genMch in Zusammenstößen entiefen und den Ruf der Sicherheit des Rheinoerkehrs nicht gerade verbesserten. Der Kampf wurde aus Düsseldorfer Seite hauptsächlich von dem sehr tatkräftigen und tempe- ramentvollen Mainzer Dr. Moritz Schmitt geführt, der von 1839 bis 1850 Präsident des Derwal- tungsrates war. Ihm folgte der Elberfelder Daniel von der Heydt, dessen friedlicherer Natur die Aufgabe gestellt war, den Wettbewerb mit der Kölner Gesellschaft zu beenden.
1853 schlossen die Gesellschaften einen Betriebsgemeinschaftsvertrag, die „Rheindampfschiffahrt Kölnische und Düsseldorfer Gesellschaft" entstand, die später die Bezeichnung „Köln-Düsseldorfer Rheindampfschisfahrt" annahm. Dieser bis auf den heutigen Tag nie gelöste Vertrag bildete die Grundlage für die Entwicklung des Unternehmens zu feiner eigentlichen Bedeutung: zum Hauptträger des Reife-, Ausflugs- und Vergnügungsverkehrs auf dem Rhein. Die Eisenbahnentwicklung hatte die ja schon vorher begonnene Hinwendung zum Personenverkehr dahin erweitert, daß man sich nun hauptsächlich dem Reiseverkehr widmete. Demgemäß wurden nun auch bald reine Personenfahrten eingerichtet, Ende der 50er Jahre zuerst besondere Schnellfahrten. Die Schiffe waren noch alle solche des gemischten Typs für Güter- und Personenverkehr. Den Güterverkehr hat die Köln-Düsseldorfer bis auf den heutigen Tag beibehalten, aber als von dem Fahrplan getrennten fahrplanmäßigen Eilgüterdienst. 1867 wurden als erste Ergebnisse des nun aufgestellten gemeinsamen Bauprogramms der verbundenen Gesellschaften die Dumpfer „Humboldt" und „Friede" als erste Salon-Schnelldampfer in Dienst gestellt. Sie waren in ihrer Gröhe und mit der Verlegung sämtlicher Fahrgasträume über Deck und mit der Einrichtung dieser „Salons" der Anfang einer SchiffbauentwicklunH, die dem Rhein bald den Ruhm verschaffte, „die schönsten und schnellsten Flußdampfer Europas" zu besitzen. In den 80er und 90er Jahren wird die große Reihe der Schiffe gebaut, deren Namen noch manchem vertraut sein werden: „Moltke", „Bismarck", „Frei- her vom Stein", „Frauenlob", „Overstoh", „Lohen- arin", „Elsa", „Deutschland", „Borussia , „Kaiserin Augusta" u. a. 1902 beginnt mit dem Dampfer „Rheingold" der Bau des neuen Typs der großen Doppeldeck-Personendampfer. Don den 90er Jahren ab konnten die Dampfer fast alle auf deutschen Werften gebaut werden. Die die Köln-Düsseldorfer schwer treffende Kriegszeit brachte nur die Vollendung eines angefangenen Schiffes („Hindenburg" 1916). Bis 1926 stockte die Entwicklung, um aber vom Tage der Indienststellung der ersten Nachkriegsbauten „Vaterland" und „Rheinland" wieder einen krustigen Aufschwung zu nehmen. Dessen schönstes Ergebnis ist der größte Dampfer der Flotte, Schnesldampfer „Mainz aus dem Jahre 1929. Der seit 1927 neu eingeführte Typ der Großmotorschiffe wird in diesem Jubiläumsjahr mit dem Neubau „Albert Leo Schlageter" um em weiteres Schiff dieser Art vermehrt.
1927 wurde auch die „Niederländer Dampfschiff- fahrts-Gesellschast" durch Gemeinschaftsvertrag in den Köln-Düsseldorfer Dienst einbezogen. Als Präsidenten des Derwaltungs- bzw. Aufsichtsrates seien außer den schon genannten erwähnt: Kommerzienrat Rudolf Weyermann, Elberfeld, 1878—1889; Kommerzienrat Matth. Werls, Mainz, 1890—1892; August von Frowein, Elberfeld, 1892—1912; Kommerzienrat Carl Andreas Probst, Mainz, 1912—1919; Otto Henkell, Wiesbaden, 1919 bis 1929; Paul Boeddinghaus, Elberfeld, feit 1929.
