Wirtschaft
ist ein erfahrener Klangorganisator mit rhythrm- scher Empfindlichkeit. Auch Dammer hält sich als Ring-Dirigent tapfer, ohne allerdings das musikalische Bild vom Orchester her entscheidend beeinflussen zu können. Es stellt sich immer deutlicher heraus, daß diesem Hause ein überdurchschnittlicher Dirigent fehlt. Dieser Erkenntnis sollte sich gerade der Wagner-Apostel Rode nicht länger verschließen, wenn auch dem Wagner-Sänger ein fügsamer Kapellmeister erwünschter sein mag.
Daß eine solche Persönlichkeit auch in Walther Lutze nicht gewonnen ist, bewies — außer per untergeordneten Stellung — seine Nachgiebigkeit gegenüber der Bühne in „losca' und vor allem in der erstaufgeführten L o r tz i n g 'Oper "Die kleine Stad t". Inhaltlich stellte das Deutsche Opernhaus mit diesem Werk einen dankenswerten Versuch zur Diskussion. Denn Lortzings „Hans Sachs^ wurde durch Wagners „Meistersinger
Berliner Opern-Probleme.
Deutsches Opernhaus ganz neu! - Lortzings „Kleine Stadt".
Das Deutsche Opernhaus hat die Hälfte seines Programms für die laufende Spielzeit erfüllt. Es brachte bisher acht Premieren hinter sich und erreichte damit ungefähr die gleiche Zahl an Neueinstudierungen wie die S t a a t s o p e r. Da das Charlottenburger Institut aber erst beträchtlich später beginnen konnte, umschließt diese quantitative Leistung großen Fleiß und ernste Anspannung der Kräfte. Als Ergebnis der Anfangsverzögerung bot sich den Besuchern ein völlig erneuertes Haus. Nach modernen, raumkünstlerischen Grundsätzen und mit geschmackvollem Farbensinn ist ein Zuschauerraum entstanden, der die Charlottenburger Oper den schönsten Theatern Deutschlands an die Seite stellt. Die Besucher werden von vornherein in eine so festliche Stimmung versetzt, daß sich die künstlerischen Kräfte schon sehr zusammennehmen müssen, wenn sie die Erwartungen, die der Rahmen erweckt, durch musikdramatische Leistungen erfüllen wollen.
Die Aufführungspraxis des Deutschen Opernhauses lehrt, daß Generalintendant Wilhelm Rode die hohen Ansprüche auf doppelte Weise zu erfüb len bemüht ist. Er läßt die Raumpracht sich auch auf der Bühne fortsetzen in Szenerien, die durch phantafievolle Farbigkeit, Weiträumigkeit und Solidität des Aufbaus das Bühnenbild zu einem gewichtigen künstlerischen Faktor erheben. Benno von Arent, Edward Suhr und Paul Ha f e - rung brauchen sich über die zur Verfügung stehenden Mittel offenbar keine Gedanken zu machen und liefern durch ihre Bühnenräume ein anschauliches Beispiel dafür, was unter der von Arent auch ministeriell betriebenen „Gleichschaltung des Büynenbildes" zu verstehen ist.
Zum andern sieht Rode als erstrangiger Wagnersänger seine Mission in Aufführungen der Musik- dramen Richard Wagners, die dessen Schöpfungen auch in einem stark belasteten Repertoire- Theater eine Heimstätte sichern, an der sich Wagners Forderung erfüllt: daß „die unvollkommene Reproduktion (feiner Werke) sich äußerst vorteilhaft vor den sonst üblichen Leistungen des gleichen Theaters auszeichnet." Da sich in Berlin nun einmal keine Arbeitsteilung oder Uebereinfunft zwischen der Staatsoper und dem Deutschen Opernhaus erzielen läßt, vielmehr beide Häuser die gleichen Besucherschichten mit den gleichen Opern — oft am selben Tage — umwerben, ist in Charlottenburg eine ungewöhnliche Anstrengung erforderlich, um sich gegenüber den Wagner-Aufführungen von Bayreuther Format in der Staatsoper behaupten zu können.
