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Mackenzie-Delta legen ihn jetzt in wenigen Jahren zurück. Bei den Eskimos handelt es sich um jenen nordamerikanischen Stamm, der in den letzten Jahren aus Nahrungsmangel auszusterben drohte und durch den phantastischen fünfjährigen Renn­tiertreck von Alaska zum Mackenzie gerettet wurde. Der Däne Porsild, der die Renntierherde über den Norden Amerikas führte, erzählt, daß die Herde von 3000 Stück in Nordwestkanada so ausgezeich-

Wer kann am 29. Mrz wählen?

Berlin, 13. März. (DNB.) Zum Reichstag sind wahlberechtigt sämtliche deutschen Staatsangehöri­gen deutschen oder artverwandten Blutes, dies b i s zumWahltagdas2 0. Lebensjahrvoll­en d e t haben, sofern sie nicht nach den allgemei­nen Bestimmungen (Entmündigung oder -Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte) vom Wahlrecht aus­geschlossen sind oder sofern nicht ihr Wahlrecht ruht.

Nicht wahlberechtigt sind Juden, d. h. solche Männer und Frauen, die von mindestens drei der Rasse nach volljüdischen Großelternteilen abstammen. Ferner sind nicht wahlberechtigt die von zwei volljüdischen Großeltern abstammenden jüdischen Mischlinge (Männer und Frauen), die am 30. September 1935 der jüdischen Religionsgemein­schaft angehört haben oder nach dem 30. September 1935 in sie ausgenommen sind oder die am 30. Sep­tember 1935 mit einem Juden verheiratet waren oder sich nach dem 30. September 1935 mit einem Juden verheiratet haben. Juden sowie diejenigen jüdischen Mischlinge, auf die die vorgenannten Voraussetzungen zutreffen, haben sonach der Wahlurne fernzubleiben, auch dann, wenn sie versehentlich in die Wahllisten eingetragen sind. Geben sie dennoch eine Stimme ab, so ma­chen sie sich strafbar.

Die Bestimmungen über den Kreis der Wahl­berechtigten sind im übrigen unverändert. Das

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Ministerpräsident General der Flieger Hermann Göring eröffnete den Wahlkampf in Königsberg. Bei seiner Ankunft überreichte ein kleines Mädchen dem Ministerpräsidenten eine Blumengabe.

IV.

Tschiang-Kai-schek.

Der nationale Führer.

Nach 25jähriger patriotischer Arbeit ist T s ch i - ng - kai - schek zu Beginn des Jahres 1936

Wahlrecht der Soldaten ruht wie bisher. Wahlfreiheit und Wahlgeheimnis bleiben unberührt. Wie bisher find Aus­ländsdeutsche, die sich am Wahltage in Deutschland aufhalten, wahlberechtigt. Auch die Be­stimmungen über Wahlen auf hoher See und über die Stimmabgabe auf Bahnhöfen gelten für die be­vorstehende Wahl.

Göring in Ostpreußen

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wollten ein Gemetzel unter ihnen veranstalten, doch konnten sie daran gehindext werden, und in wenigen Monaten hatten sie sich an den Umgang mit den Tieren, von denen jetzt ihr ganzes Schicksal ab­hängt, gewöhnt. Heute sind die vor anderthalb Jahr­zehnten noch völlig primitiven Eingeborenen genau so zivilisiert wie die in enger Nachbarschaft mit den Weißen wohnenden Eskimos.

30 Jahre Schlaflosigkeit.

(a. d.) Rom.

In der Klinik von Jntra in Italien wurde eine 53jährige Wäscherin zur Beobachtung ausgenom­men, die einenseltenen Fall" darstellt. Seit der Geburt ihres ersten Kindes, also seit genau 30 Jah­ren, hat die Frau kein Auge zugetan. Die Aerzte stellten ihr damals in Aussicht, daß sie nach der Geburt des zweiten Kindes ihren Schlaf wieder­finden würde, jedoch das war nicht der Fall. Trotz der langen Schlaflosigkeit erfreut sich die Frau einer guten Gesundheit: sie hat ihr Leben lang als Haus­frau und Wäscherin schwere Arbeit geleistet und gegen große Armut gekämpft.

