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Kaiserreich, die Organe des Staatslebens kaum kümmerten. Die Berufswahl war eine private An­gelegenheit der Familie, ging sie gut, so war das erfreulich für die Beteiligten und nützlich für den Staat ging sie schief, so hatten die Nächstbetei­ligten sowohl wie der Staat den Schaden zu tra­gen, daß eine Arbeitskraft, auf die unrichtige Bahn geschoben, weniger leistete als sie, ihrer Anlage entsprechend eingesetzt, hätte leisten können. Staat und Familie ergaben sich fatalistisch in das, was ihrer Meinung nach nicht zu ändern war. Darin aber unterscheidet sich der Staat der Gegenwart von dem der Vergangenheit, daß er an die Mög­lichkeit, auch das scheinbar Unabänderliche zu än­dern, glaubt. Er ist der gesunden Meinung, man müsse nur wollen, dann finde sich schon ein Weg. Und so hat er auch den Fatalismus in der Berufs­wahl entschlossen beiseite geschoben und nach Mit­teln gesucht, wie die Entwicklung vor Entgleisungen und Enttäuschungen bewahrt und planvoll in ge­deihliche Bahnen gelenkt werden könne.

Eines dieser Mittel, und ohne Zweifel ein sehr wirksames, ist der Berufswettkampf, den die Organisationen der Arbeit durchführen. Man darf nicht vergessen: der Staat der Gegenwart ift noch sehr jung, ganze drei Jahre ist er alt, und man darf von Neuerungen, die er eingeführt hat, nicht erwarten, daß sie in wenigen Jahren von Grund auf umgestalten, was Jahrzehnte haben gehen lassen, grab oder schief, wie's eben gehen wollte. Darauf vor allem kommt es an, ob die Neuerungen, nach dem, was wir bisher an ihnen erlebt haben, von Grund auf umgestaltend weiter zu wirken versprechen. Und das dürfen wir von den Berufswettkämpfen im ganzen Reich mit Zu­versicht erwarten! DasOlympia der arbeitenden Jugend" sind sie genannt worden, und eine tref­fendere Bezeichnung wäre für sie schwerlich zu fin­den. Denn ganz auf Leistung hat der neue Staat die Art gestellt, wie er seine Bürger öffentlich be­wertet. Und daß es allein auf die Leistung an­kommt, das kann den werdenden Staatsbürgern gar nicht früh genug eingeprägt werden.

Vor allen Dingen aber find diese Wettkämpfe auch die beste Gelegenheit, nachzuprüfen, ob die Berufswahl richtig war, und das zu einer Zeit, wie eine falsche Wahl eher noch wieder gut gemacht werden kann, als in vorgerückter Le­benszeit. So weit sie sich aber, was sehr dankens­wert ist, auch auf ungelernte Arbeiter er­strecken, sind sie geeignet, die richtige Berufs­wahl kräftig zu fördern. Und in jedem Falle muß es mit der Zeit der denkbar wirksamste,

Geschichten a

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Die Löwen von Lusaka.

E. Z. Kapstadt.

Selbst in einem so weitgehenden christianisierten Landesteil Afrikas wie Nordrhodesien ist es bisher nicht gelungen, den alten Negeraberglauben auszu­rotten. Dieser Aberglaube führte kürzlich beinahe so weit, daß die Gegend von Lusaka entvölkert wurde. Dort trieben sich nämlich unzählige Löwen herum, die es vor allem auf Menschen abgesehen hatten und fast täglich in die Negersiedlungen einbrachen.

Die rhodesischen Neger sind geübte Löwenjäger, und zweifellos wären sie mit der Löwenplage fertig geworden, wenn ihre Medizinmänner, die anschei­nend immer noch größeren Einfluß auf sie haben als die christlichen Missionare, ihnen nicht erklärt hätten, daß die Löwen keine gewöhnlichen Bestien seien, sondernLöwenpienschen", in Löwen ver­wandelte Verstorbene. Dieser Aberglaube ist über ganz Afrika verbreitet. Man findet ihn sogar in Indien, wo natürlich die Tiger die Rolle der Löwen übernehmen.

