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tzen gewillt ist; vielleicht mehr aus der Erkennt­nis heraus, sich in einer Zwangslage zu befinden, als aus innerer Ueberzeugung. In der Frage des Kriegsge^angenenaustaufches sind jedenfalls auch von ihr bereits positive Schritte durch die Ernen­nung von neuen Mitgliedern der Austauschkom­missionen unternommen worden, um den guten Willen zu dokumentieren. Aber in der gesamten südamerikanischen Presse klingt doch noch immer ein starker Argwohn durch, der allerdings noch be­sonders dadurch genährt wird, daß die neue Re­gierung fast ihre sämtlichen Gesandten und Kon­suln im Auslande abberufen hat und sie durch Männer ihres Vertrauens zu ersetzen gedenkt; also doch wohl durch Männer, die gleich ihr den Frie­densschluß von Buenos Aires gewissermaßen als ein Paraguay zugefügtes Unrecht ansehen.

Mit die schwierigste Aufgabe dürfte aber dem neuen Finanzminister Dr. Luis Freire Estenez zufallen. Denn die Finanzlage des völlig er­schöpften Landes ist trostlos, um nicht zu sagen: katastrophal. Die Währung ist derart niedrig, daß der paraguaysche Peso, der früher mit 1:18 aegen den argentinischen Peso ausbalanciert war, heute in den meisten Ländern überhaupt nicht mehr gehandelt wird. Die finanziellen Leistun­gen aber, die von der neuen Regierung erwartet werden müssen, sind ungeheuer in Anbetracht der schweren Wunden, die der Krieg dem Lande ge­

schlagen hat. Eine vollkommene Reform der wirt­schaftlichen Struktur des Staates wird sich nur sehr, sehr langsam anbahnen lassen; wie notwendig sie aber ist, das ersieht man aus den dringenden Kla­gen, die insbesondere gegen die nicht zu leugnende Ausbeutung des Landes durch aus­ländische Unternehmungen laut und ver­nehmlich erhoben werden. Mit den neuen strengen Devisenvorschriften, durch die jeglicher An- und Ver­kauf von ausländischen Zahlungsmitteln durch Pri­vatpersonen unter Strafe gestellt ist, und durch den Plan einer Staatsbank ist allerdings ein vielver­sprechender Anfang gemacht worden, der jedenfalls die nicht unbegründete Aussicht eröffnet, daß der neue Finanzminister rasch und entschlossen den ernstesten Krebsschäden der Finanzgebahrung zu Leibe gehen will.

Das Kriegsministerium wird interimistisch durch den Außenminister Dr. S t e f a n i ch verwaltet. Dem Kriegsministerium wird zunächst die Aufgabe ob­liegen, die Demobilmachung restlos durchzu­führen, die Kriegsteilnehmer in einer sie befriedigen­den Weise ins bürgerliche Leben zurückzuführen und in den Arbeitsprozeß einzugleidern und vor allem die Unzufriedenheit zu beseitigen, die diesmal den Anlaß zu dem Staatsstreich vom 17. Februar gab, die aber, wenn sie fortschwelt, immer wieder einmal hell aufflackern und an gänzlich unerwarteter Stelle zünden kann.

Wirtschaft.

Oie Lage am Kartoffelmarkt in Hessen-Nassau.

Fwd. Bei ruhigem Verlaus waren die Speise­kartoffelmärkte ausgeglichen. Von feiten der Ver­teiler wurden keine größeren Ansprüche gestellt, da sie meist bestrebt sind, vor Neueindeckungen ihre Vorräte aufzubrauchen. Die Städte sind ausreichend mit Kartoffeln versorgt Aus den geringen Zu­fuhren kann geschlossen werden, daß in Unterfran­ken keine bedeutenden Bestände mehr lagern. Für die nächste Zeit kann mit erhöhten Anforderungen gerechnet werden, da die Bestände der Verbraucher der Neige gehen dürften. Der gesteigerten Nach­frage dürfte jedoch ohne weiteres aus den Ver­teilerbeständen entsprochen werden. Die Umsatztätig- kett beschränkte sich im allgemeinen auf gelbfleischige Sorten. Futterkartoffeln wurden in nennenswertem Umfange nicht gehandelt. Eine Belebung ist im Pflanzkartoffelqeschäft zu verzeichnen. Gesteigerte Nachfrage zeigt sich für frühe und mittelfrühe Sor­ten, hauptsächlich für anerkanntes Saatgut von Odenwälder Blauen.

