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SJ.-fporrf

HZ.-Gportwarte werden geschult.

Die Hitler-Jugend ist nach dem Abkommen zwi­schen dem Reichsjugendführer und dem Reichssport­führer noch stärker als bisher bemüht, für die körper­liche Ertüchtigung der ihnen anvertrauten Jungen zu sorgen. 75 HI. -Sportwarte sind nach Ber­lin entsandt worden und nehmen dort an einem großenSchulungskurses inderReichs- a k a d e m i e teil. Erstklassige Lehrkräfte sind ein­gesetzt worden, um den Sportwarten, die in ihren Bannen als Stellenleiter für körperliche Ertüchti­gung eingesetzt sind, gründlichen Unterricht in Fuß­ball, Handball, Boxen und Gymnastik zu erteilen. Den Fußballern steht der Verantwortliche für die deutsche Nationalmannschaft, Dr. Otto Nerz, zur Verfügung und um die Durchbildung und Ausbil­dung im Handball kümmert sich der alte Pionier S ch e l e n z. Neben der sportlichen Durchbildung wird aber auch die weltanschauliche Schu­lung gepflegt. So werden Reichssportführer von Tschammer und Osten und Obergebietsführer C e r f f vor den HI.-Sportwarten sprechen.

Oie Aufgaben des OOAE. im Krastfohrsport

Die Gliederungen des NSKK. führen nach den Richtlinien des Führers des deutschen Kraftfahr­sports, Korpsführer Hühnlein, sämtliche öffent­lichen Kraftfahrsport-Veranstaltungen durch. Der Deutsche Automobil-Club, der damit von einer Reihe früherer Aufgaben entbunden ist, wendet sich in Zukunft dem Kraftfahrsport inner­halb der Gefolgschaften der einzelnen Ortsgruppen zu. Fuchsjagden, Ballonverfolgungs­fahrten, Geschicklichkeits- und Findigkeitsprüfungen sollen den Mitgliedern der DDAC.-Ortsgruppen Gelegenheit geben zur sportlichen Ertüchtigung und zur Steigerung der Fahrfertigkeit und Fahrdisziplin.

Daneben führen noch einige DDAC.-Ortsgruppen ihre bisherigen Renn-Veranstaltungen durch, und zwar handelt es sich bei der DDAC.-Ortsgruppe Teterow um zwei Rennen auf dem Teterower Bergring, bei der DDAC. - Motorrad - Ortsgruppe Hamburg um zwei Rennen auf der Trabrenn­bahn Hamburg - Farmsen, bei der DDAC. - Orts­gruppe München um ein Rennen auf der Trab­rennbahn München-Daglfing und bei der DDAC.- Ortsgruppe Kotzenau um zwei Rennen auf der Sandbahn Kotzenau.

30 deutsche Studenten in Zell am See.

Elf Kationen

bei den Akademischen Dell - Winterspielen.

Die V..Akademischen Welt-Winterspiele in Zell am See hatten am Dienstag ersten Nennungsrer- min. dem der endgültige Meldeschluß am 5. Jan. 1937 folgen wird. Das Amt für Leibesübungen der Hochschule Oesterreich konnte als Veranstalter der Anfang Februar stattfindenden Welt-Winterspiele bereits elf bindende Zusagen entgegennehmen. Ne­ben Deutschland haben Frankreich, Italien. Jugo­slawien, Lettland, die Tschechoslowakei, Oesterreich, Polen, die Sckiweiz, Liechtenstein und Ungarn zu­gesagt. Deutschlands Studentenjugend wird mit 20 Skiläufern und 10 Eishockeyspielern vertreten sein. Auch die übrigen Nationen haben starke Mannschaften angekündigt. Oesterreich rech­net noch mit der Zusage von Litauen, Holland, Bulgarien und den nordischen Ländern.

Peter siedel unterwegs nach Südamerika.

