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Balbo dem Sieger den Großen Preis, während am Siegesmast die Hakenkreuzflagge emporstieg und die Nationalhymnen gespielt wurden.

Das Ergebnis:

1. Achille Varzi (Auto-Union) 2:31:22 Std. (neuer Streckenrekord); 2. Hans Stuck (Auto- Union) 2:31:29 Std.; 3. Luigi Fagioli (Mercedes- Benz) 2:33,38 Std.; 4. Rudolf Caracciola (Merce­des-Benz) 2:34:56 Std.; 5. Mario Pintacuda (Alfa Romeo).

Korpsführer Hühnlein, an die Autounion.

Berlin, 10. Mai. (DNB.) Korpsführer Hühn­lein hat an die Auto-Union folgendes Telegramm gesandt:

Die Erringung des ersten und zweiten Platzes im Großen Preis von Tripolis ist ein Erfolg, auf den der deutsche Kraftfahrsport mit Stolz blickt. Ich beglückwünsche Werkführung und Gefolgschaft der Auto-Union für diese hervorragende Leistung ihrer Meisterfahrer auf das herzlichste.

Korpsführer Hühnlein."

stm die Deutsche Fußballmeisterschaft.

1. JE Nürnberg und Fortuna Düsseldorf Gruppensieger.

Im Kampf um die Deutsche Fußball- Mei st e r s ch a f t sind am Sonntag zwei wichtige Vorentscheidungen gefallen. Der 1. F C. Nürn­berg und Fortuna Düsseldorf haben sich in ihren Gruppen endgültig den Gruppensieg und damit die Teilnahme an der Vorschlußrunde ge­sichert. In der Gruppe 2 dürfte Vorwärts-Ra- sensport Gleiwitz den Endsieg erringen, und in der Gruppe 1 liegt die Entscheidung zwischen Polizei Chemnitz und Schalke 04; sie fällt wie in der Gruppe 1 am kommenden Sonntag.

In Gruppe 1 überraschen die knappen Siege der Favoriten auf den Gruppensieg. Der Tabel­lenführer Polizei Chemnitz gewann beim Ostpreu­ßenmeister Hindenburg Allenstein vor 4000 Zu­schauern nur mit 3:2, nachdem die Ostpreußen bei der Pause noch mit 2:0 in Führung gelegen hatten. Auch der deutsche Meister Schalke konnte nur nach Hergabe des letzten Könnens in Berlin beim BSV. 92 mit 3:2 (2:1) gewinnen. 20 000 Zuschauer sahen hier dieKnappen" kämpfen und siegen. Der Dresdner Großkampf Chemnitz Schalke am näch­sten Sonntag wird ein Ereignis erster Klasse im deutschen Fußballsport werden. Zur Zeit liegen noch die Sachsen mit 10:0 Punkten vor Schalke mit 8:2 Punkten in Führung.

In Gruppe 2 verteidigte der Schlesienmeister Vorwärts-Rasensport Gleiwitz seine führende Stel­lung durch einen Sieg von 4:1 (2:9) über den Nord­markmeister Eimsbüttel. 10 000 Zuschauer wohnten dem Treffen bei und erlebten einen sicheren Sieg der Schlesier, die damit ziemlich sicher als Meister

feststehen. Einmal wird Gleiwitz kaum in Stolp verlieren, und selbst wenn dies der Falle wäre, wird das gute Torverhältnis der Schlesier kaum von Werder Bremen aufgeholt werden. Die Bre­mer siegten vor 5000 Zuschauern in Stolp gegen Viktoria mit 4:1 (2:1).