Die Industrie und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

205: Neufassung der §§ 54 und 55 des Maß- und Gewichtsgesetzes (betr. Maßgrößen für Fla­schen).

206: Studienreisen ausländischer Kaufleute oder Industrieller nach Deutschland.

207: Verhandlungen Dänemarks über Reiseabkom­men und Neuregelung des Kapitalverkehrs mit dem Deutschen Reich.

208: Angabe der Kontonummer bei Genehmigun­gen zur Einzahlung auf Verrechnungskonten.

209: Bezahlung von Nebenkosten bei der Ausfuhr nach Polen.

210: Stand des französischen Verrechnungsverkehrs mit Deutschland.

211: Frachtermäßigungen für die Ein- und Aus­fuhr über die Donauumschlagplätze. Wei­tere Frachtenermäßigungen im Seehafen­verkehr.

212: Verlängerung der Einfuhrkontingentierung für Möbel in den Niederlanden.

213: Auszahlung von Forderungen an die Central­banken for Norge.

214: Vorherige Genehmigung der spanischen lieber» wachungsslelle für Überweisungen nach dem Ausland.

215: Bekanntmachung KP 114 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

216: Wirtschaftslage und Wirtschaftspolitik in Por­tugal im Jahre 1935

217: Endgültige Stabilisierung der Belga.

218: Neue Vorschriften für den Verkehr und die Verarbeitung unedler Metalle.

219: Wegweiser für die deutsche Ausfuhr nach den Niederlanden.

220: Bekanntmachung KP 115 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

221: Die wirtschaftliche Entwicklung Spaniens im Jahre 1935.

222: Verabschiedung des griechischen Notgesetzes über die Neuregelung des Handelsverkehrs mit Deutschland.

223: Ausdehnung der Sonderregelung für den Warenverkehr mit Mittel- und Südamerika auch auf die britischen und amerikanischen Außenbesitzungen Mittel- und Südamerikas.

224: Die Bezahlung von Nebenkosten aus Aski im Verkehr mit dran.

225: Die Bezahlung der beim Umtausch oder der Einlösung von ausgelösten Auslandbonds oder Auslandspfandbriefen entstehenden Un­kosten aus Sperrguthaben und Sonderkonten.

226: Stand der niederländischen Sonderkonten im Verrechnungsverkehr mit Deutschland.

227: Stand des schweizerischen Verrechnungsver­kehrs mit Deutschland.

228: Deutsch-italienisches Abkommen über Anerken­nung gerichtlicher Entscheidungen.

229: Abschluß eines deutsch-spanischen Abkommens über den Waren- und Zahlungsverkehr.

230: Abänderungen der Bestimmungen über die Nebenkosten des Warenverkehrs mit der Türkei.

Nhein-Mainische Börse.

INittagsbörfe fester.

Frankfurt a. M., 11. März. Die Börse sah in der Konferenz-Verlegung nach London eine weitere Beruhigung der internationalen Lage und nahm neue Käufe und Deckungen vor. Die Haltung war bei allerdings noch kleinen Umsätzen weiter gut erholt.

