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entscheiden mußte, daß Italien mit 4Ao Sekunden Deutschlands Achter geschlagen hat.

Im siebenten Nennen wurde somit für Deutsch­land trotzdem die siebente Ruder-Medaille erkämpft. Italien gewann die Silberne Medaille in 6:26 und Deutschland sicherte sich den dritten Platz in 6:26,4.

England siegt im Doppelzweier.

Die beispiellose Erfolgserie unserer deutschen Ru­derer wurde auch im sechsten Rennen mit einer Silbermedaille fortgesetzt, die das deutsche Meister­paar Kaidel-Pirsch erringen konnte. Olympiasieger wurden Beresford-Southwood. Beresford war schon fünfmal bei olympischen Ruderregatten beteiligt. Nachdem anfänglich Deutschland bis 800 Meter und sogar bis 1000 Meter noch einen Vorsprung von einer Länge behaupten konnte, setzten die Englän­der schon vor der Hälfte der Strecke zu einem vol­len Spurt an. Mit hoher Schlagzahl gelang es den Englndern, bei 1200 Meter zu dem deutschen Mei­sterpaar aufzuschließen. Im Endspurt sicherten sie sich einen klaren Vorsprung gegen die Deutschen. In 7:02,8 hatte England damit seinen ersten Sieg

bei der Ruderregatta erkämpft, während Kaidel- Pirsch in 7:26,2 die Silberne Medaille vor dem vorjährigen polnischen Europameister (Verey- Ustupfki) gewannen.

USA. zum 6. Mal Olympia-Sieger im Achter.

Der Höhepunkt und Abschluß der Olympischen Ruderregatta wurde dann das Rennen zum Achter, der einen Kampf brachte, wie ihn Grünau und die 20 000, die die Strecke umsäumten, noch nie gesehen hatten. Die Amerikaner gewannen seit 1920 in un­unterbrochener Folge den Achter und wurden damit zum sechstenmal Olympiasieger in dieser Boots­gattung, da sie bereits 1900 eine Goldmedaille er­rungen Hutten. In einem herrlichen Rennen, das die Massen zur Begeisterung hinriß, schlugen die Ame­rikaner Italien und Deutschland nur ganz knapp. Die Zeit des Siegers mit 6:25,4 ist in Anbetracht der Wetterverhältnisse ausgezeichnet und der Kampf spiegelt wohl am besten wider, daß aus dem Ringen um den zweiten Platz Deutschland nur mit Vio Sekunden von Italien geschlagen wurde.

Handball-Endspiel Deutschland-Oesterreich 10:6

Deutschlands Handball-Elf Olympia-Sieger.

Vier Jahre hat es gedauert, bis Deutschland und Oesterreich im Endspiel des ersten Olympischen Handball-Turniers am Freitag im Stadion wieder in einem Handball-Länderkampf zusammentrafen. Dieses Spiel hatte darüber hinaus noch die grö­ßere Bedeutung, Höhepunkt und die Entscheidung des Olympia-Handball-Turniers zu sein. Oesterreich sowohl als auch Deutschland hatten in Berlin ihre sämtlichen Spiele mit klaren Torunterschieden ge­wonnen, obwohl von beiden Ländern nicht immer die absolut stärkste Mannschaft eingesetzt wurde. In der Endrunde, in der zusammen mit Ungarn und der Schweiz jeder gegen jeden zu spielen hatte, la­gen Oesterreich und Deutschland nach den Kämpfen gegen Schweiz und Ungarn mit je 4 Punkten klar in Front. Das Zusammentreffen der beiden Spitzen­mannschaften des Handballs mußte also die Ent­scheidung um den Turnier-Sieg und die Gold­medaille bringen.

Die Mannschasten.

Die Mannschaften standen sich in folgender Auf­stellung gegenüber:

Oesterreich: Schnabel

Bartl Tauscher

Licha Iuracka Wohlrab

Volak Schmatzer Schuberth Kiesler Perwein Fromm Klingler Berthold Theilig Herrmann Dascher Brinkmann Keiler

Bandholz Knautz Deutschland: Körvers

Trotz des andauernden Regens hatte sich beim Beginn dieses Spieles die Zahl der Zuschauer auf nahezu 90 000 vergrößert.

In ausgezeichnetem Tempo begann das Spiel. Der nasse und glatte Rasenboden schien den tech­nisch ausgezeichnet durchgebildeten Spielern nichts anhaben zu können. Immer begeisterter gingen die Zuschauer bei dem prachtvollen und rassigen Kamps mit.

Halbzeit 5:3.

