Das Beamtenheimstättengeseh
Aufklärungsvortrag des Amtes für Beamte der ASOAP., Kreis Gießen
dert werden soll. Aus diesem Grunde ist auch
die
NSDAP, zur Kurzschrift und zum Maschinenschrei-1 will zr ben enthaltenen, für die eigentliche Prüfung oorge-1 anlaßt.
Tagung der oberhessischen Jägermeister
Oberheffen
Nachdruck verboten!
23 Fortsetzung.
Oberhessischer Schäfertag in Friedberg.
Der ursprünglich für den 9. Februar in Hungen vorgesehene, dann aber auf den 1. März verschobene Oberhessische S ch ä f e r t a g ist auf Anordnung der Reichsführung des Reichsnährstandes von Hungen nach Friedberg verlegt worden. Gleichzeitig mit dem Schäfertag in Friedberg soll dort ein großes Landesbauerntreffen des Gaues Hessen-Nassau stattfinden.
Wehrmacht im Dienste der Winterhilfe.
Weihe einer eigenen Studentenbundsfahne erhielt. Die feierliche Einführung der Gaufahne Hessen-Nassau findet am Mittwoch, 19. Februar, um 11 Uhr in der Aula der Iohann-Wolfgang-von- Goethe-Universität zu Frankfurt a. M. statt.
Fristverlängerung für llmbauarbeiten.
Nach den bestehenden Vorschriften müssen die mit Reichszuschüssen geförderten Umbau- und Tellungs- arbeiten spätestens am 31. März 1936 beendet fern. Da nach dem Reichsarbeitsministerium zugegangenen Mitteilungen dieser Termin bei einem großen Teil der Arbeiten nicht eingehalten werden kann, hat der Reichsarbeitsminister die Frist bis zum 30. Juni verlängert.
Was sollte sie tun — schweigen, oder ihm einmal derb die Wahrheit sagen? Die letzte Szene mit Teddy stand ihr vor Augen, als sie sich geweigert hatte, mit Bruck allein zum Rennen zu fahren. „Deine blödsinnige Backfischzimperlichkert ruiniert mich noch! Ich sage dir, der Mann ist eine Macht. Wenn er will, bin ich erledigt"---
Entschlossen blieb sie stehen. Sie kreuzten gerade den Flur, der zufällig leer war.
„Lieber Bruck, wenn Sie und ich weiter freundschaftlich verkehren sollen, dann muß ich Sie er- uchen, ein für allemal Bemerkungen wie vorhin zu unterlassen", sagte sie rasch. Ihre Stimme jib terte leicht. „Wir sind beide verheiratet, und ich wünsche die Grenze geachtet zu sehen, die zwischen uns besteht."
Er hatte den Kopf geneigt, als lausche er aufmerksam. Trotzdem hatte sie die beklemmende Empfindung, daß er ihre Worte gar nicht gehört. „Ja—" sagte er höflich. Sie gingen weiter. Aber zu Füßen der Treppe, die nach dem oberen Stockwerk führte, blieb er stehen und deutete hinauf.
pielt, sobald es mir oder vielmehr Ihnen genehm. Sollten Sie jedoch den Skandal fürchten, lieber den Schein einer glücklichen Ehe weiterwahren wollen, so garantiere ich Ihnen, daß Stalling Ihnen keinerlei Schwierigkeiten machen wird, er ist mir in jeder Weise verpflichtet. Und noch einer Sache eien Sie versichert, Schönste —" in die leise, chleppende Stimme kam ein heißer Klang: „daß ich stets erreichte, was ich will. Es ist besser, mich zum Freund als zum Feind zu haben."
Wie gelähmt hatte Elfriede Stalling dagestanden. Hatte der Mensch hypnotische Kräfte, daß sie seinen Unverschämtheiten lauschte? Ins Gesicht müßte man ihn schlagen —
Stimmen wurden laut. Da erwachte endlich ihre Willenskraft. Sie riß seine Hand von ihrem Arm, maß das blasse bewegungslose Gesicht mit sprühender Verachtung.
„Ich fürchte Sie nicht, Herr Bruck, und ersuche Sie, sich jeglicher Einmischung in mein Tun und Lassen zu enthalten!"
