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Der Führer empfängt eine Abordnung des Gemeindekongreffes

des

Staat und Privatwirtschaft

Dr. Goerdeler wandte sich dann den von Profes-1 tischen Bedingunden für Weiträumigen Verkehr nicht r Milton aufaestellten Fragen zu. Deren we- schaffen kann. D l e s Mi ß t r a ue n z u be seit,-

schickt worden. Der englische Konsul in Tschangscha hat die in Südchina lebenden Engländer aufgefor­dert, sich zur Abreise fertig zu machen. Eine gleichlautende Aufforderung soll auch vom ameri­kanischen Konsul an die dort lebenden Staatsbürger der USA. gerichtet worden sein. Unter Erinnerung an gemeinsame schwere Erlebnisse ermahnt Tschi - a n g k a i s ch e k den Südwestführer Chenchitang, von allen Maßnahmen abzusehen, die eine Ver­schärfung der nationalen Krise bewirken konnten. Von der Kuomintangpartei und der Schanghaier Bürgerschaft sind ebenfalls telegraphische Aufforde­rungen an Chenchitang ergangen, sich dem Gebot der nationalen Einigkeit zu fügen.

Weltkrieges nicht sagen. Flugzeug und Schnellwagen, drahtlose Nachrichtenübermittlung und Fernsehen, die Errungenschaften des 20. Jahrhunderts, entbehren der wirtschaftlichen Ausnutzungsmöglichkeit, weil d i e Saat des Mißtrauens die unerläßlichen poli-

Blutes und der deutschen Ehre zu tragen. Bei den Entscheidungen sei die Mitwirkung ersah r e- ner Sachverständiger zweckmäßig. In dieser Eigenschaft habe der Führer und Reichskanzler die Mitglieder des Reichsausschusses bestellt. Wenn der Ausschuß heute seine Tätigkeit beginne, müßten sich alle seine Mitglieder dessen bewußt sein, daß sie an besonders verantwortungsvoller Stelle beim Wiederaufbau von Volk und Reich mitzuwirken hätten. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler schloß Staatssekretär Pfundtner seine Ausführungen.

Staatssekretär Dr. S t u ck a r t erörterte dann an Hand des Gesetzes die Absichten des Gesetzgebers und die grundsätzlichen Richtlinien, nach welchen der Reichsausschuß seine praktische Arbeit vollziehen werde.

ist, erst durch das Steuersystem der einzelnen Men- chen Mittel für ihre kleinere Arbeitsbeschaffung wegzunehmen und sie im Großen zu verwenden. Professor Hilton hat vollkommen recht, dieses ist nicht sinnvoll, und es ist daher eine ständige Auf- gäbe und gleichzeitig höchste Kunst jeder öffentlichen Verwaltung, ihre Anforderungen an die Wirtschafts­kraft des einzelnen so zu gestalten, daß auf bei­den Seiten das Optimum an Wirkung

Hur durch Zusammenarbeit Belebung des Güteraustausches.

Die Finanzierung der Arbeitsbeschaffung

Roosevelt antwortet den Republikanern.

die kommunistische Propaganda zu unterstützen? Die Sowjelregierung könnte dies nicht, selbst wenn sie es verspräche. Die kommu­nistische Propaganda stellt nun aber in unseren Augen ein moralisches Verbrechen dar. (5s besteht zwischen der Sowjetregierung und der kommunistischen Partei eine teilweise Identität der Personen und eine ver­wirrende Solidarität der Ideen und I n t e r e s s e n. Der Einfluß Moskaus ist über­all am Werke. Die III. Internationale schwingt die Brandfackel im Westen Europas und feiert dort die Verbindung von Kommunismus und Anarchie. Der Einfluß Moskaus arbeitet, wo er kann, an der Bildung von Volksfronten. Lr bringt die französischen Kommu­nisten dazu, die Militärkredite anzunehmen, und die Schweizer K om m u n i st e n, sie abzulehnen. Die kommunistische Taktik kennt alle Formen und alle Schattie­rungen. Sie sucht Revolutionen in Bra­silien, in Argentinien, in Uruguay und in an­deren Staaten Südamerikas zu entfachen.

