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Bäume und Sträucher ersticken.
Geschichten aus aller Welt
Zum ersten Male wieder
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sich aufbauen ließe. Gelingt er nicht, dann werden die Reformen Stückwerk bleiben. Die politische wie die wirtschaftliche Stabilität des Landes sind aufs engste mit diesem sozialen Problem verknüpft, und solange dieses Problem nicht ernstlich in Angriff genommen wird, wird im „Garten Südamerikas" stets das Unkraut wuchern und die fruchttragenden
den Kopf zu werfen. Die Besucher im Parterre werden gebeten, nicht in die oberen Abteilungen des Theaters hinaufzuklettern, jedenfalls aber nicht für diese Kletterkunststücke die Säulen zu benutzen. Die Herren werden ganz besonders ersucht, wahrend der Vorführung keine Streitigkeiten auszutragen. Sollte sich dies dennoch für notwendig erweisen, so wird auf die besonderen Räume hingewiesen, die die Direktion gern zu diesem Zweck zur Verfügung stellt."
Angriff genommen, Dertreze begab sich nach seinem Zelt, um neue Gerätschaften herbeizuschaffen, als plötzlich ein entsetzlicher Schrei ertönte und der Ar- beiter, der dem Gelehrten Mitteilung von dem Summen gemacht hatte, sich in Krämpfen auf der Erde wälzte. Der Arbeiter starb innerhalb einer Stunde, und zwar, wie seine Kameraden berichteten, an dem Stich einer riesigen bunten Fliege, die plötzlich aus dem Gewölbe gekommen sei und den Unglücklichen in den Nacken gestochen habe. Tatsächlich habe sich im Nacken des Arbeiters eine geschwürähnliche Stelle gefunden. Die Arbeiter weigerten sich standhaft, weiterzugraben und der Gelehrte mußte sich aus dem nächsten Dorf neue Leute holen. Als er wiedepkam, war die Oeffnung nirgends mehr zu entdecken — wahrscheinlich hatten die Arbeiter alles wieder zugeworfen — und auch von der Fliege war nichts mehr zu sehen.
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bereits beachtliche Leistungen erzielt worden, z.B. in der medizinischen Wissenschaft. Vielleicht sind die Paraguayer bildungsfähiger als manche andern Völker Südamerikas, weil sie weniger oberflächlich, weniger „amerikanisch" sind, und deshalb dürfte auch "der Versuch, sie zu geregelter Arbeit zu erziehen, nicht aussichtslos sein.
Der Versuch dürfte für das neue Regime eine lockende Aufgabe sein. Gelingt er, dann wäre das feste Grundwert geschaffen, auf dem das große
MKlaffevonZbi«
20 v. s. erhallen Sie bei wiederholten Auf« nahmen einer Anzetg,
Or.med. Erich Dietrich
prakt. Arri
Kleine Ncberraschung.
(kn) Montreal.
Gerissene Schmuggler pflegen auch heute noch in eigenen Flugzeugen von Amerika nach Kanada hinüber zu wechseln: natürlich schenkt ihnen die kanadische Polizei erhöhte Aufmerksamkeit, besonders die so bewegliche berühmte . „Berittene Polizei", die aber neuerdings motorisiert ist. Als kürzlich an einem sehr nebligen und unsichtigen Tage in der Nähe der Grenze ein Flugzeug in ziemlicher Hohe auftauchte, schlug die wachsame Polizei Alarm: der Weg des Apparates wurde durch Rundfunk alle fünf Minuten weitergegeben, und unten auf der Erde verfolgten die Autos der Polizei den unbekannten Piloten. Denn bei solchem Nebel kann einer da oben nur Uebles im Schilde führen, fagte man sich aus Grund früherer Erfahrungen. Und als das Flugzeug in der Nähe von Montreal niederging, war es sofort von einem halben Dutzend Polizei-Kraftwagen mit waffenstarrenden Männern umringt. Der Flugzeugführer jedoch schlug bei diesem Anblick ein lautes Lachen an, in das nach der ersten Erstarrung auch die braven Polizisten ein- stimmten. Sie hatten nur ihre Pflicht getan, auch wenn es sich bei dem Verfolgten diesmal um ihren eigenen Chef handelte, den Polizeigeneral Sir James MacBrien, der gerne fein Pnoatflugzeug fährt, das bei dem Nebel jedoch nicht zu erkennen gewesen war.
Immer noch Pharaonen-Geschichten.
(wb) Kairo.
