sehen, von denen schnittige Fahrtenboote und riesige Kajütboote hier vorübergehend „aufs Trockene" gesetzt sind, um die Anhänger dieses Sports zu begeistern. Es ist erstaunlich, was sich in diesen Booten alles an Ausrüstungsstücken unterbrin- Sen läßt und noch mehr, daß es keine technische .topie mehr ist, im eigenen Boot eine Seefahrt mit Musik anzutteten. Auch der kleine Speisesaal eines Hapagdampfers kann mit ein wenig Illusion heroorgezaubert werden. Welch ein Unterschied gegenüber der Zeit, als vor 130 Jahren die Dampfmaschine in der Jacht ihre Premiere auf dem Wasser erlebte.
Die Ausstellung berücksichtigt auch gleichzeitig das 25jährige Juoiläum des Außenbordmotors. Bei seiner Geburt stand eine Fabrik für Angelgeräte Pate, ohne zu ahnen, daß sich aus diesem Kind des Jahres 1911 ein hochgezüchteter und äußerst sparsamer Zweitaktmotor verschiedener Größe und Leistung entwickeln würde.
Wassersport und Wochenende sind eng miteinander verwachsen. Kein Wunder also, daß neben den Autorennbooten, den Kajaks, den Jollen und Jachten auch Badeanzüge, Kochapparate, Zelte und Sportmöbel in großer Anzahl vertreten sind.
Der Ehrenhof der Luftfahrt verbindet den Wassersport mit dem Luftsport. In schlichter Feierlichkeit mahnt ter Ehrenhof den Besucher an Deutschlands tote Helden der Luft, an die gefallenen ?0ur-le-m6rite-Flieger des Weltkrieges. Die Geschichte der deutschen Fliegerei prägt sich in Großausnahme an den Wänden des Ehrenhofs dem Beschauer ein und umfaßt auch die Entwicklung des Segelfluges. In der Halle des Luftsports grüßen den Eintretenden vier mächtige Fahnengruppen des Jungvolks, der HI. und des Reichsluftsportführers. Als Kernstück aller Luft- fahrtausbilduna wird die Schulung im Lufthafen- betrieb und Luftverkehrsgesetz durch ein großes Panorama eines Flugplatzes im Sandkasten erläutert. Der Jungflieger wird weiter an beweglichen Modellen über Motoren und Instrumente unterrichtet und durch den Flugmodellbau zur praktischen Anwendung seiner Kenntnisse geführt.
Anfänger beschäftigen sich hier mit dem Bau
von Papiertauben und Pappmi^ellen oder kleben nach Schablonen Warmluftballone aus Seidenpapier. Die Fortgeschrittenen üben sich im Bau von Modellen aus Aluminium und Stahl. Zur Schulung im Luftsport gehört auch der Unterricht im Gewehr- und Kleinkaliberschießen, die Hebung im Umgang mit Fernsprecher, Morseapparat und Funkgerät.
Von einem Umgang aus kann man das Teilbild einer Landschaft, so wie es sich dem Flieaer darbietet, studieren und durch Verdunkelung des Geländebildes den Eindruck eines Nachtbildes hervor- zaubern. Besonderes Interesse findet der Mod e l l - f l u g p l a tz, auf denen Jungvolk und HI. ihre Flugmodelle vorführen und Luftballone steigen lassen. Gleichzeitig wird in einer Sonderschau auch auf die flugwissenschaftlichen Forschungsanstalten in Göttingen und Hannover hingewiesen.
An einer großen Anzahl von Segelflugzeugen, die schon manchen Luftpreis errungen haben, kann der Besucher genau die einzelnen Bautypen kennen lernen. Davor steht mahnend der rote Dreidecker, den einst Manfred von Richthofen flog. Die große Mitte der Luftsportausstellung zeigt den Wettkampf der Fliegerhandwerker. Sechzehn Fliegergruppen arbeiten in einheitlich ausgestatteten Werkstätten neun Tage lang an einer handwerklichen Arbeit, um den Wanderpreis des Reichsministers der Luftfahrt Göring, den im vorigen Jahre Ostpreußen gewann, zu erringen.
