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und neu zu rammen. Dann hat der Zeuge aber nichts mehr von der Sache gehört. Da diese Be- kundungen des Zeugen eine erhebliche Belastung für den Angeklagten Weyher darstellen, beantragte dessen Verteidiger die Vernehmung der Leiter der Neubauämter I, II und V und ihrer Bauwarte als sachverständige Zeugen zur Frage der Organisa­tion der Neubauämter und der Verantwortlichkeit ihrer Leiter und Bauwarte.

Die Verhandlung wurde dann vertagt.

Kleine Unfälle.

kreis Friedberg.

+ Münzenberg, 17. Juli. Der 10jährige Sohn des hiesigen Zimmermanns D e b u s erlitt durch einen unglücklichen Sturz eine f ch w er e Kniegelenkverletzung, die seine Ueberfüh- rung in die Chirurgische Klinik nach Gießen not­wendig machte.

Kreis Wetzlar.

* L ü tz e l l i n d e n, 17. Juli. Der hiesige Landwirt Wilhelm Müller, der sich heute morgen mit seinem Motorrad unterwegs befand, wurde von einem Auto angefahren und dabei zu Boden ge­schleudert. Der bedauernswerte Mann erlitt einen kompletten Unterschenkelbruch des rech­ten Beines und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Heuer Äemeinde- faal Watzenbom- Oteinberg.

Das Innere des neuen Gemeindesaales inWatzen- born - Steinberg, der in opferbereiter Arbeit in der ehemaligen Pfarr- scheuer geschaffen wurde.

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Richtlinien für die Druschpreise 1936.

NSG Für das Jahr 1935 hatte die Land e s - bauernfchaft Hessen-Nassau Richtsätze für Lohndrescher veröffentlicht und empfohlen, sich an diese Richtsätze zu halten. Im Jahre 1936 gelten vorläufig dieselben Sätze, die zu Beginn der Drusch­zeit heute wieder von Bedeutung sind. Die Sätze sehen je Stunde folgende Preise vor bei Maschinen der

Klasse I/20zöllig und darüber je Stunde 8,50 RM.

11/1820zöllig 7,50

III/ unter 18zöllig 6,

Die Leistungen der Maschinen sollen betragen in der

Klasse I 25 bis 30 Zentner je Stunde

II 20 25

III 15 20

Diese Druschlöhne gelten bei Gestellung des Bindegarns, des Betriebsstoffes und dreier Fach­arbeiter durch den Lohndrescher. Bei G e st e l l u n g des Betriebs st offes durch den Bauer ermäßigen sich diese Sätze in

Klasse I um 1,50 RM.

II 1

III 0,75

Stellt außerdem der Bauer das Bindegarn, so tritt eine weitere Ermäßigung ein, die sich nach dem jeweiligen Verbrauch an Bindegarn richtet, enb zwar in

Klasse I um etwa 1, bis 1,25 RM.

II 0,75 0,90

III 0,50 0,60

Bei Verwendung von Bindedraht erhöhen sich die Druschlöhne in

Klasse I von 8,50 auf 9,50 RM. II 7,50 8,

Die Preise für Feld - und Platzdrusch be­tragen bei Gestellung von Bindegarn durch den Lohndrescher in

Klasse I 9,35 RM.

II 8,25

III 7,15

Wird in einer Dreschhalle (Platzdrusch) gedroschen, so hat der Lohndrescher, falls er Hallenmiete bezahlen muh, die Möglichkeit, den Druschpreis zu erhöhen; der Zuschlag soll jedoch nicht über 60 Pf. je Stunde betragen. In diesem Jahre findet erneut eine t e ch - nischeUeberprüsungderDreschmaschi- n e n statt. Maschinen, die hierbei nicht in Ordnung gefunden werden, können stillgesetzt werden.

Die vorstehenden Richtlinien beziehen sich auf vollkommen leistungsfähige Maschinen und gelten unter der Voraussetzung, daß die Druschkosten inner­halb einer angemessenen Frist (vier bis sechs Wochen) bezahlt werden.

Zuchtviehauktion für rotes Höhenvieh in Wetzlar.

(Westfalen). 2d E. A. Stirn, Ernsthofen (Oden- wald). 2e Dr. Ritgen, Wormeln (Westfalen). 2k Albert Ohly, Hörnsheim (Züchter: K. Brall, Reis­kirchen-Dill).

