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Nr. 164 Drittes Stall

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Donnerstag, 1b. Juli 1956

|ibt

Dornotizen.

/&! L -Die Besserung, die im Nordwesten voraussichtlich Streitwert beträgt 500 Mark." Der Frau des Klä-

j/W ©Itytll» «was später eintritt als im übrigen Deutschland, | gers wurde bedeutet, daß dieser Beschluß nicht so

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in

Anläufe unternommen, seines Fluges abzulau- den Flug aus eigener im vergangenen Jahre mit einem Segelflug-

Gtabsarzi Erbse

Von Georg Britting

wamm.

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ispruch. Gymnastik. 6.? enstunde. 3n der Par astik. 8.30: Zum Stao: i!" Die sieben Schwc en Größtes ist die G tJlur ffrantfuri: Ä«

(ft. 12: Buntes Wach aus dem Tendebesr 14: ^achr'chien. 1^ Rieten. Nach unten Andrae. 15.15: ® ;,Funk. 16: Dotts en Lssenders Frankfurt. - >w , . .....

3 Eine unterhaltfc liwölktes, im allgemeinen kühles Wetter mit täg- mer lustigen Szenen u lchen Niederschlägen zu erwarten.

Wtfunt 19.55: Nus!> Etwa um das Wochenende wird eine Besserung MIO- Quellen bes $ tes Wetters eintreten Die Niederschlagshäufigkeit d-'s Neichssenders Frc rird abnehmen und die tägliche Sonnenscheindauer oeLa V Nachrich nd die Tagestemperaturen werden wieder zu- rlchmen.

41- 0,1« 3,047 55-59 46, 12,*5 5,48

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zeug mit Propellerantrieb durch Menschenkraft das uralte Problem zu lösen, haben zwar nur einen Teilerfolg gehabt, dafür aber eine große Menge auf den Plan gerufen, die auf vielerlei Wege ver­suchen, den Flug aus reiner Menschenkraft zu er­möglichen. Wie groß die Zahl der in dieser Rich­tung schaffenden Kräfte zur Zeit ist, wird sich wohl niemals feststellen lassen, da viele mit ungenügen­den physikalischen und aerodynamischen Vorkennt­nissen sowie aus Mangel an Mitteln die Arbeit wieder einstellen müssen. Trotzdem darf wohl da­mit gerechnet werden, daß noch in diesem Jahr beachtenswerte Resultate zur Kenntnis der Oef- fentlichkeit kommen werden, da, soweit bekannt, einige ziemlich aussichtsreiche Arbeiten schon weit vorgeschritten sind.

Die Schwierigkeit der Lösung des Flugproblems aus reiner Menschenkraft liegt vor allen Dingen darin, daß eine ganze Anzahl noch unbekannter Verhältnisse zu meistern und vollkommen neue Konstruktionen zu schaffen sind, deren Wirkungen erprobt werden müssen. Zu diesen gehören in

Kreisamtes stellte den Antrag, dem Beschluß des Kreisamtes beizutreten. Nach der Beratung des Kreisausschusses wurde folgendes Urteil verkündet. Die Klage wird als unbegründet abgewiesen. Der

K. F. 5 618 a Fußball K F. 5 618 b Boxen K. F. 5 618 c Hockey

die Höhe tragen zu lassen, wie dies jetzt auch der Mensch mit seinen Segelflugmaschinen gelernt hat.

Mit diesen Apparaten bleibt aber der Mensch immer abhängig von den aufsteigenden Luftströ­mungen, so daß ein zielstrebiges Fliegen nach be­stimmten Richtungen noch nicht möglich ist.

NSNAP. oder einer ihrer Gliederungen oder einem der ihr angeschlossenen Verbände. In irrtümlicher Auffassung dieser Bestimmungen sind stellenweise Ehefrauen aktiver Soldaten aus der NS.-Volks- Wohlfahrt ausgetreten. Ich weise demgegenüber darauf hin, daß die Zugehörigkeit zur NSDAP, usw. nur für Soldaten, nicht aber für deren An­gehörige ruht. Die Zugehörigkeit von Soldaten­frauen zur NS.-Volkswohlfahrt ist sogar dringend erwünscht.

