Nr. 162 Zweiter Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Dienstag, U. juli 1956
daß der Staub doch eine besondere Eigenschaft haben müßte, und nahm sich etwas davon mit. Die Untersuchung ergab, daß es Borax war, der zum Konservieren von Nahrungsmitteln und auch zu vielen anderen Dingen gebraucht wird. Auch ihm brachte dieses so zufällig auf der Ferienreise gefun« bene Boraxlager viel Geld.
Auf einem ganz anderen Gebiete vollzog sich die Feierenentdeckung eines Kanadiers. Er war auf der Vancouver-Insel und vergnügte sich beim Baden in einer Bucht, als er Fische beobachtete, die wie Sardienen aussahen Er fing einige und konservierte sie in Zinnbüchsen, als ob es Sardinen mären. Als er später Proben davon zu kosten gab, wurde ein Konseroengroßhändler auf den besonders wohlschmeckenden Fisch aufmerksam, und die Unterhandlungen mit dem glücklichen Entdecker dieser Delikatesse führten dazu, daß an Ort und Stelle eine große Konservenfabrik angelegt wurde die heute einen riesigen Versand hat. Nicht weniger findig waren zwei amerikanische Geschäftsleute die ihren Urlaub am Mississippi in der Nähe von Mus« catine verbrachten und ihren Zeitvertreib im Angeln suchten. Sie sahen dabei merkwürdige Muscheln, die schwarz und sehr hart waren. Der eine der beiden kam auf den Gedanken, daß sich aus diesen Muscheln gute Knöpfe machen lassen müßten. Er verfolgte die Sache weiter und schließlich wurde in dieser Gegend eine Knopffabrik errichtet, die ihn zu einem vermögenden Manne machte.
Vogelbilder aus alter und neuer Zeit.
Ende Juli wird in Leipzig der Weltgeflügelkongreß tagen. Aus Anlaß dieser Tagung wird jetzt vom dortigen Museum für bildende Künste und vom Leipziger Kunstverein eine Sonderschau veranstaltet, die den Titel trägt: „Gefieder aus alter und neuer Zeit — gemalt, geformt, gezeichnet, geknipst", lieber diese Ausstellung berichtet das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel". In der Ausstellung, die zahlreiche wertvolle Leihgaben aus dem Besitz der verschiedensten deutschen Museen, Galerien und Bibliotheken sowie aus Prioatbesitz aufweist, wird gezeigt, wie der schöpferische Künstler des abendländischen Kulturkreises nördlich der Alpen in den letzten vier Jahrhunderten dem gefiederten Wesen begegnete. Eine Besonderheit der Ausstellung, wie sie in dieser Form noch nirgends durchgeführt wurde, ist der Versuch, die Tierdarstellungen des Künstlers und des Naturwissenschaftlers gegenüber zu stellen. Zu diesem Zweck sind die prachtvollen Vogelbucher seit dem 16. Jahrhundert bis zu ihrer Blute Anfang des 19. Jahrhunderts in lückenloser Folge ausgestellt.
9. Jl.-Sport
Olympiavorbereitungen überall.
Korpsführer Hühnlein ghrenführer der Motor-HL.
Die diesjährige große HJ.-Motorfahrt durch den Oberharz, die am Sonntag durchgeführt wurde und 186 Angehörige der Motorsport Treibenden im Alter von 16 bis 18 Jahren aus allen Gebieten des Reiches in Mannschaften. und Einzelfahrern am Startort sah, ist von Anfang bis zu Ende pro- grammäßig verlaufen höchst bemerkenswert ist die Tatsache, daß von den gestarteten Fahrern nicht weniger als 168 das Ziel erreichten.
Die von bestem Wetter begünstigte Fahrt führte bei einer Länge von rund 120 Kilometer von Goslar nach Osterode und von dort über Torfhaus zum Ausgangspunkt zurück. Korpsführer Hühnlein und Reichsjugendführer Baldur von Schi rach nahmen Gelegenheit, sich auf der ganzen Strecke von den höchst anerkennenden Leistungen zu überzeugen. Am Abend erfolgte vor der altehrwürdigen Kaiserpfalz in Goslar die Verteilung der Preise.
Der Schlußappell war verbunden mit einer b e - sonderen Ebruna des Führers des NSKK., Korpsführer Hühnlein. Der Reichsjugendführer würdigte in einer längeren Ansprache die Verdienste des Korpsführers um die motorsportliche Ertüchtigung der Jugend und teilte die Ernennung Hühnleins zum Ehrenführer der Motor-HI. mit. Die Formationen begrüßten den neuen Ehrenführer mit einem brausenden Sieg-Heil.