Daß dies möglich ist, bewies schon die Eröffnungsvorstellung. Unter Rodes Spielführung und mit Karl Böhm als Gastdirigenten erstand eine „Meistersinger" - Aufführung, die in gesanglicher Hinsicht auf gleichmäßig hohem Niveau stand und szenisch einige Gipfelpunkte erreichte. Das Gewimmel der Festwiese zeigte allerdings eine Grenze, die nicht mehr überschritten werden darf. Wenn schließlich Rode als meisterlicher Sachs den Massen auf der Bühne den Rücken kehrte und seine Mahnung ins Publikum fang, so mochte die Anwesenheit des Reichskultursenats ausnahmsweise als Begründung hinreichen. Im allgemeinen sollte aber die Szene nicht zum künstlerischen Tribunal werden.
Bedeutsame Aufbauarbeit begann das Deutsche Opernhaus dann mit der Neuinszenierung des Nibelungen-Rings. „Rheingold" und „Walküre" sind bereits aufgeführt. Sie bekamen ihr künstlerisches Gesicht durch die gesanglichen Leistungen der besten Kräfte des Hauses: neben Rode als Regisseur und Wotan wurden Wagners Ansprüche erfüllt von Eyvind L g h o l m, Elisabeth Friedrich, Luise Miller. Elsa Lar- c 6 n (ein Stimmwunder!) und Willi Schirp, der als herrlich fundierter Bah dem Hause neu gewonnen ist.
Nach Erfüllung dieser programmatischen Ehrenpflichten kam das Deutsche Opernhaus dem Bedürfnis seiner 40 000 Stammsitzmieter entgegen durch Neuinszenierung von Puccins knalliger „T o s c a' und eine gediegene Einstudierung des „Barbier von Sevilla". Zwei neue Kräfte beherrschten hier die Bühne: Karl Schmitt-Walter, ein Figaro mit feinstem Spieltemperament und einem Bariton, der geschmeidig bis in tenorale Höhen klettert, und Irma Beilke, leider nur als Gast aus Leipzig, deren Rosine von einer bestechenden Wendigkeit und Strahlkraft der weichen, geschliffenen Stimme getragen wurde.
Ein besonderes Kapitel im Deutschen Opernhaus ist die Dirigentenfrage. Arthur Rother und Karl Dammer, im Rang einander gleich- geordnet, teilen sich in die größeren Opernaufgaben und in die vier Snmvhoniekonzerte. Beide sind zweifellos tüchtige Musiker. Der Aeltere, Rother,
Welche Erzeugnisse gelten als Fleischknochenmehl.
Fwd. Es besteht Veranlasiung, daraus hinzuweisen, daß nach § 53 der Verordnung zur Ausführung des Futtermittelgesetzes als Fleischknochenmehl nur em getrocknetes und gemahlenes Erzeugnis a) aus Rückständen der Herstellung von Fleischextrakt und anderen Fleischpräparaten, b) aus dem Fleisch geschlachteter gesunder Tiere, c) aus Fleischabfällen von Fleischgefrieranstalten und Konservenfabriken, benannt werden darf, sofern sein Gehalt an phosphorsaurem Kalk höher als 12 v. H. ist und 32 v. H. nicht übersteigt. Gemenge aus Knochenschrot, Tiermehl, Griebenkuchenmehl, Fleischkuchenmehl und ähnlichen Stoffen dürfen selbst dann nicht als Fleischknochenmehl benannt werden, wenn ihr Gehalt an phosphorsaurem Kalk zwischen 12 und 32 v. H. liegt. Derartige Gemenge sind Mischfutter nach dem Futtermittelgesetz, hinsichtlich deren insbesondere die Bestimmungen der §§ 2 bis 5 FMG. über Anmeldung, Benennung und Deklaration zu beachten sind. Nichtbeachtung dieser Vorschriften zieht Strafverfolgung nach sich.
Oie Bedeutung des heimischen Flachsanbaues für die Leinenindustrie.
Fwd. Unter den wichtigeren Gruppen der Textilindustrie hat sich die Leinenindustrie in den letzten Jahren am günstigsten entwickelt. Dies erklärt sich nach Ausführungen im neuen Wochenbericht des JfK. vor allem daraus, daß Mode und Verbrauchsgewohnheiten sich wieder mehr dem Leinengewebe zugewandt haben. Vorübergehend erreichte die Produktion 1934 und 1935 einen Stand, wie er nur in den günstigen Jahren 1925 und 1927 zu beobachten war.