Seit den Tagen, in denen der englische Forscher Howard Carter in Luksor im „Tal der Könige" seine ersten aufsehenerregenden Ausgrabungen machte und Schätze von ungeahnter Pracht und bedeutendem Altertumswert zutage förderte, haben die geheimnisvollen Geschichten, die von allerlei rätselhaften Geschehnissen und von der „Rache der Pharaonen" zu berichten wissen, kein Ende genommen. Einmal war es ein schreckliches Mumienglft, dem die Forscher zum Opfer fielen, dann wiederum waren es schauerliche Riten irgendeiner Sekte, die nicht duldete, daß der tausendjährige Schlaf der Könige Aegyptens gestört wurde. Jetzt ist es sogar eine Fliege, die dem unausrottbaren Aberglauben neue Nahrung gibt. Es gehört gar nicht viel dazu, um die Phantasie der Eingeborenen anzuregen, um sie glauben zu machen, daß ein übermächtiger Zauber auch heute noch wirksam sei, die Gräber der Pharaonen schütze und die „Grabfrevler" mit Unheil bedrohe. Die Sache mit der Fliege der Pharaonen ist folgende: Zu dem jungen elsässischen Archäologen Eugen Dertreze kam vor kurzem ein eingeborener Arbeiter, um ihn darauf aufmerksam zu machen, daß an einer bestimmten Stelle des Erdbodens ein rätselhaftes Summen ertöne. Auch der Gelehrte vernahm das Summen deutlich — so wird jedenfalls aus Luksor berichtet — und ließ an der Stelle Grabungen vornehmen. Man stieß auf em gemauertes Gewölbe, aus dem das Summen stärker
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-Georg Gizycki. D i e Weiß°n und d i e Schwarzen. Erlebnisse in Franzostsch-West- Afrika. Mit 16 Abbildungen nach Aufnahmen des Verfassers. Preis in Ganzleinen 5,80 Mark. Esse- ner Derlagsanstalt in Essen. — (168) — Der Verfasser ist Pole; er hatte den Auftrag, Filmaufnah- men für die französische Kolonialpropaganda herzu- stellen Aber das Bild, das er auf Grund feiner mehr als fünf Jahre langen Reiseerfahrungen durch die wichtigsten Teile Französlsch-West-Afrikas über den Zustand dieser französischen Kolonien entrollt, ist für eine Kulturpropaganda wenig geeignet. Er schildert eine schlampige, dem verheerenden Klima Nigerias und Dahomes zumeist sehr schnell erliegende Beamtenschaft, die ganz anders wie die englischen Kollegen der benachbarten Kolonien fast auf das Niveau der eingeborenen Bevölkerung herabsinkt. Die meisten Beamten sind froh, wenn sie die Jahre ihrer Verpflichtung abgedient haben, um dann möglichst früh sich mit ihrer Staatspension in der Heimat zur Ruhe setzen können. Der Ge- danke, Kolonialpioniere eines größeren Frankreichs zu sein, kommt ihnen nicht. Sie suchen auch sonst überall ihr Profitchen zu machen. Die Behandlung der Eingeborenen ist bestenfalls die gänzlicher Gleichgültigkeit, meist jedoch werden sie von beutegierigen Profitjägern geschunden und ausgepretzt. Die Gesundheitspflege ist auf einem bemerkenswert bejammernswürdigen Stand. Das Buch dieses polnischen Filmoperateurs ist nun keineswegs eine flammende Anklageschrift wie es nach dem obenge- faqten hätte scheinen können. Es ist nudp
Ürner Mann, der hier ohne jede Gefühlsduselei seine Eindrücke über den französischen Kolonial- imperialismus eigentlich nur am Rande ausführlicher Jagd- und Reiseschilderungen wiedergibt. So ist das Buch auch für die Kenntnis eines der dem Fremden am wenigsten erschlossenen Gebiete des schwarzen Erdteils von großem Interesse. —e
Das leuchtende Kind.
(ky) Mailand.
