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Veniselos versucht, gute Beziehungen zu unterhal­ten. 1929 besuchte er Berlin, um die Handelsbe­ziehungen zwischen Griechenland und Deutschland zu fördern. Im Juli 1933 erfolgte ein neues f ch w e r e s A t t e n t a t auf Veniselos, dem er wie durch ein Wunder und durch seine Geistesgegen­wart entging. Im März 1935 stellte sich Veniselos an die Spitze der Revolution, die aber erfolglos blieb. Er mußte mit vielen seiner Anhänger i n s Ausland flüchten. Seither lebte er in Pa­ris. Man glaubte ihn bereits als politisch tot be­zeichnen zu können. Seine gut disziplinierte Partei lebte durch die bei der Rückkehr des Königs Georg nach Griechenland gewährte Amnestie wieder auf. Sie dürfte nun nach dem Tode ihres Führers zer­fallen. *

Die sterbliche Hülle wird am Samstag nach einem Trauergottesdienst in der griechischen Kirche zu Pa­ris und nach einer militärischen Ehrenbezeugung am Bahnhof in einem Sonderwagen nach Brin­disi gebracht werden. Dort wird ein Kreu­zer den Sarg aufnehmen und ihn nach Athen bringen, wo die Trauerfeier stattfinden wird. Die Beisetzung erfolgt nach dem Wunsche des Ver­storbenen auf Kreta.

WettererVormarsch derZtaliener

Asmara, 18. März. (Funkspruch des Kriegs­berichterstatters des DRV.) Wenn seit Tagen die amtlichen italienischen Heeresberichte fast stets die Formel enthaltenNichts Neues", so wurde den­noch die Schlußfolgerung, daß die Fronten fest­liegen, irrig sein. Das Oberkommando hält viel­mehr die'Nord- und die Südfront in Atem. Bewegungsmanöver großen Stils lassen darauf schließen, daß wichtige Ziele erreicht werden sollen. Die Nordfront ist Dienstag bereits weiter vorgeschoben worden, als die kargen Mitteilungen glauben lassen. Einzelheiten zu erken­nen, ist vorerst im Hinblick auf die noch nicht ab­geschlossenen Flankenbewegung unmöglich. Die französische Einflußzone an der Grenze von Französisch-Somali und Abessinien liegt offen­bar nicht ganz außer dem Bereich der Bewegungs ma n ö v e r. Zwischen Ankober und Französisch-Somali wirkt sich wahrscheinlich der ita­lienische Vormarsch nach dem Zusammenbruch der abessinischen Nordfront auch aus. In den bisher besetzten Gebieten nehmen die Unterwerfungen einen immer größeren Umfang an. Unter den "Häuptlingen, die die italienische Herrschaft anneh- men, sollen auch solche von Rang und Namen sein. Badoglio ist mit seinem Stabe seit Tagen wieder im Hauptquartier in Makalle.

Frankfurter Kunstschule malt Städtebilder des Rhein-Main-

Gebietes im Olympiadorf.

LPD. Frankfurt a. M., 18. März. Die aus allen Teilen der Welt nach Berlin zur Olympiade kommenden Sportler werden bekanntlich in dem eigens errichteten Olympiadorf in kleinen Wohnhäusern untergebracht, die nicht nur zweck­mäßig, sondern auch behaglich eingerichtet sind, um den ausländischen Gästen den Aufenthalt so ge­mütlich wie möglich zu machen. Alle Aufenthalts­räume erhalten größere Wandbilder, die den Reiz deutscher Landschaften und deut-