Jedenfalls wagten die Neger von Lusaka nicht, sich gegen die Löwen zu wehren, so daß sich die Regierung von Nordrhodesien schließlich gezwungen sah, einen europäischen Jäger namens Goddard in die gefährdete Gegend zu schicken. Die durch die Passivität der Bevölkerung stark ermutigten Be­stien drangen aber einmal in einem ganzen Rudel nachts in die Hütte Goddards ein und rissen den Jäger in Stücke.

Goddard war der bekannteste Großwildjäger Süd­afrikas, der bereits Hunderte von Löwen erlegt hatte. Sein unerwarteter Tod unterstützt jetzt na­türlich den Aberglauben der Neger, die die Löwen von Lusaka für unverwundbar halten.

weil stetig fortwirkende Antrieb für die Jugend, wie für die Eltern werden, an die Frage der Berufs­wahl mit Ernst und Gewissenhaftigkeit heran­zugehen wenn beide wissen, daß am Anfang des Aufstieges der Wettkampf steht, dem sich nicht zu entziehen nach und nach Ehrensache für jeden Jung­arbeiter zu werden verspricht.

Auslese durch Wettkampf bestimmt immer von neuem, berichtigt immer erneut das Maß, was wir als Höchstleistung erwarten dürfen. Und die Höchstleistung, die öffentlich anerkannt worden ist, wirkt anspornend zurück auf die Minderleistung, die diesmal eine öffentliche Anerkennung noch nicht erreichen konnte beim nächsten Mal aber viel­leicht erreichen wird. Das ist der Sinn des Wett­kampfs, im Sport wie in der Arbeit. Und es ist ein guter Sinn, weil wir Deutschen gerade in un­serer Arbeit auf veredelte und veredelnde Leistung angewiesen sind. Nur durch eine Güte unserer Erzeugnisse, die von keiner Seite überboten werden kann, können wir auf dem Weltmarkt zurückerobern, was wir durch den Krieg und seit dem Kriege ver­loren haben. Hier vollzieht sich die Auslese im wirtschaftlichen Wettkampf der Völker, und keine bessere Vorbereitung kann es dafür geben, als das Messen der Kräfte im beruflichen Wettkampf da­heim. In ihm wird sich der jugendliche Wettbewerb dessen bewußt, was er leisten kann und was ihm zur Höchstleistung noch fehlt und die ihm die Aufgabe gestellt und seine Leistungen zu prüfen haben, erfahren, mit was für Kräften sie rechnen dürfen und welche davon zu fördern sich besonders lohnt. So wirken beide Seiten, die Lehrlinge, in­dem sie sich im Wettkampf messen, und die Meister, indem sie aus gereifter Erfahrung heraus ihr Ur­teil abgeben, dahin zusammen: Höchstleistungen aus der Masse herauszuheben und in der Masse den Trieb zur Höchstleistung zu steigern.

Die Rückwirkung dieses Verfahrens auf die Be­rufswahl braucht ihre Zeit, wird sich aber sicher einstellen. Daß die Berufswahl sich im öffentlichen Wettkampf als richtig zu erweisen hat, drückt auch ihr den Stempel einer öffentlichen Angelegenheit auf. Allen Volksgenossen, Eltern wie Kindern, wird der Sinn dafür geschärft, daß sie schon mit der Be­rufswahl eine Verantwortung vor der Volksgemeinschaft übernehmen. Und das ift notwendig, denn unsere Volkswirtschaft muß mit ihrem ureigenen Kapital, mit der menschlichen Arbeitskraft planvoll haushalten lernen bis ins kleinste, wenn wir uns erfolgreich wieder durchsetzen wollen im Wettkampf der Völker.

US aller Welt.

Nm die Morgenruhe.

() London.

