sowie die Vertreter der vier Bahnbetriebswerke an und überreichten als Andenken einen alten Stich von „Fridericus Rex", dessen Verehrer der Jubilar seit jeher gewesen ist. Der Abend vereinigte alle Mitarbeiter zu einer einfachen Feier im Hotel Hopfeld.
LHL Gießen.
In den südöstlichen Teil unserer Provinz unternahm am Sonntag der VHC. Gießen seine Augustwanderung. Nach langen, trüben Wochen hatte endlich der Himmel seine heiterste Miene aufgezogen, und strahlender Sonnenschein begleitete die Wanderschar auf ihrer ganzen Fahrt. Von Stockheim, bis wohin die Bahn benutzt wurde, ging es in steilem Anstieg hinauf zum Glauberg, wo die freigelegten Teile der ehemalig gewaltigen Burganlage einer gebührenden Besichtigung unterzogen wurden. Auch dem Museum, in dem Funde aus allen Zeitaltern untergebracht sind, wurde ein Besuch abgestattet. Hier gab der langjährige Leiter der Ausgrabungen, Herr Dr. Richter, in liebenswürdiger, leicht verständlicher Weise an Hand einer in Reliefmanier gehaltenen Unterlage die entsprechenden Erläuterungen, die Teilnehmer mit dem Ergebnis der seitherigen Forschungen bekanntmachend. Ein Gang über den mit zahllosen Königskerzen bestandenen Kamm des Berges erschloß den Wanderern eine weite, umfassende Rundschau. An unzähligen Kornhausten vorbei ging es hinab zu längerer Rast nach Bleichenbach, das mit seinen vielen Fachwerksbauten und den gut gepflegten Ortsstraßen einen überaus vorteilhaften Eindruck macht und auch als das „Musterdorf" des Kreises Büdingen bekannt ist. Der Weitermarsch führte über das Betten, einen bewaldeten Höhenrücken, durch das ungemein reizvoll in einem Tal gelegene Dudenrod und hierauf in anmutigem Wechsel von Berg und Tal nach dem hessischen Rothenburg, dem lieblichen Kreisstädtchen Büdingen. Hier wurden naturgemäß die Perlen mittelalterlicher Baukunst, das fürstliche Schloß, Steinernes Haus, Rathaus und die wohlerhaltene Stadtbefestigung, die wie ein Traum aus verklungener Zeit anmutet, gewürdigt, und dann nach einem gemütlichen Schlußtrunk die Heimfahrt angetreten.
Hausbriefkasten neben dem Hauseingang anbringen!
Aus unserem Leserkreis erhalten wir die nachstehende Zuschrift, die als eine Stimme aus dem Volke anregend wirken möchte:
„Schon wiederholt wurde in den Spalten dieses Blattes darauf hingewiesen, daß es angebracht wäre, durch Anbringung von Briefkästen in den Hausfluren neben dem Hauseingang die Postzustellung zu erleichtern. Aber diese wohlgemeinte Anregung scheint immer noch in vielen Häusern ohne Erfolg geblieben zu sein. In der Frankfurter Straße z. B. gibt es eine ganze Reihe hoher, drei- und vierstöckiger Häuser, in denen die Briefträger täglich treppauf und treppab steigen müssen bis zum obersten Stockwerk, um die Postsendungen abzuliefern. Warum? Ist es so schwierig, das in Großstädten Selbstverständliche auch hier zu tun und im unteren Hausflur nebeneinander die Briefkästen aller Hausbewohner anzubringen? Der Schreiber dieser Zeilen möchte nochmals dringendst an das soziale Gewissen der Hausbesitzer appellieren. Sind die Briefträger nicht Menschen und Berufskameraden mit schwerer und vorbildlicher Pflichterfüllung, denen man die Dienste, die sie täglich dreimal für uns tun, nach Möglichkeit erleichtern sollte! Die „hohen" Herrschaften sollten selbst nur einmal einen Tag die vielen Treppen Haus für Haus auf- und absteigen, um zu merken, was sie ohne Notwendigkeit anderen zumuten!
Epielerversammlung im Mtv. Gießen.