Daß die Luftsporkschau außerdem auch jeden darüber unterrichtet, wie er zum Sportfliegen kommt, welche Anforderungen der Freiballonsport stellt, wie man aus Luftbildern genaue Karten und Pläne anfertigen kann und was man unter Raumbilüsehen versteht, ist eine wesentliche Bereicherung der überdies schon sehr aufschlußreichen Ausstellung. Auch das Obergeschoß der Halle gibt einen Einblick in die Organisation des Segelfluges, in das Gebiet der Luftfahrtsicherung, der Lehrerausbildung und der gewaltigen Organi- fatton der Deutschen Lufthansa. Luftfahrt und Kunst, Luftpostmarken, Gemälde" und Plastiken vervollständigen diese größte aller Luftsportausstellungen Deutschlands. J. Boehm er.
Wirtschaft.
Buderussche Eisenwerke AG., Wetzlar.
Wieder 4 v. h. Dividende.
Fwd. Der in der gestrigen AufsichtsratsSitzung der Buderusschen Eisenwerke AG., Wetzlar, vorgelegte Rechnungsabschluß für das Geschäftsjahr 1935 schließt mit einem Rohgewinn von 3,081 (2,819) Mill. RM., von dem 1,878 (1,493) Mill. RM. zu Anlageabschreibungen verwendet werden. Der GB. am 8. Mai in Frankfurt wird die Verteilung einer Dividende von wieder 4 v. H. vorgeschlagen, außerdem sollen 250 000 RM. einer neuzubildenden Unterstützungsrücklage überwiesen werden.
Infolge der durch die milde Witterung begünstigten Fortsetzung der Bautätigkeit war die Beschäftigung in den meisten Erzeugnissen der Gesellschaft in den ersten Monaten dieses Jahres befriedigend. Der vorhandene Aufttagsbestand gewährleistet den jetzigen Beschäftigungsgrad auch für die nächsten Monate.
Deutsche Bank
und Oisconto-Gesellschast.
Der erste Divitendenabschluß nach vier Jahren.
Fwd. Der Abschluß, den die Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft für das Jahr 1935 vorlegt, gestattet zum ersten Male nach vier d-ividenden- losen Jahren wieder die Ausschüttung einer Dividende, die in Höhe von 9 v. H. vorgenommen wird. Es erbrachten (in Mill. RM.) Zinsen und Diskont 50,47 (62,66), Provisionen und Gebühren 69,11 (75,97), während Personalaufwendungen 105,88 (104,10) erforderten. Steuern und ähnliche Abgaben erhöhten sich von 7,73 auf 8,41. Einschließlich des vorjährigen Vortrags von 0,91 (0,89) ergibt sich ein Reingewinn von 6,2 (i. D. nach Abschreibungen und Rückstellungen von 20,16 Ausgleich), aus dem nach Zahlung der 4proz. Dividente 1 Mill. RM. auf neue Rechnung oorgetragen werden sollen. Im Zusammenhang mit dem Dividendenvor- schlag wurde für die gesamte Gefolgschaft zu Lasten des Handlungsunkostenkontos, dessen Steigerung sich hieraus ergibt, eine Sondergratifikation bereitgestellt. Darüber hinaus wurden auch im abgelaufenen Jahre wieder noch weitere erhebliche Aufwendungen im Interesse der Gefolgschaft gemacht, deren eifrige und hingebungsvolle Mitarbeit überdies mit besonderem Dank im Geschäftsbericht anerkannt wird.
Gchweinemarkt in Gießen.
Auf dem gestrigen Schweinemarktin Gießen waren 225 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Es
kosteten (Durchschnittsqualität und Durchschnittspreise) fünf, bis sechs Wochen alte Ferkel 22 bis 25 RM., sechs bis acht Wochen alte 25 bis 29, acht bis zehn Wochen alte 29 bis 32, zehn bis zwölf Wochen alte 32 bis 34 RM. Abfallende Ware entsprechend niedriger. Ausgesuchte Spitzenware entsprechend höher. Marktverlauf: gut.
Nhein-Mainische Börse.
TNillagsbörfe: fest.
