Nr. U Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Zreitag,)?. Zanuar 1936
Vrilische Zerstörer-IIotille im griechischen Piräus
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Im Piräus ankert eine englische Zerstörer-Flottille. Die britischen Kriegsschiffe führten in diesen Tagen im Saronischen Golf Manöver durch, an denen der griechische Admiral S a k e l l a r i u und andere höhere griechische Seeoffiziere teilnahmen. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
„Sie haben sich aber gar nicht verändert!^ Neue Zorschungsergebniffe über das Altern.
Don Dr. W. (Sievert
Ein griechischer Weise hat das berühmte Wort „Panta rhei“ („Alles fließt") ausgesprochen und damit einer Erkenntnis Ausdruck gegeben, deren Wahrheit auch von der modernen Wissenschaft immer wieder betätigt wird. Alles in der Natur ist in einem ununterbrochenen Wandel, einem ständigen Umbau begriffen — nicht zuletzt unser eigener Körper! Im Ablauf weniger Jahre wird der größte Teil aller Zellen unseres Körpers neu gebildet, und wir brauchen ja nur an die Vorgänge des Alterns zu denken, um das Wort des griechischen Philosophen an uns selbst bestätigt zu finden. Der nachstehende Artikel gibt einen kurzen Ueberblick über einige besonders wichtige Forschungsergebnisse, die von der Wissenschaft in der Erkenntnis dieser Fragen in letzter Zeit erzielt worden sind.
Wir treffen auf der Straße einen Bekannten, den wir jahrelang nicht gesehen haben. In sehr vielen Fällen lautet dann einer der ersten Sätze des Gesprächs: „Sie Haden sich aber gar nicht verändert!" Diese Feststellung mag — wenn sie ehrlich gemeint ist! — zutreffen, soweit Aussehen, Haltung oder Lebensgewohnheiten in Betracht kommen. In anderer Beziehung aber ist sie bestimmt falsch: Kein Mensch bleibt nämlich auch nur ein Jahr lang wirklich unverändert, denn die Zellen, die unseren Körper zusammensetzen, sind in einer dauernden Um- und Neubildung begriffen. Manche von diesen Zellen sind von vorn- herem darauf eingerichtet, nur eine beschränkte Zeit lang „Dienst zu tun", um dann abzusterben und neuen Zellen gleicher Art Platz zu machen. Das gilt in erster Linie für die roten B l u t f ö r -
perlen. Man schätzt ihre Lebensdauer auf wenige Wochen, nach deren Ablauf gehen sie unweigerlich zugrunde und werden durch neue Körperchen ersetzt, die an verschiedenen Stellen des Organismus fortwährend gebildet werden.
Eine ebenso sehr eng begrenzte Lebensdauer besitzen die Zellen unserer äußeren Haut. Diese Zellen sterben nach kurzer Zeit ab, verhornen und bilden auf diese Weise einen Schutz für den Körper, bis sie schließlich ganz abgesehen werden. Dieser Verlust muß natürlich immer wieder ersetzt werden, es bilden sich daher fortwährend neue Zellen.
Zellen, die sich nicht erneuern.