Am Samstag hielt die Spielabteilung des Männerturnvereins ihre diesjährige Spielerversammlung ab. Spielwart Becker gab seiner Freude über die starke Beteiligung, besonders der Jugend, Ausdruck. Er wies darauf hin, daß es gelungen ist, eine Jugendabteilung von über 30 Spielern zu gründen, die sich in regelmäßigem, fleißigem Training für die kommende Verbandsrunde vorbereitet. Im abgelaufenen Spieljahre war der Mtv. mit drei Mannschaften in der Verbandsrunde vertreten. Die erste Garnitur, die mit neun aum Teil sehr starken und kampferprobten Mannschaften die Bezirksklasse bestritt, wurde dritter. Die Jugend nahm einen guten Mittelplatz ein, während die Schüler Tabellenerster wurden. An die Verbandsspiele reihten sich, verteilt aus die einzelnen Mannschaften, eine Anzahl Freundschaftsspiele an, die zum Teil recht hoch gewonnen wurden. Insgesamt wurden 41 Freundschaftsspiele ausgetragen. In der Verbandsrunde wurden 195 Tore geschossen. Im vergangenen Spieljahr wurde ein Torverhältnis von 595:360 zugunsten des Mtv. erzielt. Die 70 ausgetragenen Spiele verteilen sich auf die einzelnen Mannschaften wie folgt:
1. Mannschaft: 11 Verbandsspiele, Torverhältnis 74:62; 10 Freundschaftsspiele, Torverhältnis 96:70. 21 Spiele mit einem Torverhältnis von 170:132.
2. Mannschaft: 10 Aufstiegsspiele, Torverhältnis 86:46; 5 Freundschaftsspiele, Torverhältnis 49:26. 15 Spiele mit einem Torverhältnis von 135:72.
1. Jugendmannschaft: 6 Verbandssprele, Torverhältnis 21:33; 18 Freundschaftsspiele, Torverhältnis 192:88. 24 Spiele mit einem Toroer- hältnis von 213:121.
2. Jugendmannschaft: 3 Freundschaftsspiele, Torverhältnis 25:16.
Schülermannschaft: 2 Verbandsspiele, Torverhältnis 14:16; 5 Freundschaftsspiele, Torverhältnis 38:13. 7 Spiele mit einem Torverhältnis von 52:19.
In der bevorstehenden neuen Verbandsrunde wird der Männerturnverein mit 5 Mannschaften vertreten sein. Gemeldet sind 2 aktive, 2 Jugend- und eine Schülermannschaft. Geführt werden die aktiven Mannschaften von Weigand und Strack, die beiden Jugendmannschaften von Vogel und M ö ck e l. Außer den Handballmannschaften nimmt eine Faustballmannschaft in der diesjährigen Ver- bandsrunde an den Sommerspielen teil, die in nächster Zeit beginnen werden.
Gießener Wochen Marktpreise.
Gießen, 11. Auq. Auf %em heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mk., Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10 Pf., Wirsing, grün, % kg 8 bis 10 Pf., Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün, 15 bis 25, gelb 20 bis 25, Erbsen 15 bis 30, Tomaten 28 bis 30, Zwiebeln 10 bis 12, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln, neue, Vt kg 5 Pf., 50 kg 4,50 Mark, Falläpfel, % kg 6 bis 8 Pf., Pfirsiche 55 bis 58, Brombeeren 30 bis 35, Preiselbeeren 40, Birnen 20 bis 40, Heidelbeeren 25 bis 35, Johannisbeeren 12 bis 15, Pflaumen 20 bis 35, Z welschen 30, Mirabellen 30 bis 35, Reineclauden
30 bis 35 Pf., junge Hähne 1 bis 1,10 Mark, Nüsse, kg 45 Pf., Blumenkohl, Stück 10 Pf. bis 1 Mark, Salat 5 bis 10 Pf., Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 15, Ober-Kohlrabi 4 bis 8, Radieschen, Bündel, 10 Pf., deutsche vollfrische Eier Handelsklasse C IVA Pf., deutsche Kühlhauseier 12 Pf.
*
** Ein Siebzigjähriger. Heute, 11.August, feiert der Postassistent i. R. Georg Pfaff, Dammstraße 30, in körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag. Seinem Heimatblatt, dem Gießener Anzeiger, hält er seit 46 Jahren die Treue.
