3 u neuen Gebäuden gelegt haben, die im nächsten Jahr fertiggestcllt sein werden.
Der Stil all dieser neuen Jugendherbergen ist einfach, aber nicht primitiv. Er sieht als wesentlichstes Moment das Gefühl der Heimstätte an, das dem Jugendlichen vermittelt werden muß. Kein Primitivitätskult — aber auch keine Hotels, Petroleumfunzel und faulige Strohschütten, sowie den Herbergsvater mit wallenden Haaren und Sandaletten wird man in den nationalsozialistischen Jugendherbergen nicht mehr finden. Sie tragen den Ausdruck eines neuen Stilempfindens, das klare und einfache Gesicht der Hitler-Jugend. Zugleich sind sie ein Bestandteil der Landschaft und erfüllen architektonisch den Wunsch nach einer neuen und doch auf Volkstum und Ueberlieferung fußenden Baugestalt. Der Baustil ihrer Landschaft und des dazugehörigen Volkstums wird weiterentwickelt zum neuen Herberastyp, wie ihn etwa die Adolf-Hitler-Jugend- herberge in Berchtesgaden oder die Baldur-v. Schirach- Jugendherberge in Urfeld verkörpern.
So gehören die Jugendherbergen in die Reihe jener Kräfte, die im Geiste der Hitler-Jugend an der
Erreichung eines neuen Bildungsziels arbeiten und zu den Faktoren, die entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung unseres volklichen Seins ausüben.
Wbg.
StarkerAuSländerbesuch in denZugend- herbergen des Rhein-Main-Gebietes.
Bereits 1935 wurde eine starke Benutzung der rhein-maini s ch en Jugendherbergen durch ausländische Gruppen festgestellt. Das Jahr 1936 brachte eine weitere erfreuliche Steigerung. Bis Ende September betrug in den rhein-mainischen Jugendherbergen die Uebernach- tungszahl ausländischer Besucher 1 9560, die sich auf die einzelnen Länder wie folgt verteilen: England 5728, Dänemark 3304, Amerika 2083, Holland 3390, Belgien 932, Schweden 875, Norwegen 534, Schottland 412, Tschechoslowakei 378, Frankreich 312, Schweiz 271, Oesterreich 116, Ungarn 112, Luxemburg 74, Polen 103, Irland 38, Lettland 44, Rumänien 44, sonstige Ausländer 198.
graphische Grundlagen, weltanschauliche Triebfedern — Karl Pintschovius: Die seelische Widerstandskraft im modernen Kriege. — Otto Rombach: Der Ikarus von Ulm. — Das festliche Jahr. Ein Lesebllchlein vom Königswuster- häuser Landboten. — Bilderbücher: Luise Staudt-Zoerb: Die Fenster auf, die Herzen auf. Für das deutsche Frauenwerk herausgegeben. — Neuauflagen: Erich Beier-Lindhardt: Das Buch vom Führer für die deutsche Jugend. — Bruno Nelissen Haken: Herrn Schmidt sein Dackel „Haidjer".
Aus aller Wett.
Explosionsunglück in Worms.
4 Tote, drei Schwerverletzte.
Lpd. Worms, 14. Off. Am Willwochnachmittag ereignete sich in der Chemischen Fabrik „Delta" ein schweres Lxplosionsun- glück. Aus noch unbekannter Ursache explodierte eine Staubkammer. Die darüber befindlichen Be- lriebsräume standen im Augenblick in hellen Flammen. Sanilätswache und Feuerwehr waren schnell zur Stelle, um die von den Flammen schwerverletzten Verunglückten zu bergen. Sieben Belegschaftsangehörige mußten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sechs von ihnen haben schwere Verbrennungswunden erlitten. Der entstandene Brand konnte in kurzer Zeit gelöscht werden.
Vach einer späteren Meldung sind von den 7 schwerverletzten Arbeitern in der Rächt zum Donnerstag leider vier verstorben. Der Zustand der übrigen drei Verletzten ist sehr ernst. Bei den Opfern des Unglücks handelt es sich um die Arbeiter Georg Rempel aus Hochheim, Ludwig Acker aus Herrnsheim und Adam Völker aus Worms, die alle drei verheiratet sind, sowie um den 15 Jahre alten Hermann Kiefer aus Bensheim.
Internationale Automobilausslellung in London.
In London wurde die 30. Internationale Automobilausstellung eröffnet. Mit 530 Ausstellungsstücken hat die Ausstellung ziffernmäßig einen neuen Rekord erreicht. Neben den 30 englischen Kraftwagenfabriken sind 24 ausländische Firmen vertreten, darunter Daimler-Benz, Auto-Union, Adler und BMW. Bemerkenswert ist, daß wahrscheinlich aus Raummangel keine Lastkraftwagen ausgestellt sind. Am Tage der Eröffnung bekundete das Publikum auch an den deutschen Ständen größtes Interesse. Der Ausstellung sind auch Abteilungen für Motorboote, Wochenendanhänger und Zubehörteile angegliedert. Vor der Eröffnung veranstaltete Direktor Merlin (München) einen Empfang, wobei er der Presse einen Ueberblick über die Motorisierung in Deutschland und über die Reichsautobahnen gab.
