Die Oelsperre „toi und begraben".
Das britische Kabinett beschließt erst Prüfung der Möglichkeiten und Auswirkungen durch Sachverständige in Genf abzuwarten.
wurf auf ein ägyptisches Rotkreuz- Lazarett nun auch von ägyptischer Seite dementiert wird. Das Telegramm hebt hervor, daß italienische Flugzeuge am 4. Januar auf abessinische Truppen bei Bullale Bomben abwarfen, jedoch ohne das 43 Kilometer davon entfernte ägyptische Lazarett zu treffen. In Dagabur gebe es kein ägyptisches Lazarett, sondern nur eine abessinische Station.
liche Meinung, diese Verschwörung beim Wickel zu nehmen und zu erwürgen, ebenso wie sie den Pariser Friedensplan erwürgt hat. Wolle Baldwin einen zweiten Aufruhr der öffentlichen Meinung, um zu erkennen, wie unklug es sein würde', die Völkerbundssatzung ein zweites Mal zu hintergehen?
bedeuten, daß jedes Land berechtigt wäre, ebensoviel Schiffe zu bauen wie sein Nachbar, gleichgültig wie groß seine Verantwortlichkeiten auch seien.
Aehnliche Erklärungen gaben die einzelnen Vertreter des britischen Weltreiches ab. Auch die f r a n- zo fische und i t a l i e n i s ch e Abordnung lehnten den japanischen Vorschlag ab. Der italienische Vertreter erklärte, Italien wünsche nicht die Grundsätze zu bestreiten, auf dem der japanische Vorschlag beruhe. Er habe jedoch Zweifel darüber, ob er praktisch durchführbar sei. Eine ähnliche Erklärung gaben die Franzosen ab. Die nächste Sitzung wird Donnerstagnachmittag stattfinden. Der japanische Vertreter General Nagano teilt mit,
L o n d o n, 16. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die konservative „Morning Post", die öfters die Ansichten der englischen Schwerindustrie sowie militärischer Kreise vertritt, eröffnet einen großen Propaganda-
sonders die finanziellen sich als wirksam erweisen. Gleichzeitig glaube man, daß eine Oelsperre auf lange Zeit keine ersichtliche Wirkung auf Italien auswirken werde, da Italien genügend Oelvorräte für sieben Monate besitze, und da ferner die gegenwärtige „Feldzugperiode" durch die Regenfälle in drei Monaten zu Ende gebracht werde.
„Morning Post" meldet, daß in der gestrigen Kabinettssitzung keine großen Meinungsverschiedenheiten zutage getreten seien. Selbst diejenigen Minister, die an dem Fallenlassen der Pariser Friedensoorschläge führend beteiligt seien, hätten keine Begeisterung für eine Oelsperre an den Tag gelegt. Selbst Eden sei der Ansicht, daß eine Oelsperre keinen nützlichen Zweck erfüllen werde.
Die sanktionsfeindlichen Blätter „Daily Mail" und „Daily Expreß" berichten mit Befriedigung, daß die Oelsühnemaßnahmen jetzt tot und begraben seien. Die geplante Prüfung der Oel- frage durch Genfer Sachverständige werde so viel unüberwindliche Schwierigkeiten enthüllen, daß
London, 15. Jan. (DNB.) Der 1. Ausschuß der Flottenkonferenz trat unter dem Vorsitz des Ersten Lords der Admiralität, Lord Mvn - feil, zusammen. Auf Ersuchen der japanischen Abordnung wurde der japanische Antrag auf eine gemeinsame obere Begrenzung der Flottenrüstungen erneut zurBeratung gestellt. Der japanische Abordnungsführer, General Nagano, bedauerte es, daß die Ereignisse zu den gegenwärtigen Schwierigkeiten geführt hätten. Er wünsche klar festzustellen, daß Japan nicht die Absicht habe, einen Flottenrüstungswettbewerb herbeizuführen. Japan wünsche ebenso wie jedes andere Land, daß ein Abkommen erzielt werde, welches zu einer tatsächlichen Verminderung der Flottenrüstungen führe, jedoch sei Japan leider keine andere Wahl gelassen worden, als die Konferenz zu verlassen.
