Paraguay, der Garten Südamerikas.
Son unserem Or. M.I -Korrespondenten.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
III.
lleberwinduna des Bolschewismus.*)
Asuncion, Mitte Juni.
,Hch werde alles tun, um die Beziehungen meines Landes zu Deutschland enger zu gestalten und den Handelsaustausch auf dem Wege über Kompensationsgeschäfte zu vergrößern. Ich bin nicht seit heute ein Bewunderer Deutschlands und des leuchtenden Führers seiner Revolution, Adolf Hitler, der einer der reinsten sittlichen Werte in Europa seit dem Kriege ist." Diese Worte gab der gegenwärtige paraguaysche Präsident Oberst Rafael Franco einem Paraguay bereisenden deutschen Journalisten auf den Weg. Oberst Franco bekennt sich uneingeschränkt als Bewunderer des deutschen Führers und Reichskanzlers. Daß er es damit ernst meint, beweist die Tatsache, daß er nicht nur des Führers „Mein Kampf" gelesen, sondern auch sonst sich mit nationalsozialistischer Literatur eingehend befaßt hat. Auch der Landwirtschaftsminister Bernardino Caballero, der Deutschland persönlich gut kennt und ziemlich geläufig deutsch spricht, hat sich sorgsam mit nationalsozialistischem Gedankengut beschäftigt. Daraus mag sich erklären, daß so manches in den von der Regierung geplanten Reformen sich findet, was als Parallele zu den Maßnahmen im Dritten Reich angesprochen werden kann.
Wenn Oberst Franco jenem deutschen Journalisten gegenüber weiter äußerte, „die Revolution vom 17. Februar hat ihren Ursprung nicht in fremdländischen Doktrinen; sie ist aus dem tiefen Innern des paraguayschen Volkes emporgewachsen, um die Interessen der Nation zu schützen", so ist das keineswegs zu bezweifeln. Ihre Ideologie ist tief im paraguayschen Wesen verwurzelt. Schon dies läßt Parallelen zu, und daß bei allem Zuschnitt auf die ureigensten paraguayschen Verhältnisse nationalsozialistisches Gedankengut auf die umfassenden Reformbestrebungen der Regierung stark befruchtend eingewirkt hat, ist unverkennbar. Weit davon entfernt, die Paraguayer etwa für den Nationalsozialismus reklamieren zu wollen — schon in der Rassenfrage klafft ein unüberbrückbarer Gegensatz! — so wird es uns doch mit Stolz erfüllen, zu sehen, wie stark die Gestaltungskraft des Nationalsozialismus ist, daß trotz aller Hetze und Verleumdung eine fremde Regierung sich aus der Fülle der nationalsozialistischen Ideen heraussucht, was ihr für das Land mit seinen so ganz anders gelagerten Verhältnissen gut erscheint. Und das ist gar nicht wenig. Wie sehr läßt z. B. die geplante Agrarreform den Einfluß nationalsozialistischer Gedanken erkennen! Knüpft nicht der Nationalsozialismus bewußt an die große Ueberlieferung des Volkes an, wie es die heutige Regierung in Paraguay unternimmt? Will nicht der Nationalsozialismus die Ausbeutung des Landes und Volkes durch Fremdstämmige verhindern? Will er nicht, daß der Deutsche Herr ist und bleibt im deutschen Land? Und alles das will man heute auch in Paraguay.
