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Das Kin- als Bürge -er Zukunft.

Bon Or. Wolfgang Kraus.

vm Beginn des Jahrhunderts, in dem wir leben, hat man einmal das Wort vomZeitalter des Kindes" geprägt. Was das Kind in der Entwick­lung des Volkes bedeutet, kam in dieser über­schwenglichen Bezeichnung nicht zum Ausdruck, der Begriff erschöpfte sich vielmehr in einer Ueberwer- tung oes kindlichen Eigenlebens gegenüber der Be­vormundung durch Eltern und Lehrer. Heute ist man zu einer anderen Bewertung gekommen. Auch das persönliche Eigenleben des Kindes hat sich in den Rahmen der großen Gemeinschaft einzufügen, die wir Volk nennen, man hat keinen Sinn mehr für Revolten der Unreife, und die Autorität des Zweckes ist wieder der schrankenlosen Entfaltung des Jchs übergeordnet.

Wenn man heute von einer Herrschaft des Kin­des sprechen kann, dann hat sie einen ganz anderen Sinn. Wohl soll das Kind im Leben des Volkes herrschen, aber nicht dadurch, daß kind­licher Geist sich etwa vordrängen dürfte, sondern durch eine Unterstreichung des Wertes der Zahl im Volksleben. Ein Volk ohne Nachwuchs ist zum Aussterben verurteilt. Erst durch eine aus­reichende Zahl gesunder Kinder wird ihm ein Weiterleben im Kreise der andern Völker verbürgt. An unserem westlichen Nachbarn sehen wir ein erschreckendes Beispiel vom Rassentode eines Volkes. In Frankreich ist die Geburtenziffer längst unter die Sterbeziffer herabgesunken. Zuzug aller Art, der durch eine grundsatzlose Kolonialpolitik stark mit farbigen Elementen durchsetzt ist, ver­schlechtert unaufhörlich das Rassenbild des französi­schen Volkes, dessen gute nordische Bestandteile seit der großen Revolution von 1789, als ParoleTod den Blonden" ausgegeben wurde, immer weiter zusammenschmelzen.

Ein bevölkerungspolitischer Idealismus, wie er in der heutigen Zeit besonders gepflegt wird, kann sich nicht auf das Streben nach einer großen Kin­derzahl schlechthin beschränken. Im Vordergründe muß allerdings natürlich zunächst einmal der Ap­pell an den gesunden Willen zur Fort­pflanzung stehen. Wenn aus der Verbindung von zwei Einzelwesen durchschnittlich wieder nur zwei Einzelwesen heroorgehen, so ist ein ziffern­mäßiger Bevölkerungsrückgang unvermeidlich. Die Statistik lehrt also, daß der Durchschnitt der Volks­vermehrung über der Zweikinderzahl liegen muß. Ist so erst einmal im Bewußtsein des

Volkes der Wille zur Mitarbeit am Weiterleben der Gesamtheit wachgerufen, so gilt es nicht nur, ihn weiter zu pflegen, sondern ihn auch mit dem Wis­sen von der Auslese zu erfüllen. Nicht alle Teile eines Volkes sind in gleichem Maße wert, den Weg in die Zukunft anzutreten. Man muß klar zwischen den erbbiologisch guten und den minder wertvollen Rasseteilen unterscheiden. Die amtliche Rassepolitit unserer Zeit geht dahin, das rassenmäßige Fremde so weit wie irgend möglich auszuscheiden. Da eine klare Erkenntnis dessen, was gut, weniger gut oder schlecht ist, bei der großen Masse nicht leicht durch­zusetzen ist, wird eine Leitung durch die überlegte und verständige Hand einer zweckbewußten Füh­rung in der Bevölkerungspolitik niemals zu entbeh­ren sein. Dabei gilt es, das gefühlsmäßige Emp­finden für Wert und Unwert immer mehr zu för­dern und zu vertiefen. Denn erst, wenn beide, Volk und Führung, in der rassenpolitischen Zielsetzung und Zweckmäßigkeit übereinstimmen, erst dann kann von einer erfolgsicheren Bevölkerungspolitik ge­sprochen werden.

Die Ungleichheit und Verschiedenartigkeit in der Zusammensetzung eines Volkes verlangt für die nationale Geschlossenheit des angestrebten Zukunfts­bildes eine Angleichung und Verschmelzung seiner einzelnen Rassenbestandteile. Beim deutschen Volke ist das insofern nicht schwierig, als seine wesentlichen! Stammesglieder untereinander fast alle irgendwie

artverwandt sind. Was nicht hineinpaßt und nicht auszumerzen ist, muß sich dem vom Volk selbst erkannten Jdealtyp unterordnen. Auch bei der Volksoermehrung ist die Unterschiedlichkeit des Wer­tes maßgebend. Die leichter beweglichen, daher we­niger zum ruhigen Ausgleich geneigten, sozusagen flüssigen Elemente eines' Volkes, die einer Boden­ständigkeit weniger fähig sind, also vor allem die dem nordischen Urbilde am meisten abgewandten Rassenteile sind im Laufe der geschichtlichen Ent­wicklung immer vorn Bestreben der Zusammen­ballung zum Zweck des leichteren und rascheren Er­werbs getrieben worden. Das Ergebnis war eine Zusammensetzung der städtischen Bevölkerung, die vom Rassenstandpunkt aus nicht immer erfreulich genannt werden konnte. Auf dem Lande sind die wertvollen rassischen Dolksteile im allgemeinen besonders gut gediehen. Die Folgerung, das boden­ständige Landvolk in der Pflege des Nachwuchses nach Kräften zu fördern, liegt auf der Hand.