41-8» 55,39 i 15

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Das unbeständige Wetter, das seit etwa einer §8oche in Deutschland herrscht, wird sich in den nächsten Tagen noch fortsetzen. Dabei ist wechselnd

Die einzelnen Veranstaltungen finden statt: Fuß­ball: 16 Uhr, Olympia-Stadion; Boxen: 20.30 Uhr,

aerodynamischer Hinsicht die Formengestaltung (Profilierung) der Flügel, die Ausbildung der Steuerung und die Erzeugung des Vortriebes, d. h. die Erreichung der unbedingt erforderlichen Ge­schwindigkeit. In technischer Hinsicht muß eine Ein­richtung geschaffen werden, die dem Menschen ge­stattet, seine verfügbaren Kräfte in wirkungsvoll­ster Weise in der natürlichsten, seiner Bewegungs­möglichkeit angepaßten Form einzusetzen.

lieber die Art und Weise, wie der Flug eines Vogels zustandekommt, herrschen vielfach sehr irrige Ansichten. Bei jeder Flugbewegung gleiten die Schwingen immer tragend durch die Luft, ob sie nun auf- oder abwärts bewegt werden. Bei der Aufwärtsbewegung gleiten sie schräg nach vorn auswärts. Die Neigung zur Flugrichtunq bleibt die gleiche, es entsteht dadurch kein höherer Luft­widerstand. Bei der Abwärtsbewegung werden die Schwingen kräftig niedergeschlagen. Da diese elastisch sind, gleiten sie nicht flach nach unten, son­dern geben an der Hinterseite nach, wodurch sie schräg nach vorn abwärts gleiten und nach vorn drücken. Hierdurch allein bekommt der Vogel die erforderliche Geschwindigkeit.

Der Flug der einzelnen Vögel weist bedeutende Unterschiede auf, die in erster Linie durch die Größe der Flügel bedingt werden, in zweiter Linie durch die Flugeigenschaften des Vogels selbst. Sperling und Schwalbe unterscheiden sich in ihren Flug­arten wesentlich. Der Sperling kann nur verhältnis­mäßig kurze Strecken im Schwirrfluge zurücklegen, während die Schwalbe zeitweise segelnd durch die Luft schießt, ohne dabei zu den Segelfliegern zu gehören; denn die Schwalbe segelt nur infolge ihrer Eigengeschwindigkeit streckenweise, nützt aber nie­mals Luftströmungen zum Segeln aus.

Ebenso unterscheidet sich der Flug einer Wild­ente von dem einer Möve grundlegend. Die Wild­ente hat ein sehr hohes Eigengewicht, wodurch die Flügel nur bei großer Geschwindigkeit das Gewicht des Vogels tragen können. Die Möve, die bedeu­tend leichter ist, kann mit ihren verhältnismäßig großen Flügeln langsam durch die Luft gleiten. Der Flug der Möve sieht infolgedessen leicht und elegant aus. Auch diese beiden Vögel sind keine Segelflieger, da sie niemals Luftströmungen zum Segeln ausnutzen.

Ganz anders ist dies jedoch bei den größeren Vögeln, vor allem bei den- Raubvögeln, Adler, Bussarde, Geier, auch Störche, Albatrosse usw. ge­hören zu diesen Schwebevögeln, die zwar auch, wie alle anderen Vögel, durch Betätigung ihrer Schwin­gen fliegen können, vorzugsweise aber aufsteigende Luftströmungen ausnutzen, um sich von ihnen in

sgerausgegeben von der Forschungsstelle für lang- stiistige Witterungsvoraussage des Reichsamts für Wetterdienst am 15. Juli abends.

gelber Schützengraben in einer ehemaligen Wiese, mit keiner Blume auf dieser Wiese.

