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Raubüberfall auf einen Postwagen in Argentinien.

Auf den Postwagen eines Eisenbahnzuges der Provinzbahn von Buenos Aires wurde ein verwe­gener Raubüberfall verübt. Die Verbrecher, die in der Maske harmloser Fahrgäste den Zug bestiegen hatten, drangen in den Postwagen ein, schlugen die Beamten nieder, brachen die Kassen­behälter auf und raubten die in diesen befindlichen Geldbeträge. Bei der Einfahrt des Zuges in La Amalia konnten die Räuber in der Dunkelheit ent­kommen.

Oie 71. Wanderversammlung der Bienenwirte deutscher Zunge tagte vom 1. bis 3. August 1936 in Karlsbad. Aus Oesterreich, Deutschland, Jugoslawien waren die Imker in großer Zahl zusammengeströmt. Wie in früheren Zeiten wurden wieder wirtschaftliche Hochleistungen der Oeffentlichkeit bekanntgegeben. Univ.-Prof Dr. med. Josef Langer (Prag) zeigte das Bienlein im Röntgenbild. Er hatte Kontrast­futter gereicht und damit der Wissenschaft einen Weg geöffnet, die Verdauungsoorgänge und die Aufgabe der inneren Körperteile der Biene jetzt unantastbar klarzustellen. Ganz neue Wege sind damit gebahnt. Dr. Freudenstein (Marburg) hat auch in neueren eigenen Versuchen neue Auf­schlüsse über das Wesen des Bienenvolkes gegeben. Sicher steht fest, daß bei der Biene alles wie unter einem einheitlichen Willen steht. Aber wo liegt dieser Wille? Prof. Schiller (Wien) sprach über die Wunder, die das Zeit- und Geschmacks­gedächtnis der Biene darstellen und zeigte, wie dar­auf das Honigen und auch die Hergabe des Bluten­staubes der einzelnen Pflanzen eingestellt ist. Viel­leicht wird hierauf für die zukünftige Rassenzucht der Bienen Rücksicht genommen werden müssen. Ueber die Zuchtbestrebungen sprach Oberlehrer Storch (Aussig). Aehnlich wie alle Tierzüchter muß auch der Bienenzüchter nur solche Rassen züchten und solche Stämme aussuchen, die treu alle die gewünschten Eigenschaften weiter vererben. Die Heimatbiene jedes Landes fft dabei allen anderen von außenher eingeführten Stämmen, vorzuziehen. Um die Biene in ganz Mitteleuropa vor gesund­heitlichen Schädigungen zu schützen, schlossen sich auf der Tagung die großen Verbände Deutschlands, Oesterreichs und der Tschechoslowakei zwecks ge­meinsamer Arbeiten zur Gesunderhaltung der Biene zusammen. Die tschechischen Verbände gehen dabei mit den sudetendeutschen Hand in Hand. So hat auch diese Tagung ein Stück Arbeit im Dienste der Befriedung der Gemüter über die Grenzen hinaus beigetragen.

Eifenbahnunfall in Bayern.

Auf der Strecke Schwandorf Amberg in der Nähe von Freihöls stieß eine Lecrlokomotive von Schwandorf, die der Lokomotivführer Alois Rappl fuhr, mit einem einwagigen Spezialgüter­

zug aus Weiden zusammen. Der Anprall war so heftig, daß beide Maschinen sowie die Güterwagen schwer demoliert wurden. Rappl wurde auf der Stelle getötet, sein Heizer, der Weidener Loko­motivführer und dessen Heizer wurden schwer verletzt. Der Weidener Heizer ist seinen Ver­letzungen erlegen; der Zustand der beiden anderen ist bedenklich. Vermutlich hat Rappl bei dem star­ken Nebel die Signale zu spät gesehen. Rappl war 56 Jahre alt und seit über 35 Jahren bei der Reichsbahn tätig. Er galt als äußerst pflichtgetreuer Beamter.

Schwere Unwetter in China.