Frankfurt a. M., 18. März. Die Börse setzte ihre Befestigung auf die weitere Besserung der außenpolitischen Situation fort und hatte am Aktie n m a r k t teilweise sehr lebhaftes Geschäft. Die Tendenz wurde wiederum durch günstige Wirtschaftsmeldungen unterstützt; so verweist man auf den Abschluß der Reichsbank und auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 v. H. feit der Bankenkrise im Jahre 1931 bei der DD-Bank. Von der Kundschaft lagen wieder Kauforders vor, auch die Kulisse beteiligte sich lebhaft am Geschäft. Das Hauptinteresse konzentriert sich meist auf die Festsetzung des ersten Kurses, denn später ließ die Umsatztätigkeit merklich und auch die Kurse eine Kleinigkeit nach, wiewohl die Grundtendenz weiter fest war. Im Durchschnitt ergaben sich Erhöhungen von 1 v. H. Eine Sonderbewegung hatten Allgemeine Lokal und Kraft mit ca. 136 (131,50). Von Montanwertey lagen Verein. Stahlwerke, Hoesch, Harpener und Rheinstahl bei Steigerungen bis 1,40 v. H. lebhafter; Buderus nach eintägiger Notizunterbrechung 96,50 (93,75). Von chemischen Werten IG. Farben lebhaft mit 153,25 bis 153,50 (152,40), auch Deutsche Erdöl 1,13 v. H. höher. Von Elektrowerten waren besonders Schuckert lebhaft auf Ab- schlußhoffnungen mit 136,75 (135,25), Siemens gewannen 1,25 v. H., Gesfürel ebenfalls 1,25 v. H., AEG. 0,65 v. H. Maschinen- und Motorenwerte erneut 1 bis 1,50 v. H. höher, auch Zellstoffaktien und Kunstseide AKU. im gleichen Ausmaß befestigt. Reichsbank bei kleineren Umsätzen 185,75 bis 186 (185), ferner notierten AG. für Verkehr mit 109 bis 108,75 (108,25), Hapag mit 15,75 (15,25), Mon- tecatini mit 52 (51) und Gement Heidelberg mit 132,25 (132).
Der deutsche Rentenmarkt lag sehr still und kursmäßig nahezu unverändert. Kommunal-Um- schuldung 87,10, Zinsvergütung 93,45, späte Schuldbücher 97,40, 6 v. H. Dollar-Preußen 61,25, Altbesitz 110,75 (110,65). Auslandsrenten hatten allgemein lebhaftes Geschäft und feste Tendenz, besonders Mexikaner, Ungarn und Serben waren gesucht und bis 0,50 v. H. höher, Anatolier I und II 38 (37).
In der zweiten Börsenstunde blieb die Grundten
denz am Aktienmarkt zwar fest, bei weiter nachlassenden Umsätzen bröckelten auch die Kurse z. T. mäßig ab, so u. a. Verein. Stahl auf 84,50 nach 84,75, Hoesch auf 90 nach 90,40, AG. für Verkehr auf 108,50 nach 109, AEG. auf 36,40 nach 36,65, usw. Von später notierten Papieren gewannen Licht und Kraft 2,25 v. H. auf 140,25, Scheideanstalt 1 v. H. auf 216. Am Kassamarkt waren eine ganze Anzahl von mittleren Jndustriepapieren höher gesucht, angeboten waren aber Konserven Braun.
Arn Rentenmarkt hatten Altbesitz bei unv. 110,75 lebhafte Umsätze, auch 6 v. H. Dollar-Preußen. bis 61,50 nach 61,25 und lebhafter, fönst lagen Renten später ruhig. Variable Jndustrie-Obli- gationen notierten z. T. 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Goldpfandbrief, Staats- und Stadtauleihen lagen
Landwirtschaft und Industrie in einer Front.
