fern, wenn man durch die engen und winkligen Gassen des Barrio Santa Cruz, des typischsten Viertels Alt-Sevillas, und der anderen Stadtteile geht. Weiß glühen die glatten Wände der Häuser, nur von den schmalen Balkons und den Gittern der Fenster unterbrochen, in der Mittagssonne, und durch kunstvolle (Sittertüren blickt man hinein in die Patios, in die Jnnenhöfe maurischer Art, wie sie — mehr oder weniger prächtig — hier in Andalusien alle Häuser haben. Als Schutz gegen die Hitze sind in den Straßen Sonnensegel von Dach zu Dach gespannt, und vor den Casss und Klubs in der Calle de las Sierpes und den anderen Hauptverkehrsstraßen sitzen die Sevillaner in dichten Scharen und im süßesten far niente.
Aus den Tag in Sevilla folgt ein Abend und eine Nacht, die wir nie vergessen. Nicht nur die Feria mit ihrem bunten Jahrmarktstreiben ist daran schuld und die Deutsche Schule, die von uns auf dem Bahnhof festlich Abschied nahm, bevor uns der Lloyd-Sonderzug zurück nach Cadiz zu unserem Dampfer „General von Steuben", zur Fortsetzung unserer Reise nach dem Süden, führte. Ein silber-
ner Mond schien durch die Palmen der öffentlichen Gärten, und draußen an der Plaza de Espana erwachte Sevilla nach dem heißen Tage zu nächtlichem Leben. In dichtem Korso fahren die Autos stundenlang um den Platz. Hier zeigt „man" sich und feine eleganten Wagen, hier sitzt man in den Casös, aus denen das Radio laut in die Nacht lärmt, hier flaniert man auf dem Bummel, dem Paseo. Und hier ist auch die schöne Sevillanerin zu finden. In den Autos fährt sie vorbei, sie promeniert und flirtet auf den Wegen rund ufn den Paseo — nie allein, selbstverständlich, sondern in der sicheren Hut irgendwelcher Anverwandten. Es liegt eine unerhörte Stimmung und Lebendigkeit über diesem ganzen Bilde: Die Palmen, nächtliche Schatten in den dunklen Himmel werfend, der Mond, das Summen der sich ergehenden Menge. Wir sind auch in anderen Städten Spaniens schon abends durch Straßen und Parks gebummelt. Aber das hier ist anders. Vielleicht ist es die Lauheit der Luft, vielleicht die schwarzen Wipfel der Palmen und der silberne Mond. So fremdartig ist es, und fast wie ein Abenteuer — in der Heimat Carmens.
Wirtschaft.
Oie Jndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
29: Bestimmungen über die Versendung von
Wertbriefen und Paketen nach dem Auslande.
30: Höchstzulässige Preise für rohe Felle und Häute der Zolltarif-Nr. 153.
31: Aenderungen der Einfuhrumsatzsteuer in der Tchechoslowakei.
32: Vorschriften über den Deredelungsverkehr und private Verrechnungsgeschäfte mit Polen.
33: Schweizerisches Verbot von Wertbriefsendungen nach Deutschland.
34: Ümsatzsteuerumrechnungssätze für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel im Dezember.
35: Zolltarifänderungen in Lettland.
36: Zuteilung der rumänischen Einfuhrquoten für das 1. Vierteljahr 1936. — Sonderkontingente für Deutschland.
Rhein-Mainische Börse.
Mittagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 13. Jan. Da die Nachfrage der Kundschaft sich verringert hat, eröffnete die Börse am Wochenanfang zwar weiter freundlich, aber doch mit wesentlich stillerem Geschäft. Die Kulisse verhielt sich zunächst abwartend, teilweife schritt sie noch zu einigen Gewinnmitnahmen. Die feste Haltung einiger Spezialwerte gab jedoch weiterhin einige Anregung.