Gewiß ist alles, was heute in Paraguay von der Regierung unternommen und noch beabsichtigt wird, auf die paraguayschen Verhältnisse Angeschnitten. Das, was uns das Problem so interessant erscheinen läßt, ist einmal, daß die gestaltende Kraft des Nationalsozialismus so st a r k ist, daß vieles an ihm der paraguayschen Regierung wertvoll erscheint, es in einer auf die Verhältnisse des Landes zugeschnittenen Form zu übertragen, und zweitens wie die paraguaysche Volksseele darauf reagieren wird. Es ist ein Versuch, dessen Ausgang beweisen wird, ob auch für Paraguay, als dem ersten Lande in Südamerika, schon ,die Todesstunde der Demokratie geschlagen hat. Gelingt der Versuch, dann ist darüber hinaus in Südamerika ein kleines, aber immerhin festes Bollwerk gegen den Bolschewismus geschaffen. Denn darüber herrscht ja kein Zweifel: Auf dem Nährboden der Demokratie wird der Bolschewismus immer Daseinsmöglichkeiten finden. Mögen die südamerikanischen Staaten noch so viele und noch so energische Abwehrmaßnahmen gegen die bolschewistische Flut
„die Genannten in begründetem Verdacht stünden, Beziehungen zu aufrührischen Elementen zu unterhalten, die ihrerseits von kommunistischen Organisationen gestützt würden." Oberst Franco hat während seiner zweiwöchigen Verbannung in Buenos Aires, wo er ein Asyl gefunden hatte, wiederholt betont, daß er mit kommuni st ischen Elementen nichts zu tun habe. Das klang angesichts der amtlichen Erklärung des Kriegsministeriums nicht allzu glaubhaft, und als nach dem Staatsstreich Oberst Franco, zum provisorischen Präsidenten proklamiert, den Schriftleiter der bo- naerenser „Critica" Dr. Jover Peralta zum Justiz- und Unterrichtsminister machte, da glaubte man ihm noch weniger. Denn daß das genannte Blatt der argentinischen Hauptstadt enge Beziehungen zur Komintern hat, das pfeifen in ganz Südamerika die Spatzen von den Dächern. Und doch hat Franco die lautere Wahrheit gesprochen, denn er ist sich niemals bewußt geworden, daß und wie sehr die geriebenen Agenten der Komintern bereits ihre Netze um ihn gewoben hatten. Als er es nach Monaten erkannte, da zerriß er das Netz und ließ die hinterhältigen Spinnen hinter Schloß und Riegel setzen. Mit Jover Peralta, der dem Verbannten in Buenos Aires Asyl gewährt hatte, verband ihn wohl nur das Gefühl der Dankbarkeit, das ihm, dem einfachen, geraden Soldaten, der nie Politiker war, die Schärfe des Blickes getrübt hatte. Peralta hatte Francos Vertrauen gewonnen, und der ehrliche Soldat ließ den nicht ungefährlichen Journalisten auch dann noch nicht fallen, als es bei einem Bankett zwischen verschiedenen verdienten Offizieren und dem neu gebackenen Justizminister einen recht peinlichen Auftritt gegeben hatte,
der dem Vernehmen nach wenig rühmlich für Peralta abgelaufen sein soll.
Der geraden Natur Francos war manches zuwider, und er trug sich wiederholt mit dem Gedanken des Rücktritts. Aber er erkannte zunächst nicht, was eigentlich um ihn herum gespielt wurde. Der Bolschewismus wuchs von Tag zu Tag. Schon hatte er bei einem Teil der Studentenschaft Eingang gefunden. Schon auch hatte die Zersetzung bei den alten Frontkämpfern Fortschritte gemacht. Die Regierung schien das alles nicht zu sehen. Im Lande ringsum steigerte sich die Nervosität, in den fernsten Winkeln wurde mit ernstester Besorgnis von der Entwicklung der politischen Laae gesprochen. Franco dagegen war überzeugt, daß seine Beliebtheit bei seinen Soldaten und beim Volke so groß wäre, den Bolschewismus, dessen Sieg ja seinen — Francos — Sturz bedeutet hätte, niederzuhalten. Daß er an Sympathie einbüßte, merkte er lange nicht, wohl aber erkannte er doch allmählich, daß ihm in dem von ihm unterschätzten Bolschewismus urplötzlich ein Feind erstanden war, der im Begriff stand, zürn entscheidenden Schlage auszuholen. Die Revolution vom 17. Februar war höchstselbst in Gefahr, und das veranlaßte Franco endlich zum energischen Einschreiten. Die große Machtprobe, der General st reif im Mai, endete mit der Verhaftung zahlreicher bolschewisti- scher Führer. Drei Minister schieden aus dem Kabinett aus: der Innenminister Dr. Gomez F r e i r e E st e v e s , der den bolschewistischen Gruppen zum mindesten sehr nahe stand; sein Bruder, der Finanzminister Dr. Luis F r t ’. r e E st e v e s ; und der Justiz- und Unterrichtsminister Dr. I o • Der Peralta, der inzwischen auf einen diplomatischen Posten ins Ausland abgeschoben wurde.
Der bolschewistische Spuk war einstweilen gebannt. Die Regierung hat das Heft in der Hand, und es herrscht Ruhe im Lande. Aber niemand weiß, ob diese Ruhe nicht die Ruhe vor dem Sturm ist.
