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LPD. Mainz, 15. April. Am Dienstag begann I r bereits angekündigte Strafprozeß gegen die

Bei lebendigem Leibe verbrannt.

LPD. Weilburg, 15. April. An vormittag kam die Ehefrau Marie B

15. April. Am Dienstag-

Wirtschaft

Votum

14.4.

144.

15.4.

5!139,25

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

112,75

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Vanknoten.

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U. a. Baden 6proz. 103,40, mänen

notierten: Altbesitz 111,90, 4Vrproz. Baden- d. 1924 90,13, 6proz. JG.-Farben 132,25, Krupp 103,75, öproz. Siemens-Schuckert

messages from USA?" (Wollt Ihr den Geschäfts­verkehr mit USA. aufnehmen?")

Das Funktagebuch zeigt unter dem Datum des 3. Oktober 1918 die Eintragung des im Auftrage der deutschen Regierung an Wilson gefunkten Waffenstillstandsangebotes. Unter dem 11. Novem­ber 1918 wurde die Mitteilung vom Waffenstillstand an alle gefunkt. Dann folgen Funksprüche aus der Zeit des deutschen Niederganges.

Bis zur Eintragung jenes Funkspruches vom 3 0. Januar 1933, der der Welt mitteilte: Adolf Hitler deutscher Reichskanzler..."

Mansfelder Bergbau ..

Kokswi'rke ...........

Rheinische Braunkohlen Rheinstahl........

Vereinigte Stahlwerke.

Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth

Ny

(Aufnahme:

giert. Unser Wa< tion stieg ein M iM5 einen Korb, vorsichtig aus d gierig, was wo lange ein Gehe Gänschen kennt Tuch halb ab, i des ganzen Wag jeder wollte et. Gänschen. Mehr jagte das Mäül 1,50 Mark. Wan die hohen Preis zwischen waren t : her ordentlich rar ', und zuckten, und ein Hemer Ledert des Mädchens. Gi richtig! Gin fc gedrückt worden, sich noch ein w> war tot. Das M dem der Koffer zug und einen S sagte:Dafür r Ä er nicht. Das |j andern sah mar aber niemand tr

Da ftanb auf Hausierer (Jein r aus dem Gepäck, ^ch möchte >

ner 92,25, Mannesmann 89,75 bis 65, Otavi 20,65, Hoefch 97, Rheinstahl 123,75 bis 65, Verein. Stahl 86,65, Akkumulatoren 186, Aku 50,25, Bekula 144,50, Conti-Gummi E 179,25, Daimler 104,40, Dt. Eisen- Handel E 124,75, Scheideanstalt 229,50, JG.-Farben 165, Gesfürel 134, Holzmann E 111,50, Lechwerke 107, Muag 89, Moenus 88,13, Schuckert 139,50, Aschaffenburger Zellstoff 93, Henninger Bräu 114, Reichsbahn-VA. 125,13, AG. für Verkehr 113,40, Hapag 15,13.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 15. April. Das Geschäft am Getreidegroßmarkt hatte auch nach den Feier­tagen keine Bedeutung und im allgemeinen blieben die Marktlage sowie die Preise unverändert. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 213, w 16 216, W 19 220, W 20 222; Roggen R 12 176, R 15 179,

165,25 |

109,25

127,9

119,25

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I. ®. Farben-Inbuftrie Scheideanstalt........ Goldschmidt .........

RütgerSwerke........

Metallgesellschaft......

Betrügereien sehr treffend. Dementsprechend auch die Anklage auf fortgesetztes Vergehen § 6 des Weingesetzes und gegen §§ 263 (Be-

5proz. innere Mexikaner 5,50, 4proz. Ru- 5,50, 3V2proz. Schweden v. 1886 120, 4proz. SBB. 204, 3V-proz. SBB. 188,50, 3l/-proz. Gott­hard 180, 3V-proz. Jura-Simplon 177, Relchsbank 184,50, Rhein. Hyp.-Dank 133, Buderus 103, Klöck-

Heymann, Rubinstein & So." als Weinhändler

Jüdischer Großschwindel vor der Großen Strafkammer in Mainz.

3n der Pfuhlgrube erstickt.

