weil der hellseherische Max an die Zukunftsdeutung noch sozusagen nebenberuflich die Erpressung gehängt hatte. Wir glauben nicht, daß es seine prophetische Gabe war, die ihn veranlaßte, vor der Polizei auszukneifen und die deutsche Grenze nach Oesterreich zu überschreiten. Immerhin wäre es wohl doch an der Zeit für ihn gewesen, nun wenigstens einen Blick in die eigene Zutun f t zu werfen. Doch Max, der vielbeschäftigte Hellseher, hatte dazu keine Zeit. Und das wurde ihm zum Verhängnis. Denn hätte er feine Gabe auch einmal für sich angewandt, dann hätte er gewußt, daß ein Steckbrief hinter ihm herlief. So mußte er ins Kittchen wandern, der begnadete Hellseher aus dem Jahre 1932, an dem sich einst eine schlotternde Auslandspreise aufzurichten versuchte. Max hat nun hinter den schwedischen Gardinen Zeit genug, in feiner Vergangenheit statt in der Zukunft hecuwzustochern. Die unbelehrbaren Auslandsjaurnallsten sollten das Verspiel ihres großen Propheten nachahmen.
Das neue Reichssiegel.
Das Bild zeigt das neue große Reichssiegel, das für feierliche Urkunden, Gefetzesverordnungen, Bestallungen u. a. verwendet wird. — (Scherl-Bilder- dienst-M.)
(Ein Arbeiter von einstürzendem Balkon erschlagen.
Bei einem Hausumbau ereignete sich in Hamburg ein Unglück. Aus bisher unbekannten Ursachen löste sich plötzlich der Balkon des zweiten Stockwerkes und stürzte auf den darunterliegenden Balkon Auf diesem befand sich ein Bauarbeiter, der durch die herabfallenden Trümmer tödlich verletzt wurde.
Grohfeuer in einem polnischen Dorf.
In einem Dorf im polnischen Kreise Siedlec entstand durch Unvorsichtigkeit ein Gr o ß f e u e r , das in kurzer Zeit 84 Häuser und Ställe vernichtete. Eine Bauersfrau kam in den Flammen um.
Glückwünsche des Offizier-Verbandes an Dr. Eckener.
Der Reichsverband Deutscher Offiziere hat an Dr. Eckener folgendes Brieftelegramm gerichtet: Der Reichsoerband Deutscher Offiziere verfolgt mit Bewunderung und Stolz die Leistungen des Zeppelin-Luftschiffbaues, gegründet auf die genialen Berechnungen und den nie gebeugten Willen eines alten Soldaten und Generals der alten Wehrmacht, des Grafen Zeppelin, die Sie und Ihre Mitarbeiter bis zum heutigen Tage so erfolgreich weiterentwickelten. Wir beglückwünschen Sie selbst, Ihre
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ten haben.
hat. Die nächste Einkommensgruppe, die einen Wochenlohn von 24 bis 36 RM. bekommt, ver- größerte sich dagegen von 19,9 v. H. auf 22,1 v. H. Auch die Gruppe mit mehr als 36 RM. Wochenlohn stieg von 17,1 v. H. auf 22,8 v. H. Die Entwicklung, die so bei der Invalidenversicherung sich erkennen läßt, ergibt fick auch aus der Entwicklung der A n« gestelltenversicherung. Dort ist der Anteil der Beitragszahler mit weniger als 100 RM. Monatsgehalt von 38,0 v. H. auf 31,7 v. H. gesunken, gleichzeitig in den nächsthöheren Gruppen eine entsprechende Anteilssteigerung festzustellen.
Da nun gerade eine Einkommensänderung bei den unteren Einkommensschichten eine gleichzeitige
wachsendes Volkseinkommen bedingt erhöhten Lebensmittelverbrauch
Sitzung der Landesbauernschast Hessen-Nassau.
NSG. Im Hause der Landesbauernschaft Hessen- Nassau in Frankfurt a. M. fand am gestrigen Mittwochvormittag eine Sitzung des Landesbauernrates statt, die Kreisbauernführer Geiß (Vadenrod) als Sprecher eröffnete. Der Landesbauernführer Dr. Wagner sprach dann zu seinen Kameraden über den soeben begonnenen Wahlkampf, den er als weitaus wichtigste Gegenwartsaufgabe für alle Nationalsozialisten bezeichnete. Es sei außer Frage, daß jeder Bauernführer Tag und Nacht im Dienste dieser Wahl stehe und entsprechend den erlassenen Richtlinien alles tue, um jedem Volksgenossen die Bedeutung der Abstimmung klarzumachen-, alles andere müsse solange zurückstehen, bis das deutsche Volk vor der gesamten Welt dem Führer fein einmütiges Vertrauensbekenntnis dargebracht habe. Der Landesbauernführer gab ferner bekannt, daß er selbst in der Zeit des Wahlkampfes überall in feinem Gebiet zu den Bauern sprechen
Die für die gesamte deutsche Volkswirtschaft so überaus erfolgreichen Auswirkungen der Arbeitsschlacht werden neuerdings wieder einmal durch umfangreiche und eingehende Untersuchungen bestätigt, die das Institut für Konjunkturforschung angestellt hat. Gegenstand der Untersuchung war die Entwicklung des Einkommens aus Löhnen und Gehältern, d. h. die Summe der Einkommen der Arbeiter, Angestellten und Beamten. Danach ist das Einkommen aus Löhnen und Gehältern von 26 Milliarden Mark im Jahre 1932 auf 31,7 Milliarden Mark im Jahre 1935 gestiegen, damit also eine Erhöhung um 22,1 v H. erreicht. Tatsache ist, daß es bestimmte Beziehungen zwischen dem Einkommen aus Löhnen und Gehältern und dem gesamten Volkseinkommen gibt, daß die Entwicklungen dieser beiden Gruppen weitgehend parallel laufen. Man kann also annehmen, daß das gesamte V o l k s e i n k o m m e n - in der gleichen Zeit von etwa 45 Milliarden Mark auf rund 56 Milliarden Mark sich erhöht hat.
