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Montag, U. Februar 1956

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Ur. 40 Drittes Blatt

Aus her Provinzialhauptfladt

Schaufenster sehen dich an.

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S geläufig, UN-! Partenkirchen eine besondere Berücksichtigung finden,

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ist in diesem Heft außerordentlich reichhaltig.

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Gchtvarzhemden im Dienst und im Jener, «on unserem römischen E.-Korrespondenten.

Rom, im Februar.

Dornotizen.

Tageskalender für Montag.

len beider Wehrkräfte, als Führer der Schwarz­hemden, wie als Kriegsminister. Von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der Schwarzhemden-Rekruten, bis sie nahezu gleich war mit der Zahl der Ge­stellungspflichtigen überhaupt: die jungen Männer gingen durch die Schule der faschistischen Miliz ins Heer. Im Jahre 1930 wurde dieser Vorunterricht als obligatorisch erklärt, 96 v. H. aller Heerespslich- tigen machen ihn durch. Nach demregulären" Dienst gleiten sie wieder ins schwarze Heer hinüber, so daß der männliche Italiener von Kindesbeinen an bis zum 55. Lebensjahr Dienst tut, Soldat ist.

Um eine einheitliche militärische Durchbildung zu gewährleisten, wurde am 1. Februar dieses Jah­res die Dienstpflicht für alle Bürger und Waffen, unter Wegfall sämtlicher Sonderrechte und Vor­zugsstellungen, auf die gleiche Norm gebracht. Jeder ist Soldat und jeder hat als cittadino soldato, als Bürger-Soldat, ein Stammbuch zu führen, das über feinen gesamten Lebenslauf unterrichtet. Es kann mit der Geburt beginnen, denn noch am glei­chen Tage können die Eltern den Säugling in die Partei einschreiben lassen. Der Italiener wird sozu­sagen im Schwarzhemd geboren. Sowie er richtig laufen kann, reiht man ihn ein: in das Heer der Söhne der Wölfin". Und nun steigt er Stufe für Stufe die lange militärische Leiter hinaus.

Die Miliz hat das staatliche Leben durchdrungen wie der Lebenssaft den Baum. Es gibt eine Uni- oersitäts- und eine Forstmiliz, eine Eisenbahn-, Hafen- und Straßenmiliz, eine Miliz für die öffent­lichen Verkehrszweige, Poft und Telegraph, eine eigene Grenzmiliz die ersten Faschisten, die der Jtalienreisende zu Gesicht bekommt. Auf die liebens­würdigen Soldatenbeamten, denen die größte Zu-

Mussolini sagte einmal, das Volk erblicke in ihr die beste Sicherung der neuen Ordnung und liebe sie, weil sie aus seinem Schoß hervorgegangen fei. Aber auch der König erklärte, man müsse stolz sein auf diese herrliche Miliz. Aus dem faschistischen Staat ist sie nicht mehr wegzudenken, und wer seine Geschichte schreiben will, muß bei ihr begin­nen, das heißt: zu den einfachen Sturmtruppen

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endlich erscheint der Atem, den sein Bogen dem Ge­sänge gibt. Sein Ton kann sammetweich erklingen, sich'au'sziehend bis zum letzten Hauch, ebenso aber auch anwachsend zu einem unbegreiflichen Kre- scendo; niemals aber wird fein Ton sentimental, sondern stets wird er durch edle Vornehmheit für

Teilnehmer antwortet nicht, aber es handelt sich hier nicht um einen aufregenden Kriminalfall, sondern um einen Bildbericht überStörungen im Frensprechnetz und ihre Beseitigung" im neuen Heft derIllustrirten Zeitung" (I. I. Weber, Leipzig). Es ist interessant zu erfahren, in wie kurzer Zeit und mit welchen Mitteln man heute auch die schwierigsten Telefonkabelbrüche und andere Stö­rungen beheben kann. Filmfreudige Leser werden es begrüßen, daß mit dem Beitrag über Carl Ludwig Diehl einer der führenden Darsteller des deutschen Films berücksichtigt wird. Die Illustrationen zu diesem Artikel zeigen den Schauspieler in den ver- schiedensten Rollen und auch im Privatleben. Eine Bildreportage überReisernte und Kult auf Bali" zeigt einen schönen Brauch auf derglücklichen Insel" in der Südfee. Der aktuelle Teil, in dessen Rahmen die Olympischen Winterspiele in Garmisch-

Verkehrsregeln.

