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Lebensmut durch Sicherheit!
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Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschloßen.
Kreis Wehlar.
+ Wißmar, 10. Sept. Die Landwirtswitlve H. S p e i e r von hier wurde beim Viehfüttern von einer Kuh so unglücklich zu Boden geworfen, daß sie sich eine schwere Knieverletzung zuzog und in die Klinik nach Gießen verbracht werden mußte. — Die 1. Schulklasse der hiesigen Schule unternahm unter Führung von Hauptlehrer Wagner eine dreitägige Wanderung nach Büdingen und Umgebung. Die Kinder waren mit großer Freude bei der Sache.
<£ Rodheim a. d. Bieber, 9. Sept. Vor einem Jahre wurde auf Anordnung des Regierungspräsi- denten, wie in wohl allen Schulen des Bezirks, auch an der hiesigen fünfklassigen Volksschule eine Schulsparkasse eingerichtet. Von den gegen- wärtig 263 Schülern sparen 225, das sind etwa 85 v. H., eine gewiß beachtliche Beteiligung. Gespart wird nach dem Sparsystem Reinirkens. d. h. es werden von den sparenden Marken zum Einheitswert von 10 Pfg in ein Sparbuch eingeklebt und der Geldbetrag an einem Spartage in der Woche klassenweise an den Sparleiter abgeliefert. Die beim Sparleiter einkommenden Beträge werden am selben Tage an die hiesige Zweigstelle der Kreissparkasse Wetzlar eingezahlt und dort die volle Reichsmark zum feststehenden Zinsfuß verzinst. Die ersparten Gelder können am Ende der Schulzeit einschließlich Zinsen abgehoben, oder auf ein auf den Namen des Sparers ausgestelltes Sparkonto überschrieben werden. Der gesamte Schulsparkassenbetrieb wird von einem örtlichen Schulsparkassenvorstand überwacht. Nach einem dieser Tage beim Sparleiter eingegangenen Dank- und Anerkennungsschreiben der Kreissparkasse Wetzlar steht die Schulsparkasse Rodheim mit an der Spitze aller Schulsparkassen des Kreises. Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, zu wissen, daß die Sparer unserer Schule vorwiegend Kinder des Arbeiter- und Gewerbestandes sind. Diese Zahlen beweisen aber auch, daß den Bestrebungen der Behörden, den Sparsinn der Bevölkerung wieder zu wecken und zu stärken, Erfolg beschieden ist, und daß unser deutsches Volk voll Vertrauen zu seiner Regierung wieder ein Volk von Sparern geworden ist, wozu in den Schulsparkassen schon die Kinder mit Erfolg erzogen werden können.
(Fahradwerke „Frischauf") in der Sprendlinger Straße ein Brand bemerkt. Die Feuerwehr wurde sofort alarmiert. Als diese zusammen mit dem Ueberfallkommando an der Brandstelle erschien, standen bereits die ausgedehnten Räumlichkeiten der Lackiererei und der Schweißerei lichterloh in Flammen. Das Feuer fand in den vorhandenen Lackvorräten, besonders in der Nitrolauge, einem hochentzündbaren Stoff, reiche Nahrung. Die Flammen erfaßten alsbald das Gebälk des Daches, das in kurzer Zeit in sich zusammenstürzte. Auch die Eisenkonstruktion der Halle hielt der großen Hitze nicht stand und bog sich durch, so daß die Lacköfen und die Maschinen, die in den verschiedenen Stockwerken standen, in den untersten Raum stürzten und zum größten Teil zerstört wurden.
Die sich anschließende Schweißerei ist nicht ganz so schlimm heimgesucht worden. Hier wurde lediglich der Dachstuhl und ein Teil der Einrichtung ein Raub der Flammen. Die großen Schweißapparate sind von dem Feuer verschont geblieben, und nur so ist es zu erklären, daß keine Explosion erfolgte, deren Folgen nicht abzusehen gewesen wären. Auch die danebenliegende Halle der Schleiferei mürbe, von dem Feuer in Mitleidenschaft gezogen.