Die Abordnungsführer der anderen Völker lehnten ohne Ausnahme den japanischen Vorschlag ab. Norman Davis erklärte für Amerika, angesichts der gegenwärtigen Unsicherheit in der Welt sei eine Berichtigung der Stärkeverhältnisse völlig unmöglich. Die Vereinigten Staaten lehnten jede Aenderung ab, die ihre Sicherheit vermindern würde. Jedoch seien sie für eine gleichmäßige und verhältnismäßige Verminderung aller Flottenstärken.
Abessinien meldet neuen Bombenabwurf auf Rote-Kreu,-Abteilung.
Addis Abeba, 16. Jan. (DNB.) Nach Meldungen aus abessinischer Quelle ist an der Nordfront wiederum eine Rote-Kreuz-Abteilung durch italienische Flieger mitBomben belegt worden. Danach sollen 3 italienische Bombenflugzeuge bis U a j d i a, etwa 150 Kilometer nördlich von Dessie, gekommen sein und die dortige Rote-Kreuz-Station mit Bomben beworfen haben. Zwei Krankenschwestern seien verwundet und sämtliche Krankenzelte zerstört worden. Der gegenwärtig in Abessinien weilende Vertreter des Genfer Roten Kreuzes stellte aufs entschiedenste in Abrede, einen Vorschlag gemacht zu haben, daß die internationalen Rote-Kreuz-Abteilungen aus Abessinien zurückgezogen werden sollten, bis Italien ihre Sicherheit gegen Bombenangriffe gewährleiste. Er bearbeite gegenwärtig einen Bericht, der unmittelbar an das Genfer Rote Kreuz gehen solle.
Oie Italiener melden erfolgreichen Gegenstoß an der Gomalifront.
Rom, 15. Jan. (DNB.) Der Heeresbericht Nr. 97 lautet: Abessinische Streitkräfte unter dem Befehl des Ras Desta Damloto hatten sich seit einigen Tagen zwischen dem Canale Doria und demDaua Parma vorgeschoben. Sie versuchten, einen Druck auf unsere Somalifront im Abschnitt von Dolo auszuüben. Am 12. Januar hat General Graziani einen kräftigen Vorstoß gegen die Truppen des Ras Desta geführt. Die Abessinier wurden zurückbeschlagen und verfolgt. Die Schlacht wird auf der ganzen Front fortgesetzt. Unsere Verluste sind bis zur Stunde nicht schwer.
Ergänzende Meldungen der italienischen Sonderberichterstatter sprechen von einer dreitäLigen Schlacht, die mit einem vollen Sieg der Italiener beendet werden konnte. General Graziani habe die heftigen Widerstand leistenden und sehr gut ausgerüsteten Abessinier nacheinander aus ihren stark befestigten Stellungen geworfen. Die Italiener setzten, von der Luftwaffe und von Tankabteilungen tatkräftig unterstützt, eine scharfe Verfolgung fort, di" bereits das ganze Sarra-Gebiet erfaßt habe, und sich damit den Hauptmassen des Feindes nähere.
Asmara, 16. Ian. (Funkspruch des kriegs- berichkerftatkers des DNB.). In Asmara ist am Mittwoch die aufsehenerregende Nachricht eingelaufen, daß in der Provinz Godscham ein Aufstand gegen di e abessinische Regierung in Addis Abeba ausgebrochen fei. Gerüchte über vereinzelte Unruhen in dieser Gegend waren schon lange verbreitet. Die Provinz Godscham, in der der Tana- See liegt, fei, wie es heißt, stets Addis Abeba feindlich gesinnt gewesen, so daß vor einigen Iahren der Herrscher von Godscham, Ras h a i l u, angeblich vergif - t e t worden fei.
Flüchtlinge aus den Grenzgebieten erzählen, daß die Godfcham-Truppen sich gegen die abeffi- nifchen Regierungstruppen erhoben und ihnen b e i Debra Markos, der Hauptstadt von Godscham, eine schwere Schlappe beigebracht hätten. Die Lage für den Kaiser fei derart ernst, daß er zuverlässige Truppen aus Addis Abeba zur Unterdrückung des Aufstandes ab- gefanbt habe. Die aufständischen Truppen in der Provinz Godscham, denen sich angeblich ein Teil der Bevölkerung angeschlossen habe, sollen sehr gut bewaffnet fein.