Little Rock (Arkansas), 11. Juni. (DRV. Funkspruch.) Während der frühere Präsident Hoo­ver auf dem republikanischen Parteitag Roosevelts Regierung schärfer als je zuvor angriff, den New­deal alsFaschismus" hinstellte, und das ameri­kanische Volk unter ungeheurer Begeisterung der versammelten Konvetionsteilnehmer zumhei­ligen Kreuzzug für d i e Freiheit" auf- rief, nahm Präsident Roosevelt den Fehdehand­schuh auf und antwortete seinen republikanischen Gegnern in einer Rede in dem in Little Rock zur Jahrhundertfeier der Gründung des Staates Arkansas gebauten Stadion. Roosevelt benutzte einen historischen Rückblick auf die Geschichte der Union und die Entstehung der Verfassung, um Ver­gleiche mit den Problemen unserer heutigen Zeit zu ziehen, und größere Vollmachten für die Bundesregierung zu fordern. Er glaube an die Rechte der Staaten und das Recht des Volkes zur Selbstregierung, doch gäbe es heut-

Es ist Nicht richtig, daß di- Schweiz in ihrer bau» ernben Weigerung, Sowjetrußland offiziell anzu­erkennen, allein dasteht. Holland, Portugal und Jugoslawien betreiben die g l e l ch e Po­litik wie wir. Die zwanzig Republiken S u d - und Mittelamerikas handeln ebenso. Der Augenblick, unsere Politik abzuändern, wäre darum schlecht gewählt. Die politische Weltlage verbietet uns, zu dulden, daß unser Boden unter dem Deck­mantel von Privilegien und diplomatischen Immu­nitäten zu einem internationalen Pro­pagandazentrum wird. Unser Volk wurde es nicht verstehen, wenn der Nationalrat taub bliebe für den Appell einer verantwortlichen und einigen Regierung und dazu käme, einer Geste das Wort zu sprechen, die heute den denkbar unerwünschtesten Abenteurern den Weg ebnen müßte.

Das deutsche Iugendfest

Berlin, 10. Juni. (DNB.) Dor einigen Tagen haben der Reichsinnenminister, der Reichssport­führer und der Reichsjugendführer zum deutschen Iugendfest aufgerufen, das vom 2 0. bis 2 3. Iuniim ganzen Reich als Tag der Sonnen­wende mit sportlichen Wettkämpfen und Sonnen­wendfeiern begangen wird. An dem Fest wird sich die ganze deutsche Jugend beteiligen, soweit sie durch die Hitler-Jugend und ihre Forma­tionen und die Schulen erfaßt wird. Im ver­gangenen Jahr hatte das Fest eine Gesamtbeteili­gung von etwa 5 bis 6 Millionen Jugendlicher, in diesem Jahre wird damit gerechnet, daß diese Zahl auf 7 bis 8 Millionen kommt.

Zweck und Ziel der sportlichen Wettkämpfe ist, alljährlich eine große planmäßige Leistunys- Prüfung durchzuführen, sie gliedert sich in Ein - zelleistungsprüfungen, die in den Schulen vom 9. bis 18. Juni durchgeführt wer-

herauskommt. _ . ....

Auch Kredite sind Schulden und müssen aus dem Einkommen oder dem Kapital des Volkes bezahlt werden. Stets aber ist die Privatwirtschaft in gewissen Zeiträumen m einen Zustand der Übersättigung oder Ermüdung eingetreten. Wir können das Konjunkturrückgang nennen. In diesem Zeitraum pflegen Spar­gelder zum Teil ungenutzt dazuliegen. In einem solchen Zeitraum ist es durchaus berechtigt, daß der Staat und die Gemeinden aus dem Kapi­talmarkt Mittel übernehmen, um zweckvoll in der Zukunft nützliche Arbeiten auszu­führen, nur ist es selbstverständlich, daß Staat und Gemeinden hierbei zwei Grenzen halten müs­sen. Die eine ist gegeben dadurch, daß dem Kapital­markt nicht das für die Privatwirt­schaft notwendige Blut entzogen wer- den darf. Die zweite ist gegeben durch die Rück­sicht auf die Zukunft. Die hineingenommenen Mit- tel müssen zurückgezahlt werden. Ich stimme mit Professor Hilton vollkommen darin überein, daß also, um jede Grenzüberschreitung zu verhüten, alles getan werden muß, um die natürlichen Kräfte

Menschen in Bewegung zu setzen.

