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Tageskalender fstr Sonntag.

Gießener Studentenschaft, 10.30 Uhr Langemarck- Gedächtnisfeier am 116er Ehrenmal am Landgraf- Philipp-Platz. Ortsgruppe Gießen-Nard der NSDÄP., 20 Uhr Karneradfchaftsabend in Verbin­dung mit der NS.-GerneinschaftKraft durch Freude" trn Cafä Leib. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr: 5. Morgenoeranftaltung G. F. Händel, virtuose Musik; 19 bis 21.45 UhrDer Zarewitsch". Gloria-Palast, Seltersweg: 11 UhrO mein Heimatland" (Kulturfilm);Blumen aus Nizza". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Wo die Lerche singt". Verbrauchergenossenschaft e. G. m. b. H. Gießen, 14.30 Uhr ordentliche Vertreterversamm­lung im Katholischen Vereinshaus, Liebigstraße. Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 11 bis 13 Uhr Ausstellung von Oelgemälden, Aqua­rellen und Tempera.

Sladtlhealer Gießen.

Heute abend findet die dritte Vorstellung für den Theaterring der NS.-Kulturgemeinde statt.Ein idealer Gatte", Schauspiel von Oscar Wilde. Spiel­leitung: Wolfgang Kühne. Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse.

Spielplan des Stadttheaters Gießen vom 15. bis 22. November.

Die fünfte Morgenveranstaltung des Stadt­theaters sieht virtuose Musik von G. F. Händel vor. Die Dortragsfolge bringt ein Konzert für Oboe und Streicher mit Continuo (Concerto grosso Nr. 10) in g-moll und vier Arien aus verschiedenen Wer­ken, Konzert für Harfe und Streicher in B-dur. Die Gesamtleitung hat Ernst Bräuer. Mitwir­kende sind: Gustav Bley, Bariton; Luise Frank, Harfe; Willi Lenz, Oboe, und die Streicher des städtischen Orchesters. Die Feier wird umrahmt durch Rezitationen Wolfgang Kühnes. Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. Für Platzmieter ist der Eintritt frei. Am Abend geht zum erstenmal am Sonntag der große ErfolgDer Zarewitsch", Ope­rette von Franz Lehär, in Szene. Die musikalische Leitung hat Hans H. Hampel. Spielleitung führt Paul W r e d e. Tänze: Irmgard Zenner. An­fang 19 Uhr, Ende 22 Uhr. Außer Miete.

Dienstag, 17. November, Anfang 20 Uhr, Ende

22.30 Uhr:Der Bogen des Odysseus", Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Spielleitung: der In­tendant. Dienstag-Miete. 9. Vorstellung. Mitt­woch, 18. November, Anfang 19 Uhr, Ende 22.30 Uhr:Don Carlos", dramatisches Gedicht von Schiller. Spielleitung: Dr. Fr. H e l l m u n d a. G. Mittwoch-Miete. 9. Vorstellung. Freitag, 20. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Erst­aufführungHänsel und Gretel", Märchenoper von E. Humperdinck. Musikalische Leitung: Paul Wal­ter. Spielleitung: Paul Wrede. Freitag-Mete. 10. Vorstellung. Samstaa, 21. November: An­fang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr, geschlossene Vor­stellung NSG.Kraft durch Freude":Gustav Kilian , Harald Bratt. Sonntag, 22. November, von 11 bis 13.30 Uhr, geschlossene Vorstellung für die Studentenschaft:Der Bogen des Odysseus". Anfang 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr:Der Bogen des Odysseus", Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Spielleitung: der Intendant. Außer Mete.

Der Goethe-Bund und kaufmännische verein haben wie man uns mitteilt für den kommen­den Montag den Forscher Curt Backeberg zu einem SchmalfilmvortragKreuz und quer durch Südamerika" gewonnen. Der Vortragende wird einen außerordentlich spannenden und interessanten Bericht über seine Südamerika-Expedition geben. (Siehe heutige Anzeige.)

Kameradschaftsabend der Ortsgruppe Gießen-Nord.

Die NS.-Gerneinschaft ,Lraft durch Freude" ge­staltet in der Gemeinschaft mit der Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, am morgigen Sonntag­abend im Cafä Leib einen Kameradschaftsabend, der ein heiteres Programm unter Mitwirkung Frankfurter Künstler bringen wird. Auf die heu­tige Anzeige sei besonders hingewiesen.