Verpassen landesüblicher Kummt- und Sielen« geschirre.

Fütterungslehre (Tagesrationen, Tränkzeiten).

Sattelung und Zäumung.

Putz und Wartung des Pferdes.

Einrichtung behelfsmäßiger Stallung in der Ortsunterkunft.

Pferbeschonung und Pferdepflege auf dem Marsch.

Wenn der letzte Teil das Programm mehr klei­neren Werken der slawischen Literatur gewidmet war, so schien es, als erwache hier bei dem Kon­zertgeber eine ganz besondere Musizierfreude, und jede der Gaben wurde mit feinster Delikatesse ge­reicht. Die Variationen von T a n e i e ro , dem Schüler von Tschaikowski, bestätigten wieder die Vielseitigkeit in der souveränen Beherrschung mannigfaltigster Vortragsmanieren; während Ca- price Nr. 24 von Paganini-Szyma- n o w s k i in unerschöpflicher Fülle höchste technische Vielfältigkeit in letzter Brillanz ins Treffen führte: Springbogen, Oktavenkantilenen, Doppelgriffe, em sprühendes feuerwerkartiges Pizzikato, eine ge­radezu verblüffende Flageolett-Technik. Rach m a - ni n o f f 5 Vocalife ließ ermessen, welch viel­facher Abschattierungen einer jederzeit ausdrucks­starken Kantilene Kulenkampff fähig ist; alle Re-

Hochsckulnacknchien.

Der Führer und Reichskanzler hat den Land- Wirtschaftsrat und Leiter der bayerischen Landes­anstalt für Tierzucht in Grub Dr. Fritz Stock- Hausner zum ordentlichen Professor an der Universität München ernannt. Mit Wirkung vom 1. März 1936 ist ihm die Professur für Tierzucht in München verliehen worden.

Der Führer und Reichskanzler hat den Dozen­ten an der Technischen Hochschule Berlin, Dr.- Jng. Erich vom Ende zum o.Professor an der Technischen Hochschule München ernannt. Mit Wirkung vom 1. November 1935 ist ihm die Pro­fessur für Hebezeuge und Förderanlagen verliehen worden.

Der F ü h r e r und Reichskanzler hat den o. Pro- feffor an der Universität Prag, Dr. Erich Gie - rach zum o. Professor der Universität München ernannt. Mit Wirkung vom 1. Februar 1936 ist ihm die Professur für deutsche Philologie in Mün­chen verliehen worden.

Der Reichs- und Preußische Minister für Wissen­schaft, Erziehung und Volksbildung hat den o. Pro­fessor an der Universität Würzburg, Dr. Dr. Friedrich Stummer zum 1. November 1935 tn gleicher Eigenschaft an die Universität München berufen und ihm die o. Professur für altteftament- liche Exegese und für die biblisch-orientalischen Sprachen verliehen.

Der Beauftragte des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung.

Wehner, Standartenführer.

Feierstunde des NGDStB. Gau Hessen-Nassau.

NSG. Drei Jahre nach der Machtergreifung feierte der NSD.-Studentenbund in München fein lOjähriges Bestehen, das seine besondere Note durch die Rede des Führers und die Uebergabe und

lichen Schaufenstern? Wir kennen auch solche, hämmert es an der Schaufensterscheibe, daß wir willkürlich stehen bleiben, um zu ergründen, warum es so hämmert. Da saust ein großer Pfeil auf und nieder, und da bewegt sich im Schaufenster eine riesengroße Hand, oder da blitzt es auf und wird wieder dunkel. Lockt eine solcheSchaufensteraus­stattung"? Gewiß: wir werden aufmerksam gemacht, wir treten an das Schaufenster. Wenn dann aber die Auslagen, die Ware selbst uns nicht lockt und reizt, wird nur ein Dichterwort wahr:Viel Lärm

Kneipp-Vewegung.

