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Olympische Medaillen

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Handball im Sporlkreis Gießen

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DfA.-Reick»sbak»n Gießen.

05 Wetzlar auf dem Daldsporlplah.

Sportverein 1920 Lollar.

Raunheim Liga gastiert in Lollar.

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Griechenland

Aegypten

Argentinien

Australien

Belgien

China

Dänemark

Estland

Finnland

Frankreich

Großbritannien....

Holland

Indien...........

Island .

Italien .

Japan

Kanada .........

Lettland

Mexiko

Neuseeland

Norwegen

Oesterreich

Philippinen

Polen

Rumänien

Schweden

Schweiz

Süd.Afrika

Tschechoslowakei ..

Türkei

Ungarn

Uruguay

Bereinigte Staaten

Deutschland

Olympische Goldmedaillen-Statistik.

Amerikas 113 Goldmedaillen in der Leichtathletik. Oie Goldmedaillen der Jmnen.-Zahlen, die täuschen.-IapanS Goldmedaillen im Schwimmen. Oie fehlenden Millionen.

Don Johannes Vogel.

Turnverein Heuchelheim.

Bei den 9. Nationalen Wettkämpfen des Fuß- balloereins 1919 Weilburg startet der To. Heuchel­heim mit einer starken Mannschaft. Ludwig U l m bestreitet die 100 Meter und 200 Meter, Erwin Neidel läuft 800 Meter und 3000 Meter, Hans Neidel 1500 Meter und 5000 Meter. Da die Konkurrenz nicht bekannt ist, ist eine Voraussage über die Sieger schwer. Unter den ersten werden die Heuchelheimer sicher zu finden sein. Weiter star­ten A. Kehr im Weitsprung Klasse I und im 100- Meter-Lauf Klasse II, H. Krämer im 100-Meter- und 1500-Meter-Lauf Klasse II, O. Henkelmann, Diskuswerfen Klasse I und Kugelstoßen Klasse II. Von ihnen werden persönliche Bestleistungen er­wartet. Die Turnerinnen bestreiten 100 Meter, Weitsprung und Hochsprung und die 4X 100-Meter- Staffel.

gleichen lassen.

Vorbild Ame-

morgigen Sonntag nehmen auch die Hand- die Spiele nach der diesjährigen Sommer­pause wieder auf. Es gilt zu üben, um für die demnächst beginnenden neuen Rundenkämpfe ent» prechend gerüstet zu sein. Das Meldeergebnis für die neue Spielreihe ist gut ausgefallen, obwohl eine ganze Reihe von aktiven Mannschaften wegen Spie­lermangels nicht mitmachen kann. Außerordentlich zahlreich sind wieder die Jugendmannschaften ver­treten, so daß mit spannenden Kämpfen gerechnet werden kann. Denn gerade die IugeiVdmannschaften haben immer wieder gezeigt, daß sie den aktiven Mannschaften in Bezug auf technisches Können kaum nachstehen und daß es auch keinesfalls an

fand die feierliche Einweihung der neuen K i r ch e statt,welche ewig im Gedächtnis hiesiger Bevölke­rung bleiben wird. Dazu hilft auch, daß von an das K i r ch w e i h f e st (Kirmes) jedesmal den Sonntag und Montag nach dem 3. 9. begangen wird, während bisher seine Feier ganz unhistorisch nach dem Belieben der Wirte und Burschen sich richten mußte." So schreibt der Verfasser der Orts­chronik, Pfarrer Völker. Wie man hört, soll die­ses Jahr diese alte Sitte geändert werden und die Kirmes erst am 13. 9. gefeiert werden. Der neue Sportplatz, dessen Anlage sich durch die Ungunst der Witterung verzögert hat, ist als Platz oorge- sehen und wird kaum zum 6. 9. fertiggestellt sein.

kriegsösterreich! Eine hat dann noch Frankreich durch seinen 1924er Wasserballsieg, je einen Frauen- ieg Holland und Dänemark.

