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Hochbetrieb in Garmisch-Partenkirchen

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mit den übrigen Behörden gewährleistet

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die britische Regierung

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S ch a n g h a i, 13. Februar. (DNB. Funkspruch.) as Kommando der Kwantun-Armee meldet einen

Oie Reichshauptstadt ehrt das Andenken Gustloffs

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Berlin, 12. Febr. (DRB.) Im Einvernehmen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Berlin hat der Polizeipräsident den Dernburg-Platz und die Dernburg-Straße im Verwal­tungsbezirk Charlottenbürg in G u st l o s f - P l a und G u st l o f f - S t r a ß e umbenannt.

Die diesjährige Tonkünstlerversammlung findet in Weimar statt.

Der Allgemeine Deutsche Musikver» e i n teilt mit, daß die diesjährige.6 7. Tonkünst- lerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins vom 13. bis 19. Juni in Weimar statt­findet. Sie wird verbunden sein mit einer Ge­denkfeier für Franz Liszt, den Gründer des Ver­eins. An den Aufführungen neuer deutscher Werke werden sich außer Weimar auch die Städte Jena und Eisennach beteiligen.

36000 Zahnen desReichskriegerbundes werden geweiht

Ber.lin, 12. Febr. (DRB.) Die vom Führer und Reichskanzler dem Deutschen Reichskrie­gerbunde (Kyffhäuserbund) verliehene Bundesfahne mit dem Reichssymbol des Haken­kreuzes wird am Sonntag, dem 23. Februar, mit­tags im ganzen Reichsgebiete in Anwe­senheit von Vertretern des Reiches, der Partei und der Wehrmacht geweiht werden. Der Bundesführer Oberst a. D. SS.-Oberführer Reinhard nimmt die Weihe um 11.30 Uhr im Berliner Sportpalast vor. Sie wird für die 36000 Kriegskameradschaften des Reichskriegerbundes durch den Deutsch­landsender übertragen. Ueber tausend Kyffhäuser-Kreisverbände haben Gemeinschaftsemp­fang und gleichzeitig Weihe angeordnet. Rach der Feier findet am Ehrenmal Unter den Linden ein Vorbeimarsch aller Formationen statt.

icht an die Uebergabe irgendwelcher britischer Kolonien an eine fremde Macht denke, sei es in Gestalt eines Mandats, =i es in anderer Form, und daß sie nicht ge­killt sei, britische Kolonien auf irgendeiner Welt- Ivnferenz zum Gegen st and eines Tausch- c e s ch ä f t e s zu machen. Kolonialminister Tho­mas erwiderte, daß die britische Regierung w e - t er früher noch jetzt die Aushändigung bri- Äscher Kolonien oder Mandatsgebiete erwogen habe.

Neuer Zwischenfall

an der mongo ischen Grenze.

eine neue deutsche Bestzeit heraus. Der zweite deutsche Teilnehmer S a n d t n e r kam durch Sturz um seine Aussichten.

Der Nachmittag brachte zunächst zwei Eis­hockey-Begegnungen. Kanadas Vertre­tung war in großer Fahrt und schlug die Ungarn mit dem sensationellen Ergebnis von 15:0 (3:0, 9:0, 3:0) Toren. Ein harter Kampf entspann sich zwi­schen den Mannschaften der Tschechoslowakei und Schweden, den nach mannigfachen Zwi­schenfällen die Schweden mit 4:1 (0:1, 2:0, 2:0) Toren für sich entschieden. Das Eishockey-Turnier wurde am Abend vor 10 000 Zuschauern mit zwei weiteren Kämpfen der Gruppe A fortgesetzt. Das erste Treffen führte Deutschland und den Ka­nada-Bezwinger England zusammen. Nach un­erhört hartem und aufregendem Kampf trennten sich beide Mannschaften nach dreimaliger Verlänge­rung unentschieden 1:1 (0:0, 0:1, 1:0). In den drei Verlängerungen gingen die Stürmer im­mer wieder mit größtem Elan auf das gegnerische Tor vor, ohne daß einer Mannschaft der siegbrin­gende Treffer gelungen wäre. Das Spiel wurde schließlich abgebrochen und wird nicht wiederholt, vielmehr teilen sich England und Deutschland in die Punkte. Im zweiten Spiel des Mittwochabends siegten die Vereinigten Staaten von Amerika mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) über Oesterreich.