Am Aktienmarkt ergaben sich durchschnitt­liche Befestigungen von 0,50 bis 1 v. H. Etwas leb­hafter lagen Montanwerte, Vereinigte Stahlwerke 82,65 (81,75), später 82 bis 82,50, Mannesmann 82,25 bis 81,75 (81,50), Rheinstahl 112,50 (111,50), Hoesch 88,25 (87,25), Harpener 115 (113,75), Otavi Minen 18 (17,50), Buderus 95 (95,25). Von chemi­schen Werten gewannen IG. Farben und Deutsche Erdöl je 0,40 v. H. Am Elektromarkt setzten AEG., RWE., Gesfürel und Siemens bis 0,50 v. H. höher ein, Bekula 140 (140,25). Maschinen- und Motoren­aktien notierten durchweg 0,50 v. H. fester, auch Zellstoffaktien höher, Aschaffenburg 82,50 (81), Waldhof 119,50 (118,50). Verkehrswerte verkehrten durchweg freundlich, AG. für Verkehr 106,75 (105,50), Allgemeine Lokal & Kraft 127,50 (127), Hapag 15,65 (15,50), Norddeutscher Lloyd 17,50 (17), Reichsbahn-Vorzugsaktien 123,25 (123). Im einzelnen gewannen Holzmann 2 v. H., Kunstseide AKU. 0,75 v. $)., dagegen verloren Reichsbank und Hanfwerke Füssen je 0,75 v. H., Zement Heidelberg 0,50 v. H. Nach den ersten Notierungen war die Haltung etwas uneinheitlich und teilweise bröckelten die Kurse mäßig ab, später zeigten die Kurse aber eher wieder nach oben.

Der Rentenmarkt lag still und freundlich. Altbesitz 110,65 (110,40), Kommunal-Umschuldung 87,10, Zinsvergütungsscheine 93,30, späte Schuld­buchforderungen 97,13 6 v. H. Vereinigte Stahl­werke 102,90 bis 103 (102,90). Von fremden Wer­ten zogen 4 v. H. Ungarn Gold auf 8,55 (8,40) an.

Im Verlaufe war das Geschäft am Aktien­markt klein und die Kurse zeigten im allgemeinen nur wenig Veränderung. Vereinigte Stahlwerke wieder 82,65 nach 82,13 und Mannesmann 82 nach 81,75, AEG. 36 nach 35,75, Deutsche Erdöl 109,25 nach 108,90, dagegen IG. Farben 151 nach 151,13. Von später notierten Werten gewannen Scheide­anstalt und Schuckert je 1 v. H., Deutsche Linoleum und Licht & Kraft je 0,50 v. H.

Der variable Rentenmarkt brachte später keine Abweichungen. Auch Kassarenten, wie Gold- und ßiquibationspfanbbriefe, Staatsanleihen und Industrie-Obligationen blieben ziemlich unverändert. Stadtanleihen lagen etwas uneinheitlich: 4,50 v. H. Darmstadt von 1928 93,75 (93,40), 4,50 v. H. Hanau 90,75 (90,50), 4,50 v. H. Mainz von 1926 92,75 (92,65), dagegen 4,50 v.H. Heidelberg 90 (90,50). Auslandsrenten lagen ruhig.

Im Freiverkehr wurden u. a. bewertet: NSU. 111 (110), Wayß & Freytag 92 (91,50), Grvwag 80 (79,50). Tagesgeld etwas gefragt und 3 (2,75) v. H.

Abendbörse gut behauptet.

Bei kleinen Umsätzen nahm die Abendbörse einen stillen, aber freundlichen Verlauf. An den Aktienmärkten überwogen kleine Erhöhun­gen von 0,25 bis 0,50 v. H., Deutsche Linoleum gewannen 1 v. H. auf 160 und Conti Gummi 1,50 v. H. auf 180,50. Von Montanwerten unter­lagen Mannesmann kleinen Schwankungen mit 82,25 bis 82 bis 82,25 (82,25), Verein. Stahlwerke 82,75 (82,65), Hoesch 88,25 (87,75), Dt. Erdöl 109,25 (108,75). JG.-Farben blieben zu 151 unverändert, Kunstseide Aku gaben 0,50 v. H. nach auf 48,50. AEG. lagen mit etwa 35,50 (36) kaum behauptet. Der Rentenmarkt lag sehr ruhig und brachte keine Veränderungen, Altbesitz mit 110,50 (110,65) nur knapp gehalten.