Nächsten Mittwochabend Vortrag imBayerischen Hof". (Näheres in der heutigen Anzeige.)

Deutsche Arbeitsfront.

Fachgruppe Gaststältengewerbe.

Am Montag, 17. Februar, findet abends um 9 Uhr im HotelHindenburg" ein Kameradschafts­abend des gesamten Gaftstättengewerbes mit Tanz

um nichts."

Man sieht, es ist wirklich ein gar schwierig Ding, ein gutes, wirksames, einträgliches Schaufenster herzurichten. Und der Lehrlingsnachwuchs war sicherlich vor eine schwere Ausgabe gestellt. Schwer deswegen, weil zuletzt jedes Schaufenster uns fo ansehen muß, daß auch wir es ansehen!

Zeitschriften.

Der Ausstieg des modernen Arabien unter Führung des Wahabiten-Fürften Jbn-Saud und die Bedeutung dieses neuen Groß-Reiches unter den Staaten des Orients schildert ein großer Bildbericht der neuenSirene", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes. Das gleiche Heft bringt eine interessante Gegenüberstellung der Flugabwehr- Organisationen in Belgien, Dänemark, Schweden und Polen, Bilder von Verdunkelungsübungen, von der deutschen Marine-Flugwasse und die Fortsetzung der großen illustrierten Reportage überKohle, den schwarzen Diamanten der Wirtschaft". Ein weiterer Beitrag schildert die neuen italienischen Vorstöße auf dem ostafrikanischen Kriegsschauplatz und ihre Aus­sichten.

sich gewinnen.

Unaufhörlich brandeten höchste Beifallswogen durch das Haus; noch dreimal mußte der Solist sein Instrument wieder ergreifen und spendete aus sei­nem reichen Schatz, seine Hörer innerlich beglückend.

Prof. R. V o l k m a n n (Jena) war ihm ein ge­treuer Helfer am Flügel, der in diskreter Feinfüh­ligkeit mitging und den organischen Anteil seines Instruments zu einem wichtigen Faktor beim Ge­lingen des Ganzen werden ließ. Dr. H.

DAF., Fachgruppe Gaststättengewerbe: 21 im HotelHindenburg" Kameradschaftsabend. NSG.Kraft durch Freude",Wissenschaft im Dienst am deutschen Volk": 20 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Vortrag von Pro­fessor Dr. SchultzeDie Bedeutung der Ge- chlechtskrankheiten für Volk und Staat". Sport­amt: 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schombs. Gloria-Palast, Seltersweg:Der schüchterne Casa­nova". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Friesen­not". Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 16 bis 17 Uhr Ausstellung von Ge­mälden von Josef Steib (Berlin).

Die Durchführung seines Grundsatzes: Auslese st tt Masse, wurde der Miliz anvertraut. Sie uber- Nchm den militärischen Vorunterricht, indem ste die bewährtesten Jungmannschaften stellte und von Offizieren des Königlichen Heeres, das auch die Mfen lieferte, ausbilden ließ. Folgerichtig uber- »-hm nach und nach der Duce die Kommandostel-

