Einzelbild herunterladen

Gießen:

Oie Gießener Wehrmacht-Vertretung

er*

I

!2. Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

Barth Restle

Halle:

Gießen

hen, Zu*

I der fffüh* stete, bnnt, rkehr kichg. vens- ab- mer Lied

Mi

at)te

pn pn hi* Pnb

el 3 Kur Uch hnt th

Benedikte hatte sich eigentlich vorgenommen, mit Hans-Herrnann und Fräulein Giesecke zusammen am Abend ihrer Ankunft noch alles Notwendige zu besprechen. Sie hatte ja keine Ahnung, was alles getan werden mußte, um das kleine Bauern­gut im Sinne Onkel Huberts zu erhalten.

Aber kaum, daß Fräulein Giesecke von Josua die Abrechnungsbücher, die Mappe mit den Schrift­stücken über die Gerechtsame des Bauerngütchens hatte herbeibringen lassen, fühlte Benedikte, sie würde heute nicht mehr fähig sein, zu arbeiten. Die Aufregungen der letzten Wochen daheim, die gehetz­ten Besorgungen vor ihrer Uebersiedlung hierher, die Fahrt durch den herben Vorfrühlingswind auf dem Wasser, alles zusammen überfiel sie plötzlich mit einer geradezu lähmenden Müdigkeit. Während sie sich über eine Zahlenkolonne beugte, fielen ihr beinahe die Augen zu.

Hans-Hermann sah es:

Geh doch schlafen, Benedikte. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und ich selbst bin auch recht­schaffen müde."

Fräulein Giesecke sah auf die Uhr:

Es ist ja schon neun. Zeit zum Schlafengehen." Benedikte lächelte. Um neun fing in der großen Stadt das Leben für viele Menschen erst an. Alles war dort künstlich. Hier aber war man in allem, im Aufstehen und Schlafengehen, an die Natur gebunden. Und das war gut so.

Nur Hans-Hermann machte ein unzufriedenes Gesicht. Er war in der großen Stadt ein Nacht­schwärmer geworden. Aber was blieb einem hier anderes übrig? Alles war dunkel. In den Fischer- katen schimmerte nirgends mehr Licht. Nur das Licht des Leuchtturms warf sich mit stoßendem Griff in bestimmten Zeiträumen über die Insel. Und dort drüben auf dem Hügel nahe am Norder­ende sah man ein großes Haus hell erleuchtet.

flimmernd die Sterne. Warf sich das zuckende Licht des Leuchtturms jäh herüber, dann war ein gan­zes Stück der Insel und des Meeres sekundenlang wie erhellt. Sie lauschte. Das gleichmäßig anbran­dende Lied der Wellen kam ihr entgegen: stetig, stark und einfach, wie immer die große Natur, hier und überall.

Aus dem Spielverlauf. Dem Schiedsrichter Mohr stellten sich die Mannschaften in folgender Aufstellung:

Der Kommandeur der Abteilung, Major Key* s e r auf Ad»r-Kübel: Goldene Plakette.

Ltn. Kahl, Adler-Kübel: Silberne Plakette.

Feldw. Wiegand, Hanomag: Goldene Plakette.

Oberschirrm. Frey auf Beiwagenrad-BMW.: Goldene Plakette.

Schirrm. Deutschbein, Zündapp: Goldene Plakette.

Gefr. Ische, Zündapp: Goldene Plakette.

Die gleiche Auszeichnung erhielt die Mann­schaft der 3. Kompanie mit den Fahrern Gefr. Häußner, Pahl und Weiß.

Schnellster Fahrer für die Wertungsgruppe Kraft­räder mit Beiwagen war Oberschirrmeister Frey. Hierfür erhielt er einen Sonderpreis. Ferner erhielt die Zündapp-Mannschaft der 3. Kompanie einen Sonderpreis als beste WH.-Mannfchaft.

ntinn Der febel- s der chische Bild- Teil > > ) ent« laufet r3> eiherr

100 Monieler durch schwieriges Gelände!

Oie große Taunus-Geländefahrt der Motorgruppe Hessen des 71SKK

ler. h for. bitte per h3, [für, big. frei Hu­bes

6.

Benedikte hatte fest und traumlos geschlafen.

Als sie erwachte, wußte sie überhaupt nicht, wo sie sich befand. Sie hatte die Vorhänge nicht vor- gezogen. Die helle Vorfrühlingssonne, am Horizont aufsteigend, sandte ihre ersten Strahlen in ihr Zimmer.