Am Aktienmarkt waren Kurserhöhungen von 0,5—1 v. H. im Durchschnitt daher allgemein. Nur wenige Papiere setzten mäßig niedriger ein, so Siemens mit 167,50 (168), RWE. mit 128 (128,65) und Hoesch Eisen mit 86,25 (86,50). Lebhafter waren erneut AG. für Verkehrswesen mit 97,90 (95.50), da sich die Schätzung der Dividende auf 6 statt bisher 5 v. H. verdichtet. Außerdem fanden Daimler Motoren stärkere Beachtung zu 95,75 bis 96,25 (95), wobei ebenfalls, allerdings vage Dividendengerüchte mitsprachen. Montanaktien lagen zumeist 0,25—0,50 v. H. höher, im gleichen Ausmaß freundlicher eröffneten IG. Farben und Deutsche Erdöl. Elektroaktien notierten bis 0,50 v. H. fester. Schuckert stiegen auf 125,65 (124,50). Maschinen- und Metallwerte lagen bis 0,65 v. H. höher, Metallgesellschaft gewannen 1,25 v. H. Zellstoff- und Bauaktien stiegen von 0,50—1 v. H., ferner erhöhten sich Westdeutsche Kaufhof um 1 v. H. auf 29,75, Südd. Zucker auf 199 (198,50), Bemberg auf 105 (104,50). Schiffahrtsaktien und Reichsbankanteile lagen behauptet.
Der R e n t e n m a r f t lag bei behaupteten Kursen still. Altbesitz 110, späte' Schuldbuchforderungen 96,50, Kommunal-Umschuldung ca. 87,65, Zinsvergütungsscheine ca. 92,45 (92,40). Von fremden Werten 5proz. innere Mexikaner 5,85 (5,75), 5proz. Rumänen 7 (6,50), 4proz. Ungarn Gold 9,50 (9,55).
Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktienmarkt freundlich, das Geschäft bewegte sich aber weiterhin in ruhigen Bahnen. Etwas lebhafter und fester lagen noch AG. für Verkehr mit 98,75—98,50 nach 97,90, AEG. mit 37,75 nach 37,13, IG. Farben mit 148,50—149,25 nach 148,90, Stahlverein mit 78 nach 77,50 Die verspätet zur Notiz gekommenen Papiere lagen meist höher, besonders BMW. mit 122 (120,50), Lechwerke mit 100 (98,25), Dt. Linoleum mit 144,75 (144).
Am variablen Rentenmarkt traten keine Aenderungen ein, etwas leichter waren zertif. Dollar-Bonds. Der Pfandbriefmarkt blieb durchweg voll behauptet, auch Stadtanleihen lagen zumeist unverändert, etwas fester 4,5proz. Mainz mit 92,13 (91,75). Industrie-Obligationen lagen nicht ganz ein
heitlich, aber meist nur wenig verändert. Am Auslandsrentenmarkt gingen Ungarn Gold auf 9,45 nach 9,50 zurück, auch Mexikaner lagen meist nur knapp gehalten, etwas höher waren 4proz. Türken Bagdad I mit 9,50 (9,25).
Im Freiverkehr wurden bewertet: Adlerwerke 101,50—102 (101,50), Wayß & Freytag 89 (88,50), Veithwerke 103,50 (102), Growag 79,50 (79). Tagesgeld unv. 2 v. H.
Abendbörse ruhig.
An der Abendbörse lagen keine Kundschaftsausträge vor. Das wenige Geschäft lag in Händen des berufsmäßigen Börsenhandels, der eher etwas Material übrig hatte und zu Glattstellungen bzw. Gewinnmitnahmen geneigt war. Infolgedessen ergaben sich, insbesondere im Vergleich zu den Frankfurter Schlußkursen, einige leichte Rückgänge von etwa 0,25 bis 0,50 v. H., während gegen den Berliner Schluß- und Nachborsenverkehr die Kurse etwa gehalten warne. IG. Farben ermäßigten sich auf 149,25 bis 149 (149,40), Bekula auf 136,75 (137,40), andererseits erhöhten sich Goldschmidt auf 110,50 (109,65) und Siemens auf 167,50 (167). Die Grundstimmung blieb im ganzen freundlich. Am Kassamarkt hielten sich Großbankaktien auf dem befestigten Mittagsstand unverändert. Von Jndustriewerten zogen Faber & Schleicher auf 55 (54), Dresdner Schnellpressen in teilweiser Anpassung an Berlin auf 79 (74,75) an. Der Rentenmarkt lag nahezu völlig geschäftslos und unverändert. Etwas matter waren weiterhin die meisten zertifizierten Dollar-Bonds. Auslandsrenten lagen still.