Oer Führer beim Eishockey.

Garmisch-Partenkirchen, 13. Februar. (DRB. Funkspr.) Am Donnerstag um 8.45 Ahr traf der Führer und Reichskanzler auf dem Zugfpih-Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen ein und begab sich mit Reichsminister Dr. Goeb­bels, Stabschef Luhe und Gauleiter Wagner sofort zum Olympia-Eisstadion. Arbeits­dienstmänner mit geschultertem Spaten bildeten auf dem Wege vom Bahnhof zum Stadion Spalier. Am Eingang zum Eisstadion wurde der Führer vom Reichssportführer von Tschammer und Osten und vom Präsidenten der IV. Olympischen Winterspiele Dr. Ritter von halt empfangen und auf die Ehrentribüne geleitet. Don der sonnen­überfluteten Tribüne wohnte dann der Führer dem ersten Eishockeyfpiel des Tages, das Groß­britannien und Ungarn zusammenführte, bei. Der Führer verfolgte mit großem Interesse den Kampf.

tionskonferenz vertretenen Staaten durchgeführt würde, so wäre sie wirksam, wenn die Ver­einigten Staaten ihre Ausfuhr nach Ita­lien auf den normalen Stand von

elcheMöglichkeitenbietetdieOelsperre?

Oer Bericht der Genfer Sachverständigen--Große Bedenken in London. Keine Mitwirkung Amerikas.

7. Für den Fall, daß eine Oelsperre beschlossen werden sollte, weist der Ausschuß ganz besonders auf die Notwendigkeit von Vorkehrungen gegen eine Umleitung des Handels u. a. durch Verwendung der Freihäfen hin, da eine derartige Umgehung hinsichtlich des Petro­leums eine ganz besondere Bedeutung hat.

Der Bericht des Genfer Unterausschusses wird von der Mehrzahl der englischen Morgen­blätter dahin ausgelegt, daß sich eine wirk­same Oelsperre zur Zeit schwerlich durchführen lasse. Die gegen die Sühnemaß-- nahmen eingestellten Zeitungen erklären mit Befrie­digung, der Bericht habe dem Plan einer Oelsperre einen neuen schweren Stoß versetzt. Der Daily Telegraph", der der englischen Regierung nahesteht, schreibt, es sei klar, daß eine Oelsperre ohne Mitwirkung der Vereinigten Staaten keinen Erfolg haben könne. Die Tatsache, daß sich der auswärtige Ausschuß des Senats für Beibehaltung der ge- genwärtiaen Neutralität entschieden habe, bedeute, daß Die Vereinigten Staaten voraussichtlich keine Einschränkung der Oellieferun- gen nach Italien vornehmen werden. Mora­lische Ueberredungsversucke bei der amerikanischen Regierung hätten sich als vollständig wirkungslos erwiesen. Falls der Völkerbund eine Oelsperre be­schließen sollte, würden die amerikanischen Ausfuhr­händler wahrscheinlich die gesamten italie­nischen Oelbedürfnisse befriedigen können. In diesem Falle würde es zu neuen Rei­bungen und feindseligen Gefühlen kommen, was katastrophale Wirkungen nach allen Richtungen ha­ben könnte. Die Regierungen der hauptsächlich be­troffenen Staaten einschließlich Englands müßten sich daher ihre Entscheidung in der Oelfrage genau üoerlegen. Es stehe erheblich mehr au dem Spiele als lediglich die Bestrafung eines Angreifers. Die Staatsmänner müßten weiter sehen und sich daran erinnern, daß der Blutdruck

Europas sehr hoch sei.

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Gefahren für den Frieden.