MZD. Alzey, 15. April. Das zweieinhalbjährigl Söhnchen des Willi Stumpf aus Mörsfeld, das mit seinen Eltern zum Besuch der Großeltern nach Stein-Bockenheim gekommen war, stürzte in einem unbewachten Augenblick in ein nur mangelhaft zu­gedecktes Pfuhlloch im Hofe. Die Eltern glaubten, das Kind sei bei der Großmutter im Laden; als man es später dort nicht fand, ging man auf die Suche und entdeckte den Knaben mit einem Aerm» chen aus der Jauchearube ragend. Sofort unter­nommene Wiederbelebungsversuche blieben erfolg­los.

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Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

351: Die Behandlung von Devisenanträgen für die Teilnahme an Kongressen im Ausland und für Vortrags- und Studienreisen von Wissenschaftlern in das Ausland. 532: Bekanntmachung KP 127 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

Mein-Mainische Börse.

TNttlagsbörfe uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 15. April. Die Börse er­öffnete entsprechend den vorbörslichen Erwartungen am Aktienmarkt in weiter fester Haltung, während die Tendenz nach Festsetzung der ersten Notierungen infolge einiger Realisationen der Ku­lisse uneinheitlich wurde. Anfangs lagen umfang­reiche Kaufaufträge der Kundschaft vor, wobei be­sonders unter Pari stehende Werte gefragt wurden. Das Hauptgeschäft entwickelte sich in Montanwerten, die bei lebhaften Umsätzen in fester Haltung ver­kehrten. Verein. Stahlwerke 87,2586,50 (86,50), Buderus 103,90 (101,75), Klöckner 92,50 (90,90), Rheinstahl 124,13 (123), Mannesmann 90,25 (89,75), Hoesch 96,25 (96,13). Weiter fest waren ferner Otavi Minen mit 20,65 (20,25). Verhältnismäßig lebhaf­tes Geschäft hatten auch IG. Farben bei allerdings rückläufigem Kurs auf 165,13 (165,50), später bis 164,65, dagegen Goldschmidt weiter höher mit 110,50 (110). Elektroaktien lagen sehr uneinheitlich, wobei leichte Abschwächungen überwogen, schwach waren Gesfürel mit 134,25 (135,75), Siemens gewannen 0,65 v. H. Maschinen- und Motorenaktien bröckelten 0,130,40 v. H. ab, ferner gingen Holzmann, Deutsche Linoleum urfb Feldmühle Papier je 0,50 v. H. zurück, Kunstseide Bemberg verloren 0,90 v. H. Zellstoff Aschaffenburg noch höher mit 93,40 (93). Die übrigen Marktgebiete wurden ziemlich ver­nachlässigt.

Der Rentenmarkt brachte bei kleinen Um­sätzen keine Veränderungen. Altbesitz 112,13, Korn- munal-Umschuldung 87,15, Zinsvergütungsscheine 92,30, späte Schuldbuchforderungen 98,13. Zertif. Dollar-Bonds waren gefragt und etwa 0,25 v. H. höher. Fremde Werte notierten: 1913er Ungarn 8.20 (8,40), 4proz. Goldmexikaner unv. 7,90, Ana­tolier I und II 39,25 (38,75).

Im Verlaufe blieb die Kursgestaltung am Aktienmarkt bei kleinen Umsätzen uneinheit­lich, wobei aber meist wieder Erhöhungen eintra­ten. Lebhafter waren Hoesch mit 97 nach 96.25 und Vereinigte Stahlwerke mit 87 nach 86,50; Klöckner dagegen 92 nach 92,50 und Rheinstahl 123,90 nach 124,13. Farben später wieder 165,25 nach 164,75; Reichsbank 183,90 bis 184,50 (184), Cement Heidel­berg 140 (138,50), andererseits BMW. 129 (130), Lahmeyer 132,25 (134,13). Holzmann 111 nach 112, Aschaffenburger Zellstoff 93 nach 93,40, dagegen

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Metallgesellschaft 121 bis 122 (119,50). Don Kassa- werten Deutsche Verlag höher gesucht, Taxe 78 bis 80 (letzter Kurs 76).

Renten lagen im Verlaufe sehr ruhig, Alt­besitz etwa 112 nach 112,13. Von variablen Indu­strie ° Obligationen 6proz. Hoesch 103,25 (102,75), 6proz. Stahloerein unverändert 103,65, 1947er Stahl­verein 93 (93,25), Goldpfandbriefe unverändert, Liquidationspfandbriefe etwas uneinheitlich, ebenso Stadtanleihen. Von Auslandswerten Schweiz. Bun­desbahn-Anleihen etwa 2 bis 3 v. H. höher.