3m liberattstifchen System muhten der Schuh der heimischen Landwirtschaft und die Förderung der Ausfuhrindustrie unüberwindliche Gegensätze sein. Denn in der liberalistischen freien Marktwirtschaft war ein Schuh der Landwirtschaft nur über den Zoll zu erreichen. Jeder Zoll auf landwirtschaftliche Erzeugnisse aber bedeutete praktisch eine Erschwerung für den Abschluß von Handelsverträgen zugunsten der Ausfuhrindustrie. Das nationalsozialistische System der inneren Marktordnung auf dem Gebiet der Ernahrungswirtschaft hat mit einem Schlage diese Schwierigkeiten behoben. Die innere Marktordnung gestattet es Deutschland heute, diejenigen Mengen an landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die nicht im 3nlande erzeugt werden, ohne Gefahr für den Vinnenmarktpreis aus dem Auslande hereinzunehmen. Damit hat der Zoll feine ehedem beherrschende Rolle ausgespielt. Die deutsche Landwirtschaft ist sogar heute dank der nationalsozialistischen Marktordnung der beste Schrittmacher für unsere Ausfuhrindustrie geworden, eine Tatsache, die in einer Reihe von Handelsabkommen klar erwiesen worden ist.
meist unverändert 4,5 v. H. Mainz von 28 93,50 (93,25). Liquidationspfandbriefe notierten überwiegend 0,13 bis 0,25 v. H. höher. Auslandsrenten blieben auch später weiter gefragt und hatten relativ lebhaftes Geschäft. — Tagesgeld mit 2,75 v. H. unverändert und leicht.
Abendbörse gut behauptet.
Die Abendbörfe hatte eine weiterhin feste Grundtendenz, im allgemeinen wichen die Kurse nach beiden Seiten aber nur um Bruchteile eines Prozentes gegen den Berliner Schluß ab. Für einige westdeutsche Montanwerte lagen kleine Kun- denaufträge vor, Ver. Stahlwerke 84,40—84,50 (84), Klöckner 86,75 (86,40), Rheinstahl 114,75 (114,50), Hoesch 90,25 (90), ferner Buderus 96,50 (95,75). Das Geschäft bewegte sich im allgemeinen in ruhigen Bahnen; die Kulisse übte etwas Zurückhaltung offenbar in Abwartung einer weiteren Klärung der Londoner Verhandlungen. Von Großbankaktien notierten Commerzbank 0,25 v. H. höher mit 92. Der Rentenmarkt lag eher fester, wobei die Aufwärtsbewegung der deutschen Auslandsrenten an der. Londoner und Pariser Börse etwas anregte. Kursmäßig ergaben sich aber keine Veränderungen. Auslandsrenten lagen heute abend ruhiger, jedoch gut behauptet. 4pro,3. Schweiz. Bundesbahn ging um 1 v.ch. auf 191 zurück.
U. a. notierten: Altbesitz 110,90, Farben-Bonds 127, 4proz. Ungarn Gold 8,85, 5proz. Rumänen 6,25, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 191, Commerzbank 92,25, Meininger Hyp. Bank^ 94, Buderus 96,50, Harpener 115, Klöckner 86,75, Hoesch 90,25, Rheinstahl 114,75, Stahlverein 84,40—84,50, Aku E 51, AEG. E36, Conti Gummi 183, Scheideanstalt 216, Dt. Linoleum 163, Licht & Kraft 139,40, Eß- linger Masch. 91, IG. Farben 153,40, Gesfürel 128,75, Holzmann 97,50, Muag 83,50, Metallgesellschaft 114,50, RWE. 127,90, Schuckert 136.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 18. März. Am Getreidegroßmarkt blieb das hiesige Weizen angebot ausreichend, es fand bei den Großmühlen weiterhin Aufnahme. In Mannheim liegt aus der näheren Umgebung weniger umfangreiches Angebot vor, dagegen sind die starken Anlieferungen aus Mittel- und Norddeutschland kaum unterzubringen, selbst unter Festpreis erfolgen nur geringe Aufnahmen. Das Roggen angebot aus der Provinz ist eher noch kleiner geworden, so daß die Versorgung der Mühlen immer noch schwierig ist. Man erwartet weitere Zuweisungen der RfG. In Futterweizen lag kleines Angebot etwa 20 bis 25 Pf.
unter Mühlenfestpreis vor, während Futterroggen nicht angeboten wurde. Futtergerste und Hafer hatten mangels entsprechenden Angebots nur kleines Geschäft. Die Lage am Mehl- und Futter- mittelmarkt hat sich nicht verändert.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220; Roggen R 12 174, R 15 177, R18 181, R19 183, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste—, Hafer —. Weizenmehl W13 28,35, W16 28,60, W18 28,60, W 20 28,95; Roggenmebl R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17,00, Weizenfuttermehl 13,00 bis 13,25. Weizenkleie W 13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Rag- genkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber 18,50, Trockenschnitzel 9,16, Großhandelspreise ab Fabrikstation. Heu 7,75, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,50 bis 3,70, do. gebündelt 3,20 bis 3,50.