Man hat aus solchen Beobachtungen geschlossen, daß der Mensch im Laufe der Jahre vollständig „erneuert" wird; in der Tat hat ja der Körper etwa eines siebzigjährigen Greises recht wenig „A e h n - lichkeit mit sich selb st" als Jüngling von zwanzig Jahren. Trotzdem dürfen wir das Ausmaß dieser ständigen „Aenderung" unseres Körpers nicht überschätzen, denn es handelt sich ja nur um die letzten Bausteine, nicht aber um die äußere Gestalt des Menschen und seiner Organe. Ferner gib es auch Zellenarten, die nur ein einziges Mal gebildet und dann nicht mehr ersetzt werden können, wenn ihre Entwicklung abgeschlossen ist. Dies gilt in erster Linie für das Nerven sy st e m. Schon sehr frühzeitig im Leben verlieren die Nervenzellen ihre Fähigkeit, sich zu teilen und auf diese Weise zu vermehren. Jede Zelle des Gehirns oder Rückenmarks lebt demnach fast ebenso lange als der ganze Mensch. Allerdings ist die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen, daß die bereits im jugendlichen Alter gebildeten Zellen des Gehirns nicht gleich alle zur „Arbeit" herangezogen werden, sondern daß
einige als „Reserve" eine Zeitlang noch „geschont" werden. Endgültig bewiesen ist allerdings diese wissenschaftliche Theorie bisher noch nicht
Es ist verständlich, daß sich gerade an solchen Zellen, die ohne Neubildung ein hohes Alter erreichen, auch Abnutzungserscheinungen besonders gut beobachten lassen. Vor allem bei den Zellen des Gehirns scheint der Prozeß des Alterns darauf zu beruhen, daß sich irgendwelche „Abfälle" des Stoffwechsels ablagern, die schließlich die Tätigkeit der Zelle allmählich unterbinden. Man kann diese „Abfälle" zuweilen unter dem Mikroskop direkt beobachten: es sind Anhäufungen dunkler Körnchen, die man als „A l t e r s p i g m e n t" bezeichnet. Die ersten Spuren dieses „Alterspigments" lassen sich seltsamerweise schon beim 10= bis 15jähri- gen Kinde nachweisen. Demnach treten also die ersten „Alterserscheinungen" außerordentlich frühzeitig auf.
Unsere Körperlänge ändert sich im Laufe des Tages.
Neben den „langfristigen" Aenderungen unseres Körpers, wie wir sie während des Alterns beobachten, gibt es auch kurzdauernde Veränderungen, die einen rhythmischen Verlauf haben. Hierzu ist die recht wenig bekannte Tatsache zu rechnen, daß der Mensch abends etwas kleiner ist als morgens. Diese seltsame Erscheinung beruht vor allem auf den aufrechten Gang des Menschen. Zwischen den Wirbeln, die bas Rückgrat zusammensetzen, befinden sich die nicht aus Knochenmasse bestehenden und daher etwas weicheren „Zwischenwirbelscheiben". Infolge des Druckes, der beim Stehen und Gehen auf sie ausgeübt wird, pressen sie sich etwas zusammen, so daß die ganze Gestalt des Menschen im Laufe des Tages ein wenig „zusammensinkt", um sich dann während der Nachtruhe wieder auszudehnen.
In ähnlicher Weise ändert sich bekanntlich auch die Körpertemperatur des Menschen im Laufe des Tages. Am Nachmittag zwischen 2 und 6 Uhr ist ihr Stand meist am höchsten, zwischen Mitternacht und dem Morgen am niedrigsten.
Aendert sich die Menschheit?
Wenn nun, wie wir sehen, der einzelne Mensch im Laufe seines Lebens so zahlreichen Veränderungen seines Körpers unterworfen ist, dann liegt die
Frage nahe, wie es mit derartigen Wandlungen bei der M e n f ch h e i t als solcher bestellt ist. Wir wissen ja, daß der Mensch keineswegs immer so ausgesehen hat wie heute, sondern im Laufe einer ungeheuer langen Entwicklung vom Vormenschen über den Urmenschen zur heutigen Form emporgestiegen ist. Wird er nun dabei stehen bleiben oder sind weitere Veränderungen zu erwarten? Es besteht eine ziemlich große Unwahrscheinlichkeit dafür, daß die Entwicklung des Menschen — und ebenso der höheren Tiere — im wesentlichen abgeschlossen ist, er wird wohl in zehntausend Jahren nicht viel anders aussehen als heute. Wenn also grundlegende Veränderungen dieser Art nicht anzunehmen sind, so hindert das keineswegs, daß sich einzelne Eigenschaften und Merkmale — etwa seine Größe, die Ausprägung des Gehirns usw. — sehr wohl ändern könnten. Es gibt bereits einen schlagenden Beweis für die Möglichkeit derartiger Aenderungen — und sie liegt noch dazu auf einem Gebiet, das jebeg von uns vielleicht von allen wissenschaftlichen Fragen am meisten interessiert: die durchschnittliche Lebensdauer des Menschen hat sich in den letzten zwei Jahrtausenden sogar sehr wesentlich geändert. Ein englischer Statistiker hat unlängst durch sehr eingehende Untersuchungen nachgewiesen, daß die durchschnittliche Lebensdauer eines Römers im dritten bis vierten Jahrhundert nach Christus ziemlich genau 22 Jahre betrug. Von da ab ist sie — allerdings mit erheblichen Schwankungen — langsam immer weiter gestiegen; um das Jahr 1880 betrug die durchschnittliche Lebensdauer etwas über 37 Jahre. Dann folgt ein ganz plötzlicher Anstieg, der zweifellos auf den Auswirkungen der medizinischen und hygienischen Erkenntnisse der modernen Wissenschaft beruht: das durchschnittliche Lebensalter beträgt heute bei den Männern rund 56, bei den Frauen sogar fast 59 Jahre! Es ist anzunehmen, daß die Steigung sich noch einige Zeit hindurch fortsetzen wird — so lange, bis die natürliche Lebensdauer des gesunden Menschen, also der Tod an Altersschwäche, dem weiteren Anstieg der Lebensdauer eine endgültige Schranke setzt. Aber vielleicht wird eines Tages ein tatsächlich wirksames Verjüngungsmittel gefunden — wir wissen es nicht, wenn auch ernsthafte Zweifel an eine solche Ueberliftung der Natur bestehen müssen.