Von unnotierten Werten wurden gehandelt: Wayß & Freytag 104,25 bis 104 Brief (104,75), Adlerwerke Kleyer 102,75 (102), Auto-Union 106,25 bis 106 (106), Growag 81 (80,50), Pokorny 106 (104), Kali Wintershall 118 (117) und Ufa-Aktien 57.

Tagesgeld unverändert 2,5 v. H.

Abendbörse knapp behauptet.

Während Kundschaftsaufträge fehlten, bestand bei der Kulisse auch an der Abendbörse noch etwas Glattstellungsbedürfnis, so daß an den Aktien­märkten die Kurse meist weiter etwas ab­bröckelten. Insbesondere die heute mittag forcierten Montanwerte wurden gegeben, so daß gegen die Berliner Schlußnotierungen meist leichte Rückgänge eintraten. Niedriger waren auch IG-Farben mit 165 (165,25), Akkumulatoren 186 (187), Bekula 144,50 (145,13), Conti-Gummi 179,25 (180,25), Ges- fürel 134 (134,40). Anderseits notierten Holzmann und Aschaffenburger Zellstoff mit 111,50 bzw. 93 je 0,50 v. H. höher. Der Rentenmarkt lag sehr still und nahezu unverändert. Fest lagen Lissa­boner Stadtanleihe mit 58 (56).

«Sttenet....................o| 31,65 I -I

Moinkraftwerke Höchst a.»L... 4 93 93,75

Süddeutscher Zucker 101 200 I |

R18 183, R19 185, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Hafer . Weizenmehl W13 28,45, W 16 28,70, W19 28,70, w 20 29,05; Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17,00, Weizenfuttermehl 13,00 bis 13,25. Weizenkleie W13 10,65, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10; Roggen- fleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erdnußkuchen m. M. 17,85, Treber 17,75, Trocken­schnitzel 9,28 ab süddeutsche Fabrikstation, Heu 7,50, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 3,30 bis 3,50, (gebündelt) 3,00 bis 3,30. Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3,50, gelbfleischige diesiger Gegend 3,40, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 3,10 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug Frachtparität Frankfurt a. M.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 16. April. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Voraustrieb: 43 Rinder (6 Ochsen, 2 Bullen, 31 Kühe, 4 Färsen), 758 Kälber, 41 Schafe, 1070 Schweine. Es kosteten: Kälber 45 bis 76 Mark, Hämmel 46 bis 48, Schweine 50 bis 57 Mark. Marktoerlauf: Kälber lebhaft, Hämmel und Schafe ruhig; Schweine wurden zu­geteilt.

vormittag kam die Ehefrau Marie Baurhenn mit einem mit Benzin gefüllten Behälter zu Fall, wobei ihre Kleider mit der gefährlichen Flüssig­keit getränkt wurden. Als die Frau in die Kuchg kam, um vom brennenden Gasherd ein Bügel­eisen abzusetzen, entzündeten sich die Benzindämpfü an der Gasflamme, so daß die Frau im Nu lichterloh brannte. Sie lief in den Hof, wo Angehörige versuchten, mit Wasser die Flamme zu löschen. Dies gelang aber nicht, so daß die Frau bei lebendigem Leibe den Flammen­tod erlitt.

15.4.*

139

229,25

123,65

86,65

20,65

127,25

189

Rundfunkprogramm

Freitag, 17. April. ;

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mit­tagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sende­bezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wunschkonzert. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Wir bauen die größte Luftschiffhalle der Welt", ein Bericht aus dem Arbeitslager des Weltluft- schiffhafens Rhein-Main. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Kleine Kammermusik. 17.30: Augen auf! Eine Hörfolge von allerlei Schwindel. 18: Unterhaltungs­konzert. 19: April April! Alles inSp-"-clur! 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Aus dem deutschen Theater Wiesbaden:Die Königskinder", Märchenoper in drei Aufzügen, Musik von Engelbert Humperdinck. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sende­bezirk. 22.20: Sportschau der Woche. 22.45: Unter­haltungskonzert. 24 bis 2:Genoveva", Oper in vier Akten von Alexander Ecklebe.

Samstag, 18. April:

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag. 10: Schulfunk. 10.45: Gaunach­richten. 11: Hausfrau hör zu! Erste Hilfe im Hause bei Unfällen und Krankheiten. 11.45: Sozial­dienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Wie wohl ist mir am Wochenend! 15: Wirtschafts­bericht. Was gibt's Neues? Worüber man heute spricht. 15.15: HJ.-Funk. 16: Der frohe Samstag- nachmittag. 18: Blasmusik. 19.30: Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Heute großer Programmwechsel". Szene von Peter Arnolds. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Stegreifsendung des Zeit- funks. 22.30: Und morgen ist Sonntag. 24 bis 2: Nachtmusik.