Schweinemarkt in Friedberg.
LPD. Friedberg, 18. März. Auf dem heutt- gen Schweinemarkt, zu dem 411 Ferkel auf- getrieben waren, wurden folgende Preise gezahlt: für 6 Wochen alte Tiere 20 bis 22 Mk., 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 22 bis 28 Mk., 8 bis 12 Wochen 28 bis 36 Mk. Der Handel war sehr lebhaft. Es verblieb kein Heberstand.
Frankfurter Schtachtviehmarkt.
Frankfurt a.M., 19. März. (Vvrbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 721 Kälber, 76 Schafe, 830 Schweine. Es kosteten: Kälber 38 bis 70 Mark, Hämmel 43 bis 50, Schafe 38 bis 45, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Schweine wurden zugeteilt.
Eine Spielhölle ausgehoben.
23 Personen festgenommen.
LPD. Frankfurt a. M., 18. März. Seit Wochen war der Kriminalpolizei bekannt, daß in einem Cafe in der Mofelstraße in größerem Um- . fange Glücksspiele betrieben wurden. In der Nacht zum Sonntag drang nun das Spieldezernat überraschend« in das Lokal ein und fand hier das Spiel in vollem Gange. Es wurden 23 Personen zur Dahnhofswache gebracht; davon konnten 22 der Beteiligung an dem Glücksspiel überführt werden. Unter den Festgenommenen befand sich außerdem eine von der Frankfurter, Staatsanwaltschaft gesuchte Person.
Wie sehr die in dem Lokal verkehrenden Personen von der Spielleidenschaft erfaßt waren, geht daraus hervor, daß sie nach Eintritt der Polizeistunde nach Privatwohnungen übersiedelten und dort ihre Glücksspiele bis in die Morgenstunden fortsetzten. Spielumsätze von einigen hundert Mark waren keine Seltenheit. Unter den Spielern befanden sich wieder zahlreiche Erwerbslose und Unterstützungsempfänger. Die Spieler sind untereinander meistens nur mit ihren Spitznamen bekannt. Den alten Bekannten der Polizei, den gewerbsmäßigen Zekkern — wie Käse- August, Großmutter, Aschaffenburger Karl, Knolle, Schnorres und wie ihre Spitznamen noch sind — wird man diesmal ganz gehörig den Prozeß machen.
Die Polizei war übrigens in diesem Lokal in den letzten Jahren schon mehrfach eingeschritten, anscheinend hatte es aber immer nur für eine gewisse Zeit Wirkung. Es ist beabsichtigt, nunmehr die Schließung des Lokals zu beantragen.
Rundfunkprogramm
Freitag, 20. TNärz.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Polizeiliche Morgenmeldung. 9.30: Die Polizeiaufklärungswoche in Freiburg. Die Freiburger Polizei musiziert! 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Das Hauptbuch — Spiegel eines Geschäfts. 15.35: Plakate. Worte und Farben rufen dich an. 16: Unfere Polizei musiziert. 17.30: Zucker — aus Runkelrüben. Hörfolge. 18: Leipziger Kaleidoskop. Buntes musikalisches Farbenspiel, zierlich gefügt und zum Tönen gebracht von Curt Kretzschmar. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel: Wie die Rheinpolizei arbeitet. 20: Nachrichten. 20.10: Großes Hnterhaltungs- konzert. 22: Nachrichten. 22.10: Kurzparole des Poli- zeipräsidenten Welter, Koblenz. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Sportschau der Woche. 22.45: Hnterhaltungskonzert des Cantes« Orchesters Gau Württemberg-Hohenzollern. 24—2: „Boris Godunow". Musikalisches Volksdrama.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Relchsbankdiskont 4 v. H.,
Front,uri a. M.