Abschiedsfeier der britischen Frontkämpfer in Hamburg
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Eine Ehrenabteilung des Reichskriegerbundes Kyffhäuser war in Hamburg am Donnerstag aufmarschiert, um die britischen Frontkämpfer zum Abschluß iyrer Deutschlandreise durch eine kleine Abschiedsfeier zu ehren. Neben den Fahnenträgern mit der britischenFlagge sieht man den Führer der britischen Frontkämpfer, Generalmajor Vaughan. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Hitlerfahnen über Tsingtau
Bericht von einem deutschen Vorposten in Ostasien.
dekretieren, es werden stets nur halbe Maßnahmen bleiben, solange nicht die Abwehr aus dem Innern der Volksseele emporwächst. Dazu aber muß die Volksseele von Grund aus umgestaltet werden.
Auch in Paraguay hat der Bolschewismus Eingang gefunden. Land- und volksfremde Agitatoren waren als Wanderprediger durchs Land gezogen und hatten ihre verderbliche Saat gestreut, die zu keimen begann. Daß nicht nur Moskau, von dem man. es nicht anders erwartet, sondern auch der Geschäftsträger einer lateinamerikanischen Macht in Asuncion für die Ideen des Kommunismus und Bolschewismus werbend wirkten, war ein bedenkliches Zeichen. Ein Teil der Arbeiterschaft ist den Lockungen erlegen. Wieweit der Versuch, die bewaffnete Macht zu zersetzen, gelungen ist oder war, läßt sich nicht übersehen. Daß unter den alten Kriegsteilnehmern mancher sich von den Phrasen der moskowitischen Sendlinge hat betören lassen, ist gewiß, und daß bei dem Staatsstreich am 17. Februar 1936 der Bolschewismus Pate stand, ist heute nicht mehr zu bezweifeln. Etwas ganz anderes ist es, wieweit sich die Führer der Erhebung damals bewußt waren, daß sie eigentlich nur als Werkzeuge dienen sollten, um denen die Ministersessel zurechtzurücken, die sich mit „Heil Moskau!" draufsetzen wollten.
Als die Regierung A y a l a in den ersten Februartagen dieses Jahres den Oberst Franco und die Majore 3_r a I a und Gonzalez als Häupter einer geplanten Verschwörung verbannte, da rechtfertigte sie diese Mgßregel in einer amtlichen Verlautbarung des Kriegsministeriums damit, daß
* Dgl. Gießener Anzeiger Nr. 154 vom 4. Juli und Nr 158 vom 9. Juli.
Nicht nur bei den Deutschen, sondern auch bei den Chinesen und den anderen Ausländern des Ostens heißt Tsingtau die „Perle des Ostens". Die beinahe ewig lachende Sonne über der herrlichen Tsingtaubucht, die grünen Hänge der Jltisberge und die blauen Silhouetten des Perlgebirges in der Ferne geben ein Landschaftsbild, das uns Deutsche sofort an die ferne Heimat erinnert. Auch die Stadt Tsingtau mit ihren deutschen Häusern und den roten Dächern läßt einen glauben, man führe an der deutschen Ostseeküste entlang: etwa Pillau ober Stralsund.
Noch heute, wo uns Tsingtau nicht mehr gehört, spielt sich da reges deutsches Leben ab, wenngleich die Stadt unter chinesischer Verwaltung steht, wirtschaftlich unter japanischen Einfluß geraten ist und die Bevölkerung zu einem großen Teil aus russischen Emigranten besteht. Auf Schritt und Tritt wird man hier an die deutsche Vergangenheit, an deutschen Unternehmungsgeist erinnert: der Baustil der Häuser, die alten deutschen Namen, die Bezeichnung der Wege, die alten Forts und besonders auch die vielen deutschsprechenden Chinesen der Gegend. Vor allem aber fällt uns die für China ganz ungewohnte deutsche Ordnung und preußische Zucht in der Verwaltung auf.
Aber unsere hier lebenden deutschen Volksgenossen zehren nicht nur von der Erinnerung an die schönste Zeit des deutschen Tsingtau. Mit dem Großwerden der nattonalsozialisttschen Bewegung in der Heimat und ihrem Uebergreifen auf die Deutschen im Auslande bekam auch das deutsche Leben in Tsingtau wieder neuen Auftrieb und einen neuen Sinn. Es wurde mehr als irgendeine andere deutsche Kolonie im Fernen Osten zu einem Zentrum deutschen Lebens in China. Ja, es übertraf selbst Schanghai,
wo die meisten Deutschen wohnen.