Ein eigenartiger Streit ist vor kurzem in West- Riding (Grafschaft York) ausgebrochen und hat so­gar schon zu Streikandrohungen geführt. Die Arbeit in den dort ansässigen Holzsägewerken beginnt mor­gens um sechs Uhr, und damit die Arbeiter ihre Zeit nicht verschlafen, heulen eine halbe Stunde vor­her von den Werken her mächtige Sirenen. In West- Riding gibt es Hunderte von Sägewerken, und man kann sich den gräßlichen Spektakel leicht vorstellen, den diese Dampfsirenen in aller Herrgottsfrühe voll­führen!

Nun beschäftigen diese selben Werke aber außer den Arbeitern auch noch Büro-, Lager- und Platz­personal, das seinen Dienst erst zwei Stunden spä­ter antritt. Von diesen Mitgliedern der Belegschaften ist nun das Gesuch an die Werksleitungen ergangen, die Sirenen abzuschaffen und dafür lieber jedem Arbeiter eine Weckuhr zu bewilligen, die ihnen zuhause mitteilt, daß es Zeit ist aufzustehen und zur Arbeitsstätte zu wandern. Durch das Sirenen- aeheul nämlich würden auch sie, die Büro- usw. Angestellten, jeden Morgen aufgeschreckt, obwohl sie doch noch zwei Stunden länger schlafen könnten.

Die Mühlenbesitzer selbst haben sich zu diesem Pro­blem noch nicht geäußert, wahrscheinlich aus Angst, sich dabei zwischen zwei Stühle zu setzen. Während aber die Arbeiter darauf Hinweisen, daß es doch schon jahrzehntelang mit diesen Sirenen gegangen isi. ohne daß sich ein Mensch darüber beschwert habe, und daß im übrigen auch die gewöhnlichen Maschinengeräusche aus den Mühlen nicht weniger laut seien als die Sirenen, haben die Sirenengegner eine wertvolle Unterstützung durch die britische Änti- lärm-Liga und verschiedene Gesundheitskommissionen erhalten, die besonders mit Rücksicht auf die noch

schulpflichtige Jugend die Beseitigung der Sirenen fordern. Die Stadt Huddersfield bei Bradford hat auf diese Argumente hin tatsächlich schon eine Be­seitigung der Sirenen angeordnet.

Englische Ortsnamen.

E. BI. Liverpool.

Nicht nur dem Nichtengländer bereitet die Aus­sprache englischer Ortsnamen zuweilen Kopfschmer­zen, sondern auch dem Engländer selbst. Für eine unendliche Reihe britischer Ortsnamen gibt es über­haupt keine einheitliche Aussprache, und es kann Vorkommen, daß der Bewohner eines nordenglischen Ortes in London den Namen feiner Heimat so ausgesprochen hört, daß er ihn nicht versteht. Allein für einen scheinbar so einfachen Namen wieBrom­ley" sind nicht weniger als vier verschiedene Aus­sprachen im Umlauf. Bei komplizierten Namen weichen die Aussprachen in den verschiedenen Lan­desteilen zuweilen außerordentlich voneinander ab.

Die Nachteile dieser Sprachschwierigkeiten machen sich besonders im Rundfunk bemerkbar. Die Britische Rundfunkgesellschaft hat daher jetzt ein Handbuch herausgegeben, durch das die Aussprache sämtlicher britischer Ortsnamen standardisiert wird. Die Stan­dardaussprache deckt sich nicht immer mit der orts­üblichen, aber man hofft, daß sich die Briten all­mählich an die Vorschriften des Rundfunks gewöh­nen werden und daß damit das Aussprachechaos schließlich verschwinden wird.

Gefärbte Goldfische.

(ha) Kopenhagen.

Durch die vielfältigen Komplikationen, die sich auf den Valutamärkten aufgeworfen haben, ent­wickelte sich während der letzten Monate in zahl­reichen Ländern u. a. auch ein starker Mangel an Goldfischen, die zu einem großen Teil aus Italien kommen.