Berlm
Schluß« kurü
Gchlußk. Abendbörse
Schluß- kurs
Schluß». Mittags börse
Oatum
17 3.
18.3
17 3.
18.3.
6% Deutsche RetchSanlethe v. 1927
100,25
100,65
100,5
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,75
97,75
97,75
97 75
d^,% Voung-Anlethe von 1930 ..
103,75
103,4
103,4
Deutsche Ant.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
110,65
110,9
110,7
**/•% Deutsche Reichspostschatzan
Weisungen von 1934, I.......
6% efiem.8% Hess. Volksstaat 1929
100
100
100,25
100,4
(rückzahlb. 102%)............
4¥i% ehem. 8% Hessische Landes-
98,25
98,25
—
98,25
bank Darmstadt Gold R. 12....
96,4
96,4
96,4
6¥2% ehem. 4 H% Hess. Lande«.
Hypothekenbank DarmstadtLigui
100,9
101
4 ¥2% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landcsb.Goldschuldverkchr. R.6
92
Oberhessen Provtnz-Anlethe mtl
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Eammelabl. Aw
—
—
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
114,5
114,5
114,5
114,6
4¥i% ehem.8% Franks. Hhp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96,5
6¥2% ehem. 4'/r% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandbriese.......
101
101,4
_
6 ¥2% ehem. 4/t% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpse.....
101,13
101,4
101,13
101,25
<¥2% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
4¥x% ehem. 7% Pr. Landespfand-
briefanst., Gold Komm. Öbl.Vl
97
97
97
97
Eteuergutsch.Berrechnungsk. 34-38
109
109
109
109
4% Oesterrelchtsche Goldrente...
29,75
_
30
30,5
4,20% Oesterreichtsche Silberrente
1,2
1,15
1,15
—
4% Ungarische Goldrente.......
8,6
8,85
8,7
8,9
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,5
9
8,7
8,85
4'/,% desgl. von 1913..........
8,5
8,85
8,75
8,9
6% abgest. Goldmextkaner von 99
13,7
14
13,8
14
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie l......... ...........
9,13
9,13
—
—.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend« börtc
Schlußkurs
Gchlußk. Mittag« börle
Oatum
17.3.
18.3
17-3.
18.3-
4% oesgl. Sene 11 ........
9
9
_
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
6,13
6,13
_
_
4Vr%Rumän.vereinh.Rentev.l913
8,8
9,13
8,8
9,13
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,05
5,25
5,25
5^25
2 ¥*% Anatolier .............
37
37,9
37,25
38,75
Hamburg-Amertka-Paket .... 0
15,25
15,75
15,5
16,13
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
—
Norddeutscher Lloyd ......... 0
17,25
17,5
17,4
17,75
A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
108,25
108,5
108
108,25
Berliner Handelsgesellschaft .. g
110
111,5
110
111,5
Commerz, und Prwat-Bank . . 0
92
92,25
91,75
92
Deutsche Bank und D>sconto«
Gesellschaft................0
92
92
91,75
92
Dresdner Bank..............0
92,5
92,5
92,25
92,5
Retchsbank ................ 12
185
186
184,9
185
•21.6.®........................
36
36
36,25
36
Bekula.................... m
140
141
140,65
141,25
Elektr. Lieferungsgesellschaft'... 6
120,25
121,5
120,5
121
Licht und Kraft ........... g V,
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.EIektr.Uniernehmung. 6 Rheinische Elektrizität ....... «
Rhein. Wests. Elektr...........
138
115,5
127,5
124,25
128
139,4
115,5
128,75
127,9
138 115,75 127,25 126,25
127,4
139,5
115
128,5
126,5
127,75
Siemens L Halske......... 7
Lahmeyer L Co.......... 7
135,25
169,25
127,5
136
171
128,25
135,25
169
128
136,25
171
129
Buderus ............... 4
Deutsche Erdöl ...............
Harpener....................
Hoesch Eisen—Köln-Neuesten .. |
Ilse Bergbau ...............g
Ilse Bergbau Genüsse........e
Klöcknerwerke ...............