Dor einem Jahr wurde in der Weltpresse von dem Fall einer Frau in Tirana berichtet, von deren Körper eigenartige Leuchtphänomene ausgingen. Jetzt hat sich in der kleinen oberitalientschen Ort- chaft Vampuzzo ein ähnlicher Fall ereignet. Em 12jähriqes Mädchen, die Tochter eines Maurerge- Hilfen, steht diesmal im Mittelpunkt des Interesses. Dor etwa einem Monat zeigten sich an ihr eigenartige Leuchterscheinungen. Das Mädchen war krank gewesen und befand sich auf dem Wege der Besserung. Als ihr Bruder das Zimmer betrat, tn dem das Mädchen lag, bemerkte er plötzlich, daß vom Körper der Rekonvaleszentin ein Helles Licht aus- ging. Er erschrak und ries seine Mutter herbei. Als diese das Zimmer betrat, war die Leuchterschemung zwar schon viel schwächer geworden, war aber doch noch immer eine Zeit lang deutlich sichtbar, bis sie dann ganz verschwand. Man berichtete sofort dem Arzt von dem Vorgang, der nun abwechselnd mit dem Lehrer und dem Pfarrer des Dorfes an dem Bett der Kranken Wache hielt. Aber erst fünf Tage später wiederholte sich die eigenartige Erscheinung. Der Pfarrer war geade bei dem Mädchen und unterhielt sich mit ihr. Auf einmal bemerkte er, daß von dem zarten Kind ein gleichmäßiges, rötliches, nicht sehr starkes Licht ausging, das sogar an der niedrigen Decke widerschien. Die Erscheinung dauerte einige Minuten, um bann wieder zu ver- schwinden. Das Kind schien von dem Lichte überhaupt nichts bemerkt zu haben.
Die wertvollste Münze der Welt.
E. Bl. London.
Aus Anlaß des internationalen Kongresses der 1 Numismatiker in London wurden wertvolle Mün- ■ zen aus allen Zeiten und Ländern ausgestellt. < Die bislang wertvollste Münze ist eine Dekadrachme > aus Syrakus. Sie hat etwa die Größe eines Zwei- : markstückes und besteht aus Silber. Ihr heutiger Metallwert beträgt vielleicht fünfzig Pfennig. Im ! Altertum war er ganz beträchtlich höher. Der Heu- । tige Wert der antiken Münze beträgt aber mehr i als das Tausendfache des einstigen Zahlungs- , wertes, nämlich rund 200 000 Mark.
„Queen Marys" Schwester.
E. Z. Edinburgh.
Die schottische Werft Brown & Co., die Erbauerin der „Queen Mary", hat kürzlich den Auftrag er» halten, em Schwesternschiff zu bauen. Das neue Schiff, das die Werftnummer 535 führt, wird etwa die gleichen Abmessungen haben wie die „Queen Mary", aber mit rund 83 000 Tonnen ungefähr 3000 Tonnen mehr Wasserverdrängung besitzen. Später soll das Schiff auf den Namen „King George" getauft werden. Die „Queen Mary" hat bisher noch nicht die Geschwindigkeit erreicht, die man von ihr erwartet hatte. Das Schwesternschiff soll nun einige neue technische Einrichtungen erhalten, die sowohl die Geschwindigkeit wie die Rentabilität des Schiffes verbessern sollen.
Des Meeres und der Liebe Wellen.
(im) Amsterdam.
An einer dieser schönen Tage erschien in höchsteigener Person auch der Herr Plantagendirektor ten M. mit seiner Braut, einer Rotterdamer Fabrikantentochter, am Strande von Scheveningen. Herr ten M., der eine Plantage auf Java leitete, die rund fünfzehn europäische Farminspektoren be- schästigt, verbringt zur Zeit nach fünf Jahren in Holland seinen ersten Heimaturlaub, der, wie er sagt, auch dem Zwecke gilt, jenem Bibelworte nachzukommen, wonach es nicht gut ist, daß der Mensch allein sei. Daher die Braut, ein hübsches junges Mädchen, und daß es reich ist und dem Herrn Direktor soeben erst helfend unter die Arme greifen konnte, als eine größere Ueberroeifung aus Java nicht rechtzeitig ankam, das macht die junge Liebe nur noch stärker ... Man kam also nach Schevenin- gen, und da die Braut sich in den letzten Tagen etwas unpäßlich fühlte, stieg Herr Direktor ten M. allein ins Wasser. Mit kühnen Stößen schwamm er weit hinaus ins Meer und kam bann wieder zurück. Schon sah ihn die am Strande sitzende Braut ihr entgegenlächeln, als sich plötzlich sein Gesicht verzog, blaß wurde, und der Schwimmer wendete und wieder weiter hinausschwamm. Und er kam und kam nicht zurück, so daß die geängstigte Braut einige Herren alarmierte, die es sofort auf sich nahmen, dem Ausbleibenden nachzuschwimmen und ihn wieder hereinzuholen. Sie fanden ihn weit draußen, mit den Wellen und der Erschöpfung kämpfend, und brachten ihn, obwohl er trotz seiner Ermüdung Widerstand leistete, an den Strand zurück. Hier löste sich das Rätsel: sofort wurde er von drei jungen fremden Damen und zwei Herren umringt, von denen sich jene als drei gewesene Bräute
des Herrn ten M. und diese als Beamte der Rot- terdamer Kriminalpolizei erwiesen. Die drei Bräute hatte der Herr Plantagenbesitzer, der in Wirklichkeit ein früherer Kellner ist und Java nie gesehen hat, eit dem Oktober v. I. gehörig gerupft wofür ihm die beiden Herren mit den unsympathischen Metall- childchen unterm Rockaufschlag die Quittung erteilen wollten. Die drei betrogenen Mädchen, Die zufällig von ten M.s Badefahrt mit der neuesten Braut erfahren hatten und ihm mit polizeilicher Begleitung nachgefahren waren, hatte ten M. bei der Rückkehr an den Strand erblickt und war deshalb wieder ins Meer zurückgekehrt...