U. a. notierten: Altbesitz 109,90, IG. Farben- Bonds 124, ReichsbahmVorzugsaktien 121,50,4 v. H. Schweizer Bundesbahn 187,25, Commerzbank 87, DD.-Bank 87, Dresdner Bank 87, Pfälzische Hypothekenbank 85, Buderus 96,75, Harpener 109,50, Klöckner 83, Mannesmann 81,13, Mansfeld 125,25, Hoesch 85,50, Rheinstahl 108,50, Laurahütte 21,40, Stahlverein 77,40, AKU. 53,25, AEG. E 37,65, Bekula 136,75, MAN. 98, IG. Chemie volle 169, Conti Gummi 164,50, Daimler 95, Deutsche Erdöl 108,65, Scheideanstalt 217, Deutsche Linoleum 144,50, Dresdner Schnellpresse 79, Faber & Schleicher 55, IG. Farben 149,25 bis 149, Feinmechanik Setter 80,50, Gesfürel 126, Goldschmidt 110,50, Hanfwerke Füssen 89,50, Holzmann 92,25, Jung- hans 84,50, Muag 77,50, Miag Mühlenbau 84, Motoren Darmstadt 94,25, RWE. 128,25, Schuckert 125, Siemens 167,50, Schramm Lack 81, Westdeutscher Kaufhof 30,13, Süddeutsche Zucker 199, AG. für Verkehrswesen E 97,50.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 13. Jan. Das leicht erhöhte Weizenangebot aus der Wetterau und Kurhessen genügt der mäßigen Mühlennachfrage. In Roggen haben die Zufuhren gegenüber dem Vormonat weiter abgenommen; Käufer sind zuerst die Landmüh- len. Für Brau- und Jndustriegerste sind die Käufer bei besserem Angebot gegenüber den festen Forderungen zurückhaltend. In Hafer liegt nur ungenügendes Angebot vor. Weizenmehl ist vorläufig noch ruhig; der Roggenmehlabsatz der hiesigen Mühlen ist unbefriedigend. Kleie lebhaft gefragt, Biertreber leicht nachgebend.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 207, W 16 210, W 19 214, W 20 216; Roggen R 12 170, R 15 173, R 18 177, R 19 179; Sommergerste für Brauzwecke 225 bis 230, Weizenmehl W 13 28,15, W 16 28,40, W 19 28,40, W 20 28,75, Roggenmehl R 12 22,15, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausaleich: Weizennachmehl 17, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80,
W 19 11, W 20 11,10; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation; Soyaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Trockenschnitzel 8,92, Großhandelspreis ab Fabrikstation, Heu 8,70 bis 9, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,80 bis 4, gebündelt 3,50 bis 3,80.
Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3,20, gelbfleischige hiesiger Gegend 3,05, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 2,75 Mark per 50 Kilo bei Waggonbezug Frachtparität Frankfurt a. M.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 13. Jan. Auftrieb: Rinder 1112 (gegen 815 <im letzten Montagmarkt) darunter 188 Ochsen, 79 Bullen, 702 Kühe, 143 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 1 Färse. Kälber 474 (515), Schafe 28 (169), Schweine 2729 (2429). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43 (am 6. Januar 43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 40 bis 43 (41 bis 43); Bullen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 40 bis 43 (42 dis 43); Kühe a) 43 (43), b) 38 bis 43 (40 bis 43), c) 30 bis 36 (33 bis 39), d) 23 bis 29 (25 bis 32); Färsen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 40 bis 43 (42 bis 43). Kälber andere a) 62 bis 70 (66 bis 70), b) 51 bis 61 (56 bis 65), c) 40 bis 50 (46 bis 55), d) 30 bis 39 (33 bis 43). Lämmer und Hämmel b2) 50 (48), c) 48 bis 49 (46 bis 47); Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) — (51); Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). Marktoerlauf: Rinder sehr lebhaft, geringe Kühe Ueber- stand. Kälber ruhig, geräumt. Hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft.. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftanb: Rinder 54, darunter 8 Ochsen, 46 Kühe.
Großhandles preise fürFleisch- und Fettwaren. Beschickung des Fleischgrvßmarktes: 633 Viertel Rindfleisch, 63 ganze Kälber, 20 ganze Hämmel, 214 halbe Schweine, 8 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75, Bullenfleiesch b) 74 bis 77, Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68, Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: Roher Speck unter 7 cm Höchstpreis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf ruhig.
Hunhfunfprogramm.
Mittwoch, 15. Januar.
6 Uhr: Choral; Morgenspruch; Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 9.30: „Die Wache zieht auf". 10.15: Schulfunk. 10.45: Hausfrau hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15:
Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Lebendige Landschaftsgestaltung. Mit dem Garten- bauinfpeftor unterwegs. 15.30: Bücherfunk. 15.45: „Die Ausgrabung von Olympia — eine deutsche Tat." Von Ferd. Schollmeyer. 16: Aus Gießen: Blasmusik. Ausführung: Regimentsmusik des Inf.« Regts. 36, Gießen unter Obermusikmeister E. Krauße. Volksmusik: Zither und Harmonika spielen auf. Als Einlage von Frankfurt: Franz Baumann singt volkstümliche Lieder. 17.30: Der Wein auf der Anklagebank. Bericht aus dem Wein-UntersuchungsamL in Mainz. 18: Nachmittagskonzert. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. Ein Volk vergeht — ein Volk steht auf. 20.45: Bunte Stunde. Mit,^raft durch Freude"—in Wiesbaden-Biebrich.
Donnerstag, 16. Januar:
6 Uhr: Choral — Morgenfvruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert, ausgeführt von dem kleinen Orchester. In der Pause, 7: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.30: Zeitgenössische Musik. Kompositionen von H. Lemacher. „Extrablattverkäufer während des Weltkrieges", von Arbeiterdichter Matthias Ludwig Schroeder, Trier-Hilden, vorgetragen von Ernst Gläser. Lieder von Hugo Wolf. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11,30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen Zwei und Drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 16: Konzert. 17.30: Launiger Leitfaden für Sprachfreunde. 17.45: Bücher- kunde des Monats. 18: Konzert. 19.45: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Kompositionen von Kamillo Horn. 21.30: Der Freiburger Luftpolizist. Eine Humoreske von Hans Tyff. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Tanzmusik. 24—2: Nachtmusik.
Vereidigung der NS.-Gchwestern des Gaues Hessen-Nassau.
LPD Darmstadt, 13. Jan. In einer Feier, die am 17. Januar nachmittags im Städtischen Saalbau stattfindet, werden die NS.-Schwestern des Gaues Hessen-Nassau durch den Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger vereidigt. Ferner sprechen bei der Feierstunde Gau» amtsleiter Bürgermeister Haug, Hauptsamtsleiter H i l g e n f e l d t und die Reichsfrauenführerin Frau Scholz-Klink. Die Reichsvertrauens» schwester Käthe Bottger wird die Broschen überreichen. Am Abend findet eine Großkundgebung des Amtes für Volkswohlfahrt statt, bei der Haupt- amtsleiter Hilgenfeldt und Reichsfrauenfüh» renn Frau Scholz-Klink das Wort ergreifen werden.