Einer der verdienstvollsten deutschen Segelflieger, Dipl.-Jng. Peter Riedel, der bis 1. Dezember bei der Deutschen Lufthansa als Verkehrsflieger tätig war, tritt am 16. Dezember die Ausreise nach Kolumbien an, um in weiterer Ausübung sei­nes Berufes in die Dienste der Deutsch-Kolumbischen GesellschaftScadtka" zu treten.

Der deutsche Segelflugsvort hat Peter Riedel viel zu verdanken. Er und Wolf H i r t h waren es in der Hauptsache, in deren Händen die Heranbildung und Formung des deutschen Segelfliegernachwuchses lagen. Dittmar, Hofmann, Fischer und andere gin­gen durch Riedels Schule. Er ist nach wie vor ent­schlossen, seine großen Erfahrungen dem deutschen Segelflugsport zur Verfügung zu stellen und wird, wie bisher, wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Flugzeugbau der Ingenieurschule Weimar bleiben. In Südamerika erhofft man sich von Peter Riedel naturgemäß eine starke Aufwärtsentwickelung des Segelflugsports.

Schöner Erfolg der Handball-Winterhilfsspiele.

Das Ergebnis der vom Fachamt Handball am 8. November in allen deutschen Gauen veran­stalteten Winterhilfsspiele liegt vor. Insgesamt gingen 27 138,81 Mark ein, womit der Einsatz des Vorjahres nicht unerheblich übertroffen wurde. Der Erfolg der Opferspiele wäre bestimmt noch ein größerer gewesen, wenn nicht an diesem Tage das allgemein schlechte Wetter den Besuch der zahl­reichen und vielseitigen Veranstaltungen ungünstig beeinflußt hätte. Auf jeden Fall können die Hand­ballspieler und ihr Fachamt auf das Ergebnis stolz sein, haben sie doch gezeigt, daß sie inmitten der Volksgemeinschaft stehen und sich mit ihr eng ver­bunden fühlen. Auf die einzelnen Gaue entfallen folgende Beträge: Gau I etwa 309,79 Mark, Gau II etwa 695,58 Mark, Gau III etwa 2170,34 Mark, Gau IV etwa 925,32 Mark, Gau V etwa 2050 Mark, Gau VI etwa 5962,31 Mark, Gau VII etwa 1002,52 Mark, Gau VIII etwa 1643,46 Mark, Gau IX etwa 2101,94 Mark, Gau X etwa 1250 Mark, Gau XI etwa 1011,47 Mark, Gau XII (Hessen) etwa 1 4 80,25 Mark, Gau XIII etwa 1371,50 Mark, Gau XIV etwa 1013,17 Mark, Gau XV etwa 2784,45 Mark, Gau XVI etwa 1366,71 Mark.

Großer plan

für Englands Leichtathleten.

In den führenden Kreisen der englischen Leicht­athletik ist man mit dem bei den £l. Olympischen Spielen 1936 in Berlin erzielten Erfolg nicht zufrieden. Allgemein herrscht die Ansicht, daß in Anbetracht des Ansehens des Britischen Welt­reichs eine weitaus größere Zahl von Siegen und Plätzen hätte erzielt werden müssen. Es sind be­reits Bestrebungen mit dem Ziel im Gange, Eng­lands Leichtathletik für die kommenden Weltspiele eine breitere Grundlage zu verschaffen und kampf­stärker als je zu machen. Einer der einflußreichsten Männer des Jnselreichs, der Brigadegeneral Critchley hat zu diesem Zweck einen wohldurchdach­ten Plan ausgearbeitet. Danach sollen in jedem Jahre bis 1940 im White-City-Stadion zu London drei große internationale Sportfeste veranstaltet werden, zu denen die bedeutendsten Athleten der Welt zur Teilnahme eingeladen werden sollen. Die Reisekosten und den Unterhalt wollen die Veranstal­ter aus einem schon sichergestellten Garantiefonds in Höhe von 15 000 Pfund tragen. Brigadegeneral Critchley hat seinen Plan dem Ehrensekretär des englischen Verbandes, dem früheren Olympiasieger Douglas Lowe, zur Annahme unterbreitet.