Nauen hinausglng, der ,LZ 59* zurückrief*, erklärt Oberingenieur Hermann Neumann dagegen.

»USA. antwortet nicht mehr!"

Dann steht da unter dem 2. April 1918 eine lakonische Eintragung:Die Station Sayoille ant­wortet nicht mehr!" Nach dem Eintritt Ame­rikas in den Weltkrieg wurde selbstver­ständlich die Funkstation Sayoille von den Ameri­kanern beschlagnahmt. Unter dem 23. Juli 1919 steht dann eine andere Eintragung in engem Zusammenhang mit jener vom April 1918: Funk­spruch aus Sayoille:Will you accept Business

ein und denselben Wein unter verschiedenen Bezeichnungen und als verschiedene Jahrgänge zu sehr verschieden hohen Preisen in den handel gebracht zu haben.

Besonders wird den Angeklagten vorgeworfen, zum Zwecke der Täuschung die Weinhandelsfirma Fritz Prosch gegründet zu haben in der Absicht, nach 1933 eine arische Firma den Kunden vorzutäuschen, während es sich nur um eine Tarnung und bei Prosch nur um einen Strohmann gehandelt hatte. Die wirklichen Inhaber der Firma Prosch waren die Gebrüder Heymann.

Die drei angeklagten, Ende der 50er Jahre stehen­den Brüder Heymann widmeten sich seit 1900 dem Weinhandel. Ursprünglich hatten sie eine Groß­handlung für Oele und Fette. Schon vor dem Kriege arbeiteten sie mit einem Vertteterstab besonders in Mitteldeutschland, Ostpreußen und Westfalen. Später sttegen die Vertreterprovisionen von 20 v. H. bis 48 v. H. und mehr; dementsprechend gingen die Weinpreise in die Höhe. Ein 1922 ge­schlossener Vertrag sprach den Brüdern Heinrich und Karl Heymann je ein Monatsgehalt von 1000 Mark zu, weil sie die Hauptarbeit taten. Dies stand im Widerspruch zu den handels­gesetzlichen Bestimmungen, die den Inhabern einer offenen Handelsgesellschaft keine Gehälter zubilligen. Später wurden neue Firmen zur Vergrößerung des Geschäfts aufgekauft und gegründet, und zwar die Firmen Wilhelm B e ck e l in Wiesbaden, Julius Stern in Frankfurt a. M., S. H e y m a n n Söhne in Landau und endlich Fritz Prosch in Mainz. Zur letzteren Gründung ist die Feststellung aufschluß­reich, daß die neue Firma Prosch im Oktober 1933 handelsgerichtlich eingetragen wurde; Fritz Prosch selbst schied aber nach drei Monaten, am 15. Dez. 1933, schon wieder aus. Der Zweck der Tarnung wird hierdurch besonders klar.

Bei fast ausschließlicher Lieferung an Private und Gastwirtschaften betrugen die Jahres- umsähe 1928 = 1,3 Millionen Mark, 1929 = 1,1 Millionen Mark, 1930 = 800 000 Mark, 1933 sanken sie auf 240 000 Mark.

Damals verfiel man auf den Ausweg des G e - neralvertreterfystems. Man trat mit einem Mann namens Rubinstein in Verbin­dung. Dieser 1880 geborene Galizier betrieb zuerst einen Handel mit Lumpen und Knochen und machte" später in Textilwaren. Er hatte also vom Wein keine Ahnung. Das sei auch nicht wichtig, meinte Heinrich Heymann bei seiner Vernehmung, maßgebend sei hoher Um­satz gewesen. Tatsächlich rettete Rubinstein, der bezeichnenderweise nur für die arisch getarnte Firma Prosch arbeitete, 1934/35 die Finanzlage der ge­samten Firma Heymann. Wie dieser jüdische Ge­neralvertreterarbeitete", ergab sich vor Gericht:

Er setzte sich mit Frauen in Verbindung, kredenzte diesen Süßweinproben, brachte sie soin Stimmung" und erpreßte dann die Auf­träge, die er meist beliebig erhöhte und ab­änderte.

Schon, die Auskunft, die die Firma Heymann über Rubinstein erhalten hatte, hätte eigenttich vor Ge­schäften mit diesem galizischen Juden warnen müssen, aber wahrscheinlich versprach man sich in dem Rassegenossen eineDerkaufskanon e".