Der Zustand, in den die europäische Politik da­durch geraten ist, daß ihr System, Völkerbund verkoppelt mit einer unübersichtlichen Konstruktion von Bündnissen, bei der ersten großen Probe des italienisch-abessinischen Konflikts völlig versagte, legt den leitenden Staatsmännern eine Verantwor­tung auf, die nur allzu oft mit den schweren und verhängnisvollen Entschlüssen vom Sommer 1914 verglichen wird. Leider läßt sich jedoch nicht feststel­len,' daß aus jenen grausamen Erfahrungen für den Gang der amtlichen Politik irgendwelche neuen und fruchtbaren Folgerungen gezogen würden, son­dern, daß es fast überall nur die Opposition der ür die Politik nicht verantwortlichen, aber um so nachdenklicheren Leute ist, die vor den Gefahren der amtlich eingeschlagenen Wege warnen. Wenn man die wohl unbestreitbare Tatsache, daß alle Völker den Frieden wünschen, der ebenso un­bestreitbaren entgegenstellt, daß die Diplomatie Europas immer näher an d i e Kriegs­gefahr heranführt, so kann man einigen Zweifel haben, ob das System der repräsentativen Demo­kratie wirklich so friedlich ist, wie behauptet wird, und ob es die Völker wirklich davor schützt, gegen ihren Willen in Kriege verwickelt zu werden, die sie mit ihrem Blute zu führen haben.

In den beiden Ländern, denen vor allen andern das künftige Schicksal Europas überantwortet ist, in Frankreich und England, stehen gegen­wärtig Fragen 3ur Entscheidung, die geradezu Schulbeispiele dieser prinzipiellen Anerkennung sind. In Frankreich verhandelt das Parlament unter angespanntester Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit die Ratifikation des Bündnisses mit der Sowjetrepublik. Es ist überflüssig, die Begründungen zu wiederholen, mit denen die fran­zösische Diplomatie diesen Vertrag als Friedensin­strument zu frisieren sucht, überflüssig auch, auf die Einwendungen zurückzukommen, die vom Stand­punkt anderer geltender Verträge, des Völkerbun­des und des Locarnopaktes, dagegen erhoben wer­den. Es genügt, festzustellen, daß ein großer Teil des französischen Volkes selbst über alle Verdunke­lungen und Finessen der Diplomatie das Helle Be­wußtsein hat von den Gefahren, die aus dem Bündnis dem europäischen Frieden und der inne­ren Ruhe Frankreichs selbst erwachsen können. Den­noch wird die zwangsläufige Mechanik der Diplo­matie, die der längst tote Barthou einst in Be­wegung setzte, den Sieg davontragen über die bessere Einsicht und die richtigeren Instinkte des Volkes, und der verhängnisvolle Vertrag wirddie Billigung des französischen Volkes" erhalten, ob­wohl er eine Entwicklung der europäischen Politik einleitet und bekräftigt, der eben dasselbe fran­zösische Volk im innersten widerstrebt. Daß hier etwas nicht stimmt, wird auch der begeistertste An­hänger der Demokratie nicht leugnen können, auch wenn er es aus der Geschichte nicht wüßte, daß die beliebte Gleichsetzung bestimmter innerer Re­gierungssysteme mit Krieg und Frieden unrichtig ist.

In gleichen Widersprächen zu der öffentlichen Meinung scheint sich in neuerer Zeit die amtliche englische Politik zu bewegen, obwohl sie noch von ihrem alten Ruhme zehrt, daß sie das voll­endetste Zusammenspiel verantwortlicher Führung mit den im Volke lebendigen gesunden und einfachen Instinkten darstellt. Noch im Sommer des letzten Jahres hat der damalige Außenminister Hoare in Genf voll Stolz auf diese sichere Fundamentie­rung der englischen Politik verwiesen, um bald dar­auf persönlich die Erfahrung zu machen, daß auch dieser feine englische Mechanismus einigermaßen in Verwirrung geraten ist. Am deutlichsten aber zeigte sich die Lockerung zwischen derMeinung des Mannes auf der Straße" und der politischen Füh­rung, seit England durch seine verantwortlichen Staatsmänner immer deutlicher und dichter an die europäische Koalitionspolitik im fran­zösischen Sinne herangeführt wird und offenbar im Begriffe steht, sie durch Bindungen mit Sowjet­rußland auch seinerseits zu unterstützen. Es ist zwar nicht zu verkennen, daß die Gedankengänge dieser englischen Politik sich von den französischen erheb­lich unterscheiden, denn nach wie vor werden die gegen Deutschland gerichteten Tendenzen der Koa­litionspolitik in England bestritten und abgelehnt. Aber es fehlt doch nicht an Leuten, die die klare Einsicht besitzen und aussprechen, daß Koalitionen dieser Art schon durch ihr Bestehen den Frieden gefährden, ganz abgesehen von dem begründeten Verdacht, daß der Sowjetpartner zum mindesten sie nicht als Friedensinstrumente betrachtet und benützen wird. Ein so angesehener Politiker, wie das Oberhausmitglied Lord Lo - t h i a n hat soeben in einer Zuschrift an die Times" seine Bedenken gegen diesen Kurs der englischen Politik ausgesprochen, die sicherlich von vielen Engländern geteilt werden, während sich die Regierung bemüht, das billige Argument der öffentliche Meinung zu tragen!