An allen Gliedern zitternd, ließ sie den Mann stehen, der sich verbindlich verneigte, als habe sie ihm eben eine Liebenswürdigkeit gesagt, und ging — die vielsagenden Blicke der Nahenden übersehend, hastig in den großen Salon zurück, an dessen Tür sie beinahe mit Paul Wegerdt zusammenprallte. Der juristische Syndikus der Großbank, an der Stalling mitinteressiert, war der Einzige ihres ausgedehnten Bekannlentreises, der Elfriede sympathisch war.
Erfreut lachte er sie an.
„Ah, gnä' Frau, endlich ist Fortuna mir holt)! Den ganzen Abend suchte ich schon sehnsüchtig, in Ihre Nähe zu gelangen, aber immer waren Sie umringt. Darf ich um diesen Tanz bitten?"
Wortlos glitt sie in seinen Arm, fühlte ihre Glieder sich bewegen, hörte sich reden, lachen — sah die helle Knabenfreude aus seinenAugen schwinden, die fragend, ja betroffen auf ihr ruhten. Da schwieg sie jäh, seufzte tief auf.
„Gnädige Frau — Sie fühlen sich unwohl, sagen es nicht — und ich Idiot bitte Sie noch zu tanzen", stammelte er, bestürzt über den sichtlichen Verfall des eben noch lachenden Gesichts. „Darf ich Sie hinüber in den Wintergarten führen? Kommen Sie, da ist es ruhiger und kühl —"
Die Bürgermeisterei Friedberg gibt im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes noch einmal bekannt, daß Anmeldungen zum Friedberger Früh-
Die Frau antwortete nicht. Sie hatte, ihrem Nachbarn zugewandt, durch das Blätterwerk der sie halb verdeckenden Palmengruppe Joachim Drau und die junge Schwester Wegerdts entdeckt, die jener zum ersten Mal mitgebracht. Sie standen nahe der Tür, in Unterhaltung vertieft. Die feinen blassen, von schwarzen Haarwellen umrahmtem Züge Maria Wegerdts waren belebt und beredü. Auch aus Draus Gesicht sprach Anteilnahme ain dem ihn sichtlich interessierenden Gespräch. Miit einem kleinen wehen Stich im Herzen sah es Ell- friede. Jetzt wußte er ganz gewiß nichts von ihn. daß sie ganz in seiner Nähe...
Wegerdt, ihrem Blick folgend, entdeckte nun auch die beiden und lächelte zufrieden.
„Die werden sich allerlei zu sagen haben", bemerkte er, „Maria matt auch recht hübsch. Sie war ganz begeistert von Draus Werken. Scheint übrigens nicht nur ein ausgezeichneter Künstler, sondern auch ein feiner Mensch zu sein. Kennen Sie ihn schon lange, gnä’ Frau?"
Kennen — Heber das Wort grübelte Elfriede Stalling nach. Kannte man je einander? — Wieder vergaß sie zu antworten. Und Wegerdt ließ es dabei, in der Annahme, daß sie seine Frage überhört.
Im Salon nebenan war plötzlich Trubel. Mit lautem Hallo rief Theodor Stalling nach seiner Frau. Seine dröhnende Stimme klang etwas heiser. Nun kam er mit einem ganzen Schwarm Menschen herein. An seinem Arm hing die kleine Cilly Redlofs, deren Kabarettkünste irgendeiner seiner Freunde kürzlich entdeckt. Sie hatte anscheinend Mühe, sich auf den Füßen zu halten, womit die Anderen, wenig nüchterner, sie weidlich aufzogen. Drau und seine junge Begleiterin standen steif und verlegen da.
„Ihr Gatte sucht Sie, gnädige Frau." Wegerdt erhob sich.
Elfriede stand langsam auf. Es schien, als wolle sie Zeit gewinnen. Ihre Züge spannten sich za einem liebenswürdigen Lächeln, demselben Lächeln, das schon vorhin wie eine Maske auf dem schönen Gesicht gelegen.
Sie traten hinein ins Zimmer, ein wenig blin» zelnd, weil die Helle nach dem Halbdunkel blendete.
1 (Fortsetzung folgt!)