letzter logischer Konsequenz und tiefster geistiger Fundierung verankert, hier sollte sich mit Recht erweisen, wie tief schürfend und bis zum letzten eindringend die Darstellungskraft Professor Ku - lenkampffs sich zu äußern vermag. Da war jede Note in den großen Zusammenhang gestellt, in der durchbrochenen figurierten Polyphonie, eben­so tote auch in der überaus klar und treffend arti­kulierten mehrstimmigen Kontrapunktik. Das der Fuge vorausgehende Adagio erfaßte der Geiger mit machtvoll aufblühender Klanglichkeit und der intern iven Kraft des durchgehenden Mottves, innerlich getragen von bewußtem Durchleben. Den Höhepunkt aber bildete ohne Zweifel die überaus breit an­gelegte Fuge, die in gestochener Klarheit und Energiegebundenheit der Thematik zeigte, wie höchste technische Meisterschaft dem Werke und dem Instrument das Letzte abzpnngen imstande ist, wenn persönliche musikalische und geistige Kräfte in harmonischem Ausgleich eingesetzt werden. Wie aus einer inneren Schau heraus in Bersunkenhett war das Largo, in feinen thematischen Ansätzen bis ins einzelste gegliedert. Das lebhaft figurierte finale (Allegro assai) stellte die versteckte Themattk deutlich heraus bei bewunderungswürdiger Leich­tigkeit des Bogens und größtmöglicher Klangfahig- keit des Tones. Der unbeschreibliche Beifall und die dauernden Hervorrufe nach der Bach-Sonate mochten dem Künstler bestätigen, wie eingängig er dieses Werk trotz seiner innerlichen Schwere jedem einzelnen nahegebracht batte.

Eine ganz andere Welt schloß Georg Kulen­kampff in Franz Schuberts Rondo in h-moll (op. 70) auf, einer Gelegenbeitskompost- tion des Meisters, die ihn in vollster Beherrschung aller formalen und ausdruckstragenden Giemen e erweist. Voll Bestimmtheit begann das Andante mit feinen rhapsodischen Einsätzen, um dann war­mer kantabler Innerlichkeit zuzustreben, die vom Klavier aus im Reflex kühnster Modulation be- leuchtet wurde. Der Uebergang zum Allegro war aufs schärfste gespannt, und in plastischer Profilie­rung konnte sich dieses vom stärksten Impuls zu stellenweise fast elementarer Wucht erheben; bei besonderem Reiz des 0-elur-Mttte°t;es Immer wieder von neuem war die überaus scharfe GNeh­rung und sorgfältigste Anpassung an bie melobilqje Entwicklung zu bewundern. Das Tonliche geroann durch seine oft unermeßlich erscheinende Große bis in die höchsten Lagen hinauf in unbeschranktem Volumen und letzter Modulationsfahigkeit. Klavier und Solist schufen in edlem Vereine, einander im Ausschöpfen ergänzend und im Verlaufe des Wer­kes einander zuwachsend.

NS.-Lehrerbund, Gießen.

Fachschaft höhere Schule.

Arbeitsgemeinschaft für Mathemtit und Naturwissenschaften.

Donnerstag, 20. Februar, findet um 16 Uhr eine Besprechung zweier Lehrplanentwürfe zum mathe­matischen Unterricht im Physiksaal des hiesigen Realgymnasiums statt. Vollzähliges Erscheinen ist erforderlich.

Achtung Zungreiter!

Für den Bereich des Wehrmeldeamtes Gießen finden am 2 3. Februar (Sonntag) folgende Prüfungen zur Erlangung des Reiterscheines durch den Beauftragten des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung statt:

In L o n d o r f um 9 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 4/147.

In Gießen um 11.30 Uhr im Unioerfitäts- reitinftitut.

In Hungen um 14 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 5/147.

Die Prüfung kann jeder junge Mann ablegen, der zu den Jahrgängen 1911 bis 1918 gehört. Wer den Reiterschein besitzt, hat folgenden Vorteil:

1. B e i freiwilligem Eintritt in das R e i ch s h e e r : Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen.

2. Bei der p f l i ch t mäßi g e n Aushebung: Bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. Mitbringen von Pferden ist erwünscht, aber nicht erforderlich.

Es wird kurz verlangt:

1. Das Vorhandensein eines losgelassenen, ge­schmeidigen mit den Bewegungen des Pferdes mitgehenden und gestreckten Sitzes.