Es besteht leider wenig Aussicht, daß die Einsich­tigen, die in derwirtschaftlichen E r - stickung" dreier großer Völker. Deutsch­lands, Italiens und Japans, den inneren Grund des politischen Krisenzustandes sehen und die An­setzung einer neuen internationalen Politik an d i e- s e r kranken Stelle empfehlen, sich gegen Diejeni­gen durchsetzen werden, die in Der gewaltsamen Niederhaltung Derproletarischen Völker", sei es Durch Den Völkerbund und Sanktionen, sei es durch Bildung übermächtiger Koalitionen derbe­sitzenden Völker", Den richtigen Weg in Die Zu­kunft gefunDen zu haben glauben. Auch sie behaup­ten, im Namen Des FrieDens zu hanDeln. Daß sie es aber finD, Die Den Kriegsgei st züchten lehrt nicht nur Die Erfahrung Der Geschichte und Der Vergangenheit, fonDern auch Die Gegenwart, Die Italien gezwungen hat. Den gefährlichen Ver­such zu machen, seine gu engen und ärmlichen Kleider abzuwerfen; lehrt Japan, das sich seine Märkte und Rohstoffgebiete mit dem Schwert er­obert. Wer diese Entwicklung durch Koalitionen verhindern will, will auch Den Krieg. Weil die Völ­ker dies wissen, obwohl ihre Regierenden nur von ' Frieden und Sicherheit reden, liegt über Europa und der Welt die unheimliche Spannung, die in ' jedem Raum zwischen Wahrheit und Unwahrheit, 1 zwischen Grund und Vorwand entsteht. O. M.

19 3 5 beschränkten.

3. Wenn eine solche Sperre nur von den Mit­gliedern der Sanktionskonferenz allein ange­wandt würde, so könnte ihre einzige Wirkung die Erschwerung und Verteuerung der italienischen Petroleumversorgung sein.

4. Angesichts der Möglichkeit, in gewissem Maße Ersatz st off für Benzin zu verwenden, würde eine Ausfuhrsperre für Oel und seine Nebenerzeug­nisse verstärkt, wenn gleichzeitig Jndustrie- alkohol und Benzol einbezogen würden.

5. Die Wirksamkeit einer von den Mitgliedern der Sanktionskonferenz auf den Oeltrans- port nach Italien gelegten Sperre unterliegt )enfelben Beschränkungen wie eine Ausfuhrsperre. Würde nur von diesen Staaten die Verwendung von Tankschiffen für Den Petroleumtransport nach Italien verboten, so wäre Italien in Der Lage, seinen Bedarf zu 50 v. H. zu decken, in- dem es auf seine Flotte und für den Rest auf Die Schiffe anDerer Staaten zurückgreifen würde. Seine Versorgung würde sich jedoch schwieriger und kostspieliger gestalten.

6. Sollte eine Beförderungssperre beschlossen wer­den, so wäre es am zweckmäßigsten, den Tank­schiffen den Zugang nach Italien zu verbieten und außerdem den Verkauf von Tankschiffen an Staaten, die die Sperre nicht durchführen, zu verbieten.

werden. Zunächst verlangte das Gesetz den Namens- aufruf der drei Angeklagten. Nachdem der Präsi­dent auf die drei Namen keine Antwort bekommen hatte, begab sich ein Gerichtsdiener auch vor das Gerichtsgebäude, um, dem Gesetz entsprechend, die drei abwesenden Angeklagten aufzurufen. Nachdem < dem Gesetz Genüge geschehen war, wurden die drei : Angeklagten in Abwesenheit zum Tode 1 verurteilt. Damit war der Prozeß beendet.