Nun wird von dänischen und schwedischen Gold­fisch-Freunden versichert, daß eine weitverzweigte Betrügerbande sich den Goldfischmangel zunutze ge­macht habe. Auf dem Markt sind nämlich künst­liche Goldfische aufgetaucht. Ein französischer Che­miker soll ein Verfahren erfunden haben, wonach irgendwelcheganz gewöhnliche" Fischchen, wenn man sie in eine bestimmte Wasserlösung setzt, eine leuchtend goldene Farbe annehmen. Der Käufer glaubt, nie in feinem Leben einen so schönen Kauf getätigt zu haben, eilt erfreut mit feinem Gold­fisch nach Hause. Aber wenn er das gefärbte Tier­chen dann in klares Wasser setzt, verliert sich die goldene Farbe außerordentlich schnell und ein ganz gewöhnliches Flossentier zieht in dem engen Behälter seine Kreise.

Um nun den Goldfisch-Freunden den Mangel leichter erträglich zu machen, gehen jetzt skandina­vische Fischsachverständige hin und beweisen, daß das Halten von Goldfischen in so kleinen Behältern, wie es gewöhnlich geschieht, eine Tierquälerei sei. Deshalb sei es besser, man halte gar keine Gold­fische. Vor allem aber natürlich keine gefärbten.

Das Ende des Claridge-Hotels.

Fr. Z. Paris.

Eines der berühmtesten Hotels der französischen Hauptstadt, das Elaridge, wird abgerissen. An sei­ner Stelle soll ein neues, modernes Hotel entstehen. Dabei war das Hotel, ein Wahrzeichen der be­rühmten Champs-Elysees, keineswegs alt. Es ist unmittelbar vor dem Kriege fertig geworden, diente während des Krieges als Büro 'des Munitions­ministers und wurde erst nach 1918 feiner eigent­lichen Bestimmung übergeben. In der Geschichte svielte es insofern eine Rolle, als während der sog. Friedensverhandlungen eine Reihe von Versamm­lungsteilnehmern in ihm abstieg. Merkwürdiger­weise konnte sich das Hotel nicht halten, obwohl sein Restaurant als eines der besten in Europa galt und von allen wohlhabenden Touristen besucht wurde und obwohl die Geschäfte zeitweise so gut gingen, daß an die Aktionäre nicht weniger als 100 v. H. Dividende gezahlt werden konnte.

Der Mann, der die Polizei abbestellte.

(h) Douai.

Man hatte erst vor ein paar Tagen den gefähr­lichen Einbrecher Lucien Hespel mit vieler Mühe verhaftet. Vier Tage später jedoch war Hespel wie­der ausgebrochen. Unverzüglich wurde die gesamte Gendarmerie auf 200 Kilometer im Umkreis alar­miert. Jede Straße, jeder Waldpfad wurden be­setzt gehalten ...

Plötzlich ging in Douai beim Polizeikommisia- riat die scheinbar aus offizieller Quelle stammende

Nachricht ein, daß Hespel in Paris verhaftet wor­den sei. Unverzüglich rief man alle Gendarmen zu­rück. Erst vier Tage später ergab sich, daß jene Nachricht von Hespel selbst durchgegeben worden war. Er hatte erkannt, daß er in einer Falle saß und wollte sich auf diese Art und Weise den Weg in die Freiheit bahnen. Das gelang ihm auch. In Zukunft wird man Nachrichten über verhaftete Ein- brecher erst dann glauben, wenn man eine Rück­frage gehalten hat.

Augenaderbilder"gegenRcnnschiebungen.

(2) Lyon.