** Mit Vergiftungserschei nun g e n aufgefunden wurde am gestrigen Montagabend in der Nähe des Unterhofes im Bergwerkswald ein Mann aus Gießen. Der Erkrankte wurde nach der Medizinischen Klinik verbracht.
** Zwei Verkehrsunfälle ereigneten sich gestern nachmittag am Bahnhofsplatz bzw. am Marktplatz. Am Bahnhofsplatz überfuhr em Personenauto einen Radfahrer, wobei der Radler zum Glück mit leichten Verletzungen davonkam und sich nach ambulanter Behandlung in der Chirurgischen Klinik nach Hause begeben konnte, während das Fahrrad unter die Vorderräder des Kraftwagens zu liegen kam und schwer beschädigt wurde. Beim Marktplatz stießen zwei Personenautos an der Ecke Marktstraße-Schulstraße zusammen, wobei es allerlei Sachschaden gab, Personen aber nicht zu Schaden kamen.
** Der Gießener Geflügelzuchtver- e i n nahm in seiner diesmonatlichen Versammlung — so schreibt man uns — den Bericht über die Internationale Ausstellung in Leipzig entgegen. Die dort gemachten Erfahrungen, die der Vorsitzende eingehend besprach, kommen sicher den Züchtern in der nun kommenden Ausstellungszeit zugute. Die mühevolle, aber auch schöne Arbeit, welche die Aufzucht unseres hochwertigen Rassegeflügels mit sich bringt, ist beendet. Nun werden die Gießener Züchter auf den kommenden Schauen zeigen, was sie geleistet haben. Der gute kameradschaftliche Geist, der in dem Verein herrscht, läßt eine Versammlung immer wieder zu einem Erlebnis werden.
Wirtschaft.
Mein-Mainische Börse.
TNittagsbörse sehr still.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt gab der Börse etwas Anregung, so daß die Stimmung weiter etwas beruhigt und freundlich war. Indes hatte das Geschäft den denkbar kleinsten Umfang, da Aufträge der Kundschaft nahezu fehlten und die Kulisse Zurückhaltung Übte.
Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung uneinheitlich, die Veränderungen betrugen aber selten mehr als 1 v. H. Nach den ersten Notierungen bröckelten die Kurse infolge der starken Geschästs- stille eher etwas ab. Montanaktien eröffneten bei kleinem Geschäft zumeist 0,13—0,25 o. H. freundlicher, Hoesch plus 0,40 v. H., Ilse Genuß stärker erhöht mit 136,50 (134), Klöckner nur knapp gehalten. Von chemischen Werten kamen zunächst nur IG. Farben mit 165 (165,75) zur Notiz und bröckelten später auf etwa 164,75 ab. Am Elektromarkt lagen Gesfürel 1,25 v. H., AEG. 0,13 v. H., RWE. 0,40 v. H. fester, während Felten 1,25 v. H. und Schuckert 0,75 v. H. verloren. Von Maschinenaktien stiegen Muag auf 117 (115,50), auch Daimler Motoren 1,50 v. H. fester mit 128, BMW. uno. 136,75. Im einzelnen notierten u. a. Westdeutsche Kaufhof mit 54,25—54 (54), Zellstoff Aschaffenburg mit 120 (119,50), Holzmann mit 127,25 (128), Kunstseide Aku mit 59,75 159,65), Rheinmetall mit 145,40 (145) und Nordd. Lioyd mit 15,13 (15,25). Von Bankaktien ließen Braubank 1,50 v. H. und Reichsbank 0,50 v. H. nach.
Die variablen Rentenmärkte lagen bei kaum veränderten Kursen sehr ruhig. Altbesitzanleihe 10 Pfennig höher mit 112,60, auch Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. freundlicher. Von Auslandsrenten 4proz. Goldmexikaner 10 (10,20).
Im Verlaufe blieb die Börse auf allen Marktgebieten zwar sehr still, die Grundhaltung war aber freundlich und die Kurse lagen sehr widerstandsfähig. IG. Farben erreichten wieder 165,75 nach 164,75 und anfangs 165, von Montanwerten Rheinstahl 0,50 v. H. höher mit 146,50. Die später zur Notiz gekommenen Papiere wiesen nur kleine Aenderungen, jedoch meist nach oben, auf. Cement Heidelberg 148,50 (147), Siemens 200 (199,50), aber Scheideanstalt weiter abbröckelnd auf 274 (275). Am Kassamarkt blieben Mez Söhne stark gesucht, Taxe 90.
