Einzelbild herunterladen

'n bi- >u £.8«n£ J'1* föt Sen turn. Mlid) jst inw;

?ird 31^) £50 Meter -turnbetrieb

Huhne ge> !n beispielz, *9 gestattet. Vi?a 200 ^Personen ^dgelegen. ebener Zeit x6rbe zwei der Wer, und Sprech, 3m ersten eundlich-helle lumnot ab.

mittelbar an mt unb ber m&e zu. Für ?chulräumen m, wirb ein n. Auch bie Kinder vom mg.

er Gemeinde ctiesung ber davon, baß nd festlichen ifft man sich schen Lebens überall da, lssetzung der

rach den vor» cd die Volks» i Formen ge» gereichen.

ihrs-

ntel!

Vie sich von Fähigkeit iS. Schön- NürdigVeit, (te.vjunder* achen Ihnen zur Freudei

e Mäntel iandinnen jnet,aus guten rten

22.- es.-

Intel

hrung.vorneh*

39.- i2'

Intel . litten, sch*arl! b0rau,schwart ,ß Kammgarn' adell. Paßf°rm

45.- 49 s-

in38.-

»3»-

!.S.....

19- »

»iisef

Gießener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Bberheßen)

lr.65 Drittes Blatt

(Ein.

Die SüuchMatzung für 1936

Nach der Beratung des Voranschlags mit den Ratsherren hat der Oberbürgermeister auf Grund

3.

der Deutschen Gemeindeordnung

btüten wurden rund 40 000 Morgen hauptsäch­lich in den Kreisen Lauterbach, Alsfeld und

Schotten in ihrem Nutzwert als Weide-, Wiefen-

§ 2-

für

2.

für je

Summe: 972 033,94

Großzügige ArbeüsbeWaffungspläneder Stadtverwaltung

415 033,94

202 000,

45 000,

100 000,

80 000,

50 000,

der Bestimmungen die nachstehende Stadt Gießen 193 6 erlassen:

wie

2.

Sondergebäudesteuer für je 1 RM. des staat­lichen Sondergebäudesteuersolls von den Steuer­werten:

a) bis 7000 RM. 60 v. H. auf 52,6 Rpf., b) über 7000 RM. 60 v. H. auf 45,93 Rpf.

Schulen: 1936: Ausgaben 564 855,51 nahmen 146083,28 Reichsmark.

RM.

80 000,

auf 1000 Einwohner in Wiesbaden 54,5, in Offenbach 50,2 und in Frankfurt 48,5 Arbeits­lose. Man darf mit Zuversicht hoffen, daß nach der nunmehrigen Remilitarisierung der Rheinlande die volle Auswirkung des nationalsozialistischen Aufbau­werkes auch dort eine erhebliche Besserung bringen wird.

3m Gegensatz zum Landesarbeitsamtdurchschnitt mit 30,3 Arbeitslosen auf 1000 Einwohner ist der Durchschnitt für unsere Provinz Oberhessen mit 11,5 Arbeitslosen auf 1000 Einwohner ganz außerordentlich günstig zu nennen.

Reben diesen zahlenmäßig beleuchteten Gebieten der erfreulichen wirtschaftlichen Wieder- gesündung und damit auch der begrüßenswer­ten seelischen Wiederaufrichtung deut­scher Menschen ist noch zu erwähnen, daß auch die Landwirtschaft eine starke Entla­stung von dem früheren Drucke erfahren hat und die Industrie in Oberhessen gleichfalls eine sehr erfreuliche Aufwärtsbewegung verzeichnet. Auf man­chen Gebieten der heimischen Wirtschaft hat sich der

Grundsteuer:

a) vom Gewerbekapital auf 63 Rpf.

Haushaltssatzung der für das Rechnungsjahr

Ankauf von Gebäuden u. Grundstücken Erbauung von Straßen, Wegen und Anlagen ..........

Kanal- und Wasserbauten.....

Altstadtsanierung........