Aus der Nachkriegszeit bleibe nicht unerwähnt der Dienst, den die Köln-Düsseldorfer im Ruhr- k a m p f dadurch leistete, daß sie auf Grund eines Vertrages mit der Postoerwaltung die Beförderung der gesamten Post zwischen Mannheim und Hertingen übernahm und auch den größten Teil des Personenverkehrs aus dieser Strecke.
Heute steht eine Flotte von 28 Köln-Düsseldorfer Schiffen und 13 Niederländer Dampfern den Bedürfnissen des Personenverkehrs und des Eilgüter- dienftes zur Verfügung. Rund 1000 Volksgenossen gibt der Betrieb der Köln-Düsseldorfer Arbeit und Brot. Die Verkehrsgebiete der Köln-Düsseldorfer — Mittelrhein, Niederrhein, Oberrhein, Main-Rhein- fahrten — umfassen in der einfachen Strecke gemessen, rund 500 Kilometer. In der Hauptverkehrszeit dienen täglich 18 Köln-Düsseldorfer und drei Niederländer Schiffe dem regelmäßigen Fahrplanverkehr, während etwa 12 weitere Schiffe für Sonderfahrten und außerplanmäßige Veranstaltungen .gur Verfügung stehen. Unter diesen haben insbesondere die „K r a f t - d u^r ch - F r e u d e" - F a h r t e n erhebliche Bedeutung gewonnen.
Seit 100 Jahren und darüber hinaus wirken nun schon die Rheindampfer als eines der stärksten Werbemittel zum Besuch des rheinischen Landes und im Auslande zum Besuch Deutschlands. Sie sind über ihre privatwirtschaftliche Aufgabe hinaus Diener an der Kultur. Denn die Vermittlung eines Reiseerlebnisses von solcher Größe und Schönheit, wie es die Rheinfahrt bietet, ist Kulturleistung.
Müller-Tagung in Gießen.
Die DAF.-Betriebsgemeinschaft Handwerk, Fachschaft Müller, der Kreise Oberhessens und Wetzlar, Biedenkopf und Dillkreis, veranstaltete am Samstag im Hause der DAF. in Gießen eine Müller- Versammlung, die sehr stark besucht war. Kreis-Betriebsgemeinschaftswalter Stein (Gießen) konnte hierzu außerdem dem Gaufachgruppenwalter v. H a r l e s s e n (Frankfurt a. M.) und Gaufach- schaftsleiter O. Weller den Redner, Rcichsjach- schaftswalter Fachgruppe Nahrungsmittel, Fachschaft Müller,
Müllermeister W. Naatz, Berlin, begrüßen. In mehr als zweistündigem Vortrag aab dieser eine interessante Uebersicht über die Aufgaben und Ziele des deutschen Müllerhandwerks. Einleitend schilderte er ine wirtschaftliche Entwickelung dieses ältesten und romantischen deutschen Handwerks bis zu dem bedauerlichen Niederaang, dem erst der Nationalsozialismus Einhalt geboten hat. Der mit der maschinellen Durchdringung einsetzende Niedergang fand in der falschen Einfuhrpolitik und der dadurch herbeigeführtey Absatzstockung und Preisunterbietung, in der zunehmenden Vorherrschaft der Großmühlen und nicht zuletzt in der Zerrissenheit im Handwerk selbst reiche Förderung. Dazu kam das Eindringen berufsfremder Elemente und das Ueberhandnehmen von Schrotmühlen beim Bauern, so daß wenig Neigung zur Erlernung des Müllerhandwerkes aufkam. Die eigenartige Verlagerung dieser Handwerksbetriebe abseits der Städte und Orte brachte es mit sich, daß ein Zusammenschluß sehr erschwert war.
Erst nach der Machtübernahme konnte gründlicher Wandel geschaffen werden, und nun muh unter Zurückstellung eigennütziger Bestrebungen die Gesamtexistenz dieses für die Lebensfähigkeit des Volkes so notwendigen Handwerkes gesichert werden.
Das geht ohne harte und einschneidende Maßnahmen nicht ab. Im Kampfe um die Sicherstellung der Volksernährung fallen dem Müllerhandwerk große Aufgaben zu. Um diese zu erfüllen, ist neben dem festen Zusammenschluß größte Disziplin erforderlich.