den, und in Mannschafts-Mehrkämpfen, die für das deutsche Jungvolk am 20. Juni (Tag des Deutschen Jungvolkes) und für die Hit­ler-Jugend am 21. Juni (Tag der Hitler- Jugend) stattfinden. Vorläufer dieser großen Ver­anstaltungen sind die R e i ch s j u g e n d w e t t - kämpfe gewesen, die seinerzeit vom Reichsaus­schuß für Leibesübungen durchgeführt wurden. Während damals der Schwerpunkt für die sport­lichen Kämpfe auf die Einzelkämpfe gelegt worden war (die auch heute noch in den Leistungs­prüfungen durchgeführt wurden), hat sich jetzt das Hauptgewicht auf die Mannschaftskämpfe der Hitler-Jugend verlagert mit dem Ziel, inner­halb der Mannschaftsmehrkämpfe die gesamte deutsche Jugend zu erfassen, also auch diejenigen Jugendlichen, die, da sie nicht besonders sportlich veranlagt sind, sonst nicht die Möglichkeit hätten, an sportlichen Kämpfen teilzunehmen.

Die siegenden Mannschaften in den Mehr­kämpfen werden mit einer Ehrenurkunde mit d e r Unterschrift des Führers aus­gezeichnet. Diese hohe Auszeichnung können also nur die Jungenschaften, Kameradschaften und Mädelschaften der Hitler-Jugend erhalten. Den Einzelsiegern wird bei der Erreichung einer Punktzahl von 180 eine Plakette und Sie- g e r n a d e l überreicht. Es sind drei Wettkampf­übungen vorgesehen: 60- bzw. 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Schlagball- bzw. Keulenweitwurf. Jede Wertung geht bis zu 100 Punkten. Um Sieger zu werden, müssen also in jeder Wettkampfart min­destens 65 erreicht werden.

An der S o n n e n w e n d f e i e r, die im Auf­trage der Partei von der Hitler-Jugend durchge­führt wird, nehmen alle Schulpflichtigen teil; sie bedeutet den Abschluß des deutschen Jugend- festes.

trauen muhte so lange lebendig fein, so lange die Ehre des einzelnen Volkes nach v e r f ch i e d e n e m Maße gemessen wurde. Wenn also das deutsche Volk dazu übergegangen ist, versagte Ehren wieder herzustellen, so mögen in der ersten Aufwallung Miß- stimmungen denkbar fein. Wer aber mit der großen Verantwortung, die dies erfordert, an eine ruhige Ueberlegung geht, der wird anerkennen müssen, daß die Beseitigung dieses Krankheitsherdes letzten Endes allen zugute kommen wird.

Berlin, 10. Juni. (DNB.) Der Oberbürgermei- , fter von Leipzig Dr. Gördeler hat vor dem ; Internationalen Gemeindekongreß die Finanzie­rung der deutschen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eingehend behandelt. Dr. Gördeler schilderte die deutschen Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, ein wohldurchdachtes System, um die Arbeitslosig­keit von den verschiedensten Seiten her zur Auf­lösung zu bringen. Die Kosten würden aus lau­fenden Einnahmen, durch Anleihen und durch kurzfristige Kredite bestritten. Em Teil der Gelder endlich ist durch die freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit aufgebracht worden. Für die Arbeitsbeschaffungen sind im Rahmen der Haushaltsmittel des Reiches 1135 Millionen Mark bereitgestellt worden, die Ende 1934 fast restlos vergeben waren. 140 Mil­lionen sind durch freiwillige Spenden zur Förde­rung der nationalen Arbeit gedeckt. Die Reichs­anstalt hat für die Finanzierung der wertschaffen- den Arbeitslosenfürsorge in den Jahren 1933/35 fast 2 Milliarden ausgegeben, die den Trägern der Arbeit, das sind in der Regel die Länder, Gemein­den und Gemeindeverbände, bewilligt wurden.

Bei der Ausdehnung der Arbeitsbeschaffungs­maßnahmen konnten die Mittel nicht mehr durch die Haushalte bereitgestellt werden. Die dazu not­wendigen langfristigen Kredite waren auf dem Kapitalmarkt nur begrenzt zu beschaffen. Es sind daher neue Wege eingeschlagen. Zunachsi der der Vorfinanzierung, d. h. des Vor­griffes auf künftige Einnahmen, also eine Vorbelastung des künftigen Staatshaus­halts. Die Vorfinanzierung erfolgte kurzfristig durch Wechsel, wobei sich das Reich zur Ein­lösung aus Haushaltsmitteln ver­bürgte. Die Vorbelastung beträgt für die Jahre 1933 160, 1934 741, 1935 985, 1936 919, 1937 914, 1938 909 Millionen Mark. Eine sehr wesent­liche Belebung des Arbeitsmarktes bedeuten natür­lich alle direkten Aufträge. Es ist in Deutschland nicht anders wie sonstwo in der Welt, daß selbstverständlich auch der Bedarf des Volkes erhebliche Teile der Wirtschaft beschäftigt. Auch bei anderen Völkern fließen erhebliche Teile des Volkseinkommens in die Rüstungen.