Der Raum auf dem Erdball wird enger. Wann er einmal zum Kampfplatz der Nationen und der Rassen wird, ist heute noch nicht zu sagen. Nur das läßt sich nicht leugnen: ein Volk, das sich durch ungenügende Fruchtbarkeit schon heute im Wettbe­werb der Geburtenziffer herabdrücken läßt, löscht damit seinen Namen von der Tafel der Welt­geschichte.

Aus aller Welt.

Neue amerikanische Riefenbrücke dem Verkehr übergeben.

Präsident Roosevelt eröffnete dieser Tage den Verkehr auf der neuen Riesenbrücke zwischen San Franzisko und Oakland, indem er im Weißen Haus in Washington die neu­artige Brückenbeleuchtungsanlage durch Drücken eines Knopfes einschaltete. Die Eröffnungsfeierlich­keiten dauern drei Tage. Nachdem erst kürzlich die insgesamt 22 Kilometer lange Triborough-Brücke, die drei Neuyorker Stadtteile miteinander ver­bindet, eröffnet worden ist, wurde durch die gegen­wärtige Brückeneinweihung ein weiteres Riesen­bauwerk dem Verkehr übergeben. Die San-Fran- zisko-Bai-Brücke hat eine Gesamtlänge von über 17,5 Kilometer. Die Brückenanlage besteht aus mehreren Viadukten, einer Hängebrücke, die von San Franzisko bis zu der in der Bay liegenden Insel führt, und einer Auslegerbrücke, die schließlich die Insel mit Oakland verbindet. Die Anlage weist u. a. 51 Pfeiler auf. Bei dem Bäu

wurden 152 Tonnen Stahl verwendet sowie riesige Betonmengen. Die Baukosten belaufen sich auf 77 Millionen Dollar. Die Bauzeit betrug drei Jahre. Während des Brückenbaues wurden durch Unfälle 24 Arbeiter getötet und 1157 verletzt. Die neue Beleuchtungsanlage macht das Einschalten von Autoscheinwerfern unnötig. Unweit der soeben er­öffneten Brücke ist eine weitere Brücke von ähn­lichen Ausmaßen im Bau.

Wiener Pahfälscherzenkrale arbeitet auf Moskauer Geheiß.

Vor einigen Wochen wurde von der Politischen Polizei in Wien eine kommunistische Paß­fälscherzentrale ausgehoben. Die Unter« sucbung hat nun einwandfrei ergeben, daß die Paß­fälscher im Auftrage einer Moskauer Zentral st elle gearbeitet haben. Die Kunden dieser Zentrale waren fast durchweg Agitatoren au- aller Herren Ländern, die der Tarnung bedurften, um wenigstens eine Zeitlang ihre geheime Wühl­arbeit betreiben zu können. Die Zentrale war völlig

international aufgezogen und beschäftigte u. a. zwei Wiener Jüdinnen und zwei Wiener jüdische Rechts­anwälte. Bis jetzt wurde die Ausgabe von 127 fal­schen Pässen festgestellt.

Schwerverbrecher zum Tode verurteilt.

Ein Königsberger Sondergericht verurteilte den 24jährigen Schwerverbrecher Emil Walter aus Tilsit wegen Verbrechens gegen das Gesetz zur Ge­währleistung des Rechtsfriedens in Tateinheit mit versuchtem Mord zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie wegen weiterer Straftaten zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Walter hatte am 28. August d. I. versucht, aus der Tilsiter Straf­anstalt auszubrechen und dabei den Strafanstalts­hilfswachtmeister O g i n s k i mit einem Schemel niedergeschlagen und schwer verletzt. Er hatte hier­auf dem Bewußtlosen die Dienstpistole entrissen, ihn noch zu erwürgen versucht und ihm eine Uhr ge­raubt. Später war er jedoch durch einen Bauchschuß kampfunfähig gemacht und wieder festgenommen worden.

Ein Kind stürzt aus dem fahrenden Eilzug.

Mit dem Eilzug von Bingerbrück fuhr ein Trans­port von Kindern der Eisenbahnerfürsorge aus der Gegend von Hannover nach Bad Kreuznach zu einem Erholungsaufenthalt. In der Nähe von Münster-Sarmsheim stürzte ein sechsjähriger Junge aus dem in voller Fahrt befind­lichen Zuge, ohne daß sein Verschwinden zu­nächst bemerkt wurde. Glücklicherweise kam das Kind ohne ernstere Verletzungen davon. Der Junge wurde auf der Landstraße laut weinend von einer Frau gefunden, die ihn nach Münster-Sarmsheim brachte. Von dort wurde er im Auto nach Bad Kreuznach in das Kinderheim gebracht.

Schwerer Unfall bei einer militärischen Uebung in Ungarn.

In Tolna (Ungarn) ereignete sich bei einer Uebung der Zöglinge der Militärschule ein schwerer Unfall. Der Draht einer Feldtelephonleitung kam mit der Hochspannungsleitung in Berührung. Zwei Artilleristen wurden vom Starkstrom getötet, ein dritter schwer und mehrere andere leicht verletzt.

Warnung vor einem Betrüger.

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