag unerträglicher wird. Die Lebensmittelknappheit mache sich außerordentlich stark bemerkbar. Seit etwa zehn Tagen halie man kein Brot m e h r gesehen. Im Hafen von Santander lägen zwei Geisel­schiffe, das eine Habe 700 Geiseln an Bord, das andere 600 Geiseln. Außerdem befänden sich zahl- reife Geiseln in den Gefängnissen von Santander. Als Geiseln würden auch zahlreiche Frauen, junge Mädchen und junge Männer festgehalten.

an der Macht zu halten vermag. In Italien und Deutschland haben der Faschismus Musso­linis und der Nationalsozialismus Adolf Hitlers diese Entwicklung zeitig genug zu unterbrechen ver­mocht, um das Furchtbarste von ihren Völkern ab­zuwenden. Aber in Ungarn, durch den Krieg zermürbt und durch das Friedensdiktat von Trianon zerstückelt urib gebemütigt, würbe ber schwächliche Demokrat Graf Michael Karolyi ber Schrittmacher Bela Kuns unb seines jübisch-bolschewistischen Rätestaates. Wenige Monate genügten allerbings, um die nationalen Kräfte sich zur Vertreibung dieses roten Spuks sammeln zu lassen. Seitdem ist auch Ungarn gegen dieses Gift immun. Noch in aller Erinnerung ist der Gang der Dinge in R u ß l a n d, wo die Halbheiten Kerenskis, der aus Schwäche gegen die Vertreter der Entente weder den Sonder­frieden zu ergreifen noch die Agitation der Bolsche­wiken zu unterdrücken vermocht hatte, dem Bolsche­wismus Lenins und Trotzkis den Weg ebne­ten, und in Spanien, wo der schwächliche Demo­krat A z a n a der von den Marxisten geschürten Anarchie nicht Herr werden konnte und nun längst mit Caballero der linke Flügel derVolks­front" als Vorläufer der reinen Bolschewiken am Ruder ist. Genügen diese Beispiele nicht, um die Sorge des Führers zu begreifen, daß ähnliche Ent- Wicklungen in anderen Ländern die Gefahr einer bolschewistischen Sintflut, in der die Inseln auto­ritär regierter Staaten schwer um ihre Behauptung zu ringen hätten, riesengroß machen?

Der französische Ministerpräsident Lson Blum hat sich offenbar von den Mahnungen des Führers, vor dieser Gefahr nicht die Augen zu verschließen, besonders angesprochen gefühlt. Jedenfalls hat er es unternommen, in seiner Rundfunkrede am Don­nerstag eine Lanze für die Demokratie zu brechen. Freilich klingt seine Beweisführung, die er für den Versuch einer Ehrenrettung der Demokratie an trift wenig überzeugend. Der rosenrote Optimismus, mit dem er seine Rechtfertigung des demokratischen

Hilfe und die außerordentliche Freundlichkeit Besatzung und der deutschen Hilfsstellen gegen nichtdeutschen Flüchtlinge.

Unmenschliche Greneltaten der Roten.

Heldenmütige Verteidigung des Alkazars von Toledo

Der Alkazar von den Jiofcn durch Minenstollen in die Lust gesprengt.-Die Nationalisten kämpfen erbittert um jeden Stein des Trümmerhaufens.

Dem Vluibad von Madrid entronnen.

Ein in Frankfurt ansässiger Spanier berichtet über seine Erlebnisse.

gegen freigelaffen und machten sich als erstes daran, die ihnen bekannten Kriminalbeamten abzuschlach­ten. Herr Monreal wies darauf hin, daß die Uebernahme der Regierungsgewalt durch den radi­kaleren Largo Caballero unter Einbeziehung zweier kommunistischer Minister in das Kabinett drei Tage nach der Ankunft des neuernann­ten sowjetrussischen Botschafters Rosenberg in Madrid erfolgte. Voll tiefer Dankbarkeit und Bewunderung äußerte sich Herr Monreal, dem es schließlich unter vielen Gefahren mit Hilfe eines falschen Passes ge­lang, stach Alicante an Bord des deut­schen DampfersHansa" zu gelangen, über

Volksfront."