Die

Durch weitere verheerendelleberschw em - m u n g e n in Pennsylvanien, Virginia, West-Dir- ginia, Maryland, Neuyork und anderen Nordost- staaten sind zahlreiche Städte, darunter Pittsburg, Jthaca, von der Außenwelt völlig abgeschnitten. In den überschwemmten Ortschaften, deren Straßen mehrere hundert Meter unter W a Her stehen, ist jeder Verkehr unterbunden, und ungezahlte Tausende sind obdachlos geworden. Die ZM der Ertrunkenen ist außerordentlich hoch. Der Sach­schaden übersteigt bereits mehrere Millionen Dollar. Präsident Roosevelt hat sofort ein großzügiges

scher Städte zeigen. Sämtliche deutschen Aka- demien entsenden in diesen Tagen Abordnungen nach Berlin, da bereits jetzt mit den Malarbeiten begonnen wird. Auch die Frankfurter Kunstschule, die Städelschule, ist beteiligt. Sie wird elf Städte unseres Gaues mit den ihnen charakteristi­schen Wahrzeichen malen, so Frankfurt a. M., Fulda, Gießen, Hanau, Limburg, Mainz, Nau­heim, Rüdesheim, Wetzlar, Wiesbaden und Worms. Jedes Haus erhält zwei Bilder in der Größe 3,90X1,70 Meter.

Die elf Häuser des Rhein-Main-Gebiets, in denen Japaner für die Dauer der Spiele ihre Wohnstätte haben, tragen ferner an der Außenfront eine Signatur, die augenfällig die Besonderheiten der betreffenden Stadt symbolisiert. So wird Wies­baden einen Kurbrunnenbecher, Hanau Ketten, Ringe, Limburg den Dom, Frankfurt die Römer- faffaDe usw. zeigen.

Alle Flüsse, die aus dem Allaghanie-Gebirge kommen, und durch Pennsylvanien, Ohio und West-Virginia fließen, führen Hochwasser, wie es in der Geschichte dieser Staaten noch nicht zu ver­zeichnen war. Sämtliche verfügbaren Aerzte, Krankenschwester und -wärter aus den Kranken­häusern von Philadelphia und anderen von den Fluten nicht betroffenen Städten versammelten sich am Donnerstagmorgen, um nach den Überschwem­mungsgebieten zu fliegen. Das Rote Kreuz hat sich an das amerikanische Volk mit der Bitte gewandt, sofort mindestens drei Millionen Dollar zu stiften, da schon jetzt rund 38 000 obdachlose Familien zu versorgen seien.

ums Leben lyerommenen umu um wochabend auf etwa 50 geschätzt, davon sollen allein auf Pennsylvanien 34 entfallen. Bei Explosiv- nen in Pittsburg sollen wenigstens 49 Personen verletzt worden sein. Auf dem Rangierbahnhof in Pittsburg lief ein Benzintankwagen aus. Das Ben­zin geriet in Brand. Drei Geschäftshäuser und zwei Wohnhäuser wurden von dem Feuer erfaßt und zerstört. Die Nahrungsmittelzufuhr in Pitsburg ist ebenso wie in anderen Ueberschwemmungsgebie- ten stark behindert.

Immer neue Gegenden melden verheerende Ueberfchwemmungen. Die Flüsse Susquehanna und Chenango sind ebenfalls über die Ufer ge- treten und haben das Gefchäftsviertel der Groß- stadt Binghamton im Staate Neuyork unter Master

pennsylvanien unter Master.

Oie Ueberfchwemmungen in USA. fordern zahlreiche Todesopfer.

*

Den letzten Funkmeldungen ist noch folgendes zu entnehmen:

Insgesamt sind von der Katastrophe setzt zwölf Staaten in Mitleidenschaft gezogen wor­den. Durch die Lahmlegung des Elektrizitätswerkes von Pittsburg ist die Lichtoerforgung dieser Stadt völlig unterbunden. Die Stadt liegt in völliger Dunkelheit. Die Versorgung mit Heizmaterial und Nahrungsmitteln ist unmöglich. Der gesamte Bahn- und Autobusverkehr nach dem Osten ist still­gelegt: nur durch einige Flugzeuge kann ein Pen­delverkehr zwischen Pittsburg und Neuyork aufrecht­erhalten werden. In Maryland ist die Auswirkung der Katastrophe am schlimmsten im Flußgebiet des Potomac. Der Fluß führt zahlreiche Viehleichen, Häusertrümmer und ganze Brücken mit. Die Pilo­ten der zur Hilfeleistung entsandten Flugzeuge be­richten, daß in weiten Gebieten von West-Maryland nur noch d i e Schorn st eine und Kirchtürme in den Dörfern zu sehen sind.