Unzählig fast sind die ersten Sieger in den ande­ren Wettbewerben, darunter manche, die fast schon vergessen sind, so beim Radsport und 10 0- Kilometer-Fahren mit Schrittmacher 1896 zum ersten- und letztenmal ausgetragen und von einem Franzosen gewonnen. 1908 wurde Polo gespielt und Großbritannien gewann. 1924 kam Der Bewerb noch einmal zur Durchführung, diesmal siegte Argentinien. Alle bisherigen Goldmedaillen und da^u die silbernen im Modernen Fünf­kampf fielen an Schweden und diesmal 1936 ist nicht ein Schwede unter den ersten drei. Deutschland aber führt die Liste an! Im Fechten kommen immer wieder Ungarn, Franzosen, Italie­ner als Sieger durch, bei den Frauen, seit 1924 ausgetragen, Dänemark, Deutschland, Oesterreich und 1936 Ungarn. Hier hat Amerika niemals etwas zu bestellen. Die Staaten fehlen auch fast gänzlich im Reiten, worin Schweden dominiert: 26 Gold­medaillen ohne Polo wurden fett 1912 hierin ver­teilt, zehnmal siegte Schweden, fünfmal Holland, dreimal Frankreich, zweimal Deutschland, sodann Italien, die Schweiz, die Tschechei, Japan, Spanien und nur einmal auch USA.

Immer bleibt der Vorsprung Amerikas beträcht-

der nötigen Kampfkraft fehlt.

Das wichtigste Ereignis des morgigen Sonntag stellt das Handballwerbeturnier dar, das der Tv. Katzenfurt durchführt. Mit fünf aktiven und acht Jugendmannschaften ist die Besetzung außerordent­lich gut. Auch die beteiligten Mannschaften sind gut dafür, daß ausgezeichneter Sport geboten wird. Da­neben steigt noch eine Reihe von Freundschaftsspie­len, von denen wir die wichtigsten herausgreisen wollen.

Spielvereinigung 1900 Gießen 1. Igd. Leih­gestern 1. Igd.; Steinbach 1. Igd. Watzenborn- Steinberg 1. Igd. (Einhäuser, Gießen); Heuchel­heim 1. Igd. Rodheim 1. Igd. (Henkelmann, Allendorf); Wißmar 1. Igd. Krofdorf 1. Igd. (Lotz, Launsbach); Alten-Buseck 1. Igd. Wieseck 1. Igd. (Laux, Leihgestern); Saubringen 1. Igd. gegen Lollar 1. Igd. (Körber, Alten-Buseck); Lich 1. Igd. Großen-Linden 2. Igd. (Decker, Garben­teich); DfB.-R. Gießen 3. Igd. Allendorf 1. Igd (Eckhardt, Großen-Linden); VfB.-R. Gießen 2. Igd. gegen Klein-Linden 2. Igd. (Eckhardt, Großen- Linden); Geilshausen 1. Igd. Rüddingshausen 1. Jqd. (Pieh, Londorf); Nieder-Ohmen 1. 3fl0. gegen Saasen 1. Igd. (Erb, Flensungen); ^len- jungen 1. Igd. Grünberg 1. Ägd. (Dietz, Getls- ^Älle Erstgenannten Vereine sind Platzvereine. Die­selben haben den Schiedsrichter zu benachrichtigen. Mannschaften, die bereits Spiele für diesen. Jerrmn abgeschlossen haben, müssen diese sofort rückgängig machen. Das Schüler-Meisterschaftsspiel findet am dem Sportplatz der Spieloereimgung 1900 Gießen statt.

, $6.$eufonia-Watzenborn-Steinberg

Am morgigen Sonntag treten wieder zum ersten Male die zwei aktiven Mannschaften der Teutonen auf den Plan. Die 1. Mannschaft empfängt die gleiche vom FC. 1926 Großen-Buseck zum Gesell- schaftsrückspiel. Das Vorspiel in Großen-Buseck ge- wannen die Teutonen, und man hofft auch diesmal auf einen sicheren Sieg.

Die zweite Mannschaft empfängt ebenfalls einen Rückspielgegner, und zwar die 2. Mannschaft vom Sportverein Lollar. Lollar mußte sich im Vorspiel mit 1:0 beugen. Ob das für das bevorstehende Spiel wieder der Fall sein wird, kommt auf die Aufstellung der Mannschaften an.

Die Schülermannschaft wird gegen die gleiche des DsB.-R. in Gießen um die Meisterschaft spielen. Hier werden wohl die Gießener den Vorteil des eigenen Platzes haben.

Zeiden,,Mionalen"inWeilburg

Epielvereinigung 1900.

Bei den am kommenden Sonntag in Weilburg stattfindenden Nationalen Wettkämpfen des Weil­burger Fußball-Vereins wird die Spielvereinigung durch folgende Leute vertreten sein: A. Kilo, H. Jung, H. Hermann, H. Adam, H. Kleemann und I. fiuriger.