Neubau der Liebigshöhe......

Errichtung einer Diehauktionshalle . .

Errichtung einer Universitätsturnhalle .

die Erbauung von Straßen, Wegen und Anlagen, sowie für die Neubefestigung von Straßen für das neue Haushaltsjahr einen Betrag von 415 000 Mark vorgesehen, gegenüber 200 000 Mark für den gleichen Titel im vorjährigen Haus­halt; 202 000 Mark sind zur Ausgabe vorgesehen für die Ausführung von Kanalisationsarbei­ten usw., gegenüber 68 000 Mark im Vorjahre; für die Zwecke der A l t st a d t - S a n i e r u n g hat die Stadtverwaltung eine Summe von 45 000 Mk. in den Voranschlag eingestellt; für den Neubau der Liebigshöhe ist der Betrag von 100 000

rei Jahre nationalsozialistische Aufbau arbeit in Oberhessen.

Große Erfolge der Arbeitsschlacht.

Arbeitseinsatz im Verlaufe der letzten drei Jahre so erheblich zum Besseren gewandelt, daß teilweise sogar ausgesprochener Mangel an fachlichen Arbeitskräften besteht, der nur durch Heran­ziehung von geeigneten Facharbeitern aus anderen Bezirken ausgeglichen werden kann.

Sehr erfreulich ist es auch, fesistellen zu können, daß manche Betriebe in Oberhessen, die vor der Machtübernahme durch Adolf Hitler unmittelbar vor dem Zusammenbruch standen oder schon stillgelegt waren, sich wieder aufrichten bzw. mit ihrer Arbeit erneut beginnen konnten und nun einer großen Zahl von Volksgenossen, teilweise noch mehr als früher, Arbeit und Brot geben können.

Dadurch ist die Wirtschaft wieder in ihre normale Entwicklung zurückgekommen, und was die Regie­rung zunächst durch Notstandsarbeiten in Angriff nahm und wieder in Gang brachte, ist heute nicht mehr notwendig, denn die Wirtschaft läuft nunmehr aus sich heraus. Wir haben also in den bisherigen drei Jahren der nationalsoziali­stischen Staats- und Wirtschaftsführung das er­freuliche Ergebnis erzielt, daß nicht mehr die Regie­rungsmaßnahmen zur Arbeitsbeschaffung die Trä­ger der Entwicklung sind, sondern daß diese Funk­tion durch den normalen Verlauf der Wirtschaft erfüllt wird. Das ist eine Feststel­lung, die nicht nur im Reiche gilt, sondern auch für unsere engere Heimat maßgebend ist, und mit der wir außerordentlich zufrieden sein können.

Oberbürgermeister Ritter hatte die Rats- Herren der Stadt Gießen auf den heutigen Sams­tagvormittag zu einer öffentlichen Sitzung in das Stadthaus, Bergstraße, geladen, um mit ihnen den Haushaltsvoranschlag der Stadt Gie­ßen für das Rechnungsjahr 19 3 6 zu be­raten, gleichzeitig auch die Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1936 zu erlassen.

Der Voranschlag für 1936 schließt mit einer Gesamtsumme von 7 130 635,99 RM. gegen 6 328 630,94 RM. im Vorjahre in Einnahme und Ausgabe ab. Davon entfallen auf die Be­triebsrechnung 5 618 704,86 Reichsmark gegen 5 424 449,01 RM. im Vorjahre in Einnahme und Ausgabe Die Vermögensrechnung weift in Einnahme und Ausgabe 1 511 931,13 RM. gegen 904 181,93 Reichsmark im Vorjahre auf.

Im einzelnen sind aus dem Voranschlag folgende interessante Einzelheiten zu berichten:

O e Letriebsrechnung

Kunst und Wissenschaft: 1936: Einnah­men 340 048,30 RM., Ausgaben 513 244,87 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 197 548,30 RM., Aus­gaben 355 831,07 Reichsmark.