Mannesmann-R Ihren........0
109,5
96,5
110,4
96
109,4
95,75
110,9
115
89,25
129
85,25
83,5
115 90,25
129,75
86,75
84
115,25
89,25
157,75
129
85,75
83,4
115,5
90,13
156,75
130
86,4
83,65
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börsc
Schlußkurs
Gchlußk. Mitlagbörse
Oatum
17.3.
18.3.
17.3-
18.3.
Manöselder Bergbau.......
133
132,5
133
Kokswerke ................
Rheinische Braunkohlen ....
.. 6
—
—
119,25
120,5
. 12
219,5
221,5
221
222,25
Rheinstahl ................
.. 4
114
114,75
113,5
114,5
Vereinigre Stahlwerke......
.. O
84
84,5
83,75
84
Otavi Minen .............
.. 0
18,75
—
18,65
18,75
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
122,5
126,25
124,5
126,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
119,5
122
120
123
Kaliwerke Salzdetfurth.....
?y,
—
180,5
178,5
182
I G. Farben-Zndustrie.....
.. 7
152,4
153,4
152,4
153
Scheideanstalt.............
.. 9
215
216
—
—
Goldschmidt ..............
.. 6
107
108
—
108
Rütgerswerke .............
.. 6
120
121
120
120
Metallgesellschaft...........
.. 4
113
114,5
112
113,5
Philipp Holzmann .........
.. 4
97,5
97,5
96,5
97,5
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
132
132,25
Cementwerk Karlstadt.......
.. 6
130
130
Schultheis Patzenhoser .....
.. 4
—
—
98,5
99,25
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
49,75
51
48,65
50,65
Bemberg........
.. 6
90,5
90,5
90,13
90,75
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
120
121,25
120,5
120,75
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
86,75
87,75
87
87
Destauer Gas ............
.. 7
—
—
126,5
127,25
Daimler Motoren ...
.. O
98
98,5
97,5
98,65
Deutsche Linoleum.........
.. 8
163,5
163
164
163
Orenstetn & Koppel ........
.. O
—
—
76,5
76,75
Westdeutsche Kaufhof.......
.. O
31,25
31,5
31,25
31,25
Chade ....................
Arcumulatoren-Fabrik....
TI. . 12
315,25
322,5
173,5
315,5
172
321
174
Conti-Gummi.............
.. 8
183
183
183
183
Gritznec.................
Mainkraftwerke Höchst a.M..
Süddeutscher Zucker
.. 4
. 10
28,5
89,5
198
90
198
I
1 198
28,5
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt O.2IL
17. März
18.März
Amtliche Geld
Notierung
Ärtes
Amtliche Notierung
Geld | Briet
Buenos Atre Brüssel.....
Rio de Ian. Sofia ......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
HelsingforS.. Paris ...... Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien Oslo..... ;
Wien.......
0,679 41,92 0,140
3,047 54,79
46,80
12,27
5,41
16,39 168,98
19,70 0,714
5,654 61,66 48,95
11,135 63,25
81,12
33,99 10,28
2,467
0,683 42,00
0,142 3,053
54,89 46,90
12,30
5,42
16,43
169,32 19,74 0,716 5,666
61,78 49,05
11,155
63,37 81,28
34,05 10,30
2,471
Banknoten
0,679 41,91 0,139
3,047
54,79
46,80
12,27
5,41
16,385
168,98
19,70 0,714
5,654
61,66
48,95
11,135 63,25 81,07 33,97
10,275
2,468
0,683 41,99 0,141
3,053
54,89 46,90
12,30
5,42 16,425 169,32
19,74 0,716 5,666 61,78 49,05
11,155
63,37
81,23
34,03
10 295
2,472
Lissabon...
Stockholm...
Schweiz ....
Spanien....
Prag......
Budapest .. Neu York ...
___________-Merlin, f 8. März
Geld
Zirm
Amertlantsche Noten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, 1 1OO Schilling Rumänische Noten..............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten ................
2,42
41,76
54,53
12,235 16,335 168,56
61,45
63,03
80,89
33,63
2,44
41,92
54,75
12,275 16,395
169,24
61,69
63,29 81,21
33,77