± Lich, 16. Februar. Einige schöne Stunden erhebender Gemeinschaft zwischen Wehrmacht und Volk erlebte gestern abend in der hiesigen Turnhalle die Bevölkerung unserer Stadt. Zu Gunsten des Winterhilfswerkes veranstaltete das Musikkorps des Ill./JR. 87 Butzbach ein Militärkonzert. Die Spielfolge zeugte von auserlesener Zusammenstellung. Alle Darbietungen fanden denkbar günstige Aufnahme. Pünktlich eröffnete das Mufikkorps, dessen vortrefflich disziplinierten Klangkörper Musikleiter Beau wirrung^voll zur Geltung brachte, mit dem Marsch „Alte Kameraden" das Konzert. Es folgte dann die vaterländische Fest- ouoertüre „Dem deutschen Volke". Schon die ersten Darbietungen des Orchesters wurden mit
Nach Jägerart schloß der Gaujägermeister dann die Tagung mit einem „Horido" auf den Reichs- • ~ ••• •- n.
Am Samstagabend hielt im Saale des Hauses der Deutschen Arbeitsfront, nach einleitenden Be- arüßungsworten des Abteilungsleiters des Amtes für Beamte, Pg. Manikowski, der Leiter der Beamtenbausparkasse
Syndikus Weber-Karlsruhe
wird nach notwendigen Erhebungen demnächst zu . erfolgen haben.
Ein außerordentliches wichtiges Gebiet aus der Jagdgesetzgebung, das der Jägermeister beherrschen muß, ist das „Beschwerderecht", das gegen irgendwelche Anordnungen ober Entscheidungen u ä gegeben ist. Dieses Beschwerderecht behandelte Landgerichtsrat Dr. Seid in außerordentlich klarer Weise und erntete dafür lebhaften Dank.
Als letzter Berichterstatter sprach Stabsleiter Hölzel über „Naturschutz" und „Krähende- k ä m p f u n g". Bezüglich des Naturschutzes trat er unter Zustimmung aller Jägermeister nachdrücklich für einen vermehrten Schutz der Hecken ein, die zu unserer Landschaft genau so gehören wie Wald, Wiese und Feld. Für Vogel- und Wildschutz sind sie unentbehrlich. Leider wurde aus allen Kreisen gleichmäßig über eine oft ganz sinnlose Heckenvernichtung geklagt.
Ls wird Vorsorge zu treffen fein, daß das Verbot, nach dem 1. März hecken zu schneiden, zu roden ober Hecken und Raine zu sengen und zu brennen, in seiner Durchführung auch überwacht wird.
Strafanzeige gegen Erwachsene unb gegen bie Eltern von Kinbern, bie befonbers viel als „Branb- stifter" in Frage kommen, sind unerläßlich. Die Kreisjägermeister werden in diesem Sinne bei den Kreispolizeibehörden vorstellig werden.
Bezüglich der „K r ä h e n b e k ä m p f u n g" führte der Berichterstatter aus, daß die Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, an der Vogelwelt und bei den Iagdtieren, hervorgerufen durch Krähen und Elstern, mangels natürlicher Feinde dieser Vögel, so groß geworden sind, daß
der Reichsjägermeister im Sinne des § 35
RJG. eine allgemeine Krähenbekämpfung mit
Gifteiern ungeordnet hat.
Die Organisation dieses Kampfes wurde bis in alle Einzelheiten besprochen. Jeder Eigenjagdbesitzer und Jagbpächter ist verpflichtet, die Maßnahmen durchzuführen, bie sich aus einem Merkblatt ergeben, bas ihm in ben nächsten Tagen burch feinen Kreisjägermeister zugeht. — Es folgte bann noch eine kurze Aussprache über bie Jagbausstellung unb bas Schießen in Berlin, über bie Schießen ber Deutschen Jägerschaft überhaupt unb ihre Ehrengerichte.
Der pflege des jagblichen Brauchtums, vor allem auch bem Jagdhornblasen, soll erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werben.
Am Schluffe ber sehr anregenben Tagung bankte der Stabsleiter des Landesjägermeisters allen, die zu der wertvollen Ausgestaltung der Tagung beigetragen haben. Er freue sich, dem Herrn Landesjägermeister berichten zu können, mit welcher Hingebung von allen Dienststellen im Gau ■ Oberhessen an der Erfüllung der Aufgaben des Reichsjagdgesetzes gearbeitet werde.