In Gruppe 3 ist die Entscheidung zugunsten des 1. F C. Nürnberg gefallen. DerClub" siegte in Stuttgart über die Kickers ganz klar mit 5:0 (2:0) und brauchte sich so nicht mehr um den Ausgang des Spieles zwischen Jena und Worms zu kümmern, denn den zum Endsieg fehlenden Punkt hätten sich die Nürnberger bestimmt noch ge­sichert. In Stuttgart waren 18 000 Zuschauer er­schienen. Die Enttäuschung über die Niederlage der Kickers" wurde übertroffen durch die Befriedi­gung über das schöne Spiel. Wormatia sicherte dem Club" schon am vorletzten Tage die Meisterschaft durch die Niederlage von 1:3 (1:2) in Jena, wo der einheimische Mittemeister vor 4000 Zuschauern sei­nen ersten Sieg errang.

In Gruppe 4 holte sich Fortuna Düssel­dorf den Gruppensieg, allerdings nicht durch eigene Kraft, denn der Niederrheinmeister versagte in Kassel vor 8000 Zuschauern vollständig und wurde von Hanau 93 mit 5:1 (3:1) geschlagen. Daß die Niederrheiner trotzdem schon Gruppensieger wurden, danken sie dem SV. Waldhof, der sich in Köln unter unglücklichen Umständen vom Kölner CfR. mit 3:2 (0:1) schlagen ließ und so seine letzten Aussichten begraben mußte.

Erste Klärung in den Handball-Endspielen.

Hindenburg Minden Gruppensieger.

Schon am gestrigen ersten Rückrundensonntag fiel in den Handball-Gaugruppenspielen die erste Entscheidung. Hindenburg Minden sicherte sich durch den Sieg in Obermendig und durch das Unentschieden, das sich Altenstadt und Fürth liefer­ten, endgültig die Spitze, sodaß die Westfalen, die im letzten Jahre mit dem deutschen Meister Magde­burg im Endspiel standen, bereits als Teilnehmer der Vorschlußrunde feststehen. Eine weitere Ent­scheidung ist in der Gruppe 1 fällig, wo die MSTA. Leipzig aus zwei ausstehenden Spie­len nur noch einen Punkt zum Gruppensieg be­nötigt, der den Sachsen sicher zufallen dürfte, wenn sie auch ihre letzten Spiele auswärts austragen müssen. In den übrigen beiden Gruppen sind es noch jeweils zwei Vereine, die sich Meisterschasts- hofsnungen machen dürfen.

In Gruppe 1 siegte die MSTA. Leipzig im letzten Heimspiele mit 13:3 (6:1) über den Ost­preußenmeister Hindenburg Bischofsburg, der wohl

die Gruppenspiele ohne Punktgewinn beenden wird. Die Leipziger stehen mit 8:0 Punkten an der Spitze. An zweiter Stelle folgen mit je 4:4 Punkten Ber­liner SV. 92 und Post Oppeln, die sich am Sonn­tag in Oppeln mit einem 8:5 (4:2) zugunsten der Schlesier trennten.

In Gruppe 2 landeten die Favoriten klare Siege. Der führende deutsche Meister MSV. Magde­burg gewann zu Hause 13:5 (5:3) über Post Han­nover, und der Nordmark-Meister Oberalster Ham­burg gewann noch höher mit 21:3 (10:1) über den KTD. Stettin. In. der Tabelle führt Magdeburg mit 8:0 Punkten vor Oberalster mit 6:2 Punkten. Die Entscheidung wird hier am 24. Mai in Ham­burg fallen, wo Oberalster und Magdeburg Zu­sammentreffen. Da hier mit einem Sieg der Nord­deutschen zu rechnen ist, wird wohl erst ein Ent­scheidungsspiel den Gruppensieger und Vorschluß- runden-Teilnehmer ermitteln.

In Gruppe 3 gastierte Hindenburg Minden

bei der Tvg. Obermendig und gewann 10:5 (5:3). Die Soldaten verteidigten damit erfolgreich die Füh­rung und wurden zugleich Gruppensieger, da sich Altenstadt und Fürth unentschieden trennten, so daß keine Mannschaft der Gruppe mehr die Mindener einholen kann. Das Altenstadter Treffen zwischen den Meistern von Württemberg und Bayern endete mit dem auch im Handball selten vorkommenden Unentschieden von 13:13, nachdem die Fürther bei Halbzeit 7:4 geführt hatten.