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Kämpfer für Chinas Einigung

Von August Beck, Oberstleutnant a. O.

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Geschichten aus aller Welt.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Tiere können auch erben!

(ha) Montreal.

Immer häufiger hört man, daß jemand einer Katze, einem Hunde oder gar einem Vogel sein Vermögen und sein gesamtes Hab und Gut ver­macht habe. Lange Zeit hindurch ging man kurzer­hand dazu über, derartige Vermächtnisse für un­gültig zu erklären und höchstens einenTreuhän­der" zur Pflege des bedachten Tieres zu ernennen.

Inzwischen aber haben die britische Staatskasse und die Verwaltungen vieler britischer Dominions gemerkt, daß auf diese Weise Hunderttausende an Pfunden den Staatskassen zugehen. Denn mit dem Tode jenes Tieres würde das Vermögen nichl etwa den Nachkommen des Hundes oder des Esels zufallen, sondern dem Staat! Aus dieser einfachen Ueberlegung heraus sollen in Zukunft alle Tier­testamente in England und seinen Kolonien für gültig erklärt werden. Werden Hund, Katze und Esel sich freuen!

Nach Jahren zutagegekommen.

(zi) Neuyork.

Gleich zwei Fälle, die wieder einmal an die be­rühmte Duplizität der Ereignisse glauben lassen, meldeten dieser Tage die amerikanischen Zeitungen, Fälle, in denen Fremdkörper aus dem menschlichen Leibe wieder zutagegefördert wurden, nachdem sie ihrem Träger jahrelang zu schaffen gemacht hatten.

In einem Fall handelt es sich um den 57jähri- gen Hotelbesitzer Philipp Pettigrew im kanadischen Montreal, der im Alter von vier Jahren eine sogenannte Zitscherpfeife aus Blech verschluckt hatte. Da das verängstigte Kind seinen Eltern nichts da­von erzählte, wurde auch nichts versucht, die Pfeife wieder herauszupraktizieren, und Pettigrew wurde ein alter Mann, ohne außer einem hartnäckigen Husten irgendeine gesundheitliche Schädigung durch den Gast in seinem Leibe zu verspüren. Dieser Tage jedoch ließ er sich röntgen, und dabei wurde die Zwischerpfeife in seinem Körper dicht neben dem rechten Lungenflügel entdeckt. Die Aerzte hoffen, sie durch eine ganz leichte Operation entfernen zu können.

Der zweite Fall wird sogar die Wiederaufnahme einer Kriminaluntersuchung zur Folge haben. Als der Polizei-Konstabler Rood in Matawan, New Jersey, vor zwei Jahren beim abendlichen Rund­gang einen Einbrecher auf frischer Tat ertappte, wurde er von diesem angeschossen und erhielt eine Kugel in den Nacken. Da das Geschoß allzu dicht an der Halswirbelsäule lag, wagten die Aerzte nicht, sie operativ zu entfernen. Flood litt seit dieser Zeit an heftigen Schmerzen im Hals und im Hinter­kopf, konnte nur noch Büroarbeiten versehen und sollte sogar frühzeitig pensioniert werden, als er plötzlich vor einigen Wochen überaus heftige Husten­anfälle erlitt, in deren Verlauf er die Kugel aus­hustete. Das bisher in den Akten vergrabene Ver­fahren gegen Unbekannt wegen Mordversuches an dem Polizeibeamten wurde nunmehr wieder aus­genommen, da man hofft, die zu der gefundenen Kugel gehörende Waffe ausfindig zu machen!

Das Vermächtnis auf der Küchenleiter.

(th) Los Angeles.

Ob man jemals mit diesem Prozeß um die Erb­schaft des Hermann Strathmann aus Los Angeles zu einem Abschluß kommen wird? Als nämlich dieser seltsame Mann starb, sind innerhalb der ersten zehn Tage nach seinem Ableben nicht weni­ger als neun Personen mitseinen letzten Ver­fügungen" aufgetaucht!