Blutige religiöse Unruhen in Bombay.
Nach einer längeren Ruhepause sind in Bombay wieder einmal religiöse Unruhen ausgebrochen. Im Byculla-Bezirk von Bombay haben die Hindus nämlich in der Nähe einer mohammedanischen Moschee den Bau eines Tempels begonnen. Das gab den Anlaß zu einem Kampf zwischen Hindus und Moslems, der mit Steinen und Messern geführt wurde. Der Straßenbahnverkehr wurde unterbrochen. Nach kurzer Zeit hatten sich die Kämpfe auch auf andere Stadtteile ausgedehnt. Ein Teil der Bevölkerung verschanzte sich, von Panik ergriffen, in den Wohnungen.Jm Laufe der schweren Zusammenstöße sah sich die Polizei gezwungen, an vier verschiedenen Stellen der Stadt gegen die Kämpfenden vorzugehen. Die Krankenhäuser müssen
mit Hochdruck arbeiten, um die zahlreichen Verletzten schnell behandeln zu können. Die Gesamtzahl der Toten wurde bisher mit 14, die der Verletzten mit 170 genannt. Hundert Personen wurden verhaftet.
Großfeuer in einem Saloniker Krankenhaus.
Das mit 600 Kranken belegte städtische Krankenhaus in Saloniki wurde durcheinGrohfeuer z e r st ö r t. Während des Brandes entstand eine unbeschreibliche Panik, trotzdem gelang es aber, die meisten Kranken, von denen viele ohnmächtig wurden oder Verletzungen davontrugen, zu retten. Vier Kranke fielen dem Brande zum Opfer. Der griechische Minister für Volkswohlfahrt wird in Saloniki erwartet.
Rekordflug England—Reuseeland geglückt.
Die englische Fliegerin Jane Batten, die vor einigen Tagen zu einem Alleinflug Eng- l a n d—N euseeland gestartet war, ist am Freitagmorgen gegen 5 Uhr in Auckland glatt gelandet. Australische Fachkreise hatten vor Beginn des Fluges ihre Bedenken gegen das Heber- fliegen des täsmanischen Meeres geäußert. Die australischen Luftbehörden hatten sogar ein Verbot geplant, diese äußerst gefährliche Strecke zu überfliegen. In letzter Minute wurde aber davon Abstand genommen, da für ein solches Verbot nicht ausreichende, begründete Unterlagen vorhanden waren.
Der Verteidiger von plewna gestorben.
Marschall Kiazim, der während des russischtürkischen Krieges im Jahre 1877 zusammen mit Asman Pascha die Festung Plewna heldenmütig verteidigte, ist jetzt in Stambul gestorben. Kiazim war einer der ersten Schüler der türkischen Kadettenanstalt und seit 40 Jahren Marschall. Er ist 97 Jahre alt geworden.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
An der Südseite eines kräftigen Wirbels über Norwegen flieht von Westen weiterhin ziemlich milde Meeresluft über das Festland. In dieser feuchten Strömung gestaltet sich das Wetter zunächst noch wechselnd, so daß bei vorübergehendem stärkerem Bewölkungsaufzug noch einzelne Niederschläge zu erwarten sind, die besonders im nördlichen Teil des Gebirges auftreten. Im allgemeinen tritt aber zum Wochenende langsam Besserung ein.
Aussichten für Samstag: Wechselnd bewölkt, besonders im nördlichen Bezirk noch einzelne Schauer, bei westlichen Winden ziemlich mild.
Aussichten für Sonntag: Stellenweise Frühnebelbildung, tagsüber wechselhafte Bewölkung, noch nicht ganz beständig. (
Lufttemperaturen am 15. Oktober: mittags 13,2 Grad Celsius, abends 12,1 Grad; am 16. Oktober: morgens 10,1 Grad. Maximum 13,3 Grad, Minimum heute nacht 9,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Oktober: abends 9,5 Grad; am 16. Oktober: morgens 9,1 Grad. — Niederschläge 1,8 mm.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 36: 9650. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags
15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Kunst und Wissenschaft.
Reichsminister Or. Goebbels zur Woche öeö deutschen Buches.
