Nachdruck verboten!
25. Fortsetzung.
des
jäh
beide
tat, wie
wie das
überhörte. Erst als sie einige zage Schritte fuhr er herum und kam auf sie zu. Fest,
hoffentlich haben Sie sich nicht erkältet bei Spaziergang im Regen? Es war dumm von
das mir.
Jagdhaus-Einbruch bei Berstadt.
* Berstadt (Kreis Büdingen), 19. Febr. 3n einer der letzten Nächte haben Einbrecher ein in der Gemarkung Berstadt gelegenes Jagdhaus heimgesucht. Die Täter verschafften sich durch gewaltsames Deffnen eines Fensters Zutritt zu dem Innern des Hauses, wo sie sich an den vorhandenen Eßwaren, Wein und Kognak gütlich taten. Nach ausgiebiger Stärkung haben sie dann weitere Lebensmittel und eine Anzahl Herren- und Damenkleidungsstücke als Beute ihres Raubzuges mitgenommen. Die Nachforschungen durch die Kriminalpolizeistelle Gießen und die Gendarmerie in Echzell sind im Gange.
ge- nur um
Kurt Hauck aus Friedberg zum Regierungsbaumeister. .
♦♦ Reifeprüfung am Realgymnasium. Bereits vor Weihnachten haben vier Oberprimaner, die als Offiziersanwärter in das Heer eintreten wollen und vom 1. Januar bis 31. März 1936 beim Arbeitsdienst tätig sind, die Reifeprüfung abgelegt. Die übrigen Angehörigen der beiden Ober
kannte, verschloß das Erleben dieser Stunde tief ins eigene Herz. Kein Wort von dem, was geschehen, kam über ihre Lippen. Wie eine Entweihung wäre ihr das Preisgeben des Gefühls erschienen, das so unverhofft, so beseligend in den Tiefen ihres bis dahin unberührten Mädchentums erwacht war.
„Ja", sagte sie gehorsam. Worauf sie lachen mußten. Und sich wieder küßten.
Für die Durchführung dieser Anordnung im einzelnen sind die Bestimmungen maßgebend, die der Beauftragte des Reichsnährstandes auf Vorschlag des Landesbauernführers für den Bereich der Landesbauernschaft erläßt. In ihnen hat die Landesbauernschaft die Gebiete festzusetzen, in denen Die Pflichtprüfung einsetzt, sowie den Zeitpunkt, von dem an dies geschehen soll. Außerdem sind darin die Beiträge festzusetzen
Für jeden Fall der Zuwiderhandlung sind Ordnungsstrafen bis zu 1000 Mark vorgesehen. D,e Ausübung des Ordnungsstrafrechtes erfolgt durch den zuständigen Landesbauernführer.
Da in einigen Gebieten bereits mit der pflichtmäßigen Milchviehkontrolle begonnen worden ist, bestimmt die Anordnung, daß bis zum Erlaß der Durchführungsbestimmungen die bisher gültigen Regelungen zur Prüfung der Milchleistung der Kühe unberührt bleiben.
Auf Grund dieser Anordnung werden nur für die einzelnen Landesbauernschaflen die Durchführungsbestimmungen erlassen,
so daß dann in ganz Deutschland die Milchleistungsprüfungen als eine der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht, die die Sicherstellung unserer Ernährung aus eigener Scholle zum Ziele hat, planmäßig zur Durchführung gelangen.
Ohne ihre Antwort abzuwarten, sprang er auf, verschwand im Nebenzimmer und stand gleich darauf im Hellen Mantel vor ihr, ungeduldig wartend, bis sie alles fortgeräumt hatte und in den hingehaltenen Mantel schlüpfte. Willig und vergnügt geschah es. Der Druck, der vorhin so schwer ihre Brust belastet, war wie weggeweht. Und mit ihm der Regen, der anscheinend seine Pflicht getan zu haben glaubte.