Die Provinz K i angst wurde von einem schwe­ren Unwetter heimgesucht. In Nanchang wurden 448 Häuser zerstört. Dabei wurden 272 Personen getötet. Auch mehrere Regierungsgebäude, Schu­len und Gefängnis wurden durch den Sturm ver­nichtet. Der Telegraphen- und Radiodienst war zeit­weise unterbrochen. In der Bevölkerung brach eine Panik aus, die sich noch steigerte, als ein Teil der Stadt in Brand geriet und andere Stadtge­biete von einer Ueberschwemmung heimge­sucht wurden. Auch die Provinz S z e ch w a n wurde von einem schweren Unwetter heimgesucht. 150 000 Leute, die durch die Ueberschwemmung des P a n g t s e in Chiealing von ihrem Besitz vertrie­ben worden sind, trafen in Chengtu ein. Die Be­hörden haben eine Hilfsaktion für die Vertriebenen eingeleitet

Weiterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Jranffurt

Die starke Erwärmung des Festlandes hat schnell zur Ausbildung von Störungskernen über Frank­reich geführt. Unter ihrem Einfluß drangen bereits in der Nacht zum Dienstag etwas kühlere Luft­massen nach Westdeutschland vor und verursachten vielfach gewittrige Schauer. Auch weiterhin sind im allgemeinen schwache Lustbewegung und Gewitter­störungen zu erwarten. Dabei bleibt das Wetter jedoch fteundlich und angenehm warm.

Aussichten für Mittwoch: Teilweise auf­geheitert, örtliche Gewitterstörungen, Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad, etwas schwül, südwest­liche bis westliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Im gan­zen freundliches und warmes Wetter, jedoch schwül mit Gewitterstörungen.

Lufttemperaturen am 10. August: mittags 26,2 Grad Celsius, abends 15,7 Grad; am 11. August: morgens 15,9 Grad. Maximum 26,5 Grad, Minimum heute nacht 12,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. August: abends 24,4 Grad; am 11. August: morgens 18,5 Grad. Sonnenschein­dauer 11,5 Stunden. <

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Der Führer bei den Segelivelibewerben in Kiel

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Oer Kronprinz von Italien an den Führer.

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Se. Königliche

der Führer auf dem AvisoGrille" den Besuch mehrerer ausländischer Gäste, so den des italieni­schen Divisionsadmirals Riccardo Paladini, der seine Flagge auf dem italienischen KreuzerGo- rizia" führt, und des Kommandanten des englischen KreuzersNeptune", Kapitän z. S. Bedford. Beide Kreuzer befinden sich anläßlich der Segel- Olympiade zum Besuch im Kieler Hafen.

In einer Woche fast 600 Sonderzüge nach Berlin.

Ein vorzügliches Spiegelbild von dem Massen­besuch, den die erste Woche der Olympischen Spiele der Reichshauptstadt brachte, liefert eine Zwischenbilanz der Reichsbahndirektion Berlin. In dieser Zeit sind in Berlin neben den täglich gefah­renen 500 fahrplanmäßigen Zügen 595 Sonder­züge eingetroffen. 1 240 000 Reisende aus dem Ausland und dem Reich haben mit diesen Sonderzügen Berlin erreicht. Damit ist aber die Zahl der Olympiabesucher noch nicht erschöpft, da zahlreiche Privatwagen und viele Kraftomni­busse weitere Zehntausende nach Berlin brachten. Im normalen Verkehr dieses Zeitabschnittes wären etwa 400 000 Reisende in Berlin angekommen und von hier wieder abgefahren. Die Olympischen Spiele haben somit einen Zusatzverkehr von weit über 850 000 Reisenden gebracht.

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Übung am Längspferd) klar in Führung vor der Schweiz, Finnland und der Tschechoslowakei. Die Deutschen gehen daher mit den besten Aussichten in die Kürübungen des heutigen Tages.

Eine weitere Goldmedaille gab es für Deutschland beim SegelnaufderKielerFörde. Dr. Bi­schoff gewann aufWannsee" in der Starbootklasse auch die letzte Wettfahrt und errang einen ganz über­legenen Sieg. Der deutsche Jollensegler Krogmann schaffte eine Silberne, indem er hinter Holland den zweiten Platz dieser Segelgattung belegte.