Der angeblich vergiftete, frühere Herrscher in der Provinz Godscham, Ras h a i (u, hat in der Geschichte Abessiniens eine große Rolle gespielt. Er unterhielt enge Beziehungen zu dem entthronten Kaiser Lidsch Ieassu, dem er angeblich auch zur Flucht verhalfen haben soll. Im Jahre 1932 waren Ras Hailu und fein ältester Sohn in der Nähe von Addis Abeba gefangen g e - seht worden. Das Gerücht, daß Ras hailu vergiftet worden fei, dürfte für feinen zweiten, in Godscham lebenden Sohn der unmittelbare Beweggrund gewesen sein, sich gegen den kaisertreuen Ras Immiru, der die Herrschaft über Godscham erhalten hatte und gegenwärtig an der Nordfront gegen die Italiener kämpft, zu erheben.
Der ä I t e st e Sohn des angbllch vergifteten Ras hailu soll in Addis Abeba scharf bewacht werden, da man befürchtete, daß er mit der Unterstützung von Helfershelfern versuchen werde, aus der Gefangenschaft zu entkommen.
sich die Oelsperre als undurchführbar erweisen werde. „Daily Herald" greift die Regierung wegen ihrer abwartenden und schwankenden Haltung an. Das Kabinett habe erneut seine Schwäche an den Tag gelegt, und versuche, sich den unzweideutigen Verpflichtungen der Völkerbundssatzung zu entziehen. „Jetzt ist es Zeit für die öfsent-
R o m, 14. Jan. (DNB.) Die italienische Presse bringt ein vom Präsidenten des ägyptischen Roten Kreuzes, Prinz Ismael Daud, nach Addis Abeba gesandtes Telegramm, durch das der von italienischer Seite immer wieder bestrittene Bombenab-
r e i ch nur für den Völkerbund marschieren würde, wenn es selbst bedroht würde. Schließlich hätten sich mit dem Fortschreiten des abessinischen Krieges Zeichen der Unruhe in China, Japan und Aegypten gezeigt.
England stehe heute ohne Freunde da, da es nicht nur Italien, sondern auch Frankreich vor den Kops gestoßen habe, aus all diesen Gründen habe die Regierung seinerzeit den Pariser Friedensplan für angebracht gehalten. Nur infolge der „hysterischen Propaganda" der englischen Öffentlichkeit habe die Regierung von dem Plan abgelassen. Die erste Forderung sei daher das „öffentliche Mißverständnis" aufzuklären, damit das Kabinett wieder zu dem in den Pariser Friedens Vorschlägen angedeuteten Kurs zurückkehren könne.
Aegypten
London, 15. Jan. (DNB.) Das Kabinett hat sich mit der Oelsperre beschäftigt. Die Minister forderten Aufklärung, welche Haltung die ö l l i e - fernden Länder einnehmen würden und was insbesondere Venezuela und Mexiko tun wurden. Man kam zu der Ansicht, daß es gegenwärtig unmöglich sei festzustellen, in welchem Umfange die ölliesernden Länder bereit feien, sich . an einer Oelsperre zu beteiligen. Daher sei es un- m ö glich, sofort eine Entscheidung über d i e Verhängung der Oelsperre zu tref- f en, da niemand wisse, wie sie sich auswirken würde. Man nimmt allgemein an, daß das Kabinett für eine Fortsetzung der Sühnemaßnahmen sei, jedoch erst feststellen wolle, wie die Lage hinsichtlich der Oelsperre stehe. Diese Untersuchung werde in Genf durch den Außenminister geführt werden.