Am Eingang zum Museum verhielt Selld^n den Schritt. „M u ß ich da hinein?" klagte er. „Es wird nach Staub und Stube riechen und das Mongolenzelt gewiß nicht anders aussehen als mein eigenes. Die Luft ist so schön frisch, man täte besser, ein wenig zu bummeln und spazieren zu gehen. Was meinen Sie, Fröken Greta?"
Greta meinte Ja und Amen, hob die Nase und schnupperte genüßlich, denn die nasse Erde roch gut, und trabte flott in umgekehrter Richtung neben ihrem langen Begleiter her. „Gleich wird die Sonne scheinen", meinte der, nach dem Himmel weisend, „da wird es schon ganz hell."
Die Sonne schien zwar nicht, dafür begann es bald darauf wieder sacht zu rieseln, aber die beiden Menschen merkten es gar nicht. Den schönen Pfad wanderten sie elbaufwärts, der sich zärtlich den sanften Windungen des Flusses anschmiegt.
Frisch und satt leuchtete das Grün der sich zu beiden Seiten des Wegs bis zum Wasser dehnenden Wiesen. Weiß und lautlos wie ein Schwan glitt ein Dampfer vorüber.
Große Stille war um die beiden. Und in dieser Ruhe einer friedlichen Natur begann der Schwede von seiner Heimat zu erzählen, von dem großen Haus in Djursholm, dessen Gartenwildnis sein Knabenparadies gewesen, von den beiden lustigen Schwestern, von denen die jüngste mit zehn Jahren gestorben. Don den Hellen Sommernächten, in
Schlaflos lag sie die ganze Nacht, träumte mit offenen Augen lächelnd vor sich hin — und verbarg ihr glühendes Gesicht in den Kissen, als der Mond listig und vielsagend durchs offene Fenster lugte, als wisse er alles.
Viel zu früh machte sie sich am Morgen auf den Weg zum Hotel, wanderte aber dann, von einer alle Glieder lähmenden Scheu befallen, so lange um den großen Platz und den dahinter liegenden Teich herum, daß es später als sonst war, als sie, durch Herzklopfen am Atmen behindert, in das große Zimmer trat, in dessen Erker Selldsn mit ihr zugewandtem Rücken stand — so gedankenversunken, daß er ihr Klopfen und Eintreten ganz
gerade diese Buffer die Fettversorgung bann sichersfellen soll, wenn das Bufferaufkommen jahreszeitlich bedingt oder aus anderen Gründen einmal geringer ist.
Die gute Qualität der Markenbutter gestattet allein die Einlagerung über große Zeiträume, ohne daß eine Wertminderung zu befürchten ist. In Zeiten der Butterknappheit kann deshalb die Bevölkerung mit den Vorräten der Markenbutter aus Kühlhäusern versorgt werden. Nicht zuletzt aus diesem Grunde soll erreicht werden, daß möglichst viel Milch von den Molkereien erfaßt wird. Die im bäuerlichen Betriebe hergeftellte Landbutter ist nicht haltbar und verliert schon oft nach Tagen an Wert. Sie ist ferner marktmäßig schlecht zu verteilen, und schließlich ist bei der Herstellung der Butter im ländlichen Betrieb die Fettausnutzung der Milch nie so weitgehend möglich, wie in den Apparaten der Molkereien. Der Bauer kann trotz der bestehenden Milchablieferungspflicht in seinem eigenen Betrieb so viel Milch verbrauchen, wie er will, er kann auch für seinen eigenen Bedarf im eigenen Hause buttern, er wird es aber, sofern er die Vorteile des Butterbezugs aus der Molkerei erkannt hat, nicht mehr. tun.
davon. Als könne sie dem entfliehen, was so über sie hereingebrochen.