Drei davon konnten als Fälschungen sofort durch­schaut werden. Die Fälscher sitzen längst hinter Gittern. Drei andere Vermächtnisse stammen aus einer sehr frühen Zeit und sind überholt. Die meiste Aussicht aber hat bislang ein Testament, das au den Rand einer Küchenleiter geschrieben wurde. Es ernennt eine Miß Ellen Gotts zur Universal­erbin. Man kann deutlich auf einem Brett, das den Gerichten eingereicht ist, die Worte lesen:Ich liebe sie. Ich gebe all mein Hab und Gut Miß Ellen Gotts. Sie ist mein guter Geist." Es folgen auch Ortsangabe, Datum und Unterschrift. Es fehlt also nichts. Nur gjbt es ein paar zärtliche Ver­wandte, die behaupten, daß Hermann Strath­mann ein wenig verrückt gewesen sei in seinen letzten Lebensjahren. Deshalb müsse jedes Testa­ment, auch das auf der Küchenleiter, für ungültig erklärt werden.

Eskimos im 20. Jahrhundert.

(B. Li.) Kopenhagen.

nete Lebensbedingungen vorfindet, daß sie sich in absehbarer Zeit verhundertfacht haben wird. Die 7500 Mackenzie-Eskimos gehen also guten Zeiten entgegen. Porsild kennt diese Eskimos noch aus früheren Jahren. Er berichtet, daß noch in der ersten Nachkriegszeit den Eskimos Feuerwaffen gänzlich unbekannt waren. Auch Metall hatten die Eingeborenen so gut wie nie zu sehen bekommen. Sie schossen mit Pfeil und Bogen. Ihre Werkzeuge schnitzten sie sich aus Knochen. Die Frauen nähten mit Hilfe durchlöcherter Fischgräten.

Als der Stamm dann in Not geriet, ließ ihn die kanadische Regierung mit modernen Gewehren ver­sorgen. Nun ging es den Eskimos eine Zeit hin­durch glänzend, da sie mit Hilfe der Regierung die Pelze der von ihnen geschossenen Tiere zu guten Preisen loswurden. In überraschender Kürze ge­wöhnten sich die Eskimos an die Zivilisation des 20. Jahrhunderts. Sie ließen sich Petroleumöfen, Möbel und wer weiß was noch kommen. Die Herr­lichkeit nahm aber bald ein Ende, da der Wildbe- ftanb reißend abnahm. Die Mackenzie-Eskimos ge­rieten in Vergessenheit, bis vor fünf Jahren bekannt wurde, daß der Stamm zu verhungern drohe. Da die Eskimos nicht dazu zu bewegen waren, ihre Wohnstätten zu verlassen, kam man vor fünf Jahren auf den Gedanken, ihnen aus dem hohen Norden eine Herde zahmer Renntiere zu schicken. Mit 3000 Tieren machte sich der Däne Porsild von Alaska aus auf den Weg und kam schließlich nach fünf­jähriger Reife mit einer größeren Herde bei den Eskimos an, als er in Alaska mitgenommen hatte. 800 Kälber waren unterwegs geboren worden. Die Eskimos hielten die Tiere zunächst für Wild und

Ein großer Teil des Wohlstandes Chinas war da­mals in die Auslandkonzeffonen, besonders nach Schanghai, geflüchtet. Diese Situation meisterte Tschiang-kai-schek, indem er die Nanking- Regierung schuf. Trotzdem Borodin einen Preis von einer halben Million Dollars auf den Kopf seines früheren Mitarbeiters ausgesetzt hatte, ging dieser in Schanghai frei umher und der russische Agitator mußte nach vierjährigem Aufenthalt das Feld seiner Tätigkeit räumen und nach Urga (Ulan- Bator) fliehen. Die Wuhanregierung in Hankau brach zusammen. Tschiang-kai-schek wurde, nachdem er in Nordchina den stets zu Japan neigenden Tsang-tso-lin besiegt hatte, am 10. Oktober 1928 zum Präsidenten der Republik China gewählt.