Die radsportlichen Wettbewerbe fanden mit dem Straßenrennen über 100 Kilometer ihren Ab­schluß. Die Deutschen waren ein wenig vom Pech verfolgt. Während Meurer kurz vor dem Ziel in­folge Behinderung wertvollen Boden verlor, muhten Ruhland und Schöpflin infolge von Defekten Zurück­bleiben. Nur Scheller, der deutsche Meister, blieb von kleinen und kleinsten Zwischenfällen verschont; er trat 400 Meter vor dem Ziel etwas zu früh an und hatte im Ziel nicht mehr die Kraft, seinen errungenen Vorsprung zu halten. Der Franzose Charpentier ge­wann nach einer Fahrzeit von 2:33,05 ganz knapp vor seinem Landsmann Lapebie, dem Schweizer Nie- vergelt, Scheller und Holland (Großbritannien). In der Länderwertung war Frankreich vor Schweiz, Belgien und Italien erfolgreich.

In der Deutschlandhalle machten die Boxer ihre erste Runde vor dem erwartet starken Besuch. Im allgemeinen setzten sich in den scharf geführten Kümpfen die Favoriten durch. Von den 16 Begeg­nungen endete nur eine durch k. o., und zwar besiegte der polnische Meister Sobkowiak den Australier Cooper bereits in der zweiten Runde entscheidend. Deutsche waren an den Nachmittagskämpfen nicht beteiligt.

heit der Kronprinz von Italien richtete aus Mün­chen an den Führer und Reichskanzler folgendes Abschiedstelegramm:Ich verlasse Deutsch- and mit einer doppelten dankbaren Erinnerung: Einmal an die machtvolle und einzigartige olym­pische Kundgebung und ebenso auch an die io außerordentlich liebenswürdige Auf­nahme, die mir Eure Exzellenz und die Reichs- Regierung in erlesenster Weise bereitet haben. Ich Drücke Eurer Exzellenz und der deutschen Reichs- Regierung meine Bewunderung und meinen herz­lichsten und tiefgefühlten Dank aus.

Umberto bi Savoia."

Qaknalienfahrt König Eduards.

Belgrad, 9. Aug. (DNB.) König Eduard Will, ist am Sonntagnachmittag im Sonderzug in »er jugoslawischen Grenzstation Jesenice einge- noffcn, wo ihn der jugoslawische Prinzregent Paul rroartete. König Eduard VIII. und Prinzregent Paul setzten von Jesenice die Reise gemeinsam bis Krainburg (Kranj) in Slowenien fort. Sie be= gaben sich dann in die nahegelegene Sommerresi- :°enz des Prinzregenten nach Schloß Egg. Nach urzem Aufenthalt reifte Eduard VIII. nach S ch i b e n i k in Dalmatien weiter. Im Hafen von Schibenik ist bereits der jugoslawische Zerstörer .Dubrownik" eingetroffen, der die Jacht des Britischen Königs auf der Fahrt längs der dalmati­nischen Küste zusammen mit zwei britischen Kriegs­listen begleiten wird. König Eduard, in dessen Be­gleitung sich u. a. der englische Kriegsmimster Duff Cooper befand, begab sich in Schibemk lofort an Bord der JachtNachlin". Der König wird voraussichtlich zuerst Split, dann die Insel 5)v ar und Dubronif besuchen, wo ein mehr­tägiger Aufenthalt vorgesehen ist.