26. Kapitel.
Seltsam. Das Mädchen, dessen Seele sonst
leijtungsprüfungen" veröffentlicht.
hiernach wirb beffimmf, baß in sämtlichen £an- besbauernschaften sofort mit ben Borarbeiten für bie Einführung ber Milchleistungsprüfun- gen zu beginnen ist, soweit bies bisher noch nicht geschah. Die weitere Durchführung ber Milchleistungsprüfungen erfolgt auf Grunb bie- ser Anorbnung burch bie Lanbesbauernschaften.
Es heißt dort, daß „die Prüfung durch Beauftragte des zuständigen Landesbauernführers erfolgt, und zwar mindestens einmal im Monat". Die zur Zeit bestehenden Kontrollvereine arbeiten entweder mit 21tägiger, oder 28tägiger Kontrolle. Die 28tägige Kontrolle ist erst vor einigen Jahren unter dem Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse zugelassen worden. Da die Milchleistung der Kühe infolge der verschiedensten Einflüsse nicht unerheblichen Schwankungen unterworfen ist, liegt es auf der Hand, daß die Ergebnisse der Kontrolle um so genauer sind, je öfter sie stattfindet. Um aber hie Kosten möglichst niedrig zu halten, muß man sich in vielen Fällen mit der 28tägigen Kontrolle begnügen.
Die Prüfung schließt eine Untersuchung ber Milch auf Fettgehalt ein. Da burch bie Milch- leistungsprüfungen gerabe eine Steigerung unserer Buttererzeugung erfolgen soll, so ist es selbstverstanblich, baß es nicht nur auf eine Steigerung ber Milchmenge, sonbern vor allem bes Fettgehalts ber Milch ankommt.
Bei diesen Kontrollen haben die Kuhhalter den Beauftragten alle für die Milchleistungsprüfungen er- forderlichen Auskünfte zu erteilen. Dazu gehören auch etwaige kleine Hilfeleistungen, die zur ordnungsmäßigen Durchführung der Milchleistungs- Prüfungen erforderlich sind.
Die K o st e n sind durch die Kuhhalter, die milchbearbeitenden und milchverarbeitenden Betriebe aufzubringen. Die Gebühren für die Erzeugerbetriebe werden durch die Landes- bauernschaft festgesetzt. Außerdem hat jede Molkerei, in deren Einzugsgebiet die pflichtmäßige Milchviehkontrolle durchgeführt wird, einen im Einvernehmen mit der Deutschen milchwirtschaftlichen Vereinigung (Hauptvereinigung) bzw. dem zuständigen Milchwirtschaftsverband festzusetzenden Beitrag zu den Unkosten beizusteuern, da erfahrungsgemäß
durch bie Milchleistungsprüfungen bie Milchanlieferung bei ben Molkereien nicht nur men- ' genmähig, sonbern vor allem auch hinsichtlich
I ber Güte steigt.
denen eine seltsame Unrast im Blut der Menschen pulste, von den Feuern der Johannisnacht, wenn Burschen und Mädchen Hand in Hand über den flammenden Holzstoß sprangen und ihn singend umtanzten. Von der Pracht der Wälder und Berge im Schnee, wenn man durch die bläulichen Schatten geheimnisreicher Dämmerung auf dem Schneeschuhen dahinglitt, den gemütlichen Abenden am offenen Kamin, in dem riesige Buchenscheite mit Knistern und flammender Lohe die Worte des Vaters begleiteten, der die alten Sagen feines Landes erzählte und von Sitten und Art fremder Völker, denn er war Kapitän auf schwedischen Überseedampfern und selten zu Hause.
„Damals erwachte in mir schon der Wunsch, diese fremde Ferne kennenzulernen und das zu entdecken, was noch keines Menschen Auge gesehen hatte. Und ich bin diesem Wunsch treu geblieben, trotzdem alles dagegen war: meine Eltern, Geldmangel und eine sehr schwache Gesundheit. Ich war ein kränklicher Knabe und zu rasch gewachsen. Aber was man will, erreicht man meistens. Und ich wollte."
