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186. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
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zronksurt am Main N686 vruck unö Verlag: vrühl'sche Universttäts Buch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Mengenabschlüsse Staffel 8
Englisch-französische Vorschläge zur Beilegung des Spanien-Konflikts.
Für eine wirksame Kontrolle der Nichteinmischung und ein Vermittlungsangebot zur Herbeiführung des Friedens.
reu. Lr habe Guftloff nicht gekannt, nie gesehen unb auch nicht schriftlich mit ihm verkehrt. Den Wohnsitz habe er aus Zeitungsnotizen. die Adresse dem Telephonbuch entnommen. Den endgültigen Entschluß zur Ermordung Gustloffs habe er erst 14 Tage oder drei Wochen vor der Tat gefaßt. Erst habe er Selbstmord verüben wollen, nachher habe er daran gedacht, sich in diesem Zusammenhang durch die Erschießung eines Nationalsozialisten am ganzen System zu rächen.
2.
3.
SaffeiOllstand und Vollsabstummmg
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pariser Erläuterungen zur französisch-britischen Friedensaktion.
iSZahreZuchtzaus gegen den Mörder beantragt
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in irgendeiner Form darauf berechnet sein könnte, fremde Einmischung in diesen Konflikt zu bringen, und als Folge davon ihren Vertretern in dem Londoner Vichteinmischungsausschuh geeignete Anweisungen zu geben mit dem Ziel, eine völlig wirksame Kontrolle zu schaffen. Durch den gleichen Kanal haben beide Regierungen weiter die vier oben genannten Regierungen ersucht, mit ihnen zusammen im Geiste der Menschlichkeit sich zu bemühen, dem bewaffneten Konflikt in Spanien durch ein Vermittlungsangebot ein Ende zu sehen, durch das Spanien die Möglichkeit gegeben würde, feinem nationalen Wollen Ausdruck zu gebend
Augenblick darauf ertönten vier Schüsse. Als Frau Gustloff hinzueilte, verschwand Frankfurter mit der Waffe in der Hand durch ein anderes Zimmer aus der Wohnung. Gustloff lag in seinem Blute am Boden. Frau Gustloff rief telephonisch den Arzt und die Polizei herbei. Die Schüsse waren von Mitbewohnern des Hauses gehört worden, die hmzu- eilten und Gustloff bereits sterbend vorfanden. Auf der Polizeistube im Rathaus rief 2015 Uhr jemand an und teilte mit, daß im Parkhaus 3 etwas vorgefallen fei. Wenig später erschien Frankfurter auf der Wachstube und erklärte: Sie werden wohl gehört haben, was im Parkhaus vorgefallen ist. Ich bin selbst der Täter. Eine Zigarette rauchend, gab er dann seine Personalien an und händigte die Schußwaffe aus.
Er erklärte, sich seiner Tat, die er auf keinen Fall bereue, vollkommen bewußt zu sein. Lr sei nicht politisch orientiert, aber er sei ein Hasser des deutschen Systems. Voch am gleichen Abend übernahm das kantonale Verhörsaml die weitere Untersuchung. Dabei erklärte Frankfurter, er sei am Freitag, dem 3. Januar, von
Sowjetrußland sei weiterhin bereit, sich den Vermittlungsversuchen zwischen beiden im Kampf befindlichen Parteien anzuschließen und in Ueberein- stimmung mit den anderen Mächten die einzelnen Bestimmungen dieser Vermittlungsaktion zu beraten.
Der Versuch, in Spanien den Frieden zu stiften, werde drei Schritte umfassen:
1. ein Uebereinkommen der Mächte im Hinblick
Bürgerkrieges zu verhindern, so seien sie ebenfalls dahin einig, die Ursachen zu beheben. Deshalb seien sie der Meinung, daß, wenn erst einmal eine Uebereinstimmung über den ersten Punkt erreicht worden sei, die interessierten Mächte sich bemühen mühten, dem Bürger- krieg überhaupt ein Ende zu machen. Zu diesem Zweck werde eine Vermittlung dieser interessierten Mächte burch- gefiihrt werben, bie, wie es scheine, auch bie Unterstützung ber Vereinigten Staaten von Nordamerika wie auch ber spanisch- amerikanischen Länber finben werbe.