Wohlfahrtswesen, Gesundheitswe­sen: 1936: Einnahmen nichts, Ausgaben 914190 Reichsmark; im Jahre 1935: Einnahmen 166,20 Reichsmark, Ausgaben 968 272,40 Reichsmark.

Finanzverwaltung: 1936: Einnahmen 3 034 128,05 RM., Ausgaben 1 148 690,67 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 2 980 823,79 RM., Aus­gaben 1 165 476,47 Reichsmark.

Oie VermöqenSrechnung.

In den Abteilungen Allgemeine Verwal­tung und Polizeiverwaltung ist nichts vorgesehen.

Gundbesitz, Land- und For st wirt­schaft: 1936: Einnahmen 211058,40 RM., Aus­gaben 277 500 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 168 250 RM., Ausgaben 66 100 Reichsmark.

Bauverwaltung : 1936: Einnahmen 170 000 Reichsmark, Ausgaben 950 880 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 163 000RM., Ausgaben 445 621,50 RM.

Betriebsverwaltung: 1936: Einnahmen nichts, Ausgaben 115 500 RM; im Jahre 1935: Einnahmen nichts, Ausgaben 65 500 Reichsmark.

Schulen: 1936: Einnahmen nichts, Ausgaben 19 OQO RM.; im Jahre 1935: Einnahmen und Aus­gaben nichts.

Kunst und Wissenschaft: 1936: Einnah­men 10 000 RM., Ausgaben 60 000 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen nichts, Ausgaben 2800 RM.

Woh'lfahrtswesen, Gesundheitswe­sen: in beiden Jahren nichts an Einnahmen und Ausgaben.

Finanzverwaltung: 1936: Einnahmen 1 120 872,73 RM., Ausgaben 89151,13 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 572 931,93 RM., Ausgaben 324 160,43 Reichsmark.

Es ist erfreulich, daß der Voranschlag unter Zu­grundelegung der vorjährigen Steuersätze, also ohne Steuererhöhung, ausgeglichen wer­den konnte, obwohl die Leistungskraft des Haus­haltsplans 1936 gegenüber dem vorjährigen Haus­halt gestiegen ist.

Allgemeine Verwaltung: 1936:

Einnahmen 148 958,28 RM., RM.; im Jahre 1935: Ein- RM., Ausgaben 547 592,02

Gewerbesteuer:

a) von Gebäuden und Bauplätzen auf 34 Rpf. für je 100 RM. Steuerwert,

b) vom land- und forstwirtschaftlich oder gärt­nerisch genutzten.Grundbesitz auf 47 Rpf. für je 100 RM. Steuerwert.

Ferner Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. § 3.

Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im laufen­den Rechnungsjahr zur Aufrechterhaltung des Be­triebes der Stadtkasse in Anspruch.genommen wer­den dürfen, wird auf 460 000 RM. festgesetzt. In diesem Höchstbetrag sind 400 000 RM. Kassenkredite enthalten, die aus Grund früherer Ermächtigung ausgenommen und noch nicht zurückgezahlt sind.

§ 4.

Der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Be­streitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplanes bestimmt sind, wird auf 972 033,94 Reichsmark festgesetzt. Er soll nach dem Haushalts­plan für folgende Einzelzwecke verwendet werden:

Der Gießener Haushalisvoranschlag für 1936

Sitzung der Ratsherren der Stadt Gießen.

nahmen 68 088,74 RM., Ausgaben 549 664,06 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 63 462,73 RM., Aus­gaben 525 383,03 Reichsmark.

Polizeiverwaltung: 1936: Einnahmen 1760 RM., Ausgaben 172 767,87 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 1960 RM., Ausgaben 162 989,54 Reichsmark.

Grundbesitz, Land- und Forstwirt- schäft: 1936: Einnahmen 628 942,07 RM., Aus- gaben 491 774,67 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 617 380,01 RM., Ausgaben 475 714,35 Reichsmark.