Ein stählerner Klang war auf einmal in der freundlichen, etwas singenden Stimme. Grete Mervius sah den großen Mann an ihrer Seite an. Diele scharfe Linien durchzogen das vorzeitig verwitterte Gesicht, aus dem die hellen Augen jung und begeisterungsfreudig leuchteten. Kraft und Trotz verriet es und unbändige Energie. Kein ruhevoll
Milchleistungsprüfungen in allen Landesbauernschasten
Oer Führer als pale.
«ARodheim a. d. Bieber, 18. Febr. Der Führer und Reichskanzler hat bei dem zehn- ten Kinde des Friseurs Georg Schmidt in Rodheim a. d. Bieber die Ehrenpatenschaft übernommen und eine Ehrengabe überreichen lassen.
Hand in Hand gingen sie endlich weiter, wußten kaum, wovon sie sprachen, freuten sich der schönen reinen Luft, der Stille um sie her, des surrenden Flugzeugs über ihnen, das so sicher seinen Weg zog, amüsierten sich über ein paar barfüßige Knaben, die sich im Grase balgten, von einem kleinen aufgeregt kläffenden Foxterrier umsprungen — und sahen überrascht auf, als von Gretes Hutrand plötzlich ein kleines Rinnsal troff.
Der Schwede streckte die Hand aus — „Ich dachte, die Sonne schien!"
Seine grauen Augen strahlten das Mädchen an, das den Hut abgenommen und fragend das blonde Haupt gen Himmel hob.
„Wahrhaftig, es regnet", stellte sie fassungslos fest.
„Aber nun wir müssen schnell zurück, sonst gibt es einen bösen Schnupfen!
Grete lachte glücklich.
„Ich bin wetterfest und waschecht, meiner Schönheit schadet das bißchen Nässe nichts!"
Allzu schnell waren sie wieder am Schloßplatz vor dem Hotel angelangt, trotzdem ihr Weg von manch längerer Pause unterbrochen gewesen, die sie ebenso angenehm wie nutzbringend ausgefüllt hatten.
„Du nimmst jetzt ein Taxi nach Hause, Greta", bat Selld6n besorgt.
Aber Grete schüttelte den Kopf. Jetzt konnte sie der Mutter noch nicht unter die Augen treten, jetzt mußte sie erst noch ein Weilchen allein sein--
Schweigend reichte sie ihm die Hand, die der Mann ergriff und lange festhielt, als könne er sich nicht von ihr trennen. „Greta —" sagte er leise.
„Ja — ja--" Halb Jauchzen, halb Schluch
zen war es. Sie riß sich los und lief wie gejagt
Hatte sie diesen Svante Sellben je häßlich fanden? — Sie wußte es nicht mehr, wußte um eine innige Freude an seiner Nähe, ein tiefes Verstehen.
"Das ist schön", sagte sie leise, halb zu sich selber, „schön —"
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Genießender sah so aus. Das war das Antlitz eines Kämpfers, der Letztes hergab zur Erreichung einmal gesteckten Ziels.
ein aufgeschlagenes Buch vor der Mutter lag, nur fröhliche Mitteilsamkeit, keine Geheimnisse
immer, aber sehr kurz war sein Händedruck.
„Guten Morgen, Fröken Greta, wie geht es?
Marktregelung in der Milchwirtschaft
Vortrag im (Seminar für ländliches Genossenschaftswesen.
primen unterzogen sich am vergangenen Donnerstag und Freitag der Reifeprüfung. Zwei Prüflinge wurden dabei nicht für reif erklärt. Die Prüfung fand am ersten Tag unter dem Dorsitz des Ober- studiendirektors A n g e l ber g e r, am Metten unter dem Vorsitz des Oberschulrats Dr. L e i p au-, Darmstadt statt.
Da demnächst eine einheitliche Regelung der Bezahlung der Milch nach Fettprozenten erfolgen wird, ist damit zu rechnen, daß die Pre s- jpanne zwischen Frischmilch und Werkmilch nicht mehr so groß sein wird, wie es bisher da und dort der Fall war.
