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gen für die kommende Einheitssteuerbewertung zu schaffen. In gewissen Abständen werden mit beson­ders konstruierten Bohrern Probelöcher von ein Meter Tiefe ausgeführt und nach dem Untersu­chungsergebnis bezüglich Bodenart und Bodengüte die Einteilung in hie verschiedenen Ertragswert­klassen vorgenommen. Es ist damit zu rechnen, daß die Arbeiten noch im Laufe dieses Monats beendet werden.

A Obbornhofen, 13. März. Nachdem die Buderusschen Eisenwerke zu Wetzlar seit geraumer Zeit im hiesigen Gemeindewald und den angrenzen­den Gewannen Probeschürfungen vorge­nommen haben, sind sie nun durch die hessische Oberste Bergbehörde mit dem Eisen st einberg- werk Heinrich in den Gemarkungen Obborn­hofen und Wohnbach beliehen worden. Soweit verlautet, sollen die Schürfungen in verstärktem Maße fortgesetzt werden.

Kreis Alsfeld.

... Homberg, 13. März. Der hiesige L u fi­sch u tz k u r s u s wurde mit einem Kamerad­schaftsabend beschlossen. Der Ortsgruppenleiter sprach zunächst kurz über die Bedeutung des Luft­schutzes, Kursusteilnehmer Gabel dankte allen Lehrkräften. Nachdem Schulungsleiter Seipp noch aufgefordert hatte, das Gelernte weiterzutragen, fand der Abend mit dem Treuegruß an den Führer seinen offiziellen Abschluß. Unterhaltsame Vorträge und Gesang hielten die Kameraden dann noch ge­raume Zeit beisammen.

# Ober-Ohmen, 13. März. Die Gaufilm­st e l l e der NSDAP, veranstaltete im Saale von Krebs einen Filmabend. Es wurde der FilmDie Reiter von Deusch-Ost-Afrika" gezeigt. Das Beiprogramm brachte eine geschichtliche und geographische Wanderung durch den Thüringer Wald. Die Besucher folgten mit großem Interesse.

Das Wasserhaus von Großen-Linden-

* Großen-Linden, 13. März. Wasser- türme gibt es überall in unserem Vaterlande. Wasserhäuser aber sind sehr selten. Als die Ge­meinte Großen-Linden im Jahre 1907 eine Wasserleitung baute, mußte natürlich auch die Frage nach einem Wasserturm aufgeworfen werden. Unter der Initiative des damaligen Bürgermeisters, jetzi­gen Altbürgermeisters Leun, wurde von Baurat D i e h m in Gießen ein Kostenvoranschlag über einen Wasserturm erbeten, gleichzeitig auch ein Voranschlag über ein Wasserhaus. Das Wasserhaus erforderte einen Aufwand von 38 000 RM., wäh­rend der Wasserturm 31 000 RM. kosten sollte. Da die Mehrkosten nur 7000 RM. betrugen, entschloß

man sich im Gemeinderat, ein Wasserhaus zu bauen, denn damit ergaben sich gleichzeitig drei vermietbare Dreizimmer-Wohnungen, die eine stän­dige Einnahme an Miete sicherten. Um den nöti­gen Wasserdruck zu erzielen, mußte das Haus auf einer hochgelegenen Stelle errichtet werden, auf der es zwar windiger ist, da aber die Wände des

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Wasserhauses aus statischen Gründen stärker sind als bei anderen Häusern, wird auch die Wärme besser gehalten.

Der Entwurf des Wasserhauses stammt von Ober­bauinspektor Mohr in Gießen. Spezialbauleiter war Bauinspektor Simpel Der Voranschlag wurde das erscheint bemerkenswert nicht überschritten. Unser Bild zeigt das Wasserhaus von Großen-Linden, das sich in einer durchaus reprä- sentablen Form darbietet. Der Wasserbehälter, der etwa 200 Kubikmeter Wasser faßt, befindet sich unmittelbar über den Wohnungen im kräftig aus­gebauten Dachgeschoß. (Aufnahme: Neuner, Gie­ßener Anzeiger.)

An einem Geschwür erstickt.

LID. O st h o f e n, 13. März. Der 28jährige Schmiedemeister Otto Beutel hatte sich eine Halsentzündung zugezogen. Es bildete sich ein Geschwür, das immer größer wurde. Auf dem Wege ins Wormser Krankenhaus erlitt Beutel den E r st i ck u n g s t o d.

Großes Vaupwjekl in Watzenborn-Steinberg.

Eine Volks- und Turnhalle.

In Watzenborn-Steinberg empfindet man es seit langer Zeit als einen starken Mangel, daß kein Saal vorhanden ist, der die Volksgemein­schaft in größerem Umfange fassen könnte. Neben diesem Mangel trat noch ein anderer Umstand un­angenehm in Erscheinung: für d i e Sch ul­kinder fehlte die Turnhalle. Bisher mußten die Pflichtturnstunden auf dem zwar ge­räumigen, aber unzweckmäßigen Dachboden der Schule abgehalten werden. Watzenborn-Steinberg unterhält gegenwärtig sieben Schulklassen, not­wendig wäre an sich eine achte Schulklasse, es stehen aber nur sechs Schulräume zur Verfügung. Auch diesem Mangel soll nun abgeholfen werden.