„Daily Telegraph" schreibt, daß nach Ansicht der britischen Minister ein durchführbarer Plan entwickelt werden müsse, bevor eine durchgreifende Maßnahme in der Oelfrage ergriffen werden könne. Das voraussichtliche Ergebnis der Genfer Besprechung werde deshalb eine eingehende Sachverstän- digen-Untersuchung aller Folgen einer Oelsperre sein. Dabei müßten folgende Gesichtspunkte berücksichtigt werden:
1. Das Verhalten der Vereinigten Staaten. Die britische Regierung warte aus die Inkraftsetzung des amerikanischen Neutralitätsgesetzes, bevor eine Reihe von Problemen gelöst werden könne.
2. Die innerpolitische Lage Frankreichs. Die Beziehungen zur Regierung Lavals seien derart, daß sie zu einer engen gegenseitigen Zusammenarbeit ermutigen. Nichtsdestoweniger müsse mit der Tatsache französischer Neuwahlen im Herbst gerechnet werden. Darin seien unbekannte Möglichkeiten enthalten.
Stärkste Steigerung der Kampf- berestschast der Roten Armee.
Moskau, 16. Jan. (DNB.) Der Stellvertreter des Volkskommissars für Verteidigung, der Marschall der Sowjetunion, Tuchatschewski, erklärte in einer Rede, daß der Militärhaushalt 1936 zwar nicht klein sein, daß aber die Sowjetunion auf beiden Fronten bereit sein und „im Westen wie im Osten" mächtige Armeen mit steigernder Kampfbereitschaft haben müsse. Aus diesem Grunde sei die Rote Armee zu einer neuen Drgani- jationsart übergegangen. Während bisher die langdienenden Kadrearmeen den kleineren Teil des Heeres ausgemacht haben und die kurzdienenden Mannschaften zahlreicher gewesen seien, betrage jetzt d i e 2 bis 4 Jahre dienende Kadre- armee75v. H. des gesamten Heeres- b e st a n d e s.
Tuchatschewski ging auf die Vermehrung der mechanisierten Einheiten der Roten Armee ein, ferner auf die Schaffung neuer Truppenstandorte und Kasernen, die Verbesserung der Luftabwehr und der Fliegerei, die das „kriegsbereiteste Kampfmittel der Noten Armee darstelle". Er betonte, daß d i e Fallschirmtruppen 60000 Mann zählten. ' Der Gesamtbestand der Roten Armee betrage augenblicklich 1,3 Millionen Mann unter den Waffen, was gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung um 3 50 000 Mann bedeute. Die technische Durchbildung der Armee mache gute Fortschritte. Für jede Spezialwaffe seien zahlreiche neue Kriegsschulen geschaffen worden. Es beständen 13 Kriegsakademien und sechs Hochschulen für militärische Zwecke. 16 000 Offiziere hätten die Kriegsakademien besucht. Die Ausbildung dauere vier bis fünf Jahre. Die Kampfbereitschaft der Roten Armee sei größer als die jeder ander en Armee. Sie werde unter Führung Stalins im Ernstfälle siegen.
Wie Wilson
Amerika in den Krieg führte.
Verhängnisvolle Geheimpolitik hinter dem Rücken des Kongresses.
Washington, 16. Jan. (DNB.) Der Vorsitzende des Untersuchungs-Ausschusses des Senats, Senator N y e, stellte in der Mitrwochverhandlung die schwerwiegende Behauptung auf, daß Präsident Wilson einige Umstände des Kriegseintritts Amerikas falsch berichtet habe. Wilson habe behauptet, von Geheimverträgen der Alliierten über eine Neuverteilung Europas bei Kriegseintritt Amerikas nichts gewußt zu haben. Demgegenüber betonten Nye und das Ausschußmitglied Clark, daß Schriftstücke des Staatsdepartements, die sie eingesehen hätten, den Beweis lieferten, daß Wilson und sein Staatssekretär Lansing von den Verträgen gewußt hätten. Wilsons Berater, Oberst House, habe sich bereit erklärt, die Vereinigten Staaten ohne Kenntnis des Kongresses in den Weltkrieg hineinzuziehen. Clark stützte seine Behauptung mit dem Hinweis auf eine zwischen House und Sir Eduard Grey über Abhaltung einer Friedenskonferenz getroffene Vereinbarung. House habe diesen Vorschlag mit der Drohung unterstützt, daß, falls Deutschland nicht zustimme, die Vereinigten Staaten sich wahrscheinlich den Allier- t e n anschließen würden.