Der Führer hat in seiner großen Schlußrede auf dem Nürnberger Parteikongreß die üblen Er­fahrungen, die Deutschland mit der D e m o k r a- t i e als Regierungssystem bei sich zu Hause und mit denvölkerverbrüdernden und menschheitsbeglücken­den Ideen" der westlichen Demokratie in Versailles und dem ihm folgenden Jahrzehnt der Versklavung gemacht hat, der Welt in Erinnerung gebracht und yinzugefügt, daß man es Deutschland nicht verübeln könne, wenn es vor dieser Art von Demokratie seinen Respekt restlos verloren habe und keinen Wert auf ihre Sympathie lege. Aber der Führer hat auch seine ernste Befürchtung nicht verhehlt, daß die demokratische Staatsform auch bei andern Völkern nur ein Uebergang sein werde und daß es vielleicht nicht überall mehr gelingen werde, zur rechten Zeit eine diesen Völkern arteigene Lebens­form zu finden. Das nationalsozialistische Deutsch­land weist es weit von sich, sich in die inneren Angelegenheiten fremder Länder einzumischen oder gar ihnen eine Staatsform aufdrängen zu wollen, die es für sich selber als die seiner völkischen Eigen­art entsprechende erprobt hat. Der Nationalsozialis­mus ist nach einem Wort des Führers unser wert­vollstes deutsches Patent und wir überlassen es jedem anderen Volk, nach seiner Fasson selig zu werden. Aber freilich kann es uns Deutschen nicht gleichgültig sein, wenn sich in anderen Ländern, ohne deren Mitwirkung eine europäische Zusammen­arbeit unmöglich ist, eben aus dieser Demokratie heraus Verhältnisse sich zu entwickeln scheinen, die nur als Vorstufe einer Bolschewisierung Europas betrachtet werden können. Der Führer hat auch diese Möglichkeit der Welt in aller Deutlichkeit vor Augen gestellt. Die Beispiele Rußlands, Italiens, Ungarns, Deutschlands und neuerdings die furcht­bare Tragödie des spanischen Volkes zeigen den Gang dieser Entwicklung und die völlige Unfähig­keit der Demokratie, ihr rechtzeitig Einhalt zu tun. Die Demokratie", so sagte der Führer,ist der Kanal, durch den der Bolschewismus feine Gift­stoffe in die einzelnen Länder fließen und dort so­lange wirken läßt, bis diese Infektionen zu einer Lähmung der Einsicht und der Kraft des Wider­standes führen." Statt entschlossener Abwehr neigt die Demokratie stets zum Paktieren mit dem Radi­kalismus. Der Erfolg ist bislang überall der gleiche gewesen. Die Demokratie sucht den radikalen For­derungen entgegegenzukommen, angeblich um den Radikalen bei den Massen ihrer Anhänger das Wasser abzugraben, tatsächlich aber mit dem Er­gebnis, daß diese dank ihrer demaaogischen Unbe­kümmertheit und eines rücksichtslosen Energieein­satzes die zarter besaiteten Genossen stets über­spielen und an die Wand stellen, sobald die von ihnen hinterrücks im Volk geschürte Erregung gegen die bislang in der Öffentlichkeit scheinbar unter­stützte Regierung den Grad erreicht hat, der ihnen erlaubt, die Maske abzuwerfen.

Wir kennen diese Entwicklung aus der Geschichte der französischen Revolution von 1789, wo die Girondisten den Jakobinern weichen mußten, in unseren Tagen hat der Russe Kerenski diesem Stadium des Uebergangs von der Demokratie zum Bolschewismus gradezu seinen Namen gegeben und eben erleben wir in Spanien, wie eine Regierung derVolksfront" das neue Zauberwort bolschewistischer Propaganda von ihren eigenen radikalen Bundesgenossen unterhöhlt und gelähmt, von Stufe zu Stufe in völlige Anarchie ab rutscht, um schließlich selber ihr zum Opfer zu fallen. Am ' Ende dieser Entwicklung steht immer, mögen poli- tische und soziale Ursachen zeit- und volksbebingt ; sein und der Weg im einzelnen variieren, der Terror einer blut- und beutegierigen Horde, von einer gewissenlosen und herrschsüchtigen intellektuellen Minderheit gelenkt, die nur durch Schrecken sich

Der Alkazar in Toledo, eines der schönsten spanischen Bauwerke. (Scherl-Bilberbienst-M.)

wurden in d i e Flucht geschlagen, Und lie­ßen 80 Tote sowie 30 Verletzte zurück.

