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Nr. 37 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Donnerstag, IZ.ZebruarMb

Schweizer Sieg im Viererbob

Ministerpräsident Göring unter den Zuschauern

auch nicht rissen die vorn, doch

Engländer. Die Engländer waren aber müßig. Iäneckes prächtige Alleingänge deutsche Mannschaft immer wieder nach der erfolgreiche Abschluß blieb aus.

2. Drittel: 1:0 für England.

Ganze, aber vergebens. Deutschland I kam in gro­ßer Fahrt in die Bayernkurve, doch hier schleuderte die Maschine und mußte stark gebremst werden. Da Belgien II anschließend 1:20,68 fuhr Kilian hatte 1:21,20 benötigt waren sowohl der fünfte als auch noch der sechste Platz verloren gegangen. Mit Spannung erwartet man die Fahrt von Schweiz I.

Schon im Labyrinth war der Schlitten des Schwei­zers sehr schnell. In umheimlichem Tempo durch­rasteSchweiz I" die Bayernkurve. Tollkühn schnitt Capadrutt die Kurven. Das Ergebnis der verwe­genen Fahrt war der neue Bahnrekord. Die Ame- ikaner holten mit 1:18,84 Minuten die bis dahin chnellste Zeit heraus und kamen dadurch auf den lierten Platz, dicht hinter England, das die Bronce- Medaille indessen sicher hatte.

Bei dem Pflichtlaufen der Frauen im Eisstadion sah man unter den aufmerksamen Zuschauern auch Ministerpräsident General der Flieger Hermann Göring und seine Gattin. (Scherl-M.)

liehe

Spiele

HandballergebniffeimKreisLahn-Dill.

Eine Entscheidung über die Frage der Meister- schäft in der 1. Kreisklasse dürfte mit dem Siege, den Niedergirmes am Sonntag über Dorlar errang, entschieden sein. Auch in der Bezirksklasse ist eine gewisse Klärung eingetreten. Durch die Niederlage von Lützellinden ist Wetzlar zur Zeit Tabellenführer. Ob dieser Stand aber lange gehalten werden wird, ist bei der Gleichwertigkeit der Mannschaften ziemlich ausgeschlossen.

Tv. Marburg T v. Lützellinden 13:6. Dieses Ergebnis läßt aufhorchen. Marburg ist es als einziger Mannschaft gelungen, die beiden Tabellen»

bei eine Zell 7on U18 61 Mim Daß er mit dieser Capadrutt muhte schon eine sehr gute Zeit heraus- schneidigen Fahrt seinem Land gleichzeitig die holen, wenn er den zweiten Platz und bannt bte SÄiU£ enh9Ü,,i9 WrMtC'Qr ber «S in

perhaltung, ihren großen und sauber angelegten, flüssig gelaufenen Figuren, die sie immer wieder ausgezeichnet deckte, konnte die Norwegerin ihren geringen Borsprung behaupten, der ihr den ersten Platz in der Wertung nach den Pflichtübungen ein­brachte. Cecilia Colledge war der Norwegerin we­sentlich näher gerückt, als es bei den Europamei­sterschaften im Berliner Sportpalast der Fall ge­wesen war. Etwas zurückgefallen ist die Schwedin Bivi-Anne Hulten, die nicht so sicher lief wie am Tage vorher. Daher konnte sich auch die Bel­gierin Liselotte Landbeck auf den dritten Platz vorschieben. Auch die Amerikanerin Maribel B i n - s o n verbesserte ihre Position. Einen ausgezeich­neten Eindruck hinterließ die deutsche Meisterin Viktoria L i n d p a i n t n e r, die sich in einem so hervorragenden Klasse-Feld in der vorderen Gruppe behaupten konnte.

Das Ergebnis des Pflichtlaufens: 1. Sonja Henie (Norwegen) 251,6; 2. Cecilia Col­ledge (England) 248,; 3. Liselotte Landbeck (Bel­gien) 235; 4. Vivi-Anne Hultän (Schweden) 234; 5. G. Butler (England) 232,1; 6. Maribel Vinson (USA.) 231,8; 7. Viktoria Lindpaintner (Deutsch­land) 230,3; 8. Hedi Stenuf (Oesterreich) 224,5 P.