Roter Machtkampf in Malaga

Madrid, 10. Juni. (DNB.) In Malaga wurde der kommunistische Abgeordnete Rodriguez, Mitglied des Gemeinderats, auf offener Straße durch Schüsse niederge st reckt. Kurz darauf wurde ein Führer der Anarchosyndikalisten von sechs Kugeln getroffen. Man vermutet, daß es sich um einen Racheakt der Kommunisten han­delt. Die Marxisten und die anarchofyndlkallstischen Gewerkschaften haben die Zwischenfälle zum An- laß genommen, um erneut den Generalstreik in Malaga auszurufen. Anarchosyndikalisten ver­übten einen UeberfatI auf das Verwaltungsgebäude des Sozialdemokratischen Arbeiterverbandes UGT., auf das sie mehr als sechzig Schüsse abgaben. Die Marxisten beantworteten diesen Ueberfall mit einem Sturm auf das Haus der Anarcho-Syndikalisten, das sie angünbeten. Die Feuerwehr wurde an der Löscharbeit gehindert. Der Verkehr in der Stadt ruht Die Züge konnten den ganzen Tag über nicht in den Bahnhöfen einlaufen. Die Fahrgaste der außerhalb Malagas liegen gebliebenen Zuge sind mit Kraftwagen der Polizei in die Stadt gefahren worden. _

Die Madrider ZeitungYa" meldet, daß zur Engergestaltung der spanisch-französischen Volks­frontfreundschaft" bekannte französische R e - Dolutionäre die historischen Stätten derMar- tyrerprovinz" Asturien und Katalonien besuchen sollen. In einer asturischen Waffen­fabrik soll ein großer Empfang und ein Bankett zu Ehren des spanischen Oktoberrevolutionärs Gonza­les P e n a stattfinden. Außer den Franzosen Tho- rez, Cachin und Auriel soll auch Dimitroff sich unter den ausländischen Marxisten befinden. Internationale Juden deutschen Namens sollen von Barcelona aus, wo sie ihren Stammsitz haben, ihre kommunistische Agententätigkeit auch auf das übrige Spanien ausdehnen, unter ihnen auch derMas­senschlächter" Heinz Neumann.

Mchsausschuß zum Schutze des deutschen Blutes

Berlin, 10.Juni. (DNB.) Die 1 Sitzung des Reichsausschusses zum Schutze des deutschen Blutes wurde am 9. Juni durch den Staatssekretär Pfundtner eröffnet. Der Staatssekretär führte u. a. aus: Die Gesetzgebung des Dritten Reiches habe ein höchstes Ziel und einen letzten Zweck: Die Selbstbehauptung des deutschen Vol­kes, die Erhaltung und Enthaltung des deutschen Volksturnes. Verwaltung und Rechtsprechung müß- die getreuen Helfer zur Verwirklichung dieses Zieles der nationalsozialistischen Staatsführung fein. Der Führer habe in eindeutiger Weise die großen Ge­sichtspunkte gewiesen, nach denen unser Volk seine Blutreinheit bewahren solle. Erhöbe durch ein großes Gesetzgebungswerk in organischer Aufeinanderfolge die Voraussetzungen für die End­ziele geschaffen, die zur rassischen Gesun­dung des deutschen Volkes führen. Der Reichs­ausschuß habe die Verantwortung für die A n - wendung des Gesetzes zum Schutze des deutschen

D-r F ü h r ° r u n d R e i ch - k a n z l - r empfing da-5 ?(^rd°/dm^FMer. tont»

Besitzenden und.Pr°iw°nt°n.d°- D-utfch-n^em^nd^^-. Ans Fiehler.- (Presse-Wustratwn-Hofsmann-M.)

zutage soziale und wirtschaftliche Probleme, die v o n 1 den Einzel st aaten nicht mehr gelöst ' werden könnten.

Roosevelt bezeichnete sich als Beschützer der Rechte des gemeinen Mannes gegenüber der Kontrolle weniger Bevorzugter, womit er offen­bar die Republikaner meinte. Er legte die allgemei­nen Richtlinien feiner Präsidentschaftskampagne, nämlich eine liberalere Auslegung der Verfassung, die Zentralisierung der Staatsgewalt und die Fortsetzung der Newdeal-Polittk dar.