Neuer Zweikampf Cambridge - Oxford

Eine alte Sporttradition liegt über den beiden bedeutendsten Colleges der englisch sprechenden Welt, über Cambridge und Oxford. Sie erlebt ihren Höhepunkt in der Austragung des berühmten Ach­terrennens auf der Thmefe. Daneben gehen zahl­reiche andere Zweikämpfe auf sportlichem Gebiet einher. Im Querfeldeinlauf, den im Vor­jahr die dunkelblauen Oxforder gewannen, siegten diesmal die hellblauen Cambridges, deren Läufer die dr^i ersten Plätze belegten.

Kurze Sportnotizen.

Der Box-Länderkampf Irland gegen Deutschland in Belfast endete mit einer hohen 14:2- Niederlage der deutschen Boxer. Die beiden deut­schen Punkte resultieren aus dem Punktsieg des Hamburger Mittelgewichtlers Baumgarten über den Iren Boyd.

*

SS. - Obersturmführer Temme trug beim ostpreußischen Hallenturnier in Königsberg einen Doppelsieg davon, und zwar gewann er auf Nordland" die beiden Hauptprüfunqen des Schlußtages.

*

Die deutsche S t u d e n t e n - F u ß b a l l e l f wird den am 7. Januar im Londoner Wembley- Stadion stattfindenden Länderkampf gegen England in folgender Aufstellung bestreiten: Bonk (Preußen, Berlin): H. Vogel (Blauweiß, Berlin): Simon (BSV. 92, Berlin); Braun (SC. 99, Köln): Richter (Preußen, Berlin); Th. Vogel (SC. 99, Köln); Zöllner (Kurhessen, Marburg); Breindl (Wacker, München); Lindemann (Kickers. Offenbach); Gähler (Bayern, München): Prysock (Minerva, Berlin).'

*

Der Ringerländerkampf Oesterreich gegen Deutschland wird, einer Meldung des Wiener Sport-Tageblattes" zufolge, Ende Januar oder Anfang Februar wahrscheinlich in Innsbruck durchgeführt.

Wirtschaft.

Zihein-Mainische Börse.

Wittagsbörfe weiter freundlich.

Fwd. Frankfurt a. M., 15. Dez. Die Börse eröffnete auf den meisten Marktgebieten in weiter etwas festerer Tendenz. Es lagen kleine Kaufauf­träge der Kundschaft vor, so daß zumeist Erhöhun­gen von durchschnittlich 1 v. H. eintraten. Das Ge­schäft blieb jedoch weiterhin klein, und bei der Enge der Märkte ergaben sich teilweise kräftigere Kurssteigerungen.

Am Aktienmarkt wurden Montan- und Chemiewerte bevorzugt gekauft. Sehr fest lagen er­neut Harpener mit 157 (152,50), Mannesmann stie­gen auf 117,65 bis 118 (116,75), Verein. Stahl auf 122,90 (122), Hoesch auf 118,50 (117,65) und Bu­derus auf 123,50 (122,75). IG. Farben gewannen 0,50 v. H. auf 167,75, Scheideanstalt 2,50 v. H., Deutsche Erdöl 2 v. H. und Th. Goldschmidt 0,75 o. H. Elektroaktien setzten bis 1 v. H. fester ein, Sie­mens erhöhten sich um 1,75 o. H. auf 192,75, leb­hafter waren AEG. mit 38,13 bis 38,40 (38). Stär­kere Nachfrage erhielt sich für Kunstseide Bemberg zu 108 (106,25). Von Zellstoffpapieren gewannen Aschaffenburg 2,25 auf 140,25. Am Schiffahrts­aktienmarkt zogen Hapag auf 14,90 (14,25) an, Nordd. Lloyd unv. 14,90. Von Einzelnsten ge­wannen Deutsche Linoleum und Muag je 1,25 d. Sy, Reichsbank 1 und Westdeutsche Kaufhof 0,13 v. H.