Auch am Rentenmarkt blieb es sehr still, Kom- munal-Umschuldung waren zu 88,05 etwas gefragt. Pfandbriefe und Stadtanleihen sowie Industrie- Obligationen lagen ruhig und fast unverändert. Auslandsrenten lagen geschäftslos.
Der Freiverkehr lag ruhig, verändert waren Pokorny mit 110 (111), Wayß & Freytag mit 120,50 (121), Ufa-Aktien mit 65,50 (66) und Kali Wintershall mit 123,25 (124).
Tagesgeld blieb sehr leicht mit 2,50 v. H., es blieb Ueberftand.
Abendbörse freundlich.
Die Abendbörse verkehrte in freundlicher Haltung. Das Geschäft hatte jedoch nur kleinen Umfang, da nennenswerte Aufträge der Kundschaft fehlten. Am Aktienmarkt ergaben sich gegen die höheren Mittagsschlußkurse weitere Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. Lebhafter waren Kunstseide AKU. mit 62 (60,50), ferner auf die Kapitaltransaktion Muag mit 121 (120,25), auch Westdeutsche Kaufhof gefragt und auf 55,75 (55,13) befestigt. Je 1 v. H. gewannen Deutsche Erdöl mit 128,50, Metallgesellschaft mit 134,50. Holzmann mit 128,50 und Elektrische Lieferungen mit 128,25. Von Montanwerten stiegen Mannesmann auf 110,50 (110) und Verein. Stahlwerke auf 110,40 (110). Auf den übrigen Marktgebieten blieben die Kurse gegen den Berliner Schluß voll behauptet. Der Renten- markt lag geschäftslos; von fremden Werten Kro- nen-Bosnier fest mit 7,90 (7,50). Am Einheitsmarkt Commerzbank 100,75 (100,50) und DD-Bank 102,50 (102).
U. a. notierten: 6proz. IG.-Farben 128,50, Anatolier I und II E 45, 4proz. Ungarn Gold E 8,90, 4proz. Rumänen 5,65, Kronen-Bosnier 7,90, Commerzbank 100,75, DD-Bank 102,50, Dresdner Bank 103, Buderus 113, Harpener 131, Hoesch 111,50, Ilse Genuß 136, Mannesmann 110,50, Rheinstahl 147,50, Vereinigte Stahlwerke 110,40, AKU. 62.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Infolge nachhaltiger Besserung des Wetters konnte die Roggenernte beendet und auch die Weizenernte gefördert werden. Es finden jetzt vereinzelte Zufuhren statt. Bei Roggen und Gerste sind Qualitätsetnbußen vorhanden, während Weizen und Hafer noch nicht nennenswert gelitten haben. Roggen wird von den Mühlen lebhaft gekauft und soweit nötig getrocknet. Beim Weizenkauf halten die Mühlen zum alten Preis zurück, nehmen aber auf Abrechnung in der zweiten Monatshälfte auch jetzt schon Ware herein. Weizenmehl wird lebhaft begehrt; in Roggenmehl besteht zur Zeit Mangel, weil auch ostpreu- ßische Ware auf dem Wasserwege zu langsam herankommt. Von Futtermitteln ist Kleie sehr knapp, Roggenkleie ist in kleinen Mengen vom Niederrhein erhältlich. Weizen-Futtermehl ist hier nur schwer zu bekommen. Malzkeime noch genügend
vorhanden, Biertreber etwas knapper. Trockenschnitzel sind aus kürzlicher Zuteilung erhältlich, dagegen sind Kartoffelflocken nicht zu beschaffen. In Mischfutter genügende Bestände, Absatz leicht ge- bessert. Rauhfutter hat bei behaupteten Preisen geringe Umsätze; neues Stroh ist zum Teil minderwertig.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je- 100 Kilogramm) in Mark: W13 217, W16 220, W 19 224, W 20 226, Roggen R 12 160, R15 163, R18 167, R19 169. Futtergerste —, Futterhafer (alt) 190. Weizenmehl Type 790 W 13 28,75, W16 29, W19 29, W 20 29,35, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,40 bis 13,50, Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R18 10,40, R19 10,50.. Treber 14,75 bis 14,85, Heu füdd. 4,50 bis 5, Weizen- und Roggenstroh 2.