An alle Werkscharführer und -männer.

NSG. Der Gauwerkscharführer, SA.-Standarten­führer Holzapfel, gibt folgenden Tages­befehl:

Wit dem heutigen Tage übernehme ich die Füh­rung der Werkscharen des Gaues Hessen-Nassau.

Durch das Abkommen des Reichswerkscharführers Dr. Ley mit dem Stabschef der SA., Victor Lutze, und dem Korpsführer des NSKK., Hühn­lein, haben die Werkscharen polittsche Bedeutung erlangt.

Der Werkscharmann ist dazu ausersehen, das neue deutsche Arbeitertum zu vertreten und durch seine Haltung und sein Auftreten Zeugnis von dem neuen Geist unserer Betriebe abzulegen. Deshalb seid ihr alle eine Gemeinschaft, die in sich unsere nationalsozialistische Auffassung von dem Soldaten­tum trägt. Wir bauen unsere Gemeinschaft auf den nationalsozialistischen Grundsätzen der Ordnung und der Disziplin, der Kameradschaft und der sol­datischen Haltung auf. Dies verpflichtet jeden Werk­scharmann mehr als bisher, sich voll und ganz einzusetzen, um uns die Achtung und das Ansehen zu verschaffen, die den Werkscharen, gemäß ihrer politischen Bedeutung, zukommt. Nur so können wir mithelfen, das große Werk des Führers zu vollenden.

Jungvolk und Zungmädel sammeln.

Heute morgen trafen sich Jungvolk und Jung- mädel in ihren Sammelplätzen, zogen dann singend durch die Stadt und fanden sich am Amtsgericht ein, um von dort aus für ihre Sammelaktion zu rüsten. Die Jungmädel waren mit kleinen Hand­wagen angerückt, die sie auf den nahen Wiesen mit Blumen, Tannengrün und Wimpeln schmückten und außerdem Schrifttafeln daran befestigten, durch die zur Mithilfe am Winterhilfswerk aufgefordert wurde. Nasch waren die Mädchen zu den einzelnen Wagen eingeteilt und frohgemut zogen sie los, zur Kleinkinderwäsche - Sammlung. Die Jungmädel werden im Laufe des heutigen Tages an jede Tür klopfen und sicherlich werden sie bei der opferfreudigen Bevölkerung unserer Stadt nicht vergeblich bitten.

Zu gleicher Zeit machte sich auch das Jungvolk auf den Weg, das mit größeren Hand- und Schiebe­karren zur Stelle war. Das Jungvolk wird heute Altmaterial sammeln, das als Rohstoff der Wieder­verwertung zugeführt werden soll. Auch diese ge­meinnützige Sammlung verdient alle Unterstützung.

LangemM-GeUenen-Gedächinisfeier in Gießen

Am Sonntag, 15. November, 10.30 Ahr, veran­staltet die Gießener Studentenschaft am 116er Ehrenmal am Landgraf-Philipp-Plah eine Cange- marck-Gedächlnlsfeier. Die Bevölkerung der Sladl wird hiermit zu dieser Feier eingeladen.

Die Gießener Ortsgruppen, SA., SS., NSKK., Reichsarbeitsdienst, HI., DLB., RLB. nehmen mit Fahnen und Abordnungen an dieser Feier teil. Wie uns die Studentenschafl milleilt, nehmen auch Ab­ordnungen des alten Heeres teil.

Die Fahnen der Gießener Ortsgruppen, von jeder Ortsgruppe acht Politische Leiter, treten um 10.15 Uhr vor der Geschäftsstelle der Ortsgruppe Gießen-Nord an und marschieren von dort ge­schlossen zum Landgraf-Phitipp-Plah.

Die Sludentenschaft tritt geschlossen um 10 Ahr an der Universität an.

Kreisleitung Detterau der NSDAP. Die Gießener Studentenschaft.

Nationalsozialistische Knegsopferversorgung Ortsgruppe Gießen.

Antreten zur ßangemarcffeier der Studenten­schaft am Sonntag, 15. November, pünktlich 10.20 Uhr an der Marktlaubenuhr, Brandplatz. (NSKOD.- Dienstanzug.)

Fliegeralarm in Gießen.

Neuer Aufruf der Polizeidirektion Gießen.