Kein Wunder also, daß dieses neu aufblühende nationale Leben hier draußen seinen Hauptantrieb von der begeisterten jungen und jüngsten Gefolgschaft Adolf Hitlers empfing. Tsingtau und die Hitler-Jugend in China sind zwei Begriffe geworden, die in China gar nicht mehr voneinander zu trennen sind. Als im Sommer 1934 die deutsche Jugend Chinas einen Platz für das erste HJ.- Lager suchte, fiel die glückliche Wahl auf das stille Tal im Lao-Chan-Gebirge, das alle Deutschen der ehemaligen deutschen Kolonie so sehr lieben. Ein Parteigenosse aus Tsingtau stellte sein im Tale liegendes Landstück für ein Sommerlager zur Verfügung und dann pilgerten Sonntags gar viele unserer Volksgenossen in den Lao-Chan hinaus, um sich an dem frischen Betrieb der deutschen Jugend zu erfreuen und neuen Lebensmut für den harten Daseinskampf zu schöpfen.
Aber erst im letzten Sommer wurde das Band zwischen den Tsingtauern und der Hitler-Jugend ganz eng und für immer fest geknüpft. Inzwischen hatte nämlich die Ortsgruppe Tsingtau der NSDAP, in den Prinz-Heinrich-Bergen, etwa 8 Kilometer von der Stadt entfernt, ein „Braunes Haus" erbaut. In schöner Lage angesichts der See wurde das schnell nicht nur der Sammelpunkt aller Nationalsozialisten, sondern fast aller Volksgenossen der ganzen Gegend. Anstatt der früher üblichen „Parties" zog sich das Deutschtum nun immer mehr nach dem neuen Sammelpunkt, von dem die Flagge des neuen Reiches über die Prinz-Heinrich-Berge hinweg grüßt.
Ein Mittelpunkt für das Deutschtum Chinas aber wurde unser „Braunes Haus" und die Prinz-Hein- rich-Berge dann durch das neue Sommerlager der
HI. Hinter dem Braunen Hause dehnte sich nunmehr eine kleine Zeltstadt, die Ziel und Sammelpunkt aller deutschen Jungen des Fernen Ostens wurde. Teile des Hauses dienten der HI. als Schreibstube und notfalls auch als Krankenzimmer. Natürlich war das Sammellager nicht nur Wallfahrtsort der deutschen Gemeinde Tsingtau, sondern auch Volksgenossen aus Schanghai, Hankau, Peking, Tientsin und Tsinansu machten das HI.-Lager zum Ziel ihrer Fahrten, in erster Linie natürlich die Jugend selbst, die in der Zeltstadt alles das fand, von dem die Phantasie eines deutschen Jungen nur träumen mag.
Es ist klar, daß jeder, der ins Lager kam, auch herüber nach Tsingtau ging, um sich die alte deutsche Stadt anzusehen. Besondere Freude bereiteten den Tsingtauern auch die vom neuen deutschen Geiste zeugenden Darbietungen der Hitler- Jugend, nicht zu vergessen auch die spannenden Sporlwettkämpse. Das Lager ist noch in aller Munde und jeder freut sich schon wieder auf das neue Sommerlager in den Prinz-Heinrich-Bergen.
So erhielt altes deutsches Leben neuen inneren Antrieb durch die jüngere Generation, ganz wie in der Heimat. Und so ist denn in Tsingtau, der einzigen Stadt des Fernen Ostens, die uns Deutschen zur Heimat werden kann, die junge Ortsgruppe der NSDAP, daran, unter dem Deutschtum Ost- asiens noch vorhandene alte Vorurteile hinwegzuräumen. Tsingtau ist unter ihrer Führung wieder wie früher ein deutscher Vorposten geworden, ein Außenposten von geistiger und kultureller Bedeutung.
Die Kanonen in den Forts mußten schweigen, aber noch nicht zwei Jahrzehnte später weht die stolze Fahne Adolf Hitlers über der ehemaligen kaiserlichen Festung als Zeichen der deutschen Wiederauferstehung, als Sinnbild friedlichen Wettbewerbes und neuer deutscher Weltgeltung auf allen Gebieten. In diesem Geiste hat die Auslands-Organisation der NSDAP, hier im Osten ein gewaltiges Stück Kulturarbeit geleistet, die dem gesamten Deutschtum zugute kommt.