Während Kilo im Diskuswerfen und Kugelstoßen startet, haben Hermann und Jung den 110-Meter- Hürdenlauf zu bestreiten, letzterer nimmt ebenfalls noch am Stabhochsprung teil. In den Sprint­strecken geht'Hans Adam an den Start. Erstmalig für die 1900er Farben starten Kleemann und Kuri- ger, die 1500 bzw. 3000 Meter zu laufen haben.

BsB.-Reichsbahn.

Nach langer Pause werden die Leichtathleten des VfB.-R. am kommenden Sontaa in Weilburg an den Start gehen. Der rührige FV. Weilburg veran­staltet seine IX. Nationalen Wettkämpfe. Bei den Männern dürften besonders Luh, Herrmann und Pfaff erfolgreich sein. Auch in den Frauenwettbe- werben sollten einige Erfolge errungen werden Be- sonders die 4-mal-lOO-Meter-Staffel geht mit Aus-

men zu beobachten, daß viele Wettbewerbe heute von der Lifte g e ft r i ch e n sind, einige überhaupt nur einmal durchgeführl wurden und daß somit eine den wirklichen Stand der Verhältnisse an­gebende Liste aufzustellen nicht möglich ist. Betrach­ten wir beispielsweise die drei griechischen Gold­medaillen, nun ja, die eine stammt von Louis, dem Marathonläufer, aber die beiden anderen sind im Weitsprung ohne Anlauf" erworben, einen längst vergessenen Wettbewerb, den man kaum noch mit- zählen kann. Natürlich, Goldmedaille ist Gold­medaille ... Ist sie es wirklich? Ist die des Siegers im Zehnkampf nicht doch mehr wert als die des Weitspringers ohne Anlauf?"

Aber gehen wir weiter, stürzen wir uns noch ein­mal in das Meer der Zahlen: im Schwimm­sport. Natürlich führt auch hier Amerika, aber schon läßt sich erkennen, daß die Uebermacht hier keineswegs dem größeren Menschenreser- d o i r entspricht. 23 Goldmedaillen von insgesamt 73 holten die Männer, 21 von insgesamt 29 die amerikanischen Schwimmerinnen, wobei die Wasser­springer sowie die Wasserballspieler einfach mitge­rechnet werden. Es folgt Deutschland mit 11männ­lichen" und einerweiblichen" Goldmedaille (die Damen sind überhaupt erst seit 1912 dabei), was den Wert der 21 amerikanischen erhöht! Dann folgt die alte Schwimmergeneration der Großbritannier mit 9 der Männer, 2 der Frauen, bei den Männern sind drei allein für das Wasserballspiel (Deutsch­land 1). Dann kommen die Schweden mit 6+1; Ja­pan mit 6. Aber auch hier ist die Liste falsch, Japan startet erst feit 1924, hat aber 1928 von den 9 zu erringenden männlichen Goldmedaillen 5 erobert! Wenn es so weitergeht, verliert Amerika seinen Vorsprung! Australien hat 4+2, Hawai 4, Ungarn 4, Kanada 2, Argentinien 1 und 1 das alte Vor-

Medaillen eroberten, davon sechs dem Läufer Nurmi zufielen. Großbritannien verdankte seine schönen Erfolge hauptsächlich den Mittelstrecklern, nämlich zehn Medaillen von insgesamt 24, mit Hür­denstrecken sogar noch eine mehr. Der Olympia­rekord von 1936, ausgestellt von dem Neger Jesse Owens, der in den 100, 200 Meter und im Weit­sprung sich drei Goldmedaillen holte, ist fein Uni­kum, im Gegenteil: der Deutsch-Amerikaner Kränz- lein holte sich im Jahre 1900 nicht weniger als vier solcher Siegeszeichen: im 60-Meter-Lauf, im 110» Meter-Hürdenlaus, im 200-Meter-Hürdenlauf und im Weitsprung, mit Leistungen, die ganz hervor­ragend waren. Freilich werden heute die 60 Meter (und die 200-Meter-Hürden nicht mehr gelaufen, sonst hätte Owens wohl Kränzlein erreicht. Es sind nur wenige Nationen, die tn der männ­lichen Leichtathletik außer den schon genannten Siege errangen: Griechenland 3, Argentinien (durch Zabala) 1, Polen 1 und dazu zwei weibliche, Norwegen 2, Südafrika 4, Austra­lien 3, Japan 2 (nimmt erst seit 1924 teil), Ungarn 1, Frankreich 3 und Italien 4, davon allein drei durch einen Geher. Man sieht, es ist gar nicht so leicht, in diesen leichtathletischen Goldmedaillen- filub ausgenommen zu werden, um so höher sind die diesjährigen deutschen Erfolge von Stöck, Hein, Woellke, Mauermeyer, Fleischer und den noch fol­genden zu werten.