U. a. notierten: Altbesitz 110,50, 6proz. Farben- Bonds 126,50, 6proz. Krupp 104,40, 3proz. Schwe­den von 1888 112,50, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 185, Adca 71,65, Commerzbank 92,50, DD-Bank 92,50, Dresdner Bank 92,50, Buderus 95,40, Har­pener 115, Hoesch 88,25, Mannesmann 82,25 bis 82 bis 82,25, Rheinstahl 112,75, Verein. Stahl­werke 82,75, Aku 48,50, Bekula 140, Bemberg 90,50, MAN. 103, Chade A bis C 305,50, Cement Heidelberg 131,50, Conti Gummi 180,50, Damler- Motoren 97, Deutsche Erdöl 109,25, Scheideanstalt E 211,50, Dt. Linoleum 160, Licht & Kraft 135,25, JG.-Farben 151, Felten 112,75, Gesfürel 126,75, Holzmann 94,75, Mainkraft 89, Muag 81,50, Me­tallgesellschaft 112, Moenus 83, RWE. 127,25, Schuckert 132, Westdeutsche Kaufhof 30,50, Südd. Zucker 198, AG. für Verkehr 106,50.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 11. März. Am Getreide­großmarkt bestand weiterhin reichliches Angebot

von Weizen, das bei den hiesigen Großmühlen ver- hältnismaßig glatt untergebracht werden kann. Allerdings werden keine erhöhten Handelsspannen bewilligt, auch kaufte man vielfach nur gegen Muster. In Mannheim besteht das starke nord­deutsche Angebot fort. Der Roggenmarkt zeigt noch keine Entspannung, besonders für die Landmühlen bleibt die Versorgung schwierig, zumal auch der Handel keine Vorräte besitzt. Man erwartet brin­gen?) weitere Zuweisungen der RfG. Am Futter­getreidemarkt sind die Geschäftsmöglichkeiten man­gels Angebots von Hafer und Futtergerste sehr klein. Der Mehlmarkt zeigte gegen den Wochenbe­ginn keine Aenderung. Schwere Futtermittel blei­ben trotz der milden Witterung noch gefragt.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220; Roggen R 12 174, R 15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Futtergerste ; Hafer-. Weizenmehl W 13 28,35, W 16 28,60, W 19 28,60, W 20 28,95; Roggenmehl R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizennachmehl 16,75 bis 17; Wei­zenfuttermehl 13 bis 13,25; Weizenkleie W 13 10,65, W16 10,80, W19 11, W 20 11,10; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50; Müh- lenfestpreife ab Mühlenstation; Soyaschrot m. M. 16,20; Palmkuchen m. M. 16,80; Erdnußkuchen m. M. 18,30; Treber 18,50 bis 18,75; Trockenschnitzel 9,10 Großhandelspreis ab Fabrikstation; Heu 7,75; Weizen- und Rogenstroh, drahtgepreßt, 3,50 bis 3,70, gebündelt 3,20 bis 3,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 12. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Porauftrieb: 830 Kälber, 50 Schafe, 974 Schweine. Es kosteten: Kälber 42 bis 72 Mark, Hämmel 40 bis 49, Schafe 42 bis 45, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverkauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig; Schweine wurden zugeteilt.

Schweinemarkt in Schotten.

co Schotten, 11. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 336 Ferkel und Ein» legeschweine zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wo­chen alte Ferkel 24 Mark, 8 bis 10 Wochen alte Tiere 28 Mark, 10 bis 12 Wochen alte 30 Mark, Einlegeschweine 40 bis 45 Mark. Das Geschäft ver­lief flott, der Markt wurde geräumt.

Aus den preußischen Nachbargebieten.

Kein Scharfschießen.

* Wetzlar, 12. März. Der Landrat gibt be­kannt: Die in der Zeit bis zum 14. März auf den Schußbahnen bei Groß - Rechtenbach und Hörnsheim festgesetzten Scharfschießen finden nicht statt. Die angeordneten Wegesperrun­gen sind aufgehoben.

Kreis Wetzlar.