Die Genossenschaften sollen bestrebt sein, den Milch- erzeugern möglichst hohe Auszahlungs prei9fe zu sichern. Aus diesem Grunde muß eine fparjame Wirtschaft gepflegt werden und überall da wo Unkosten vermeidbar sind, louen sie' im Interesse eines hohen Auszahlungspreises vermieden werden. Allerdings war im vergangenen Jahre ein Rückschlag insofern zu verzeichnen die Preise für Kraftfuttermittel gestiegen sind, die Milchpreise aber auf Grund des festgelegten Butterpreises, der nicht überschritten werden durfte, n cht folgen konnten Die Molkereigenossenschaften sind gehalten, soviel auszuzahlen, als irgend möglich ist. Es wird weniger Wert darauf gelegt, am Jahresschluß eine hohe Dividende verteilen zu können, als daraus, ,
dem Erzeuger einen günstigen Preis für die Milch
geben zu können. In M v l k e r e i e n m i t K ä s e - reibe trieb sollte durch die höhere Auswertung der Milch auch ein h ö h e r e r E r z e u g e r p reis qegeben werden können. Auf diesem Gebiete wird demnächst mit Preisfestsetzungen zu rechnen sein.
Wilhelm Backhaus
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In seinen abschließenden, Betrachtungen wie- Dr Bojunga noch darauf hin, daß die Riarkt» regelung in der Milchwirtschaft trotz der Gegner- schäft mancher Landwirte außerordentlich große Erfolge erzielen konnte, die insbesondere den Bauern und Landwirten als Milcherzeuger zugute kamen. Tatsache sei, daß dies auch mehr und mehr auf dem Lande anerkannt werde, da die Vorteile des Genossenschaftswesens in der Milchwirtschaft offensichtlich seien. Eindringlich wies der Redner auch darauf hin, daß durch eine vielleicht über tragbare Verhältnisse hinaus gesteigerte Milch, erzeugung nicht andere Zweige der Landwirtschaft (insbesondere die Tierzucht) zum Schaden der Volks- ernährung vernachlässigt werden dürfen.
Der Vortrag fand starken Beifall und lofte eine rege Aussprache aus, in der insbesondere Fragen der Rassen in der Viehhaltung, die Frage der Ver- wendung der Magermilch in der Tieraufzucht, Die verhängnisvollen Folgen des Kälberschlachtens in den vergangenen Monaten, die Bezahlung der Milch nach Fettprozenten und vieles andere mehr von berufener Seite erörtert wurden.
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nicht aufzupassen. Sie müssen bitte verzeihen — wenn man so lange in die Wildnis lebt, vergißt man seine Manieren."
Er lächelte, aber sein Blick irrte schnell über sie hinweg, als fliehe er vor der oerftänhnislofen, wehen Frage in den blauen Augen, die ihn eben noch so selig angestrahlt.
Grete Mervius begriff nicht. War das derselbe Mann, der sie gestern so zärtlich geküßt, .liebe, liebe Greta' genannt hatte, dessen Hände so fest die ihren umklammert, der Mann, an den sie all die Stunden seit dem Abschied mit aufgewühlter Sehnsucht gedacht? — Wie umgewandelt war fein ganzes Wefen. Wo Wärme sie umgeben, wehte ihr heute kühle, höfliche Unpersönlichkeit entgegen.
Aber ihre Fassungslosigkeit Dauerte nicht lange. Dann machte Mutter Margrets Erziehung zur Selbstbeherrschung, zur inneren unD äußeren Haltung sich geltend. Verletzter Stolz tat ein Uebriges. Sie hob die Brauen, lächelte flüchtig wie er.
„Bitte, beunruhigen Sie fick nicht wegen des bißchen Regens, Herr Selldsn, Die Nässe hat mir in keiner Weise geschadet. Wir waren abends noch bei meiner Schwester und riesig vergnügt."