Sie setzte sich mit einem Ruck auf, rieb sich die Augen. Wo war sie denn? Jetzt erst begriff sie. Ach, das war nicht Berlin. Das war nicht das enge, dumpfe Zimmer ihrerhochherrschaftlichen" Woh­nung, das war das neue Leben!

Sie sprang aus dem Bett, lief ans Fenster. In Sonne gebadet erstrahlte das Land. Leichte Dunst­wolken wurden von dem stärker werbenden Licht aufgenommen. Eine unendliche Klarheit lag über Wiesen und Hängen. Und dort drüben leuchtete das Meer auf, schäumend und ungeheuer.

Benedikte sah auf die Uhr. Sechs.

Sie lauschte. Alles im Haus war noch still.

Aber sie konnte nicht mehr schlafen, sie wollte hinaus zum Meer. Diese gottgesegnete Morgen­stunde mußte genossen werden.

Schnell machte sie sich fertig. Es schien draußen noch empfindlich kühl zu sein. Am besten, man zog ich seinen Trainingsanzuq an, feste Schuhe, natür- ich auch. Denn in den Gräsern mochte noch alles chwer von Tau und nächtlichem Nebel fein.

Eine Viertelstunde später schlich sie leise, die Schuhe tur Vorsicht in der Hand, die Treppe her­unter. Sie knarrte leise auf dem einen Absatz. Aber Gott sei Dank, Fräulein Giesecke schien nichts ge­hört zu haben.

Die Küche lag dunkel. Leise zog sich Benedikte die Schuhe an, griff nach dem Schlüssel, der links neben dem Herde hing und öffnete vorsichtig die Hinter­tür.

Und nun stand sie draußen in dem strahlenden Morgen des Ostersonntags. Ja wirklich, es war

: Ge- eria" E g.3- licht- inM IW jlanZ

das , die tunfl' - be* wirt' stets

tlrt

nns jerrn fiter, Serie und Un­räten vußk' * icolo- Bul- fitem dem man liege a in

er« frei- fiter« nber iben chatt

Deutscher Autosieg in Tripolis.

Varzi (Auio-!lnion) siegt vor Hans Stuck, Luigi Fagioli und Caracciola

Nach der Pause klappte es bei dem Gießener Sturm einen Augenblick in der sonst von ihm ge- wohnten Weise, 5:2 5:3, die Zuschauer glaubten schon, das heiß ersehnte Erwachen sei gekommen es war aber nur ein Aufflackern. In kurzer Zeit war Halle wieder Herr der Lage, sie ließen sich das Spielgeschehen nicht mehr aus der Hand nehmen. Erst beim Stande von 9:3 konnte Hüfner für seine Mannschaft ein Tor aufholen. Mit 10:4 mußten sich die Gießener verdient geschlagen bekennen. Am Schlüsse sprach der Rektor der Landesunioersität der siebreichen Mannschaft der Universität Halle seine Glückwünsche aus für ihr hervorragendes Spiel.

Grünig

Winter Seipp Eckert Bolz Wenzel

Weigand Hüfner Watz Grund.

Helbig Fischer Dalitz Schlanstedt

Rohner Stein Warnecke

Kirchner Hendrick

Geisler.

Und plötzlich wurde ihr klar: dies Land hier, es bedeutete nicht immer nur Glück und Freude und Sonne. Es konnte auch Gefahr sein und Menschen­not und Ringen um Menschenleben. Aber man war hier allem Elementaren so nahe. Und hier lag wohl auch der Grund, sich s» stark und neu zu üblen.

Sie wollte um den kleinen Schuppen herum und weiter am Strande entlang gehen. Da sah sie ein paar Schritte vor sich eine Männergestalt. Aha, da war noch so ein Frühaufsteher.

Der weiche Sand nahm ihre Schritte. Nun war ie dicht hinter dem einsamen Menschen. Gerade wollte sie mit einem freundlichen Gruß an ihm vor* über, da drehte der Mann den Kopf.