Kann es einen besseren Beweis für die Macht der Ideen des neuen Deutschlands geben als den, daß der chinesische Gouverneur von Tsingtau sich mit seinen Offizieren und den in der militärischen Ausbildung befindlichen Studenten als Gast der Ortsgruppe Tsingtau der NSDAP, und der HI. im „Braunen Haus" einfand, um seinen Leuten zu zeigen, was die Gefolgschaft Adolf Hitlers leistet, was deutsche Zucht und Tatkraft zu schaffen vermögen. W. Sch.
Betrugsprozeß
vor dem Frankfurter Sondergericht.
LPD. Frankfurt a. M., 10. Juli. In dem Prozeß vor dem Frankfurter Sonderge- richt gegen zwei Angeklagte, die unter der Vorgabe, in parteiamtlichem oder behördlichem Auftrag zu kommen, Büsten des Führers und Plaketten einer Privatfirma in an Erpressung grenzender Weise vertrieben haben, wurde heute das Urteil gefällt. Das Sondergericht verurteilte wegen fortgesetzten gemeinschaftlichen Betrugs und Verbrechens gegen § 3 des Heimtückengesetzes den Konrad Friedrich Heil zu zwei Jahren und eine Woche Zuchthaus und den Christian Rossi zu IV2 Jahren Gefängnis. Heil wurde auch des Vergehens gegen das Ördensgesetz für schuldig befunden, weil er unbefugt das Frontkämpferehrenkreuz trug. Der Staatsanwalt hatte gegen Heil 3V2 Jahre Zuchthaus und 300 Mark Geldstrafe, sowie fünf Jahre Ehrverlust, gegen Rossi 2V2 Jahre Zuchthaus beantragt.
In der Urteilsbegründung wies der Vorsitzende auf das parteischädigende Verhalten der Aegeklag- ten hin, die die Liebe des Volkes für den Führer zu Privatgeschäften benutzten. Mildernd wurde be» rücksichtigt, daß die Angeklagten nicht verantwortlich gemacht werden können, daß die Büsten in den Handel kamen, und daß sie sich in erheblicher Notlage befanden. Rossi, der von Heil angelernt wurde, mar mehr der Mitläufer.
HunDfunfproaramm
Sonnfag, 12. Juli.
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.45: Orgelchoräle. 9: Ev. Morgenfeier. 9.45: Der österreichische Dichter Josef Weinheber, Träger des Mozartpreises der Universität München 1934/1935, lieft eigene Gedichte. 10: Konzert mit Werken von W. A. Mozart. 10.45: Chorgesang. 11.15: Bekenntnisse zur Zeit. Ein Lehrmeister für die Gegenwart: Heinrich I. Anläßlich seines 1000. Todestages (2. 7.). Von Dr. Alfred Thoß. 11.30: Unter Hellem Himmel. Eine sommerliche Funk- solge mit Dichtungen. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk: „Kasperl auf hoher See". Ein Kasperlspiel von W. Martinelli. 14.45: „Deutschland!" Querschnitt durch die Deutschland-Ausstellung von 18. Juli bis 16. August 1936 in Berlin anläßlich der XI. Olympiade. 15: Deutsche Scholle. 16: Volkssender 1936! 18: HJ.-Funk. 18.30: Unterhaltungskonzert. 19.40: Sportbericht mit Ausschnitten aus der 45. Internationalen Ruderregatta zu Frankfurt am Main. 20: Stimme und Charakter in der Oper. 22: Nachrichten
Montag, 13. Juli:
6 Uhr: Choral — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienft. 12: Schloßkonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast. Seid bei Frau Mu- sica zu Gast! Aus Werken von Anton Dvorak. 15: Volk und Wirtschaft. Vernünftige Lenkung der Mode. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Unterhaltungsmusik. Operetten-Melodien. 16.45: Erzähler unserer Zeit: Hans Brandenburg: „Der kleine Holland". 17: Geiger als Komponisten. 17.30: Drei Männer erzählen: Der Mann am Fenster — Der Mann der Faust — Der Mann vom Matterhorn. 17.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 18: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. 19: „Petra und Alla". Ein Volksstück um zwei Pferde. 20: Nachrichten. 20.10: Musikanten am Feierabend. Ein bunter Reigen um schlichte Weisen. 22: Nachrichten
, der
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