Die Brandursache konnte bisher noch nicht einwandfrei festgestellt werden. Der Schaden ist sehr beträchtlich, konnte aber bisher ebenfalls noch nicht beziffert werden.
die restlichen Frühkartoffeln noch zu ernten. Das Kraut der Spätsorten ist bereits abgestorben, so daß in Kürze bei gutem Wetter mit der Kartoffelernte allgemein begonnen wird. Dickwurzeln und Mais haben sich infolge des feuchten Wetters sehr gut entwickelt. Der Stand der Futterpflanzen läßt nichts zu wünschen übrig. Der frühzeitig ausgesäte Raps ist bereits aufgelaufen und steht gut. In vielen Dörfern unserer Gegend wird gegenwärtig der geerntete Flachs verladen und nach Stockheim zur weiteren Verarbeitung verfrachtet. Durch die Lagerung des Leines ist nicht überall die gleich gute Qualität anzutreffen, wodurch auch hier die Preisunterschiede bedingt sind. Viele Landwirte haben die diesjährige Flachsernte dem Reichsnährstand unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
Kreis Schotten.
* Ruppertsburg, 10. Sept. Vor einigen Tagen erhielt unser Mitbürger Heinrich HÖgy II die österreichische Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern in Gold vom Bundeskanzler Schuschnigg verliehen. Högy war Mitkämpfer beim Fußartillerie-Regiment Nr. 9 Köln-Ehrenfeld und hat an Seiten der Oesterreicher in den Jahren 1914/15
Großfeuer in Offenbach.
Lackiererei und Schweißerei der Fahrradwerke „Frischauf" uiedergebrannk.
LPD. Offenbach, 10. Sept. Heute morgen um Uhr wurde in der Lackiererei der Maywegwerke
im Osten mitgekämpst. In diesem Frühjahr erhielt Högy, der den Weltkrieg bis zum Ende als Sergeant mitmachte, die ungarische Verdienstmedaille mit Schwertern. Högy steht im 58. Lebensjahr und hat sich stets um die Wehrhaftmachung seines Vaterlandes durch sein Eintreten in den militärischen Vereinigungen bemüht.
Preußen.
Oie erste Fahrt derneuenHeichsbahn-Schnellautobusse
LPD. Frankfurt a. M., 10. Sept. Auf die Minute pünktlich um 11.48 Uhr traf, wie uns aus Stuttgart gemeldet wird, am Donnerstag der erste Wagen des Reichsbahn - Schnellomnibusverkehrs Frankfurt—Stuttgart auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof ein. Der schnittige Stromlinienwagen bietet insgesamt 25 Reisenden Platz. Große Fenster gestatten einen freien Ausblick auf die schöne Landschaft. Die neuen Schnellomnibusse fahren mit rund 75 Kilometer Geschwindigkeit auf der Reichsstraße und mit 90 bis 100 Kilometer auf der Reichsautobahn.
Die Lustwaffe konzertiert in Gießen
Winzerfest 1936 in Gießen.
auf
mit-
Oberheffen
)( Aus der W e 11 e r a u, 9. Sept. Durch ungünstige Witterung der letzten Zeit ist der Fi
seinen lehrer-
fein?“ hak im nationalsozialistischen Deutschland keinerlei Gültigkeit. Jeder hat die Verpflichtung, nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf jeden Volksgenossen, dem er begegnet,
18, bis crb-
die ort-
man selbst gibt, am besten.
Fast täglich kann man an verkehrsreichen Straßenkreuzungen beobachten, daß irgendeiner entgegen jeder Vorschrift und Vorsicht bei rotem Licht über die Straße eilt und durch sein schlechtes Beispiel andere ebenfalls zur Nichtbeachtung der Vorschriften verführt und damit in Gefahr bringt.