Zweite Goldmedaille für Vallangrud.

5000 Meter-EisschneNaufen in neuer olympischer Rekordzeit.

Im Beisein von über 3000 Zuschauern wurden am Mittwochvormittag auf dem Rießer See die olympischen Eisschnellauf-Wettbewerbe mit dem 5000-Meter-Lauf fortgesetzt. Es herrschte nicht so eine grimmige Kälte wie am Tage zuvor, doch waren die Eisverhältnisse auch diesmal wieder ganz hervorragend. Die 5000 Meter brachten dem Nor­weger Ivar Ballangrud einen neuen groß­artigen Triumph. Der Norweger legte die Strecke in glänzendem Stile zurück und erzielte mit 8:19,6 Minuten einen neuen Olympia-Nekord, obwohl er in Mitt (Estland) nur einen Gegner von mittel­mäßiger Klasse hatte. Mitt kam auf 9:00,4 Min. und endete so weit abgeschlagen. Die beiden näch­sten Plätze belegten die Finnen Birger V a s e - nius und Antero Ojala, während auf dem vierten Rang der Oesterreicher Max Stiepl ein­kam. Von den beiden Deutschen konnte sich nur Heinz S a m e s placieren, da Willi S a n d t n e r in seinem Lauf gegen Blomquist (Finnland), der im Gesamtergebnis den 6. Platz belegte, stürzte und aufgab. Heinz S a m e s startete gegen Koops (Holland) und lief in 8:48,5 Min. ein totes Ren­

nen gegen seinen Gegner. Im Gesamtergebnis er­scheint der Deutsche mit dem Holländer zusammen auf dem 13. Rang.

Koops und Sames hatten den siebenten Lauf zu absolvieren. Der Holländer sicherte sich kurz nach dem Start einen zehn Meter betragenden Vor­sprung und hielt diesen bis zur letzten Runde bei. Im Endspurt drehte dann Sames mächtig auf und es gelang ihm auch, noch zu dem Holländer auf- zuiaufen und mit ihm zusammen über das Zielband zu flitzen. Großes Pech hatte der deutsche Meister Willi S a n d t n e r (München), der im 10. Lauf in Blomquist (Finnland) auf einen Gegner von allererster Klasse traf. Sandtner und Blomquist lieferten sich bis zur fünften Runde einen erbitter­ten Kampf. Der Deutsche nötigte dem Finnen das ganze Können ab und es war noch lange nicht entschieden, wer von beiden als Erster über das Zielband gehen würde. Da tat unser Meister zu Beginn der sechsten Runde bei einem Vorstoß einen Sturz und mußte aufgeben. Blomquist aber er­reichte in 8:36,6 Min. das Ziel und wurde im Ge­samtergebnis Sechster.

wurde zur Verstärkung ganz nach vorne genommen. Beide Mannschaften verlegten sich für die Folge auf Weitschüsse, schwierige Situationen vor den beiden Toren wurden seltener. Torlos wurden die Seiten gewechselt.

Die Spannkraft der Mannschaften wurde noch einmal zusammengerissen, galt es doch, noch fünf Minuten auszuhalten und in dieser kurzen Zeit die Entscheidung herbeizuführen. Zweifellos hatten dabei die Engländer die besseren Torchancen.

Nach 75 Minuten Spielzeit keine Entscheidung.

Als die deutsche Mannschaft sich nach kurzer Pause zur letzten Verlängerung stellte, wurde sie herzlich begrüßt. Die beiden letzten fünf Minuten zeigten im großen und ganzen das gleiche Bild wie die vor- ausgegangenen Verlängerungen. Die Engländer ge­stalteten zunächst den Kampf klar überlegen, bis dann dann die Deutschen besser in Schwung kamen. Angriff auf Angriff rollte von da an gegen das englische Tor, aber ein Treffer, der den Sieg be­deutet hätte, kam nicht zustande. Die letzten Minuten brachten noch zwei Angriffe Deutschlands, dann mar dieser heroische Kampf zweier gleichwertiger Mann­schaften ohne Entscheidung zu Ende gegangen.

DeutschlandEngland wird nicht wiederholt.

Die Punkte werden gefeilt.

