Itr.42 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Mittwoch, ly.Zebruar Mö
Aus dem Reiche der Krau.
neue Stoffe zu sein, wenn sie nur die häufige Wäsche aushalten. Für die Schürzenbänder verwertet man Bandreste. Gegenwärtig sind Abschlußschleifen am Hals große Mode, man arbeitet sie aus Seide, Spitzen oder Samt in schwarz und farbig, sogar gemusterte Schleifen werden getragen, dazu sind die verschiedenen Reste wie geschaffen, denn es bleibt nie bei einer Schleife, man garniert die Blusen und Kleider gern immer wieder anders, und jede Schleife ergibt ein anderes modisches Bild.
Auch Lederreste, z. B. weiße Lederhandschuhe, die ausgesondert wurden, kann man umarbeiten, wenn man geschickt ist. Man macht aus ihnen die hübschen Blätter, Sterne und Herzen an feinen Seidenfchnüren, als Abschluß für Kleiderund Blusenkragen. Aus veralteten hellen Waschblusen schneidert man feine Untertaillen, die immer gebraucht werden, und die vielen Samt- und Seidenbänder, die in jedem Haushalt übrig bleiben, finden schließlich, wenn sie zu nichts anderem mehr taugen, zum Beziehen der Kleiderbügel eine endgültige Verwertung. Sehr praktisch sind die Dreiecke und Reifen zum Aushängen der Strümpfe, man stellt sie selber her und umwickelt sie mit bunten Samt- und Seidenbändern, auch farbige Wollreste kommen hier gut zur Geltung.
Zusammengesetzte Kissen sind immer beliebt, waschecht oder nicht, aber man muß sich entscheiden und keinerlei Zusammenstellungen wählen, entweder Waschstoffe oder andere, sonst geht es gegen den guten Geschmack und ist noch außerdem unpraktisch. Besuchstaschen werden aus Samt- und Seidenresten zusammengesetzt. Hier kann man auch Gold- und Silberspitzen mit verwenden, sowie Stickereireste verschiedener Art.
Bücher brauchen einen Schutzdeckel, und die moderne Buchhülle aus Chinz oder einem anderen modernen Stoff ist bald entstanden. Immer wieder neues fällt uns ein: der Taschentuch- bebälter, der Kragenbeutel, zu dem verschiedenfarbige Lederreste verwendet werden können. Die neue Mode, die die Verschiedenheit der Materialien liebt, macht es uns leicht, allerlei Reste aufzubrauchen, wenn sie nur mit sicherem Geschmack zusammengestellt sind.
Hausfrau und Vorratswirtschafl.
Mithilfe in der Erzeugungöfchlacht
Auf der Schulungstagung, die Reichsnährstand und NS.-Frauenschaft gemeinsam in Berlin abhielten, sprach Reichsernährungsminister und Reichs- bauernführer Darre vor den Abteilungsleiterinnen und den Gauamtsleiterinnen beider Organisationen sowie den Landesstellenleiterinnen des Frauenarbeitsdienstes über „vernünftige Vorratswirtschaft" der Hausfrauen als eine der besten Unterstützungsmaßnahmen der Erzeugungsschlacht.