Der Redner gab dann ein anschauliches Bild von den Regierungsmaßnahmen, die getroffen wurden, um erst einmal die Existenz des Handwerks an sich zu sichern und durch eine gesunde Preispolitik, eine entsprechende Getreidekontingentierung und die prozentuale Ausmahlung die Klein- und Mittelbetriebe
zu fördern. Zu den Hilfsmaßnahmen der Regierung ist aber die Mitarbeit des Handwerkes selbst erforderlich. Durch Disziplin in der Preisgestaltung, die Eigenschulung mit dem Ziele der Leistungssteigerung und die Anpassung der Betriebe an die Erfordernisse der Zeit muß sich das Handwerk selbst weiterhelfen. Der Bauer hat vielfach schon das eingesehen, daß er mit dem Müller besser fährt, als mit den eigenen Mühlen, deren Handhabung gelernt fein will.
Durch gesetzliche Bestimmungen ist der Heber- sremdung des Müllerhandwerks Einhalt geboten.
Das neue Nahrungsmittelgesetz wird auch den Betrieben schärfere Bestimmungen über ihre Führung und die Beschaffenheit ihrer Einrichtungen bringen. Es liegt nun an den Müllern selbst, sich mit dem nationalsozialistischen Gedankengut besser vertraut zu machen. Durch tiefgreifende Schulung wird das Handwerk auf seine großen Aufgaben, die es hinsichtlich der Sicherstellung der Volksnahrung und der Erhaltung der Volkskraft zu erfüllen hat, vorbereitet werden. Daneben wird die fachliche und handwerksmäßige Fortbildung einfetzen. Durch die Anordnung über die Wanderjahre, den Austausch von Müllersöhnen und Müllergesellen und die Schulung der Lehrlinge im Lager soll eine handwerkliche Vertiefung erfolgen. Durch das Hineintragen der Volksgemeinschaft in die Betriebe soll vor allem das Lehrlingswesen gefördert werden. Trotz der 3000 neuen Lehrlinge fehlen dem deutschen Müllerhandwerk noch etwa 8000 Lehrlinge.
Durch die Förderung der klein- und Mittelbetriebe ist das Müllerhandwerk das aussichtsreichste Handwerk.
Nur durch die Mitarbeit aller Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder wird das Müllerhandwerk die Aufgaben lösen können, die ihm im Kampf um die Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes aufgetragen worden find.
Gaufachfchaftsleiter Weller sprach sich noch über die Mißstände aus und forderte zur eifrigen Mitarbeit an den Schulungskursen auf. Er machte auf das Treffen von ungarischen und deutschen Müllern im Juli in Budapest ausmerksam und wies auf die Müllertagung anläßlich des Reichshandwerkertages hin, die in Wiesbaden stattfinden wird.
In seinem Schlußwort dankte Kreisbetriebsge- meinfchaftswalter Stein für das rege Interesse und brachte das Sieg-Heil auf den Führer aus.
Wirtschaft.
Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft;
416: Allgemeine Wareneinfuhrkontrolle in Polen. — Sämtliche Waren dem Kontingentierungs- fyftem unterstellt. — 417: Vertrauen zur Entwicklung der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen. — 418: Bekanntmachung KP 136 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle betr. Kurspreife.
Mem-Mainische Börse.
Fest.
Frankfurt a. M., 11. Mai. Die Börse war auch zum Wochenanfang am Aktienmarkt weiter fest, wenngleich das Geschäft etwas ruhiger schien. Von der Privatkundscyaft lagen weiterhin Kaufaufträge vor, während die Kulisse zu den ersten Notierungen noch etwas realisierte, später aber gleichfalls als Käufer auftrat. Mit stärkeren Befestigungen als durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. fielen auf: Metallgesellschaft 128,50 bis 129,50 (127), Rheinstahl 128,75 (126,75), Licht und Kraft 146,50 (144,75), Schuckert 141,13 (139,75) und MAN 115 (113,25). Von chemischen Werten notierten JG- Farben mit 170 bis 170,50 (170), Deutsche Erdöl plus 0,40 v. H., Rütgerswerke plus 0,25 v. H., dagegen Scheideanstalt minus 0,50 v. H. Montanwerte lagen nicht ganz einheitlich, Buderus exkl. Dividende minus 0,75 v. H., Laurahütte minus 1 v. H., dagegen Verein. Stahlwerke etwas lebhafter und plus 0,75 o. H. Mannesmann und Hoefch lagen voll behauptet. Am Elektromarkt gewannen Felten 1 v. H., Gesfürel 0,50 v. H., Siemens 0,40 v. H., RWE. 0,50 v. H., AEG. lagen unverändert. Im einzelnen zogen Westdeutsche Kaufhof auf 41,40 bis 42 (41,25) an, Zellstoff Waldhof gewannen 0,75 v. H., Aku, Zement Heidelberg und AG. für Verkehr bis 0,50 v. H. Holzmann und Hanfwerke Füssen bröckelten bis 0,50 o. H. ab, Daimler Motoren blieben mit 110,75 und Reichsbank mit 183,75 gut gehalten. Nach den ersten Notierungen war die Haltung eher weiter befestigt, das Geschäft vermochte sich aber kaum zu beleben.