So, nun wußte er, daß sie seiner Zärtlichkeit keinerlei Bedeutung zugemessen hatte. Ein Spiel, weiter nichts —
(Fortsetzung folgt!)
arbeiten zu können.
Dadurch, daß die Molkereigenossenschaften den Milcherzeugern einen festen Preis garantieren, ist für den Bauern eine Rentabilitätsgrundlage für seine Milchviehwirtschaft gegeben.
Der Aufbau des Milchwirtschaftlichen Genossenschaftswesens war nicht immer leicht. Es war dabei eine auffällige Erscheinung, daß man in manchen Gebieten die Schaffung einer Milchabsatzgenossenschaft oder eine Molkereigenossenschaft als eine Selbstverständlichkeit ansah, in anderen Gebieten Dagegen gar nichts Davon wissen wollte. Das Genossenschaftswesen erfährt nach Den bisherigen Erfahrungen einen fortschreitenDen Ausbau. Dor allem trägt man sich an zuständiger Stelle mit Dem Gedanken, Milchleistungs- und Milch- qualitätsfontrollen durchzuführen. Für Die Frischmilch wurde bisher schon die Forderung erhoben, daß sie 3,2 v. H. Fett enthalten mutz.
BMMMtO.
Roman von H. von Hellermann.
Copyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68.
Noch gibt es manchen Landwirt, der sich Dagegen sträubt, einer Genossenschaft beizutreten, aber Doch Die Vorteile genossenschaftlichen Milchabsatzes gemeßen will. Es wird Deshalb erstrebt, allgemein eine Regelung zu treffen, bie für Die Milch von Nicht- m i t q l i e D e r n eine MinDerbezahlung vorsieht. Wo diese Regelung bereits getroffen wurde, hat sich inzwischen mancher Bauer und Milcherzeuger auch zur Genossenschaft angemeldet. Die Verantwortung muß ja auch von allen getragen werden, wenn alle Der Vorzüge Der genossenschaftlichen Milchverwertung teilhaftig roerDen wollen.
In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit Fragen Der Buttererzeu- gung im Hinblick auf bie Sicherstellung ber Fettversorgung unseres Volkes. Er wies zunächst barauf hin, baß bie Molkereien ganz bestimmte Buttersorten herzustellen haben. Für bie besseren Buttersorten finb Richtlinien erlassen. Das gilt besonbers für bie Markenbutter.
Die hohen Forderungen an die Qualität der Markenbutter müssen gestellt werden, weit
Den Mitcherzeugern soll die für die Tierau^ zücht wichtige Magermilch soweit rote möglich urückgegeben werden. Um eine Übertragung oon krankheilen 311 verhindern, soll "'Zukunft jede Molkerei auch einen Magermilcherhiher im Betrieb haben, um in der Magermilch alle schädlichen keime töten zu können.
Die Milchversorgungsoerdänbe sind bekanntlich Der Landesbauernschaft angegliebert. Ihre Organe haben die Aufgabe, die Interessen aller an Der Milchwirtschaft beteiligten Gruppen gerecht zu vertreten. In O b e r h e s s e n sinh so führte Der Redner u a. weiter aus, verschiedene Kreise mit Molkereien übersetzt, wahrend in anderen Kreisen Molkereien dazu übergehen müssen, ihre Betriebsanlagen zu erweitern. Hier wird noch mancher Ausgleich zu erstreben sein.
Die Käsereien sind angehalten, für die Zukunft Qualitätsware zu liefern, und zwar in immer gleicher Packung, um so den Absatz zu festigen.
Dor vielen Ortsbauernführern, Vertretern von Genossenschaften und einer Anzahl Studenten des Landwirtschaftlichen Instituts unserer Universität sprach am gestrigen Mittwochnachmittag im Rahmen einer Vortragsveranstaltung des Seminars für ländliches Genossenschaftswesen .der Vertreter Des MilchwirtschaftsverbanDes Rhein-Main, Dr. , Bojunga (Frankfurt a. M.) Über Das aktuelle - Thema Der „M a r k t r e g e 1 u n g i n D e r M i l ch- wirtschaf t".