Die Produktionssteigerung der letzten Jahre war durch eine starke Zunahme der Flachseinfuhr und der inländischen Erzeugung ermöglicht worden. Im Februar 1935 erreichte die Einfuhr sogar den höchsten Stand der Nachkriegszeit. Danach sind aber die Zufuhren stark zurückgegangen. Im Zusammenhang damit haben auch die Rohstoffvorräte in den Leinenspinnereien beträchtlich abgenommen. Ein gewisser Ausgleich dürfte sich aus der weiteren kräftigen Zunahme der inländischen Erzeugung ergeben. Die Flachsanbaufläche war 1935 um rund 150 v. H. höher als im Vorjahr und übertraf die des Jabres 1933 um mehr als das Vierfache. In gleicher Weise haben die Ernten zugenommen. Etwa ein Drittel bis die Hälfte des inländischen Bedarfs an Flachs konnte 1935 aus eigener Erzeugung gedeckt werden. Für das laufende Jahr ist (zusammen mit der Einrichtung der erforderlichen Röstanstalten) eine weitere Erhöhung der Anbauflächen in Aussicht genommen.
*
*RheinlscheHypothekenbankMann- b e i m. In der Aufsichtsratssitzung der Rheinischen Hypothekenbank wurde der Jahresabschluß des bekanntlich durch den Zusammenschluß mit der Berliner Hypothekenbank vergrößerten Instituts vor- gelegt. Es wurde beschlossen, der Generalversamm- iung eine Dividende in gleicher Höhe wie in den letzten Jahren, nämlich von 7 v. H. vorzuschlagen. Nachdem in der Erfolgsrechnung Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von über 6 Mill. Reichsmark (im Vorfahre 6 Mill.) vorgenommen worden sind, verbleibt einfchl. des Vortraaes ein Reingewinn von 1 786066 (gegen 1454 498 RM. im Vorjahre).
völlig von den Bühnen verdrängt. Nun hat Paul Hensel-Haerdrich an die Stelle des alten Textbuchs eine völlig neue Handlung gefetzt. ^Er bemühte sich, Lortzings gemütvoll-liebenswurdtge Musik mit der biedermeierlich-sattnschen Welt von Kotzebues „Deutschen Kleinstädtern" zu vereinigen. Das Ergebnis hat immerhin ausyereicht, die kostbare Musik in neuer Einkleidung über etwa zwanzig Bühnen zu führen. Aber der Bearbeiter hat nicht viel mehr gewonnen, als das Werk aus der Meistersingernähe zu lösen. Das musikalische Arrangement ist trotz vorgeblicher Pietät stellenweise recht bedenklich, und die in der Idee nicht ungeschickte Handlung ermüdet den Zuschauer durch dreistündige Einfallsarmut. In der Aufführung des Deutschen Opernhauses beging der Regisseur Alexander d'Arn als den stilistischen Fehler, für den , Zauber der kleinen Stadt" werben zu wollen durch ihre Karikierung. Es wäre aber für die deutsche Musik viel gewonnen, wenn nach dieser problematischen Ehrenrettung Lortzings Oie ungehobenen Schätze dieses Kleinmeisters auch in anderen verschollenen Werken ausgesucht würden.
Johannes Jacobi.
Oie Industrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
231: Der Kammer liegt eine Broschüre „Deutschlands Fernsprechverkehr mit dem Ausland vor. Insbesondere dürfte die Höhe der Gebühren bei Gesprächen mit dem Ausland interessieren. Zahlreiche Verbindungen und die Kosten hierfür sind in der Broschüre enthalten. Nähere Auskunft erteilt die Kammer.
232: Luftschiff „LZ 129" befördert die erste Post. 233: Die Maßnahmen der griechischen Regierung zur Abdeckung der hohen Aktivclearingspitze gegenüber Deutschland. Auswirkungen auf das deutsche Ausfuhrgeschäft.
234: Herabsetzung der niederländischen Zahlungs- kontingente für die Ausfuhr, nach Deutschland.
235: Umsatzsteuerumrechnungssätze für nicht in Berlin notierte ausländische Zahlungsmittel im Monat Februar 1936.
236: Französische Erleichterungen für die Anbringung des Ursprungsvermerks auf keramischen und feuerfesten Erzeugnissen.