Am Rentenmarkt blieben Kommunal-Um- schuldung mit 89,90 und Zinsoergütungsscheine mit 94,15 gut behauptet. Rhein. Städte-Altbesitz 114,50 (114), do. Süddeutsche 115 (114,50). Reichsaltbesitz ca. 116,25 (116). Zertif. Dollar-Bonds lagen 0,25 bis 0,50 v. H. schwächer. Von Auslandswerten er­schienen sämtliche Schweiz. Bahn-Anleihen mit Minus-Zeichen".

Im Verlaufe ergaben sich am Aktienmarkt weitere Erhöhungen von 0,50 bis 1 v H., das Ge­schäft war teilweise lebhafter. Höher waren u. a.: Harpener mit 157,50 nach 157 (insgesamt plus 5 v. H.), Hoesch mit 119 nach 118,50, Daimler 118,90 bis 120,50 (119), IG. Farben 168,25 nach 167,75, Bemberg 109 nach 108. Rheinstahl kamen mit 150,50 bis 151,25 (148,75), AG. für Verkehr mit 121,75 (120,50) zur Notiz.

Renten blieben ruhig und unverändert, Alt­besitzanleihe 116,25 nach 116,13, auch Städte-Alt­besitz wurden noch etwas gefragt. Goldpfandbriefe und Stadtanleihen sowie Kommunal-Obligationen lagen unverändert, Liquidationspfandbriefe wichen nach beiden Seiten 0,13 bis 0,25 v. H. ab. Industrie- Obligationen waren teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. höher. Von Auslandsrenten 4 v. H. Steg von 1883 19,50 (19,40).

Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke 102 bis 104, Wayß & Freytag 123,50 bis 125,50, Growag 92 bis 94 und Ufa 60,50. Tagesgeld unverändert 3 v. H.

Abendbörse fest.

Auch an der Abendbörse war die Haltung am Aktienmarkt fest, und bei etwas größeren Um­sätzen als bisher erfuhren die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß meist Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Lebhafter waren Verein. Stahl mit

124, Mannesmann mit 118,75, ferner AEG. mit 38,90 bis 39. Weiter fest Bemberg mit 111,50 (109, aber 110,50 in Berlin), Scheideanstalt mit 265 (263,50) und Geffürel mit 144 (142,75). Gefragt waren außerdem Westdeutsche Kaufhof mit 60,75 (60,50), Metallgesellschaft mit 252,25. JG.-Farben lagen mit 168 unv. Am Kassamarkt zogen Groß­bankaktien je 0,25 v. H. an. Der Rentenmarkt lag mehr ruhig. Altbesitz unv. 116,25. Die zur Notiz gekommenen Auslandrenten waren nahezu unver­ändert. Im Freiverkehr nannte man Wayß & Frey­tag mit 124 bis 126.

U.a. notierten: Altbesitz 116,25, 6proz. JG.-Farben 133,75, 5proz. innere Mexikaner 6, 3proz. do. 5,75, 4,5proz. Ungarn von 1914 5,80, AEG. 38,90 bis 39, Bemberg 111,50, Betula 173,50, Buderus 123,50, Deutsche Erdöl 143,50, Scheideanstalt 265, Elektr. Lieferungen 136, JG.-Farben 168, Geffürel 144.

Frankfurter Obst- und Gemüjemarkt.

Frankfurt a. M., 15. Dez. (Fwd.) Am G e - m ü j e m a r k t blieben die Zufuhren im allgemei­nen noch gut. Nachfrage nicht befriedigend. Für Spinat sind die Preise, leicht gefallen, sonst blieben sie unverändert. Ausl. Blumenkohlangebot gering, bei leicht erhöhten Preisen lebhaftes Geschäft. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 9 St., 3,75 bis 4,50 Pisa, do. 15 und 18 St. 5,50 bis 6,00 Neapel, Es- karol 5 bis 15, Feldsalat (groß) 35 bis 50, do. klein 50 bis 80, Gelberüben 3 bis 4, Gewürzel, gr. Bdl., 30 bis 45, Karotten 4 bis 5, Kohlrabi 3 bis 5, Lauch 2 bis 5, Rettich 5 bis 15, Rosenkohl 15 bis 18, Rote Rüben 4 bis 6, Rotkraut 2Vz bis 5, Sel­lerie, j. n. Gr., 8 bis 30, Spinat 15 bis 18, Schwarz­wurzel 15 bis 25, 22 bis 23 holl., Tomaten (Haus) 45 bis 60, Weißkraut 2 bis 3, Wirsing 3V2 bis 5, Winterkohl 7 bis 9, Weiße Rüben 5 bis 6, Zwie­beln 5Vz bis 6.