2. Kenntnis der Kreuzleine 22.

3. Handgriffe bei Wendungen und Paraden.

Krätorianergarde! Das sollte ein Schimpfwort sein für die schwarzen Sturmtruppen, mit denen |ic der Condottiere umgab. Und als er fein Ziel «reicht hatte, in Rom einzog und als Duce die c hrung der Nation übernahm, da hielten auch die misten der ihm wohlgesinnten Politiker die Ausgabe ir Schwarzhemden für beendet. Was sollte man M diesen Leuten anfangen? Draufgänger, viel- fdh Abenteurer waren es, entwurzelte Menschen v ie Berus, dazwischen aber Bauern, auf deren 5p"|Uq die Scholle wartete, Arbeitslose, die man bi (er wieder in die Fabriken steckte, dazu der E walthause der von nationalen, aber oft unbe- ftmmten Idealen erfüllten Jugend besser, alles n-ch Hause zu schicken. Mussolini erhielt mehr gute R tschläge, als ihm lieb war.

Zr aber sah in seinen Getreuen in erster Linie Kämpfer, es widerstrebte ihm, ihnen zu seien: Ihr habt eure Schuldigkeit getan, ihr könnt Irjen' Er sah in ihnen aber auch nicht nur die I rfämpfer, sondern die Träger der Revo - I Hon, ihre Hüter und Siegelbewahrer. Konnte Mn denn wissen, ob nun wirklich alle Gefahr »rüber und das Erreichte für ewige Zeiten ge= fwert war? Nach dem Siege muß man den Helm fder binden! So grübelte er Tag und Nacht über j> Frage nach, um schließlich mit einer genialen L rlegenheitslösung die Schwarzhemden als s lbständige Miliz ins königliche Heer hin- erzuschieben. ,

Sie waren damit der Nation emgegheöert und b beten doch das ständige Ferment, die sich immer «neuernde und wachsende Keimzelle einer Revolu- tin, die noch auf lange Zeit hinaus als dynamische Kost gedacht war, durchaus nicht etwa als gefchicht- li»e Vergangenheit. Mit dem Marsch auf Rom war je erst der Weg vorgezeichnet, die meisten Gegner finden noch auf Kriegsfuß, im Parlament bildeten b Faschisten noch lange nicht die stärkste Partei, di Macht der feindlichen Presse bekam der neue Irr sofort zu spüren, und auch im Heer stieß er ttit auf eitel Liebe und Entgegenkommen. Mochte nm über feinPrivatheer" spötteln, weil es xncht Mich den Schmiß und Schnitt des Militärs hatte, gleichviel, ihm stand die unbedingte Treue und Zu- urläffigteit höher.

Und langsam, aber sicher setzte der schwarze Femdkörper im feldgrünen Heer Ring für Ring an, bi er schließlich zahlenmäßig über den beherber­genden Organismus hinauswuchs, ohne ihn Damit zu verdrängen ober zu beengen. Im Gegenteil, je w d)tiger der Neubau des Staates um sich griff, un so mehr verschmolz die Miliz geistig mit dem jjicr ohne ihre Eigenart aufgeben zu müssen. Und (£ reiche sich bald, daß man sie für Dienste einsetzen lernte, die dem Soldaten naturgemäß nicht liegen ot-r nicht anstehen. Der Soldat sollte bei seinem Wchfenhandwerk bleiben, der Milite hingegen konnte Zwischen einmal auch das Gewehr mit dem Stock

Waldhüters oder den Helm mit der Dienstmütze tires Zollbeamten vertauschen. Weit entfernt da- Tc-i, den Ruhm des Heeres beeinträchtigen zu wol­len bildete die Miliz eine Brücke zum bürgerlichen Wen, gab ihm die unsichtbare militärische Stutze Uli) schuf so, schon die Kinder ousbildend und mit w. hldurchdachten Organisationen in den Alltag hin- ei greifend das, was Mussolini vorschwebte, ein rtmes Berufsheer, aber niemals erreichen kann: d e Nation inWafsen. Heer, Miliz, Partei, durchgeschultes Volk so entstand der moderne

statt. Wir laden hierzu Betriebsführer und (Befolg- schäft herzlich ein. Beweisen Sie Ihre Kamerad­schaft durch Ihr Erscheinen.