237: Minimalzölle auf Filzhüte seitens England.
Mein-Mainische Börse.
ANttagsbörse nachgebend.
F r a n t f u r t a. M., 12. März. Im Hinblick auf die noch nicht zu übersehende Entwicklung bei der Lösung der schwebenden politischen Fragen herrschte an der Börse heute wieder stärkere Zurückhaltung. Kundenaufträge lagen nur für wenige Spezialpapiere vor, während die Kulisse, die gestern teilweise Käufe vorgenommen hatte, eher zu Glattstellungen schritt. Die aus der Wirtschaft vorliegen, den Meldungen konnten sich infolge der Geschästs- ftille nicht auswirken.
Am Aktienmarkt bröckelten die Kurse überwiegend 0,50 bis 1 v. H. ab. Am Montanmarkt setzten Verein. Stahlwerke und Rheinstahl je 0,65, Hoesch 0,75, Mannesmann 0,50, Klöckner 0,75 und Harpener 0,50 v. H. niedriger ein. Am Elektromarkt gingen Schuckert und Lahmeyer um je 1, AEG. um 0,90 v. H. zurück, Siemens und Bekula blieben gut behauptet. Chemische Werte lagen still, fest lagen Goldschmidt mit 106,50 (104,25), JG.-Farben 150,75 (151), Scheideanstalt unv. 211,50. Im einzelnen eröffneten Daimler 1,25, Zellstoff Aschaffenburg 1,50, Hapag, Rheinmetall und AKU. je 0,25 v. H. schwächer, dagegen Allgemeine Lokal und Kraft 0,75 und Conti Gummi 0,50 v. H. höher; Reichsbank blieben zu 184,25 um).
Der Rentenmarkt brachte bei kleinen Umsätzen teilweise leichte Befestigungen. Späte Reichsschuldbuchforderungen 97,25 bis 97,50 (97,13), Zinsvergütungsscheine 93,40 (93,30), Kommunal-Um- schuldung 87,13 (87,10), 6proz. zertif. Dollar-Preußen 61.50 bis 62 (61,25), Altbesitz unv. 110,50, 6proz. Verein. Stahlwerke 103,13 (103). Von fremden Werten kamen 4^proz. Oesterreicher Silberrente mit unv. 1,20 an, 5proz. innere Mexikaner gaben auf 5,50 (5,60) nach.
Im Verlaufe bröckelten die Aktienkurse bei kleinen Umsätzen zunächst weiter etwas ab. Vereinigte Stahlwerke 81,75 nach 82.13, Hoesch 87 nach 87,50. Rbeinsiahl 111,50 nach f 12,13, AEG. 34,75 nach 35.13, Schuckert 130.50 nach 131. Später war die Haltung widerstandsfähiger und teilweise vermochten sich die Kurse mäßig zu erholen. Die erst später notierten Werte lagen nicht ganz einheitlich, aber meist 0,50 bis 1 v. H schwächer. Chade A—C verloren darüber hinaus 2,50 Mark auf 303. Am
Kassamarkt soll morgen für Seil Wolff auf der Basis von 80 v. H. (l. K. 82,75) eine Notiz versucht werden. „ _ „
Renten lagen später still, nur 6proz. Dollar» Preußen hatten etwas Umsatz zwischen 61,75 bis 62. Goldpfandbriefe und Kommunal-Odligationen sowie Staatsanleihen lagen behauptet, ßiquibationspfanö» briefe bröckelten meist 0,13 bis 0,25 vH. ab. Stadtanleihen lagen teilweise etwas höher, 4% pro3. Mainz v. 26 93,13 (92,75), 4^proz. Hanau 90,90 (90,75). v .
Tagesgeld in Nachwirkung des Steuertermins noch gefragt und auf 3,25 (3) v. H. anziehend.
Abendbörse abwartend.