Die Hauptstelle für Pflanzenschutz in Gießen.
Mancher mag sich schon die Frage vorgelegt haben, ob es wohl — wie für Mensch und Tiere — auch Aerzte für Pflanzen gibt, Fachleute also, die sich mit der ungeheueren Zahl von Erkrankungen unserer Pflanzenwelt beschäftigen und Ratschläge zur Verhütung und Heilung dieser Krankheiten erteilen. Die Zielgebung der dritten Welle der zweiten Erzeugungsschlacht zeigt, daß dem Pflanzengesundheitsdienst im Rahmen der Sicherung unserer Kulturpflanzenerzeugung in gleicher Welse eine erhebliche Bedeutung zukommt wie dem Tiergesundheitsdienst ober Veterinärwesen in der Tierhaltung.
Dräger dieses Pflanzengesundheitsdienstes in unserem Gaugebiet ist als „Pflanzengesundheitsamt" die Hauptstelle für Pflanzenschutz in (Sieben, die als Außenstelle der Landesbauern- bW angehört. Als wichtigste Aufgabe hat sie im Rahmen der Arbeiten des Reichsnährstandes für weitgehendste Aufklärung der Pflanzenbauer Sorge zu tragen. Nicht nur kurze, allgemein verständliche Aufsatze und Pressehinweise oder Vorträge und Lehrgänge dienen dieser Arbeit, sondern alljährlich werden von ihr viele Tausende von Flugblättern Merkblättern, Aufrufen und Bekämpfungsanweisungen zum Versand gebracht, die jedem Bauer, Landwirt und Gärtner wertvolle Anregung für den Schutz vor Mißwuchs in seinen Kulturen bieten, geöer deutsche Volksgenosse kann völlig kostenlos den Rat dieser Stelle in Anspruch nehmen und Auskunft über Bekämpfungsmaßnahmen und -mittel gegen Pflanzenkrankheiten und -fchädlinge erbitten. Ss handelt sich jedoch heute im nationalsozialistischen Staat nicht allein darum, einzeln vorkommende Pflanzenkrankheiten zu heilen, sondern es muß durch eine ausgedehnte freiwillige Schädlingswehr dafür Sorge getragen werden, daß die Hauptstelle auf schnellstem Wege über das Vorkommen wichtiger Erkrankungen unterrichtet wird und unter Zuhilfenahme dieses Sanitätsdienstes die nötigen Maßnahmen zur allgemeinen Kenntnis der Anbauer bringen kann. Dieser Dienst ist in unserem (Sau so weitgehend ausgebaut, daß er eines der
wesentlichen Arbeitsgebiete der Hauptstelle entnimmt.
Um die Verschleppung gefährlicher Pflanzenfeinde, wie Kartoffelkäfer, Kartoffelkrebs, San-Jos6-Schild- laus, Reblaus, Kirschfliege und einer großen An- Zahl weiterer Krankheiten und Schädlinge zu mim öem, ift em weitverzweigter pflcmzenschutzlicher • Ausfuhrdlenst, also eine Pflanzenbeschau, eingerichtet. Pflanzen, die nach Deutschland herein- kommen ober ausgeführt werben, müssen auf Herz und Nieren geprüft, in vielen Fällen auch mit desinfizierenden Gasen behandelt werden. Dann erhalten sie eine Art „Gesundheitspaß". Auch Pflanzenschutzmittel und «gerate werden alljährlich m großer Zahl im Rahmen des Deutschen Pslcm- zenschutzdienstes unter Leitung der Biologischen Reichsanstalt in Berlin-Dahlem auf ihre Wirksamst geprüft, vor Unbrauchbarem gewarnt und Brauchbares dem Pflanzenbauer empfohlen.