Die Sowjetregierung habe wissen lassen, daß sie bereit sei, sich jeder mittelbaren oder un- mittelbvren Einmischungshandlung in die spanischen Angelegenheiten zu enthalten (!), allerdings unter der Bedingung, daß eine tatsächliche Ueberwachung die Fernhaltung der anderen Länder gewährleiste.-
Von der Pariser Frühpresse wird die französisch-englische Initiative zur Beilegung des Krieges in Spaniern begrüßt. Es finden sich aber skeptische Beurteilungen, jo vor allem des „Figaro", der bei aller Anerkennung der Großherzigkeit dieses Schrittes ihn doch zu „abstrakt" nennt. Das „Oeuvre" sieht die Aussichten für einen Waffenstillstand der spanischen kriegführenden Parteien als recht günstig an. Sodann würden Neuwahlen möglich sein, die unmittelbar unter der Aufsicht des Völkerbundes stattfinden müßten. Die französische Regierung setze trotz aller Schwierigkeiten großes Vertrauen in den Erfolg, wogegen im englischen Außenministerium am Mittwochabend noch ein vollständiger Pessimismus geherrscht habe. „Petit Parisien" berichtet, daß Außenminister Del- bos den Vorsitzenden des Dölkerbundsrats, den chilenischen Botschafter in London, Eduards, von dem Vermittlungsoorschlag in Kenntnis gesetzt habe, damit; ber Völkerbund seine Arbeiten in diesem Sinne abstellen könne.
Juni 1933 wiederholen, ging aber nach Bern und setzte dort seine Studien fort. Seinen Eltern hat er mehrfach in bewußter Täuschung geschrieben, daß er das erste und auch die Zwischenexamina bestanden habe.
In jüngster Zett Hal er fein Studium vollkom- men vernachlässigt. Dafür sah er schon morgens im Eafehaus, besuchte Sportkreise unb verbrachte einen Teil feiner Abenbe in Kinos, nachdem er am Tage 30 bis 40 Zigaretten geraucht hatte. Ende 1935 erklärte Frankfurter feinen Bekannten, daß er im Februar fein Examen ablegen wolle. Vach ber Anklage fei er von biefem Zeitpunkt an immer sehr nieber- geschlagen gewesen unb habe bie Idee eines Selbskmorbes stark mit sich herumgekragen. Frankfurter habe von ber Existenz Gustloffs erst aus ben Zeitungen ersah-
auf bie Vermittlungsaktion.
Waffen st ill staub zwischen beiben im Kampf befindlichen Parteien.
Eine allgemeine Volksabstimmung
in Spanien (deren genaue Form noch näher zu
bestimmen bleibe). Dieser Schrill fei um fo
günstiger, als er am Vorabend des Völ
kerbundsrats - Zusammentritts in
Genf erfolgt, der eigens auf Antrag Valen
cias zufammentrete. Es könne kein Zweifel dar
über bestehen, daß ber Völkerbundsrat die von
London und Paris gemeinsam eingeleitele Ak
tion zur Beilegung des Konfliktes, ber eine be- siänbige Bebrohung bes europäischen Friebens barsielle, billigen werbe.
Paris, 10. Dez. (DNB. Funkspruch.) In diplomatischen Kreisen wird geltend gemacht, daß die :eue Kundgebung der französisch-englischen Zu- iimmenarbeit an dem Werk der Organisierung des kuropäischen Friedens auf eine französ i s ch e Anregung zurückzuführen sei. Dieser französisch- knglische Schritt betone den unbedingten Willen Frankreichs und Englands, den Spanien-Konflikt r.nzudämmen und zu verhindern, dah er Ne iberischen Grenzen überschreite.