Von Anfang an liegt die deutsche Mannschaft leicht in Front. Aber die österreichische Deckung läßt sich so leicht nicht überraschen. Die Oesterreicher spielten betont defensiv. Ihre Halbstürmer verrich­teten die Läuferarbeit, derRest"-Sturm versuchte sich in Durchbrüchen, die allerdings wegen der Wurfkraft und Energie dieser österreichischen An­

greifer immer gefährlich waren. So gelang es ihnen immer wieder, den Anschluß zu den vordrängenden Deutschen zu halten oder wiederzuerobern. Theiligs Führungstreffer wurde durch einen erfolgreichen Strafwurf ausgeglichen. Dann führten die Deutschen bald 3:1, aber Körvers lenkte einen harten Schuß Kieflers selbst ins Tor. Kurz vor der Pause waren die Oesterreicher noch einmal auf 4:3 heran, aber es ging doch mit 5:3 für Deutschland in die Pause.

In der zweiten Spielhälfte verstärkten sich die Regenschauer zu einem Dauerguß. Immer glatter wurden Ball und Platz. Wohl kämpften beide Mannschaften bis zum Letzten um den Sieg, aber die große Form der Vorrundenspiele wurde nicht erreicht.

Durch einen Prachtschuß Klinglers vergrößerte Deutschland zunächst die Halbzeitführung auf 6:3, zwei weitere Treffer, darunter ein von Theilig verwandelter Strafwurf, ergaben die 8:3-Führung und brachte die österreichische Mannschaft doch sicht­lich außer Tritt. Die Deutschen wurden stark über­legen, aber bald hatten sich auch die Oesterreicher wiedergefunden. Drei Strafwürfe brachten einen 8:6-Zwischenstand. Der Sieg der Unseren war er­neut gefährdet. Aber die deutschen Spieler hatten noch genügend Kraftreserven. Ein kraftvoller End­spurt brachte zwei weitere Treffer und damit den 10:6-Endstand, der die Erringung der Goldmedaille bedeutete.

In der Kritik schneidet die deutsche Mannschaft gut ab. Der Sieg der deutschen Mannschaft ist verdient. Die Deutschen zeigten das flüssigere Zu­sammenspiel und hatten den durchschlagskräftigeren Sturm. Bei den Oesterreichern ragte neben dem ausgezeichneten Schlußmann der Angriffsführer Schuberth als Strafwurfspezialist von Format heraus. Die gesamte Deckung spielte sicher und wirkungsvoll.

Beim Ausmarsch der Mannschaften bildeten die geisterten Zuschauer Spalier vor dem Marathon­tor und jubelten beiden Mannschaften dankbar zu. Die 90 000 hatten trotz des schlechten Wetters ein grandioses Endspiel erlebt.

Schweiz Ungarn 10:5 (7:2).

Im zweiten Spiel des Tages gelang es der Schweiz die Ungarn mit 10:5 (7:2) zu schlagen. Die Schweizer errangen mit diesem Sieg die Bronze­medaille des olympischen Handballturniers vor den Ungarn, die auf dem vierten Platz endeten.

Aoch feine Entscheidung im Wasserball.

Deutschland und Ungarn spielen 2:2 (1:1).

Im Olympischen Schwimmstadion trugen die Wasserball-Mannschaften von Ungarn und Deutsch­land am Freitagnachmittag das entscheidende Spiel um den olympischen Sieg im Wasserball-Turnier aus. 20 000 Zuschauer erlebten einen spannungs- geladenen Kampf, der jedoch eine Entscheidung nicht rächte. Deutschland und Ungarn trennten sich nach einem harten Gefecht unentschieden mit 2:2 (1:1). Dadurch blieb die Vergebung der beiden ersten Plätze noch offen. Deutschland und Ungarn führen die Endrunden-Tabelle mit je 3:1 Punkten an, so­daß die Entscheidung erst am Samstag bei den beiden letzten Spielen Deutschland Belgien und Ungarn Frankreich fallen wird.

Die beiden Vertretungen bestritten diesen wichtig- sten Kampf in stärkster Aufstellung.

Deutschland: Klingenburg: Baier, Schürger; Gunst; Hauser, Schneider, Schulze.

Ungarn: Brady; Hazai, Homonnai; von Ha- lassy; Bösst, Nemeth, Brandy.

Bis zur Pause 1:1.