Also zuerst selbst die zum Schuhe des einzelnen und der Allgemeinheit erlassenen Vorschriften beachten und mit bestem Beispiel vorangehen! Darüber hinaus andere Volksgenossen in geeigneter Weise von Dummheiten abhalten. Manchmal genügt ein freundlicher Hinweis, der in den meisten Fällen, besonders wenn der Volksgenosse in Unkenntnis einer vorhandenen Gefahr handelt, dankbar angenommen werden dürfte. Weiterhin ist jeder verpflichtet, mit erlaubten Mitteln, etwa durch Anrufen eines Polizeibeamten oder Anzeigeerstatkung, gegen böswillige Au'ßerachtlasser gesetzlicher Schuh- vorschrifken vorzugehen. Man handelt in diesem Falle nur im Interesse wahrr Volksgemeinschaft! Das hat mit Angebertum nichts zu tun!
Bedenkt doch, wieviel Menschenleben z. B. gerettet und wieviel anderer manchmal nicht wieder gutzumachender Schaden verhütet worden wäre, wenn Zuschauer angetrunkene Kraftfahrer gegebenenfalls mit Gewalt am Fahren gehindert hätten.
Aber soweit brauchen wir mit unseren lieber» legungen gar nicht zu gehen. Kehren wir zum Ausgangspunkt unserer Gedanken zurück. Der Gedanke der Schadenoerhütung wird schon sehr weitgehend gefördert, wenn jeder die zu diesem Zwecke herausgegebene Zeitschrift „Kampf der Gefahr!" nach Selbststudium an seine Freunde und Bekannten weitergibt, wenn Betriebsführer; Gastwirte usw. für Verbreitung durch Auslage in ihren Betrieben sorgen. Viele bekannte und auch unbekannte Gefahren und ihre Abwendung werden in „Kampf der Gefahr!" beschrieben, und eine Gefahr kennen, heißt in vielen Fällen schon, sie abwehren können.
aufzupassen und sich für fein Wohlergehen verantwortlich zu fühlen.
Womit nicht gesagt sein soll, daß man
den Gau Hessen-Nassau selbst eine Reihe von Konzerten dirigieren. Damit lernen auch wir einen Militärmusiker kennen, der auf seinem eigentlichen Gebiete bahnbrechend wirkt, der Musik der Luftwaffe eine eigene Note zu geben bestrebt ist und der Blasmusik überhaupt neue Möglichkeiten zu erschließen sucht.
Hans Felix Husadel stammt aus der Uckermark und wurde am 18. Mai 1897 in Prenzlau geboren. Den Weltkrieg machte er als Frontsoldat beim Leib-Grenadier-Regiment Nr. 8 in Frankfurt an der Oder mit und trat dann 1923 als PUlitär- mufifer in die Reichswehr ein. Seine musikalischen Fähigkeiten ließen bald auf ihn aufmerksam werden, und er wurde zur Hochschule für Musik kommandiert. Nach erfolgreichem Studium und Ablegung der Musikmeisterprüfung erhielt er 1928 das Musikkorps in Donaueschingen und wurde wegen seiner hervorragenden musikalischen Leistungen am 1. Oktober 1935 zum Luftwaffenmusikinspizienten ernannt. Daneben wirkt er als Lehrer für Theorie und Komposition an der Berliner Hochschule für Musik.
Auch als Komponist hat sich Husadel durch seine sinfonischen Arbeiten einen Namen gemacht.
Achtung! An alle Betriebe!
Alle Betriebe des Gaues Hessen-Nassau nehmen geschlossen an den Konzerten der Luftwaffe teil. Betriebsführer und Gefolgschaften bestellen sich rechtzeitig die Eintrittskarten. Helft dadurch den bedürftigen Volksgenossen.