Nun ist in der Leichtathletik wie beim Schwim-

lich, aber ganze Kontinente fehlen: China mit seinen 400 Millionen Menschen, Indien mit ebensovielen, Rußland mit bald 200 Millionen, Afrika mit seinen riesigen Negerathleten, wo sind sie? Man vergesse doch nicht: Nordamerika ist ein (Staat enbunb, mit dem sich Einzelstaaten nicht ver Dennoch beherrscht das Wort vom

rika die öffentliche Phantasie, und alles in allem, ganz ohne Zweifel sind die Leistungen der Van­kees erstaunliche.

Am ersten Sonntag nach der Sperre ijt es Lollar gelungen, den vorjährigen Tabellenführer der Gruppe Lahn-Dill zum Rückspiel zu verpflichten. Das Vorspiel gewann Lollar überraschend mit 1:0. Naunheim wird am kommenden Sonntag alles auf eine Karte setzen, um die Schlappe vom Vorspiel wieder wettzumachen. Lollar tritt voraussichtlich mit seiner stärksten Mannschaft an. Es dürfte ein an­regendes Spiel zu erwarten fein, bei dem die bessere Tagesform den Ausschlag geben wird.

Landkreis Gießen.

Wieseck, 15. Aug. Unsere Mitbürgerin Frau Elisabeth B i e r a u, geb. Naumann, feiert am morgigen Sonntag, 16. August, in geistiger und körperlicher Frische ihren 7 5. Geburtstag. Frau Bierau ist schon über 40 Jahre eifrige Leserin des Gießener Anzeigers.

* L o 11 a r, 15. Aug. Am morgigen Sonntag be­ginnt die Kriegskameradschaft auf ihrem Schießstand ihr diesjähriges Scheibenschießen. Geschossen wird, wie in den Vorjahren, mit Wehr­mannbüchsen auf 180 Meter.

$ Steinbach, 14. Aug. Als am 28. Juni 1842 der große Brand Steinbach heimsuchte, wurde auch die Kirchgasse schwer betroffen. Das Schulhaus brannte ab; im Herbst 1844 wurde das neue Schul­haus in Gebrauch genommen. Das Pfarrhaus war schwer beschädigt worden. Sein Aufbau ging die Gemeinde nichts an, da der Fiskus die Baulast hatte. Der damalige Pfarrer Karl Theodor Leopold Volker, von 1838 bis 1859 Pfarrer zu Stein­bach, erhielt eine Jnterimswohnung im Hause der Wwe. Konrad Mohr eingerichtet. Das stark beschä­digte Pfarrhaus wurde zum Abbruch verkauft und von dem Polizeisergeant Keßler, einem gebürti­gen Steinbacher in Gießen, als Hinterhaus feines neuerbauten Wohnhauses am Seltersberg aufge­baut. Der Wohnungsplatz des Karl Strauch wurde dazu gekauft und das neue Pfarrhaus konnte am 3. 9. 1845 eingeweiht werden. Die Kirche war bei dem Brand ebenfalls in größter Gefahr und auch schon geräumt. Da die alte Kirche nicht mehr ausreichte und wenig würdig war, wurde schon seit 1839 das Kirchenbauprojekt lebhaft erörtert. Die Baulast lag bei der Gemeinde. Nach dem Brande wurde der Plan zum Neubau der Kirche aus der Gemeinde heraus mit Macht betrieben. Pfar­rer Völker riet zum Abwarten. Da aber die fiir- chenbehörden 15 000 Gulden für den Neubau be­willigten. wurde der Kirchbau beschlossen. Der Platz für die Kirche und zur Erweiterung des Kirchhofes wurde durch Ankauf der Hofplätze des Johannes Krämer und der Andreas G u t h a Wwe. und der Gärten des Stephan und des Heinrich B a I f e r zu je 8 Gulden die Ruche aeroonnen. Am 4. 6. 1845 wurde der Grundstein gelegt und am 3. 9. 1848

Vater läßt sein vierjähriges Kind ertrinken.