(Fortsetzung folgt!)

hatte Anstoß, kam auch gleich sehr schön durch, der Schuß des Halbrechten wurde aber von Geisler im Hallenser Tor in bestechender Manier gemeistert. In der Folge Überboten sich Gießens Spieler in elementaren Fehlern, besonders im Sturm wurde auch kein Ball richtig abgespielt. Halles Angriff inszenierte nun ein Stürmerspiel, wie man es selten sieht, in kurzer Zeit stand es 4:0, ohne daß die Gießener Hintermannschaft erfolgreich eingreifen konnte. Der Sturm holte dann ein Tor auf, aber bis Halbzeit war die alte Differenz durch schönen Schuß des Halbrechten wieder yergestellt.

6.30: 8.10: Zum .Mai. 11.30: ston« 'Zirkj. 4.10: 5.15: 7.30:

der ödes- Dor- Kai- M« 20.16: leinig* s dem r. 23: Musik

NSG. Der Geländesport marschiert unaufhaltsam vorwärts! Diese Tatsache kann nicht bestritten werden, denn die großen Dauerprüfungs- und Ge­ländefahrten erfreuen sich in den letzten Jahren bei den Fahrern, wie auch beim Publikum wachsender Beliebtheit. Das Nationalsozialistische Kraftfahrerkorps unter seinem Korpsführer Hühnlein hat den Geländesport als besonders wertvoll für die Ausbildung feiner Fahrer erkannt. Auf Anordnung des Korpsführer gelangen aus diesen Gründen alljährlich einmal in den verschie­densten Gebieten Deutschlands Gelände- hzw. Zu- verlässigkeitsfahrten zur Durchführung.

Die Motor gruppe Hessen hatte den Ter- min für die auf ihr Gebiet entfallende Veranstal­tung auf den 10. Mai festgelegt und den Taunus als Austragungsgelände ausersehen. Pünklich um 7 Uhr erfolgte in Kronberg zunächst der Start der Motorradfahrer, denen anschließend die Wagen folgten. Bei herrlichem Sonnenschein ging es hin­aus in den Taunus.

Das Nennungsergebnis hatte alte Erwartungen übertroffen: 31 Mannschaften, davon 6 Wa­gen- und 15 Wotorradmannschaften, 90 Einzet- wagen- und 100 Einzelmotorradfahrer gingen auf die schwierige Strecke; Angehörige des NSKK. und DDAE.» der SA., SS. und 5)3. wetteiferten im sportlichen, friedlichen aber harten Kampf mit dem geschulten Personal der Wehrmacht, in deren Kreisen diese Prüfungs­fahrt besonders lebhaftes Interesse gefunden hatte und die fast die Hälfte der Teilnehmer stellte, um den Siegeslorbeer.

In langen Vorbereitungen hatte der Fahrtaus­schuß ein Gebiet gewählt, das für die Austragung als ideal anzusprechen war. Heber etwa 100 Kilo­meter ging die Fahrstrecke, deren Einhaltung einer genauen Kontrolle unterlag, durch Straßen und Gelände jeder Ordnung und Art, erschwert durch besonders geschickt angelegte Steilan- und -abfahrten sowie eine Wasserdurchfahrt. Durch Wälder und Fluren, bergauf und bergab ging die Jagd!

MMMWßkWl

Roman von Marlise Kölling.

Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau.

Auch das zweite große Auto-Rennen der neuen Saison, der Große Preis von Tripolis, endete mit einem gewaltigen Erfolg des deutschen Motorspor­tes Vier Wagen zwei Auto-Union und zwei Mercedes-Benz beendeten nach einem spannen­den und mit aufregenden Momenten durchsetzten Kampf das Rennen siegreich. Achille Varzi auf Auto-Union überfuhr nach 2:31:22 Stunden in neuer Rekordzeit als Erster das Zielband. Dichtauf folgte Hans Stuck, ebenfalls auf einem der schnel­len Auto-Union-Rennwagen. Den dritten und vier­ten Platz holte sich Mercedes-Benz durch Luigi Fagioli und Rudolf Caracciola. Erst an fünfter Stelle kam ein italienischer Wagen ins Ziel, Der Alfa Romeo von Mario Pintacuda.

26 Wagen nahmen im Beisein einer riesigen Zu- chauermenae den Kampf auf der Mellaha-Rund- trecfe bei Tripolis auf. Auch Tazio Nuvolari, der am Freitag im Training gestürzt war, war mit seinem neuen Alfa-Romeo-Rennwagen dabei. Auf der Ehrentribüne sah man u. a. Marschall Balbo als Gouverneur von Tripolis, Reichsleiter B o u h - ler als Vertreter der ONS., den Chef der Privat­kanzlei des Führers, B o r m a n, und den deut­schen Konsul Schubert.