Der Rentenmarkt lag still und freundlich.
Altbesitzanleihe mäßig fester mit 113,40 (113,30), Zinsvergütungsfcheine unv. 92,30, Kommunal-Um- fchuldung unv. 87,05, späte Schuldbuchforderungen unv. 98,50 und 6proz. zertif. Dollar-Preußen unv. 69. Von Auslandswerten erhöhten sich Oesterr. Silber auf 2 (1,95), 4proz. Rumänen auf 5,90 (5,70), 5proz. Goldmexikaner auf 14,15 (14), später aber auf 14 ermäßigt, 4proz. Ungarn Gold unv. 9,20.
Im Verlaufe blieb der Aktienmarkt fest, die Umsätze hielten sich aber weiterhin in engen Grenzen. U. a. notierten: JG.-^Farben 171,50 nach 170,50, Metallgesellschaft 130 nach 129,50, AEG. 38,65 nach 38,40, Felten 124 nach 123,50, Kaufhof 42,25 nach 42, Zement Heidelberg 140,75 nach 140,25, Verein. Stahlwerke 92,65 nach 92,50, Mannesmann 96 nach 95,50. Von später notierten Werten erhöhten sich Marisfelder auf 143,25 (142), Harpener auf 128 (126,25), Südd. Zucker auf 207 (206), dagegen Akkumulatoren nach Pause 188 (191,50). Am Kassamarkt waren Frankfurter Hof und Kahlgrund Eifenbahn höher gesucht.
Am Rentenmarkt befestigten sich Rhein. Städte-Altbesitz auf 110,25 (109,75), dagegen gaben Poung-Gulden-Anleihe auf 92 (92,40) nach. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen blieben unverändert, Liquidationswerte teilweise 0,13 v. H. niedriger. Stadtanleihen zogen z. T. 0,13 bis 0,25 v. H. an. Von fremden Werten gingen Ungarn Gold auf 9,10 nach 9,20 zurück, ferner I. Anatolier 43,13 (43,50). Tagesgeld war etwas gesucht und stieg auf 2,75 (2,50) v.H.
Abendbörse ruhig.
Die Adendbörse nahm auf allen Marktgebieten einen sehr ruhigen Verlauf. Die Kulisse zeigte im Hinblick auf die ungeklärte außenpolitische Lage verstärkte Zurückhaltung. Vom Publikum lagen in einigen Werten noch Kauforders vor, so daß die Grundtendenz am Aktienmarkt durchaus fest blieb, wenngleich die höchsten Mittagskurse nicht immer behauptet blieben. Etwas niedriger lagen IG.-Farben mit 170,75 (171,25), Kunstseide AKU. auf Holland 54.25 (54,90). Fester lagen Scheideanstalt mit 233 (232). Aschaffenburger Zellstoff auf die Meldung über voraussichtlich nur 3 v. H. Dividende
etwa 95 (95,90). Gut behauptet lagen Montanaktien. Am Kassamarkt blieben Großbankaktien gesucht und notierten bei teilweise größeren Umsätzen je 1 v.H. höher, so Commerzbank mit 89 (88), DD-Bank mit 90,25 (89,25) und Dresdner Bank mit 90,50 (89,50). Der Rentenmarkt lag still, aber freundlich. Kommunal - Umschuldung 87,10 (87,05). Etwas leichter waren Farben-Bonds mit 136,75 (137,13). Don fremden Werten gaben 4proz. Ungarn Gold auf Paris auf 9 (9,10) nach, dagegen befestigten sich Ungar. Kronenrente auf 1,70 (1,60).