Reichsminisfer Dr. Goebbels erlähl zur „D oche des deutschen Buches 19 3 6“ folgenden Aufruf:
Wieder gehl es um das eine Große, sich immer gleich bleibende Ziel: das Volk dem Buche und das Buch dem Volke zuzuführen, damit das aus der Gemeinschaft geschöpfte dichterische Werk in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft feine seelischen und geistigen Kräfte voll entfalten kann. Wöge jeder, der es vermag, auch in diesem Jahre Helfer am Werk sein.
Vorgeschichlslagung in Alm.
Am 17. Oktober beginnt der Reichsbund f ü r deutsche Vorgeschichte in Ulm a. d. D. seine diesjährige Reichstagung. Verbunden damit sind die zweite Reichstagung für Geschichte und Vorgeschichte des NS.-Lehrerbundes und das zweite Reichstreffen für Geschichte und Vorgeschichte der Deutschen Studentenschaft. Das Hauptthema der Tagung heißt „Süddeutschlands nordisch-germanische Sendung". Hierzu spricht der Beauftragte der Partei für die Vorgeschichte, Professor Dr. Hans Reinerth. Den Höhepunkt der Tagung bildet die Kundgebung für die deutsche Vorgeschichte mit einer Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg über „Germanische Lebenswerte im Weltanschauungskampf". Die Ausstellung „Lebendige Vorzeit" des Reichsbundes zeigt neue Wege zur Verlebendigung der Vorgeschichte in Schule und Haus.
Rheinischer Lileraturpreis für Josef Ponten.
Bei einer im Rahmen -der Gaukulturwoche im Düsseldorfer Schauspielhaus abgehaltenen rheinischen Dichterstunde, an der führende Persönlichkeiten der Bewegung, der Behörden und des kulturellen und künstlerischen Lebens teilnahmen, verlieh Landeshauptmann aale dem Dichter Josef Ponten den Rheinischen Literaturpreis 19 3'6. Der Dichter konnten an der Feierstunde nicht persönlich teilnehmen, da er z. Z. bei den deutschen Brüdern in Südamerika weilt, um sich mit ihrem Schicksal vertraut zu machen.
Auszeichnung des Films „Wenn wir alle Engel wären.“
Der Film „W enn mir alle Engel wären" der Froelich-Film GmbH, hat das Prädikat
„Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll" erhalten. Hierzu wird von zuständiger Seite mitgeteilt: Das Prädikat „staatspolitisch wertvoll" ist nicht nur auf die Auszeichnung politischer Filme beschränkt, sondern auch auf solche Filme anwendbar, die sich für diese Zeit als besonders wertvoll erweisen. In einer Zeit, in der das Volk vor vielen schwierigen Problemen steht, muß es als ein besonderes Verdienst gewertet werden, wenn ihm durch einen so spritzigen, witzigen und anständigen Film Heiterkeit und Entspannung vermittelt wird. Diese Gesichtspunkte sind für die Verleihung des eingangs erwähnten Prädikats maßgebend gewesen.
Englische Spende zur Förderung der medizinischen Forschung.
Lord Nuffield, der Leiter der großen englischen Automobilfirma Morris-Motor, hat der Universität Oxford eine Spende in Höhe von 1,35 Millionen Pfund gemacht, die zur Erforschung bisher noch wenig bekannter Krankheiten dienen soll. Vor allem sollen medizinische Schulen und Forschungsanstalten zur Heranbildung medizinischer Forscher von dieser großen Spende errichtet, bzw. ausgebaut werden.
Die Herbst - Neuerscheinungen des Verlages Gerhard Slalling.
Der Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg^ Berlin, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Werner Beumelburg: Kaiser und Herzog. Kampf zweier Geschlechter um Deutschland. — Margarete Boie: Eleonora Christine und Corfiz Ulfelbt. Lebensroman einer Königstochter. — Marianne Bruns: Die Dioskuren in Oympia. Roman aus Alt-Griechenland. — Bruno Nelissen Haken: Der freche Dackel „Haidjer" aus der Stierstraße. Mit 129 Pinselzeichnungen und farbigem Einband von Hans Speidel. — Fritz Helke: Der Prinz aus Frankreich. Roman. — Zdenko von Kraft: Grabbe kehrt heim. Mit 19 Zeichnungen und farbigem Einband des Verfassers. — Gisbert W. Kühne-Helmessen: Kaiserjäger — ausharren! Roman. — Oberleutnant Rolf Kückens und Oberleutnant Tammo Kückens: Deutscher Wehrkalender 1937. — Karl Friedrich Kurz: Herrn Erlings Magd. Roman. — Hartmann Lauterbacher: Die Toten der HI. Das Ehrenbuch der nationalfoziali- stifchen Jugend. — Otto Lehmann: Der Flieger.' Vom Jungvolk zum Waffenträger im Dritten Reich. — H. W. Ludowici: Totale Landesverteidigung. — E. U. Mozer: Außenpolitik Geo-
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