Das Komitee für die Austragung der Eishockey- Spiele bei den Olympischen Winterspielen hat ent­schieden, daß das Spiel Deutschland England, das nach dreimaliger Verlängerung Unentschieden 1:1 endete, nicht noch einmal angesetzt wird, son­dern beide Nationen sich in die Punkte teilen.

Kanada Ungarn 15:0 (3:0, 9:0, 3:0).

Schweden Tschechoslowakei 1:4 (1:0, 0:2, 0:2).

Im ausgezeichnet besetzten Olympia-Eisstadion wurden die Eishockey-Zwischenrunden am Mittwoch­nachmittag mit je einer Begegnung der Gruppe I und II fortgesetzt. Im Spiel der Gruppe I brachte Kanada den Ungarn mit 15:0 (3:0, 9:0, 3:0) eine haushohe Niederlage bei. Aus der Gruppe II standen sich anschließend Schweden urch die Tschecho­slowakei gegenüber. Die Tschechoslowaken gewannen sicher mit 4:1 (0:1, 2:0, 2:0), nachdem die Schweden nach dem ersten Drittel noch mit 1:0 in Führung gelegen hatten.

Amerika Oesterreich 1:0 (0:0, 1:0, 0:0).

Im Anschluß an den Kampf Deutschland Eng­land trugen noch Amerika und Oesterreich ihren Zwischenrundenkampf der Gruppe I aus. Obwohl es schon bald auf Mitternacht ging, hielt der größte Teil der Zuschauer noch auf den Tribünen aus. Etwa 6000 Personen verfolgten den Kampf.

Im ausverkauften Olympia-Eisstadion trafen am Mittwochabend die Eishockey-Mannschaften von Deutschland und England zum Zwischenrundenspiel der Gruppe I zusammen. Nach einem Kampf von unerhörter Spannung und Aufregung endet das Treffen 1:1. Dreimal mußte der Kampf verlängert werden. Die Drittel lauteten 0:0, 1:0 für England, 1:0 für Deutschland, in den Verlängerungen fiel kein Tor mehr.

Das Eisstadion war bis zum letzten Platz ge­füllt.

In der deutschen Mannschaft fehlte Rudi Ball, der von seiner Verletzung noch nicht hergestellt ist. Der Kampf wurde im ersten Drittel sehr sportlich durchgeführt. Deutschlands Spieler zogen sofort mit wuchtigen und schnellen Angriffen vor das Tor der

Deutschland I" mit Kilian mußte diesmal als erster fahren. Seine Zeit war mit 1:24,09 Min. mäßig. Noch langsamer war Tschechei II, Amerika I mit 1:20,51 dann dafür aber um so schneller, lieber« Haupt gab es dann ausgezeichnete Fahrten. Bel­gien II kam in 1:22,50 ein, Frankreich und Oester­reich I waren langsamer, Schweiz I mit Capadrutt am Steuer fuhr aber wieder 1:20,75 Min. Mc. Evoy holte auf England in schneidiger Fahrt 1:20,74. Alle übertraf jedoch der an der Spitze liegende Bob Schweiz II mit Oblt. Musy, der in toller Fahrt in 1:19,60 durchkam und damit schon feinen Endsieg ziemlich sicher hatte. Belgien I, Italien I und Amerika II schlossen diesen Durch­gang mit schnellen Fahrten ab.

Der letzte Durchgang.

Oesterreich II eröffnete diesen letzten Durchgang mit 1:26,24 Minuten. Mc. Evoy steuerte dann BobEngland" in der bisherigen Bestzeit von 1:19,11 Minuten über den Kurs, aber der ihm fol­gende Schweizer Musy war mit 1:19,02 Minuten noch schneller. Diese hervorragende Zeit sicherte dem schweizerischen Oberleutnant und Turnierreiter Pierre Musy mit Bouvier, Beerli und Gartmann als Besatzung den Olympia-Sieg und seinem Land die erste' Goldene Medaille ber IV. Winterspiele. Auch Belgien! war recht schnell. Mit Spannung erwartete man Kilians Bob. Kilian ging aufs

Eishockey: Deutschland-England unentschieden

Dramatischer Eishockey-Kampf. Nach dreimaliger Verlängerung 1:1.