Obst und Südfrüchte. Aepfelangebot gut, von Birnen gering. Verkauf langsam. Preise kaum verändert. Nüsse reichlich angeboten, Geschäft bei unv. Preisen schleppend. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 35, II 20 bis 28, III 15 bis 20, Landsberger 25 bis 30, Anhalter 22 bis 28, Schafsnase 16 bis 22, Birnen I 24 bis 30, II 16 bis 20, III 10 bis 14, Pastoren Auslese 20 bis 27, andere 14 bis 18, Ba­nanen 12V2-k§-Kiste netto 5,00 bis 6,00 Kam., 4,50 bis 5,00 Bras., Kranz-Feigen 25 kg 10,50 bis 12,00, Haselnüsse 35 bis 45 ital., Walnüsse 28 bis 35 ital., 20 bis 24 jugosl., 28 bis 35 bulgarische.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gie­ßen standen 323 Stück Großvieh, 97 Fresser und 96 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 430 bis 520 Mark, 2. Qualität 270 bis 350 Mark, 3. Qualität 180 bis 250 Mark; Rinder Va= bis Vijährig 90 bis 140 Mk., Vi- bis 2jährig 130 bis 200 Mark, tragend 250 bis 430 Mark. Kälber bis 2 Wochen 18 bis 25 Mark, bis 4 Wochen 30 bis 45 Mark, bis 6 Wochen 50 bis 55 Mark. Marktoerlauf: langsam, aeringer Ueberstand. Nächster Markt: 19. Januar 1937.

Heue Devisen-Anmeslie.

DNB. Die Deutschland durch den Zusammen­bruch der Weltwirtschaft und der Weltwährung auf­genötigte Devisenbewirtschaftung hat zu einer Reihe von Devisenvorschriften geführt, in denen jeweils Strafbestimmungen für Zuwiderhandlungen ent­halten sind. Diese Strafbestimmungen haben ihren Zweck nicht voll erfüllt. Es ist bekannt, daß gewis­senlose Elemente immer wieder versucht haben, Lücken in der Devisengesetzgebung auszunutzen und ihr Geld ins Ausland zu verbringen.

Um diesem Treiben endgültig einen Riegel vor­zuschieben, ist kürzlich das Gesetz zur Aenderung der Devisengesetze beschlossen worden, das die in den Devisenbestimmungen noch verbliebenen Lücken ge­schlossen hat. Gleichzeitig wurde das Gesetz über Wirtschaftssabotage verabschiedet, das bei Kapital­schiebungen in schweren Fällen sogar die Todes­strafe vorsieht.

Damit ist für jedermann klargestellt, daß das na­tionalsozialistische Deutschland nicht gewillt ist, das weitere Treiben gemeingefährlicher Wirtschaftsver­brecher mit anzusehen. Wer Wirtschaftsverrat be­geht, begeht Landesverrat und wird wie der Lan­desverräter bestraft.