Reichsminister Or. Frank in Warschau.

Warschau, 12. Febr. (DNB.) Reichsminister Dr. Frank wurde in Warschau vom polnischen \ Außenminister Beck empfangen. Der Reichsminister 1 besuchte auch Iustizminister M i ch a l o w s k i, Kul­tusminister S w i e t o s l a w s k i, den Präsidenten des Derwaltungsgerichts, H e l o z y n s k i und den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Sie - radzki. Der Vorsitzende des Ausschusses für zwi­schenstaatliche geistige Zusammenarbeit, Professor Lutostanski, gab zu Ehren des deutschen Gastes ein Essen, an dem der Kultusminister und der Justizminister sowie fast alle Profeisoren der Universität Warschau teilnahmen. Nachmittags hielt Reichsminister Dr. Frank dann einen Vortrag vor Den Gästen des Ausschusses für zwischenstaat­liche geistige Zusammenarbeit. Sein Vortrag war ein Bekenntnis zur Kulturmission Des Rechts und zugleich eine Darstellung Der deutschen Rechtser­neuerung und der deutschen Rechtsprobleme. Die Friedensmission des Rechtes als eines völkerver­bindenden Kulturfaktors fand ihre feftumriffene Formulierung in den Worten:Frieden vor Krieg, Recht vor Gewalt".

Zum Schluß stellte der Minister die rechts- und staatsschöpferischen Persönlichkeiten Adolf Hit» I r 5 und Pilsudskis einander gegenüber, die beide der historischen Entwicklung ihrer Völker ihren Stempel aufgedrückt hätten. Er wies auf den Umstand hin, daß es nur einmal zwei einander gleichartige Kulturrepräsentanten aus dem deutschen und Dem polnischen Volkstum gegeben habe, näm­lich die Musikgewaltigen Chopin und Beet­hoven, die, so schloß Dr. Frank seine RAe, ..beide in. einer friedlicheren Welt gewirkt haben, die vielleicht die wahre Welt ist". Der Vortrag fand den ungeteilten Beifall seiner gesamten Zu­hörerschaft.

Ein frisches Soldatenwort.

London, 13. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der englische General Sir Ian Hamilton wendet 'ich in derTimes" gegen den Bischof von Durham, der mit anderen zusammen dafür Stimmung machen wollte, daß die Einladung (zur 5 5 0. Gründungsfeier der Univer­sität Heidelberg von Den englischen Univer­sitätskreisen nicht angenommen wirD. Gene­ral Hamilton schreibt:Ich möchte als alter SolDat !i>er Hoffnung Ausdruck geben, daß Die wackeren Vertreter unserer Universitäten Dem Briese Des Bischofs von Durham und Norman Beatwichs «icht die geringste Beachtung schenken. Lor kurzem, als es bekannt wurde, daß ich einige deutsche F r o n t o f f i z i e r e zu Gast fjaben werde, erhielt ich Briefe, die in dem sel­ben G e i ft e wie Die Zuschrift Des Bischofs ge­halten waren. Man verlangte von mir. Daß ich bei dieser Gelegenheit meinen Gästen wegen ihrem "brutalen und unnatürlichen Benehmen" Vor­haltungen machen solle. Die Briefschreiber er­kannten oder verstanden nicht, daß meine Gäste mich hann wegen der Elendsviertel von Glasgow oder her Trostlosigkeit von Durham tadeln würden. Ver­mutlich würde ein Deutscher mit einer Wurst auf mich losprügeln. Im würde ihm einen schottischen Fleischpudding an Den Kopf werfen, und dann Dören beide Länder in Krieg oder zum mindesten einen Schritt näher Daran.

Hochachtungsvoll Jan Hamilton."

England steht zum Locarnovertrag.