Nach kurzen einleitenDen Ausführungen und herzlicher Begrüßung Der zahlreichen Zuhörer Durch Dr. Pfaff, sprach
Or. Bojunga, Frankfurt, zunächst in grundsätzlichen Darlegungen über Den Ausbau Des Genossenschaftswesens tn Der Milchwirtschaft. Er gab Dabei Aufschluß über die Grundsätze her Aufgliederung Der von Den Genossenschaf- ten erfaßten Bezirke in Frischmilch- und Werkmilch-Erzeugungsgebiete. Insbesondere wies er auf Die wirtschaftlichen Vorzüge Dieser AufglieDerung hin, Die sich Darin äußern, Daß
große Entfernungen für den Transport der Milch nicht mehr überwunden zu werden brauchen, sondern durch die Erfassung in begrenzten Umkreisen Ersparnisse gemacht werden können, die sowohl dem Erzeuger, als auch dem Ber- braucher zugute kommen.
Zwecks Erfassung Des Milchaufkommens in den ländlichen Gemeinden feien bie MiIchabsatz - unb bie Molkereigenossenschaf ten ge- grünbet worben. Die genossenschaftliche Erfassung unb Verarbeitung ber Milch hat, so fuhr Der Reb- ner u. a. fort, bereits erhebliche Anreize zur Steigerung ber Milchprobuktion geschaffen. Das gilt sowohl für bie Frischmilch, als auch für bie Werkmilch. Um bem Erzeuger von Werkmilch im Gegensatz zum Erzeuger Der hoher bewerteten Frischmilch einen gerechten unD entsprechenben Verbienst zu sichern, würbe bie Ausgleichsabaabe geschaffen, bie ber Stützung ber Werkmilchpreise in der Auszahlung an Den Lanbwirt ober Bauern dient. Die Preise für Werkmilch dürfen eine Erhöhung ober Angleichung an bie Frischmttchpreise nicht erfahren, ba bie festgelegten Butterpreise ben Werkmilchpreis bestimmen. Die Schaffung ber Ausgleichsabgabe erschien also als eine Notwenbigkett. Die Schaffung ber Ausgleichsabgabe an bie Molkereien schuf in ber Folge auch einen burchaus erfreulichen Anreiz zur erhöhten Milcherzeugung in den Werkmilchgebieten. Besonders charakteristisch erschien bas in Kreisen von Hessen-Nassau, bie milchwirtschaftlich bis vor kurzem nicht erfaßt waren unb bereits jetzt erhebliche unb ftänbige Steigerungen ber Milchprobuktion erkennen lassen. Die Folge war, baß vorhanbene Molkereien ihren Betrieb erweitern mußten, um bas Milchaufkommen ver-
(ZdR.) Am 22. November 1935 ist Die „D e r - orDnung über Milchleistungsprüf iin - gen" erlassen roorhen, nach Der u. a. Der Reichs- nährstanD zur Ausübung ber Befugnisse einen Beauftragten zu bestellen hat. Zum vorläufigen Beauftragten bes Reichsnährstands für bie Milchleistungsprüfungen ist nun Freiherr v. G u m p - p e n b e r g in Pöttmes ernannt worben, Der im VerkünDungsblatt Des Reichsnährstands Nr. 14 vom 11. 2. 36 eine „AnorDnung für Die Milch-
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Sellben sah sie an. So finbergläubig, ja anbädp tig leuchtete bas junge Gesicht ihn an — — Da vergaß er Vergangenheit unb Zukunft, vergaß alle guten Vorsätze, blieb stehen, nahm es behutsam zwischen beide Hänbe unb küßte es mitten auf ben roten Munb, ber ihn so lockenb angelacht.
„Liebe — liebe kleine Greta ..."