Die Wagen wurdenfliegend" gestartet, und zwar begann das Rennen eigentlich schon hundert Meter vor der Startlinie. Die Fahrer der Auto- Union, deren Wagen bekanntlich ein besonders star­kes Anzugsoermögen haben, setzten sich sofort an die Spitze des Feldes. Nach sieben Runden des 40 Runden (524 Kilometer) langen Rennens führte Bernd Rofemeyer vor Hans Stuck, Achille Varzi,

Gleich bei der Kontrollstelle I hinter Oberursel galt es für die Fahrer in der Wasserdurchfahrt, die neben einer Steilabfahrt bei Oberems und einer Steilauffahrt am Roten Kreuz einer der inter­essantesten und im wahrsten Sinne des Wortes alle Fahrkunst erfordernden Punkte der gesamten Ge­ländefahrt war, größere Schwierigkeiten zu über­winden.

Besondere Anerkennung verdient gerade hier die rückhaltlose Hingabe, mit der die Fahrer des NSKK., SA. und SS. ihre Fahrzeuge, die meist ihr größter Stolz und oft ihr einziges Vermögens­stück sind, in den Dienst der guten Sache, in den Kamps um den Sieg stellten, um aller Hindernisse Herr zu werden, mit denen an der Wasserdurch­fahrt vor allem die Wagen mit Vorderradantrieb zu kämpfen hatten.

Eine größere Stockung entstand noch am Roten Kreuz, als bei den Adler-Kübelwagen infolge Heiß­laufens die Benzinzufuhr aussetzte, stehenblieben und einenAftünöigen Aufenthalt des gesamten Feldes herbeiführten, an dessen Behebung in echt kameradschaftlicher Weise gemeinsam gearbeitet wurde.

Gegen 13 Uhr war der letzte Fahrer am Ziel in Kronberg angelangt; trotz der überstandenen Mühen und Anstrengungen mit frohem und vergnügten Ge» sicht, mit der stillen Hoffnung auf eine wohlverdiente Plakette. Nun gab es auch einige Stunden Ruhe, und der Körper kam zu seinem Recht, bis um 16 Uhr in Kronberg die Siegerverkündung Dorgenommen wurde, bei der für die schnellsten Fahrer und Mannschaften Ehrenpreise zur Vertei­lung kamen. Die schnellste Zeit des Tages: die ge­samte Strecke in 2 Stunden 20 Minuten wurde von einem Motorrad gefahren.

Goldene Plaketten errangen:

Wertungsgruppei: Krafträder bis 1 2 5 c cm : Joh. Heil, Stm. Ffm. 14/M 49; 0Punkte.

W e r t u n g s g r u p p e II: Krafträder bis 25 0 ccm : W. Döring, SS-Ufcharf. SS 7/2; Th. Sottmann, Jgg. HI.; Hugo Hippe, Jgg. HI.; Fr. Lorenz, Scharf. SS 10/5; Karl Döring Stm. 4/M

Louis Chiron (Mercedes-Benz) und Brivio (Alsa Romeo). Rudi Caracciola, Luigi Fagioli und Man­fred von Brauchitsch lagen weiter zurück. Nach zehn Runden lagen nur noch 23 Wagen im Rennen, nachdem drei Italiener zum Ausscheiden gezwungen waren. Schon in der 11. Runde konnte dann Varzi den Rundenrekord Caracciolas brechen. In phanta­stischer Fahrt absolvierte Varzi die 13,1 Kilometer lange Runde mit einem Durchschnittstempo von 221,200 Stdkm. und überbot damit Caracciolas Varjahresrekord von 220,167 Stdkm. In der 17. Runde hatte Bernd Rofemeyer bange Sekunden zu überstehen. Sein Wagen geriet im schärfsten Tempo in Brand. Der junge deutsche Fahrer konnte aber noch rechtzeitig anhalten und fein Gefährt verlassen. Weiterfahren war allerdings ausgeschlos­sen. Auch von Brauchitsch mußte das Rennen auf­geben, und zwar zwang ihn ein Motorschaden zum Ausscheiden. Nach halber Strecke (20 Runden) führte Stuck mit 1:15:21 Stunden vor Varzi, Chi­ron, Fagioli, Caracciola und Nuvolari. Nach der 33. Runde befanden sich nur noch 12 Wagen im Rennen, aufgegeben hatten u. a. Taruffi (Alfa Romeo), Carraroli (Maserati), Soffietti (Alfa Romeo), Balestrero (Maserati), Tadini (Alfa) und Ghersi (Maserati). Stuck führte immer noch vor Varzi, Fagioli, Caracciola und Nuvolari. Auf den letzten Runden des Rennens änderte sich an diesem Stand nur noch wenig. Achille Varzi ging an Hans Stuck vorbei und siegte in 2:31:22 Stunden, nach, dem er vorher mit 3:27,4 Min. und 227,385 Stdkm. noch einen neuen Rundenrekord aufgestellt hatte. Unter riesigem Beifall überreichte Marschall Jtalo