Marsch der Gießener SA.

Am gestrigen Sonntagmorgen 8 Uhr war die SA. des Standortes Gießen zu Uebungsmärschen angetreten. Die Stürme der aktiven Standarte hat­ten die Marschstrecke Gießen, Lollar, Ruttershausen, Wißmar, Launsbach, Gießen zu bewältigen, wah- rend die Stürme der Reserve-Standarte von Gießen über Abendstern, Haltepunkt Gleiberg, Krofdorf- Gleiberg, Wißmar, Launsbach, Gießen marschierten.

Die 25 bzw. 23 Kilometer lange Strecke wurde in flottem Tempo mit nur einer halbstündigen Pause in Launsbach zurückgeleat.

Der Musikzug der SA.-Standarte 116 stand um 13.30 Uhr zum Einmarsch der Stürme an der Rodheimer Straße bereit. Mit flotter Marschmusik ging es durch den Horst-Wessel-Wall, Seltersweg, Kreuzplatz, Sonnenstraße zum Landgraf-Philipp- Platz, wo der Brigadeführer, Oberführer Schmidt (Bad-Nauheim) den Vorbeimarsch abnahm.

und Hilfe angehen, wo immer er sich befinde. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Rom und Sizilien. Wo ein Fascio ist und wo märe, er nicht? darf die öffentliche Sicherheit unbedingt gelten.

Rechte gibt der Staat dem Milite nicht, wenn es Vorrechte sein sollen, wohl aber legt er ihm Son­derpflichten auf, voran die Opferwilligkeit, den Eid, immer und überall, ohne Besinnen, nötigenfalls mit feinem Blute der Sache des Vaterlands, des Faschismus und der Revolution zu dienen.

Im 13. Jahre ihres Bestehens haben die mili­tarisierten Schwarzhemden auf dem Schlacht­feld auch ihre Feuertaufe bestanden. Nach den etwas orientalisch aufgemachten Siegesberichten der Abessinier wäre die Schwarzhemdendivision, die nach dem 28. Oktober benannt ist, dem Tag des Marsches auf Rom, vernichtet worden; nach italie­nischer Darstellung hat sie der Uebermacht stand- gehalten und sich aufgeopfert, bis die königlichen Truppen zum Sturm antreten konnten. Gleichviel, welcher der beiden feindlichen Kampfberichte zu- trifft: die Miliz hätte nicht schlichter und mann­hafter dartun können, wie eigentlich ihre Stellung zum Heere fei. Sie hat die Antwort auf eine überzeugende Weise gegeben.

Gießener Konzertverein.

Trittes Solistentonzert: Georg Kulenkampff

Jede wirklich große Interpretation eines Künst- i (e-s birgt ebenso ein Geheimnis in sich wie das ' diöpferijd)e Werk selber." Wenn man diesen Satz Ql5 der Feder Georg Kulenkampffs in Be- hung setzt zu den Eindrücken, die er gestern auf ale Hörer ausübte, so wird man bem tieferen S nn seines Ausspruches unbedingt beipflichten müssen. Zugleich aber wird jeder bejahen, daß wir in Georg Kulenkampff ein geigerisches Universal- Mie hörten, das in seiner Einmaligkeit um so be­deutungsvoller erscheint.

Ließen schon die drei Hauptnummern des Pro- gioamms einen Rückschluß auf die Fähigkeiten des Nigers zu, indem sie die Beherrschung der ver- (ciedensten Stile versprachen, so wurden dennoch bi weitem höchste Erwartungen noch übertroffen.