Diese Zahlen gewinnen insofern besondere Bedeutung, als es ja das Ziel der Wirtschaftspolitik der Staatsführung war, Preise und Löhne zuerst möglichst stabil zu halten und vor einer Aenderung auf diesem Gebiet erst einmal die große Zahl der Arbeitslosen in den Arbeitsprozeß wieder einzugliedern. Dieses Ziel ist auch, soweit es menschenmöglich war, erreicht worden. Doch zeigt die Entwicklung der verschiedenen Einkommensschichten, daß zahlreiche Volksgenossen aus den untersten Einkommensstufen ineinedernäch st h ö h e r e n Einkommensschichten eingerückt sind. Die Statistik der Angestellten- und Invalidenversicherung läßt z. B. erkennen, daß in der Invalidenversicherung der Anteil der Beitragszahler mit einem Wochenlohn bis zu 24 RM. sich von 63 v. H. im Jahre 1933 auf 53,1 v. H. im Jahre 1935 gesenkt
Weiterbericht
des Beichswellerdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Begünstigt durch die kräftige Erwärmung und den damit verbundenen starken Luftdruckfall über West- und Süddeutschland sind im Norden bereit- stehende kältere Luftmassen jetzt auch in dieses Gebiet vorgestoßen. Der Temperatursturz war sehr beträchtlich und betrug etwa 8 bis 10 Grad. Es wurden z. B. im Taunus und in der Rhön gestern abend noch Temperaturen von + 5 Grad gemessen, heute früh dagegen —3 Grad. Wir verbleiben vorerst im Zufuhrbereich dieser ursprünglich arktischen Luftmassen, doch sind erhebliche Niederschläge, wenigstens in den Niederungen, unwahrscheinlich. In. den Gebirgsländern, besonders in den Nordalpen, muß mit erheblichen Niederschlägen (Schnee) gerechnet werden.
Aussichten für Freitag: Meist bewölkt und auch einzelne Niederschläge (im Gebirge Schnee), bei lebhaften Winden aus Norden für die Jahreszeit zu kalt.
Lufttemperaturen am 11. März: mittags 16,3 Grad Celsius, abends 7,6 Grad; am 12. März: morgens' 1,2 Grad. Maximum 16,8 Grad, Minimum heute nacht 0,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. März: abends 7,2 Grad; am 12. März: morgens 5,3 Grad. — Sonnenscheindauer 6,3 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
werde, um sie aufzurufen, dem Führer am 29. März wieder ihre Zustimmung zu geben.
Ferner galt es an diesem Tag Abschied zu nehmen von Hauptstabsleiter Dr. Otto Finaer, der befehlsgemäß von der Landesbauernschaft Hessen- Nafsau zur Landesbauernschaft Sachsen-Freistaat übergeht. Der Landesbauernführer widmete seinem Kameraden herzliche und ehrende Worte des Abschieds und sprach im Namen aller, indem er den Weggang des Hauptstabsleiters aufrichtig bedauerte. Nachdem Dr. Finger ein Erinnerungsgeschenk seiner Kameraden vom Landersbauernrat überreicht worden war, sprach er selbst bewegte Abschiedsworte und gab die Versicherung, daß er auch in der Ferne dem Namen seiner engeren Heimat Ehre machen und ihr allzeit die Treue halten werde. Dr. Finger wird weiterhin Mitglied des Landesbauernrates Hessen-Nassau bleiben
Anschließend nahm der Landesbauernführer den Bezirksbauernführer Schneider (Ostheim, Kreis Friedberg) nach seiner Verpflichtung in den Lan- desbauernrat auf und erinnerte zum Schluß noch einmal an die Pflicht aller Bauernführer, sich mit allen ihren Kräften für die bevorstehende Abstimmung einzusetzen.
Auch der Sprecher, Kreisbauernführer Geiß, gedachte des Scheidens des Hauptstabsleiters in kameradschaftlichen Worten und schloß die Sitzung mit dem Gruß an den Führer.
Kautionsschwindler festgenommen.