Das Jahr 1929 brachte im Sommer die Kämpfe gegen die Kiangsi-Gruppe und im Herbst den Sieg über den mächtigen General Feng-Pu-hsiang den christlichen General, der über die drei nord­westlichen Provinzen Chinas gebietend, seine mili­tärischen Kräfte vielfach aus der Mongolei rekru­tiert hatte. Feng hatte lange ein Doppelspiel ge­trieben, indem er einerseits das bolschewistische Erbe Borodins weiterpflegen wollte, und dahin arbeitete, den linken Flügel der Kuo-min-tang und die Wu­han-Regierung in Hankau wieder aufzurichten. Trotzdem beteiligte sich Feng mit einem mächtigen Flankenstoße an dem Feldzuge Tschiang-kai-scheks gegen Tsang-tso-lin. Feng, dessen Umtriebe erkannt wurden, wurde dann in Nordchina völlig besiegt.

Der General Tsang-tso-lin, seit 1922 un­abhängiger Herrscher der Mandschurei, fand seinen Tod, als er auf dem Rückzug nach Norden seinen Truppen folgend, am 4. Juni 1928 einem Eisen­bahnattentat zum Opfer fiel. Die chinesische Presse schob die Schuld an der Eisenbahnsprengung I a - pan in die Schuhe. Denn dieses Land trat als­dann auf den Plan, um das Erbe Tsang-tfo-lins anzutreten. Seitdem mußte sich Tschiang-kai-schek, dem jetzt durch den Anschluß Nordchinas die Einig­keit Chinas einigermaßen gesichert erschien, zum Kampf nach zwei mächtigen Fronten entschließen, im Süden gegen den in Fukien aufflackernden Kommunismus und im Norden gegen I a - pan, das Reich der aufgehenden Sonne.

Japan war in seiner politischen Machtentfaltung durch das katastrophale Erdbeben des Jahres 1923 im Bereich der Sagamibucht bei Tokio auf einige Jahre zurückgeworfen worden, seit dem geheimnis­vollen Tod Tsang-tso-lins, des Diktators der Man­dschurei, sah es sich veranlaßt, seine Ansprüche auf die Mandschurei geltend zu machen, besonders nach­dem sich der Sohn Tsang-tso-lins, H u e h l i a n g , für die Kuo-min-tang erklärt hatte. Bevor jedoch die japanische Frage akut wurde, mußte Tschiang- kai-schek nochmals eine im Werden begriffene und von General Feng unterstützte Gegenregierung in Peiping Niederkämpfen (1930). Als dann das Ein­rücken der Japaner in die Mandschurei nach dem Zwischenfall von Mukden im Jahre 1931 erfolgte, steigerte sich die Siedehitze des chinesischen Chau­vinismus derart, daß Tschiang-kai-schek im Dezem­ber 1931 zurücktreten mußte, weil er der durch das nationale Studententum beeinflußten Kriegsstim­mung nicht Rechnung tragen wollte. Boykott und antijapanische Stimmung stiegen in China auf eine Höhe, daß Japan zu Beginn des Jahres 1932 einen Zwischenfall als Vorwand benutzte, um bei Schanghai Truppen zu 1 a n d e n. Die Er­eignisse bei Schanghai, wo 90 OOO Japaner die 19. chinesische Armee nach sechswöchigen schwe­ren Kämpfen um Tschapei besiegten, waren die Veranlassung, daß Tschiang-kai-schek wieder zum Oberbefehlshaber des Heeres ernannt wurde. Der von ihm vollzogene Waffenstillstand von Tamgku bedeutete eine Niederlage der völkischen Politik Chinas, die Tschiang-kai-schek unverschuldet aus­gleichen mußte. Die vielen Vorstöße der Kuo-min- tang gegen Norden, welche bie Privilegien der fremden Konzessionen brechen sollten, waren um­sonst gewesen.