Am Mittwochabend beschlossen 85 von 90 Dele­gierten aus dem Staate Newyork, für Gouver­neur Landon zu stimmen. Damit dürfte die Aufstellung Landons als republikanischer Präsident­schaftskandidat bereits in der ersten Abstimmung gesichert sein.

Undurchsichtige Lage in Südchina.

Nanking, 10. Juni. (DNB.) Die Lage in Süd- china ist noch völlig ungeklärt. Es hat den Anschein, daß unter den Führern der Bewegung im Süd­westen selbst feine Einigkeit besteht. Die Truppen aus Kwantung und Kwangsi haben ihren Dor- marsch in die Provinz Hunan weiter fort­gesetzt. Ihr gemeinsames Marschziel sind Häng- t s ch o u und die Provinzhauptstadt Tschangscha.

Die aus Südhunan zurückgezogenen Regierungs­truppen beziehen Stellung nördlich von Tschangscha, wohin auch Verstärkungen von Hankau aus unterwegs sind. In Tschangscha sind Regierungsflugzeuge in reger Aufklärungstätigkeit begriffen. Von Hankau aus ist nach Tschangscha das britische KanonenbootScarab" abge-

Das politische Mißtrauen muß beseitiat werden.

Das 19. Jahrhundert hat einen in der Geschichte seltenen Zeitraum des Friedens, der Ordnung und der Entwicklung zur Wohlfahrt gebracht. Das lag daran, daß die politische Entwicklung in ungewöhn­licher Harmonie mit der technischen und wirtschaft­lichen verlief. Die Friedensschlüsse des 19. Jahrhun­derts erscheinen von einer seltenen Verantwor­tung für d i e Zukunft getragen. Ein gleiches kann man nun einmal von der Beendigung des

for Hilton aufgestellten Fragen zu. Deren we-I schaffen kann. ~

sentlichste war doch wohl die, ob es denn sinnvoll' g c n, mußte die erste Aufgabe sein, und dies Miß

Wir stehen in der Welt vor großen Entscheidun- gen. Entweder wird auf der Grundlage sicherer Währungen und ihrer Abstimmung aufeinander und durch Verzicht auf einseitige Ab­änderung die unerläßliche Voraussetzung für eine Gesundung und Belebung des Güteraustausches in der Welt geschaffen, dann kann jedes Volk feine besten geistigen, kör­perlichen und sittlichen Eigenschaften ausnutzen und die allgemeine Gütererzeugung wird so billig wie möglich und die Befriedigung des Bedarfes daher auch so umfassend wie m ö gl i ch sein, ober man will, oder kann die Großzügigkeit, die nun einmal zu einem solchen Entschlüsse gehört, nicht aufbringen. Dann bleibt auf die Dauer nichts anderes übrig, als die Arbeitsteilung, die sich im 19. Jahrhundert aus der Weltwirtschaft entwickelt hat, roieber 3 u befeitigen unb zu einer rninber-arbeitsgeteilten Wirtschaftsform in jebem einzelnen Volke in mehr ober weniger gro­ßem Umfange zurückzukehren. Daß eine solche Wirt­schaft, bie bie Gaben der Natur vernachlässigt, f u r jedes Volk teurer ist und daher den Lebens­standard zu senken zwingt, ist eine mathematisch ausrechenbare Tatsache. Die Volker der Welt er­leiden in der Arbeitslosigkeit bie Folyen eigenen feh­lerhaften Tuns. Da sie alle in gleicher Verbamm- nis finb, ist bie Aussicht ber gemeinsamen Umkehr noch nicht verloren. Es würbe nun nützlich erschei­nen, wenn auch biefer Kongreß von Gemeinben, bie ja letzten Enbes von den Auswirkungen wirtschaft­licher und sozialer Erschütterungen immer zuerst betroffen werden, diese Erkenntnis vertiefen würde, wenn er Öen Willen zur Zusammenar­beit stärken würde. Diese Zusammenarbeit muß die natürlichen Grundlagen eines lebendigen Lei­stungsaustausches wieder Herstellen. Das deutsche Volk ist, wie der Führer und Reichskanzler wieder- holt feierlich verkündete, aus innerster Ueberzeu- gung zu einer solchen Gemeinschaftsarbeit bereit.

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Oberbürgermeister Gördeler aus dem Internationalen Gemeindekongreß.

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