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Eine der bekann­testen Persönlichkeiten der holländischen Finanzwelt, G. W. A. van Laer, der dem Nationalen Olym­pischen Komitee der Niederlande angehört, erklärte Lern Berliner Vertreter desHamburger Fremden- Iblattes": Nach meiner Auffassung haben sich die 'XI. Olympischen Spiele für das Verhältnis zwischen Deutschland und der übrigen Welt äußerst se­gensreich ausgewirkt. Es ist keine Frage, daß miete Ausländer sehr irrige Vorstellungen rüber das nationalsozialistische Deutschland mitbrach- üen. Sie werden erwartet haben, daß jeder Deutsche ittne Uniform trägt, und daß alles, was in Deutsch- Uanb geschieht, irgendwie auf militärische Dinge ab- ;iie(t. Stattdessen haben sie ein ganz anderes Walk oorgefunöen, als es sich in ihrer Phantasie ousnahm. Sie begegneten Menschen, die flei­ßig, ordnungsliebend und fröhlich ihren täglichen Geschäften nachgehen. Niemand wird sich im Ernst der Tatsache verschließen können, Laß das Reich unter seiner starken nationalsozialisti­schen Führung große Fortschritte ae macht hat. Wer das Deutschland der Vergangenheit kennt, der weiß, wie sehr die allgemeine sittliche Haltung Les deutschen Volkes gerade auch dadurch gewon- men hat, daß es der Reichsregierung durch die energiegeladenen Leistungen weniger Jahre gelun­gen ist, der Wirtschaft einen neuen Auf­trieb zu verschaffen und die Erwerbslosen von Der Straße zu bringen. Der nationalsozialistische Arbeitsdienst bedeutet einen Gewinn, der gar wicht hoch genug eingeschätzt werden kann, weil seine eigentlichen Auswirkungen auf sozial-ethischem Ge­biete liegen. Viele Staaten könnten zu ihrem eige- wen Nutzen hiervon lernen.

Die deutsche Gastfreundschaft hat sich in diesen Tagen auf das beste bewährt. Man hat es mit Takt verstanden, uns den Aufenthalt so angenehm

Schwarzmann sichert die erste Goldmedaille im Turnen für Deutschland.

Schwimmen und Segeln aus den Olympischen Spielen.

reich kam in die Endrunde und dürfte hier einen sehr schweren Stand haben. Am Mittwoch trifft Deutschland auf Holland und Indien auf Frankreich. Im Handball waren am Montaa die Favoriten der Endrunde mit den weniger starken Mannschaf­ten gepaart. Deutschland schlug die Ungarn hoch mit 19:6 (11:3), während Oesterreich mit der Schweiz mehr zu kämpfen hatte und mit 11:6 (6:3) aeroann. Den fünften Platz der Gesamtwertung erobert sich Rumänien, das USA. mit 10:3 (4:0) bezwang. 80 000 Menschen sahen im Olympia-Stadion das erste Vorschlußrundenspiel im Fußball Norwegen Italien; mit äußerster Erbitterung kämpfte man auf beiden ©eiten und erst in der Verlängerung qualifizierte sich Italien durch einen 2:1-(1.1-, 1:0=) Sieg für das Endspiel. Gegner der Südländer ist der Sieger des Kampfes OesterreichPolen. Oester­reich erhielt am Montag kampflos den Sieg, da Peru zu feiner Wiederholungsbegegnung nicht an­trat.

Bei prächtigem Sonnenschein trugen die Degen­fechter im Tennis-Stadion ihre Zwischenrunde aus. Der Deutsche Lerdon, der in seiner Gruppe hinter dem Mexikaner Oliva Zweiter wurde, er­reicht die Vorendrunde ebenso wie Pecheux-Frank- reich und die überaus stark kämpfenden italienischen Fechter. Frankreichs Vertreter enttäuschten etwas. Den schönsten (Erfolg des Tages für Deutschland errang unstreitig der Wünsdorser Schwarzmann, der mit einer Gesamtpunktzahl von 19,200 Punkte Olympia-Sieger im Pferdturnen wurde. Der Deutsche Matthias Volz holte als Dritter hinter dem Schweizer Eugen Mack sogar noch eine Bronzene Medaille für sein Land. Im Gesamtergeb­nis der Nationen lag Deutschland nach sieben Hebungen (sechs Pflichtübungen und eine Kür-