Näheres: durch die Kreisamtsleitungen der NSV.
zur Durchführung kommenden Herstellung wird man jedoch, unter Berücksichtigung der vorliegenden Verhältnisse, soweit als irgend möglich auch diesem Teil wieder sein ursprüngliches Aussehen verleihen. Darüber hinaus soll durch zweckmäßiges Versetzen des alten Schlauchturmes und Neuherstellung die seinem jetzigen Zwecke als Spritzenraum dienende linke Hälfte des Gebäudes in hinreichendem Maße den gestellten Erfordernissen Rechnung tragen. Die rechte Hälfte wird, als HJ.-Heim ausgebaut, ebenfalls ein notwendiges Bedürfnis erfüllen. Der Oberstock wird vollständig seinem ursprünglichen Zwecke als Ratssaal zugeführt. So wird sowohl im Inneren, wie im Aeußeren das Gebäude ein würdevolles Aussehen erhalten, das dem Reiz des gesamten Ortsbildes dient, aber auch als wertvolles Schmuckstück, als Denkmal einer einst hochstehenden Handwerkskunst, bestes Zeugnis von dem Schaffen eines vergangenen Jahrhunderts ablegt.
Kreis Friedberg.
unmtttefbar an diese gewandt haben, können sich i n unserem Gebiet am 23. September 1936, 9 Uhr vormittags, in Mainz, Emmeranstraße 43, Dienstgebäude der 3 0. 5 6.» Standarte, melden und zur Musterung vorstellen.
Von diesen Freiwilligen ist mitzubringen: Ein polizeiliches Führungszeugnis und ein von einer Parteidienststelle ausgestelltes politisches Zuverlässigkeitszeugnis.
Die Bewerber für die Leibstandarte SS. Adolf Hitler müssen völlig gesund sein und eine Mindest- größe von 1,78 Meter aufweisen.
Als es neulich so regnete, setzte ich mich in ein Kaffeehaus, um meinen Anzug nicht naß werden zu lassen, denn man will doch seine Sachen schonen. Das Lokal war gut besucht, auch andere Leute hatten anscheinend des Regens wegen Unterschlupf gesucht, man merkt ja den Gästen im allgemeinen sofort an, ab sie regelrechte Kaffeehausbesucher sind oder nur Gelegenheitsgäste. Ich saß also da, wartete auf das Aufhören des Regens und langweilte mich schließlich. Und tat dann das, was man immer wohl tut, wenn man sich in einem Lokal langweilt: ich suchte mir etwas zum Lesen, aber den anderen Mitgästen war es wohl so ähnlich gegangen, denn alle illustrierten Hefte und sonstigen Zeitschriften waren fort, das halbe Kaffeehaus las.
An einem Nebentische saß ein älterer Herr, der in die „Sirene" vertieft war, tatsächlich vertieft. Er blätterte nicht nur in der Zeitschrift, wie man das im allgemeinen fo tut, nein, er beschäftigte sich ganz intensiv mit dem Inhalt.
Aha, dachte ich, der L u f t s ch u tz g e d a n k e marschiert. Wenn an diesem Tage in jedem Berliner Lokal nur ein Mensch durch Lesen dieser Zeitschrift von der Notwendigkeit überzeugt wird, daß Luftschutz not tut, so ist dies schon ein ganz, netter Erfolg, überlegte ich.
Ich fragte mich nun, warum ich noch in fast keinem Lokal die doch ebenfalls wichtige Zeitschrift „Kampf der Gefahr", herausgegeben von der Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung im Auftrage des Reichspropagandaministeriums, vorgefunden habe.
Regt es denn nicht jeden vernünftigen Menschen zum Nachdenken an, wenn er aus einer Bekanntmachung des Berliner Polizeipräsidiums erfährt, daß allein in den drei Monaten April bis Juni dieses Jahres sich 8949 Verkehrsunfälle mit 57 Toten und 4153 Verletzten ereigneten? Und daß sich die Verkehrsunfälle im zweiten Vierteljahr gegenüber dem ersten um über 2000 erhöht haben? Diese geradezu ungeheuren Zahlen enthalten nur die Verkehrsunfälle, wieviel Unfälle anderer Art mögen sich wohl noch ereignet haben, wieviel Opfer an Leben und Gesundheit muß man noch zu den von der Polizeibehörde bekanntgegebenen Zahlen hinzurechnen?