Korpsführer Hühnlein nahm die ihm zuteil gewordene Ehrung mit Worten der Freude und des Dankes entgegen. Er wertete sie als Anerkennung der engen Zusammenarbeit zwischen Motor- HI. und NSKK Die Aufgabe der Betreuung der Motor-HI. betrachte er als eine der schönsten, stolzesten und dankbarsten Aufgaben, die ihm über- Haupt gestellt seien.
Den Wanderpreis des Korpsführers, eine Bronzestatue „Der Trommler", der bei der vorjährigen Harzfahrt von einer Mannschaft des Gebietes Ruhr- Niederrhein gewonnen worden war, erhielt diesmal die Mannschaft 51 des Gebietes Franken, die sich aus drei Nürnberger Fahrern zusammensetzt. Der Preis des Reichsjügendführers fiel an die Mannschaft 54, die ebenfalls aus dem Gebiet Franken stammt.
Erstklassige Besetzung von »Bund um Schotten"'
Zwei INeisterschaftsläufe am 19.3uli.
Mit einem Gesamt-Meldeergebnis von nahezu 130 Fahrern schneidet das Motorradrennen „Rund um Schotten", das am 19. Juli auf der mustergültig ausgebauten Rennstrecke im Vogelsberg durch den DDAC. ausgetragen wird, in diesem Jahre wieder ganz hervorragend ab. Daß dieses Meldeergebnis zustande kam, obwohl durch die zweijährige Pause das Interesse an dieser Veranstaltung hätte schwächer geworden sein können, beweist, welch hoher sportlicher Wert diesem Rennen zukommt und welcher Beliebtheit es sich in den Kreisen der Rennfahrer erfreut. Obwohl die beiden Rennen der Seitenwagen-Maschinen als Meisterschafisläufe gewertet werden, kann man von einem Hauptrennen kaum sprechen, weil jede Klasse hervorragend besetzt ift.
Unter den 20 Maschinen der 250--ccm ° K l a s s e herrscht natürlich die berühmte, kaum schlagbare DKV vor, um so mehr, als die Auto-Union ihre Fabrikfahrer Kluge, Geiß und Winkler entsendet. Der Rudgefahrer K d r b ft e i n und der Frankfurter Schön auf Bücker-Jap werden wohl ihre ernstesten Konkurrenten sein, wenn man von den Privatlizenzfahrern auf DKW absieht.
In der 3 5 0 - c c rn - K l a s s e , für die sich 25 Fahrer eingetragen haben, muß NSU. wieder einmal den Ansturm der ausländischen Maschinen ab-
wehren. Das Werk stützt sich dabei auf feine Fabrikfahrer H. Fleischmann, Soenius und O. Steinbach. Seine Stteitmacht wird verstärkt durch Bertholet, Naujok und Wieden- meyer. Gefahr droht den NSU.-Leuten durch die Norton-Fahrer, vor allem durch In der E l st und Fallier, außerdem durch den tüchtigen Rudgefahrer Port.
Sehr heiß wird es in den Rennen der 5 00° Kubikzentimeter-Maschinen hergehen, das 26 Nennungen verzeichnet, denn hier wird es zu einer neuen „Auseinandersetzung" zwischen NSU. und DKW. kommen. NSU. bietet H. Fleischmann, Soenius und Rüttchen auf. DKW. dagegen den vielfach bewährten Mansfeld, den tüchtigen Müller, daneben Bodmer und schließlich sogar O. Steinbach. Dazu kommen als sehr scharfe und aussichtsreiche Konkurrenten der Rudgefahrer Petruschke, Giggenbach und K o h l u s und die nicht weniger berühmten Nortonfahrer R ü h r f ch n e ck und P o t h s.
Die Seitenwagenrennen, die beide für die deutsche Meisterschaft gewertet werden, vereinigen natürlich alle „Asse". In der kleinen Klasse: allen voran das beliebte Ehepaar Stärkle (NSU.), der vorjährige deutsche Meister Braun (DKW.), ferner Schneider (NSU,), Schumann (NSU.) und Seppenhauser (Norton). In der großen Klasse Kahrhamm (DKW.), der bisher noch nie in Schotten fehlte, dann wieder Stärkte (NSU.), W e Y r e s (Harley) und Schuhmann (NSU.)