v l 11 v 11 UlvivlUIIUvIl v V ' yv | v * I • r cvx r f i » . CVS • • • •
ständig wachsender Freude und Begeisterung auf- i a h r s - P f e r d e m a r k t mit Prämiierung genommen, die sich im Laufe der Spielfolge immer'bis zum Tage des Marktes, 2 5. Februar, mog-
♦♦ 12. Staatliche Kurzschriftlehrer. Prüfung in Hessen. Die 12. Staatliche Prüfung für Kurzschriftlehrer findet am Mittwoch 25. März, und an den folgenden Tagen in Darmstadt statt. Der Prüfung liegt die hessische Prüfungsordnung vom 1. März 1930 in Verbindung mit Den in der ' Denkschrift H über die Stellungnahme der
Wollen wir Teddy und meiner Frau mal einen Besuch abstatten? Sie bleiben reichlich lange oben--" .Lk ... ,
Elfriede Stalling wich einen Schritt zuruck, als habe er sie geschlagen, unb legte eine Hanb über bie Augen. Grauenhaft... Fort von biesem Mann, fort aus biesem Hause, aus biefer ganzen schwülen, unsauberen Atmosphäre---Sie zuckte zu
sammen. Bruck hatte sich ihr roieber genähert unb feine Hanb auf ihren Arm gelegt.
Sie wissen boch, baß Tebby Sie betrügt, nicht njahr? — Wenn Sie Beweise wünschen, um bamit Ihre Forderung auf Freiheit zu unterstützen, fo können sie Ihnen jeberzeit geliefert werben, denn sie finb bereits in meinem Besitz, werben ausge-
einen Vortrag über bie auch in ® *e B e u durchzu- führenben Sieblungsbau-Dorhaben auf Grunb des Beamtenheimstättengesetzes. Er schilderte zunächst eingehenb bie Ziele bes Beamtenheimstattengesetzes mit ber Absicht, ben Menschen roieber mit bem Boden zu oerbinben, ber Familie eine gefunbe Grund- lage zu schaffen unb bie Heimatliebe zu förbern. Die Organisation zur Durchführung bieses Gesetzes ist eine Heimstättengesellschaft, beren alleiniger Träger ber Reichsbunb ber Deutschen Beamten ist, nämlich bie Beamtenbausparkasse, Hei nist ättengesellschaft ber beutschen Beamtenschaft. Es ist bies ein Selbsthilferoerk ber gesamten Beamtenschaft im Reich, unb zwar beim Staat, ben Gemeinben, ben Kirchen unb bem Heere. Vorsitzenber bes Aufsichtsrates ber BBS. ist barum auch ber Leiter bes Amtes für Beamte unb Führer bes Reichsbunbes ber Deutschen Beamten, Regierungsrat H. N e e f, MbR., Stellvertreter fein Stellvertreter im RDB. unb Stabsleiter bes Amtes für Beamte, I. R e u s ch. Ferner gehören ihm führende Männer ber Beamtenschaft an. Die Geschäftsführung hat I. L u b a h n, ber bie grunb- iegenben Vorarbeiten für bas Beamtenheimstätten-
Sie nickte nur, ließ sich führen wie ein krankes Kinb, sank in ben Korbsessel, den Wegerdt sorglich in die äußerste, dunkelste Ecke der zufällig teeren Glasterrasse trug, und schloß die Augen.
„Soll ich Ihnen etwas Stärkendes holen, einen Schluck Kognak oder Sekt?"
Sie schüttelte den Kopf, ohne die Lider zu öffnen. „Nur Ruhe, ich bin so müde — Nein, bleiben Sie, bitte, nicht fortgehen!"
Da legte Wegerdt die Glastüren, so weit es ging, zusammen, zog sich einen Skuhl herbei unb setzte sich zu ber erschöpften Frau, sie mit seiner stattlichen Breite vor etwaigen neugierigen Blicken bertenb.
Gebämpft klang bie Tanzmusik herüber, von fingenben Stimmen unb Gelächter begleitet. Daß die Menschen immer laut sein mußten, wenn sie glaubten, lustig zu sein! Wegerbt furchte bie Brauen. Sein Beruf zwang ihn zu einem gewissen Maß von Geselligkeit, bie er seinem innersten Wesen nach zum großen Teil gemieben hätte. Ging es ber schönen Frau neben ihm am Enbe ähnlich? Mitleidig. mit einem Schuß ehrlicher Bewunde- rung hing sein Blick an bem weißen Gesicht, in bas allmählich etwas Farbe zurückkehrte. Aber kein Wort fiel, schweigenb saßen sie beieinanber, im Geist weit entfernt von bem tollen Treiben, von dem nur eine Tür sie trennte.