Bau - Verwaltung: 1936: Einnahmen 374 911,59 RM., Ausgaben 781 696,35 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 397 916,39 RM., Ausgaben 775 514,46 Reichsmark.

Betriebsverwaltung: 1936: Einnahmen 1 021867,83 RM., Ausgaben 481 820,86 RM.; im Jahre 1935: Einnahmen 1019108,31 RM., Aus­gaben 447 675,67 Reichsmark.

100 RM. Steuerwert,

b) vom Gewerbeertrag auf 286 Rpf. für je 100 RM. Steuerwert.

Die Steuersätze für die Gemeindesteuern, die jedes Rechnungsjahr neu festzusetzen sind, werden folgt festgesetzt:

diesem Zusammenhang sei auch darauf hinae- tDi:'*n, daß der Einsatz von etwa 60 0 Land- Mfem und des Mädchen-Arbeitsbien- \V; sich in zahlreichen bäuerlichen Familien sowohl Die einzelne Familie, wie auch für die Gesamt- hlt ganzer Dorfgemeinschaften, anderseits aber ui Jur die jungen Helfer und Helferinnen aus i*<- Lrtadt sehr segensreich ausgewirkt hat.

8-n einer Betrachtung, der Arbeitslosigkeit in un- 1 ieie engeren Heimat ist noch von besonderem Jn- lile? e die Tatsache, daß Oberhessen dabei sehr gut aiiooneibet. Während nach dem Stande vom

September 1935 im Reichsdurchschnitt auf je : M Einwohner 26 Arbeitslose entfielen, lag der im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen mit 30.3 itslosen auf je 1000 Einwohner über dem lAicisburchschnitt. Dabei muß man jedoch beachten, Ijji die außerordentlich schwierigen wirtschaftlichen lchtäältnisse in der damals noch entmilitarisierten ,jir bedeutend ins Gewicht fallen. So kamen z. B.

Bei der Durchsicht des neuen Voranschlags kann man die erfreuliche Feststellung machen, daß unsere Gießener Stadtverwaltung ihre bisherigen groß­zügigen Arbeitsbeschaffung sm aßnah- men im neu en Haushaltsjahre 19 3 6 mit anerkennenswerter Tatkraft fortsetzt, um da­durch an ihrem Teile, im Sinne des Führers und Reichskanzlers, für viele Volksgenossen wiederum Arbeit und Brot zu beschaffen. Besonders aufschluß­reich für dieses Bestreben der Stadtverwaltung ist die Vermögensrechnung 193 6. Dort findet man z.B. im Kapitel Bauoerwaltung für

uiö Ackerland um etwa 30 bis 40 v. h. im (Ertrag gesteigert. Die bei diesen Verbesserungs- a beiten aus den Weiden und Aeckern heraus- ziffchafften Steine wurden für Wegebauzwecke wnvandt. Bei den umfangreichen Regulie­rt ngsarbeiten an der Nidda, an der Nidder iwb an anderen Bachläufen von den Bezirken bis Vogelsbergs bis weit in die Detterau Hin­teler wurden fchähungsweife insgesamt 1000 borgen Land gewonnen und rund 40 000 ll argen Weidegelände durch eine gesunde Be- iciränfung der Grundwasferverhältnisse, gute ^stuhmöglichkeilen des Wassers usw., sowie btrch Beseitigung der früheren Aeberschwem- mungsmöglichkeiten in der landwirtschaftlichen Ertragsmöglichkeit erheblich gesteigert.