Der abessinische Kronprinz an der Aordsront
Vor
kurzem unternahm der abessinische Kronprinz eine Besichtigungsreise in den Stellungen der abessinischen Nordfront. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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„Pygmalion."
Gloria-Palast.
Es ist wohl nicht überflüssig, ein Wort über den Stoff vorcmzustellen; er ist der klastischen Mythologie entnommen: der kyprische Bildhauer Pygmalion wurde von leidenschaftlicher und hoffnungsloser Liebe zu der elfenbeinernen Figur einer Jungfrau ergriffen, die er selbst geschaffen hatte. Ein zartes, griechisches Märchen erzählt, Aphrodite, die Göttin der Liebenden, habe sich der Leidenschaft des Pygmalion erbarmt und der toten Statue Leben eingehaucht: die also Erweckte nahm der Schöpfer zum Gemahl
Shaws Komödie spielt nicht in Griechenland, sondern in London. Der Sprachlehrer Professor Hig- gings lieft ein Blumenmädchen vor der St.- Pauls-Kathedrale „aus der Gosse" auf, weil ihn — rein philologisch — der „Rinnsteindialekt" dieser Eliza Doolittle interessiert; er nimmt sie in sein Haus und verpflichtet sich, auf Grund einer Wette, innerhalb kurzer Zeit, eine vollkommene „Dame der Gesellschaft" aus ihr zu machen.
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Man sieht, daß sich auf dem Wege vom antiken Mythos zur modernen englischen Komödie einiges geändert hat, und es ist nicht ganz leicht, das Gemeinsame des Vergleichs zu finden, der auf mehr als einem Bein zu hinken scheint. Das Gemeinsame ist die Wandlung, die sich vor unseren Augen vollzieht, und zwar — aus Gründen des Dramas — im Gegensatz zu der idyllisch-lyrischen Erzählung der alten Sage, an einem lebendigen Menschen Was die Gesellschaft angeht, in welche Eliza hinaufgehoben werden soll, so müßte Shaw Nicht der Mann sein, der er ist, wenn er sie ernst nähme Er tut es nicht, sondern er gibt es ihr. A'>er das Wichtigste: die Liebe. Shaw fängt das Motiv eigentlich da auf, wo der Mythos zu Ende ist dort war die Liebe am Anfang, das erregende Moment, hier gibt sie den Ausklang, dessen man nicht einmal ganz sicher ist.