Kiel, 10. Aug. (DNB.) Am Montagfrüh kurz vor 10 Uhr traf der Führer und Reichs­kanzler von Berlin kommend auf dem Flugplatz Holtenau ein. In feiner Begleitung befanden sich u. a. der Präsident des Deutschen Olympischen Aus­schusses und der Reichssportführer von Tschammer und Osten. Zum Empfang hatten sich u. a. auf dem Rollfeld der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Räder, und Konteradmiral Göt­ti n g , der Leiter des Marinestabes für die Seael- Olympiade, eingefunden. Eine Ehrenkompanie der Luftwaffe präsentierte das Gewehr. Während die Kapelle dann die Nationalhymnen intonierte, schritt der Führer die Front ab. Anschließend begab er sich in das Regattarevier der Kieler Förde, um an den spannenden Endkämpfen, die heute bei schönem Segelwetter ausgetragen werden, teilzunehmen.

Auf der Förde befanden fick wieder viele Zu­schauerdampfer. Eine große Anzahl ausländischer Luxusjachten hatten sich hinausbegeben. Weit drau­ßen stand wieder der Fesselballon der Filmleute ruhig über der Kieler Förde. Der Führer und Reichskanzler, der sich auf der Stations­jachtNixe" eingeschifft hatte, 5egab sich dann auf das Start- und ZielschiffUndine" zwischen dem Marineehrenmal Laboe und dem Bülker-Leuchtturm. Der Führer verweilte längere Zeit an Bord und verfolgte mit großem Interesse den Ablauf der Kämpfe. Nach Beendigung des Rennens empfing

Der zehnte Wettbewerbslag.

Nach Beendigung der leichtathletischen Wett­bewerbe ist Ruhe eingezogen in dieDeutsche Kampfbahn"; das Schwergewicht des sportlichen Interesses hat sich merklich auf dasGelände" ver­lagert. In erster Linie waren es am Montag das Schwimm-Stadion, die Dietrich-Eckart-Bühne und die Hockey-Kampfbahn, die die Massen anzogen. Das Schwimm-Stadion, dasgewohnheits­gemäß" wieder von den frühen Morgenstunden an bis auf den letzten Platz gefüllt war, sah seinen drit­ten Großkampftag. In der Frühe erledigten zu­nächst die besten Kunstspringer der Welt ihre Pflichtübungen. Der Amerikaner Degner führt mit 74,86 Punkten vor Wayne (USA.), Shibahara (Ja­pan) 69,84, Green (USA.) mit 68,64 und dem deut­schen Meister Erhard Weiß mit 66,71 Punkten. Leo Esser folgt mit 62,31 Punkten auf dem 9. Rang. Weiß war bei feiner ersten Hebung vom Pech ver­folgt und wäre unter normalen Umständen noch weiter im Vorderfeld zu finden gewesen. Der dritte Deutsche, Mahraun, lag nach Absolvierung der Pflicht an 11. Stelle mit 59,49 Punkten. Im An­schluß an das Kunstspringen wurden die drei Dor­läufe zur 3X200-Meter'-Kraul staffel der Männer ausgetragen, wobei die japanische Mannschaft mit Pusa, Sugiura, Taguchi und Arai in 8:56,1 olympischen Rekord herausschwamm. Hin­ter den Japanern placierte sich Deutschland in 9:21,4 als Zweiter und kam dadurch mit den folgenden Ländern in den Endlauf: Frankreich, Kanada, USA., Ungarn, Japan, England und Schweden. Einen weiteren schönen Erfolg errangen die deut­schen Wasserballer, indem sie ihr drittes Spiel gegen die Japaner überlegen mit 13:1 (5:1) gewannen. Unsere Sieben: Stolze, Baier, Krug, Schulze, Schwenn, Schneider und Hauser diktierten von Beginn an das Spielgeschehen. Deutschland hat damit die Vorrunde ohne jede Niederlage beendet und steht nunmehr zusammen mit Belgien und Hol­land (aus Gruppe 1), Ungarn und England (Gr.2), Schweden und Oesterreich (Gruppe 4), sowie Frank­reich, das hinter Deutschland in Gruppe 3 den zwei­ten Platz errang, in der Zwischenrunde. Ein er­bitterter Äampf entspann sich in der Entscheidung des 10 0 - Meter - Freistilschwimmens für Frauen am Nachmittag. Die Holländerin Rie Mastenbroek gewann in der neuen Olympischen Rekordzeit von 1:05,9 vor der schnellen Argenti­nierin Campbell und zur Freude der 25 000 der hervorragenden Deutschen Gisela Arendt, die mit 1:06,6 neuen deutschen Rekord erzielte und da­bei so überragende Schwimmerinnen wie die Hol­länderinnen den Ouden und Wagner sowie die Amerikanerinnen McKean und Rawls hinter sich ließ. In den Dorläufen über 400-Meter- Kraul brachten sich alle unsere Vertreter, nämlich Przywara, Freese und Arendt in die Zwischenläufe, wo sie mit Leuten wie Negami (Japan), Leivers (Großbritannien), Makino (Japan), Flanagan (USA.), Grof (Ungarn), Uto (Japan), Taris (Frankreich), Medica (USA.) und Ledgard (Peru) sowie Pirie (Kanada) dasVergnügen" haben.