Ein unbeschreibliches Getöse begleitete jeden Vor­stoß der deutschen Stürmer und ungeheuren Jubel gab es bei den Ungarn bei jedem Torschuß von Nemeth und Brandy. Der Kampf war in den ersten Minuten vollkommen offen. Die beiden Hinter­mannschaften deckten sorgfältig und gerissen. Eine glänzende Chance hatte Schneider, als er sich von Hazai freimachen konnte und zum Schuß kam. Der Ball ging aber an die Latte. Wenn die ungari­schen Stürmer einen Schuß anbrachten, dann zeigte sich Deutschlands Torwart Klingenburg als un­schlagbar. Gerade hatte Schulze einen harten Schuß auf das ungarische Tor abgegeben, als Brody den Ball klug zu Halassy spielte. Schneider reagierte einen Augenblick zu spät und schon war Halassy eine Körperlänge frei von ihm weg. Halassy spielte den Ball zu Brandy und dieser ungarische Stür­mer schoß aus der Luft über den Kopf des über­raschten Klingenburg ins deutsche Tor ein. Es stand 1:0 für Ungarn. Der deutsche Widerstand und An­griffsgeist wurde nun um so stärker. Endloser Ju­bel hallte durch das Stadion, als Schneider trotz stärkster Behinderung zum 1:1 einwerfen konnte.

Spannender Endspurt.

Der Kampf war zunächst wieder völlig offen. Den Stürmern boten sich kaum klare Torchancen, als aber Baier den gefährlichsten ungarischen Stür­mer, Nemeth, um den Bruchteil einer Sekunde aus den Augen ließ, da war es schon passiert. Unhalt­bar hatte Nemeth zum 2:1 für Ungarn eingeschos­sen Nun zeigte sich der große Kampfgeist der Deut­schen. Sie griffen unentwegt an und drängten mit aller Macht auf den Ausgleich. Die Ungarn er­kannten die Gefahr und versuchten, durch hartes Spiel die Angriffe der Deutschen aufzuhalten. Schiedsrichter Delbort sah sich gezwungen, von den

Ungarn Nemeth und Hazai und von den Deutschen Baier aus dem Wasser zu nehmen. Hazai hatte sich gegen Schneider ein grobes Foul erlaubt, das der Schiedsrichter mit einem 4-Meter-Strafwurf ahn­dete. Schneider warf den Ball überlegt und voll­kommen ruhig in die obere Torecke zum Ausgleich für Deutschland ein. Der Kampf stand 2:2. Das Siegtor sollte beiden Parteien versagt bleiben.

Belgien Frankreich 3:1 (1:0).

Dor dem Spiel Deutschland Ungarn traten sich ebenfalls in der Wasserball-Endrunde die Mannschaften von Belgien und Frankreich gegen­über. Die Belgier erwiesen sich in, diesem Kampf klar als die bessere Mannschaft und siegten mit 3:1 (1:0).

Großbritannien Oesterreich 3:3 (2:1).

In einem weiteren am Freitag ausgetragenen Wasserballspiel zwischen den Vertretern Großbritan­niens und Oesterreichs hatte der Schiedsrichter einen nicht leichten Stand. Beide Parteien brachten eine sehr harte Note in das Spiel.

Die (Schlußspiele zum Olympischen Basketball-Turnier.

USA. schlägt Kanada im Endspiel 19:8.

Auf den Tennisplätzen im Reichssportfeld wur­den am Freitag die Endspiele des Olympischen Bas- ketball-Turniers ausgetragen. Um den ersten und zweiten Platz kämvften die Mannschaften von USA. und Kanada. USA. siegte mit 19:8 (15:4) und ge­wann damit die Goldene Medaille des ersten olym­pischen Basketball-Turniers. Kanada bekam die Silberne" und Mexiko, das Polen im Kampf um den dritten Platz mit 26:12 (23:8) schlug, dieBron­zene". Im Kampf um den fünften und sechsten Platz blieben die Philippinen über Uruguay mit 33:23 (14:12) erfolgreich.

Der Schluß st and des Olympischen Basketball-Turniers lautet demnach:

1. und Olympia-Sieger: USA., 2. Kanada, 3. Mexiko, 4. Polen, 5. Philippinen, 6. Uruguay.

Olympisches Hockey-Turnier.

Holland schlägt Frankreich und erringt die Bronzene.

Unter wenig erfreulichen äußeren Umständen mußten am Freitagnachmittag die Mannschaften von Holland und Frankreich um den dritten und vierten Platz des Olympischen Hockey - Turniers kämpfen. Der Himmel, der an diesem Freitag allen Veranstaltungen einen so bösen Strich durch die Rechnung machte, machte auch bei den Hockeyern keine Ausnahme, sondern schickte einen immer stär­ker werdenden Dauerregen nieder, der Spieler und Zuschauer bald bis auf die Haut durchnäßte und auch den Spielgrund immer schlechter machte. Es

ist den beiden Mannschaften hoch anzurechnen, daß sie trotz der Ungunst des Wetters den Zuschauern einen jederzeit spannenden und sportlich einwand­freien Kampf vorführten. Holland war dabei etwas glücklicher und siegte mit 4:3 (2:1) gegen die Fran­zosen. Die Holländer sicherten sich damit die Bron­zene Medaille des Olympischen Hockey-Wettbewerbs.