Nach einer Meldung des Rundfunksenders Bur­gos ist es zu einem lebhaften Gefecht an de r Bahnstrecke Burgos San Sebastian gekommen. Im Laufe des Kampfes mußten sich die marxistischen Streitkräfte zurückziehen, konnten aber vorher noch' einen Eisenbahnviadukt sprengen. Die nationalen Truppen besetzten Ormaiztegui, die letzte Stellung der Roten an dieser Bahnlinie. Die Arbeiten zum Wiederaufbau des Viaduktes wurden sofort ausgenommen, damit der für die nationalen Truppen äußerst wichtige Bahnverkehr

Paris, 19. Sept. (DNB.) Nach einer hier vor­liegenden Meldung aus Madrid sollen die roten Truppen in Toledo einen der Minen st ollen in d i e Luft gesprengt haben, die sie unter den Alkazar gegraben hatten. Heber die Sprengung meldet der Sonderberichterstatter von Havas, daß von roten Bergleuten in dem Stollen mehrere hundert Kilogramm Dynamit zur Explosion gebracht wurden. Die Wir­kung war furchtbar.' Die meterdicken Mauern des Alkazars sind an drei Seiten völlig zer­stört und bilden nur noch riesige Schutt­haufen. In sämtlichen Straßen von Toledo und auf den Dächern der Häuser liegen große Stein­blöcke. Teile eines Kraftwagens wurden aus dem Hof der Festung bei der Explosion über 200 Meterweit auf bas Dach einer Kaserne geschleudert. Sämtliche Fensterscheiben in der Stadt wurden durch den gewaltigen Luftdruck zer­trümmert und die Türschlösser in zahlreichen Häu­sern aufgesprengt. Man hat sekundenlang eine mäch­tige, über hundert Meter hohe Feuer- und Rauch­säule, vermengt mit Steinen und Gegenständen aller Arj< sehen können.

Gleich nach der entsetzlichen Explosion sollen Anarchisten und Marxisten einen Wettlauf angetreten haben, um als erste ihre roten bzw. schwarzen Fahnen auf den Trümmern des Alkazars zu hissen. Die Nationalisten hätten sich aber in den geborstenen Mauern noch weiter oer- te ib igt, unb ftunbenlang habe ein erbitter­ber Kampf um jeben Stein getobt. Schließ­lich fei ben Marxisten ber Befehl zum Rück­zug erteilt worben. Dann habe bie rote Artillerie erneut einen Hagel von Geschossen auf ben Trümmerhaufen bes Alkazars unb bie umliegenben Häuser gerichtet. Durch unterirdische Gänge sei es einem Teil ber Nationalisten gelungen, in biese Häuser einzubringen, obwohl sie bereits in Branb geftanben hätten.

In bem Havas-Bericht heißt es bann weiter, daß ber Kampf von 10 Uhr ab bis zum Nachmittag getobt habe. Gegen 17 Uhr seien bie roten An­greifer mieber zum Sturm angetreten. Bei Einbruch ber Dunkelheit habe man ben Einbruck gehabt, baß es ben Roten gelungen sei, ihre Posi­tionen beträchtlich zu verbessern. Jeber ber Natio­nalisten habe auf bem ihm angewiesenen Platz gekämpft, bis er getötet worben fei Für Samstag früh fei ein erneuter Angriff auf die Ruinen bes Alkazars geplant. Der kommunisti­sche Lanbwirtschaftsminister U r i b e , ber sozia­listische Adgeorbnete Zazanjo unb ber Zwil- gouoerneur ber Provinz Tolebo hätten ber Spren­gung bes Alkazars am Freitag früh beigewohnt. Man nimmt an, baß bie Verluste ber Nationalisten sehr groß jinb.

Meuterei der Roten in Malaga?

Das Schlachtschiff ,Laime I." zur Unter- werfung bereit?