Bevor aber die volle Schwere des Gesetzes zur Anwendung kommt, soll denjenigen, die sich wieder in die Front der anständig^.. Deutschen eingliedern wollen, noch einmal Gelegenheit gegeben werden, sich zu besinnen und ihren devifenrechtlichen pflichten nachzukommen, ohne

die Strafe befürchten zu muffen. Deshalb hat auf Vorschlag des Beauftragten für den Vier­jahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, die Reichsregierung ein Gesetz über die Gewährung von Straffreiheit für Devisenzu­widerhandlungen vorn 15. Dezember 1936 er­lassen. Ls sieht vor, daß derjenige, der seine bisher unter Verletzung der Devifengesehe nicht angebotenen Vermögenswerte, gleichviel ob sie stch im Inland, ober Auslande befinden, bis zum 31. Januar 1937 der Reichsbank (unmit­telbar ober burch Vermittlung einer Devisen­bank) anbietet, ber Bestrafung aus bem Gesetz wegen Wirtschaftssabotage nicht verfällt und Straffreiheit für alle Strafen erlangt, die er bereits durch die Verletzung der Devisenvor­schriften und mit ihr zusammenhängenden la­ten verwirkt hat. Die Einzelheiten sind in den Durchführungsbestimmungen geregelt, die gleich­zeitig erlassen werden.

Jedermann, ber diese letzte Gelegenheit, tätige Reue zu üben, und sich wieder in die Volksgemein­schaft einzureihen, ungenutzt vorübergehen läßt, muß sich darüber klar sein, daß weitere Schonung nicht geübt wird und gegen ihn die schweren Stra- fen, die die geltenden Gesetze androhen, zur An­wendung kommen.

'Datum

5% Deupche 'Jieictiöanlettje o. 1927 4% Deutsche Reich-anl. von 1934 6Vio/o Dvung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mii

Ausloi.-Rechten.........

Wo Deutsche Retchspostichatzan Weisungen von 1934. I .....

Wo ehern. 8% Hessischer Volks float 1929 (rückzahlb. 102%)

Wo ehem. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12...

W/o ehern 4tz% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

W/o ehern. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldichutdverlchr R.' Oberhessen Prooinz-Anleihe mi>

Auüloi.-Rechten ............

Deutsche Komm. Cammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4%% ehem.8% Franks. Hyv.-Ban' Golbpfe. 15 unkündbar bis 1935

5/2% ehern. 4>/2% Franks. Hyp. Bank-Ligu.-Pfandbriefe......

Wo ehern. 4»/2% Rheinische HyP.-Bank-Liau.-Goldpfe. ...

Wo eh?m. 8% Pr. Landespfanp briefanstalt, Pfandbriefe R 19

*y2o/> ehern. 7% Pc. Landespfand

briefanst., Gold Komm. Chi. 20 Steuergutich.BerrechnungSk. 34-38

4% Oesterretchtsche Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 W/o desgt. von 1913.........

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I

Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse

Frankfurt a. DL

Datum

2,492

Äecln>,l5 Oezemve?

61,16

61,40

159,5

159

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l

62,99

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119

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5,395

11,625 135,68

13,11 0,710 5,666

61,44

49,05

11,10

63,02

57,29

20,27

8,769

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8

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12

11

Schluß- furd

33,75

95

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F. G. Farben-Jndustrte

Scheideanstalt.....

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106.25

161,25

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132

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111,5

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, 12 .. 4 sy, 0

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Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

Mansselder Bergbau .. Kokswerke...........

Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ...........

Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth

oueno» Um Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig .... London.... HelsingforS. Paris .....

Holland ... Italien.... Zaoan .....

Jugoslawien CSlo..... :

Wien Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag......

Budapest .. Reu York ...

60,65

226

Amenlanuche Roten

Belgische Noten................ "

Dänische Noten ..............e.\

Englische Noten ..............

Französische Noten...........'***

Holländische Noten

Italienische Noten '

Norwegische Noten

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten........,,'****

Schweizer Noten.................

Spanische Noten

Ungarische Noten

133 | 134,25

161. 162

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.M.

Gritzner......................

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker io|

Schultheis Patzenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................

Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .............

Daimler Motoren Deutsche Linoleum Orenstein 6 Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade....................

Accumulatoren-Fabrik Conti-Gummi.............