Die Gemeindeverwaltung unter der Initiative des Bürgermeisters Schäfer trägt sich nunmehr mit dem Gedanken, eine Volks- und Turn­halle zu bauen. Die Pläne liegen bereits vor und wurden vom Hessischen Hochbauamt in Gießen entworfen. Mit der Arbeit wird voraus­sichtlich bald begonnen werden, wenn die Frage der Finanzierung ihre endgültige Lösung gefunden hat. Der Voranschlag des Bauvorhabens beziffert die Kosten auf 90 000 Mark. Zu einem Teil soll die Volks- und Turnhalle als Gemeinschafts­arbeit getragen werden, d. h. ein großer Teil der Einwohnerschaft wird selbst mit Hand anlegen. So haben sich bereits die Mitglieder folgender Vereine bereiterklärt, in praktischer Arbeit mitzu­helfen: GesangvereinEintracht" Steinberg, Ge­sangvereinSängerkranz", GesangvereinHarmo­nie" Watzenborn, GesangvereinJugendfreund" Steinberg, Turnverein Watzenborn und FC.Teu­tonia" Watzenborn-Steinberg. Diese Mithilfe wird sich zunächst auf die Aushebung der Baugrube und das Brechen der Steine für das Fundament (die Steine werden im Steinbruch der Gemeinde ge­brochen) beziehen. Zahlreiche Einwohner, soweit sie über Gespanne verfügen, haben sich bereiterklärt, durch freiwillige Fuhrleistungen die gute Sache zu fördern.

Der jetzt vorliegende Plan des Projektes läßt erkennen, daß man bemüht sein wird, in erster Li­nie den Forderungen Rechnung zu tragen, die von der Schule her erfüllt werden müssen. Das Ge­bäude gliedert sich nach dem Entwurf in zwei Teile, die aber architektonisch als solche kaum in Erscheinung treten, sondern eine harmonische Ein­heit darstellen werden: die eigentliche Turn­halle und dem geräumigen Vorbau!

Das Kellergeschoß enthält drei große Luftschutz­räume mit drei Gasschleusen, in denen bis zu 120 Personen geborgen werden können. Ferner befindet sich im Kellergeschoß eine Lehrküche für die Schule, schließlich ein großer Gerateraum, der über eine schräge Ebene mit der eigentlichen Turn­halle verbunden sein wird. Selbstverständlich ist auch für die notwendigen hygienischen Einrichtungen Sorge getragen.

Die Turnhalle zu ebener Erde wird 31,50 Meter lang, 15,62 Meter breit und 6,50 Meter hoch sein. Sie soll mit allen für den Turnbetrieb der Schule notwendigen Geräten ausgerüstet wer­den. Im Blickpunkt der Halle wird eine Bühne ge- schaffen, die für festliche Veranstaltungen beispiels­weise bis zu 300 Sängern Aufstellung gestattet. Vorgesehen ist ferner eine Empore für etwa 200 Zuschauer, während im Saale etwa 1000 Personen Platz finden können. Der Schaffung der Sitzgelegen­heiten für 1200 Personen wird zu gegebener Zeit nähergetreten.

In dem Vorbau werden zu ebener Erde zwei geräumige Zimmer geschaffen, die der Hitler- Jugend und dem Jungvolk für Heim- und Sprech­abende zur Verfügung stehen sollen. Im ersten Obergeschoß werden zwei große und freundlich-helle Schulsäle ausgebaut, die der Schulraumnot ab­helfen werden.

Das gesamte Gebäude wird sich unmittelbar an die neue Schule anschließen. Die Front und der Haupteingang liegen nach der Ludwigstraße zu. Für die Schüler, die in den beiden neuen Schulräumen des Vorbaues unterrichtet werden sollen, wird ein besonderer seitlicher Eingang geschaffen. Auch die Turnhalle erhält als Zugang für die Kinder vom Schulhof aus einen besonderen Eingang.

Die neue Volks- und Turnhalle soll der Gemeinde Watzenborn-Steinberg auch zur Vertiefung der Volksgemeinschaft dienen. Abgesehen davon, daß die Halle großen Versammlungen und festlichen Veranstaltungen Raum geben soll, erhofft man sich davon auch eine Förderung des turnerischen Lebens und eine Belebung im Vereinsleben überall da, wo der geeignete Raum die Voraussetzung der gedeihlichen Entwicklung ist.

Rein äußerlich, und soweit es sich nach den vor­liegenden Plänen beurteilen läßt, wird die Volks- und Turnhalle in klaren harmonischen Formen ge­halten und der Gemeinde zur Zierde gereichen.

Oberhessischer Kunstverein

Turmhaus am Brandplatz

Ausstellung der neuesten Arbeiten von

Richard Geßner, Düsseldorf

Oelgemälde - Aquarelle - Pastelle

Dauer der Ausstellung:

15. März bis 5. April Besuchszeiten: Sonntags von 11 bis 13 Uhr - Werktags von 16 bis 17 Uhr

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, den 15. März 1936,11 Uhr

Eintritt: Für Mitglieder frei, für Nicht­mitglieder 30 Pfennig. Auf Antrag verbilligte Führung

1606 D

Am Montag, dem 16. März 1936, 20 Uhr im Saale des Studentenhauses (LeihgesternerWeg)

Klavierabend Georg Kuhlmann Werke v. Schumann, Debussy. Frommei,Chopin u.a.

Ihre Vermählung geben bekannt

Or. med. Theo Eck

Stabsarzt in der Sanitätsabteilung 15

Gertrud Eck, geb. Hamma

Stuttgart (Herdweg 38), den 14. März 1936

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Ortsverband Gießen für O. Jugendherbergen.

vevsammluug

amDienstag.dem 17.März,20Uhr imSiugsaaldesRealgymnasiums

Lieder, Sprechchöre durch die

Hitler-Jugend. Jahresbericht,

Vortrag, Film. msD

Düse berg, Ortsverbands-Leiter.

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