Uebrigens bekam der Thüringer einen Lungen- schuß, auf eine ganz dumme Weise, aber das ge­hört nicht hierher, bekam einen Schuß, der ihn kriegsdienstuntauglich machte, und für ihn schickten sie uns unseren Gelbhäutigen wieder, der sich frei­willig gemeldet hatte, mit seiner verkorksten Hand, drei Finger waren weg, dort, im Pierre-Vaast- Wald, heute wachsen Brombeeren darüber, aber seine Frechheit war geblieben.

Als er eintraf, lagen wir in Flandern, doch wenn wir die Nase zum Graben rausstreckten, wahrhaftig, da wars wie an der Somme, und keiner von uns, auch der Klügste nicht, auch der Doktor nicht, konnte einen Unterschied heraus­kriegen.

Tageskalender für Donnerstag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Buchhalter Schnabel".

Oie Zehniage-Wetiervorhersage

für die Zeit vom 16. bis 25. Inti.

Immer wieder werden dem Vogel das Geheimnis fchen und dem Menschen Kraft zu ermöglichen. Die unternommenen Versuche,

NSG. Das bedeutendste Ereignis des Jahres 1936 rückt immer näher heran. Ueberaü sind schon die Vorbereitungen für dieses Geschehen, das zwei Wochen lang einö ganze Welt in Atem hält, ge­troffen. Die besten Sportler der ganzen Welt wer­den sich dort ein Stelldichein geben und um den olympischen Sieg kämpfenzu Ehren des Sportes und ihrer Nation". Da hat jeder den Wunsch dabei zu sein und zu sehen, wenn die Großen des Spor­tes sich emporreißen zum letzten Einsatz, um für ihr Land den Sieg zu erringen. Die N S. - Ge­meinschaftKraft durch Freude" gibt durch zwei Sonderzüge die Möglichkeit, daß weite Kreise der Bevölkerung an den Spielen in Berlin teilnehmen können. Zu den Sportarten: Fußball, Ringen, Kanusport, Boxen, Polo und Hockey sind dem Gau Hessen-Nassau Ein­laßkarten zugeteilt worden. Die Züge fahren am 7. und 9. August 1936 und kehren am 9. bzw. 11. August 1936 wieder zurück. Der Plan dieser Züge ist wie folgt:

Fahrpreis 15,30 RM.

15,30

14,80

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Bogel- und Menschensiug.

Von Hans Letzsch

Der Verfasser dieses Aufsatzes ist mit aus­sichtsreichen Arbeiten an dem Versuch betei­ligt, dem Segelflug durch menschliche An­triebskraft neue Wege zu weisen.

MitKrast durch Freude" zu den Olympischen Spielen in Berlin

auszulegen sei, daß der Führerschein für alle Zeit als entzogen gelte. Wenn ihr Ehemann nach seiner Haftentlassung gute Führung nachweisen könne, be­stehe die Möglichkeit, daß einem späteren Antrag auf Wiederausstellung des Führerscheines vom Kreisamt stattgegeben werden könne.

Adolf-Hitler-Freiplahspende.

NSG. Menschen vergessen zu rasch, sie vergessen nur allzu leicht, daß unser Führer das große Werk nur durch die Hilfe und Mitarbeit jener Männer vollenden konnte, die nur allzu häufig ihr Hab und Gut, und, was noch mehr ist, ihre Gesundheit aufs Spiel setzten. Und auch heute noch stellen nach des Tages Mühe und Last Tausende und Aber­tausende von Politischen Leitern, Amtswaltern und Helfern ihre Kraft einer Bewegung zur Verfügung, die unser Volk aus Schmach und Schande, aus wirtschaftlichem Untergang und moralischer Ver­kommenheit riß.

Der Führer hat jedem Gelegenheit gegeben, sei­nen Dank durch die Adolf-Hitler-Freiplatzspende zu beweisen. Freiplätze für die Kämpfer unserer gro­ßen Bewegung sind immer noch nötig; sie werden angemeldet beim Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP., Gau Hessen-Nassau, Mainzer Landstraße 42, Frankfurt a. M.

Soldatenfrauen und NSV.