Schlupl. Abend- börf

15.12

14-Dezem er

Am liehe Jlotieruni

Geld | Brie

G'ld

2,45

41,92

54,32

12,175

11,555

135,07

14-12 iso"

"Brief

2,47 42,08

54,54 12.215 11,595 135,61

Dividende an. Retchsbankdtskont 4 d. Sy, Lombardzinsfuß 5 v. H.

15.Dezember

Amtliche Notierung

Geld | Brie'

Frankfurt o. Dl.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß». Abend- börie

Schluß, kurs

Swlußk. Mittag» börse

Schluß­kurs

Schutz. Abend- börv-

Schluß­kurs

ischlupk.

Mittag.

14 12

15 12

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15.12

Datum

14.12

15.12

14-12.

15-12.

101,13

101,1

101.13

101,1

4% oeggt. Serie h........

97,9

97,75

97,9

97,75

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

102

102

102

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9,65

9,65

Vi

5,35

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116

116,25

4% Rumänische vereinh. Rente .

5,3

5,275

26,5

26,4

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116,25

2 54% Anatolier.............

99,8

99,8

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99,8

Hamburg-Amertka-Paket .....o

14,25

14,65

14,75

15,25

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93,75

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Hamburg-Südam. Dampfschiff. ö

Norddeutscher Lloyd .........o

14,9

14,9

385

14,75

97

97

97

A.G. für Berkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

120,5

121,75

120,4

123,75

122',25

124

108,25

100,6

100,6

Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto-

108,25

108,5

108

93

93,13

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank............ 4

108,75

105,25

186

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105,75

108,5

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109

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187

_

130

Reichsbank ............... i>

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A.E.G...................... 0

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97,25

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97,5

172,5

134

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138,5

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131

139

155,25

191

136

173,5

136

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144

133

156,5

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173,4 135 149

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^ektr. LteferungSgesellschcht... g

Licht und Kraft ............. 7

Felten 6 Guilleaume......... 4

Äesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 6

-Rheinische Elektrizität ....... g

'Rhein. Wests. Elektr.......... g

Schuckert &(5,o......... 6

95

109,8

95

95

95

110

-iemens 8 Halske........ g

109,9

109,9

Lahmeyer L Co.............. 7

21

21

21,13

BuderuS ................... .

122,75

140,5

152,5

117,65

144

124 116,75

123,5

143.5

157,5

119

175

145

124,5 118,75

123 140,65 153,5 117,4

175 144,25

124 116,5

123,5

143 25

157,75

119,4

176

145

125,25

118,4

6,8

5,85

8,5

6,9

1,9

7

5,9

6,25

8,6

1,85

6,8

5,75

8,75

Deutsche Erdöl .............. 4

Harvener................. 2/2

Hoesch EilenKöln-Neuessen .. 3

Ilse Bergbau ...............e

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klöcknerwerke ............... 3

Mannesmann-Röhren........ 3

Berlin

Schluß« turs

Schluß!. Mittag­börse

14 12

15.12-

151

152,5

137,5

138,5

217,65

218,25

148,65

150,5

121,75

123,9

23,25

24,13

133

135

131,75

133,5

182,5

183,5

167,13

168

127

128,5

138

139,25

151

151,5

I 133,25

134,5

-

-

I -

-

99,25

100

105,75

110,5

161

162,9

138

140

109,4

109,65

119.13

121

157,75

160

88,5

90

60

60,5

232

227

159

159

0,753

0,757

0,753

42,06

42,14

42,04

0,149

0,151

0,149

3,047

3,053

3,047

54,48

54,58

54,48

47,04

47,14

47,04

12,20

12,23

12,20

5,385

5,395

5,385

11,605

11,625

11,605

135,43

135,71

135,40

13,09

13,11

13,09

0,708

0,710

0,708

5,654

5,666

5,654

61,32

61,44

61,32

48,95

49,05

48,95

11,08

11,10

11,08

62,90

63,02

62,90

57,18

57,30

57,17

20,48

20,52

20,23

8,756

8,774

8,751

2,488

2,492

2,488

Banknoten.