3. Preise: 3a Hch. Klein, Roth. 3b Konrad Schweinsberger, Niederwald (Kurhessen). 3c Wwe. Hch. Landau, Rodenbach (Kurhessen). 3d Anton Engel, Hörnsheim. 3e E. A. Stirn, Ernsthofen (Odenwald). 3f K. Meißner, Niederhörlen (Dill). 3g Jak. Siefert, Fronhof (Odenwald).

4. Preise: 4a Freiherr von Wendt, Geveling­hausen (Westfalen). 4b W. Garber, Grohseelheim (Kurhessen). 4c K. Schweinsberger, Niederwald (Kurhessen). 4d Wwe. K. Held, Reiskirchen (Dill). 4e Ludwig Schweitzer, Hochelheim. 4k Theodor

Fischer, Hof Zwiefalten (Oberhessen). 4g Wilhelm Diehl, Griedelbach (Dill). 4h Gg. Krug II., Ober- Mörlen (Züchter: K. M. Baum, Hirzenham-Dill). 4i Hch. Achenbach, Achenbach (Dill).

(Altersklasse 16 und mehr Monate.)

2. Preise: 2a Dr. Ritgen, Wormeln. 2b Lehr- und Versuchsgut Selgenhof (Oberhessen). 2c Jakob Siefert, Fronyof (Odenwald).

3. Preise: 3a Jakob Siefert, Fronhof (Odenwald). 3b Baron Günther von Breidenbach, Breidenstein (Lahn-Dill). 3c Heinrich Bepler, Hörnsheim.

4. Preise: 4a Karl Pfaff, Launsbach (Lahn-Dill). 4b K. Mengel, Rosenthal-Kurhessen (Züchter: Hart- wig, Thalitter).

Kindergärten für die Erntezeit!

Von Marie Luise Lüddete.

V. A. Alles Denken und Tun ist jetzt auf dem Lande auf die Ernte gerichtet! Die arbeitsreichste Zeit beginnt in wenigen Tagen, von Sonnenauf­gang bis zum Sonnenuntergang regen sich dann wieder die fleißigen Hände, um endlich nach monate­langer, mühsamer Arbeit den Lohn heimzubringen. Jeder trockene Tag muß genutzt werden, bis die Dun­kelheit hereinbricht. Auf dem Hof ist alles still, nur die Futterzeit für die Tiere wird eingehalten, denn nicht nur der Bauer und Landarbeiter hat wahrend der Ernte vermehrte und schwere Arbeit zu leisten, sondern auch die Bäuerin und Landarbeiterin. Ins­besondere gilt dies für alle diejenigen Höfe und Be­triebe, die mit wenig Hilfskräften arbeiten müssen, wo also die Frau von früh bis spät fest zupacken muß. Auch die Hilfe der größeren Kinder ist meist eine Notwendigkeit in dieser dringenden Erntezeit. Nur die Kleinen können noch nicht mithelfen, und das ist die größte Sorge der jungen Mütter.

Was wird aus diesen kleinen und kleinsten, die sich noch nicht selbst beschäftigen und versorgen können?

Wer führt über sie Aufsicht? Wer wird sie be­treuen? Sollen die Kleinen mit aufs Feld aenom- men werden? Der Tag ist gar zu lang und man kann diese Kleinen ja nicht festhalten, sie brauchen Aufsicht. Bleiben sie wiederum zu Hause, so kann ihnen allzu leicht etwas zustoßen.

Die NS.-Volkswohlfahrt hat bereits im vergangenen Jahre mit hilfereichender Hand zuge­griffen. lieber 800 Erntekindergärten in der arbeus- reichsten Zeit des Jahres konnten eingerichtet wer­den. Es wurde den Müttern die Sorge um die Auf­sicht der Kleinen und Kleinsten dadurch abgenom­men. Die Erfolge sind die denkbar besten gewesen, und aus diesem Grunde

fördert auch der Reichsnährstand die Einrichtung von Erntekindergärten auf dem Lande.

Auf der dritten Reichsnährstandsschau in Frank­furt a. M. wurde in -eindrucksvollen Bildern die

Arbeit in den Erntekindergärten erläutert. Die Be- deutung ist zweifacher Art. Einmal wird die m der Erntezeit stark in Anspruch genommene Bäuerin und Landarbeiterin auf diese Weise stark entlastet, zum anderen liegt der Vorteil der Erntekindergar­ten in der Aufsicht und Betreuung, die den Kindern selbst zugute kommt. Dazu werden die Kinder in den Erntekindergärten mit Gespielen zusammenge- bracht, sie lernen Neues kennen, können sich gegen­seitig erziehen und abschleifen. So dient der Ernte­kindergarten in gleicher Weise dem Kinde selbst, wie der Familie, und zur körperlichen Fürsorge tritt die Erziehung und seelische Förderung der Kinder. Selbstverständlich kann ein Erntekindergarten nie das Elternhaus ersetzen.