<£ Rodheim a. d. Bieber, 10. März. Am gestrigen Abend begann die Ortsgruppe Launsbacb des Reichsluftschutzbundes hier im Benderschen Saale einen Schulungs- l e h r g a n g, an dem über hundert Frauen und Männer unserer Gemeinde teilnahmen. Diesem Lehrgang werden in dieser Woche noch zwei weitere Parallelkurse im Saale Mank folgen, so daß in absehbarer Zeit in jedem Hause unserer Gemeinde ein geschultes Familienglied vorhanden sein wird. Daß in Rodheim Wert und Sinn des Luftschutzes bereit erkannt sind, geht daraus hervor, daß sich bis jetzt schon mehr als 1250 Einwohner in den Luftschutzbund haben aufnehmen lassen. Am gestri­gen Abend, der die Eröffnung des Lehrganges bil­dete, sprach u. a. Ortsgruppenleiter im RLB., Lehrer Schröder (Launsbach), über den Sinn und Zweck des Luftschutzes, der Kursus wird nach acht Unterrichtstagen von je 1 bis 4 Stunden Dauer beendet fein und außer theoretischen Vor­trägen über alle Fragen des zivilen Luftschutzes auch praktische Hebungen im Gebrauch der Gas­maske, sowie in der Bekämpfung von Brandherden und erste Hilfe bei Unglüchsfällen bieten.

0 Atzbach, 10. März. In einer Bauernver­sammlung wurde nach den Darlegungen des Be­zirks-Bauernführers Langsdorf und des Be­zirksstellenleiters Weber die Gründung einer Milchabsatzgenossenschaft beschlossen. Als Sammelstelleninhaber wurde der Landwirt Wilh. Bangel bestimmt. Die Auszahlung des Milch- ?eldes soll durch die hiesige Spar- und Darlehens­asse erfolgen.

* Lützellinden, 10. März. Die hiesige Milchabsatzgenossenschaft hielt in der Wirtschaft von H. Arnold ihre erste Jahreshaupt­versammlung ab. Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden, Ortsbauernführer Lenz, ge­leitet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden wurden zunächst der Geschäftsbericht und der

Kassenbericht vorgetragen. Rechner Bork konnte auf eine außerordentlich günstige Entwicklung der Genossenschaft Hinweisen. Die Genossenschaft wurde im Juni 1934 mit 13 Mitgliedern gegründet und hatte am Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezem­ber 1935 'bereits "6 Mitglieder aufzuweisen. Ins­gesamt wurden ^56 300 Liter Milch an die Mol­kerei geliefert. Der Gesamt - Geldumsatz betrug 28 094,56 Mark, der Kassenbestand 438,04 Mark, die Lieferantenschulden 239 Mark, das Geschäfts­guthaben 175 Mark, der Gewinn 24,04 Mark. Dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und dem Rechner wurde einftimmig Entlastung erteilt. Die Bilanz wurde genehmigt. Für das ausgeschiedene Vorstandsmit- §lied Landwirt Heinrich Bork I. wurde einstimmig andwirt Theodor Rinker in den Vorstand ge­wählt. Der Vorstand wurde ferner durch die ein­stimmige Neuwahl der Landwirte Joh. Bork II. und Johannes Hofmann II. erweitert. Des­gleichen wurde der Aufsichtsrat durch die Neuwahl der Landwirte Ludwig Hölz und Ludwig L u h auf insgesamt fünf Mitglieder erhöht. Der Vor­sitzende, Ortsbauernführer Lenz, teilte dann mit, daß auf Anregung der Landesbauemkasse Rhein- Main-Neckar die Milchgelder in Zukunft durch die örtlichen Spar- und Darlehenskassen zur Auszah­lung kommen sollen. Die Versammlung beftimmte aber einstimmig, daß die Milchgelder wie seither durch den Rechner der Milchabsatzgenossenschaft ausgezahlt werden. Nach Erledigung der Tages­ordnung sprach Bezirksstellenleiter Weber auf­klärend über den Fettgehalt der Milch, insbesondere über die verschiedenen Ursachen der häufig zu Klagen und Reklamationen führenden Schwankun­gen. Er betonte 'besonders, daß der Bauer und Landwirt durch die molkereimähige Erfassung und Verwertung der Milch nicht mehr den Preis­schwankungen und Verlusten unterworfen sei, wie in den vergangenen Jahren des liberalisttschen Systems. An Hand von Lichtbildern, die eine Ge­winnung von hygienisch einwandfreier Mich vor Augen führten, schloß der Vortragende seine auf­schlußreichen Ausführungen. Der offizielle Teil der Versammlung wurde dann durch den Vorsitzenden mit dem Gruß an den Führer geschlossen.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Jranirurt a. Dl.