Diese Vorratswirtschaft ist in den letzten Jahren bei den Hausfrauen, vor allem den städtischen, sehr in Vergessenheit geraten. Man glaubte, Vorsorge nicht notig zu haben, weil ja „immer alles da" sei. So kommt es, daß jetzt, da sich Deutschland auf seine Nahrungsfreiheit umstellt und gelegentlich nicht „alles da" ist, die Hausfrau manchmal etwas ratlos ist, wie sie sich einzurichten hat. Sie hat ver gessen, daß Mutter Erde ihre Gaben nicht in gleichmäßiger Menge spendet: Zu Zeiten ist auf dem Markt eine Ueberfülle bestimmter Nahrungsmittel (Gemüse, Obst) zu treffen, zu anderen sind sie knapp vorhanden. Auf diese Tatsache hat die Hausfrau in erster Linie Rücksicht zu nehmen. Ist ein Gemüse, eine Obstsorte reichlich vorhanden, dann gilt es, sie durch Aufnahme und Konservierung vor dem Verderben zu schützen, während eine etwa vorhandene Knappheit nicht noch dadurch verschärft werden darf, daß man gerade diese Lebensmittel zur Vorratswirtschaft aufkauft. Anpassung an die M a r k t v e r h ä l t n i s s e ist die Voraussetzung einer vernünftigen Vorratswirtschaft. Auch Haushalte, die nicht über teure Einmachapparate verfügen, können Vorratswirtschaft treiben, wenn sie sich der guten alten Methoden früherer Generationen erinnern und sie anwenden. So lassen sich z. B. Schnittbohnen und verschiedenes Obst: Kirschen, Heidelbeeren, Stachelbeeren roh einmachen, d. h. in Flaschen füllen und in Salz- bzw. gesüßtem Wasser konservieren. Eine andere Art der Frischhaltung ohne große Kosten ist das Topf-Einlegen: Gurkentöpfe, Pflaumentöpfe und Rumtöpfe erfreuten sich früher großer Beliebtheit. Von der „Z u ck e r s p a r k a s s e" kann nie genug gesagt werden, mit deren Hilfe die Hausfrau selbst einer reichen Obsternte gewachsen ist: jedes Glas Marmelade usw., das leer geworden ist, füllt sie mit Zucker und hat im Sommer und Herbst, wenn das Obst erscheint, nicht die erhebliche Ausgabe, die ein Zuckereinkauf im großen für ihre Kasse bedeuten würde Auch der „Drei-Fett-Topf" gehört in das Kapitel der Vorratswirtschaft, weil durch ihn sonst nicht gekaufte Fettarten verwendet und mit einem solchen Fettopf sehr sparsam gewirtschaftet werden kann. Er setzt sich zusammen aus Rinder-, Hammel- oder Kalbsfett, das mit Schweinefett (Liesen oder Rücken) und Butter, wenn möglich zu gleichen Teilen, ausgelassen wird. Eine Zwiebel, ein Apfel und etwas Majoran, die mitgebraten werden, geben besonderen Wohlgeschmack. Dieses Fett spritzt nicht und hält sich, wenn sorgfältig ausgelassen, d. h. bis alles Wasser verdampft ist, monatelang ohne ranzig zu werden.
Sie deutschen Hausfrauen sind zur Mitarbeit an den Aufgaben der Ernährungswirtschaft aufgerufen. Sie' werden sich dem Rufe nicht entziehen, wenn nur die Wege gefunden werden, die nötige Aufklärungsarbeit an sie heranzutragen. S.-H.
Frühlingsstoff, denn er sieht leicht und hell aus — und ist doch wärmend, wenn sich die Frühlingssonne einmal hinter Wolken verstecken will.
Die Mäntel haben wohl die größte Wandlung durchgemacht. Sie sind viel kürzer, dafür aber weiter geworden. Fast alle Mäntel sind nur dreiviertellang, hängen in gerader Linie herunter und sind mit einer Passe gearbeitet. Helle Wollstoffe, Covercoats, ein neuartiger Wollflanell wird allen gefallen!
Was erzählt man sich von den neuen Hüten? Man sieht ganz große, breitrandige Strohhüte, grob geflochten mit einem flachen Kopf. Dann wieder Schuten, die an die Biedermeierzeit erinnern. Auch Matroienbüte, wie wir sie als Kinder trugen.
werden gezeigt und Formen, die wie ein umge- stülpter Napfkuchen aussehen. Vor allen Dingen hat man aber auch dafür gesorgt, daß es schlichte, anspruchslose Formen gibt, die zu jedem Gesicht passen, und die über der zeitlich begrenzten Mode stehen.
Blumen und Blüten als Sommerboten! Man findet« sie überall, an den Kleidern, den Hüten, am Mantel und selbst aus Gummi am Regencape! Optimistisch und fröhlich ist die Frühlings- und Sommermode 1936! Deutsche Modelle werden auch in größerem Maß ins Ausland gehen, denn die deutsche Mode kann heute mit jeder ausländischen konkurrieren!
^Las sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
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Frühlingsmoden 1936
Von Dagmar Köhler
In Garmisch-Partenkirchen triumphierte das bayerische „Hüatl" mit der grünen Kordel und dem lustigen Federstietz — und dieses Hütchen ist unzweifelhaft ein Olympiasieger! Man hat es allgemein international anerkannt, denn schon tragen es die Damen in Berlin, Neuyork, London oder Paris!
Das bayerische Hütchen wird sich auch m etwas veränderter Form in die Frühjahrsmode herüberretten, allerdings ist die deutsche Mode-Industrie eifrig bestrebt, ihm den richtigen Platz anzuweisen, damit niemand auf die Idee kommt, ein bayerisches Hütchen zum Nachmittagskleid zu tragen.