(Fortsetzung folgt.)

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vielleicht vor die schwerwiegendsten Entscheidungen einer politischen Tätigkeit gestellt worden. Nach­dem am 1. November 1935 der das Einverständnis mit Japan fördernde Ministerpräsident Wang- t s ch i n g w e i so schwer verwundet worden war, daß er seine Amtsgeschäfte nicht mehr ausüben konnte, wurde die verantwortliche Aufgabe, das heikle Verhältnis mit Japan auszugleichen, er­neut in die Hände des bewährten Führers Tschiang- kai-schek gelegt. Die politischen Verhältnisse sind heute undurchsichtiger als je, das unterirdische Her­anwachsen unzufriedener Stimmungen, sowohl im Innern, wie außerhalb des chinesischen Reiches mutet wie das Hereinbrechen katastrophaler Ereig­nisse an. Wenn man in diesem Zusammenhänge das Bild des chinesischen Führers betrachtet, wie es ich seit Beginn der Revolution entwickelt hat, so bietet diese Beurteilung vielleicht Anhaltspunkte für die Möglichkeiten in der Zukunft, jedenfalls kann man daraus ersehen, daß ein zielbewußter Führer die Schicksale Chinas in Händen hält. Besonders wird gegenwärtig der eine Gesichtspunkt ins Auge zu fassen sein, das Verhältnis Chinas zu der Sowjetrepublik, das im Laufe der chinesischen Revolution alle möglichen Auswir­kungen erfahren hat und das auch gegenwärtig die chinesische Politik nicht unberührt lassen kann.

Die Einstellung Tschiang-kai-scheks zu dieser schick­salhaften Frage und andern Schwierigkeiten der äußeren Politik, die mit kriegerischen Ereignissen wechselnde parteipolitische Entwicklung, dem Aus­bau der Verwaltung des Reiches, das Problem einer sozialen Agrarreform, die Schaf­fung von Verkehrswegen und einer Armeemacht, chließlich noch der Kampf mit teils ehrgeizigen, teils gewinnsüchtigen Generalen, diese Momente kennzeichnen den Weg, den der bedeutendste mili­tärische Führer Chinas seit dem Beginn der gro­ßen Revolution im Jahre 1911 durchlaufen hat.

Als Sun-yat-sen die Parole zur Bekämpfung der ausländischen Eindringlinge ausgegeben hatte, war Tschiang-kai-schek sein Sekretär. Den christlichen Sun-yat-sen, dem er später durch die Verheiratung mit einer Tochter der vornehmsten christlichen chine­sischen Familie in Schanghai, der Familie Soong, verschwägert wurde, unterstützte er in seinen idea­len Revolutionsideen bis zu dessen Tode im Jahre 1925, sogar zu einer Zeit, als dessen eigener Sohn aus der Kuo-min-tang - Partei austrat. Teils po­litisch tätig, teils als Vorstand der Militärakademie in Wampoa bei Kanton (1924), wo mit russischen Instrukteuren die Wampookadetten herausgebildet wurden, schuf er sich bald eine Stellung, die ihn mit Auszeichnung über feine Mitarbeiter hob. Mit dem russischen Sendboten Michael Borodin gemein­sam, errang er seine ersten Kampfeserfolge über den General Tschen. Am 28. Mai 1926 wurde er Oberbefehlshaber der chinesischen Armee und schickte sich, noch noch nicht.40 Jahre alt, an, Nordchina dem General Wu zu entreißen. Nachdem sich im März 1927 die Truppen Wus aus Nanking und Schang­hai zurückgezogen hatten, kündigte Tschiang-kai-schek dem roten Borodin die Freundschaft auf und grün­dete am 14. April 1927 eine Gegenregierung in Nanking. Dadurch daß Bprodin die fremdenfeind­liche chinesische Bewegung in eine soziale Revolu­tion umformte, wobei sich dem patriotischen Jung­chinesen der Mob der Straße an die Seite stellte, wurde das chinesische Bürgertum, das über die begangenen Grausamkeiten und Räubereien ent­setzt war, der Kuo-min-tang - Bewegung ent­fremdet. Der russische Einfluß verlor den Bei­stand des wohlhabenden und gebildeten Chinesen- tums, besonders der Auslandchinesen, die sehr frei­gebige Geldgeber Sun-yat-sens gewesen waren.