LPD. Nierstein, 13. Aug. In der Nähe von Nierstein wurde am Dienstag die L e i ch e eines vierjährigen Mädchens gelandet. Wie sich herausstellte, handelt es sich um ein Kind aus Ludwigshafen. Sein Vater war mit ihm zu­sammen am Montag von zuhause fortgegangen und kehrte nicht wieder zurück. Die Ehefrau, die in Geinsheim Verwandte hat, fuhr hierher, um sich nach dem Verbleib ihres Mannes und Kindes zu erkundigen.

Mittlerweile ist der Vater des Kindes, der 31 Jahre alte Wilhelm Hübner in Ludwigshafen, in seine Ludwigshafener Wohnung xurüdge- kehrt und von der Polizei in Haft genom­men worden. Er gab zu, daß er zwischen Worms und Rheindürkheim mit dem Kinde auf dem Arm in den Rhein gegangen sei. Das Kind habe er bann plötzlich nicht mehr gesehen. Ihm selbst sei es ge­lungen, durch Schwimmen das Ufer wieder zu er­reichen. Hübner gab weiter an, daß er das Kind noch schreien hörte, aber infolge der ejnge« tretenen Dunkelheit sei ihm die Rettung unmöglich gewesen. Heber die Gründe, die ihn zur Tat be­wegten, verweigerte er die Aussage. Hübner hatte sich am 10. August im Laufe des Vormittags nach einem geringfügigen Familienftreit aus ftiner Woh­nung unter Mitnahme feiner 4 Jahre alten Tochter Jngeborg entfernt.

Die Gießener haben zur Eröffnung der neuen Spielsaison die Ligamannschaft des Sportvereins Wetzlar nach hier verpflichtet. Mit dieser Verpflich­tung sollten die Hiesigen einen guten Griff getan haben. Die Wetzlarer haben in der vorjährigen Verbandsserie sich glänzend behauptet und mußten nur im Endkampf sich mit dem Zweiten Platz be- gnügen. Auch im vorsonntäglichen Kreisspiel haben die Vertreter des Sportvereins gezeigt, daß sie von ihrem Können nichts eingebüßt haben.

Demgegenüber hat der Spielausfchuß der Gieße­ner durch den Verlust mehrerer guter Spieler mit seiner Mannschaftsaufstellung Sorgen. Da Knauß nicht mit bei der Partie ist, so mußte auch noch der Mittelläufer ersetzt werden. Die Gießener brin­gen folgende Spieler auf den Plan: Balser, Haupt­feld, Leutheuser II., Kugel, Mund, Fenster Fehling, L. Schmidt, Jacob, Heß und Szpomck. Kugel hat schon einmal für die Gießener gespielt und er wird zu beweisen haben, daß er die notige Reife für die Mannschaft besitzt. Jakob als Sturmfuhrer dürste den schwersten Stand haben. In der Gefamt- betrachtung haben die Wetzlarer ein spielerisches Plus.

Bfv.-Reichsbahn II fUein-Cinben I.

In biefem Spiele stellen die Gießener eine stark verjüngte Mannschaft, die sich Zum größten Teil aus Spielern der ersten Jugend zusammenfetzt. Wenn auch diesen Spielern noch die notige Er- fahrung und Härte fehlen sollte, so erwartetman doch von ihnen, daß sie die erlittene Dorfpiel- nieierlage wieder gutmachen.

BfB.-K I. Iugend Butzbach L Jugend.

Die Gießener erste Jugendmannschast trifft in Butzbach auf einen Gegner, der ihr f^on im Vor­spiel den Sieg sehr schwer machte. Es »st daher fraglich, ob die Gießener sich auf dorttgem Gelände durchsetzen. Die zweite fugend spielt auf hiesigem Platze gegen die erste von Klein-Linden. Zwei spielstarke Gegner sollten um den Sieg "ngen Die dritte Jugend empfängt die erste von Allen- dorf. Aus dem neutralen P^tz der Spielüer- einigung Gießen trifft die erste Schulermannschaft auf die gleiche von Watzenborn-Steinberg. Beide Mannschaften haben in dem Gruppenspiel Punkt-