Wer wohnt denn dort?" fragte er.Das ist ja ein Riesenkasten dort oben."

Wo?" fragte Benedikte und trat neben den Vetter ans Fenster.

Ach so, Sie meinen die ,Burg'", nickte Fräulein Giesecke.Das Haus hat sich vor ein paar Jahren ein Maler hier bauen lassen. Er konnte es aber nicht halten. Jetzt vermietet er es seit Jahren an Sommergäste. Voriges Jahr war eine große inter­nationale Gesellschaft dort, sie soll dieses Jahr wie- bekommen. Leute, die nicht recht hierherpassen die ganze Nacht Betrieb und Grammophon. Es wurde viel über sie geredet. Es soll dort hoch her- gehen, und mit dem Gelde soll dort nur so herum- geroorfen werden. Aber das sind keine Menschen für uns", schloß sie energisch.

Das scheint mir auch so", meinte Benedikte.

Hans-Hermann aber sah mit einer plötzlichen Sehnsucht dort hinüber, wo Helligkeit war, viel- leicht Fröhlichkeit, Musik, Tanz. Es würde doch nicht leicht sein, alles abzustreifen, was einem in diesen Großstadtjahren zur zweiten Natur gewor­den war. Der Gedanke, hier mit den Hühnern zu Bett zu gehen, war ihm geradezu fürchterlich. Aber was half es? In diesem einsamen Nest war nichts anderes zu beginnen.

Schlaf gut, Hans-Hermann, träume was Schö­nes! Du weißt, der erste Traum im neuen Heim geht in Erfüllung", neckte Benedikte wohlmeinend.

Dann weiß ich schon, was ich träumen will", Hans-Hermann sah Benedikte verhalten an. Er beugte sich über ihre Hand.

Laß doch den Unfinn", sagte sie etwas er­schrocken. Seit wann küßte Hans-Hermann ihr denn die Hand?

Zusammen mit Fräulein Giesecke, die gleich ihnen ein Mansardenzimmer oben im ersten Stock bewohnte, ging sie hinauf. Josua folgte wie ein getreuer Schatten mit der Lampe und verschwand mit seinem ewig strahlenden Gesicht.

Und nun war Benedikte allein. Ihr Zimmer war ein viereckiger kleiner Raum, aber von unendlicher Behaglichkeit. Das Bauernbett hinter bunten Vor­hängen, Tisch, Schrank und Waschtisch in leuchtend < blauem Holz, mit bunten Herzen bemalt. Das Fen- i ter gab den Blick auf die See frei.

Sie öffnete es. Stark und kühl floß die Nacht­luft ihr entgegen. Am Himmel standen fern und !

WertungsgruppeVI.-PKW., 1200 bis 20 0 0 ccm : Frz. König, Dtruf. 34/M49; Ernst Hagemann, Scharf. M 150; Karl Heil, Scharf. 32/M 49; Martin Klein, Dtruf. II/M 148; Karl Thres, Scharf. M 150; Osk. Eichhorn, Rf. 2/M 148; fämt- liche 0 Punkte.

Wertungsgruppe VII: PKW. über 2000ccm:H. v. Roßpatt, Scharf. 32/M 49; 0 P.

Wertung sgruppeVIIa: Kübelwagen über 2000 ccm : Zinkel, Oblt. 42 AR 45; Klein, Untffz. 42 AR45; Hptrn. Hesse, JR 97; Hptrn. Apelt, 4 AR 45; Ufunfmftr. Gernbe, PI 9; Siegmann, Oschirrmstr. 3. NA 9; Keyser, Major PAA 41; Gehrt, Untffz. 3. Pi. 19; Forkel,Untffz. 3. NA 49; v. Bary, Oblt. NA 9; Sräger, Oblt. PAA 34; Panzenhagen, Hptrn. PAA 34; sämtliche 0 Punkte.