Kartoffeln: Erstlinge 4,35, Böhms Allerfrüheste 3,95, rot- und blauschalige 3,55 Mark mit Sack. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Auftrieb: Rinder 259 (gegen 248 am letzten Montagmarkt), darunter 33 (27) Ochsen, 52 (43) Bullen, 134 (156) Kühe, 40 (22) Färsen. Kälber 346 (279), Schafe 43 (31), Schweine 1750 (1824). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen a) 43 bis 45 (am 3. Aug. 43 bis 45), b) 41 (41), c) 36 (36); Bullen a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 39 (39); Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 28 bis 33 (28 bis 33), d) 25 (25);
Färsen a) 44 (41 bis 44), b) 40 (40), c) 35 (—),
d) 28 (—). Kälber a) 86 bis 90 (77 bis 81), b)
79 bis 85 (71 bis 76), c) 70 bis 78 (63 bis 70),
d) 60 bis 69 (52 bis 62). Hämmel b2) 52 bis 53 (49 bis 50). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51); Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe flott, ausverkauft.
Schweinemarkt in Alsfeld.
* Alsfeld, 10. Aug. Auf dem heute hier abgehaltenen Schweinemarkt waren insgesamt 509 Ferkel, darunter 213 Händlerschweine, aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 16 bis 24 Mark, 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 24 bis 30 Mark. Der Handel war schleppend; infolge Käufermangels durch die Erntearbeiten verblieb erheblicher Ueberftand.
Rundfunkprogramm.
Mittwoch, 12. August.
5.50 Uhr: Wetterbericht. 6: Olympische Fanfaren. Musik in der Frühe. Blasorchester Carl Woitschach. Dazwischen 6.30 bis 6.45 Früh-Gymnastik (21. Glucker) und 7 bis 7.15 Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 7.50: 12. Tag der XL Olympischen Spiele. Programmdurchsage. 8: Die Dorfmusik spielt. 9: Unterhaltungsmusik. Dazwischen: Schwimmen, Kunst- springen-Frauen-Entscheidung, 100-m-Rücken-Vor- laufe, 4X100-Meter-Staffel-Frauen-Vorläufe, Wasserballspiele; Rudern: Vorläufe. 12 bis 13.45: Äusik am Mittag. Dazwischen: Olympische Siegertafel 1896 bis 1936. 13.45: Neueste Nachrichten. 14: Buntes Konzert. Dazwischen: Hörberichte; Rudern: Vorläufe; Turnen: Frauen; Boxen: 2. Serie; Fechten: Säbel-Mannschafts-Ausscheidung; Schwimmen: Vorführung im Kunstspringen — Frauen — durch die drei Siegerinnen; 400-Meter-Freistil-Endlauf; 100- Meter - Rücken - Frauen - Zwischenläufe; Wasserballspiele; Handballspiele: Vorschlußrunde; Basketball: Ausscheidungsspiele; Hockey: Ausscheidungsspiele. 18: Sinfonische Musik. 19: Olympia-Echo: 12. Tag. 19.30: Aus dem Olympiastadion: Große Dressurprüfung. 20: Aus dem Olympiastadion: Baseballvorführungen. 20.30: Kurznachrichten des Drahtlosen Dienstes. 20.45: Ballettmusiken. 22: Wetterund Tagesnachrichten. 22.15: Olympia-Echo. 22.45: Tanz- und Unterhaltungsmusik. 0.50 bis 1: Intermezzo. 1 bis 2: Konzert nach Mitternacht.
Briefkasten der Mdaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Benzin. Der Name Benzin hat nicht das Geringste mit dem Namen des weltbekannten Automobilfabrikanten Benz zu tun. Benzin ist der frühere Ausdruck für Benzol oder Steinkohlenteer. Die chemische Formel ist C0H0. Der Name stammt von dem Benzoeharz, einem offizinellen Harz, her, das bereits im 15. Jahrhundert in Europa bekannt war. Die Benzoe ist der erhärtete, harzige Ausfluß des Benzoe-Baumes, der namentlich in Hinterindien, Siam ufw. vorkommt. Die Benzoe-Säure, chemische Formel C6H6 • COOH, kommt in einer großen Zahl von Harzen und ebenfalls im Steinkohlenteer vor. Aus dieser chemischen Verwandtschaft heraus ist der Name Benzin entstanden. — Gemäß § 32, Absatz 2 des Einkommensteuergesetzes von 1934 gelten verwitwete oder geschiedene Steuerpflichtige, aus deren Ehe ein Kind hervorgegangen ist, als nichtledig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a.M. |
Berlin
Schluß- fürs
Schluß». Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
8.8.