bem immer noch um einiges besser als Friebl D ä u b e r, der Startmann unserer Staffel. Auch in der Kombinationswertung liegen die Skandinavier vorn, und zwar halten hier die Nor­weger mit Hagen, Hoffsbakken und Brodahl mit

Die Olympischen Rennen im Viererbob, die am Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen zu Ende ge­führt wurden, brachten einen großartigen Doppel­erfolg ber Schweiz. Oberleutnant Musy siegte mit BobSchweiz II" in 5:19,85 Minuten Gesamtzeit für vier Fahrten vor seinem Landsmann Reto Capadrutt auf BobSchweiz I", der mit 5:22,73 Min. Gesamtzeit nicht viel langsamer war. Capadrutt hatte dafür die Genugtuung, in seiner letzten Fahrt, die zugleich die letzte des ganzen Wettbewerbes überhaupt war, mit 1:18,61 Min. den alten Bahnrekord des Deutschen Kilian von 1:18,70 Min. verbessern zu können. Die beiden amerikanischen Schlitten, die großen Favoriten des Wettbewerbes, endeten auf dem 4. und 6. Platz, zwischen sie schob sichBelgien II" mit Houben am Steuer.Deutschland I" mit Hanns Kilian wurde nur Siebenter.

Die Entscheidungen

Dritter Lauf.

Am Mittwochvormittag wurden bei etwas milde­rer Temperatur als am Vortage die Vierer-Bob- rennen mit dem dritten Lauf fortgesetzt. Immer­hin waren auf der Bobbahn noch 8 Grad Kälte. Nur noch 14 Schlitten stellten sich.Deutschland II", Italien II",Tschechoslowakei I" undFrank­reich II" waren am Vortage ausgeschieden. Die Rennen nahmen einen äußerst spannenden Verlauf und brachten besonders in der Spitzengruppe ganz prächtige Fahrten. Ganz zum Schluß, in der letzten Fahrt des vierten Laufes, fiel sogar noch der Bahnrekord. Der Schweizer Capadrutt raste in unwahrscheinlichem Tempo durch die -vahn, schnitt die Kurven in Höchsttempo und erzielte da-

E r i k L a r s s o n.

Abstand vorläufig die ersten Plätze. DieNordische Kombination" wird also, wenn nicht alles trügt, auf den ersten Plätzen zu einer rein norwegischen Angelegenheit werden. Die Aussichten für die Mit­teleuropäer, sich auf einen guten Platz vorzuschie­ben, sind bei der anerkannten Leistungsfähigkeit der Nordländer im Springen mehr als gering.

Larffou-Schtvedeu Sieger im 18-Iin-Langlaus Die Deutschen im Hintertreffen.

Im Skistadion versammelten sich am Mittwoch­vormittag 115 Aktive aus 22 Nationen im Olym­pischen Skistadion zum Start des 18-Kilometer- Ski-Langlaufes. Besser als im Skistadion war der Publikumsbesuch auf der Strecke selbst. Alle inter­essanten Stellen waren von Zuschauern dicht besetzt.

Im Sistadion selbst ging es hoch her. Verständ­lich, wenn man bedenkt, daß allein schon 115 Läu­fer, die in V2-Minuten-Abständen auf die Strecke geschickt wurden, in ihrer verschiedenfarbigen Klei­dung eine recht farbenfrohe Kolonne darstellten.

Am frühen Morgen schon hatten sich die Schneeprüfer", dieWachsverantwortlichen" der einzelnen Mannschaften, an die Arbeit gemacht. Mit besonderer Sorgfalt gingen sie diesmal ans Werk. Die Strecke, die in großer Schleife bis Kaltenbrunn und zurück zum Skistadion führt, hält sich zumeist an den Nordhängen der Berge und ist damit gegen die Sonnen-Einwirkung tunlichst geschützt. Einer wirklich olympischen Prüfung bietet sie alle Vor­aussetzungen.

Oie Skandinavier in Front.

Die undankbare Aufgabe des Spurens war bei der Auslosung dem deutschen Kombinationssieger Willi Bogner, dem Sprecher des Olympischen Eides, zugefallen. Bogner lief trotzdem ein gutes Rennen, hielt sich sogar lange Zeit an der Spitze des Feldes.