Die Initiative Frankreichs unb Englands ziele in erster Linie barauf ab, baß bie Vichtein- rnifchung in Spanien burch bie Einführung einer scharfen Kontrolle verwirklicht werben foll, bie bie Entf enbung von Waffen vollständig verhinbern unb bie Abreise von Freiwilligen für Spanien verbieten werde. Wie die beiden Regierungen darüber einig feien, die Ausdehnung des
Bern nach Davos mit der Absicht gereist, Gustloff zu ermorden, weil dieser ein „Vaziagenl" sei. Persönliche Gründe habe er nicht gehabt. Die Anklage erklärt, daß sich aus der engeren Vorgeschichte aklenmäßig ergebe, das Frankfurter bereits vier bis fünf Wochen vor dem Mord den Entschluß zur Tat gefaßt habe. Gegen Ende Dezember erwarb er die automatische Pistole, mit der er auf einem Schießplatz Schießübungen an- slellte. Ursprünglich habe Frankfurter die Tat nach feinem Eintreffen in Davos ausführen wollen, habe sie aber verschoben, weil ihm bewußt geworden fei, daß ber Sabbath schon begonnen habe. Den Sonntag habe er zu einem Ausflug zur Schahalp benutzt, am Montag ein Kino besucht. — Heber ben Hergang bes Attentats sagt der Angeklagte, daß er den Dienstag für feine T a t gewählt habe, weil dieser nach jüdischer Auffassung ein besonderer Glückstag fei.
Die Vorschläge der englischen und ber französischen Regierung werben zur Zeit in Berlin von ben juftänbigen Stellen geprüft.
London, 9. Dez. (DVB.). Das englische lluhenaml gab Mittwochabend folgenbe amtliche Erklärung aus: „Die französische unb tde englische Regierung finb in ber vergangenen Doche in einen Meinungsaustausch über die Lage eingetreten, wie sie aus ber Verlängerung bes Bürgerkrieges in Spanien mtftanben ist, unb über bie Gefahren für den europäif chen Frieben, bie barin liegen. Vachbem sie zu einer Ueberein ff immun g ihrer Ansichten in biefer Richtung gelangt waren, haben sie bie bentsche, bie Italienische, portugiesische unb sow- etrussische Regierung in ber letzten Woche durch ihre biplomatischen Vertreter bei biesen Regierungen aufgeforberf, mit ihnen zusammen ihre völlige Entschiedenheit z u betonen, >öllig auf jebe mittelbare ober unmittelbare Handlung zu verzichten, bie
Oer Mörder Gustloffs vor den Richtern
Beginn des Mordprozesses David Frankfurter in Chur.
Die bewußten Morbpläne Frankfurters gehen nach der Anklage aus einer schriftlichen Festlegung hervor, die Frankfurter auf dem Kartonstück einer Zigarettenschachtel am Tage vor der Tat niedergeschrieben hat. Nach der Tat habe ihm der Mut für den Selbstmord gefehlt. Die Gerechtigkeit der zu erwartenden Sühne habe er ohne weiteres empfunden und anerkannt.
Abschließend befaßt sich die Anklageschrift mit der Persönlichkeit Wilhelm Gustloffs, des Opfers des Mordanschlages. In den Ausführuizgen heißt es, daß bisher noch nie der Beweis für Handlungen Gustloffs erbracht worden fei, die die Sicherheit des Landes gefährdet oder sonstwie mit den schweizerischen Gesetzen in Widerspruch gestanden hätten. Nach den Akten wird von Gustloff gesagt, daß es sich um eine idealistisch veranlagte Persönlicbkeit handele, die bestrebt sei, die Schweizer Gesetze zu respektieren und sich den Weisungen der zuständigen Behörden zu unterziehen.
Die Anklage schließt mit der Feststellung des psychiatrischen Gutachters, wonach irgendwelche An- Haltspunkte für das Bestehen einer geistigen Er- krankung Frankfurters im Sinne einer Geisteskrankheit oder Psychose nicht gegeben sind. Der Täter Frankfurter sei kein geisteskranker Mensch, und seine Tat könne nicht mit krankhaften Zeichen der Psyche, die eine Verantwortungslosigkeit des Täters bedinge, in Zusammenhang gebracht werden.
Der SimsMlrag.
Am Schluß ber Anklagerede kommt ber Ankläger mm Strafantrag, nach dem Daoib Frankfurter bes Mordes, begangen an Wilhelm Gustloff, schuldig zu erklären fei. Er fei dafür mit 18 Iahren Zuchthaus unter Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte unb lebenslanger Lanbesverwei- fung zu bestrafen, ferner grunbfätzlich verpflichtet, ben durch ben begangenen Morb entstandenen Schaden zu ersehen. Die Waffe fei zu beschlagnahmen. Frankfurter habe sämtliche Untersuchungs-, Gerichts- und Strafvollzugskosten zu tragen.
Die Vernehmung des Mörders.