112,5 111,51

138,5 140

130 I 130 1

der bereits angekündigte Strafprozeß gegen .... jüdischen Weinhändler Heymann uno andere vor der Großen Strafkammer in Mainz. Angeklagt sind die Brüder Heinrich, Karl und Julius Hey­mann sowie Fritz Prosch.

Die Anklage wirft den Angeklagten, die seit Oktober 1935 sich in Untersuchungshaft befinden, vor, in Mainz und anderen Orten unter Mißbrauch ihres Berufs und unter ständigem Vergehen gegen § 6 Absatz 2 des Weingesetzes Wein unter falscher und irreführender Bezeichnung verkauft zu haben, in Tateinheit damit sich rechtswidrige Vermögens­vorteile durch arglistige Täuschung Der Käufer er­worben zu haben, endlich

Ein besonders krasser Schwindel wurde mit Rotweinen betrieben. Man kaufte ganz kleine rheinhessische Rotweine mit 28 bis 35 Pf. je Liter ein undmachte sie auf", indem man sie in Bordeauxslaschen füllte und mit Etiketten versah, die französische Phantasienamen trugen. So wurde den Kunden, die 2 bis 3,20 Mark je Flasche bezah­len mußten, vorgeschwindelt, es handle sich um echten französischen Rotwein. Hein­rich Heymann bestreitet dreist jede Täuschungs­absicht und stellt sich auf den sonderbaren Stand­punkt, dieses Verfahren sei mit den Bestimmungen des Weingesetzes noch vereinbar!

Der Staatsanwalt demonstrierte durch Gegen­überstellung einer echten Bordeauxflasche mit den Fälschungen der Brüder Heymann diese offensicht-

trug), 302 (Wucher) und 42e des Str GB. Fünf Sachverständige werden zur Beweisaufnahme sprechen.

Der zweite Verhandlungslag.

Die Vernehmung des Angeklagten Fritz Prosch brachte nichts Wesentliches. Julius Heymann war stiller Teilhaber und besuchte die Berliner Kund­schaft. Er verkaufte dort nach Preisliste.

Die Zeugenvernehmung brachte interessante Auf­schlüsse über das Geschäftsgebaren von Karl und Heinrich Heymann. Verschiedene Zeugen machten belastende Aussagen über das Verhalten der jü­dischen Inhaber ihren meist arischen Angestellten gegenüber. Besonders der Kellermeister äußerte sich über die Ausnutzung der Arbeiter sowie über die unglaublichen sanitären Verhältnisse im Ge­schäft. Allgemein wurden Klagen der als Zeugen erschienenen Angestellten laut, oaß sie teilweise un­ter Tarif, besonders vor 1933, oezahlt worden waren.

Auf Befragen wurde von den Zeugen bestätigt, daß vor allem auf die Bestellungen des Gene­ralvertreters Rubinstein viele und ernste Reklamationen gekommen find.

In vielen Fällen drohten die Brüder Heymann den Bestellern mit Prozessen, wenn die Ware nicht ab­genommen wurde. Die Zeugenvernehmung wies immer wieder auf das brutale und unglaubliche Vorgehen des Rubinstein hin. Eine peinliche Ueber- raschung war für Rubinstein die Frage des Vor­sitzenden, woher er plötzlich das Kapital von ca. 17000 Mark habe, die er an Vor- schliffen für die Untervertreter verloren haben will. Tatsächlich hatte Rubinstein 1931 einen Konkurs mit ca. 40 v. H. bei der Pleite seines Trikotagen­handels gemacht. (Die Verhandlung dauert an.)

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku <Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................5

Zellstoff Waldhos ............5

Zellstoss Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Orenftein S Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof......... 0

Chade....................71/,

Accumukatoren-Fabrik.......13

Conti-Gummi...............8

Sranffurt a. M.

Berlin

Schluß- kurS

Gchlußk. Abend« b-L_

Schluß- hird

Gchlußk. Mittag- börse

Frankfurt a. 3)1.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Gchluß- kurS

Gchlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Gchlußk. Mittag- börse

Schluß- kurS

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurS

Gchlußk. Mittag- börse

'Datum

14-4.

15.4.

14-4.

15.4.

Datum

14-4-

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14-4.

15-4.

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927

100,9

100,65

100,65

100,65

4% desgl. (Serie ll............

9

9

_

_

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,25

97,4

97,25

97,4

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

7

6,9

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6,8

Doung.Anlethe von 1930 ..