In einer Verfügung des Reichskriegsministers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht wird be­stimmt:

Nach § 26 des Wehrgesetzes ruht für die Dauer des aktiven Wehrdienstes die Zugehörigkeit zur

Meue Fahrräder nur noch mit dem Fahrradbrief. Ab Mittwoch erhalten alle Fahrradkunden, die bei einem Fahrradhändler ein neues Fahrrad kaufen, gegen Zahlung von 10 Pf. den Fahrradbrief. Dieser enthält genaue Angaben über das Rad selbst und die Personalien des Käufers. Hier erklärt ein Fahr­radhändler einer Kundin den neuen Fahrradbrief., (Scherl-Bilderdienst-M.)

Kinderlandverschickung.

NSG. Kinder sind der Reichtum einer Nation; sie tragen die Zukunft in sich, krönen die Arbeiten derjenigen, die vor ihnen waren. Diese Zukunft aber verlangt ein starkes Geschlecht!

Noch sind nicht alle deutsche Eltern in der Lage, ihren Kindern die Wohltat eines Landaufenthaltes zu verschaffen. Die NS.-Volkswohlfahrt, Gauamt Hessen-Nassau, wendet sich noch einmal an den Opferwillen der Einsichtigen, denen die Gesundheit und die Kraft der Kinder am Herzen liegt. Die Kinderlandverschickung ist das Mittel, den Kindern unseres Volkes Erholung und Freude, Liebe und Begeisterung für ein schönes Vaterland zu schenken. Die Freiplätze sind anzumelden beim Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP., Gau Hessen-Nassau^ Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 42.

Für kinderreiche Arbeiter und Hand­werker wird gesorgt.

NSG. Die bisherigen Bestimmungen über die Förderung des Baues von Eigenheimen bei länd­lichen Handwerkern und Arbeitern sind in einigen wichtigen Punkten geändert worden. Das in den früheren Bestimmungen vorgesehene Darlehen kann bei Eigenheimen auch für solche Bauten gewährt werden, die als Ersatz baufälliger Gebäude anzu- sehen sind. Die zuständige Behörde (hier Bau^ polizei) muß dabei die Baufälligkeit bescheinigen. Weiterhin ist wichtig der Zusatz, daß für kinder­reiche Familien mit vier oder mehr minderjährigen Kindern Zusatzdarlehen bis zur Höhe von 300 Mk. zugelassen werden. Das Hauptdarlehen erhöht sich in diesem Falle auf 1800 Mark. Dabei sollen die Gesamtkosten einer vorgesehenen Eigenheimstelle den Betrag von 6000 Mark einschließlich Land-

Deutschlandhalle; Hockey: 16.30 Uhr, Reichssport­feld. Auch bei diesem Zuge gelten die obengenann­ten Bedingungen.

Da für die einzelnen Veranstaltungen nur eine beschränkte Anzahl von Karten zur Verfügung stehen, ist die baldige Anmeldung unbe- b i n t erforderlich. Sie erfolgt bet den zu­ständigen Dienststellen der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" unter genauester Angabe der ein­zelnen Bezeichnungen für die Züge und Sport­arten, also für Ringen K. F. 5608 a, für Fußball K. F. 5618 a usw. Bei nicht rechtzeitiger Meldung kann dem einzelnen Teilnehmer keine Garantie für den Besuch einer bestimmten Veranstaltung gewähr­leistet werden. Darum Anmeldungen für die Züge der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" zur XI. Olympiade und ihren Spielen sofort.

Noch eine Möglichkeit!

Zu den Olympischen Spielen in Berlin fährt am 9. August 1936, vormittags, ein San­der z u g mit ermäßigtem Fahrpreis. Er fährt in der Nacht vom 11. zum 12. August 1936 nach Frankfurt zurück. Weitere Einsteigebahnhöfe sind: Offenbach a. M., Hanau a. M., Fulda, Hers­feld, Bebra.