Clark verlas verschiedene Schriftstücke, um zu beweisen, daß die Vereinigten Staaten die Neutralität wiederholt zugunsten der Allierten verletzt hätten.
Die „Times" hofft ebenfalls, daß zwischen den übrigbleibenden Mächten England, Amerika, Frankreich und Italien eine Vereinbarung über den Austausch der Bauprogramme und der Begrenzung der Tonnage zuftandekommen werde. Wenn die Konferenz genügend Fortschritte erzielt haben werde, würden wahrscheinlich andere Flottenmächte wie Deutschland und Sowjetrußland zur Beteiligung eingeladen werden.
Die unmittelbar greifbare Folge des Austritts Japans wird von der Presse darin gesehen, daß jetzt sowohl die Vereinigten Staaten als auch England an eine Erweiterung ihres Flottenbau- Programms gehen und gleichzeitig eine B e - f eftigu ng gewisser Flottenstützpunkte im Stillen Ozean ins Auge fassen müssen. "Daily Telegraph" schreibt: England hätte keine andere Wahl, als das große Flottenbauprogramm auszuführen, das in der Hoffnung auf ein neues Begrenzungsabkommen aufgehalten worden fei. Dieses Programm werde u. a. den Ersatz veralte- ter Schlachtschiffe und den Bau vieler neuer Kreuzer vorfehen.
Die KdF.- Hochseefahtten 1936. 120000 deutsche Arbeiter sehen die Fjorde Norwegens.
Berlin, 15. Jan. (DNB.) Das Seefahrtenprogramm des Amtes für Reifen, Wandern und Urlaub in der NSG. „Kraft durch Freude" liegt fest. Es finden rund 100 Hochseefahrten statt, die etwa 120 000 Arbeitsfrontkameraden aus allen Gauen Deutschlands auf fünf großen Überseedampfern in die Bergwelt der norwegischen Fjorde bringen werden. Zur Verfügung stehen die Dampfer „Der Deutsche", „Sierra Cordoba", „Oceana", „Monte Olivia" und Monte Sarmiento". Voraussichtlich wird noch die „St. Louis" einige Reisen für „KdF." machen können.
Die „KdF."-Nordlandfahrten fetzen Mitte April des Jahres ein und dauern — bei wöchentlichen Abfahrten — bis etwa 15. September. Die Dampfer „Der Deutsche" und „Sierra Cordoba" laufen von Bremerhaven aus, die „Oceana", „Monte Olivia" und „Monte Sarmiento" von Hamburg. Ziel find die schönsten norwegischen Fjorde im Süden der Halbinsel: der Hardanger- und der Sogne-Fjord. Gelandet kann auch in diesem Jahr nicht werden, weil sich dadurch die Fahrtunkosten wesentlich verteuern würden. Außerdem dürfte den „KdF."-Urlaubern mehr damit gedient sein, daß noch ein zweiter Fjord ausgefahren und die Zeit, die sonst auf die Landung verwendet werden würde, so viel besser genutzt wird.
lieber die Fahrten nach Madeira kann noch nichts Bestimmtes gesagt werden. Es hat keinen Zweck, daß sich Volksgenossen von sich aus bei den Dienststellen der NSG. „Kraft durch Freude" anmelden, weil, wie im vorigen Jahre, die Teilnehmer an den Madeirafahrten einzeln in den Bezirken nach ihrer sozialen Lage und Würdigkeit ausgewählt werden.
Der „Krast-durch-Freude"- Re»seplan 1936.
NSG. Das Programm des Amtes Reisen — Wandern — Urlaub der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" übertrifft den Reiseplan für das Jahr 1935 um ein beträchtliches. Die Anzahl der KdF.-Sonderzüge hat eine Steigerung um rund 40 v. H. erfahren. Die Wochenfahrten führen zum Harz, Allgäu, Bayrischen Wald, Erzgebirge, Rhön, Sächsische Schweiz, in das Bergische Land, nach dem Inn- und Salzachtal, in den Chiemgau, den Schwarzwald, nach Masuren, in das Saartal, in das Taubertal, an die Mosel und an den Bodensee, nach München und Berlin und in den Hauptferienzeiten an die See nach Borkum, Büsum,
3. Die Auswirkung der bestehenden Sühnemaßnahmen. Man
fei der Ansicht, daß die gegenwärtigen Sühnemaßnahmen und be-
Aufstand in Godscham.