An der Abendbörse entwickelte sich nur sehr Heines Geschäft. Angesichts der schwebenden politischen Fragen verhielt man sich weiter abwartend. Einen starken Eindruck hinterließ die Regierungserklärung. Die Grundtendenz war nicht unfreundlich, die Kursgestaltung im Vergleich zum Berliner Schluß etwas uneinheitlich, wobei jedoch meist leichte Besserungen überrooaen. Weiter gedrückt waren nur Schuckert mit 130 (131,13), auch AEG. konnten sich mit 34,75 (35) nur knapp behaupten, ferner bröckelten AKU. auf schwächeres Holland auf 48 (48,25) ab. Für Großbankaktien zeigte sich im Hinblick auf die bevorstehenden Bilanzsitzungen, aus denen man die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 v. H. erwartet, zu den Mittagskursen etwas In* teresse. Der Rentenmarkt zeigte nur kleines Geschäft und unveränderte Mittagskurse. Etwas fester lagen 6 v. H. Spargiro mit 62,25 (61,75).
U.a. notierten: Altbesitz 110,50, Schutzgebietsanleihe von 1908 10,90, 4,5 v.H. Stadt Hanau 90,75, 6 v. H. Verein. Stahlverke 103, 1951er Verein. Stahl 93,65, 6 v. H. Krupp 104,65, 4 0. H. Ru- mänen 5,20, Commerzbank 92,50, DD-Bank 92,50, Dresdner Band 92,50, Franks. Hyp. Dank 96, Buderus 94,75, Harpener 113,75, Mannesmann 81,25, Rheinstahl 111,75, Verein. Stahlwerke 81,75, AM. 48, AEG, 34.75, Bemberg 90,75, IG. Chemie volle 174, Conti Gummi 180,50, Scheideanstalt 211.50, Deutsche Linoleum 159,25, Licht & Kraft 135, IG. Farben 150,25, Gesfürel 126, Goldschmidt 106, Holz- mann 94, Linde's Eismaschinen 136, Mainkraft 89, Muag 80,75, Metallgesellschast 110,50.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. März. Auftrieb: Kälber 830 (gegen 708 am letzten Donnerstagsmarkt), Schafe 50 (274), Schweine 974 (679). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark:- Kälber a) 67 bis 70 (am 5. März 66 bis 70), b) 61 bis 66 (61 bis 65), c) 50 bis 60 (53 bis 60), d) 38 bis 49 (43 bis 52). Lämmer und Härnmel b2) 47 bis 50 (46 bis 49). Schafe e) 42 bis 47 (42 bis 47), f) 38 bis 40 (34 bis 40), g) 26 bis 33 (25 bis 31). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Marktverkauf: Kälber mittelmäßig, ausverkauft., Härnmel und Schafe langsam, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt.
Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des FleifchAroß- Marktes: 1196 Viertel Rindfleisch, 133 ganze Kälber, 10 Härnmel, 466 halbe Schweine, 2 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) höchster Preis 80 (am 9. März 80). Bullenfleifch nicht notiert. Kuhfleifch b) höchster Preis 75 (65), c) 65 (54). Färsenfleisch a) höchster Preis 80 (80). Kalbfleisch b) höchster Preis 88 (78), c) 78 (—). Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf: ruhig.
Schweinemarkt in Homberg.
—Homberg, 12.März. Der Auftrieb zum gestrigen Schweinemarkt betrug 152 Stück Ferkel und Läufer. Es wurden gezahlt für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 22 bis 27 RM., für acht bis zehn Wochen alte 25 bis 30 RM. und für zehn bis zwölf Wochen alte Tiere 28 bis 35 RM. pro Stück. Von vier Läufern kostete das Stück 50 RM. Der Handel wär lebhaft; der Markt wurde ausverkauft.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
A. Sch., C. Zur Beantwortung Ihrer Anfrage bestehen hier keine Möglichkeiten, da die einschlägigen Verhältnisse in Gießen nicht bekannt sind. Wir empfehlen Ihnen, entweder bei dem Flotten-Sta- ttonskommando der Ostsee in Kiel, oder bei dem Flotten-Stationskommando der Nordsee in Wilhelmshaven anzuftagen.
h. S. in W. Es ist zunächst festzustellen, ob eins Vormundschaft geführt worden ist. Wenn dies der Fall ist, so muß bei der zuständigen Vormund- schastsbehörde die Ausfertigung einer Bescheinigung über die Vaterschaft beantragt werden. Kann die Vormundschaftsbehörde eine Bescheinigung über die Vaterschaft aber nicht ausstellen, bann erübrigt sich jeder andere Nachweis über die Vaterschaft.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. Dl.