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) 1
Die australische Nachtigall.
G. Sydney. \
Fräulein Nelly Sheridan in Sydney, eine neun- . zehnjährige junge Dame, ist die neueste Sensation ( Australiens. Sie verspricht nämlich, eine neue . „australische Nachtigall" zu werden — wie es die Melba einmal gewesen ist —, verfügt aber über . ein Stimmregister und eine Stimmhöhe, welche selbst die ihrer weltberühmten Vorgängerin in den Schatten stellen dürfte. Nelly Sheridan war ursprünglich Verkäuferin in einem kleinen Geschäft, ehe man ihre Stimme entdeckte und nicht nur von Musiksachver- ständigen, sondern auch von Kehlkopfspezialisten untersuchen ließ. Diese Untersuchung hatte verblüffende Ergebnisse. Nelly Sheridan erreicht mit ihrer Stimme mühelos eine Höhe, die noch fünf Noten über dem dreimalgestrichenen hohen C liegt (drei und eine halbe Oktave über dem Mittel-C!), und erfreut dabei noch durch eine derart klare und kräftige Tongebung, daß ihren Prüfern vor Entzücken Tränen in die Augen kamen! Sie singt damit also noch einen ganzen Ton höher als die italienische Sängerin Lucrezia Agujara, die zu Mozarts Zeiten lebte und den bisherigen „Rekord" in der Stimmhöhe gehalten hat. Die Mediziner stellten gleichzeitig fest, daß Nelly Sheridan über einen ungewöhnlich stark ausgebildeten Kehlkopf verfügt, der geradezu als anormal bezeichnet werden muß. Da Nellys Stimme noch völlig unausgebildet ist, wird es allerdings noch einige Zeit dauern, bis wir dieses Stimmwunder auf der Bühne ober im Konzertsaal vernehmen werden.
Filmküsse in Japan unerwünscht.
(bn) Tokio.
Der Ferne Osten hat andere Sitten und Gebräuche als wir. Und so gern die Japaner deutsche Lustspielfilme sehen, so sehr sie sich für den beschwingten Rhythmus eines Wiener Walzers, der geschickt in die Handlung eingefügt ist, begeistern können, ebenso sehr nehmen sie Anstoß an Dingen, die für uns selbstverständlich sind. So hat beispielsweise die japanische Zensurbehörde im vergangenen Jahr aus eingeführten Filmen und auch Filmen eigener Produktion insgesamt 3000 Meter herausgeschnitten, auf denen sich Kußszenen oder andere Freundschaftsbezeugung, wie beispielsweise das freudige Um-den-Hals-fallen, abspielten. Außer diesen 3000 Metern fielen der Schere des strengen japanischen Zensors noch weitere 7000 Meter zum Opfer, weil sie nach Ansicht dieser Behörde geeignet erschienen, die moralischen Empfindungen der japanischen Kinobesucher zu gefährden.
Munterer Theaterbetrieb.
rt. Neuy 0 rk.
Im Columbia-Theater von Cincinnati findet man noch heute in ein paar dunklen Ecken die Anschlagtafeln aus dem Jahre 1830, als dieses Theater eröffn^ wurde. Es muß hier mitunter recht fröhlich zugegangen fein. Hören wir, mit welch strengen Worten man die Theaterbesucher zur Ordnung ermahnte:
„Die Besucher werden gebeten, während der Vorstellung nicht auf der Bühne zu erscheinen, da dies den Verlauf des Stückes stört. Solange der Vorhang geöffnet ist, dürfen die Besucher keine Nüsse knacken. Dor allem müssen die Besucher der Galerien es auf jeden Fall unterlassen, den untensitzenden Personen Schalen und ähnliche harte Gegenstände auf
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am Sonntag, dem 19., und Montag, dem 20. Juli, verbunden mit großem Volksfest. Bei anbrechender Dunkecheit Brillant-Feuerwerk. 2 Tanzböden. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des MG.-Bataillons 2, Gießen
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