Wieber bieses seufzenbe Atemholen, als brücke eine Last, bann schlug Elfriebe Stalling bie Augen auf, biefe wunbervollen, tiefblauen Augen, bie ben Mann jebesmal an Märchenwunber unb Himmelsbläue im Sonnenglanz gemahnte, unb lächelte ihn dankbar an.
„Das hat mir wohlgetan! Wenig Menschen gibt es. mit denen man zusammen — schweigen kann. Wir sind alle Lautsprecher geworden, von denen jeder den anderen zu übertönen sucht."
„Vielleicht suchen die meisten mehr, sich selbst zu übertönen", erwiderte Wegerdt, nachdenklich in die Sternennacht hinausschauenb, deren laue Luft, zu den geöffneten Fenstern hereinströmend, sich mit dem Duft der im Wintergarten in Kübeln blühenden Rosenbäumchen vermischte. Zart und tröstlich i leuchteten die Hellen Farben in dem Halbdunkel, i das sie beibe umgab. „Es ist viel Mißklang in uns Menschen heute."
mehr steigerte. Verschiebene Potpourri von Blankenburg, Roland unb Hannemann lösten befonbers starke Zustimmung aus, so daß sich das Orchester zu mehrfachen Zugaben entschließen mußte. Das Charakterstück „Einzug der Stadtwache" mit Trow- petensoli fand ebenso ungeteilten Beifall, wie auch die Glockenserenade von Kockert. Zwei Fanfaren- märsche für Heroldtrompeten unb Kesselpauken („Adolf-Hitler-Fanfare" und „Volk ans Geweht) brachten große Beifallsstürme, durch die sich bie Besucher eine Wiederholung erzwangen. Großen Ein» druck hinterließen außerdem die Jagdfantasie von Prager und die Parademärsche der ehern, hessischen Regimenter Nr. 115, 116, 117, 118 und 168. Den Schluß des reichhaltigen und künstlerisch wertvol- len Programms bildete ein Soldatenliederpotpourri von Hannemann. Ortsgruppen-Amtsleiter der NSV., Pg. Nickel, dankte mit herzlichen Worten der Wehrmachtskapelle für ihre vorzüglichen Darbietungen und schloß das Konzert mit dem Treue- grüß an den Führer.
Friedberger Frühjahrs-Pferdemartt.
Es ist beabsichtigt, in Gießen in den nächsten Wochen einige Bauvorhaben derart zu fördern, daß unter sorgfältiger Beachtung einer soliden und qualifizierten Bauausführung solche Wohnungen zum 1. Oktober dieses Jahres bezugsfertig werden. Dabei handelt es sich nicht um Beamtensiedlungen, die die BBS. strikte ablehnt. Durch eine große Aktion sollen bei ausreichender Beteiligung frühzeitige Darlehen bereitgestellt und die Baukosten wesentlich ver- billigt werden. Der Oberbürgermeister hat die Förderung dieser Angelegenheit in Aussicht gestellt. Außer privatem Baugelände hat die Stadt Bauplätze an der krofdorfer Straße und in den Eichgärten bereit. 3n ein bis zwei Jahren wird auch wieder Erbpachtgelände erschlossen werden.
Bei dieser Bauaktion wird grundsätzlich Wett darauf gelegt, daß auch der kleine Beamte, ganz gleich an welchem Wohnort, Vorteile aus dieser Forderung erlangt. Unter den augenblicklichen Verhältnissen soll gerade in diesem Gaugebiet die Arbeitsbeschaffung beschleunigt gefördert werden, (fs soll dadurch erreicht werden, weitere Arbeit zu schaffen und die Wirtschaft zu beleben undgleich- zeittg den Beamten im eigenen Heim auf freier Scholle einer sorgenfreien Zukunft entgegenzuführen.
An den interessanten Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an.
KM v1 k)tenrelH Ar 4
AMI
M .Man
gesetz geleistet hat.