Oie Reichstagswahl am 29. März findet un- aeöhr zu dem gleichen Zeitpunkt statt, der vor drei Soren am 5. März 1933 dem deutschen Vtlke unter der Führung Adolf Hitlers den eoen Reichstag des Dritten Reiches brachte. Diese brn Jahre nationalsozialistischer Staatsführung hoZen auf allen Gebieten des Lebens unseres Lclkes einen grundlegenden Wandel der Dinge ge: rächt. Wo vorher Niedergang, Kampf aller gegen all-, Kleinmütigkeit, Mißgunst und Verzweiflung heischten, ist heute nach drei Jahren der Regierung Nolf Hitlers kräftiges und gesundes Aufwärts- strben, Gemeinschaft des Geistes und des Strebens a(l?r Volksgenossen mit gleicher Blick- und Ziel- ric tung, Harmonie und fooffnungsfreubiger Snwung der Herzen, kurzum ein neuer und glück- licer, tatfroher deutscher Mensch zu sehen. Diese treuliche Wendung zum Guten der Dolksgemein- fchift und zum Gluck des einzelnen Volksgenossen trit wohl am eindrucksvollsten auf dem Gebiete Arbeit zutage. Wer sich in Stadt und Land bi( Verhältnisse der Arbeitsmöglichkeiten vor drei Fqhren ins Gedächtnis zurückruft und jener Zeit bi! Lage von heute gegenüberstellt, wird zugeben mitten, daß hier der bekannte Vergleich von Nacht Hfl) Tag durchaus am Platze ist. Das ist nicht nur m Reiche so, sondern trifft im besonderen Maße lüh auf unsere engere oberhessische Heimat zu.

In Oberhessen hatten wir im Jahre 1932 den klebrigsten Stand der Arbeitslosigkeit mit 11 900 Personen. Dagegen belief sich drei Jahre syäler, Ende August 1935, dank der großen tlrbeitsbeschaffungmahnahrnen im Rahmen der t'rbeitsschlachl der niedrigste Stand der Ar- eitslosigkeit auf 3500 Personen. Der Höchst- |i a n b der Arbeitslosigkeit Ende Januar 1933, cls der Führer Adolf Hitler die Wacht über- tohm, ist mit 15185 Personen festgestellt, in trfreulichem Gegensatz dazu belief sich drei .'ahre später, im Februar 1936, der Höchststand ler Arbeitslosigkent in Oberhessen auf 6153ch Personen.

JMefe Zahlen bedeuten eine Abnahme der Ar- ickslosigkeit im Verlaufe der besten Beschäftigungs- mriate, im Sommer, um etwa 70 d. H., im Laufe ber Wintermonate um etwa 60 v. H. Dabei muß mci sich vor Augen halten, daß der Bezirk Ober- )cf:n keine einheitliche wirtschaftliche Struktur be- isti sondern teilweise Industrie und teilweise Land- vi^schaft aufweist, ferner auch die Witterungsver- iälmisse starken Einfluß auf den Arbeitseinsatz iqten. Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Re- ;ienng und der übrigen Behörden sind auch für üe Gage der anerkannten Wohlfahrts- iw e r b s 1 o f e n und damit für die Gemeinden leh: segensreich geworden.

Nährend im Februar 1933, unmittelbar nach der Machtübernahme durch den Führer, in den kemeinden der Provinz Oberhessen rund 3600 cmertannte Wohlfahrtserwerbslose vorhanden baren, ist deren Zahl im Verlaufe der letzten Irei Jahre bis zum Februar 1936 auf 180 in s: mtlichen Gemeinden Oberhessens gesunken.

Dit'Cr erfreulich starke Rückgang ist auch für die Zkimeindefinanzen von großer Wichtigkeit, )o ourch diese Besserung eine starke Belastung von )en Finanzen der Gemeinden genommen ist, ganz rbcesehen von der an und für sich natürlich als ha..ptsache' zu begrüßenden materiellen und seeli- chi Besserung der Lage vieler schaffenswilliger inb tatfroher Volksgenossen und ihrer Familien.