Mit Zahlen läßt sich bekanntlich alles beweisen und an Hand der bei den Olympischen Spielen bis 1932 ausschließlich verteilten Goldmedaillen ließe sich ablesen, daß die A m e r i k a n e r die kräftigste, zäheste schnellste Rasse der Welt heroorbrächten. Aber davon kann gar keine Rede sein, obwohl ihrem Erfolg mit den in der Leichtathletik der Männer erworbenen 113 Goldmedaillen von ins­gesamt 207 seit 1896 verteilten nichts an die Seite zu stellen ist: nicht einmal über die Zahl 30 ge­langen die folgenden Länder Finnland und Großbritannien hinaus. Aber kann man das kleine Finnland mit dem großmächtigen Ame­rika Überhaupt vergleichen? Das kann man nicht: die Finnen haben für ihre 4'/- Millionen Menschen mit vollen 29 ersten olympischen Siegen sehr viel mehr erreicht als die Nordamerikaner. Und die Finnen sind e i n Volk und eine Rasse, für die Staaten jedoch starten Weiße, Schwarze und Rote, wir würden diesen Hnterschied nicht machen, wenn ihn die Yankees nicht selber träfen. 113 Gold­medaillen für USA. in der Leichtathletik der Män­ner, 6 noch dazu bei den Frauen von insgesamt 11 seit 1928 verteilten, 29 finnische, 24 großbritan­nische, 7 kanadische (dazu zwei weibliche), 7 schwe­dische. Bei Großbritannien muß eine Bemerkung eingeflochten werden: vor dem Krieg umfaßte Groß­britannien für das Olympische Komitee England, Irland, Schottland, Wales, nach dem Kriege star­tete Irland für sich und erwarb drei eigene Me­daillen, zwei davon durch einen Mann im Ham­merwerfen, 1928 und 1932.

Deutschland verstand vor 1936 nicht eine einzige Goldmedaille in einem einzigen leichtathle­tischen Wettbewerb der Männer zu erwerben. Die eine überhaupt geholte leichtathletische wurde in einem Frauenbewerb, den 800 Meter (die heute nicht mehr gelaufen werden) gewonnen, 1928 von Frau Batschauer-Radke. Damit hat es nun ein Ende: in der nächsten Tokioter Liste werden auch deutsche Namen unter den ersten Siegern zu fin­den sein. Bisher hatte Deutschland es auch noch nicht verstanden, sich auf bestimmte Bewerbe zu konzentrieren, wie dies die Finnen machten, die allem in den Strecken von 1500 Meter an sich 15

gleichheit erkämpft. Dieses Spiel wird entscheiden, welche Mannschaft die bessere ist. Die Kleinsten des Vereins stehen der ersten Schülerelf von Klein- Linden gegenüber.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

Die Ligamannschaft der Spielvereinigung wird erst am nächsten Samstag in einem Freundschafts­treffen gegen die Siegener Sportfreunde auf eige­nem Platze antreten. Am nwrgigen Sonntag tra­gen lediglich die 2. und 3. Seniorenmannschast Ge- sellfchaftsrückfpiele in Wetzlar gegen den dortigen Sportverein aus. Bei den seitherigen Begegnungen war es immer so, daß jeweils der Platzoerein siegte. Dies wird voraussichtlich auch diesmal der Fall sein.

Iugendfußbatt der Gruppe Gießen.

Schüler-INeisterfchastsspiel.

Watzenborn-Steinberg 1. Schüler VfB.-Reichs­bahn Gießen 1. Schüler (Luh, Allendorf).

Tv. Garbenheim Tv. Allendorf (Lahn).

Die Gäste haben die im Vorspiel erlittene Nie­derlage wettzumachen. Ob das gelingen wird, steht dahin. Garbenheim ist als sehr spielstark anzuspre­chen und Allendorf hat keine Gelegenheit gehabt, mit seiner kompletten Mannschaft zu üben.

Tv. Grüningen Tv. Hörnsheim.

Beide Mannschaften werden sich einen spannen­den Kampf liefern, der auch gleichzeitig Aufschluß darüber geben wird, wie sich Grüningen in feiner neuen Umgebung (1. fireisflaffe) schlagen wird. Man weiß, daß Hörnsheim über großes Können verfügt, weiß aber auch, daß es feine alte kampferprobte Mannschaft nicht mehr zur Stelle hat. Der Spiel­ausgang ist nicht vorauszufagen.

Tv. Niedergirmes Tv. Nauborn.

Mit der ersten und der Jugendmannschast weilt der Tv. Nauborn in Niedergirmes. Es ist kaum anzunehmen, daß sich die Platzbesitzer schlagen las­sen werden. Die Aktiven Nauborns fangen erst an und die Jugend verfügt noch nicht über das Können, das erforderlich ist, um dem Gegner standzu halten.