Selbstverständlich wird nicht nur den Vorbeugen- den, allgemein pflanzenhygienischen Maßnahmen und der Frage der natürlichen oder kulturbedingten Widerstandsfähigkeit unserer Kulturpflanzen größte Beachtung geschenkt, sondern es ist eine wesentliche, selbstverständliche Aufgabe, daß auch den natürlichen Feinden unserer Schädlinge, also nicht nur den insektenfressenden Vögeln und anderen Wirbel- fieren, sondern vor allem auch den nützlichen Insekten, wie Schlupfwespen, Raupenfliegen, Raub- wanzen, Raubkafern, Florfliegen und dergleichen größte Schonung und Hege zuteil wird.
Wenn auch der Hauptstelle durch die verschieden- sten Gesetze und Verordnungen auf pftanzenschutz- uchem Gebiete in Fällen böswilliger Vernachlässig gung der Pflichten einzelner gegenüber ihren Volksgenossen unverantwortlich handelnder Pflanzen- bauer die Möglichkeit zu polizeilichen Eingriffen gegeben ist, so betrachtet sie es doch als ihre eigent- hebe Aufgabe, als Glied des Reichsnährstandes die Angehörigen desselben in freundschaftlicher Zusammenarbeit zu beraten und aufzuklären und damit zu ihrem kleinen Teil auch beizutragen zur Sicherung der Ernährung unseres Volkes.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Sranffurt a.M.
Aerlin
Devisenmarkt Vertin — Frankfurt a. 21L
11.Januar
13.Januar
Amtliche Notierung
Geld | Aries
Datum
Amtliche Notierung
Geld | Aries
13.1.
13-1
Datum
12
110
109,9
110
109,9
99,9
99,7
99,9
99,9
15,5
15,65
97,75
97,75
97,75
97,8
96,4
96,4
96,25
96,25
148,65
149,4
101,25
100,9
93,25
93
113,75
113,25
4|
91,25
92,5
7 120,65
96,5
96,5
6j
101,5
2,478
101,75
2,482
2,473
2,477
Banknoten.
101,4
101,65
Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .......
97
97
4
61,45
61,69
I 27 I 27,4 I - I 88,75 89 -
I 198,5 | 199 I 198,5 I
27
9,5
198,5
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.
Lombardzinsfuß 5 v. H.
95
144
7
7
96,75
108,13
109,5
86,5
154
126
83,75
80,75
86
86,5 182,75
96,75
108,65
109,5
85,5
87
87
183
96,75
108,75
109,75
86,25
157
126
83,25
80,65
109,65
117,5
115
17,4
95,5
115,5
86,4
37,65
136,75
114,9
130
114,9
126
17,5
97,5
117
87
36,9
137,13
114,5
130
114,9
126
131,5
127,9
124,5
168,25
125,25
86
86,5
181,9
96,75
108,5
109,5
85,5
157
128
83,13
81,25
15,5
27
17,4
97,5
118
87
7 9
6 6
148,65
217,5
52,75 104,5 119-5
81,65
149
217
110,5
117,5
115,25
30,13
288,5
175
164,5
53,25
104,5
120,5
81,5
110,75
117,25
114,4
0,672 41,94
0,140 3,053 54,87
46,90
12,295 5,41
16,45 169,12
20,02 0,719
5,666 61,71
49,05 11,15
63,36 81,02 34,06
10,31
41,76
54,58
12,235
16,36
168,33
0,668 41,89
0,138 3,047
54,79 46,80
12,27 5,405
16,41
168,75 19,98 0,717 5,654 61,61
48,95 11,13
63,26 80,82 34,00 10,29
0,672 41,97 0,140 3,053 54,89 46,90
12,30 5,415 16,45
169,09 20,02 0,719 5,666 61,73
49,05 11,15
63,38 80,98 34,06
10,31
117
114
0,668 41,86 0,138 3,047 54,77 46,80
12,265
5,40 16,41
168,78 19,98 0,717 5,654 61,59 48,95 11,13 63,24 80,86 34,00 10,29
63,09
80,64
33,64
97
108,3
97
108,3
100,4
97
103,5
100,4
97
103,5
128,25
125
167,5
125,5
128,25
125
167
125,13
37,5
137,4
115
130,5
114,75
126
95
144,5
37
136,5
114,5
129,5
114,5
126,25
131,5
128,65
124,5
168
124,5
15,25
26
17,13
96
116,5
84,5
28,75
289,5
175
163,25
102,65
53,4
104,5
119
82,25
123,13
95,5
144,75
80,25
30
288
174
164,5
100,4
97
103,13
0
10
127,25
83
81,13
87
87
182,65
100,4
97
103,13
71/, 12 . 8
Daimler Motoren . Deutsche Linoleum
Schluß- kurs
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
63,35
80,96
33,78
6,5 9,13 5,225 39,5
Accumulatoren-Fabrtk
Conti-Gummi.......