102,9

102,65

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9,5

9,5

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Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............

112,13

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112,13

111,75

4% Rumänische vereinh. Rente ..

2%% Anatolier.............

5,55

38,75

5,5

39,25

5,55

38,75

5,6

39,25

4/,% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

6% ehem.8°/r» Hess. Volksstaat 1929

100,15

100,15

100,2

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Hamburg-Amerika-Paket .....0

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15,13

srückzahlb. 102%)............

98,25

98,25

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Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

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*V,% ebem.8% Hessische Landes- bank Darmstadt Gold R. 12....

96,5

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Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz, und Privat-Bank ... 0

16,25

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113,65

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6yz% ehem. 4tz% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiqui

101,13

101

112,5

91,75

111,5

91,5

112,5

91,75

112

91,5

4y,% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landcsb.Goldschuldverschr. R.6

92,5

92,5

Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................0

89

89

89

89

Oberhessen Provinz-Anleihe mst Auslos.-Rechten..............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten *V,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

120

120

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................12

93,25

184

93,25

184,5

93,25

184,25

93,25

184,75

114,2

96,5

.114,25

96,5

114,4

114,4

A.E.G......................(j

Bekula.................... 10

36

145

35,5

144,5

36 144,75

35,25

145,13

6%% ehem. 4-/r% Franks. Hyp..

Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

101,25

101,25

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ........... ßyt

129,25

142,75

129,4

142,75

130 143,25

130,25

142,5

6/2% ehem. iy2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

101,65

101,5

101,5

101,5

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

123,9

135,75

124

134

123,65

135

124

134,4

*V,% ehem. 8% Pr. Landespfani» brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

129,5

129

135,5

130

134 128,25

V/,% ehern. 7% Pr. Landespfand, briefanst., Gold Komm. Obl.Vl

97

97

97

97

Schuckert L Co...............4

Siemens 8 Halske.............

139,75

187

139,5

187,65

140

187,5

139,5

185,5

Eteuerguttch.VerrechnungSk. 34-88

108,85

108,8

108,9

108,9

Lahmeyer L Co...............

134,13

132,25

133

133

4% Oesterreichische Goldrente....

4,20% Oesterreichische Silberrente

28

_

28

Buderus ................... 4

101,75

103

102,25

103

1,35

1,35

8,2

1,3

1,3

Deutsche Erdöl ...............

119,4

118,75

119,25

118,65

4% Ungarische Goldrente.......

8,25

8,4

8,45

Harpener...................ö

124,75

123,5

125

123,5

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,25

8,25

8,25

8,35

8,3

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

96,13

97

95,75

97,13

*V,% desgl. von 1913..........

8,4

8,2

Ilse Bergbau ........... e

174

178

173,5

5% abgest. Goldmexikaner von 99

13,25

13,25

13,25

13,3

Ilse Bergbau Genüsse........6

134

134,9

135

135

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie i.....................

9

9

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-R.1hren........0

90,9

89,75

92.25

89,65

90,75

89,65

92,75

89,65

Devi

enmarff Berlin Frankfurt a.21L

14. April

15-April

Amtliche Dotierung

Amtliche Notierung

Gelb | Lrief

Geld

Dries

Buenos Sitte»

0,683

0,687

0,683

0,687

Brüssel.....

42,08

42,16

42,08

42,16

Mo de Ian. .

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,86

54,96

54,86

54,96

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,285

12,315

12,285

12,315

HelitngforS..

5,415

5,425

5,415

5,425

Paris ......

16,385

16,425

16,395

16,435

Holland ....

168,84

169,18

168,90

169,24

Italien....

19,68

19,72

19,68

19,72

Iavan ......

0,716

0,718

0,716

0,718

Jugoslawien

5,654

5,676

61,85

5,654

5,666

Oslo..... ;

61,73

61,73

61,85

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,145

11,165

11,145

11,165

Stockholm...

63,32

63,44

63,32

63,44

Schweiz ....

81,03

81,19

81,04

81,20

Spanien....

33,97

34,03

33,97

34,03

Prag.......

10,275

10,295

10,28

10,30

Budapest ...

Reuyork ...

2,487

2,491

2,486

2,490

Berlin, 15-April

Geld

25nei

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ...............

2,438

41,92

54,60

12,25

16,345

168,48

61,52

2,458

42,08

54,82

12,29

16,405

169,16

61J6

63,36

81,18

33.77

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Sloten.*«

33^63