Oberhessen.

Glückwunsch des Führers zum Dienstjubiläum.

LPD. Friedberg, 13. März. Der Büro» bireftor bei dem Amtsgericht Friedberg, Jakob Neff, blickt am 14. März auf eine 48jährige Dienstzeit zurück. Aus diesem Anlaß hat ihm der Führer und Reichskanzler feine besten Wünsche ausgesprochen und damit seinen Dank und seine Anerkennung für die dem Reich geleisteten treuen Dienste verbunden.

Fachschaststagung in Friedberg.

Der Getreidewirtschaftsverband, der Kartoffel­wirtschaftsverband, der Schlachtviehverwertungs­verband und deren Landesfachschaften halten am 18. März in Friedberg im Hotel Trapp eine Fach­schaftstagung ab.

Die Tagung der Fachschaft der Viehverteiler findet um 10 Uhr statt, während die Fachschaften der Getreide- und Kartoffelverteiler um 14 Uhr in gemeinsamer Veranstaltung tagen.

Die Kreisbauernschaft Oberhessen-West macht die arischen Fachschaftsmitglieder nochmals aufmerksam, daß es sich um eine Pflichtoersammlung handelt und ihr Erscheinen dringend erforderlich ist.

Landkreis Gietzen.

* Daubringen, 13. März. Die Verbrau­chergenossenschaft Gießen veranstaltete für ihre Mitglieder der hiesigen Verteilungsstelle in der Wirtschaft von Ludwig Schäfer einen Familienabend. Geschäftsführer Stork (Gie­ßen) erstattete einen ausführlichen Jahres- und Geschäftsbericht und konnte mitteilen, daß sich der Umsatz der Verteilungsstelle Saubringen im ver­gangenen Jahre um 2000 auf 44 000 Mark gehoben habe. Musikalische Darbietungen und humoristische Vorträge hielten die Teilnehmer der Veranstaltung bei einer Kaffeetafel noch geraume Zeit beisammen.

)( Allendorf a. d. Lda., 12. März. Gestern abend hielt die hiesige Ortsgruppe der N S. - Frauenschaft im Saale der Gastwirtschaft Horn einen Pflichtabend ab, zu dem auch die hie­sige Evangelische Frauenhilfe, sowie der hiesige Kirchengesangverein eingela­den waren. Frau Harth eröffnete die Versamm­lung mit kurzen Begrüßungsworten, in denen sie auch auf die jüngste Tat des Führers und die be­vorstehende Reichstagswahl hinwies. Ein aus der Mitte der Mitglieder gebildeter Sprechchor trug anschließend den Tagesspruch vor. Sodann kam ein Frühlingsgedicht zum Vortrag. Vom Kirchengesang­verein, unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Heil, wurden zwischendurch drei Lieder ftim? mungsvoll zu Gehör gebracht. Hierauf sprach Orts- bauernführer Wilhelm Rein über das Thema: Die Frau in der Erzeugungsschlacht". Der Redner beschrieb in großen Umrissen den Wirkungskreis der Frau in Haus, Hof, Stall und Garten. Be­sonders eingehend behandelte er die Geflügel- und Kleintierzucht und den Gartenbau. Zahlreiche sach­dienliche Fragen aus der Mitte der Versammlung, die durch den Redner alle prompt beantwortet wur­den, zeugten von dem großen Interesse der Zuhöre­rinnen. Nachdem Frau Harth dem Redner für seinen lehrreichen Vortrag gedankt und die Zu­hörerinnen ermahnt hatte, die gegebenen Finger­zeige in Zukunft zu beachten, wurde mit dem Treugelöbnis für den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und dem Gesang des zweiten Verses des Deutschland-Liedes die Versammlung geschlossen.