In Gieße gibt's Fliegeralarm, das gilt für reich und arm, do flüchtet jeder schnell ine Haus und kaner streckt die Noas eraus.

Ach der Zentral-Rundfunk hat sich eingeschalt, drum kann de Alarm hörn jung und alt.

Zu der am Montag, 16. November, statt­findenden Fliegeralarmübung fordern wir die Bevölkerung von Gießen nochmals auf, sich genau nach den Anordnungen, die am Donnerstag amtlich bekanntgegeben wurden, zu verhalten.

Zu den bereits ergangenen Veröffentlichungen wird ergänzend mitgeteilt, daß der Zentral-Rund­funk Gießen in die Alarmierung eingeschaltet ist. Die Hörer von dieser Anlage werden gebeten, ihre Lautsprecher zur Unterstützung der Alarmierung an den offenen Fenstern, ober auf Balkonen aufzu­stellen. Am Montag wird im Anschluß an die Nach­

richten ein Ansager nochmals zur Bereitstellung der Lautsprecher aufsordern. Darum vergeßt nicht die Nachrichten einzustellen, damit ihr die Aufforderung hört. Die Zeit wird nicht mitgeteilt.

Auch einige Gießener Radiosirmen stellen in un­eigennütziger Weise im Stadtgebiet ihre Lautspre­cheranlagen zur Uebertragung des Alarms auf.

Sobald die Alarmsignale ertönen, begeben sich alle Verkehrsteilnehmer im Laufschritt in die Schutz­räume. Zur Kenntlichmachung der Schutzräume sind an den Eingängen Hitlerjungen aufgestellt. Auck sind die Schutzräume und die Wege dorthin durch vorschriftsmäßige Schilder (gelb mit rotem Quer ft reifen und schwarzem Aufdruck) gekennzeichnet.

In den Schutzräumen ist Ruhe zu bewahren und das Rauchen verboten. Den Schutzraum-Ordnern ist unbedingt Folge zu leisten.

Tag -er Deutschen Hausmusik 1936."

DerTag der Hausmusik", den wir am 17. No­vember wiederum begehen, ruft alle deutschen Volksgenossen zur Pflege und Förderung der Haus­musik auf. Sie ist

das unerläßlich notwendige Fundament für den Ausbau und die Neuordnung unseres Musiklebens.

In der Dielgestalttgkeit der Erscheinungsform vom Kinder- und Volkslied, von den Gesängen der Her­anwachsenden Jugend und dem Marschlied unserer politischen Formationen bis zum Kunstgesang, der Pflege von Kammermusik und der Beherrschung einzelner Instrumente ist sie Bindeglied zur Kunst- ausübung und -Vermittlung höherer und höchster Grade in den Konzertsälen und unseren Opern­häusern.

Hausmusik ist ein einziges großes Bekenntnis zur lebendigen Musik.

Sie bekundet die Erfüllung der Pflicht unserer Ge­neration zur Verwaltung des künstlerischen Erb­gutes, das uns die unsterblichen Meister der Ver­gangenheit hinterlassen haben. Das nationalsozia­listische Deutschland nimmt es heilig ernst mit seiner kulturellen Mission und verlangt von jedem Einzel­

nen im Rahmen seiner Verhältnisse aktive Mitar­beit. DerTag der Hausmusik", den die Reichs­musikkammer seit 1932 alljährlich durchführt, wirbt für diesen Zweck. Er soll keinen äußerlichen Zwecken dienen, sondern

die Menschen zur Entfaltung seelischer Kräfte anregen, die sie über die Pflichten des Alltags erheben und ihnen die notwendige Stärkung für ihre Arbeit geben.

Das ist der tiefere Sinn desTags der Deutschen Hausmusik", dem ich auch in diesem Jahr einen vollen Erfolg wünsche.

F i ch t m ü l l e r, Landesleiter Hessen-Nassau der Reichsmusikkammer.

Kreiömusikerschast Gießen.

Aus Anlaß desTages der deutschen Haus­musik" veranstaltet die Kreismusikerschaft Gießen in der Reichsmusikkammer am kommenden Diens­tag, 17. November, in der Neuen Aula der Uni­versität einen Musikabend. Die Veranstaltung be- ainnt um 20 Uhr. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.

Tierkrankheiten und Volksgesundheit.