Wohl der größte Teil aller Unfälle könnte bestimmt vermieden werden, da sie ja wohl durch Unachtsamkeit und Leichtsinn der Betreffenden hervorgerufen werden, wenn — ja, wenn! Wenn nämlich jeder nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf seinen lieben UUlmenschen etwas mehr aufpassen würde. Der biblische Ausspruch: „Soll ich meines Bruders Hüter
Das diesjährige Winzerfest findet vorn 10. bis 12. Oktober statt. Zum Ausschank werden sechs Wirte und ein Cafetier zugelassen. In Frage kommen nur konzessionierte Wirte, die Mitglied der Deutschen Arbeitsfront find. Bedingungen find der Kreisdienststelle „KdF.", Schanzenstraße Zimmer 8, erhältlich. Die Angebote müssen spätestens Mittwoch, 16. September, 12 Uhr,
lieben Mitmenschen bevormunden oder im haften Ton erziehen fall. Es geht bestimmt auch anders, und manchmal wirkt das gute Beispiel, das
Gchadenverhüiung!
»Goll ich meines Bruders Hüter sein?"
gang der Grummeternte ins Stocken geraten. Die Gründe sind teilweise leer. Die den Herbst verkündende lila blühende Herbstzeitlose hat über Nacht die Wiesenflächen geschmückt. — Die letzten starken Stürme haben an den Obstbäumen mehrfach geschadet. Da, wo keine Baumstützen vorhanden waren, ist bas Obst teilweise bis zur Hälfte heruntergeschüttelt worden. An den überall behangenen Zwetschenbäumen, die das Gewicht der Früchte kaum tragen können, sind viele Aeste gebrochen. Die Preise für Zwetschen, die gegenwärtig fast überall geerntet werden, sind seit voriger Woche von 8 Mark auf 5.50 Mark gesunken, 'da schon jetzt ein starkes Angebot vorhanden ist. Frühäpfel werden in diesem Jahre kaum zum Verkauf stehen, da die geringe Ernte zum Eigenverbrauch benötigt wird. Obgleich die Heuernte noch nicht beendigt ist, sind die Landwirte damit beschäftigt,
gegeben sein.
Urlaubsfahrten und Ferienwanderungen mit „Kraft durch Freude".
Auch für die schonen Herbsttage sind noch einige schöne Fahrten vorgesehen:
Vom 19. bis 30 September: Allgäu-Pfronten, Teilnehmerpreis 46 Mark;
vom 19. bis 30. September: Allgäu, Wanderung, Teilnehmerpreis 31 Mark;
vom 10. bis 18. Oktober: Thüringen, Teilnehmerpreis 35,30 Mark;
vom 10. bis 18. Oktober: Wanderung durch den Thüringer Wald, Teilnehmerpreis 16 Mark;
vom 1. bis 6. Oktober: München, Oktoberfest, Teilnehmerpreis 34 Mark;
vom 1. bis 6. Oktober: Wanderung in die Bayerischen Alpen, Teilnehmerpreis 26 Mark;
vom 21. bis 27. Oktober: Berlin, Teilnehmerpreis 39 Mark.
Näheres über die Fahrten ist in dem Monatsheft 9/36 ersichtlich, welches auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, für 10 Pfennig erhältlich ist.
Terraffenvorbau an der Bolkshalle.
Gegenwärtig ist man nach Plänen des Städtischen Hoch- und Tiefbauamtes damit beschäftigt, unserer hiesigen Volkshalle an der nach dem Aufmarschgelände zugewandten Seite, dem Trieb, breite Terrassen vorzubauen, und zwar unmittelbar links und rechts am seitlichen Haupteingang. Diese Terrassen sollen dem Zwecke dienen, bei größeren Aufmärschen, Kundgebungen und sonstigen Veranstaltungen genügend Raum für Führerschaft, größere Fahnengruppen und für Musik zu bieten. Diese Terrassen sollen bereits bis zur demnächst stattfindenden Braunen Messe fertiggestellt sein und eventuell für die Zeit der Schau für die Aufstellung von Tischen und Stühlen zu einem kleinen Wirtschaftsbetrieb Verwendung finden. Die Terrasse liegt etwa zwei Stufen tiefer als der Fußboden der Volkshalle, jedoch erheblich hoher als das eigentliche Aufmarschgelände, von dem aus Stufen zu dieser Terrasse emporführen werden.