Dertungsgruppe Mannschaften, Krafträder mit Seitenwagen.

Mannschaft 14. JR. 97 Darmstadt, BMW.: Untffz. Wiener, Untffz. Reuter, Gefr. Bruder.

Mannschaft 1/PAA. 19 Hannover, BMW.: Untffz. Ehrenberg, Untffz. Ochterbeck, Gefr. Stracke,

Mannschaft 3/PAA.41 Gießen, Zün- d a p p : Gefr. H e u h n e r, Gefr. Pahl, Gefr. Weiß.

Wertungsgruppe Mannschaften, Kraftwagen.

Mannschaft 32/M 49 Frankfurt a. M.: Oscharf. Harzt, Scharf. Karthal, Scharf. Kolbeck.

Mannschaft NA. 9 Wetzlar, Hannomag - Kübel: Untffz. Merl, Untffz. Treicher, Lt. Hofmann.

Mannschaft 14. JR. 38 Mainz: Hptm. Ulrich, Untffz. Kreth, Untffz. Kopp.

OeulscheHandball-Hochschulmeisterschast Universität Halle Universität Gießen 10:4 (5:1), Wer am Freitagmittag Zeuge dieses Spieles fein konnte, der wurde in zweierlei Hinsicht bitter ent­täuscht. Einmal hatten unsere Studenten den Hal­lensern nicht viel gleichwertiges entgegenzusetzen, aber sie lieferten obendrein seit langer Zeit ihr schwärzestes Spiel. Die einzigen Leute, die vollauf genügten, waren Grünig im Tor und der linke Verteidiger Seipp. Besonders was Grünig in der ersten Halbzeit hielt, war ganz große Klasse. Daß er im ganzen Spiel auch ein, zwei Bälle halten konnte, mag ihm nur als Schönheitsfehler angerech­net werden. Auch Seipp zeigte sich von seiner besten Seite. Aber die anderen! Der gesamte Sturm spielte jämmerlich, die fünf Leute schienen von allen guten Geistern verlassen. Einfach unbegreiflich, wenn man gesehen hat, wie anders diese Jungens spielen können. Mit solchen ßeiftungen dürfte im Juni in Heidelberg nicht viel zu erreichen sein. Die Läufer­reihe hatte ebenfalls nicht zu bestellen.

Dies alles soll aber den Sieg der Universität Halle nicht im geringsten schmälern. Die Mannschaft war vom ersten bis zum letzten Mann auf dem Poften. Der Tormann stand Grünig kaum etwas nach, lpweit man bei den wenigen Bällen, die wirk­lich gefährlich waren, feststellen konnte. Die gesamte Hintermannschaft war körperlich sehr kräftig und nutzte das möglichst aus. Das Prunkstück dieser Elf aber war der Angriff! Fabelhaft, mit welchem Tempo und Verständnis für Freilaufen mit blitz- schnellem Wechseln dieser Sturm arbeitete. Wären hier nicht Grünig und Seipp gewesen, die oft die unmöglichsten Sachen noch erreichten, dann wäre eine schwere Niederlage unausbleiblich geworden. Alles in allem hat Halle den Sieg auch in dieser Höhe verdient und geht mit berechtigten Hoffnungen ins Endspiel, das demnächst in Berlin stattfindet.

Auf der Taunus-Geländefahrt der Motorgruppe Hessen konnte sich die Gießener Wehrmacht (P a n - zer-Abwehr-Abtl. 41) wieder erfolgreich durchsetzen. Die Erfolge sind um so höher zu bewer­ten, als es sich um eine Strecke handelte, die große Anforderungen an Fahrer und Kraftfahrzeuge stellte. Sehr gefürchtet waren die reichlich vorhandenen Querrinnen, die oft unliebsame Sprünge und Reifen­defekte zur Folge hatten. Die Wasserdurchfahrt und der darauffolgende Wiesenabhang bereiteten bei einiger Fahrfertigkeit doch etwas Schwierigkeiten. Die Markierung der Strecke war ausreichend, trotz­dem es sich mehrmals wiederholte, daß Fahrer von der Strecke abkamen. Auch der Sturm, der im Taunusgebiet gewütet hatte, brachte zahlreiche Hindernisse mit sich. Die Gießener Fahrer konnten folgende Preise erringen:

Ostern. In der großen Stadt hatte man diesen Be­griff fast verloren.