Organifation des Fackel-Slaffellaufes.
In der griechischen Hauptstadt Athen fand ein Appell der Läufer statt, die an dem Fackel-Staffellauf Olympia—Berlin teilnehmen. Der Start in Olympia erfolgt am 20.Juli nach einer Feier, bei der Unterstaatssekretär Georgacopoulos die Regierung vertritt. Das olympische Feuer wird in der Altis mit einem Brennglas entzündet. Darauf verlaffen 14 junge Mädchen den in der Altis gelegenen Zeustenipel und tragen das Feuer zum heiligen Hain, wo es vom ersten Läufer mit der Fackel übernommen wird. Die Strecke von Olympia bis zur bulgarischen Grenze hat eine Länge von 1108 Kilometer. In Sofia traf der Ehrenvorsitzende des Bulgarischen Olympischen Komitees, Exz. Tschaprachikosf, ein, um die Vorbereitungen für den Staffellauf auf bulgarischem Boden zu überwachen. In Szeged hielten die Vertreter des ungarischen Leichtathletikverbandes eine Tagung ab. deren Mittelpunkt bie*23orbereitung des Laufes auf ungarischem Boden bildete.
Nippons Schwimmer immer besser.
Die japanischen Schwimmer erzielten beim Training im Sportforum wieder ausgezeichnete Zeiten. Arsi kraulte die 100 Meter in 56,6 Sek., Kiyokawa benötigte für die 100 Meter Rücken 1:08,4 Minuten und Sugiura für die 200 Meter Freistil 2:12,6 Minuten, Hamuro erreichte über 200 Meter Brust 2:42 Minuten.
66 ZRann O8^.-Leichtathleten-Aufgebot.
Die O8^.-Olympia-Leichtathletikmannschaft wurde nach den Ausscheidungskämpfen in Randalls Island nunmehr namentlich aufgestellt. Sie umfaßt 66
Leichtathleten, die alle bei den letzten Prüfungskämpfen Großartiges geleistet hatten und mit den besten Aussichten auf Olympia-Siege nach Berlin fahren. Von den Leistungen auf Randalls Island fei nur der neue Hochsprungrekord des Negers Cornelius Johnson hervorgehoben. Johnson übersprang schon beim ersten Versuch 2,08 Meter und David Al Britton tat ihm. dies beim dritten Sprung nach.
Großartige Leistungen der Finnen.
Bei den finnischen Leichtathletik-Olyrnpia-Ausschei« düngen in Helsingfors, denen 20 000 Besucher beiwohnten, gab es auch zwei bemerkenswerte Rekorde. K o t k a s erzielte im Hochsprung mit 2.03 Meter einen neuen Europa- und Landes-Rekord und B ä r l u n d erreichte im Kugelstoßen mit der Weite von 16,23 Meter eine neue Landesbestleistung.
England erhofft sieben Goldmedaillen.
Im Anschluß an die Leichtathletik-Meisterschaften im White-City-Stadion wurde die englische Mannschaft ausgestellt, die bei den Olympischen Spielen in den leichtathletischen Wettbewerben starten solU Sie umfaßt 41 Aktive, die von dem Hürdenrekordler D. O. Finlay geführt werden. Die höchstzu- lässiae Zahl von drei Bewerbern wurde für alle Laufwettbewerbe bis 1500 Meter genannt, ebenso werden je drei Engländer über 5000 Meter, 10 000 Meter, im Marathonlauf, im 50-Kilometer-Gehen, über 110 Meter Hürden und im Weitsprung an den Start gehen.
Wie dem DNB.-Dertreter zur Aufstellung Der Mannschaft von maßgebender Stelle versichert
Die Vesten der deutschen Leichtathletik.
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Links- Der neue deutsche Rekordmann im Dreisprung Wöllner (Leipzig), er erreichte 15,06 m. — An der Mitte: Der 8.0^H"soen-Laus der Frauen aanz links im Bild die Ueberraschungssiegerin Eckert (Frankfurt). — Rechts: Der Deutsche Dister L o n g.(Leipzig), der im harten ^weikamv? Lochum mit 7,82 m überflügelte. - Unt en links: Die Deutsche Meisterin R a t j e n (Bremen), die 1,58 m im $od) prung erreichte bann der neue Deutsche Meister im Hammerwerfen Karl Hein (Hamburg) mit der Rekordleistung von 54,26 m. Danz reH t s. DieDeutsche Weltrekordlerin Gisela Mauermayer (München), die die Weltbestleistung im Diskuswurf auf 48,31 m herauffchraubte. (Schirner-M. (5) und Preffe-Bild-Zentrale-M. 11].)