Schutz der Obsternte.
LPD. Die Obsternte wird zur Zeit erheblich durch den Fruchtfäulepilz — Monilia — vermindert. Diese Erkrankung hat sich infolge der überaus feuchten Witterung in diesem Jahre schon den ganzen Sommer über in den verschiedensten Formen bemerkbar gemacht. So konnte man z. B. beobachten, daß bei Birnbäumen die gesamten jungen Triebe mehr oder weniger plötzlich absterben. Dasselbe war oft bei Mirabellen und anderem Steinobst der Fall. Diese Schäden sind inzwischen wieder ausgewachsen, und nun tritt der Pilz in der Form auf, daß er die fast reifen Früchte in Fäulnis über» süh-L. Diese Erkrankung ist allerdings nur dann möglich, wenn die Früchte irgendeine Verletzung aufweisen. Auch wenn diese noch so klein ist, genügt das, um dem Pilz den Eingang zu ermöglichen. Man sieht zur Zeit außerordentlich viel Früchte an und unter den Bäumen faulen. Ein sicheres Erkennungszeichen, daß die Monilia hierbei am Werk ist, find jene ringförmigen, polster- artigen Auswüchse auf den faulen Stellen.
Die Ursache der Fruchtverletzungen sind recht verschiedener Art. Sie wird hervorgerufen zum Teil durch den Befall der Obstmade, Anstiche durch Wespen, Hornissen und anderes Getier, und so entstehen recht erhebliche Verluste. Dieser Umstand beweist wiederum, daß es dringend notwendig ist, in Zukunft in der Bekämpfung aller derjenigen Schädlinge, die die Früchte verletzen, mit weit mehr Nachdruck vorzugehen. Damit entziehen wir der Monilia die Möglichkeit, die Fruchtfäule herbeizuführen. Anderseits ist es im Augenblick erforderlich, alle diese faulen und angefaulten Früchte unter und an den Bäumen einzusammeln und zu vernichten, was entweder durch tiefes Eingraben in den Boden oder durch Verbrennen erfolgen kann. Geschieht das nicht, so verbreitet sich dieser Pilz immer mehr in unseren Obstbaumbeständen und hat im nächsten Jahr noch weit schlimmere Folgen für den Baumbestand sowie für die kommende Ernte.
Bei dieser Gelegenheit muß darauf hingewiesen werden, daß es unbedingt erforderlich ist, alles Fallobst, soweit es noch nicht der Fäulnis anheim gefallen ist, einer Verwertung zuzuführen. Hierzu eignet sich am allerbesten die Gelee- und Marmeladebereitung. Die Nachfrage nach derartigem Fallobst von Seiten der Verarbeitungsindustrie ist sehr groß.
*
** Schutzhütte im Schiffenberger Wald. Am Schiffenberger Wald, und zwar an dem Wege, der vom „Nizza" aus am Wald entlang zum Schiffenberg führt, wurde vor kurzer Zeit durch das Vermefsungsamt Gießen für den städtischen Wiesenmeister eine Hütte aufgestellt, die vordem am Flughafen stand und sicherlich an jener Stelle jedermann bekannt war. Diese Blockhütte dient jetzt dem Wiesenmeister für die am Fuße des Schiflen- bergs gelegenen großen städtischen Wiesen als Aufbewahrungsort für feine Geräte. Das Hüttchen, das sich übrigens wunderschön in die dortige Landschaft einfügt, und auch von der Schiffenberger Allee aus einen reizvollen Anblick bietet, hat einen kleinen überdachten Vorbau mit Bänken, auf denen sich für eine kurze Marschpaufe gut ausruhen läßt.