London, 12. Febr. (DRB.) Der liberale Ab- geordnete Wander fragte den Außenminister im Unterhaus, ob er eine Versicherung abgeben wolle, daß die Bestimmungen des Locarno- Vertrages, die England verpflichteten, im Kalle eines offenen Bruches des Artikels 42 oder 43 Entmilitarisierte Zone) sofort Frankreich oder Deutschland zu Hilfe zu eilen, irufs strikteste beobachtet würden, solange der Ver- irog in Wirksamkeit bleibt und nicht durch allge- nnetne Zustimmung der vertragsschließenden par- leien aufgegeben wird. Außenminister Eden er­widerte:Die Verpflichtungen der britischen Re­gierung sind im Vertrag von Locarno selbst im ikinzelnen niedergelegt. Die britische Regierung 15ebf zu diesen Verpflichtungen und be- cbsichtigt sie getreu zu erfüllen, falls die Notwendigkeit sich hierzu ergibt".

England und das Kolonialproblem.

London, 12. Febr. (DNB.) Der konservative Abgeordnete Brigadegeneral Sir Henry C r o f t p erlangte im Unterhaus von dem Kolonialminister

aus verurteilt tyrt roerben folb kblaß und sehr/- freie Kroa- elitW' Die tut Gewalt fort» unb rief einige n jugosiawifchen

5 lebe Das freie n Gerichtsdienern,

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ne neue Sit« ohne Beisein oer Drei Angeklagten, nit sowie der esenhck verurteilt Hämit^dem *wbr

Neufassung des Gesetzes über die Geheime Staatspolizei.

Berlin, 12. Febr. (DNB.) In Der preußischen Gesetzsammlung vom 12. Februar 1936 wird ein Gesetz über Die Geheime Staatspolizei und eine hierzu erlassene Ausführungsverordnung veröffent­licht. Die Bedeutung dieser Vorschriften liegt zu­nächst darin, daß in ihnen die Bestimmungen über den Aufbau und Die Tätigkeit Der Geheimen Staatspolizei in Preußen zusammengefaßt und neu formuliert worden sind. Der Jn- stanzenzug der Geheimen Staatspolizei wird klar feftgelegt. Gegenüber der Iustiz wird die von der Geheimen Staatspolizei schon heute em« gehaltene Grenze von neuem verankert, indem be­stimmt wird, daß die Zuständigkeitder Organe der ordentlichen Rechtspflege unberührt bleibt. Zur allgemeinen Ver­waltung wird eine nähere Verbindung mit der Geheimen Staatspolizei hergestellt, die im übrigen als selbständiger Zweig Der in­neren Verwaltung bestehen bleibt. Die Oder- und Regierungspräsidenten sind an die Wei­sungen des Geheimen Staatspolizeiamtes gebun­den. Sie werden aber andererseits über die staats­polizeilichen Vorgänge in ihren Amtsbezirken lau­fend unterrichtet und können den ihnen unterstell­ten Behörden der Geheimen Staatspolizei Wei­sungen geben. Mit dieser Regelung wird sicherge­stellt, daß die Schlagkraft der Geheimen Staatspolizei unversehrt bleibt, und Daß eine sachdienliche enge Zusammenarbeit

Garmisch-Partenkirchen, 12. Febr. (DNB.) Nach sternenklarer Nacht setzten am Mitt­wochmorgen bei geringer Temperatursteigerung wieder leichte Schneefälle ein. Beim Beginn Der EntscheiDungen auf Der Bobbahn, Die schon auf 8 Uhr morgens angesetzt waren, kam aber Die Sonne schon wieder heraus. Sonderzüge brachten schon in aller Frühe zahlreiche Olympiagäste, Dar­unter viele KDF.-Fahrer, Die in Der Nähe von Gar­misch-Partenkirchen ihren Urlaub verbringen. Viele von ihnen hatten erst um 23.30 Uhr Das Eisstadion verlassen. Ihnen blieben höchstens 4 StunDen Schlaf, Dazu tarnen viermal bis zu 120 Kilometer Bahn­fahrt, alles innerhalb weniger StunDen. Ihre Sportbegeisterung wird aber durch herrliche Kämpfe in allen Wintersportarten belohnt, die unter dem Einsatz vollendeten Könnens und eines unerhörten Siegeswillens durchgeführt werden.