gefetzt. Auch der flubfon fuhrt hochwaffer und f)at Teile Albanys überschwemmt. Der Schaden ist auch hier außerordentlich groß. Das Kriegsamt hat Die kommandierenden Generale von sechs Armeekorps anaeroiefen, im Überschwemmungsgebiet zur Hilfe­leistung zur Verfügung zu stehen. Das Marineamt hat dem Kommandanten der Marineluftstation m Lakehurst die Anweisung erteilt, alle Luftschiffe für Hilfeleistungen bereitzuftellen.

Hilfswerk eingeleitet. .

In Johnftown in Pennsylvanien, das von Der Ueberschwemmung am schwersten heimgesucht ist, standen die Straßen stundenlang über fünf Meter unter Wasser. Nach polizeilicher Schatzung sind mm- bestens 20 Personen ertrunken. Die Stadt Pittsburg ist durch das Hochwasser des Alleghany-Flusses in eine schwere Notlage geraten, die noch durch den Ausbruch mehrerer Brände, bar unter eines Grohfeuers in den Anlagen einer vergesellschaft er­höht wurde. Mindestens zwölf Personen sind um- q e k o m m e n. In Connecticut wurden Dutzende von Gebäuden nach dem Zusammenbruch des S^au- damms des Farmingtonflustes weggespult. boh­rend in den östlichen Staaten die schweren Regen­güsse und Tauwetter anhalten, herrscht in Nord- Carolina Schneesturm.

Zahl der in den Ueberschwemmungsgebieten Leben Gekommenen wird am Mitt-

der Mechaniker mittelschwere Verletzungen erlitten. Unverletzt war nur der zweite Fahrgast gebli^en. Die Geretteten erzählten, daß sie eine furdjtbart Nacht in dem Flugzeug zugebracht hatten. Als Die Rettungsexpedition bis zu ihnen vorgedrungen sei, hätten sie bereits halberstarrt vor Kalte eng an« einandergepreßt in der Flugzeugkabine gelegen. Die Verunglückten wurden in das Spital nach Klagen­furt übergeführt.

Explosion an Bord eines englischen Zerstörers.

An Bord des englischen Zerstörers Westcottt' erfolgte bei einer Uebungsfahrt aus noch nicht be­kannten Gründen eine ExPlof i o n. Eiw Mtt- qlied der Besatzung wurde getötet unD aept weiter- verletzt. Der Zerstörer traf letzt in Gibraltar ein, wo die Verwundeten, darunter em Offizier, sowie die Leiche des getöteten Matrosen an Land gebracht wurden. Bei den Verletzungen handelt es sich im wesentlichen um schwere -Ver­brühungen.

Ml dem Buch ins Volk.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine vom Präsidenten Der Reichsschrifttumskammer Hanns Jo h st geführte AborDnung, Die ihm em PrachtwerkMit Dem Buch ins 23 o 1t" über- reichte, in Dem Die Leistungen unD Erfolge Der letz­tenWoche Des Buches" zusammengestellt finD. Das Buch ist ein überroältigenDer Beweis von Der Kulturleistung Des Nationalsozialismus, Der Das gute Buch Den breitesten Volksschichten zugänglich gemacht hat unD Damit vor allem in zahllose be­triebe eingeDrungen ist.

Weiterbericht

des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt.