Von dem Olympischen Komitee wurde eine grö­ßere Zahl Eintrittskarten (numerierte Sitzplätze) zur Verfügung gestellt und zwar für die Fußballspiele am 10., 11., 13. und 15. August, nach­mittags, im Olympischen Stadion, für Hockey zu den Nachmittagsspielen am 10. und 11. August im Hockey-Stadion und für Turnen zu den Dor- und Nachmittagspielen am 10., 11. und 12. August 1936 im Reichssportfeld. Auf Wunsch wird auch Unter­kunft für zwei Uebernachtungen in Privatquartieren vermittelt. Die Eintrittskarten werden nur gleich­zeitig mit den Sonderzugkarten abgegeben. Näheres über die Fahrt und den Besuch der Olympischen Spiele kann bei der Fahrkartenausgabe der Reichs­bahn und den Stellen des Mitteleuropäischen Reise­büros erfragt werden.

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wird nur einige Tage währen. Dann wird sich' neuerdings unbeständiges, jedoch nicht unfreund­liches Wetter einstellen. Die Niederschläge werden bann vielfach in Verbindung mit Gewittern nieder- gehen.

Die Gesamt-Sonnenscheinbauer während der zehn Tage wird meiftenorts zwischen 15 bis 18 Stunden liegen. Die Zahl der Tage mit Nieder­schlag wird fast aüenorts mehr als fünf betragen. Die Temperaturen werden im Durchschnitt/ vom Nordosten vielleicht abgesehen, unter dem Regel- wert liegen.

Sitzung des Kreisausschusses (Ziehen.

Am gestrigen Mittwochnachmittag hatte sich der Kreisausschuß mit einer Klage gegen einen Beschluß des Kreisamtes Gießen zu beschäftigen. Dem Gustav Schnabel aus Wieseck war durch das Kreisamt der Führerschein entzogen worden, da er sich der Vorbereitung zum Hochverrat schuldig gemacht hatte und angenommen werden mußte, daß er den Füh­rerschein eventuell auch für illegale politische Zwecke verwenden könnte. Gegen diesen Beschluß hatte Schnabel Klage eingereicht, die nun vor dem Kreisausschuß zu verhandeln war. Der Kläger war durch seine Frau vertreten, die allerdings über die Gründe, die zur Entziehung des Führerscheines führten, nicht im Bilde war. Der Vertreter des

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Olympische Bildersprache.

Wir alle haben einmal von der großen 23er< roirrung gehört, die einst im grauen Altertum beim Turmbau zu Babel geherrscht hat. Am Ende konnte man nicht mehr weiterbauen, weil keiner den an­deren mehr verstand. Wenn jetzt in Berlin über 50 Nationen sich zu den Olympischen Spie­len ein Stelldichein geben, herrscht natürlich ein ähnlicher Sprachenwirrwarr. Da hat sich die Bilder­sprache verblüffend bewährt. Nur mußte erst je­mand auf diesen Gedanken kommen! Hinterher, d. h. wenn man denolympischen Speise- bogen" gesehen hat, ist's kein Kunststück mehr!

Olympischer Speisebogen? Jawohl, gibt es! Im Olympischen Dorf in Döberitz, wo die olympischen Kämpfer wohnen, schlafen, sich üben und wo sie schließlich ja auch einmal essen müssen. Statt einer ellenlangen unverständlichen Speisekarte überreicht der Kellner einen illustrierten Speisebogen. Auf ihm sind von Künstlerhand alle leiblichen Genüsse, die in reicher Auswahl bereitstehen, naturgetreu abge­bildet. Ein glänzender Gedanke! Denn wie eine Pastete oder ein Rehrücken oder Schinken mit El oder ein Brathuhn oder wie ein Kännchen Kaffee und wie ein Kuchen aussieht, das weiß doch wohl jeder; und da jeder Gast nur mit dem Finger auf das Bild, auf die gewünschte Speise ober das be­gehrte Getränk zu tippen braucht, so kann sich jeder ohne Sprachkenntnisse auf schnellstem Wege sein Lieblingsgericht bestellen.

Dabei fällt wohl den wenigsten ein, daß diese Bildersprache nichts anderes ist als das ursprüng­lichste Verständigungsmittel der Menschen. Denken wir nur an die Felszeichnungen und Höhlenbilder, die vor Tausenden von Jahren eingeritzt und ein« gemeißelt wurden. Diese Bilder waren allen Men­schen verständlich, jeder konnte sich genau das dabei denken, was er sich dabei denken sollte; genau wie im Olympischen Dorf bei der Zusammenstellung des Mitagsmahls ober Abenbesiens.