Die westliche Grenzprovinz Abessiniens soll sich gegen den Kaiser erhoben und den >iegierungstruppen bereits eine Niederlage beigebracht haben.
Nach Ansicht der maßgebenden Leute, so heißt es m dem Aufsatz, seien zwar die englischen Streitkräfte in der Lage, irgendeiner Folge, die sich aus dem Vorgehen des Völkerbundes gegen Italien er- könne, Herr zu werden, aber angesichts der ker englischen Streitkräfte und der Tatlache, daß die anderen Völkerbundsmit- e?er Ae "I.e wirksame Hilfe leisten eSUlr« n?urbe England durch einen militärischen i lne gefährliche Schwächung erleiden. Ferner sei es klar geworden, daß F rank-
Was Baldwin verschwiegen hatte.
„Oie volte Wahrheit über Englands Verteidigung ^-„Morning Post" wirbt für beschleunigte Aufrüstung Englands.
Japan verläßt die Flottenkonferenz.
Oie letzte Sitzung. - Amerika und England begründen ihre Ablehnung der japanischen Forderung auf eine gleiche obere Rüstungsgrenze.
habe. Man könne nicht behaupten, daß gleiche Rüstungen auch gleiche Sicherheit gewährten. Die Annahme des japanischen Vorschlages würde außerdem
daß Japan, nachdem es aus der Flottenkonferenz ausgetreten ist, nun voraussichtlich zwei B e - ob achter zu der Konferenz entsenden wird. Es seien immer noch einige Probleme vorhanden, wie z. B. die Fragen der Flottenstützpunkte, an denen Japan interessiert sei und über die nach Ansicht Japans eine Vereinbarung Zustandekommen könnte.
Vrilische Hoffnungen.
London, 16. Jan. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meint, der Austritt Japans aus der Flottenkonferenz werde mit ziemlicher Sicherheir zu einer Erhöhung d e r Flottenausgabe n führen, falls nicht England feine geschichtliche Rolle im chinesischen Meer völlig aufgeben wolle. 2luch die englischen Beziehungen zu'Japan und Amerika müßten der neuen Lage an gepaßt werden. Eine englisch-amerikanische Flotte n o e r ft ä n ö i g u n g, die ein Wettrüsten ausschließen würde, würde an sich eine starke Sicherheit für den Frieden im Stillen Ozean sein.
Lord Monsell erklärte, Gleichberechtigung zur See könne nicht allein in Schiffen gemessen werden. Eine Macht mit weltweiten Verantwortlichkeiten müsse ihre Verbindungswege schützen. Daher müsse sie eine stärkere Seemacht haben als eine andere Macht, die ihre gesamten Streitkräfte in der Nähe der Heimatgewässer zu- salmmenziehen könne. Die Einrichtung einer gemein- famen oberen Begrenzung sei daher nicht in Ein-1 ttuunci einen ytufjen tpropaganoc
klang zu bringen mit den Verteidigungsbedürfnissen' «eldzug für Aufrüstung. Unter der Überschrift „D i e des britischen Weltreichs, das Verantwortlichkeiten oolle Wahrheit über Englands Verteidigung" in den europäischen Gewässern, im Atlantik, im In- beginnt das Blatt mit Berichten über den gegen- dlschen und im Stillen Ozean mit zu berücksichtigen bärtigen Stand der britischen Streitkräfte, die als hnbo m>A» tx™ vollkommen unzulänglich hingestellt wer-
, o---vwlt. den. Es soll enthüllt werden, was Baldwin im
, .. ... ichen Vorschlages würde außerdem ®*nne hatte, als er die Pariser Friedensvorschläge
" o-'“4‘ ................am 10. Dezember im Unterhaus mit der berühmten
Aeußerung „Meine Lippen sind noch versiegelt!" verteidigte.