Immer wieder kommt auf den Rennbahnen jene Art des Betrugsversuches vor, bei dem im letzten Augenblick statt eines gemeldeten schwachen Pfer­des ein besseres eingeschmuggelt wird. Man hat schon verschiedene Mittel gegen diese Unredlichkeiten versucht, aber Feins von ihnen hat sich bisher als absolut zuverlässig erwiesen. Auf dem polizeilichen Technikum in Lyon macht man nunmehr unter Leitung eines Dr. Locard neue Versuche mit einer Methode, die dem bekannten Fingerabdrucksverfah­ren ähnelt

Allerdings ist man von der zuerst beabsichtigten Methode, den Abdruck der Nase der Pferde zu neh­men, abgekommen, da die Hautlinien dieses emp­findlichen Körperteils bei den Pferden nicht ge­nügend stark miteinander variieren. Mit Erfrlg wird diese Methode lediglich bei Rassehunden ange­wandt. Dafür aber hat man jetzt herausgefunden, daß wie bei dem Menschen das Adersystem auf dem Handrücken, dem Fußrücken und im Gesicht durchaus individuell ist dies auch auf die Adern im Auge des Pferdes zutrifft. Von allen Renn­pferden soll deshalb in Zukunft ein solches pho­tographischesAugenaderbild" angefertigt werden, das eine zuverlässige Kontrolle über die Identität der gemeldeten und der später auf der Rennbahn erscheinenden Pferde verbürgen soll.

Ein moderner Robinson.

Fr. G. Marseille.

Auch heutzutage könnte man sich noch einen Ro­binson Crusoe auf irgendeiner verlorenen Insel vor­stellen. Seltsamer ist es schon, daß ein Mann es fertig gebracht hat, inmitten der Zivilisation unge­stört und unentdeckt das Leben eines richtigen Robinson zu führen. Er lebte auf einer Insel, aber nicht im Weltmeer, sondern in dem türkischen See Aspolont. Hier befinden sich die Ruinen eines grie­chischen Klosters, die niemals von Fremden besucht werden. Ueberhaupt wird die Insel höchstens ein­mal für kurze Zeit von Fischern angelaufen. Kürz­lich entdeckte man bei einer solchen Gelegenheit den modernen Robinson, der drei Jahre lang auf - der Insel gelebt hatte, ohne daß ein Mensch etwas davon ahnte. Ein Hund, ein Hahn und ein paar Hühner w-^en die ganze Gesellschaft des erst 35- jährigen Mannes, der auch jetzt keine Lust zeigt, seine Insel zu verlassen. Er lebt völlig primitivJ von Waldbeeren und Fischen und macht sich auch die Kleidung selbst. Seit drei Jahren hatte er keinen Menschen mehr gesehen.

Die höflichen Polizisten.

Da. Madrid.

In Spanien ist kürzlich ein weibliches Polizei­korps aufgestellt worden, eine erstaunliche ^Sache für ein Land, in dem es noch zum guten Ton gehört, daß die Frau sich so wenig wie möglich in der Öffentlichkeit zeigt. Die Begründung für hie Einrichtung einer weiblichen Polizei ist dafür um -so amüsanter. Männliche Polizisten sind nämlich im Kampf gegen weibliche Gesetzesübertreter nicht son­derlich brauchbar, weil sie zu höflich find. Ein spa­nischer Polizist bekommt es nur schweren Herzens und nach Usberwindung vieler Hemmungen fertig, eine Frau zu verhaften und zu verhören. Nun liegt ober der illegale Waffenhandel im Land fast aus­schließlich in den.nden von Frauen, und daß cs bisher noch nicht gelungen ist, diesen unerlaubten Handel zu unterbinden, schiebt man hauptsächlich auf die übertriebene Höflichkeit der spanischen Polizisten. Eine Frau, so meint man wahrscheinlich nicht mit Unrecht, hat erheblich weniger Ursache, gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen besonders zartfühlend zu sein. So kommt es, daß die weiblichen Polizisten Spaniens nicht wie ihre Kameradinnen in den mei­sten anderen Ländern nur Aufgaben zugewiesen bekommen, die sich für eine Frau besonders eignen, sondern daß sie sich in der Hauptsache mit einer Verbrechensart zu befassen haben, die ihrer Natur nach eigentlich mehr Sache der Männer sein sollte. Daß die Frauen im illegalen Waffenhandel eine so große Rolle spielen, ist wohl darauf zurückzuführen, daß überhaupt der Schmuggel in Spanien vielfach von Frauen betrieben wird.

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