Siemens L Halske Lahmeyer L Co. .
3- G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........
Goldschmidt .........
Rütgerswerke ........
Metallgesellschaft......
.. 0
.. 0
. 5
5
A.E.G. Bekula
91,5 I 92,25 !0,65 121,25
128 | 128
Schultheis Patzenhofer .......4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................g
6 O 7 O 8 O 0
Schluß», mittag» börle
30,75
1,4
9,55
9,4
9,5
14,13
4% desgl. Serie 11 ...'.........
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .
2y<% Anatolier ..............
Orenstein L Koppel Westdeutsche Kaufhof. Chade ..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten...............
102,75
52,75
104
119,5
81
122,4
95
143,25
78,9
29,13
289
174,75
164
9,25
7
9,25
5,2
39,25
Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstgdt..
1,45
9,35
9,4
9,4
14
9,65
6,75
9,3
5,4
39,25
6,9
9,25
5,3
39,5
Buenos Sitte-. Brüssel.....
Rio de Jan. . Sofia ......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Heljingfors.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien Oslo..... :
Men.......
Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neu hock ...
Mansselder Bergbau .. Kokswerke...........
Rheinische Braunkohlen Ryeinstahl...........
Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........
Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hambucg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............o
Reichsbank ................ 12
Grttzner................... q|
R^^twerke Höchst a.M.... 4
Süddeutscher Zucker ....... 101
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
41/i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
*/t% ehem.8% Hessische Landes- banl Darmstadt Gold R. 12....
b'/r% ehem. 4y,% Hess. Landes.
Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4%% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landcsb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mii
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4-/r% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
5y2% ehem. 4y2% Franks. Hyp..
Bank-Liqu.-Pfandbriese.......
b'/r% ehem. 4-4% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
iVi% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4'/r% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briefanst., Gold Komm. Cbl.VI Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 6%
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........6
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co............... 4
4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberreute 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/r% desgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.....................
Buderus .....
Deutsche Erdöl Harpener....................
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. g Ilse Bergbau ...............g
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ...............g
Mannesmann-Röhren........0
Schwedische Noten Schweizer Noten.. Spanische Sloten.. Ungarische Noten .
Äricl
2,445
41,92
54.80
12,275
16,42
169,01
Sranffurt a. M.
3LUIU <4 V. 5)., Berlin
Schluß- furd
Schlußk. Abendbörse
Schluß« fürs
Schlußf. Mittagbörse
11-1.
13-1.
11.1.
13-1.
| 125,5
125,25
125
125
——
117,25
116,75
217
217,5
216,75
215,75
108,5
108,5
108,5
108,75
77,4
77,4
77.4
77,4
18,4
18,4
18,25
18
122,5
124,5
123,5
125,9
119,5
120,5
119,75
121,5
184
182
185
183
Srannun a. Ni.
Äeriin
Schluß- (urs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- lurs
Schlußk. Mistag- börse
Datum
11.1
13-1.
11.1
13.1.
113,4
113,5
—
—
—
—
101,25
101,65
97
97
97
97
108,3
108,3
31,13
31,25
1,4
1,4
9,5
9,45
9,4
9,35
9,6
9,65
14,2
14,1
—
—
Lerlm, 13.Januar
Geld