Lonbon, 19. Sept. (DNB. Funkspruch.) Im Hafen von M a l a g a befinden sich zur Zelt bret britische Kriegsschiffe das Flaggschiff ber MittelmeerflotteQueen Elizabeth und die ZerstörerWorcester" undAnthony . Nach briti­schen Meldungen aus Gibraltar herrschen in ber Stabt völlig ungeorbnete Z u st ä n b e. In ber Regierungsflotte soll eine Meuter e i ausge­brochen sein, bie bereits großes Blutvergießen ge- forbert habe. Demgegenüber besagen anbere Be­richte, bie marxistischen Matrosen hatten bie Ab­sicht, bis zum Enbe zu kämpfen unb lieber ihre Geschütze gegen Malaga zu richten unb bie Stabt zu zerstören, als sich zu ergeben. Nach einer Mit­teilung bes marxistischen Hauptquartiers in Alge­ciras ' soll bas Regierungsflag g s ch i s s Jaime I" am Freitagnachmittag von Malaga nach Melilla ausgelaufen fein, um sich dort ben Streitkräften General F ra n = cos zu ergeben. Anbere Regierungsknegsschiffe würben warscheinlich biesem Beispiel folgen. Die Morning Post" meldet, baß sämtliche roten Trup­pen im Gebiet von Malaga mit Ausnahme von etwa 450 Mann, bie Massen niebergelegt hsitten unb sich weigerten, noch irgenb etwas zum Schutze ber Stabt zu unternehmen.

Weitere Fortschritte der Rationalisten.

Lissabon, 19. Sept. (DNB. Funkspruch.) neral Queipo be Llano berichtete, baß bie Marxi­sten bei Malaae wichtige Stellungen ausgeben mußten bie von ben Nationalisten besetzt mürben. Die aus Galizien vorstohenben Truppen stäu­ben unter Führung bes Obersten Aranba 27 Kilo­meter westlich von Oviedo. In ber Gegend von Talavera hätten die Nationalisten zwölf Last­wagen erobert und die Begleitmannschaft niederge­macht. Weiter berichtete der General über schwere Kämpfe an ber portugiesischen Grenze in ber Nähe von Babajoz mit roten Gruvenarbei- tern von Rio Tinto, bie anscheinenb versucht haben, aus ben bereits vor einiger Zeit von ben Natio­nalisten besetzten Rio Tinto-Gebiet nach Por­tugal durchzubrechen. Die roten Arbeiter

Lonbon, 18. Sept. (DNB.)Daily Mail" ver­öffentlicht zuverlässige Augenzeugenberichte über bie roten Greneltaten in Spanien. Danach metzel­ten bie Kommunisten in Coria bei R i o alle zur Rechten gehörenben Männer unb Frauen i n alphabetischer Reihenfolge auf Grunb ber Wahllisten nieber. Die Opfer würben erschos­sen ober verbrannt. Insgesamt gab es über 300 Tote. Der Flieger Francisco M e b i n a würbe von ben Kommunisten in Antequera gefangenge­nommen. Nachbem ihm bie Unmenschen b i e Augen mit einem Messer ausgestochen hatten, wurde er mit einer Rasierklinge ü er ft ü mm eit. Während der Folterung beging sein Mechaniker Selbstmord, um den gleichen Qualen zu entgehen. Bei Huelva wurden Dyna­mitbomben durch die Fen st er des über­füllten Gefängnisses geschleudert, bis alle Gefangenen tot waren. In ßlerena wurde ein Prie­ster mit bem Kopf nach unten an eine Wanb genagelt. Durch seine beiben Füße würben große Nägel getrieben. Man ließ ben Unglücklichen so­lange hängen, bis er tot war. In Constantina wür­ben 20 Frauen ihrer Kleiber beraubt, vergewaltigt, mit Benzin überschüttet unb a n g e z ü n- b e t. In berfelben Ortschaft würben bie Leichen ber Hingerichteten Männer unb Frauen burchgesägt unb in Fenstern ausgehängt. In Cazacla de la Sierra wurde ein Priester bei lebendigem Leibe in Stücke gefügt. In Almendralejv wür­ben 30 Männer, Frauen unb Kinber im Gefang- nishos an bie ffianb genagelt, mit Benzin übergossen unb angezünbet.

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