Frühlingsmoden — gibt es etwas Erfreulicheres? Frühling, das heißt ja Abschied von kalten, häßlichen Tagen, das heißt ein unbedingtes Vertrauen auf blauen Himmel und Sonne! Zum ersten Mal wieder ohne Wintermantel auf die Straße gehen, vielleicht sogar mal „per Taille" — welch ein Glück! Was zieht man dieses Jahr dazu an?
An erster Stell« steht das K o st ü m ! Schlicht und anspruchslos, in der alten konventionellen Form. Kostüme müssen beste Schneiderhandwerksarbeit fein, wenn sie sitzen sollen. Die Smokingform, auf einen Knopf geschlossen (nur sehr schlanke Figuren können sich mehrere Knopfreihen leisten), wird in allen Stoffarten gezeigt. Steingrau, „Pfeffer und Salz", Covercoatfarben, Olivegrün sind die Hauptfarben. Das blaue Kostüm tritt in diesem Jahr etwas in den Hintergrund. Sehr beliebt ist das Kostüm mit der hellen Jacke und dem dunklen Rock Hier sieht man manchmal auch zwei ganz verschiedene Farben, z. B. dunkelgrün und braun, beige und lavendelfarben — allerdings sind solche Kombinationen gewagt und wer nur em Kostüm tragen kann, der wählt lieber ein einfarbiges!
Zum Kostüm die Bluse! Hier .st alles erlaubt, was gefällt: vom molligen Angorastoff zur hauch- feinen Spitze. Von den übergroßen Aermeln hat man sich verabschiedet, dafür besteht die ©arnüur aus Säumchen, Plissees, Passen und Kordeln. Alle Blusen sind irgendwie farbig — weiß ist etwas aus der Mode gekommen. Gestreift, geblumt, tariert und getupft, jeder soll das wählen, was ihm gefällt. Die Kleider werden etwas kürzer — aber keine Angst, das kurze Kleid kehrt bestimmt n.ch wieder. Fast überall sind Schößchen, fast überall ist die Neigung, die Kleider kostümartig zu verarbeiten. Sehr chön sehen dazu kleine, hochgeschlossene Westchen aus, die meistens extra gearbeitet werden. Selbst Nachmittags- und Abendkleider arbeitet man in dieser Form. . „ .
Die Stof fe werden allen Frauen gefallen! Der Frühling verlangt helle freudige Muster, Streifen und Blüten! Lavendelblau scheint die Vorliebe der diesjährigen Mode zu werden, aber auch em taufrisches Moosgrün, ein zartes Gelb und vereinzelt Weinrot. Winzig kleine Karos, mit einem blinkenden Kunstseidenfaden durchzogen, sind besonders reizvoll! Seid-) mit Wolle gemischt ist der echte
Aus Angorawolle sind die drei Modelle gestrickt, die wir heute zum Nacharbeiten durch geschickte Hände vorschlagen.
Und zwar zeigt Zeichnung 1 eine einfache, ro e i n r o t e W e st e mit viereckigem Ausschnitt für Sport und Reise. Eine doppelte Leiste von kleinen, ovalen Lederknöpfen (ebenfalls weinrot) bildet den Verschluß. Aus dem gleichen Material ist die kleine runde Mütze mit dem aufgerollten Rand gestrickt.
Zu einem schwarzen stumpfen Seiden- r o ck für festlichere Gelegenheiten wirkt sehr gut die
Resteverwertung am Rähtisch.
Von Else Pauli
Jede Hausfrau hat eine Schublade, einen Beutel, eine Ecke im Schrank, wo sie allerlei Stoffreste für den späteren Gebrauch aufbewahrt. Und einmal findet sich stets eine Gelegenheit, solche Spitzenenden, Seidenstückchen und Batistfetzen auszuarbeiten, man muß sich nur rechtzeitig an ihr Vorhandensein erinnern. Gegenwärtig werden wieder einmal viel Handarbeiten gemacht, Handarbeiten sind große Mode, und so ist für die vorhandenen Reste die Stunde gekommen. Batist- und helle Seidenrestchen, soweit sie waschecht sind, werden in zierliche Taschentücher verwandelt, ein einfacher Hohlsaum dient als Schmuck, eine schmale Valenciennespitze, ebenfalls ein Rest, läßt sich als Abschluß verwenden, und wer aus einer Decke, einem Kragen ein kleines Viereck, ein feines Medaillon herauslösen kann, dürfte solche Taschentücher ganz besonders elegant herausputzen. Hat man mehrere Spitzen- oder Leinenreste von derselben Art, so verwertet man sie für Kragen und Manschetten, die immer gebraucht werden, solange sie die Mode so bevorzugt wie jetzt. Auch die ge- ristchten Schulterkraaen aus Spitzen können aus Resten zusammengesetzt werden, und die hellen Kleiderkragen, die aus zwei verschiedenen Stossen bestehen, sind zur Restoerwertung geeignet. Hier kann man weiße, rosa, hellblaue und gelbliche Seidenstoffe gemeinsam mit gemusterten Seiden verarbeiten, man setzt sie mit forderten, gepunkten oder geblümten Seiden zusammen. Auch die verschiedenen Platzdeckchen, die gegenwärtig so beliebt sind, werden gern aus Resten hergestellt, hierfür lassen sich verschiedene Spitzenreste zusammennähen, soweit die Spitzentechniken zusammenpassen. Platzdeckchen werden viereckig oder rund gearbeitet, aus Seide und Spitzen oder ganz aus Spitzen, weiß oder matt getönt, auch kleine Stickereien dürfen dafür Verwendung finden.