Die BBS. nimmt eine reichsgesetzlich gesonderte Stellung ein, sie ist die einzige Stelle, die von der Reichsregierung und den Länderregierungen als Abtretungsstelle nach Maßgabe dieses Gesetzes anerkannt ist. Die unbedingte Sicherheit der BBS., die nicht mit anderen Privatkassen zu verwechseln ist, ist nach den Vorschriften des Gesetzes darin gegeben, daß nur etatsmäßige Beamte, auch aus dem Ruhestand, aber keine Dauerangestellten, Sparer werden können: daß u. a. der Sparbetrag im freiwilligen Gehaltsabzugsverfahren erstattet wird und bei staatlich anerkannten Kaffen sichergestellt ist: Reich, Staaten und Gemeinden den ordnungsgemäßen Eingang von Zins und Tilgung verbürgen. Ein Hinterbliebenenschutz, der etwa einer Lebensversicherung entspricht, sichert auch bei unvorhergesehenen Todesfällen die planmäßige Löschung des Darlehens. Als einziges Kreditinstitut Deutschlands kann die BBS. jedes Darlehen bis zu 100 v. H. des Bau- und Bodenwertes, auch an allerletzter Stelle geben. Die Darlehen sollen in erster Linie zum Bau von Ein- und Zwei-Famikieneigen- heimen, oder zum Ausbau vorhandener Eigenheime dienen, weil dadurch die Arbeitsbeschaffung geför-
Der Gaujägermeister für den Jagdgau Oberhessen, Pressestelle, teilt uns mit:
Die Jägermeister des Jagdgaues !N)erhessen hielten am Samstag, 15. ftebruar, m ® t e e n im „Hessischen Hof" eine achtstündige Arbeitstagung ab. Der sie leitende Gaujägermeister, Odersorst- meister Nicolaus, konnte bei Eröffnung der Tagung den Stabsleiter des Landsjagermeisters, Oberforstmeister Schlich, sowie von der Hessischen Forstabteilung den Landforstmeister Dr. Hesse und den Oberforstrat Eckh.ard begrüßen. Sem Gruß galt ferner den Kreisjägermeistern der oberhessischen Kreise und den Herren, die er als Sachbearbeiter in seinen Stab berufen hatte. Er stellte fest, daß
das „Jahr der jagdlichen Revolution, das erste Jahr des Reichsjagdgefehes, allen Dienststellen ein gerütteltes Maß von Arbeit und nicht lauter Freude gebracht habe.
Um so dankbarer müsse er allen, vor allem auch den Hegeringleitern, sein für die Hingabe, die s bewiesen haben. Die heutige Tagung soll nun dazu dienen, die Erfahrungen des ersten Jahres zu verwerten und Richtlinien für die Arbeit des kommenden Jagdjahres zu geben.
Zunächst wurde die nunmehr vorliegende „D i e n ft a n ro e i f u n g f ü r Ärei5jägers meister" einer eingehenden Besprechung unterzogen, wobei sich Gelegenheit bot, eine große Zahl von Fragen, die sich in der Praxis des letzten Jahres ergeben haben, zu klären und auch einheitliche Richtlinien für den ganzen Gau zu geben.
Anschließend berichtete Kreiszagermeister R i ch t - berg (Alsfeld) über „Wildschaden Nennenswerte Schäden sind im nördlichen Oberhessen nur durch Sauen aufgetreten, und zwar m diesem Jahre vor allem auf Wiesen. Hier wurden z. T. bis zu 100 Engerlinge auf einen Quadratmeter Wiesenfläche gezahlt, die Grasnarbe starb ab wir stehen also vor einem Maikaserflugzahr.
3n diesen Wiesen hat bas Schwarzwild in starkem Maße nach Engerlingen gebrochen, dadurch natürlich sehr wertvolle Arbeit geleistet, anderseits aber natürlich eine Neuvereb- nung und Neueinsaat notwendig gemacht. Erfreulicherweise haben sich in gemeinsamen Besprechungen Bauernschaft und Jägerschaft zu verständnisvoller Zusammenarbeit beim Ausgleich der entstandenen Schäden gefunden.
Der Gaujägermeister wird ferner die Frage einer Wildschadenausgleichskasse für den
MWdklMMM.
Roman von H. von Hettennann.
Copyright 1936 by Auswärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68.
sehenen ergänzenden Bestimmungen zugrunde. Meldungen zur Prüfung sind mit den vorgeschriebenen Nachweisungen (einschl. der Quittung über die an die Hessische Hauptstaatskasse — Postscheckkonto 17 Frankfurt a. M. — bezahlten Prüfungsgebühr von 20 RM. und der hessischen Stempelmarken im Werte von 1,50 RM.) bis zum 26. Februar bei dem geschäftsführenden Vorsitzenden der Prüfungskommission, Landtagsstenographen i. e. R. Michael Winkler, Darmstadt, Jahnstraße 121, einzureichen. Anfragen wegen der vorzulegenden Nachweise usw. sind nur an den Vorgenannten zu richten.