W-nn ein Geiger Beethovens erste Sonate ir Violine und Klavier (op. 12 Nr. I) sich wählt, o muß er schon ein sehr bedeutendes Plus zugeben kennen, um dieses, seinerzeit für Liebhaber be- ittmmte Werk, das auch jetzt noch zum eisernen A-stand unserer Hausmusik gehört, zu neuem außer- otDentluhen Erlebnis werden zu lassen. Wenn auch d" v-ckur-Sonate dem damaliaen Zeitverlangen urib den Musik ausübenden Kreisen angepaßt war, fo geht sie doch über die zeitliche Tradition innerlich hinaus und wird zum Ausbruch bisher wenig beach- le:<r musikalischer Kräfte, wie sie sich etwa mit ihrer BiUung schon im Eingangsthema kennzeichnen Dre­ier neue Grundelement erfaßte Georg Knlen- 11 m p f f mit starker Kraft des Impulses, ja zett- iv-ilig sogar mit gebotener Heftigkeit immer gelten oen innerem Schwünge, der beispielsweise die Wie­derkehr nach dem langen Atem der Durchführung beflügelte. Thema und Variationen erstanden so in ihrer ungewollten Schlichtheit in edler Durchformung des feinen, an Schönheiten so reichen Tongewebes, brühend, in scharfen Pointierung, aber olm» iede Iliberspitzung gab sich das Rondo; auch dem Klavier iül hier ein wichtiger Anteil zu. Nur in der vierten Ükriation hätte das in den Mittelstimmen liegende Tb ema sich deutlicher abheben können.

Nach diesem verheißungsvollen Auftakt konnte mn um so gespannter Bachs C - d u r = Son a t e für Violine allein entgegensetzen. H'er, wo der Ger- acr ganz auf sich gestellt wird, wo die Beschran- itng auf das eine Instrument und der damit ver­bi ndene Verzicht auf klangliche Auswirkungen bas musikalische Geschehen in höchster Abstraktion bet

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Vorkommenheit gegen Fremde zur Pflicht gemacht zurückkehren, die auf ihren Schultern die nationale ift, kann sich der Reisende verlassen, sie um Rat I Revolution nach Rom getragen haben.

Man muß es sich wirklich überlegen: Setzen uns die Schaufenster an oder sehen wir die Schaufenster an? In diesen Tagen des Reichsberufs­wettkampfes kann man wohl sagen, daß die Schau­fenster uns ansehen und uns fragen, ob der Lehr­lingsnachwuchs der deutschen Ladengeschäfte seine Sache gut gemacht hat?

Erfreulicherweise kann dies bejaht werden! Männliche und roeiblidje Lehrlinge haben Schau­fenster hergerichtet, die sich im wahren Sinne des Wortessehen lassen" können.

Und das will etwas sagen! Denn ein Schaufen­ster Herrichten ist eine gar schwierige Kunst! Ueber- legen wir einmal aus unserer Laienpraxis heraus: Wie muß so ein Schaufenster aussehen, damit wir es uns ansehen? Denken wir einmal nach! Vor welchem Schaufenster stockt unser Fuß? Vor wel­chem Schaufenster machen wir halt? Aber: wer ist mir? Kommt es nicht sehr darauf an, ob eine Frau ober ein Mann an dem Schaufenster vorüber­geht? Und könnte man daher nicht denken, daß es weibliche" undmännliche" Schaufenster geben müßte? Aber: stehen Männer immer nur vor männlichen" Schaufenstern? Und Frauen nur vor weiblichen"? Nicht immer. Denn mir kaufen ja nicht nur immer für uns selbst ein. Wie schwer muß es also sein, ein Schaufenster auszuschmücken, das Männer und Frauen zugleich anlockt.

Und da sind wir beimAnlocken". Was lockt uns in einem Schaufenster? Auch da haben wir eigene Erfahrungen. Wir werden immer nur dann an ein Schaufenster treten, wenn es Dinge und Gegen­stände enthält, die wir gern besitzen mochten. Das klingt wie eine billige Wahrheit. Aber gleich ver­stehen wir, wie es gemeint ist. Nämlich: sehen wir uns ein Schaufenster an, das sogenannteAttrap­pen" enthält? In dem nur Pappkartons und Papp­figuren, Dosen und Behälter ausgestellt sind? Nein! Wir wollen die Ware selbst sehn. Die Ware soll c uns anlocken, und nur die Ware lockt in Wirklich- 1 feit auch an.

:»| Wie steht's mit denlärmenden undbeweg-