In Gruppe 4 erlitt der Tabellenführer Rasen­sport Mülheim seinen ersten Punktverlust durch ein Unentschieden beim Südwest-Meister MSV. Darm­stadt, der den Niederrheinern ein 9:9 bei einer Halbzeitführuna von 6:5 abrang. Dennoch ist aber wohl mit Mülheims Endsieg zu rechnen, da die

Mülheimer ihre letzten beiden Spiele zu Hause, die Darmstädter die ihren auswärts auszutragen haben. Waldhvf überfuhr nochmals Kurheffen Kassel, dies­mal in Mannheim und mit 17:9 (6:2) ebenfalls recht deutlich.

Die Spiele am 17. Mai.

Gruppe 1: Berliner SV. 92 Hindenburg Bi­schofsburg; Post Oppeln MTSA. Leipzig.

Gruppe 2: Post Hannover Oberalster Ham­burg; MSV. Magdeburg KFV. Stettin.

Gruppe 3: Spvgg. Fürth Hindenburg Min­den; TD. Altenstadt Tvg. Obermendig

Gruppe 4: Kurhessen Kassel MSV. Darm­stadt; Rasensport Mülheim SV. Waldhof.

Von heimischen Sporistäiien.

Geräte Wettkampf in Großen-Linden.

Nach einer Begrüßungsansprache des Dereins- führers vom Turnverein Großen-Linden, Dr. Römer, gab beim gestrigen Gerätewettkampf der Leiter des Kampfgerichtes, Kreisoberturnwart Schüler (Wetzlar) einige Erklärungen für den Wettkampf.

Nach dem ersten Gerät am Barren lag die Mann­schaft des Turnvereins Großen-Linden schon in Führung, die sie auch bis zum Schluß behalten konnte. Die Mannschaft des Turnver­eins L e i h g e st e r n lag an zweiter Stelle, die sie jedoch vorübergehend an die Mannschaft des Turnvereins Launsbach bis zum letzten Gerät verlor. Erst beim letzten Gerät am Reck hatte die Mannschaft von Launsbach Pech und wurde von Leihgestern überholt.

Das Endergebnis des Kampfes zeigte fol­gendes Bild:

Tv. Großen-Linden 1. Sieger mit 300% Punkten, Tv. Leihgestern 2. Sieger mit 267 Punkten, Tv. Launsbach 3. Sieger mit 262 Punkten.

Die besten Einzelturner (ohne Frei­übung) waren: Richard Seth vom Tv. Großen- Linden mit 56 Punkten, Karl Wagner vom Tv. Launsbach mit 50% Punkten, Karl Seipp vom Tv. Großen-Linden mit 49 % Punkten.

Nach einer schlichten Siegerehrung durch den Kreisoberturnwart Schüler (Wetzlar) sprach Bürgermeister Michel von Großen-Linden und brachte das Sieg-Heil auf den Führer aus.

Der Siegermannschaft gehören an: Rich. Seth, Karl Seipp, Albert Leun, Heinrich Jung, Karl Keßler und Hermann S ch o r g e.

Dem Kampfgericht, dessen gerechte Bewertung allgemein anerkannt wurde, gehörten außer dem Kreisoberturnwart Schüler (Wetzlar) noch die Turner B e t t i n (Wieseck) und Engelmann (Wetzlar) an.

BfB.-Neichsbahn Gießen.

Unentschieden gegen Germania Bieber.