U. a. notierten: Altbesitz 113,40, IG.-Farben» Bonds 136,75, 4proz. Ungarn Gold 9, 4proz. do. Kronenrente 1,70 4proz. Rumänen 5,80, Braubank 130,50, Commerzbank 89, DD-Bank 90,25, Dresdner Bank 90,50, Buderus 101, Harpener 128, Klöckner 101, Mannesmann 96, Verein. Stahlwerke 93, AKU. 54,25, AEG. 38.50, BMW. 132.50, Bekula 147, MAN. 114,50, IG.-Chemie volle 219 Scheideanstalt 223, Licht und Kraft 146,25. Eßlinger Maschinen 90, JG.-Farben 170,75, Gesfürel 139,50, Goldschmidt 108,75, Holzmann 117,75, Lides Eismaschinen 150, Muag94, Metallgesellschaft T 129.75, Montecatinis 70,50, Schuckert 142.50, Verein. Ultramarin 136.50, Westdeutsche Kaufhof 43,40 bis 43,13, AG. für Verkehrswesen 117.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 11. Mai. Auftrieb: Rinder 446 (gegen 380 am letzten Montagsmarkt), darunter 92 (91) Ochsen, 57 (49) Bullen, 224 (205) Kühe, 73 (55) Färsen. Kälber 635 (500), Schafe 21 (18), Schweine 4121 (4310). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (am 4. Mai 42 bis 54), Bullen a) 43 (40 bis 43). Kühe a) 39 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 38 635 bis 38), c) 26 bis 33 (28 bis 33). d) 22 bis 25 (25). Färsen a) 41 bis 44 (44), b) 36 bis 40 (40), c) 29 bis 35 (—), d) 25 bis 28 (—). Kälber a) 71 bis 78 (71 bis 78), b) 63 bis 70 (61 bis 70), c) 52 bis 62 (53 bis 62), d) 37 bis 51 (40 bis 52). Hämmel und Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57). bl) 56 (56), b2 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen nicht notiert. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber lebhaft, Hämmel und Schafe ruhig, ausverkauft.
Großmarkt für Fleisch und Fettwaren. Beschickung: 1651 Viertel Rindfleisch, 59 ganze Kälber, 10 ganze Hämmel, 284 halbe Schweine, 5 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kiloaramm in Mark: Ochsenfleisch a) höchster 80. Kuhfleisch a) höchster 75, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) höchster 80. Kalb- fleisch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 65 bis 70, Flomen höchster 80. Marktverkauf: ruhig.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 11. Mai. Aus der nahen Provinz kommt weiterhin Weizen kaum an den Markt. Auch die mitteldeutschen Zufuhren reichen zur vollen Bedarfsdeckung der rhein-mainischen Mühlen nicht aus, die geforderte erhöhte Handelsspanne wird meistens angelegt. Die Versorgung der Mühlen mit Roggen ist nach wie vor unbefriedigend. Hiesige Gerste und Hafer haben mangels Angebots kaum noch Umsatz; norddeutsches Futtergetreide findet wegen der hohen Forderungen nur wenig Käufer. Mehl hat bei vermindertem Angebot allgemein guten Abzug. Von Futtermitteln sind Kleie, Oelkuchen und Schnitzeln gefragt.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 215, W 16 218, W 19 222, W 20 224; Roggen R 12 178. R 15 181, R18 185, R19 187, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Hafer —. Weizenmehl W 13 28,55, W 16 28,80, W19 28,80, W 20 29,15; Roggenmehl R12 22.45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl W 13 13,15, W 16 13,30, W19 13,50, W 20 13,60. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W20 11,10; Roggen- kleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erdnußkuchen m. M. 17,85 ab südd. Fabrikstatio- nen. Treber 16,00 bis 16,50 ab südd. Fabr. Trockenschnitzel 9,40 ab südd. Fabriken. Heu 7,00, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,00 bis 3,30, gebündelt 2,80 bis 3,00.
Karto ffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 3,35, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 3,25 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug, Frachtparität Frankfurt a. M. Tendenz: ruhig.
Schweinemarkt in Hungen.
* Hungen, 11. Mai. Auf dem heute hier abgehaltenen Schweinemarkt waren 506 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis zu sechs Wochen alte Ferkel 15 bis 22 Mark, sieben Wochen alte 23 bis 26 Mark, acht Wochen alte 27 bis 30 Mark, neun bis zehn Wochen alte 31 bis 35 Mark. Bei flottem Handel wurden die von den Bauern aufgetriebenen Schweine ausverkauft, von den Händlerfchw-'inen 1 verblieb Ueberftanb.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzk befchlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lornbardzinsfuß 5 v.H.