LPD. Fulda, 11.März. Der Fuldaer Adolf Kremer wurde von der Kriminalpolizei fest- genommen und dem Fuldaer Amtsgericht zugeführt. Der Festgenommene hat seit dem Sommer v. I. fortgesetzt Betrüger eie n oer. übt. Monatelang bereiste Kremer die Kreise Fulda, Hünfeld, Hersfeld, Schlüchtern und Eisenach und handelte ohne Gewerbeschein mit Glasschalen. Um sich unrechtmäßigerweise in den Besitz von Kautionen zu bringen, stellte Kremer etwa 80 Untervertreter an, die an ihn Kautionen in Hohe von 20 bis 25 RM. zu zahlen hatten. Die er- schwindelten Beträge in einer Gesamthohe von etwa 1400 RM. hat der rückfällige Betrüger restlos für sich verbraucht.
Bneflasten der Mdaktion.
lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.i
L.ph. in C. Der Vermieter ist nicht verpflichtet, die Kraftstromanlage legen zu lassen. Sie können jedoch die Anlage auf Ihre Kosten Herstellen lassen. Bei Beendigung des Mietverhältnisses dürfen Sie dieselbe wieder entfernen, müssen aber sämtliche, durch die Entfernung der Anlage hervorgerufenen Schäden der Wohnung wieder beseitigen. Anstatt die Anlage herausreißen zu lassen, können Sie diese auch dem Vermieter gegen Ersatz Ihrer Aufwendungen überlassen. Am empfehlenswertesten würde es fein, wenn Sie sich schon jetzt mit dem Vermieter in bezug auf eine evtl, spätere lieber« nähme der Heizstromanlage in Verbindung setzen.
Ingenieure, die Offiziere und alle Arbeiter am Werk zur neuesten Glanzleistung der Werft, dem LZ 129, und wünschen dem Vuftfcfjiff als dem Künder deutschen Könnens und deutschen Fleißes in aller Welt herzlichst Glückab und allezeit gute Fahrt.
Aenderung des Lebensmittelverbrau- ch e s nach sich zieht, so konnte diese Entwicklung selbstverständlich nicht ohne Einfluß auf den deutschen Nahrungsmittelhaushalt bleiben. Es ist eine volkswirtschaftlich immer wieder beobachtete Tatsache, daß eine Einkornrnenserhöhuna in den unteren Einkommensschichten in erster Linie eine Erhöhung des Lebensmittelverbrauchs im Gefolge hatte. Eine Steigerung der übrigen Güter des täglichen Lebensbedarfes tritt erst in späterer Folge ein. Wenn in den vergangenen Monaten gewisse Verknappungserscheinungen auf dem Lebensmittelmarkt eintraten, so war das nicht zuletzt eine Auswirkung dieses erhöhten Lebensmittelverbrauchs, der durch diese Entwicklung eintreten mußte, auch wenn eine Verringerung des Marktangebotes nicht stattfand. So zeigen, im ganzen gesehen, die Verschiebungen des Verhältnisses zwischen Einkommensschichtung und Lebensmittelverbrauch, daß die Maßnahmen der Staatsführung zur Wiedergesundung der deutschen Wirtschaft und zur Erhöyung des Lebensstandards des deutschen Volkes den richtiaen Weg beschrit-
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105309
130810 160216 173801 190832 205400 228725 259104 265365 281236 300050 315055 320979 346890 362282 369383 381667
389872
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276949
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304140
317608 333119 353932 364668
371935 383484 392487
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gefunden. 1554D Der Eigentümer kann ihn gegen Erstatt, der Unkosten abholen. Wilh. MüllerN. Haufen b.Gietz.
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49852 65637 56670 81049 89866 92807
107995 111916 ------ ------ -
Aml.Aprill936 erscheint zumBe- sonderen Tarifheft (Heft 8) für den Binnenverkehr der Kleinbahn Gießen— Bieber der Nachtrag 7.
Nähere Auskunft erteilen d.Dienst-
298 Gewinne zu 300 M.
14597 15000 ----- '
FrankfurtlMain) den 10.3.36.
Vereinigte Kleinbahnen Aktiengesellsch.
1000000, 8 zu je 20000, 2 zu je 10000, 4 zu je 5000, 18 zu je 3000, 34 zu je 2000, 72 zu je 100Q, 134 zu je 600, 570 zu je 800 2JH.J
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2 Gewinne zu 20000 M.
4 Gewinne zu 10000 M.
2 Gewinne zu 6000 3R.
8 Gewinne zu 3000 M. 310064
10 Gewinne zu 2000 M.
276431 327489
42 Gewinne zu 1000 M. 71142 87683 118280 211448 213582 213911 306790 330609 333938
Freit., 13. März 20-23 Ubr.
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Das Oden der Fußböden in den Schulen während der Osterferien soll vergeben werden. 1544D
Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich ist, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bu zum Eröffnungstermin am
Dienstag, dem 17. TNärz 1936, vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen.
Gießen, den 11. März 1936.
Städtisches Hoch- und Tiefbauamt.
G r a v e r t.
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Sigmaringen, den 10. März 1936.
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3n der heutigen Vormittagsziehung über 150 M. gezog
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96223 162240
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