Daß überhaupt bas Bilb ein gutes Verstäubt* gungs- unb baher auch ein vorzügliches Unterhal­tungsmittel ist, biese Erkenntnis hat man übrigens im Olympischen Dors auch in anberer Beziehung verwertet; benn ber Hauptteil ber abendliche^ Unterhaltung besteht aus Filmvorführungen.

g) krf bekamen wir Nachschub unb mit bem 910(1)= H hüb auch einen neuen Stabsarzt.

4|i Inb ber neue Stabsarzt, ein langaufgeschossener, ij; irttarger und trockener Herr aus Thüringen, hieß «j triefe. Stabsarzt Erbse. Der Name kam uns jungen jiJ Htnants sehr lustig vor, und in vorgerückter w stunde, im Kasino, versuchten wir es wohl auch, P damit zu srozzeln. Aber der trockene Herr aus ibirIngen verstanb Spaß. Er bestellte eine Ruube , tonaps unb sagte:Erbse is brollig, nid)? Aber )i iien Sie, was für eine Geborene meine Frau

.X V1 Horchen Sie: eine geborene Linse." Wir lad)= fr Er, Erbse, verheiratet mit ber geborenen Linse, ,j» tote mit. Daun sprach er roürbig:Achtung! Es fti weiter! Meine Schwester ist mit einem Pastor iH/ itgeiratet. Mit wem? Mit bem Pastor Bohne!" {U grinsten. Er grinste mit, bestellte eine neue * Lnbe Schnaps unb rief:Prost bas ganze Ge- Jj Me!"Hurra!" schrien wir. Es war ein Der» pJ Mater Abeub. Hinten im friedlichen Dorf, im pH hiino, weit weg von ber Somme, die, wenn die " bäte recht hatte, ein Flutz war, für uns nur ein

inerte), an der Somme also, im August 1916, wars W, heiß. Ein blauer Himmel, eine gelbe Sonne, lii gelber Lehmschützengraben, und der Krieg, wie war, das wissen einige von uns, an der Somme do hatten wir, eingesetzt rechts neben dem Pierre- w^*-***«r 8:jaft=9ßali), dem Zahnstocherwald, an der Somme, -7ranksuri^>do hatten wir viele gute Burschen verloren und 2?uch unseren Stabsarzt, einen frechen, kleinen Kerl. Ut war er nicht, der Gelbhäutige, Gott sei Dank, 1-jtirllief) nur feine halbe Hand dort und kurierte sie

Ti? oii einem deutschen Lazarett, während wir zur Er- 4! jcnung in ein Dorf kamen, in ein friedliches Dorf, A imz wo anders, weit weg von der Somme. Wir ^yMchen kaum mehr von ihr, wir hatten unsere *jj Reimen Gründe dazu. Im Dorf, im friedlichen, Mer einem friedlichen blauen Himmel und einer ibMW-eidottergelbeu Sonne (die andere, die krachend- 16- bös, stand über der Somme, immer noch), in dem

Aus Oer provinzialhauptstadt.

Sommergetränke.

Die sommerliche Hitze steigert das Durstgefühl, da durch -die vermehrte Schweißbildung dem Kör­per viel Flüssigkeit entzogen wird. Die Frage ist ist nun, was soll man trinken, um wirklich den Durst zu löschen. Aus jeden Fall ist Alkohol zu vermeiden. Er erweitert die Hautgefäße, lähmt die Wärmeregulierung des Körperhaushalts und ver­mehrt so das Hitzegefühl, die Ermattung und die Erschöpfung.

Klares Wasser stillt wohl den Durst am besten, aber die meisten Menschen verlangen nach einem Getränk mit einem bestimmten, ihnen zusagenden Geschmack. Süße Fruchtsäfte sind wohl beliebt, aber wenn man dem Wasser etwas viel davon zusetzt, iist zwar der Geschmack gut, bald danach stellt sich jjedoch wieder das durch den Zuckergehalt verursachte Durstgefühl aufs neue ein.