Wie erfolgt die Einrichtung eines Erntekinder­gartens? Am besten ist es, mit dem Ortsgruppen­amtsleiter der NSV. in die Kreisstadt zu fahren, um sich dann bei der Kreisamtsleitung der NSV. Rat und Unterstützung zu holen.

Selbstverständlich muh vorher festgestelli werden, ob im Dorf eine kleine Wohnung oder ein geeigneter Raum für die Einrichtung eines solchen Erntekindergartens zur Verfügung steht.

Der Ortsbauernführer wird hierbei sicherlich gern beratend zur Seite stehen. Ist erst einmal der Ge- danke ernstlich ins Auge gefaßt, dann lassen sich auch alle Schwierigkeiten aus dem Wege räumen, denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Na- türlich muß die Einrichtung den örtlichen Verhält­nissen entsprechend erfolgen; fest steht jedoch, daß der Erntekindergarten nicht nur ein Segen für die Arbeiterfrau, sondern auch für den Bauern ist, der die Arbeit der Frau nicht entbehren kann. Die Freuen werden viel eifriger und freudiger zur Arbeit gehen, wenn sie ihre Kleinen in guter Hut wissen. Und wieviel Freude bringt solch ein Kin­dergarten in das Dorfleben, denn er fördert das Gemeinschaftsgefühl! Deshalb

schafft Erntekindergärten!

80. Ausstellung und Znchtviehversteigerunq für Mitteldeutsches Rotvieh.

Wetzlar, 17. Juli. Die 80. Ausstellung und Zucht­viehversteigerung für mitteldeutsches Rotvieh, die der Reichsoerband der Rinderzüchter Deutschlands in der neuen Markthalle in Wetzlar durchführte, wurde ein beachtlicher Erfolg. Die Veranstaltung brachte den Beweis für die in züchterischer und organisatorischer Hinsicht außerordentlich erfolg­reichen Bestrebungen zur Hebung und Pflege der mitteldeutschen Rotviehzucht, durch die sich die Ab­teilung ausgezeichnet durchgesetzt hat.

Aus den Verbandsgebieten Kurhessen-Waldeck, Westfalen, Vogelsberg, Lahn-Dill und dem Oden­wald waren 60 ausgewählte Bullen aufgetrieben, von denen 31 mit einem Preis ausgezeichnet wer­den konnten. Wenn auch keine, allen Anforderun­gen der beseitigen Tierzucht ausreichend genügen­den Tiere aufgetrieben waren, so konnte doch ein in den Formen sehr gut ausgeglichenes Material festgestellt werden. ,

Die Versteigerung zeichnete sich durch em flottes Angebot und den restlosen Absatz aller Tiere aus. Den Höchstpreis von 1040 Mark erzielte em mit einem 2. Preis ausgezeichnetes Tier des Züchters Dr. R i t g e n, Wormeln, das die WsMtrwälder Zuchtvereinigung in Westerburg erstand. Der ge­ringste Kaufpreis betrug 410 Mark. Die pLmiierten Tiere erzielten einen Durchschnittspreis von 770 Mark. Der insgesamt erzielte Durchschnittspreis von 665 Mark war der bisher beste Durchschmttsbetrag der diesjährigen Veranstaltungen.

Die mit der Bullenversteigerung verbundene

7. Zuchtschweineauktion des Landesverbandes der Schweinezüchter Hessen - Nassaus war mit rund 20 Ebern und Sauen der Lang-Gönser und Hörns- heimer Zuchten beschickt. Für diese Tiere wurden sechs Preise ausgesetzt. Den Spitzenpreis von 250 Mark erzielte der Züchter Wilhelm Salten- b e r g e r II., Griedelbach, für einen neun Monate alten Eber, den die Gemeinde Brandoberndorf er­warb. Die Preise bewegten sich zwischen 150 bis 250 Mark. Für eine Muttersau wurden 200 Mark bezahlt.

Oie Prämiierung.

Zum ersten Male wurden die Formen- und Leistungspreise zusammen zu einem Punktpreis ge­wertet.

(Eber.