Seitdem wieder kleine Schürzen getragen werden, kann man zarte Leinen- und Batistreste mit Spitzen verarbeiten, es brauchen nicht einmal
weiße Bluse (Zeichnung 2) mit den drei Raffungen an Ausschnitt und Aermeln, die von drei Perlmutterspangen gehalten werden.
Für den Sport ist die maisgelbe W e st e mit dem besonders breiten Kragen gedacht (Zeichnung 3). Die sportliche Note betonen auch ein großes, braunes Holzmonogramm und ein breiter, brauner Lackledergürtel zum braunen Hojenrock.
Um das Angoramaterial voll zur Geltung zu bringen, darf man bei .allen drei Modellen die Strickart selbst nicht in Erscheinung treten lassen. H.
Wir suchen eine neue Wohnung!
Vorbereitung und tfeberblid
„Wir haben zum 1. April gekündigt und sind nun auf der Wohnungssuche, aber das ist eine furchtbare Sache!" Die kleine Frau Gerda stöhnt: „Ich bin von den vielen Wohnungsbesichtigungen ganz tot. Man muß so sehr viel bedenken, und meistens ver« gißt man die Hauptsache!"
„Ja, hast du dir denn einen richtigen Plan gemacht, nach welchen Gesichtspunkten man sich eine Wohnung anschaut?"
„? ? ?" — „Aber das ist doch ganz einfach! So ein Plan spart später allen Aerger, und du weißt von vornherein, ob sich eine Wohnung für dich eignet. Du mußt zunächst einmal die Maße deiner Möbel ganz genau aufschreiben, dann kann es dir nicht pafsieren, daß später das Büfett für das Eßzimmer viel zu groß ist, oder daß die Couch so breit ist, daß sie das ganze Zimmer füllt, und daß keine Stühle mehr hineingehen. Oder auch umgekehrt: wenn du kleine Möbel hast, dann nimm nicht ein Riesenzimmer, sonst sieht deine Einrichtung wie eine Puppenstube aus. Wenn du in eine Neubauwohnung ziehen willst, mußt du ausmessen, ob deine Möbel beim Umzug auch die Treppen heraufgehen, denn die Treppen in den Neubauwohnungen sind oft sehr eng gebaut, und man kann die Möbel doch nicht mit einem Hebekran an der Außenwand heraufbefördern. Das heißt, man könnte das natürlich tun, aber in Deutschland ist das nicht üblich, in Holland wird es allgemein so gemacht. Wenn du dir in Holland Einfamilienhäuser anschaust, so wirst du dich zunächst immer über den „Galgen" wundern, der an jedem Hausgiebel angebracht ist. Er ist als Hebekran für die Möbel gedacht, die alle von außen hochgezogen werden."
„Das ist ja eine wunderbare Einrichtung, das müßte es bei uns auch geben, aber meistens find hier die Treppenhäuser eng und dunkel«..."
„Du sprichst von dunkel, da fällt mir ein, daß du immer zunächst fragen mußt, in welcher Himmelsrichtung die Zimmer liegen, damit du weiß, wann die Zimmer Sonne haben. Vor allen Dingen ist es wichttg, wenn dir der Mietpreis genannt wird, zu fragen, ob er mit ober ohne Umlagen gemeint ist, denn die Umlagen machen oft eine ganze Menge aus.