Berlin

Frankfurt a.DL

Serlin

Schluß« kurs

Schlußt. Abend­börse

Schluß« !urs

Schlußt. Dliftag- "rse

Schluß« turs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- turs

Schluß!. Mittag« börie

Datum

10 3. |

11.3-

10 3.

11.3-

e>atum

103-

11.3

10.3.

113.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

100,25

100,5

100,5

100,5

4% deSgl. Serie 11 ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

9,13

9,13

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,3

97,5

97,3

97,5

6,1

6,25

6,13

6¥i% Doung-Anleihe von 1930 ..

102,9

102,9

102,9

4^r°/oRumän.vereinh.Rentev.lS13

9

9

9,13

9

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4lh% Deutsche Retchspostschatzan

110,4

110,5

110,4

110,65

4% Rumänische vereinh. Rente .

2 ¥«,% Anatolier...........

5,2

37,13

5,2

37,25

5,15

37,2

5,2

37,13

Weisungen von 1934, I.......

6% etjem.8% Hess. Bolksstaat 1929

100,1

100,1

100,13

100,13

Hamburg-Amerika-Palei .....0

15,5

15,75

15,65

15,75

(rückzahlb. 102%) ............

98,25

98,25

98

98,25

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

*¥i% ehern. 8% Hessische Lande»' baut Darmstadt Gold 91.12....

96,4

96,4

96,4

96,4

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

17

105,5

17,5

106,5

17

105,25

17,9

106,25

6¥i% ehern. 4 V,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiaul

100,9

100,9

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz, unb Privat-Bank ... 0

116,5

92.5

116,5

92,5

117

92,25

117,5

92,5

*¥i% ehe in. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverkchr. R.6

92,25

92,25

Deutsche Bant und Dieconto«

Gesellschaft................0

92,5

92,5

92,5

92,5

Oberhessen Provinz-Anleihe mil

Auslos.-Rechten .............

Dresdner Bank........... 0

Reichsbant ................ 12

92,25

185

92,5

184,25

92,25

184,5

92,5

184,5

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe (Serie 1 mit Auslos.-Rechten

*¥1% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

114,65

96,5

96,5

114,65

114,65

A.E.G......................t

Bekula.................... io

35,5

140,25

36

140

35

140,5

35,75

140,4

6y,% ehem. 4yz% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psandbriefe.......

101,3

101,25

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ........... ey.

118,25

133,75

118,75

135,25

117,9

134

119,25

134,75

eyz% ehem. 4yt% Rheinische

Hyp.-Bank-Liyu.-Goldpse.....

101,4

101,5

101,5

101,75

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

111

125,75

112,75

126,75

111,75

125,5

112,75

126

<¥*% ehem. 8% Pr. Landespfand.

brlefanftalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

Rheinische Elektrizität ........ g

Rhein. Wests. Elektr..........6

124,25

127

124,25

127,25

124,25

127

124,25

127,25

*¥i% ehem. 7% Pr. Landespsand- briefanst., Gold Komm. C61.VI

97

97

97

97

Schuckert L Co................

Siemens L Halske............1

131

167,5

132

168

131,25

167

132

168,5

Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38

109,13

109,1

109,13

109,1

Lahmeyer L Co...............

125,25

125,75

125,4

126

4% Oesterreichtsche Goldrente....

28,5

29,25

Buderus ............... 4

95,25

95,4

95,25

95,5

4,20% Oesterreichtsche Silberrente

1,2

1,2

1,2

1,2

Deutsche Erdöl ........

108,5

109,25

108,5

108,75

4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,4

8,25

8,55

8,25

8,3

8,25

8,5

8,15

Harpener....................

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

113,75

87,25

115

88,25

114

87

115,25

87,75

4/»% desgl. von 1913..........

8,4

8,2

8,25

8,3

Ilse Bergbau ............... g

157

158

5% abgest. Goldmexikaner von 99

13,25

13,25

13,5

13,5

Ilse Bergbau Genüsse........6

126

127,5

126

127,75

4% Türkische Bagdadbahn-Ankethe Serie i.....................

9,25

Klöcknerwerke ................