2a-Preis: Karl Velten, Lang-Göns. 2b-Preis: Herrn. Lenz, Frohnhausen. ,

3a-Preis: Heinrich Brückmann, Neuhof. 3b-Preis: Albert Engel- Hörnsheim. 3c-Preis: Ludw. Scheid, Kehlnbach.

Säue.

2. Preis: Karl Schneider, Altenberg.

Bullen.

(Altersklasse 14 bis 16 Monate.)

2. Preise: 2a Hch. Friedrich, Nauborn. 2b A. Dil­ling, Oberdieten (Züchter: Albert, Saasenhausen- Dill). 2c Freiherr von Wendt, Gevelinghausen

Das Berliner Baugrubenunglück vor Gericht.

Zur Frage der ordnungsmäßigen Ausführung von Ö-Bahn-Baugruben wurde im Berliner B a u- unglücksprozeß der Reichsbahnoberrät Rei­chert vernommen, der sich als Bauleiter eines der schwierigsten Abschnitte am Bahnhof Friedrichstraße besonders ausgezeichnet hat. Auch er betonte, daß es Pflicht des Statikers der ausführenden Baufirma fei, sich selbst die Baustelle anzusehen. Die Projekt- änberungen hielt er für nicht besonders bedeutungs­voll, weil sie überall vorkämen; es müßten dann aber in ausreichendem Maße Zeichnungen zur Ver­fügung stehen, auf Grund deren selbst die Poliere prüfen könnten, ob sich alles planmäßig entwickelt. Weiter bezeichnete es der Zeuge als eine Selbstver­ständlichkeit, daß an jedem Rammträger Höhen­marken angebracht werden, damit man jederzeit seine Einbindetiefe ablesen könne. Die Verwendung von gestoßenen Steifen und von Konsolen hält er für nicht angebracht und erklärt mit Rücksicht auf die Konsole:Das ist eine so gesuchte Sache. Ich bin erstaunt, daß man auf einen solchen Gedanken kommen konnte. Ich hätte das nie geduldet!"

Der Zeuge hat drei bis vier Wochen vor der Katastrophe mit dem Angeklagten Zellberg eine Aussprache gehabt, in der dieser ihm von der zu geringen Einbindetiefe der Rammträger Mitteilung machte. Vellberg habe damals erklärt, es fei das beste, die zu kurzen Rammträger herauszuziehen

Statt Karten

Giehen. den 18. Juli 1936

4513 D

4514 D

m nLIXooQ von3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder- NäCilldSSu holten Veröffentlichungen einer Änzeiflol

Danksagung

Für die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir herzlichen Dank

Die trauernden Hinterbliebenen

L d. N.: Katharine Brühl Wwe.

Giehen, den 18. Juli 1936

Bekanntmachung.

Die nächsten viehmärkle in Gießen finden statt: Dienstag, den 21. Juli 1936: Rindvieh- (Ruhvieh-)

Markt. Auftriebszeit von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr vormittags.

Mittwoch, den 22. Juli 1936: Schweinemarkt. Auf­triebszeit von 8 bis 9 Uhr vormittags.

Auf dem Rindviehmarkt wird sämtliches Vieh gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft.

Gießen, den 18. Juli 1936. 4506C

Der Oberbürgermeister: Ritter.________

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Kein Groß-Filialbetrieb 4492D

Danksagung

Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen

Ludwig Seipp VII.

sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank

Frau Kath. Seipp, geb. Moos

Lollar, 18. Juli 1936 im Namen aller Hinterbliebenen

03297

Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden

unserer lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank

Gießen, Gau-Odernheim, Schornsheim,

Bensheim, den 16. Juli 1936.

Wilhelm Ritter, Justizinspektor

Annemarie Ritter

Heinrich Bechstein

Die tieftrauernden Hinterbliebenen;

Heinrich Ritter

Karl Friedrich Ritter

Auguste Krämer, geb. Ebling

Richard Ebling und Familie

Wilhelm Krämer

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau und Mutter, unsere liebe

Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Katharine Ritter, geb. Ebling

im Alter von 41 Jahren nach langem schweren Leiden heute mittag 4 /, Uhr zu

sich in die Ewigkeit abzurufen.

Die Trauerfeier findet am Montag, dem 20. Juli 1936, nachmittags 3 Uhr, in der

Friedhofskapelle in Mainz in aller Stille statt

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Einreichungstermin: 25. Juli 1 936 Zuschlagsfrist: 2 Wochen.

Eisenbahner-Heimstätten-Verein e.G. m. b.H., Giehen

äBUlUs Pauly