Berlin
Schluß« kurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- kurs
Schluß!. Dliiiag- börsc
Datum
11 3.
12-3
11 3-
12.3-
«% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,5 I
100,5
100,5
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,5
97,65
97,5
97,65
t>7i% Doung-Anlethe von 1930 ..
102,9
102,9
—
Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
110,5
110,5
110,65
110,5
4*/,% Deutsche ReichSpostschatzan-
Weisungen von 1934, I.......
100,1
100,1
100,13
100,2
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
98,25
98,25
98,25
—
47*% ehem.8% Hessische Landes-
baut Darmstadt Gold R. 12....
96,4
96,4
96,4
5%% ehern. 4)4% Hess. Landes-
Hypothekenbank DarmstadtLiaui
100,9
100,9
_
_
471% ehern. 8% Darmst. Komm.
Landcsb.Goldschuldverschr. R.6
92,25
92,25
_
—
Oberhcjsen Provinz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten .............
—
- -
_
_
Deutsche Komm. Sammelabl. An
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
——
114,5
114,65
114,5
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96,5
_
57i% ehern. 4'/,% Franks. Hyp.
Bank-Ligu.-Psandbrtese......
101,25
101,25
_
_
67i% ehern. 47i% Rheinisch«
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ...
47i% ehern. 8% Pr. Landeüpsand-
101,5
101,4
101,75
101,65
briesanstalt, Pfandbriefe R. 11 47i% ehern. 7% Pr. Landespsanb
97
97
97
97
briesanst., Gold Komm. C61.V
97
97
97
97
Steuergutsch.VerrechnungSk. 34-3
109,1
109
109,1
109
Frankfurt a.Dl.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß» kurs
Schlußk
Mittag- börte
Datum
11.3.
12.3
11.3-
12-3.
4% deSgl. Serie 11 ............
9,13
9,13
—
—
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
6,25
6,13
—
6,2
4Vr%Ruinän.vereinh.Rentev.l913
9
9,13
9
9
4% Rumänische vereinh. Rente .
5,2
5,2
5,2
5,2
2%% Anatolier ..............
37,25
37,13
37,13
37,25
Hamburg-Amerika-Paket .....0
15,75
15,65
15,75
15,65
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
—
—
—-
26,65
17,5
17,4
17,9
17,5
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
106,5
105,5
106,25
105,4
Berliner Handelsgesellschaft ... S
116,5
111
117,5
111,13
Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und T'Sconto-
92,5
92,5
92,5
92,25
Gesellschaft................0
92,5
92,5
92,5
92,5
Dresdner Bank..............0
92,5
92,5
92,5
92,5
Reichsbank ................ 12
184,25
184,25
184,5
184,4
A.E.G......................c
36
140
34,75
140,4
35,75
140,4
35
Bekula.................... io
140,4
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
118,75
119,25
119,25
119,5
Licht und Kraft ........... 6%
135,25
135
134,75
135
Felten & Guilleaume......... 4
112,75
112,75
112,75
112,75
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. €
126,75
| 126
126
126
Rheinische Elektrizität ........ 6
124,25
124,25
124,25
123,5
Rhein. Wests. Elektr..........6
127,25
126,25
127,25
126,5
Schuckert S Co...............4
132
1 130
132
131,13
Siemens L Halske............7
168
167
168,5
168
Lahmeyer L Co.............7
125,75
1 124,75
126
125,25
4% Oesterreichiscye Goldrente...
4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*/t% desgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I....................
1,2
28,5
1,2
29,25
1,2
28,65
1,2
8,55
—-
8,5
8,5
8,25
8,25
8,15
8,3
8,2
8,25
8,3
8,3
13,25
13,25
13,5
13,25
—
9,25
—
—
Buderus ................... 4
Deutsche Erdöl ...............
Harpener....................
Hoesch Eisen—Köln-Neuessea .. v
Ilse Bergbau ...............g
Ilse Bergbau Genüsse........ g
Klücknerwerke ...............g
ManneSmann-Röhreu........ 0
95,4
94,75
95,5
95,4
109,25
108,13
108,75
107,5
115
113,75
115,25
114
88,25
87
87,75
86,5
—
—
158
158
127,5
127,5
127,75
127,25
84,75
83,75
84,75
83,25
82,25
81,25
82,25
81,25
Krankst!rl a. Dl. Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß. kurS
Schlußk. Mittag- börse
Oaturn |
113.