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Der Einwände gegen die Neuformung der alten Fadel sind viele. Shaw nimmt die Sache viel weniger ernst als vor ihm etwa, bei uns, Wildenbruch in der „Haubenlerche" (Auch eine russische Fassung haben wir vor Jahren auf dem Theater gesehen.) Wenn man es recht bedenkt, bann hatte die Komödie sehr übel enden und einen bitteren Nachgeschmack beim Beschauer hinterlassen können; denn die Fabel enthält nicht nur ein soziales, son-
sondern auch ein seelisches Problem (ganz abgesehen von der Liebe). Und schließlich lag nicht einmal ein Grund zur Verfilmung vor, es sei denn dieser, der allerdings beinah stichhaltig ist: ein Ensemble glänzender Schauspieler auf einen vielseitig ergiebigen Text loszulassen
Der Film schließt sich eng an die Vorlage an. Shaw selber schrieb das Manuskript; Heinrich Oberländer und Walter Wassermann machten das Drehbuch. Alles war von Anfang an auf Spaß angelegt, auf Improvisation des Augenblicks, auf den grotesken Einfall, auf das (ursprünglich rein wissenschaftliche) Experiment — ohne sonstige Problematik. Die fällt einem erst spater em, wenn die Schwierigkeiten kommen, wenn die Konflikte auftauchen; wenn Higgins seine Wette gewonnen hat, wenn das Spiel aus ist und sozusagen der Ernst des Lebens beginnt. Aber das wird alles nur angedeutet, nur gestreift, bleibt an der Oberfläche, wird lustspielhast zum happy end abgebogen.
Jeder mag mit sich selbst ausmachen, was er davon zu halten hat. (Ob so etwas, auf die Dauer, wirklich gut geht.) Der Regisseur Erich Enge hat jedenfalls das Komödienschiffchen sehr geschickt und sehr behutsam durch die Klippen gesteuert, — seiner heiteren Wirkung in jedem Augenblick sicher; zu mehr war er, vom Drehbuch aus, nicht verpflichtet. Ihm genügte es — und wir wollen uns auch damit zufrieden geben —, daß ausgezeichnet gespielt wurde. (Nach den wahren, den tiefer liegenden Problemen zu forschen, sie aufzuspießen und zu erörtern ist bei Shaw nicht minder bedenklich als bei Wilde. (Beispiel dafür: „Eine Frau ohne Bedeutung" im Theater.) *
Ausgezeichnet gespielt, Jenny I u g o als Eliza. Zwei Gestalten — und doch em Mensch. Beinah eine Doppelrolle. Aber sie erfaßt sie, ganz richtig, als Einheit, sie zeigt die innere Entwicklung. Sehr amüsant, dabei sehr menschlich, nicht ohne Charme. Man spürt bis zuletzt die ungeheure Kluft die da gefährlich überbrückt wird, llebrigens hat sie Mut und hat den Humor, der gerade für eine solche Rolle unerläßlich ist. Ihr erstes Auftreten ist schon entwaffnend naiv und grenzenlos ordinär; aber sie fängt sich, steigert sich, entwickelt sich, ganz überlegen (sogar den Rückfall „im Handgemenge mit einbeaogen) und ist zuletzt eine bezaubernde kleine Person. *
Gründgens gibt den Higgins, daß es ein Genuß ist, ihn zu sehen und zu Horen, in seinem
philologischen Eifer, feinem Hochmut, seinem Zorn, seiner Unbedenklichkeit und auch mit seinen gelegentlich so ungezwungenen Jungensmameren: das sind lauter Einzelzüge, aber alle zusammengehalten vom Intellekt, von der Ausdruckskraft und der überlegenen Sicherheit eines unerhört wendigen und geschmeidigen Schauspielertemperaments.
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Eine herrliche Gestalt ist auch der unheimlichbiedere Müllkutscher Doolittle des Herrn Klöpfer; sehr fein, gepflegt und unaufdringlich Edt- Hofer als Pickering. Nicht zu vergessen die Damen B l e i b t r e u, Haack, Gläßner und Limburg; in ganz kleinen Episoden: Vivigenz E i ck st e d t und Hans Richter.
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Im Beiprogramm: hübsche Aufnahmen von einer Segelfahrt bei Potsdam. Bühnenschau: Grace Ho'rse, der als Meisterschütze Beachtliches leistet und auch mit Lasso, Peitsche und Wurfmesser ge- schickt und treffsicher zu hantieren versteht.
Hei, Fuchs!
Von Wolfgang Rümmer.
Wie eine von Jagdlust aufgeregte, hechelnde Meute stehen die Jungen an der großen Gabelung der Straße bereit, vornübergelehnt und auf die Stöcke gestützt. Die Schier klappern. Von den Bergen fährt ein sachter Wind hernieder, frostig und bissig, aber die Jungen spüren ihn nicht.