10.8.
8.8
108.
6% Deutsche Retchsanleihe o. 1927
101,4
101,4
101,4
101,4
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,7
97,7
97,7
97,7
t»Vi% Doung-Anteihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
102
102
102
—
112,5
112,7
112,5
112,75
4y,% Deutsche Retchspostschatzan
Weisungen von 1934, I.......
*yz% ehern. 8% Hessischer Bolls-
100,35
100,35
100,4
100,4
float 1929 (rückzahlb. 102%) ... *yz% ehern. 8% Hessische Landes
98,75
98,75
—
—
banl Darmstadt Gold N. 12... • 5yz% ehern. 4yt% Hess. Landes
97
97
—
—
Hypothekenbank DarmstavlLiau. 4'/r% ehem. 8% Darmst. Komm
100,9
100,9
—
—
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
93,75
93,75
—
—•
Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
124
124
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4/1% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
120
119,9
120,1
120,2
97
97
**
5y2% ehem. 4/2% Franks. Hyp
101,05
101,4
101,05
101,4
5y»% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpse. ...
4y»% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstatt, Pfandbriefe R. 19
101,5
97,5
101,5
97,5
97,5
97,5
4'/r% ehem. 7% Pr. Landespfand
briefanst.,^old Komm. Obl. 20
95
95
95
95
Steuerautsch.Berrechnungsk. 34-38
109,6
109,6
109,6
109,6
4% Oesterretchtsche Goldrente...
—
—
29,9
2,55
29,13
4,20% Lesterretchische Silberrente
2,65
2,55
2,55
9
8,9
9
8,9
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,7
8,55
8,45
8,75
8,6
14,4
8,55
5% abgest. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
14,4
14,4
14,4
Serie 1......... ..........
—
—
—
—
Franksurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
8.8.
10.8.
8.8.
10.8.
4% De0Qi. Sene n ...........
—
—
—
—
5% Ruman. vereinh. Rente v. 1903
6,6
6,5
—
6,5
4Vr°/->Rumän.vereinh.Rentev.lS13
10,15
10,15
10
10,1
* /o Rumänische vercinh. Rente
5,65
5,65
5,65
5,6
214% Anatolier .............
45
45
45,25
45,25
Hamburg-Amerika-Paket ..
0
15,25
15,5
15,5
15,4
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
45
42,75
Norddeutscher Lloyd ..
0
15,25
15,13
15,4
15,65
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
116,5
117
117,5
116,75
Berliner Handelsgesellschaft ..
6
124,5
123,5
Commerz- und Prival-Bank ...
1
100,5
100,75
100,5
100,5
Deutsche Bank und Dtsconto-
_ Gesellschaft................
4
102,5
102,5
102,5
102
Dresdner Bank..............
4
103
103
103
103
Reichsbank ................
12
195
194,5
194,25
194
A.E.G......................
0
38,25
38,65
38,4
38,65
Bekula.....................
8
154
154,5
154,65
154,9
Elektr. Lieferungsgesellschast...
6
127,25
128,25
127,5
127,75
Licht und Kraft .............
.7
152
150,5
151,5
152
Felten & Guilleaume.........
4
134
133
134,25
133
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
138,5
139,5
139,75
139,5
Rheinische Elekrrtzrtat ........
6
——
129
129
Rhein. Wests. Elektr..........
6
130,4
131,75
130,5
132,5
Schuckert LCo...............
6
158,75
159
159
159
Siemens L Halske............
8
199,5
200
200
199,5
LahmeyerLCo.............
7
—
140
141,25
140,25
Buderus ...................
112,75
113
113
113
Deutsche Erdöl ..............
4
127,5
128,5
126,5
127,5
Harpener................. 2
’/t
130
131
129
131
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen ..