Mannesmann-Rühren.........

83,25

81.5

84,75

82,25

83,25

81

84J5

82,25

Sranffurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt <l 21L

Gchluß« hird

Schlußt. Abend« börse

Schluß- Iure

Schlußt. Mittag« börse

lO.MLm

11-März

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Datum

10.3-

11-3.

103.

11.3.

Geld

Brief

Mansselder Bergbau.........6

Kokswerke ..................6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl .................. 4

Bereinigte Stahlwerke........0

Ltavt Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 1¥i

3 G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ................ 5

Rütgerswerke ............... 6

Metallgelellschast............. 4

Philipp Holzmann...........4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Cementwerk Karlstadt.........6

Schultheis Payenhofer ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................5

Zellstoff Waldhof............6

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer KaS ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... 8

Orenstein L Koppel ..........0

Westdeutsche Laushof.........0

Chade.................... 71/,

Accumulatoren-ffabrik.......12

Conti-Gummi...............8

Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker ........10

132

216,5

111,25

81,75

17,5

122,5

150,25

211

103,25

119,5

112,75

93,75

131,5

130

48,25

90,5

118,5

81

96,25

159

30,13 301

176

I 28,13

89,25

I 198

132

218

112,75

82,75

18

122

119,5

179

151

211,5

104,25

119,5

112

94,75

131,5

130

48,5

90,5

119,75

82,5

97

160

30,5

305,5

175

180,5

I 28,75

89

I 198

132 118,25 218,75

111,4 81,25

17,5 122,25

120

179

150,65

103,5 118,75

112,5

97,75

48,5 90,25

119,25

82 124,75

96,5 159,25

75,5 30,25

302

175 176,5

I

1 198

132,25 119,25

218 112,5 82,65

18

122 119,25

179

151

105 120

111,5

95

97,75

49 90,5

119,4

82 126,25 96,75

159 76,25 30,75 305,5

174 179,75

28,75

198

Buenos Btre. Brüssel.....

Rio de Jan.

Sofia ......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

HelsingforS.. Paris ......

Holland .... Italien.....

Japan ......

Jugoslawien

Oslo..... :

Wien.......

Lissabon... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......

0,681 41,92 0,141

3,047 54,81 46,80

12,275 5,41

16,38 168,99

19,76 0,715 5,654

61,68 48,95 11,13 63,28 81,06

33,95

10,275

2,464

0,685

42 0,143 3,053 54,91 46,90

12,305 5,42

16,42 169,33

19,80 0,717 5,666 61,80 49,05

11,15 63,40

81,22 34,01

10,295

2,468

Banknoten

0,680 41,93 0,141

3,047 54,81

46,80

12,275 5,41

16,38 168,93

19,76 0,715

5,654 61,68

48,95

11,135

63,28 81,12

33,95 10,275

2,464

0,684

42,01

0,143

3,053

54,91

46,90

12,305

5,42

16,42

169,27

19,80

0,717

5,666

61,80

49,05

11,155

63,40

81,28

34,01

10,295

2,468

Budapest ...

Neuyork ...

___________Berlin, 11 .Marz__________| Amerikanische Roten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Note» ................

Geld 2,416 41,78 54,55 12,24 16,33 168,51

6147

63,06 80,94 33,61

Ärie,__

2,436

41,94

54,77

12,28

16,39

169,19

61,11

63,32

81,26

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nenbung. Mrb Damals lediglich ai weise ober PcWri Schreiben zu beföri seit 1613 in Hamb Der gleichsam auch stelle leitete, wohin Herren Länder ei Stockholm unb s und durch Sonde wurden. Desgleich Schweden in Ham fällen konnten we ter Persönlichkeite werden. Ein rei zwischen Stockholn aber erst seit dem in der Briesbesöi der schwedischen (t ® u ft a d Adolf an, der Postverkel steinisches Gebiet c führte alsbald zu der Schwedenkönic den König von 1 fyl/tein weder um n is anjuge/jen, no Mpt zu verständig WsNs^Verhav stellte sich heraus, b gangsrecht regelte ba? Zwischen Däm "et worben war. ( nidjts anberes üt neuem.

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