Das festländische Hochdruckgebiet hat sich heute verstärkt und seinen Schwerpunkt ostwärts ver­lagert. Im Bereich absteigender Luftbewegung herrscht bei uns noch immer heiteres Wetter, so daß sich auch in höheren Luftschichten Erwärmung durchsetzen kann, zumal die über dem Ostatlantik herrschende Wirbeltätigkeit eine Zufuhr subtropi­scher Luftmassen auf das Festland einleitet. Trotz Bewölkungsaufkommen bleibt der Gesamtcharakter der Witterung bei uns noch immer freundlich.

AusfichtenfürFreitag: Zeitweise wolkig, doch trocken und im ganzen freundlich, mittags ziem­lich warm, vorwiegend südöstliche Winde.

Aussichten für Samstag: Wolkiges, aber im ganzen freundliches Wetter, tagsüber recht mild.

Lufttemperaturen am 18. März: mittags 11,2 Grad Celsius, abends 0,7 Grad: am 19. März: morgens 3,2 Grad. Maximum 11,4 Grad, Minimum heute nacht4,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. März: abends 4,1 Grad: am 19. März: morgens 2,1 Grad Celsius. Sonnenfcheindauer 8,8 Stunden._________________

Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.

Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Deck. Verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. II. 36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Aus aller Wett.

Dreifacher IHorD bei GranDenz.

Im Dorf Bliesen im Kreise Graudenz überfielen Banditen das Gehöft des Landwirts Rudolf Dickmann. Sie ermordeten den Besitzer, seine Frau und eine Magd. Um die Spuren ihres Verbrechens zu verwischen, zündeten sie das Ge­höft an.

Die Insassen Des auf Der Saualpe nokgelanDelen Flugzeugs geborgen.

Die Insassen des auf der Saualpe notgelandeten Verkehrsflugzeuges WienRom sind in Der Tal­station Eberstein im Lavanttal in Kärnten ange­kommen. Entgegen Den ersten Meldungen waren Doch einige von ihnen verletzt worDen. Ein Passa­gier, ein Kaufmann aus Rom, hatte eine Gehirn- I erfdjütterung, KopfwunDen unD einen Kieferbruch, I Der Flugzeugfunker einen Beinbruch, Der Pilot unD

Carl Cellarius

Provinzialoberbaurat

im 62. Lebensjahr.

Gießen (Bleichstraße 48), den 18. März 1936.

Gießen und Kassel, den 18. März 1936.

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Frau Margarete Kröck

geb. Schmidt

im 61. Lebensjahr nach langem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu rufen.

Nach schwerer Krankheit entschlief heute morgen im festen Glauben

an seinen Erlöser mein herzensguter treuer Mann, unser lieber Bruder,

Schwager und Onkel

Heute um 15 Uhr verschied mitten in seiner Arbeit infolge eines Herzschlags

mein lieber Mann, unser treubesorgter Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager,

Onkel und Vetter

Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 21. März, 11 Uhr in der Kapelle des

Neuen Friedhofs stattVon Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

In tiefer Trauer: Toni Cellarius, geb. Hammann

Dr. jur. Ludwig Cellarius, Intendanturrat

Dr. med. Theo Cellarius

Rudolf Cellarius.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 21. März, nachmittags 3 Uhr,

auf Wunsch des Verstorbenen in Afclar, vom Trauerhause Hauptstr. 40,

aus statt.

Herr Heinrich Keiner

Reich sbahn-Lademeister

kurz vor Vollendung seines 60. Lebensjahres.

In tiefer Trauer:

Luise Keiner, geb. Diehl

01266

Meine liebe Tochter

Fräulein Marie Nanz

ist zur ewigen Ruhe eingegangen. Am 14. März 1936 ist sie in ihrem 47. Lebens jahr nach einem entsagungs­reichen und leidvollen Erden weg in der Gießener Klinik sanft entschlafen. Die Beerdigung hat dem Sinne der Heimgegangenen entsprechend in aller Stille in Stein­bach stattgefunden.

Margarethe Nanz Wwe., geb. Müller.

Steinbach (Kreis Gießen), den 18. März 1936.