„Noch zw-anzig Sekunden ..!"
Das letzte Sprechen verstummt, die Augen sind auf den Weg nach vorn gerichtet.
„Zehn Sekunden...!"
Ein Schneeklümpchen löst sich von einer weißen Fichtenkrone ... fällt...
„Los!!"
Ein jubelnder Aufschrei. Die Maste der Jager stürzt vor, entwirrt sich und gerät auseinander. Bunte Papierschnitzel blinzeln im Schnee. Die Verfolger nehmen die Fährte auf.
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Einsam ziehen sich die Waldwege zur Höhe, das ewige Rauschen und Flüstern ist verstummt, und eine starre Ruhe steht zwischen den Stämmen. Da keucht etwas von unten herauf. Mit hochrotem Kopf erscheint ein Junge auf dem Pfad. Ganz kurz verharrt Kurt und horcht zurück. Rufen und ferne Schreie bringen aus den Wäldern herauf. Ein Lächeln huscht über fein Gesicht, seine Hand fährt in den Brotbeutel; er sät eine Handvoll Schnitzel
in den Schnee und steigt aufwärts. Ein Klappern tönt hinter ihm auf. Noch einmal wendet er sich, erkennt Peter, feinen Freund und schärfsten Verfolger, und hastet mit doppelter Eile bergauf. Das Klappern folgt.
— Die Höhe ist erreicht. Ein paar Schnitzel fliegen, dann stiebt er abwärts. Um Steine und Fichten und Stuken, mal scheint es, das Geräusch hinter ihm habe sich verloren, dann aber taucht es plötzlich wieder auf und ist bedrohlich näher gerückt.
Kurt braust eine steile Schneise hinunter. Und plötzlich durchfährt ihn der Gedanke: dort unten bricht ja eine Wand steil ab, an deren Fuß sich kleine Fichten drängen. Einen Augenblick stockt er und hält seine Flucht für vergeblich, da klingt auch schon ein jubelnder Ruf hinter ihm auf. Peter naht in Schußfahrt. Kurt hat sich entschieden; in tiefer Hocke stößt er die Schneise hinunter, der Wald öffnet sich, weicht zurück, und — in gewaltigem Schwung schnellt Kurt über den Absturz. Die Lust rauscht an seinen Ohren vorbei, klappernd setzen die Schier auf dem Schnee wieder auf, und Kurt verschwindet im Winterwald. Oben verharrt Peter, sieht die Fährte und gibt schließlich kopfschüttelnd die Verfolgung auf.
Der alte Forstauffeher aber, der Zeuge dieses Sviels war, steht noch eine ganze Weile an der Wildkanzel, die Pfeife in der Faust, und kann sich nur wundern — nur wundern!
Zeitschriften.
— Im Januarheft von „Volk und R a f f c* (I. F. Lehmanns Verlag, München 2 SW, Einzelpreis 0,70 RM.) behandelt u. a. Dr. Eckhardt Hügel die „rassische Bedeutung der Ausländsdeutschen". Sein Aussatz — begleitet von schonen Aufnahmen siebenbürgischer Bauern — zeigt die Gefahren, denen unsere Brüder im Ausland ausgesetzt sind. Ihnen droht das Verschwinden in der Menge der umwohnenden Fremden und das Verwischen der Eigenart durch Mischung. Nur ein geschärftes Rasse-Gewissen und genauestes Rasse-Wissen kann hier helfen. Die „Verbreitung der Bluterkrankheit", eine schwere Bedrohung der Rasse-Gesundheit, zeigt Geh. Medizinalrat Dr?M. Fischer. — Sehr lesenswert sind wieder die „Kleineren Beiträge: Auslese; Ehegesundheitsgesetz und Moral; Rassenhygienische Filmschau; Da» Ausland und der deutsche Rassenschutz. — Die Abteilung „Aus Rassenhygiene und Bevölkerungspolitik" bringt Nachrichten über die neuesten einschlägigen Gesetze, Veranstaltungen und Ereignisse des In- und Auslandes, die zu kennen für jedermann nützlich ist.