Junges Blut.
33on Hans Riebau
In Ostfriesland werden die Menschen im Durchschnitt älter als sonst wo im deutschen Vaterlande. Ob es am Tee liegt, der in unvorstellbarer Schwärze zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit steht, oder am ebenso unvorstellbar hohen Fettgehalt des Essens — man weiß es nicht Sicher aber ist, daß die Zahl der Hundertjährigen in Ostfries- land unverhältnismäßig groß ist, und eben so fest steht, daß diese Hundertjährigen im allgemeinen olles andere als kindische Greise sind
Immerhin, die Ziffer Hundert hat auch m Ost- friesland ihr Gewicht Sie ist nicht nur der Anlaß einen Geburtstag mit besonderer Festlichkeit zu begehen, sondern auch ein Schlußstein, der wenn nicht das leibliche Leben, so doch das berufliche endgültig abzuschließen pflegt. Diese bittere Pille dl,eb auch Herrn von V., seit unvordenklichen Zeiten Vorsitzender des Stutenversicherungsvereins in Gr nicht erspart. Mit viel Musik, mit Tee, mit Arrakbowle, war sein „Hundertjähriger" gefeiert worden Aber schon am übernächsten Tag steckten Die Bauern von Gr. und Umgegend die Kopse zusammen, und alsbald wurde beschlossen, im Hinblick aus die Führung des Stutenversicherungsvereins eine Verjüngungsaktion vorzunehmen. Herr von V. sträubte sich nicht schlecht. Er suhle sich jung und frisch wie nie, erklärte er, und was ihm etwa an Gelenkigkeit fehle, das fei doppelt und dreifach durch die jahrzehntelange Erfahrung ersetzt, die
Aber Hermann Sandstede. der Kassierer des Vereins klopfte ihm auf die Schulter 2afe man, Jacobus", sagte er, „hundert Jahr - das 'st immerhin bannig alt, und in der heutigen Zeit weiß du, da brauchen mir junges Blut. Das hilft nun mal allens nix."
So kam es, wie es kommen mußte. Herr von V. wurde in allen Ehren und mit vielem Dankeschön abgesägt, und für ihn trat Peter St m feierlicher Sitzung und in Gegenwart des Landrats das Amt des Vorsitzenden des Stutenversicherungsvereins an. Nach der Sitzung faß man noch em wenig beim Tee zusammen. Man sprach über den Laus der Welt und über die Notwendigkeit, das Alte immer wieder beiseite zu werfen, um dem Jungen Platz zu machen. Da endlich konnte der Land rat, der neben dem finster - blickenden Herrn von V. saß, es nicht mehr aushalten. „Wie ist es eigentlich , fragte er Hermann Sandstede — und nunmehr ist es wohl an der Zeit, einzuschalten, daß es sich hier nicht um
ein erfundenes Anekdötchen, sondern um eine durch und durch wahre Geschichte handelt — „wie alt ist er denn nun, Ihr neuer Vorsitzender?" Sandstede, der Kassierer, dachte und rechnete ein wenig nach. Dann sagte er, indes er wohl selbst ein wenig überrascht war: Siebenundneunzi g."
Der Landrat machte ein verblüfftes Gesicht. Hermann Sandstede aber fuhr, während er sich Den weißen Schnurrbart strich und den — noch nicht einmal sechzigjährigen — Landrat dabei ansah, fort: „Tscha, gar zu tschung, das is ja nun wieder auch nix, meinen Sie nid) auch, Herr Landrat?