wg. Großen-Buseck, 13. März. Heute wurde im hiesigen Gemeindewald die letzte Holzver- ftetgerung abgehalten. Außer einigen Eichen- und Fichtenstammen kamen nur Fichtenstangen zum Verkauf. Bei reger Beteiligung wurden bezahlt für Fichtenstangen 1. Klaffe 1,20 bis 1,50 RM., 2. Kl. 0,80 bis 1,00 RM., 3. Klaffe 40 bis 60 Rpf. je Stück.

* Allendorf a. d. Lahn, 14. März. Der 28jährige Bahnbeamte Erich B e i l e ck e von hier zog sich bei einer Sportübungsstunde eine leichte Gehirnerschütterung zu und mußte in die Klinik gebracht werden.

s. Lang-Göns, 13. März. Bei dep jüngsten Eintopfsammlung am Sonntag ging in der Ortsgruppe Lang-Göns der schöne Betrag von 200,95 Mark ein. Das war der bisher höchste Be­trag einer Eintopfsammlung.

+ Lang-Göns, 14. März. Am heutigen Tage können unsere Mitbürger Konrad Rudolph und seine Ehefrau Katharina, geb. Wenzel, Obergasse, im Kreise ihrer fünf Kinder, der Enkel und Ur­enkel das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Das Jubelpaar, der Ehemann steht im 79. Lebens­jahre, die Frau im 73., erfreut sich der besten kör­perlichen und geistigen Frische.

= Lich, 13. März. Dieser Tage wurde im hiesi­gen Rathaus ein neuer Ausbildungskurs des Roten Kreuzes für Samariterin­nen eröffnet, zu dem sich 25 Frauen und Mädchen angemeldet hatten. In Verhinderung der Vorsitzen­den des Alice-Frauenvereins begrüßte die stellver­tretende Vorsitzende, Erbprinzeffin Her­mann Otto zu Solms-Hohensolms» Lich, die Erschienenen, insbesondere die Kreis­gruppenleiterin Baroneß Ernestine von Rabenau (Großen-Buseck) und Dr Neun- Höffer (Lich), dankte letzterem, daß er sich wieder in selbstloser Weise für die Ausbildung der Sama­riterinnen zur Verfügung gestellt hat und brachte auf den Führer und Kanzler, den Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes ein dreifaches Sieg-Heil aus. Der Unterricht wurde sofort ausgenommen. Er wird am Freitagabend von Dr. Neun Höf­fer, am Dienstagabend von der Ortsgruppenführe­rin, Frau Regina Giesel er, mit den bereits ausgebildeten Samariterinnen erteilt. Am Schluß des Abends sprach noch die Kreisgruppenleiterin zu den Kursteilnehmerinnen über die Arbeit des Roten Kreuzes, die Stellung der Samariterinnen innerhalb desselben und die Aufgaben und Pflich­ten der Hilfskräfte.

= Steinheim, 13. März. Die Bautätig­keit hat hier bereits begonnen. Es wurde ein baufälliges Wohnhaus niedergelegt, an dessen Stelle ein Neubau erstehen soll. Auch an drei wei­teren Baustellen wurde der Baugrund vorbereitet und die notwendigen Baumaterialien herbeige­schafft. In den Baumanlagen auf dem Kalten­rain herrscht lebhafte Tätigkeit. Allenthalben ist man mit der Durchführung von Baumpflegearbei- t e n beschäftigt. Eine große Anzahl dürrer und abgängiger Bäume wurde auf Veranlassung der Obstbaubereinigungskommission entfernt. Der O b ft- und ©artenbauoerein unterstützt alle Pflegemaßnahmen.

§ Obbornhofen, 13. März. Die Reichs» bodenfchätzungskommission hat in die» sen Tagen in der hiesigen Feldmark ihre Arbeiten in Angriff genommen, um einwandfreie Grundla»