Hockey-Endspiel verschoben.

Infolge des über Berlin niedergehenden Dauer­regens entschloß sich die Leitung des Olympischen Hockey-Turniers, das für Freitag nachmittag an­gesetzte Entscheidungsspiel um die Goldmedaille zwi­schen Deutschland und Indien um einen Tag zu verschieben.

Entscheidung des Ehrengerichts des LOK.

Das Internationale Olympische Ko­mitee teilt mit:

Im Zusammenhang mit der Abreise der perua­nischen Mannschaft und mit dem Eingang eines vom Präsidenten der olympischen Abordnung Perus an den Internationalen Olympischen Ausschuß (CIO.) gerichteten Schreibens hat das Ehrengericht eine Untersuchung über die Gründe für die Abreise angestellt. Das Ehrengericht ist der Ansicht, daß dieser Beschluß vielleicht auf Grund von Mißver­ständnissen und von einer schuldhaften Unkenntnis der Statuten gefaßt worden ist. Es bedauert aber diese Haltung der Fußballspieler, die es als un­sportlich bezeichnet, denn die Wettkämpfer müßten sich den Entscheidungen der Schiedsgerichte unter­werfen, wie ungerecht sie ihnen auch immer er­scheinen mögen.

Ferner findet das Ehrengericht die Haltung der ganzen Mannschaft tadelnswert, weil sie in diese Angelegenheit zu Unrecht die Verantwortlichkeit des CIO. und des deutschen Organisationskomitees hin» einzieht, die beide nicht befugt sind, in die von den Berufungsrichtern der internationalen Verbände ge- fällten Entscheidungen einzugreifen."

Dor den Entscheidungen im Säbel-Einzelfechten.

Am Nachmittag und Abend des Freitags konnte man sich zur Austragung der Vorendrunde im Säbel-Einzelfechten auf den Kuppelsaal beschränken. Wie nicht anders zu erwarten war, setzten sich alle gestarteten Ungarn und Italiener durch.

In Gruppe I waren die Kämpfe dermaßen er­bittert, daß fein Fechter ohne Niederlage weiter kam. Gruppensieger wurde der Italiener Marzi vor dem Ungarn Gerey und van den Neucker (Belgien). Ganz große Form legte in Gruppe II Europa­meister Kabos (Ungarn) an den Tag, der sich ohne Niederlage den Gruppensieg sicherte. Im Zeichen des Italieners Pinton, der ohne Niederlage und mit einer geringen Zahl erhaltener Treffer siegte, (tau­ben die Kämpfe der Gruppe III.

In der Enscheidungsrunde kämpfen nun: Marzi, Gaudini, Pinton (alle Italien), Kabos, Geren, Rajcsanyi (alle Ungarn), van den Neucker (Belgien), Sobik (Polen) und Loisel (Oesterreich). Nach den am Freitag gezeigten Leistungen ist es jetzt schon sicher, daß die Entscheidung nur zwischen Italien und Ungarn liegt.

Zwei Entscheidungen im Schwimmstadion.

Die 16jährige Dina Senfs (Holland), die im 100-m- Rückenschwimmen gegen ein erlesenes Feld inter­nationaler Klasse vor ihrer Landsmännin Nie Mastenbroek in der Zeit von 1:18,9 ins Ziel kam. (Schimer-M.)

Der Amerikaner Adolf Kiefer fällt an sich schon durch fein heiteres Wesen unter den Olympia­kämpfern besonders auf; aber er hat auch Grund zur Fröhlichkeit, denn im Zwischenlauf der Rücken­schwimmer stellte er eine neue Olympische Rekordzeit über 100 m mit 1:06,8 auf. (Schirner-M.)

Hollands Sieg

in der Frauen-Schwimmstaffel.