Gioria-polast: „Peter Ibbetson"
Wieder ein Pararnount-Filrn (wie „Sehnsucht"), aber diesmal in deutscher Sprache und in deutscher Regie; wieder eine Liebesgeschichte auch, aber diesmal eine ganz romantische und sehr traurige, übrigens im Kostüm spielend in Paris und London um das Jahr 1820 Es ist auch wohl kein Zufall, daß in den Zwischentiteln die Handlung gewissermaßen episch aufgeteilt wird und vom ersten, zweiten, dritten Kapitel usw die Rede ist. In der Tat wirkt der Film in großen Teilen wie ein verfilmter Roman (man könnte gelegentlich an Dickens denken) und es finden sich auch, streng genommen, nicht besonders viele Elemente der Fabel, die eine Uebertragung in die optische Sphäre nahegelegt hatten ,Die Geschichte einer unsterblichen Liebe" heißt es tm Untertitel- die Geschichte zweier Menschen, die von Kindesbeinen an für einander bestimmt scheinen, früh getrennt werden, sich spater als Erwachsene unvermutet wiederfinden und durch em mibrtqes Schicksal abermals und für immer zum Verzicht auf das Gluck eines gemeinsamen Lebens gezwungen werden Aber was ihnen das Schicksal vorenthält, finden sie in einem gesteigerten Leben der Phantasie und des Traumes, der sie über alle äußere Trennung hinweg zueinander fuhrt und miteinander glücklich fein läßt: diefe Partien gaben dem Registern Henry Hathaway (ber bei uns durch die Inszenierung des Films .Zengall bekannt wurde, unbestreitbar gewisse Möglichkeiten, über den im Grunde epischen und unfilmischen Charakter der Fabel mit den Mitteln der Kamera hm- auszukommen; es muß allerdings hinzugefugt wer- den, daß diese Möglichkeiten zugleich em wenig überspannt wurden: der Film weift gegerI Ende gewisse Langen und in der Ausgestaltung der Traumvisianen auch Szenen auf, die für unfern deutfchen Geschmack etwas nam und pfeutioromam tisch ausgefallen find. Hübsch sind aber die Kinder- I (jenen des ersten Teiles, großenteils zart und stim°
mungsvoll auch Die Daran anschließenden „Kapitel" in England. In der Darstellung hebt sich wiederum, wie in „Sehnsucht", Gary Coop e r in der Titelrolle heraus, der, ernsthaft und männlich, auch in der alten Tracht eine ausgezeichnete Figur macht; man kann sich diese Gestalt in seiner Wiedergabe gut oorstellen, wenn Cooper hier auch nicht ganz die Unmittelbarkeit und ursprüngliche Frische des Spiels erreicht wie es ihm als Partner der Marlene Dietrich gelang. Ann Harding als Mary und John Halliday, Donald Meek in einer Chargenrolle und die recht unbefangen spielenden Kinder Dickie Moore und Virginia Weidler seien neben Cooper genannt. Die Musik schrieb Ernst T o ch: die lobenswerte Photographie stammt von Charles Lang. Die Uebertragung ist einwandfrei — Im Beiprogramm sieht man u. a. zwei Kulturfilme ..Cowboy-Freuden" und „Oldenburger Land" —r—
Serienreifen, die Geld brachten
Ein junger Neuseeländer unternahm vor einigen Jahren eine Serienreife in die wenigbesuchten Gegenden des Tarawera-Berges. Dabei jagte er zu seinem Vergnügen wilde Schweine. Eines der Tiere das er getroffen hatte, stürzte in ein seichtes Gewässer Er holte es heraus und bemerkte nun, daß ein Stein, der mit in das Wasser hinabgefallen war, merkwürdig glitzerte Er holte ihn aus dem Wasser, sah, daß er godhaltig war und untersuchte nun die Felswand So stieß er auf eine Goldader, die ihm großen Reichtum gab.
Zwei Amerikanerinnen, Mrs Wilfon und Miß Spencer, unternahmen eine Serienreife in die Mo- jawe-Wüste in Südkalifomien. In einer Nacht lagerten sie in einem Tale und wollten sich ein Feuer anmachen. Das Feuer rauchte jedoch so rurd)tbar, daß sie nicht kochen konnten. Als sie nach der Ursache suchten, entdeckten sie darunter eine schwarze teerartige Masse. Sie nahmen ein Stück davon mit und zeigten es zu Hause einem Geologen. „Das ist Asphalt!" erklärte ihnen dieser. Die beiden Frauen kehrten nach dem Fundort zurück und begannen ein Unternehmen, indem sie das Asphaltlager ausbeuteten, das für sie kaum weniger bedeutete, als eine Goldmine. Ganz ähnlich ging es einem Amerikaner im Pellowstone-Park, dem gewaltigen amerikanischen Naturschutzgebiet. Er fand eine Pferdeleiche, die anscheinend schon ziemlich lange da lag, dabei aber noch vollständig frisch war. Der Kadaver war mit einer Schicht von reinem Staube bedeckt. Die meisten wären achtlos daran oorübergegangen, dieser findige Mann dachte aber,