21iif dem Gebiete der Notstandsarbeiten si Oer Gesundungsprozeß unserer Wirtschaft er» viQcherweise so erheblich wirksam geworden, daß d|cm im Verlaufe des Jahres 1935 die Notftands- ittriten erheblich zurückgeschraubt wer- )m konnten und im Laufe des Jahres 1936 eine liiere Senkung erfahren roeiben. In den Jahren lhii/35 find m Oberhessen durchschnittlich 150 0 Männer mit Notstandsarbeiten )jj(h'äftigt worden. Durchgeführt wurden Meliora- itrrn, Dränagen, Bachreaulierungen, Wegebau, Aaserleitungs- und Kanalisationsarbeiten usw.

3-isgefamt wurden von 1933 bis 1935 von den Itofffanbsarbeifern 1 430 000 Tagewerke g-leistet; davon entfallen 630 000 Tagewerke auf Meliorationen. Im Verlaufe dieser Ar­

tz 1-

Der dieser Satzung als Anlage beigefügte Haus­haltsplan für das Rechnungsjahr 1936 wird im ordentlichen Haushaltsplan

in den Einnahmen auf . . 1511931,13

in den Ausgaben auf ... 5 618 704,86 und im außerordentlichen Haushaltsplan

RM.

in den Einnahmen auf . . 1511981,13

in den Ausgaben auf . . . 1511931,13 festgesetzt.

Samstag, 14-MrzM6

Mark in den Voranschlag ausgenommen worden. Beim Kapitel Betriebsverwaltung hat man 80 000 Mark für die Errichtung einer Vieh» auktionshalle auf dem Viehmarktplatz in Ansatz gebracht, daneben stehen noch 30 500 Mark für Friedhofs-Geländeregulierungen unb für anbere bringliche Bauarbeiten. Das Kapitel Schulen weist für die (Erneuerung ber Zen­tralheizungsanlage im Lyzeum eine Voranschlagssumme von 19 000 Mark auf. Als Zuschuß für bie Errichtung einer Univerfitäts- turnhalle ist ein Betrag von 60 000 Mark vor» gesehen, ber vom Rechnungsjahr 1936 ab in 6 glei­chen jährlichen Raten im Betrage von je 10 000 Mk. aufgebracht werben soll. Außerbem ist im Kapitel Finanzverwaltung unter bem Titel Woh­nungsbaukonto eine weitere Schulbentilgung im Betrage von 49 600 Mark allein für bie Woh­nungsbaubarlehen vorgesehen.

Neben biefer Arbeitsbeschaffung von ber Seite der Vermögensrechnung her ist natürlich auch die Betriebsrechnung mit ihren laufenden Aus­gaben ein bedeutsamer Faktor für Arbeits- und Derdienftmöglichkeiten unserer heimischen Wirtschaft.

Der Arbeitseinsatz im Februar

im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen.

In wenigen Wochen verlassen Tausende von Jun­gen unb Mäbel bie Schulen. Allein in Hessen-Nassau finb Zehntausend bei ben Berufsberatungsstellen ber Arbeitsämter gemelbet. Sie alle wollen einen Beruf erlernen unb eine Lehr- unb Arbeitsstelle haben. Sie alle erwarten hoffnungsvoll ben Tag, an bem sie in das Arbeitsleben ber Nation einge» gliebert werden unb in ber Armee ber fchaffenben beutfchen Menschen mitmarschieben können.

Es ist die Aufgabe der gesamten Wirtschaft und Verwaltung und insbesondere der verant­wortlichen Betriebsführer, Meister und Dienst­stellenleiter, Lehr- und Ausbildungsstellen für unsere schulentlassene Jugend zu schaffen und

Wovon spricht jedes Jungmädel und Mädel?

den Arbeitsämtern unverzüglich zu melden. Die Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähig­keit unserer Wirtschaft und die Sicherung ihres Nachwuchses machen es dringend erforderlich, daß auch der letzte Jugendliche zum Einsatz gebracht wird.

Es gibt Berufe, in welchen bie Überalterung unb ber Facharbeiternachwuchsmangel bereits sehr stark fühlbar ist. Wir hoffen beshalb, daß alle Betriebs­führer und Meister die Unterbringung sämtlicher Jugendlichen als ihre erste Pflicht betrachten unb damit ein Zeugnis ihres hohen Verantwortungsbe- wußtseins gegenüber dem Volk und Daterlanb geben.