Das Wetter war am frühen Morgen nicht sonder­lich einladend, für die Läufer aber ideal. Wie schon bei der Skistaffel, so zeitigte auch dieses Rennen die Überlegenheit der skandinavischen Läufer. Eine sehr große Spitzengruppe bestand unter Führung des Schweden Larsson, der damit die Gold­medaille für sein Land eroberte, ausschließlich aus Skandinaviern. Der fast zum Schluß als Nr. 92 gestartete Erik Larsson gewann nach hervorragendem Lauf in der glänzenden Zeit von 1:14:38 Stunden. Die Skandinavier belegten auch die nächsten Plätze; erst als Zehnter kam in dem Tschechen M i h a l e k der erste Mitteleuropäer. Wenn man Willi Bogner auch sein Pech in der Auslosung zugute halten muß, war er aber trotz-

Sonja Henie vor Cecilia Colledge

Das Pflichtlaufen der Frauen wurde am Mitt­wochvormittag mit den letzten vier Figuren fortge­setzt und bei nicht immer allzu günstigen Eis- und Wetterverhältnissen beendet. Das Eis war zeitweise wohl hart, aber auch etwas rissig. Ueberraschend gab Nana Egedius (Norwegen) nach der ersten Fi­gur auf. Ihrem Beispiel folgte auch die Kanadierin Constance Samuel, so daß nur noch 24 Bewer­berinnen vor den Schiedsrichtern ihre Figuren auf das Eis zeichneten. Mit großer Spannung sah man natürlich dem Zweikampf Sonja Henie Cecilia Colledge entgegen. Dank ihrer prächtigen Kör-

Beide Tore gerieten in den ersten Minuten des zweiten Spielabschnittes verschiedentlich in Bedräng­nis. Ein Weitschuß von Wiedemann verfehlte das Ziel. Die Engländer setzten wiederholt ihre größere Schnelligkeit ein, ohne jedoch durch bi£ ausgezeichnete deutsche Verteidigung zu kommen. Dann war Jänecke durchgekommen, er schoß aber die Scheibe nur an den Pfosten. Die Deutschen hatten etwas mehr vom Spiel, bis bei einem schnellen Durchbruch der Engländer Davey den Füh­rungstreffer erzielte. Dieses Tor der Engländer ermutigte die englische Mannschaft. Sie wurde siche­rer und beherrschte das Spielfeld.

3. Drittel: Ausgleich für Deutschland.

Taktisch richtig verlegten sich die Deutschen im letzten Drittel von der ersten Minute an auf den Angriff. Sie warfen alle Mann nach vorne, denn es galt, alles zu wagen. Sieben Minuten lang hielt der hervorragende englische Torwart F o st e r dem heftigen Anstürmen der Deutschen stand. Noch zwei Minuten vergingen bei diesem aufregenden Kampf, dann war es Schibukat, der in der 9. Minute nach einem gelungenen Durchbruch vor dem eng­lischen Tor die Scheibe erwischte und zum Aus­gleich einsandte. Auch weiterhin behielten die Deut­schen das Heft in der Hand. Noch viele weitere aufregende Szenen hielten die Zuschauer in Bann, bis das Zeichen zur Beendigung der regulären Spielzeit gegeben wurde.

Erste Verlängerung: keine Entscheidung?

Die ersten fünf Minuten der ersten Verlängerung brachten einen ausgeglichenen Kampf. Auf beiden Seiten machten sich hier und da Ermüdungserschei­nungen bemerkbar. Die Engländer kamen öfters gefährlich vors deutsche Tor, doch hier zeigte sich unsere Verteidigung allen Aufgaben gewachsen. Mit größter Erbitterung wurde der Kampf in den zweiten fünf Minuten der ersten Verlängerung wie­der ausgenommen. Die Engländer setzten sich etwas besser durch; es entstanden vor dem deutschen Tor Situationen, die nur ein Torwart von der Klasse Eggingers meistern konnte.

Zweite Verlängerung: Es fällt noch kein Tor.

Die ersten fünf Minuten der zweiten Verlänge- runa brachten ein ähnliches Bild. Beide Mann­schaften zeigten verstärkte Ermüdungserscheinungen. Immerhin hielten sich die Deutschen jetzt besser. Jänecke, der durchschlagskräftigste deutsche Spieler,

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