Prickelnde Kohlensäuregetränke, Apfeltrank und ^dergleichen erfrischen und sind auch bekömmlich, aber im Verbrauch einer jungen Familie nicht gerade Lillig.

Ein sehr gutes durstlöschendes Getränk, das auch Len Vorzug des Nährwerts hat, ist Buttermilch. iSüßmilch ist als Getränk an heißen Sommertagen nur dann ein Mittel gegen Durst, wenn sie ent­weder eisgekühlt oder mit einem Zusatz von kohlen­säurehaltigem Brunnen versetzt ist. Dagegen sind Magermilch-Mischgetränke sehr zu empfehlen, z. V. Zitronenmilch.

Ein großer Irrtum, dem wir täglich unterliegen, 1 ft es, anzunehmen, daß kalte Getränke am besten !oen Durst stillen. Das Gegenteil ist der Fall. Nach inem eiskalten Trunk tritt nur zu bald wieder quälendes Durstgefühl auf, das wir meist wieder mit einem neuen Glas eiskalter Flüssigkeit zu be­kämpfen suchen.

Als wirklich durstlöschend ist der Tee erprobt; möglichst ohne Zucker-Zusatz getrunken, dafür aber mit etwas Zitronensaft versetzt. So schmeckt er wohl heiß, wie kalt sehr angenehm und erfüllt seine Aufgabe.

Für den Mittagtisch seien noch zwei wenig be- oannte Kältschalen angegeben, von denen besonders iiie Kräuterkaltschale den Beifall des Hausherrn mden dürfte. Zu ihr wird ein Liter Vollmilch mit ^>alz und einer Prise Pfeffer aufgekocht und mit iinem Eßlöffel Mehl angedickt. Vor dem Aufträ­gen werden in die gut gekühlte Masse vier Eßlöffel öingehackter Kräuter Sellerie, Petersilie, Dill, :Hn wenig Salbei, Majoran und Thymian hin- lingegeben. Die Buttermilch-Kaltschale wird wie nlqt bergestellt: 50 Gramm Mehl werden in einem j?iter Buttermilch glatt verrührt und auf dem Feuer us zum Aufkochen mit dem Schneebesen geschlagen. :oann werden 50 Gramm gebrühte Rosinen und Korinthen, 70 Gramm Zucker daran getan und die ältschale mit einer Prise Salz abgeschmeckt.

H. S.

pen war in einer P

Orte der Somme, ja, das war im August 1916,

Mhenborn'v uiid von der Somme, die ein Fluß ist, sahen wir Ganges i -eitnichts; daß sie etwas Wässeriges, Fließendes sei, hen. ®er.< pjnen bes wußten wir nur von der Karte, wir sahen *tigtern>ei|e e j ur Wiesen, als wir hinkamen, grüne Wiesen, in Anbetracht ° Üppige, fette, feuchte (es mußte doch wohl Wasser inbetö°ttcn? fünf ®,ir &er ^in), und später dann wurden aus Gericht aus > ftm Wiesen gelbe, braune Aecker mit vielen Gra- Möchern (nicht wahr, der Krieg, wie es so heißt,

1. Sonderzug vom 7. bis 9. August

K. F. 5 608 a Ringen Fahrpreis 14,30 RM.

K. F. 5 608 b Kanusport ' 14,30

K. F. 5 608 c Polo 15,30

Die einzelnen Veranstaltungen finden statt: Rin­gen: 10 Uhr, in der Deutschlandhalle; Kanusport: 15.30 Uhr, auf der Regattastrecke in Grünau; Polo: 14 Uhr, auf dem Reichssportfeld. In den Fahrpreis ist die Bahnfahrt ab Frankfurt nach Berlin und zurück, der Besuch der Deutschland-Aus- ste llung und der Besuch der Veranstaltungen der jeweiligen Sportart einbegriffen.

2. Sonderzug vom 9. bis 11. August.