12.3-
11.3.
12.3.
ManSfelder Bergbau........
. 61
132
131,5
132,25
132
Kokswerke .................
. 6
—
—
119,25
119,4
Rheinische Braunkohlen .....
12!
218
218
218
—
Rheinstabl .................
. 4i
112,75
111,75
112,5
111,75
Bereinigte Stahlwerke.......
. 0
82,75
81,75
82,65
81,65
Otavi Minen ..............
• 0
18
17,5
18
17,5
Kaliwerke Aschersleben.......
. 61
122
122
. 122
122
Kaliwerke Westeregeln.......
• 6
119,5
119
119,25
119
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7)41
179
—
179
178
3. G. Yarben-Industrte......
Scheideanstalt..............
. 7
151
150,25
151
150
. 9
211,5
211,5
—
—
Goldschmidt ..............
. 5
104,25
106
105
105,25
Rütgeröwerke .............
. 6
119,5
119,75
120
119,25
Metallgelellschaft............
. 4
112
110,5
111,5 I 110,75
Philipp Holzmann.........
. 4
94,75
94
95
94,13
Zementwerk Heidelberg ....
Cernentwerk Karlstadt.......
. 7 - 6
131,5
130
130,5
130
Schultheis Patzenhofer .....
. 4
—
—
97,75
98
Aku (Allgemeine Kunstseide)
. 0
48,5
48
49
48,25
Bemberg.................
. 5
90,5
90,75
90,5
90,25
Zellstoff Waldhos ..........
. 5
119,75
119
119,4
118
Zellstoss Aichassenburg .....
. 0
82,5
81
82
81,5
Dessauer Gas .............
. 7
—
——
126,25
124,75
Daimler Motoren..........
. 0
97
95,75
96,75
95,25
Deutsche Linoleum.........
. 6
160
159,25
159
159,25
Lrenstein & Koppel ........
. 0
—
——
76,25
75,5
Westdeutsche Kaufhof.......
. 0
30,5
30,5
30,75
30,4
Cbade....................
7 */,
305,5
302,5
305,5
303
Accumulatoren-Fabrik......
12
175
174
174
176
Conti-Gummi.............
.. 8
180,5
180,5
179,75
180
Grttzner..................
.. 0
I 28,75
I 28,4
I 28,75
| 28,13
1 Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
89
89
—
-
1 Süddeutscher Zucker.......
. 10
198
1 198
1 198
I 198
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
Banknoten.
11.März
12-März
Amtliche Dotierung
Amtliche Dotierung
Geld
Brief
Geld
»rief
Buenos Lire.
0,680
0,684
0,680
0,684
Brüssel.....
41,93
42,01
41,90
41,98
Rio de Jan.
0,141
0,143
0,141
0,143
(Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,81
54,91
54,79
54,89
Danzig-----
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,275
12,305
12,27
12,30
HelsingsorS..
5,41
16,38
5,42
5,41
5,42
Paris ......
16,42
16,38
16,42
Holland ...
168,93
169,27
168,89
169,23
Italien....
19,76
19,80
19,76
19,80
Japan ......
0,715
0,717
0,714
0,716
zngoilawiea
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,68
61,80
61,66
61,78
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,135
11,155
11,135
11,155
Stockholm...
63,28
63,40
63,25
63,37
Schweiz ...
81,12
81,28
81,12
81,28
spanten...
33,95
34,01
33,95
34,01
Prag......
10,275
10,295
10,275
10,295
Budapest ..
—
——
—
—
Reuyork ...
2,464
2,468
2,466
2,470
Berlin, 12-M^rz
Geld
Brie,
Amerikanische Steten..............
2,418
2,438
Belgische Noten..................
41,76
41,92
Dänische Noten .................
54,53
54,75
Englische Noten .................
12,235
12,275
Französische Noten...............
16,33
16,39
Holländische Noten...............
168,47
169,15
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
61,45
61,69
Deutsch Lesterretch, ä 100 Schilling
—
—
Rumänische Noten...............
—
—
63,03
63,29
Schweizer Noten.................
80,94
81,26
Spanische Noten.................
33,61
33,75
Ungarische Noten................