Aramkuri a. 2)1.
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- hird
Schluß!. Mittag- b6rfe
Schlußkurs
(Schluß!. Abend- börse
Schlußkurs
Schluß!. Miiiag- hörte
Datum
95.
11.5.
9.5.
11.5.
Datum
9-5
11-5
9-5.
11-5
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
101
100,9
101
101
4% besgl. Serie II ............
—
—
—
—
4% Deutsche Retchsani. von 1934
97,65
97,9
97,8
97,9
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
7,13
7,25
7,25
7,1
dV,% Voung-Anleihe von 1930 ..
103
103
103,4
103,4
4)4%Rumün.vereinh.Rentev.l91L
9,75
9,9
9,85
9,85
Deutsche Anl..Abiös..Schuld mit
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,7
5,8
5,85
5,9
103,3
113,4
103,3
113,4
2)4% Anatolier .............
43,5
43,5
43,4
43
4,/l% Deutsche ReichSpostschahan
Weisungen von >934, I.......
6% ehern.8% Hess. BolkSstaat 1929
100,25
100,25
100,3
100,3
Lamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
15,13
15
15,25
15,25
(rückzahld. 102%) ............
98,5
98,5
98,5
—
—
28,75
4)4% ehern. 8% Hessische Landes- banl Darmstavt Gold R. 12....
16,9
17
17,13
17,25
96,65
96,65
96,65
96,65
117
117
116,65
117
6Vt% ehern. 4)4% Hess. Landes-
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
114,75
115,25
113
115,75
Hypothekenbank DarmstadiLiaui 4)4% ehe in. 8% Darmst. Komm.
LandcSb.GoldschuIdverlchr. R.6
101
101
—
—
Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Banl und Disconto«
87,5
89
87,5
88
92,25
92,25
—
_
Gesellschaft................o
88,75
90,25
88,75
89,25
Überholen Provinz-Anleihe mit
Dresdner Bank..............0
88,75
90,5
88,75
89,5
120,5
121,75
Reichsbank ................
183,75
183,75
184,5
184,65
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
*y,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar blS 1935
6)4% ehern. 4)4% Franks. Hyp.-
117
117
116,75
116,75
A.E.G.......................
38,5
147
126,25
38,5
147
127,4
37,5
147,13
126,4
38,65
147,25
127,75
96,5
96,5
Bekula.................... io
Elektr. LieferungSgelellschaft... 6
101,55
101,4
—
Licht und Kraft ........... 6)4
Felten & Guilleaume......... 4
144,75
122,5
146,25
124,5
145,5
122,13
146,75
125
6)4% ehern. 4)4% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ..
101,5
101,25
101,25
101,25
Äesellsch.s.Eiektt.Unternehmung. 6
138,5
139,5
138,25
139,4
4)4% ehern. 8% Pr. Lanvespfand- vriesanstalt, Pfandbriefe R. 19
Rheinische Elektrizität ........ ß
135,5
136,5
135,5
137
—
97
—
—
Rhein. Wests. (Sieht..........6
Schuckert S Co.............. 4
Siemens 8 HalSko............7
LahmeyerLCo...............
133
133,25
132,75
134
4)4% ehern. 7% Pr. Landespsand-
139,75
142,5
139,65
142,75
ßricfanst., Gold Komm. Cbl.VI
-
97
—
97
186,65
187
186
187,5
Steuergutsch.Berrechnungsk. 84-88
109
109,15
109
109,2
135,75
136
135,5
136,25
4% Oesterreichtsche Goldrente...
4,20% testerretcyische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ......
4% Ungarische Staaisrente v. 1910
30,5
1,95
30,75
2,13
31
Buderus ................... 4
105,4
121,25
101
122
104
121,5
100,5
123,4
2
2,05
Deutsche Erdöl ...............
9,2
8,9
8,95
14
9
8,75
8,8
9,1
8,9
8,95
9,1
8,75
8,8
Harpener...................c
126,25 104
128
104,25
126,5
103,25
127,75
104,4
168,5
132
100,75
96
Hoesch Eisen—Köln-Reuessen ..
Ilse Bergbau ..............