8
110,5
111,5
110,75
111,5
Ilse Bergbau ...............
6
■—
—
165,5
Ilse Bergbau Genüsse........
6
134
136
135
135
Klücknerwerke ...............
8
114
114
113,5
115
Mannesmann-Röhren........
8
109
110,5
109,13
110
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
8.8.
10.8.
8.8.
10-8.
Mansselver Bergbau.......
ey,
—
—
149
149
Kokswerke................
.. 6
——
—
132,25
132
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
221
221
221
221,25
Rheinstahl................
.. 4
145,75
147,5
145,5
147,75
Bereinigte Stahlwerke......
ay,
109
110,4
109
110
Olavi Minen .............
.. u
32,25
33,5
32,65
33,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. d
—
—
125,65
Kaliwerke Westeregeln......
.. 6
121,5
122
121,75
122,25
Kaliwerke Salzdetfurth.....
’iVi
—
175,5
176
I. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
165,75
166
165,5
165,75
Scheideanstalt.............
.. 9
275
274
Goldschmidt ..............
.. 5
115,65
118
116
118
Rülgerswerke .............
.. 6
132,25
131,25
131,5
131,25
Metallgesellschaft...........
.. 5
135
134,5
135
133
Philipp Holz mann.........
Zementwerk Heidelberg ....
.. 4
128
128,5
127
127,5
.. v
147
148,5
-
Cementwerk Karlstadt.......
.. 6
154
154
-
-
Schultheis Patzenhofer .....
.. 4
—
—
108
107,4
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. Ü
59,6b
62
59,65
60,5
Bemberg.................
.. 5
84
83,5
84,13
84
Zellstoff Waldhof ..........
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 6
148,75
149,25
149,75
149,5
.. 0
119,5
120
118,5
119,75
Lessauer Gas .............
.. 7
—
—
112
112,25
Daimler Motoren ..........
.. 0
126,5
128
127
129
Deutsche Linoleum.........
.. 8
168,5
169
169
169
Orenstein & Koppel ........
.. 0
—
—
85,5
85,75
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
54
55,75
53,75
55,13
Chade....................
.. 9
378
376,25
376
374
Accumulatoren-Fabrll......
. 12
—
—
211,75
209
Conti-Gummi.............
. 11
181,5
182
183
182
Gritzner.................
.. 0
34,5
35,25
34,5
35
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
95
95
-
Süddeutscher Zucker .......
. 10
212
213
217
215,25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Banknoten.
8.August
10.August
Amtliche Jlolieruna
Amtliche Notierung
Geld |
Brief
Geld
Briet
Buenos Arre
0,688
0,692
0,688
0,692
Brüssel ....
41,96
42,04
41,94
42,02
Rio de Ian.
0,144
0,146
0,144
0,146
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
55,88
56,00
55,81
55,93
Danzig....
46,80
46,90
46,80
46,90
London....
12,515
12,545
12,50
12,53
Heljingfors..
5,519
5,531
5,514
5,526
Paris .....
16,385
16,425
16,375
16,415
Holland ...
168,98
169,32
168,92
169,26
Italien.....
19,57
19,61
19,57
19,61
Japan .....
0,730
0,732
0,730
0,732
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
62,89
63,01
62,82
62,94
Wien......
48,95
49 05
48 95
Lissabon....
11,37
11,39
11,355
11,375
Stockholm...
64,52
64,64
64,45
64,57
Schweiz ...
81,11
81,27
81,05
81,21
Spanten...
32,07
32,13
32,05
32,11
Prag.......
10,275
10,295
10,27
10,29
Budapest ..
——
—
Neuyork ...
2,490
2,494
2,488
2,492
Berlin, 10-August
Geld
Ärlef
Amerikanische Noten..............
2,44
2,46
Belgische Noten..................
41,80
41,96
Dänische Noten .................
55,61
55,83
Englisch Noten .................
12,465
12,505
Französische Noten...............
16,325
16,385
Holländische Noten...............
168,40
169,08
Italienische Noten................
——
—
Norwegische Noten ..............
62,60
62,86
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
—
Rumänische Noten...............
——
—
Schwedische Noten...............
64,23
64,49
Schweizer Noten.................
80,87
81,19
Spanische Noten.................
31,72
31,84
Ungarische Noten................