Die erste Entscheidung fiel im Viererbob­rennen. Hier wurden die beiden letzten Läufe ausgetragen, die wiederum klare Siege Des Schwei­zer Bob ergaben. Die Eidgenossen holten sich Mit ihrem Bob II die Goldene, mit dem Bob I die Silberne Medaille; England fuhr die drittbeste Zeit. Die deutschen Hoffnungen wurden nicht er­füllt. Der einzige noch im Rennen verbliebene Bob Deutschland I (Kilian) konnte nur den 7. Platz be­legen. Als zweite Entscheidung wurde der 18- Kilometer-Langlauf ausgetragen, den die Vertreter Skandinaviens unter sich ausmachten. Sieger wurde der Schwede Erik Larsson vor dem Norweger Oddbjörn Hagen, der damit zugleich erster Kombinationsläufer wurde. Den dritten Platz belegte der Finne Pekka Niemi, als Vierter kam wiederum ein Schwede und an fünf­ter und sechster Stelle ein Norweger ein. Von Den Deutschen schnitt Motz am besten ab. Der Den 18. Platz belegte.

Auf Dem Rießer See, Der Durch seine herrliche Sage alltäglich Die Olympiabesucher aujs neue ent­zückt, fiel Die Dritte Entscheidung. 35 Eisschnell­läufer aus 16 Nationen traten zum zweiten Lauf des Eislaufwettbewerbes an. Erster Doppelsieger Der IV. Olympischen Winterspiele wurde der 32jährige Weltmeister Ivar Ballangrud -Norwegen, der in neuer olympischer Rekordzeit über 5000 Meter mit 8:19.6 Min. alle Mitbewerber hinter sich ließ. Die nächstbesten Zeiten liefen die Finnen Vase - n i u s und 0 j a l a, und damit blieben in diesem Wettbewerb auch Die Nordländer unter sich. Don Den Deutschen Teilnehmern enDete Sarnes auf Den 13. Platz; er hatte Den HollänDer Koops zum Partner und tief in totem Rennen mit 8:48.5 Min.

Genf, 12. Febr. (DNB.) Die Sachverständigen für die Prüfung Der Durchführbarkeit einer Oel» sperre gegen Italien haben ihre Arbeiten mit Der Annahme eines Berichtes beendet. Der zu folgen­den Er gebniss en kommt:

1. Eine Sperre konnte, wenn sie allgemein durchgeführt würde, nach 3 bis 3V2 Monaten ihre volle Wirkung erzielen.

2. Wenn eine Sperre von allen in Der Sank-

:^er .bezahlt Sowjetunion Ante, und irklich darstelle, E jetzige und "bekannten zu e Beziehungen rounoeten und 'bündeten rück- chkeit habe den ich'französjschen und ableh. rhe auch heute zwar ebenso in Ichen Verbünde, n Äntereffen.

uns, daß nur lern verwunde» die Abneigung imaurerei gegen ten Staaten so­daß Frankreich len Verbündeten die französische unüberlegt Hei. en Elemente in iauben würden, chtlosen und ris-

Das Kommando der Kwantun-Armee meldet einen ' neuen schweren Zusammenstoß zwischen einer japa­nisch-mandschurischen Abteilung und einer etwa 200 Mann starken mongolischen Truppe westlich des Zuir-Sees, wo die mongolische Abteilung die Grenz­nation Olanhotok besetzt habe. Den japanisch-man- i schurischen Truppen gelang es, den Grenzort wie- er zurückzuerobern. Die Mongolen sollen tei den Kümpfen zwei Bombenflugzeuge .iingesetzt haben. Die Japaner melden, daß sie meh­rere Geschütze, Maschinengewehre und Gewehre teilweise sowjetrussischer Herkunft er­beutet haben. Nachdem bereits der Abbruch Der Verhandlungen des Außenministers von Mondschukuo mit Dem Generalkonsul Der Sowjet- inion starke Erbitterung hervorgerufen hat, hat Die ^oge im Grenzgebiet Durch Den neuen Zwischenfall <ine weitere Verschärfung erfahren.