Die naturwissenschaftliche Abtei­lung der Oberhesfischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde veranstaltete einen sehr gut besuchten Vortrag überTierkrank­heiten und Volksgesundheit", den Unioersitätspro- fessor Dr. St and fuß mit Unterstützung von Lichtbildern sehr anregend zu gestalten verstand. Der Vortragende kennzeichnete einige jener Tier^ krankheiten, die nicht nur unter den Tieren selbst großen Schaden anrichten, sondern teilweise auch auf Menschen übertragbar sind. So wies er u. a. auf die Räude hin, die vor dem Kriege sehr zahl­reich auftrat und namentlich während des Krieges die Bewegungen des Heeres beeinträchtigte. Früher konnte sie vom Tier auch auf den Menschen über­tragen werden, was heute durch eine wirksame Be­kämpfung kaum noch möglich ist.

Eine andere Krankheit ist die Papageienkrank­heit, die in den letzten Jahren auffallend oft auf­getreten war. Nicht so gefährlich wie diese ist der Rotlauf. Dennoch kommt es vor, daß namentlich Fleischbeschauer, die sich an solchen erkrankten Tieren oder an den Knochensplittern verletzen, ernst­lich Schaden nehmen können. Allerdings gibt es dagegen ein Schutzmittel, ein Serum. In Gefahr kommen nur solche Personen, wie die Fleischbe- schauer, Schlächter, das Personal in den Abdecke­reien, das mit den Tierleichen zu tun hat. Für diese Volksgenossen und auch für solche, die in den Gerbereien beschäftigt sind, kommt auch der Milz­brand in Betracht. Sein Auftreten ist nicht mehr so häufig, weil in Deutschland jedes Tier unter­sucht werden muß und es ein wirksames Schutz­serum dagegen gibt. Die Eindämmung dieser Krankheit ist ein Erfolg her reichsgesetzlichen Be­kämpfung. Die Möglichkeit zu einer Ansteckung in Deutschland wird in der Hauptsache durch die Ein­fuhr der Häute aus dem Ausland, das eine wirk­same Bekämpfung noch nicht eingeführt hat, ge­geben. Der Weltkrieg hat dabei zu einem unfrei­willigen Experiment geführt. Mit der stockenden Einfuhr während des Krieges gingen die Erkran­kungen zurück und damit hörten auch die Erkran­kungen der Menschen auf. Die Zahlen der Erkran­kungen fliegen aber, als wieder Häute aus dem Ausland eingeführt wurden. Bei der Maul- und Klauenseuche kamen sehr selten Ansteckungen vor.

Nach der Kennzeichnung dieser Krankheiten zeigte der Vortragende die Uebertragungsmöglichkeiten auf den Menschen, die sich in erster Linie durch den Genuß kranken Fleisches oder der Milch von erkrankten Tieren ergeben, auf. Dann ging er be­sonders ein auf die sorgsamen Maßnahmen der Reichsregierung, die die Volksgesundheit gewähr­leisten. Die erste Aufgabe hierbei ist bereits das rechtzeitige Erkennen der Krankheit des Tieres so­wie dessen Beaufsichttgung. Dazu kommt die

klinische Untersuchung der Schlachttiere und nament­lich die Untersuchung nach der Schlachtung. Der Ausbau der Bakteriologie durch Robert Koch und die Mkroskopie erweisen sich hierbei als wertvolle Helfer. An der Tatsache, daß z. B. von dem Gieße­ner Untersuchungsinstitut immer noch zehn Milz­branderkrankungen im Jahre festgestellt werden, die andernfalls zu großen Unglücken führen könn­ten, machte der Redner die Bedeutung der Bakte­riologie verständlich.

In Deutschland wurden, so fuhr der Redner fort, drei große Gesetze zum Schutze der Volksgesundheit geschaffen. Das älteste war das Nahrungsmittel­gesetz, das feit 1927 als Lebensmittelgesetz erweitert wurde, das Fleischbeschaugesetz von 1900 und das Reichsmilchgesetz von 1930. Durch das Nahrungs­mittelgesetz war es möglich geworden, durch Stich­proben Untersuchungen vorzunehmen. Dieses Gesetz fand eine Erweiterung durch das Fleischbeschau- gesetz, durch das die Gefahren, die vom Tiere kom­men, noch weiter eingeschränkt wurden, weil jede gewerbliche Schlachtung selbst in dem kleinsten Orte überwacht werden kann. Und schließlich füllt das Reichsmilchgesetz die letzte Lücke, weil dadurch der Genuß der rohen Milch sehr eingeschränkt wird und durch das Pasteurisieren der Milch die schäd­lichen Keime beteiligt werden. In Hessen werden durch 100 Tierärzte 9000 Rinderbestände mit etwa 43 000 Milchkühen unter steter Kontrolle gehalten. Heber die Bekämpfung der Tuberkulose, die nach den neuen Erkenntnissen immer mehr in einen Schutz der gesunden Tiere umgewandelt wird, klärte ein sehr instruktiver Film auf, der, wie der Vor­trag selbst, beifällig ausgenommen wurde.