Becker, Gauwalter ber DAF., Lanbesobmann ber NSBO.

Potthoff, Führer des Gebietes 13 Hessen-Nassau ber HI.

Riese, Führerin bes Obergaues Hessen-Nassau bes BDM.

Garner, Lanbeshandwerksmeister Hessen.

Kretschmann, Präsident des Landesarbeitsam­tes Hessen.

Wagner, Landesbauernführer Hessen-Nassau.

E ck a r b t, Gauwirtschaftsberater Hessen-Nassau.

Schwarz, Treuhänber ber Arbeit für bas Wirt­schaftsgebiet Hessen.

L ü e r, Leiter ber Wirtschaftskammer Hessen.

Zschintzsch,Regierungspräsibent.

T r a u p e l, Landeshauptmann.

Busemann, Leiter ber Bezirksgruppe Hessen ber Reichsgruppe Jnbustrie.

Sauer, ©aujugenbroaltung ber DAF., Berufs­referent im Gebiet 13 HI.

Avieny, Lanbesobmann ber Reichsgruppe Ban­ken für ben Wirtschaftsbezirk Hessen.

Spoerle, Leiter ber Bezirksgruppe Hessen ber Reichsgruppe Hanbel.

Der BDM. stellt aus.

NSG. In allen Untergauen bes Obergaues Hessen-Nassau werben noch in biefem Monat bie Werkausstellungen eröffnet, bie einen klaren Ueber« blick über ein Teilaebiet ber Arbeit bes BDM. geben sollen. Alle Arbeiten, bie bie Mäbel unb Jungmäbel in ben Heimabenben gebastelt, gehäm­mert, gewebt unb genagelt haben, aus ben ein­fachsten Mitteln, werben hier zusammengetragen. Wir wissen, baß wir gerabe auf biefem Gebiet eine wichtige Aufgabe zu erfüllen haben: Wirb es boch einmal unsere Pflicht sein, bie Geschmacksrichtung unseres Volkes zu bestimmen. Und wenn wir klar und deutlich erkennen, was echt unb gesunb ist unb zu uns paßt in Form, Stil unb Farbe, bann wirb auch einmal unser Heim biesen Charakter tragen. Wir freuen uns, baß unsere Werkausstellungen uns bie Möglichkeit geben, einer breiteren Öffentlich­keit zu zeigen, baß Werkarbeit unb Basteln nicht Spielerei unb Zeitvertreib finb, fonbern ein ernster Teil unserer Arbeit unb ein weiterer Schritt, um bas beutsche Mäbel zum gefunben beutfchen Hanb- werk unb feiner Arbeit zurückzuführen. Die Aus­stellung bes gesamten Obergaues wirb am 19. März in Wiesbaben im Neuen Museum eröffnet unb gibt einen Querschnitt burch bie Arbeit des Obergau­bereiches.

Werkstuben

in allen llnlerqauen des ROM.

NSG. Im Obergau Hessen-Nassau werben in diesem Monat in allen Untergauen Werkstuben er­öffnet. In diesen Werkstuben lernen die Mädel wie man mit wenigen, vielleicht altem und gebrauchtem Material wieder nützliche Gegenstände herstellt. Die große Werkausstellung des Obergaues gibt allen, bie Interesse an unserer Mädelarbeit haben, Gele­genheit, sich einen Einblick zu verschaffen.

Amtsgericht Giehen.

Das Gericht befaßte sich gestern mit dem K. H. aus Gießen wegen Diebstahls im Rückfall. Der Angeklagte, der wiederholt einschlägig vorbestrasr ist, entwendete im Juli 1935 aus einem Garten im Schiffenberger Tal zwei Bretter. Das Gericht er­kannte auf eine Gefängnisstrafe vou einem Jahr.