Ostern! Auferstehungszeit auch der Natur. Hier lernte man einen tiefen Sinn wieder begreifen.

Die Weide neben dem Haus hatte ihre ersten Spitzchen vorsichtig herausgesteckt. Auf dem kleinen Beet, das gegen die Winde geschützt an der Süd­mauer lag, war die erste Primelstaude aufgeblüht. Lerchen fangen fernhin hoch im Blau. Die Wiesen deckten sich mit dem ersten Grün. Alles war so er­wartungsfroh und neu.

Leise klinkte Benedikte die Gartenpforte auf und ging langsam über die Wiese dem Meere zu. Schön war es zu schreiten in dieser morgendlichen Kühle über die weiche Narbe des Grasteppichs.

Jetzt kam ein kleiner Fahrweg und nun der Strand mit feinem noch feuchten Sande und der großen stillen Weite. Der Wind stieß ihr entgegen und ließ ihre blonden Haare flattern. Ein unbän­diges Gefühl des Glücks und der Kraft hatte sie ergriffen.

Ostersonntag - Morgen. Eine tiefe Dankbarkeit gegen Hubert Zedlitz überkam sie, der ihr dies alles geschenkt hatte. Meer und Himmel, Erde und Wiese, Haus und Garten, Blühen und Werden.

Kraftvoll schritt sie aus. Nun hatte sie den Strand erreicht. Da stand ein kleiner Schuppen, offenbar ein Geräteschuppen für Fischer. Ein Schild war da: Ach nein, das war ein Rettungsschuppen. In­halt: zwei Rettungsboote, Signalraketen, vier Leinen, Achtung, nicht rauchen, Feuersgefahr!

148; Karl Vellmer, Scharf. HI; F. Tausendpfund, DDAC.; sämtliche 0 Punkte.

Wertungsgruppe III: Krafträder über 250 ccm: Arn.Knvll, Rf. 16/M 148; Adam Schad, Oscharf. 5/M 150; Hch. Schmidt, Scharf. 1/M 48; Karl Fahl, Oblt. 1. NA 9; Herrn. Dietrich, Untffz. 1. NA 9; Erwin Lemb, Stm. 21/M 46; Harry Müller, Gefr. 2. NA 19; Heinr. Friedrich, Untffz. 1- NA 19; Beruh. Bartels, Gefr. NA 19; Hch. Heber, Rf. SS 5/2; W. Heupt, Stm. 15/M 150; Hch. Dinges, DDAC.;Paul Feger, NSKKm. 16/M 148; sämtliche 0 Punkte.

Wertungs gruppe IV: Seitenwagen: Max Sandrock, Dtruf. HI.; W. Klapproth, Oscharf. 3/M 47; Alfr. Ickes, Scharf. 1/M 148; P. Stechert, Scharf. 5/M 49; Joach. Kobe, Scharf. 1/M 48; Herrn. Peterson, DDAC.; Rolf Mandt, Kaschf. HI.; Gg. Frey, Oschirrmstr. PAA 41 Gießen; Beruh. Gesse, PAA 19; W. Hilke, Untffz. 14. JR. 81; Fr. Rohrmann, NSKKm. 23/M 148; Willi Jshe, Gefr. 2. PAA 41; Alfons Deutschbeiu, Schirrmstr. PAA 41; sämtliche 0 Punkte.

Wertuugsgruppe V: PKW., 1 200ccm : Hch- Jourdan, Rf. 32/M 49; Frd. Wiegand, Feldw. 3. PAA 41; Beruh. Siebels, Staudf. Brig. 48; Ad. Scharberger, Rf. 13/M 50; sämtliche 0 Punkte.

Wertungsgruppe Va : Kübelwagen bis 1200 ccm.- Hch. Nienhuysen, techn. Sekretär II/AR. 45; Hch. Vespermann. Hauptm. 1. NA 34; Hans Friesel, Oblt. NA 34; Frz. Schneider, Untffz. NA 9; Hugo Speer, Untoffz. 1. NA 49; Rich. Ditter, Gefr. 1. NA 49; Kurt Schäfer, Untff. 1. NA 9; Haus­wirts), Schirrmstr. 1. NA 9; sämtliche 0 Punkte.