Amtsgericht Gießen.

Der D. K. aus Gießen war angeklagt, von April 1934 bis zum März 1936 in Gießen fortgesetzt sich des Betrugs schuldig gemacht zu haben. Der An­geklagte, der Arbeitslosenunterstützungsempfänger war, beschäftigte sich bei einigen Gießener Firmen, sowie bei einer auswärtigen Firma ohne Wissen des Arbeitsamtes und ohne diesem die verdienten Beträge anzugeben. Die für die fragliche Zeit zu Unrecht erhobene Arbeitslosenunterstützung belief sich auf ca. 900 Mark. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen fortgesetzten Betrugs nach § 263 StGB, zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten und zur Kostentragung. Strafmildernd wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte in der Hauptverhandlung im wesentlichen geständig war, daß ihm vor Jahresfrist feine Frau gestorben ist der Angeklagte hat fünf Kinder und daß er bei besonders erschwerten Familienverhältnissen in Not gehandelt hat.

Feder Hilst dem WHW.!

Opferspenden vom Lohn oder Gehalt sind an bat Winterhilfswerk des Deutschen Vol» fes, krelsführung Wetkerau In G1 e< ßen, Postscheckkonto Nr. 23633, ober auf besten Bankkonto 6100 bei ber Bezirkssparkasse Gießen zn überweisen.

Die Lieferung von Hafer für die Wehrmacht.

Dom Heeres-Derpflegungsamt in Gießen wird uns geschrieben: ..

Um den dringenden Bedarf des Hafers für die Wehrmacht zu decken, sind Sonderbeftimmungen für den Großankauf der Heeresverpflegungsämter und Heeresftandortverwaltungen für die Zeit vom Oktober 1936 bis März 1937 getroffen worden. Die genannten Heeresdienstftellen dürfen beim Futterhaferankauf neben den gesetzlichen Fest­preisen besondere Preisaufschläge zahlen. Diese be­tragen für den Erzeuger: Bei Lieferung im Oktober und November 1936 3 Mark je 500 Kilogramm; bei Lieferung im Dezember 1936 und Januar 1937 = 2,50 Mark je 500 Kilogramm; bei Lieferung im Februar und März 1937 = 2 Mark je 500 Kilogramm.

Dem Verteiler dürfen zur Weitergabe an den Erzeuger bei Wiederbeschaffung des der Heeres­verwaltung zu liefernden Hafers bei Lieferung im Oktober 1936 bis März 1937 = 2 Mark je 500 Kilogramm gezahlt werden.

Es wird besonders hervorgehoben, daß es zu­lässig ist, daß mehrere Erzeuger zusammen liefern können, um die Mindestmenge von 500 Kilogramm zu erreichen.

Die Lieferung erfolgt nach Wahl des Verkäufers frei Waggon Verladebahnhof des Erzeugers oder sie kann per Fuhre bei den Heeresverpflegungs­ämtern bzw. Heeresstandortverwaltungen ange­fahren werden. Es besteht aber auch die Möglich­keit. daß der Hafer beim Erzeuger mit Lastkraft­wagen abgeholt wird.

Auf die den Kreisbauernführern zwecks lieber- fenbung an die Ortsbauernführer zugestellten Merk­blätter und Postkarten wird besonders hingewiesen.

Im Interesse der Beschaffung des Hafers für dis Pferde der Wehrmacht ist es Pflicht jedes Erzeugers und Verteilers, daß er den verfügbaren Hafer als­bald zur Lieferung andient. Auskunft erteilt das Heeresverpflegungsamt Gießen.