** Die Bekämpfung des seuchenhas- ten Verkalben des Rindes. Die Landesregierung — Abteilung Ib (Gesundheitswesen) gibt bekannt, daß das freiwillige Abortus-Bekamp- fungsverfahren (zum Schutze gegen das seuchenhafte Verkalben — Bang-Infektion — des Rindes) nunmehr auch für das Land Hessen eingeführt worden ist. Die Leitung des Abortus-Bekämpfungsversah- rens liegt in den Händen des für den Kreis zuständigen staatlichen tßeterinärbeamten. An diesen hat sich der Besitzer, der sich mit seinem Viehbestand dem Abortus - Bekämpfungsverfahren anfchliehen will, zu wenden; von dort wird das Weitere ver-
Ä'::81
test
'Ä7n| -As»
(Wj
Lieder und» . A Seranftalhn» Winzlar, ..inverfamm» ’jjtir den biesja» <wben. Zum W M in । i {inen Appell ab. »allen Kamerad geleistete Arbei jfli Einsatz aus. A M organisatonl jjtütfje schloß ßch Erträge des Kai kameradschaftliche
Mlter und Kd innen.
üeis a. d. Ld iiscergnügi :)e5opfet gefoi s Entschlossenheit nid) hormani Li Eis der Lumda l$nen, etwa 7jä W bes Ertrinkens n auf das Eis lec 41t und ihn unte
feste Eis zog.
ANendorf ;m von der Stad :n ergab folgert -nme: IBudjen 3. y, 4. Waffe 22, t ' Mi 13,15, 2. K - M!5,—, 5. Kl R Masse 14,95 U Masse 19,8' Ä Masse 30,60 '■M 23-Klass '•■5,73, 3b-Klas -l Masse 13,7 Miiletlajfe F
Masse 14,0 -■ Abschnitte Güt U8fa||e 22,6. . "chn 3. KI
61,-; Fich! Ä»Ne 32- M», mm ?? lett5|)° Miipeinbete Tätig!
Siir lei, S «wn feil
Meinte feine
SMt für di, .'Mer Treue iMen-Bu d, seinen A
30 Fra '’Milfe.Se,
Gau prüfen. . m ,
Besonderes Interesse erweckte ferner em Bericht des Kreisjagermeisters Simon (Lauterbach) über „Abgrenzung ber Hochwildreviere in Oberhesse n", den Kreisjägermeister Sarnes (Friedberg) und Kreisjägermeister Deuster (Schotten) noch ergänzten. An der Aussprache beteiligten sich ferner Landforstmeister Dr. Hesse und Stabsleiter Schlich. Die endgültige Klärung der Frage, in welchen Teilen Oberhessens mit Berücksichtigung der land- und forstwirtschaftlichen Interessen und - .....
in welcher Zahl Rotwild tragbar und erwünscht ist, und Landeszagermeister.
Möglichkeit zur Beschaffuna vorzeitiger Darlehen gegeben. Ein planmäßiges Zuteilungsverfahren er. möglichst es dem Sparer, seine Zuteilung schon beim Abschluß des Vertrages ungefähr zu erfahren. Gr kann darum feinen Bautermin ziemlich sicher vor. her bestimmen. Der Bauwillige kanm strferni er fein eigenes Geld besitzt, sich fremdes Geld deschas. fen, für das die BBS. die gleichen Sicherheiten wu für das Darlehen übernimmt. Gelder vom freien Markt können also niemals einfrieren, da auch diese vom Reich und den Gemeinden verbürgt werden.
Die BBS hat bereits eine beträchtliche Anzahl von Eigenheimbauten finanzieren und viele Millionen Mark als Darlehen zur Verfügung stellen können. Wie in anderen Teilen des Reiches, soll auch im hiesigen Parteigau die Bautättgkelt stark gefördert werden. Auch im Gau Hessen. Nassau werden die Beamtenbanken und Spar- fassen Gelder für diese Zwecke flüssig machen. Gleiche Verhandlungen werden in G i e ß e n geführt. Es besteht für Beamte, die 25 bis 30 vH der Bausumme eigenes Geld haben, die Möglichkeit, schnell zu einem Eigenhaus zu kommen.