Alle Fehler, die du an einer Wohnung bemängelst, mußt du vor Schließung des Mietvertrages anmelden, sonst hast du keine Ansprüche auf Reparaturen. Natürlich ist der Vermieter verpflichtet, dir die Wohnung in sauberem Zustande zu übergeben, genau so, wie du verpflichtet bist, deine Wohnung in sauberem Zustand zurückzulassen."
„Wenn aber die neue Wohnung Ungeziefer hat, — das kann man doch auf den ersten Blick nicht sehen?"
„Der Hauswirt ist verpflichtet, das mitzuteilen, er muß auf seine Kosten das Ungeziefer vertilgen lasten. Stellen sich allerdings erst einige Monate nach dem Einzug der neuen Mieter Wanzen oder sonstiges Ungeziefer ein, das vorher nicht da war, dann wird man annehmen, daß der neue Mieter sie eingeschleppt hat, und bann muß er auf seine Kosten bie Wohnung vom Ungeziefer freimachen!"
„Ich graule mich so vor bem Umzug!"
„Aber bazu ist gar keine Ursache! Du mußt bir einen genauen Kostenanschlag machen lassen unb bich vor allem rechtzeitig um einen Spebiteur kümmern."
„Jetzt ist mir schon etwas leichter ums Herz. Ich werbe also nur noch mit einem fein ausgearbeiteten Schlachtplan auf Wohnungssuche gehen!"
Getröstet macht sich Frau Gerba von neuem auf bie Suche nach bem zukünftigen Heim.
Fisch-Rezepte.
Seelachs unb Kabeljau finb etwas weich im Fleisch. Deshalb empfiehlt es sich, sie vor bem Kochen eine Diertelstunbe bis eine halbe Stunbe in Essig- ober Zitronenwasser zu marinieren. Sie werben gekocht mit ober ohne Beigabe von Gewürzen wie Schellfisch.
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Fischauflaus. Seelachsfilet wirb im eigenen Saft gebünftet ober in wenig Wasser gekocht, bann in kleinere Stücke geteilt. Zwei Eigelb mit einem Löffel Mehl unb Milch glatt rühren zu ziemlich bickem Teig, ben steifen Eierschnee sowie reichlich gehackte Petersilie unb Schnittlauch baruntermischen, bie Fischstücke unterziehen unb bas Ganze in gut eingefetteter Auflaufform in heißem Ofen backen. Beigabe grüner Salat ober Kartoffelsalat.
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Fischfilet im Fe11opf gebacken. Filet von Seelachs unb Kabeljau wirb nach bem Waschen in einem Küchentuch getrocknet, in einen Ausbackteig getaucht (einfacher steifer Pfannkuchenteig mit einem Löffel Oel vermischt) unb in stark kvchenbes Fett gegeben. Das Fett muß blau kochen. Wenn bie Fischstücke roieber aufsteigen, finb sie gar, werben gut abgetropft unb mit Petersilie garniert aufgetragen. Beigabe: Zitronenviertel, Kartoffelsalat, grüner Salat, Kartoffelbrei, alle Arten von jungem Gemüse, alle Gemüsesalate ober auch Apfelkompott.
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Fischragout von Filet. Filet aller Art wirb im ganzen Stück gekocht aus bem Wasser genommen, in ansehnliche Stücke geteilt unb heißgestellt. Das Kochwasser verrührt man mit einer kräftigen Butter-Mehl-Schwitze zu gut sämiger Soße, gibt etwas saure Sahne bazu unb an Gewürzen Salz, etwas Paprika, Kapern unb einige Tropfen Zitrone ober kleingeschnittene Gürkchen, wenn man bas Ragout leicht säuerlich wünscht. Man kann auch als Würze Salz, Paprika, viel geriebenen Käse unb Champignon bazugeben unb bie Soße mit Sahne abrühren. Der Fisch muß barin noch etwas ziehen. Beigabe: Tomatenreis, Käsereis, Kartoffelbrei ober Salzkartoffeln, grüne Salate ober Bohnensalat. Für festliche Gelegenheiten verziert man bas Ragout mit braunen Fifchklößchen unb Blätterteig» gebärf ober Käsegebäck.
Fischfilet gebraten. Seelachsfilet schneibet man nach bem Waschen in gute Stücke, trocknet sie im sauberen Küchentuch, paniert sie mit Eigelb, Salz unb geriebener Semmel unb bratet sie in ber Pfanne in Butter ober Schmalz. Man reicht sie mit Zitronenspälten zum Betropfen. Gemüsebeigabe: jcbes junge Gemüse sowie grüner Salat, Kartoffelsalat ober Pommes frites.