Die deutsche Arbeitsfront

- , ' D.d.Vßemeinfdiaftfiraft öurdi Freude"

_____' -V.X- v-........, A.

Am Montag, 16. November, 20 Uhr, findet in der Neuen Aula der Universität ein Filmvortrag von Kurt BeckebergKreuz und quer durch Süd­amerika" statt. Verbilligte Eintrittskarten für Mit­glieder der Deutschen Arbeitsfront sind auf der Kreis­dienststelleKraft durch Freude", Schanzenstraße 18, zum Preise von 0,40 RM. erhältlich.

Abteilung Feierabend.

Am Samstag, 21. November, findet die vierte Sondervorstellung der NSG.Kraft durch Freude" im Stadttheater statt. Zur Aufführung gelangt die heitere KomödieGustav Kilian, Manufakturwaren en gros & en ddtail". Preise der Plätze sind 0,70 und 0,90 RM. Karten können ab Montag auf ber KreisdienststelleKraft burch Freude", Schanzen­straße 18, abgeholt werden.

Kameradschastsabend im Studentenhau.-.

Gestern Abend hielt das Karneradfchaftshaus des NSDStB. in der großen Tageshalle des Gießener Studentenhaufes feinen ersten Kameradschaftsabend in diesem Wintersemester ab. Es ist schon zu einer schönen Tradition geworden, daß die Abende des Kameradschaftshauses von Dozenten, Vertretern der Parteigliederungen und anderen Gästen immer sehr stark besucht sind. Auch eine größere Anzahl ber neu nach Gießen gekommenen Professoren hatte sich gestern abend eingestellt, um mit dem Karne- radschaftshaus den richtigen Konnex zur Universi­tät Gießen zu bekommen.

Der Hausführer des Kameradschaftshauses, Pg. Kempf, eröffnete und hieß die zahlreich erschie­nenen Gäste herzlich willkommen. In seinen wei­teren Ausführungen betonte er den Sinn des Kame­radschaftshauses und der Kamerabschaftsabende. Die junge Mannschaft habe bas ihr gesteckte Ziel er­kannt unb werbe mutig darauflosmarschieren.

Dann wechselten gemeinsam gesungene Lieder mit Darbietungen einzelner Kameraden ab. Aus ber großen Fülle des Gebotenen feien nur kurz Mund­art ged ich te und Lieder zur Laute erwähnt. Geheim­rat Sommer ergriff im Laufe des Abends das Wort und kam besonders auf feine Verbundenheit mit der jungen Mannschaft zu sprechen. Es sei für Gießen ein gutes Zeichen, baß Dozenten unb Stu­denten von jeher gut zufammengearbeitet hätten. Die heutige studierende Jugend habe das Verdienst, daß sie in gemeinsamer Arbeit an manche wichtige Arbeit herangehe. In diesem Zusammenhang streifte Geheimrat Sommer kurz die letzten Leistungen an­läßlich des Reichsleistungskampfes der Studenten­schaft.

Der Vorsitzende des Gießener Studentenwerks, Professor Eaer, richtete anschließend einige Worte an die Versammelten und erzählte aus früheren Zeiten nette Anekdoten aus dem Universitätsleben.

Der Bannführer der HI., Pg. Heim, unterstrich in kurzen Worten die Zusammenarbeit zwischen HI. unb NSDStB. Manche interessante Rede und Ge­genrede wurde noch gehalten und so schnell die Abendstunden verbracht. Kurz nach Mitternacht be­endete der Zapfenstreich den gut verlaufenen Abend.

Gießener wochenmarktpreise

* Gießen, 14. Nov. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: D. f. Molkereibutter, 14 kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Wirsing, 14 kg 6 bis 8 Pf., 50 kg 4,50 bis 5 Mk., Weißkraut, kg 4 bis 5 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Rotkraut, 14 kp 6 bis 10 Pf., 50 kg 5,50 bis 6 Mk., gelbe Rüben, 14 1<g 8 bis 10 Pf., rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 6 bis 8, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 30, Felbsalat 80 bis 90, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, 14 kg 4 Pf.,

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Klosterfrau Melissengeist -

Grippe.Erkältuug bekämpft

man sehr erfolgreich so: 3« »* Eßlöffel XU|ttrfraa«2Rellffengel8 und Jucker tu einer Kaff,«taffe gut mn rühren. -ierauf lochendes Waffer zugteßen und 12 Portionen dieses GesundhetlSgrogS möglichst heiß vor dem Schlafengehen trinken.

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