Im Hockey- Stadion gab es zwei Spiele der Gruppe A. Ungarn schlug mit etwas Glück USA. mit 3:1 (1:0), und Indiens Wunderest konterte die Japaner mit 9:0 (4:0) nieder. Gruppensieger wur­den Indien, Holland und Deutschland; auch Frank-

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traten verschiedentlich Erdrutsche auf. In Engen wurde eine Metallwarenfabrik und ein Sägewerk unter Wasser gesetzt. Ein großer Teil der Ernte wurde vernichtet. In K o n st a n z und Umgebung richtete ein Hagelschlag auf den Feldern und in den Gärten schweren Schaden an. Teilweise wurden auch Hausdächer und Fensterscheiben be­schädigt. In Orsingen bei Stockach schlug ein Blitz in das zweistöckige Wohn- und Oekonomiegedäude eines Landwirts. Die gesamten Futter- und Heu­vorräte und ein großer Teil des Mobiliars wurden ein Raub der Flammen.

Schwere Bergunfälle in Tirol.

In der Dachstein-Südwand hatten sich zwei Bergsteiger verstiegen. Am Montag früh konn­ten die Bergsteiger, nachdem sie ein furchtbares Biwak durchgemacht hatten, von einer Rettungs­expeditton erreicht werden. Beim Abseilen der Ver­stiegenen bekam einer der Bergsteiger einen Tob­suchtsanfall, zerbiß das ihn haltende Seil, kollerte einige Meter weiter und starb dann. Der Tod war auf Erschöpfung zurückzuführen. Auf dem Groß­venediger brach eine Wiener Bergsteigerin mit ihrem Mann in eine Gletscherspalte ein. Während der Mann lebend geborgen werden konnte, war die Frau bereits tot. Auf dem Kleinen Pal, im Kriege ein heiß umkämpfter Gipfel des Plöckenpaß- Gebietes, stürzte ein Pionier des Bundesheeres beim Edelweißsuchen tödlich ab. Es ereigneten sich noch mehrere Unfälle, doch gelang es dabei, die Verunglückten mit mehr ober weniger erheblichen Verletzungen lebend zu bergen. Auf dem H a - dichtsgipfel in Tirol stürzte der Berliner Landgerichtsdirektor Buttenberg ab. Der Absturz dürfte auf ein plötzliches Unwohlsein Buttenbergs zurückzuführen fein. Dr. Buttenberg war ein ge­übter Bergsteiger, der schon viele schwere Touren bewältigt hatte.

Opfer der Berge.