In der zweiten Schwimmentscheidung des Frei­tags, der 4 mal 100-Meter-Staffel der Frauen, konnte Holland nach seinen zwei Einzelsiegen nun auch den Mannschaftswettbewerb der Schwimme­rinnen für sich mit Beschlag belegen. In einem äußerst erbittert geführten Rennen siegten die Meisjes" Selbach, Wagner, den Ouden und Mastenbroek in der neuen olympischen Bestzeit von 4:36 Minuten. In diesem Mannschaftsrennen der besten Schwimmerinnen der Welt konnte Deutsch­land mit Ruth H a l b s g u t h , Maria Lohmar, Inge Schmitz und Gisela Arendt den höchst ehrenvollen zweiten Platz belegen und damit die Silberne Medaille erringen. Mit ter hervorragen­den Zeit von 4:36,8 blieben die deutschen Schwim­merinnen ebenfalls noch unter dem bisherigen Olympischen Rekord. Die Bronzene Medaille errang Amerika vor Ungarn, Kanada, England und Däne­mark.

Entscheidung im ^00-Meter-Rücken der Männer.

Adolph Kiefer Olympia-Sieger.

Völlige Ruhe herrschte, als sieben Mann auf das KommandoAuf die Plätze" sich zum Start bereit hielten. Bereits nach 15 Meter lag Kiefer, der sti­listisch nicht zu übertreffen ist um einen halben Meter vor dem übrigen Felde. Er war der Favorit, der einfach nicht geschlagen werden konnte. Bei 50 Meter wendete er in genau 31 Sekunden. Für das Auge kaum sichtbar schneller werdend, spurtete Kie­fer ruhig dem Ziele zu, um in neuer olympischer Rekordzeit von 1:05,9 den dritten amerikanischen Sieg im Schwimmen zu erringen. Klar zurück schlu­gen Vanderweghe (USA.) in 1:07,7 und Kiyokawa (Japan) in 1:08,5 vor Drysdale (1:09,4), Voshida (1:09,7), Kojima (1:10,4) und Olivier (1:10,7) an. OasTurmspringenderMänner begann.

Wieder gehörten Schwimmer und Springer zu den Frühaufstehern, als am Freitagmorgen mit dem Pflichtprogramm zum Turmspringen der Män­ner begonnen wurde. 26 Springer waren in zwei Gruppen unterteilt. Erhardt Weiß, der junge deutsche Meister erwies sich in der Gruppe I den beiden Amerikanern Alonzo Root und Fran Kurtz jederzeit gewachsen. Viebahn, der deutsche Studen- ten-Weltmeister, wirkte durch seinen athletischen Körper vom Turm ganz ausgezeichnet. Der deutsche Europameister Hermann Stork-Frankfurt a. M. hatte in seiner zweiten Gruppe gegen den langen, vlonden und prächtig gebauten Amerikaner Mar­shall Wayne sowie gegen L e i k e r t - Tschecho­slowakei und die Japaner Shibahara und Koyanagi einen überaus schweren Stand. Seine große Sicherheit, vor allem aber die solide Art seiner Sprünge geben aber auch ihm gute Platz­aussichten mit in das Kürspringen, das am Sams­tagvormittag sicherlich einer der Hüehpunkte der olympischen Schwimmwettbewerbe wird.

Nach den Pflichtsprüngen ergab sich (beide Grup­pen zusammen gewertet) folgender Stand: Wayne- USA. 46,65 P., Weiß-Deutschland 46,09, Stork- Deutschland 44,53 Punkte.

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Bei schlechtem Wetter mußten die Turmspringer ihre Pflichtsprünge durchführen. Der Amerikaner Wayne (rechts) lag mit 46,65 Punkten an der Spitze, doch war der Deutsche Weiß (links) mit 46,09 Punkten nur um rund einen halben Punkt schlechter.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Der Abschluß am Sonntag.

10 Uhr: Reiten, Jagdspringen der Vielseitig- keits-Prüfung. 14 Uhr: Jagdspringen (Preis der Nationen). 17 Uhr: Schaureiten des Siegers in der Großen Dressurprüfung; Sieger-Zeremonien. (Je­weils im Olympia-Stadion.)

18 Uhr: Schlußfeier. (Olympia-Stadion.)

20 Uhr: Erdteil-Staffel. (Schwimm-Stadion.) 20.30 Uhr:Herakles" (Dietrich-Eckart-Bühne.) 20.30 Uhr: Fest der Teilnehmer. (Deutschlandhalle.)

SportamtKraft durch Freude".

Heute folgende Kurse:

Reichssportabze i ch en , Frauen und Männer! Von 17.30 bis 19 Uhr, Universität^- sportplatz am Kugelberg. Neuanmeldungen nimmt der Sportlehrer vor Beginn der Uebungsftunbe entgegen.

Schwimmen für Anfänger undFori­ge s ch r i 11 e n e in Kesselbach! Von 18 bis 19 Uhr für Frauen und Männer, Schwimmbad Kesfelbach.

Morgen folgende Kurse: Tennis: Von 8 bis 10 Uhr, Städtische Tennisplätze am Schützenhaus.