** Die Gebührenordnung für den städtischen Schlacht Hof Gießen betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht.
Landkreis Gießen.
cxd Daubringen, 10. Sept. In der hiesigen Berufsschule erteilte Schwester C. Obenauer den Mädchen des letzten Schuljahres aus Daubringen und Mainzlar am Mittwoch (der drei letzten Wochen) Unterricht in Säuglingspflege, Verbinden und Reinigen von Wunden.
— Mainzlar, 10. Sept. Die Bauarbeiten an der Lumdabrücke (Verbreiterung der Straßenbrücke) gehen rüstig vorwärts. Die Fundamentierungsarbeiten gehen dem Ende zu, anschließend folgt die Verlegung der schweren Träger für die Fahrbahndecke.
CD Obbornhofen, 10. Sept. Die unter Leitung des Hessischen Hochbauamtes Gießen zur Durchführung kommenden Herstellungsarbei- ten an dem alten Rathausgebäude, deren Inangriffnahme in der vergangenen Woche erfolgte, schreiten rüstig vorwärts. In emsigem Bemühen find Maurer und Zimmerleute dabei, dem alten Fachwerkbau wieder fein altes Gesicht zu geben. Schwere Eichenholzbalken werden durch notwendige Auswechslungen alter schadhafter Holzteile und Versetzen von in späteren Jahren vorgenommenen Einfügungen, die nicht unerheblich die Charakteristik des konstruktiven Gefüges störten, auf der Baustelle verzimmert und fachgemäß in das Gefüge des Holzfachwerkes eingezogen. Deutlich läßt der bereits vollzogene Einbau in den beiden Giebelseiten die Schönheit des alten Bauwerkes erkennen. Bei dem Abklopfen der alten Putzschale, die das Holzwerk über ein Jahrhundert dem Auge des Beschauers entzogen haben mag, fand sich auf dem oberen Rahmholzbalken des Unterstockes auf der Hauptansicht eine aufgemalte Inschrift 1687 vor. Zu Anfang dieses Jahrhunderts wurde bereits der allem Anschein nach schadhafte Unterstock an der Hauptfrontseite unterfangen. Leider wurde bet der Durchführung dieser Maßnahme das Gefüge dieses Teiles nahezu vollständig zerstört. Im Zuge der
Das Amt für Volkswohlfahrt, Kreisamtsleitung Wetterau, schreibt uns:
350 Musiker der Luftwaffe führen in Gemeinschaft mit der Gauamtsleitung der NSV. im Gau Hessen-Nassau in den kommenden Wochen innerhalb unseres Gaugebietes 70 Konzerte zu Gunsten der NSV. durch.
Jeweils 70 Musiker spielen am 23. und 24. September nachmittags und abends zu diesem Zweck im Cafä Leib in Gießen.
Mit ganz besonderem Stolz können wir wiederum feststellen, daß auch die Luftwaffe, genau wie die Kameraden der Wehrmacht, sich uneigennützig in den Dienst der NSV.-Arbeit stellen und dazu beitragen will, daß die überaus segensreiche Arbeit der NSV. zu einem guten Erfolg geführt werden kann.
Näheres über die Programmfolge wird an dieser Stelle noch gebracht. Der Kartenverkauf, für die Abendveranstaltung zu 0,50 und 1.— RM. und für die Nachmittag-Jugendveranstaltung zu 0,25 RM., wird durch die Ortsgruppen der NSV. in diesen Tagen beginnen.
Es steht zu erwarten, daß die Gießener Bevölkerung diesem erstmaligen großen Auftreten der Luftwaffe in unserer Stadt das größte Interesse entgegenbringen wird.
Professor Hans Felix Husadel dirigiert im Gau Hessen-Nassau.
NSG. Der kürzlich zum Professor ernannte Lustwaffenmusikinspizient Hans Felix Husadel wird während der Konzertreise der Luftwaffe durch
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