6°Z abgest. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie I.....................
14
13,9
14
Ilse Bergbau Genüsse........
Klöcknerwerke ...............
133
99,5
95,5
132,25 101
96
132,5
99,4
95,4
—
—
—
—
Manneümann-SLHre« .....C
Frankfurt a. M.
Berlin
Gchiuß- furd
Schluß!. Abendbörse
Schluß« furd
Schluß!. Miiiag- börse
'.Datum
9.5.
11.5.
9.5
11.5.
Mansfelder Bergbau ..
....... 6| 142
143,25
142,5
144
Kokswerke...........
.......8
—
134,5
135,65
Rheinische Braunkohlen
..... 1$
1 ——
239
236
239,5
Rheinstabl ...........
.......4
126,75
129,13
127,5
129,25
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
91,75
93
91,9
92,75
Ltavi Minen ........
.......(
23,5
23,13
23,75
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
120
129
129,25
129,75
Kaliwerke Westeregeln.
.......6
129
129
129,5
129
Kaliwerke Salzdetfurth
..... 1¥.
183,5
183
182,13
182,5
I. G. Färben-Industrie ...
... 7
170
170,75
170
171,25
©rfjeibemiftalt...........
... 9
232,5
233
—
Goldschmidt ............
... d'
109,5
108,75
109,5
109
Rütgerswerke ...........
... 6
132,5
133.25
132
133,13
Metallgesellschaft.........
... 4|
127
129,75
128
130
Philipp Holz mann...........4
Zementwerk Heidelberg ......7
Lemeniwerl Karlstadt.........6
Schultheis Bayenhofer .......4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 5
Zellstoff Waldhof ............ 5
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Qiai ...............7
Daimler Motoren............ 0
Deutsche Linoleum...........8
Orenstetn & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Ehabe.................. Tle
Accumulatoren-Fabrik....... 12
Eonti-Gummi............... 8
Grtpner....................o
Mainkrastwerke Höchst a...... 4.
Süddeutscher Zucker Dl
118
140
143
117,75
140,75
117,65
117,9
—
—
108,75
109
55,25
54,25
54,75
54,9
94,25
94,5
94,75
94,13
134,5
135,25
133,5
135,9
95
95
95,25
95,9
—
—
132,25
134,13
110,75
111
110,4
110,9
—
178,75
179
179
—
—
84,5
87,5
41,25
43,13
41,13
43,5
405
404,25
406
405
—
188
189
189,75
180,75
181
180,75
181
_
30
30
97
97
■*
-
206
207
1 206,25
-
Devisenmarkt Berlin -
- Frankfurt a. 21L
9-Mai
11.Mai
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Ärief
Geld
Brief
Buenos Lire
0,685
0,689
0,684
0,688
Brüssel ....
42,28
42,36
42,17
42,25
Rio de Ian.
0,137
0,139
0,137
0,139
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
55,21
55,33
55,07
55,19
Danzig.....
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,365
12,395
12,335
12,365
HeijingforS..
5,45
5,46
5.44
5,45
Paris ......
16,33
16,37
1«,36
16,40
Holland ....
167,41
167,75
167,85
168,19
Italien.....
19,60
19,64
19,55
19,£9
Japan ......
0,721
0,723
0,719
0,721
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
..... :
62,14
62,26
61,99
62,11
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,235
11,255
11,21
11,23
Stockholm...
63,75
63,87
63,60
63,72
Schweiz ....
80,10
80,26
80,32
80,48
Spanien....
33,82
33,88
33,89
33,95
Prag.......
10,27
10,29
10,29
10,31
Budapest ...
—
—
—
——
Neuyork ...
2,481
2,485
2,483
2,487
Banknoten.
Berlin, 11 .Mai
(peid
■önei
Amerikanische Roten......
2,435
2,455
Belgische Noten..........
.......
42,04
42,20
Dänische Noten .........
54,82
55,04
Englische Noten .........
.......
12,30
12,34
Französische Noten.......
.......
16,31
16,37
Holländische Noten.......
167,43
168,11
Italienische Noten........
—
Norwegische Noten ......
61,78
62,02
Deutsch Lesterreich, i 100 Schilling
—
Rumänische Noten.......
—
—
Schwedische Noten.......
63,38
63,64
Schweizer Noten.........
Spanische Noten.........
Ungarische Noten........
80,14
80,46
33,55
33,69