Der 18jährige Hochschüler Heinz Schrade aus Pforzheim stürzte im Gebiet des <5 ä u I i n g (2038 Meter) bei Füssen im Allgäu tödlich ab. Er wollte mit einem Bergkameraden den Säuling besteigen. Da ihnen die Verhältnisse jedoch zu schwierig er­schienen, kehrten die beiden Bergsteiger noch vor Erreichung des Gipfels wieder um. Beim Abstieg ereignete sich das Unglück. Die Leiche von Schrade wurde geborgen und nach Schongau gebracht, zlm Jf flinger (2553 Meter) bei Meran verun­glückte der 18jährige Fritz Strauß aus Untermais tödlich. Strauß hatte bereits vor einer Woche ver­sucht, eine der schwierig st en ÄleHer» touren im 9 f f l i n g e r g e b i e t auszusuhren, wobei er 30 Meter tief abstürzte. Glücklicherweise blieb er damals am Seil hängen und konnte un­verletzt gerettet werden. Am Sonntag wagte er eine Wiederholung der Tour, wobei er neuerlich abstürzte. Diesmal riß jedoch b a s ©eil, Strauß stürzte über 100 Meter in die -Liefe, wo er im Schuttkar tot liegen blieb.

Verbindungen Kurodas mit zahlreichen radikalen nationalistischen Persönlichkeiten fest. Die Unter­suchung zur Aufdeckung weiterer Verbindungen ist noch im Gange.

Große Fortschritte.

Ein holländischer Finanzmann über das neue Deutschland.

Aus aller Welt.

Die Zahl der Rundfunkteilnehmer.

Die Gesamtzahl der Rundfunkteilnehmer im Deut- »chen Reich betrug am 1. August 1936 7 404144 gegenüber 7 430 319 am 1. Juli. Im Laufe des Mo­nats Juli ist mithin eine Abnahme' von 26175 Teilnehmern (= 0,35 v. H.) eingetreten. Unter der Gesamtzahl am 1. August befanden sich 571 664 Teilnehmer, denen die Rundfunkgeführen erlassen und.

Gedenkfeier für Otto Lilienthal.

Aus Anlaß des 40. Todestages Otto Lilienthals «and in Lichterfelde zu Füßen des Ikarus- Denkmals, das begeisterte Anhänger des Flug- :,edankens dem Nestor im Jahre 1914 gesetzt haben, ine Gedenkfeier statt. Ministerialrat Baeumker »eierte die Forscherarbeit Lilienthals. Für Reichs- Zuftfahrtminister Generaloberst Göring legte der Thef der Zentralabteilung im RLM. Oberst Bruch i inen Kranz nieder. An der Gedenkfeier nahmen weiter der Reichsluftsportführer Oberst Mahn k e, iils Vertreter der Lufthansa F r e i h e r r v. G a b - eng, der Präsident des Reichsverbandes der Luftfahrtindustrie, Admiral L a a s , ein Vertreter ;>er Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Ad- -ershos, des Aeroklubs und der Deutschen Arbeits- xont, Abteilung Luftfahrt, teil.

Polizeistreifen gegen Bettler in Wiesbaden.

Der Kreisamtsleiter der NSV. hatte sich kürzlich siegen das in letzter Zeit sich immer stärker be­merkbar machende B e 111 e r u n w e f e n gewandt. Nun bittet die Polizeibehörde die Bevölkerung, den Aufruf des Kreisamtsleiters zu beachten und die Behörden in ihren Abwehrmaßnahmen gegen das Bettlerunwesen zu unterstützen. Gegenwärtig sind Polizeistreifen in Uniform und Zivil in verschie­denen Stadtteilen gegen die Bettler eingesetzt.

Schwere Unwetter im Hegau und am Bodensee.

lieber den oberen Hegau, das Donautal und die Bodenseegegend gingen Montag schwere Gewitter lieber. Von den Hängen des im Hegau liegenden Reuhöwen stürzten die Wassermas|en in gewaltigen Sturzbächen zu Tal und richteten in den Dörfern ^-eipferbingen und Stetten großen Schaden an 3qs Kirchtal, das Hattinger- und das Donautal waren in kurzer Zeit überschwemmt. In den Ställen stand das Vieh bis an den Bauch im Was- °r; Schweine und Ziegen mußten aus den ©tallen 5?rausgetragen werden. Gartenzäune und Db|t= lüume wurden umgerissen. An der Stettener Straße

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