Leider haben die Gäste sowohl in spielerischer Hinsicht, als auch in Spielkultur nicht das gehalten, was man sich von ihnen versprochen hatte. Die Gründe mögen in der Bestrafung einzelner Spieler im Falle der Teutonia Hausen zu suchen sein, aber trotz allem waren sie den Gießenern, die ebenfalls einen schwarzen Tag hatten, ebenbürtig. Die Gäste hatten einen Tormann, der sie ohne Zweifel vor einer Niederlage bewahrte. Ihre Verteidigung leistete sich öfter Schnitzer, die bei einem gefähr­licheren Sturm als der der Gießener leicht zu Toren führen können. In der Läuferreihe überragte der Mittelläufer seine Nebenleute. Ihr Sturm war der Mannschaftsteil, der am meisten gefallen konnte.

Besonders ihre zwei Außenstürmer konnten auf Grund ihrer Schnelligkeit sich immer wieder durch­setzen und gefährliche Angriffe einleiten. Aber auch bei dem gesamten Sturm der Gäste konnte man eine große Schußunsicherheit feststellen. Blaser im Gießener Tor zeigte einen beängstigenden Man­gel an Fangsicherheit, und mehrmals hatte er es nur dem schnellen Eingreifen seiner Vordermänner zu verdanken, daß totsichere Erfolge verhindert wurden. Die Gießener Verteidigung zeigte sich ihren Aufgaben gewachsen. Knaus und Hauptfeld spielten nicht schlecht, erreichten aber nicht ihre son­stige Form. Der Gießener Sturm litt offensichtlich an dem völligen Versagen von Fehling, der während des ganzen Spieles niemals im Bilde war. Der gefährlichste Mann in der Fünferreihe war Heß, und es ist schade, daß er mit seinen Schüssen ungewöhnlich Pech hatte.

Spielverlauf: Schon von Spielbeginn ab vermißte man bei den Mannschaften das nötige Tempo. Es wurde ziemlich lasch aespielt. Auffallend war, daß die Gäste ziemlich hoch spielten und schein­bar die Gießener mit ihrem steilen Spiel über­raschen wollten. Nach zeitweise ausgeglichenem Feldspiel hatten die Germanen mehr vom Spiel, konnten aber dieser spielerischen Uederlegenheit keinen zahlenmäßigen Ausdruck verleihen. Dem­gegenüber waren die Gießener mit ihren plötzlichen Vorstößen sehr gefährlich, und F e h l i n g vergab kurz hintereinander zwei gute Torgelegenheiten. In der 40. Spielminute spielte sich der rechte Flügel der Germanen gut durch, und ihr Halbrechter schoß kurz entschlossen unhaltbar ein. Eine Minute vor Halbzeit konnten die Gießener durch Fehling, der ein Mißverständnis der Gästehintermannschaft ausnützte, die Partie 1:1 stellen.

Nach Wiederbeginn versuchten die Gäste sofort durch ihren linken Flügel die Führung zu erringen. Ihr Linksaußen hatte auch die Gelegenheit dazu, schoß aber, nachdem er sich gut durchgespielt hatte, daneben. Kurze Zeit später konnte Lehrmund in letzter Sekunde nach einem schweren Fehler von Balser ein sicheres Tor durch energischen Einsatz vereiteln. Dann unternahm S z p o n i k einen Allein­gang, der aber nur eine Ecke einbrachte, lieber» raschend fiel das Führungstor für die Gäste. Bei dem Abspiel ihres Mittelläufers standen sowohl der Mittelstürmer als auch der Halblinke abseits. Die Hintermannschaft griff nicht ein, und der Halblinke schoß zur Führung ein. Jetzt wurden die Gießener lebendiger. Sie erzwangen mehrere Ecken, die aber nichts einbrachten. Ebenso landeten mehrere Schüsse von Heß knapp neben dem Tor ober wurden ge­halten. Szponik war es vorbehalten, als der Germanenverteidiger über den Ball trat, mit wuch­tigem Schuß den Ausgleich herzustellen. Beim Schlußpfiff konnten beide Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden fein.

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