Nach den Ausführungen des Anklägers Dr. Brügaer schreitet der Präsident zur Vernehmung des Angeklagten. Die Vernehmung verlauft ganz undramatisch. Der Vorsitzende läßt sich Fragen aus dem Akteninhalt bestätigen, die Frankfurter meist mit einem kurzen „Ja" oder einsilbigen Sätzen gibt. Frankfurter erklärt, daß er während seiner Studienzeit in Leipzig und auch in Frankfurt keiner politischen Organisation, sondern nur einem jüdischen Verein mit religiösen Bestrebungen angehört habe.
Präsident: Sind Sie in Leipzig oder Frankfurt durch die antisemitische Bewegung belästigt worden?
Angeklagter: In Leipzig nickt, aber in Frankfurt.
Vorsitzender: Sie haben auf wiederholte Fragen erklärt, weder Sie noch ihre Verwandten seien in Deutschland belästigt worden.
Angeklagter: Nicht belästigt, aber bedroht.
Die Frage des Präsidenten, ob der Angeklagte sich mit Politik befaßt 'habe, verneint dieser: von Zeitungen habe er hauptsächlich den Berner „Bund", Baseler und Züricher Zeitungen gelesen.
Der Vorsitzende hält dem Angeklagten dann vor, daß er m e i st bis Mittags im Bett gelegen habe, nicht in die Kollegs gegangen, viele Kinos und Cafäs besucht und 30 bis 40 Zigaretten täglich geraucht habe, was der Angeklagte zuqeben muß. Er muß auch bestätigen, daß ihm seine Wirtin Vorhaltungen darüber gemacht habe, daß er das Geld seines Vaters so nutzlos vergeude. Auf weiteren Vorhalt, daß er in Bern Umgang mit wenig gut beleumdeten Leuten gehabt habe, erklärt Frank-- furter, daß er von den ihm vorgehaltenen Namen nie etwas gehört habe. Der Angeklagte hat behauptet, in Deutschland habe er kein Examen abgelegt, weil er eine Animosität befürchtete, aber auch in Bern habe er keinerlei Examen hinter sich , gebracht. Auf die Frage nach den Gründen hierfür . erklärte Frankfurter: Ich habe nicht die seelische j Konzentration gehabt.
- Vorsitzender: Sie hatten es Ihrer Familie aber versprochen und Sie haben ihr auch geschrieben, daß Sie Examen abgelegt hätten.
Angeklagter: Ich dachte mich so weit zusammen- nehmen zu können, meine Fehler zu verbessern und dann ...
Vositzender: Aber Sie haben doch kein Examen gemacht. Ihre Familie hätte Ihnen doch gewiß weitergeholfen.
Angeklagter (verlegen): Ja, das hätte sie, daran habe "ich gar nie gezweifelt.
Vorsitzender: „Dann war Ihre Lage fa gar nickt so verzweifelt, daß Sie verzweifelte Entschlüsse hätten fassen müssen."
Der Angeklaate schwankt auf diesen Vorhalt verlegen und sichtlich peinlich berührt. — Auf die Frage des Vorsitzenden nach den wttklichen Grün«
Im Arbeitszimmer, in das er von Frau Gustloff geführt worden sei, habe er den Revolver, den er in der rechten Manteltasche trug, entwert. Als Gustloff in das Zimmer trat, habe er, Frankfurter, x; p Waffe a u f ihn gerichtet und abgedrückt, die aber zunächst versagte. Gustloff habe ein verständnisloses Gesicht gemacht und sei auf ihn zugekommen. Er, Frankfurter, sei rechts um den Tisch herumgegangen und habe dann drei oder vier Schüsse abgegeben. Gustloff sei ohne em Wort oder einen Schrei zusammengesunken
Die Anklage befaßte sich dann mit...der Person des Angeklagten, er entstamme einer indischen Familie die ursprünglich in Deutschland lebte, spater aber nach Wien, Bosnien und Kroatten übersiedelte. Frankfurter habe sich als Zwan^igiahnger in Leipzig entgegen dem-Willen seiner Eltern dem medizinischen Studium zugewandt 1931siedelte er nach Frankfurt über und fiel hier im Herbst 1932 in der Prüfung durch. Er sollte bie Prüfung im
Chur, 9. Dez. (DNB.) Vor bem höchsten Strafgericht bes Kanton Graubünden begann heute um 10 Uhr unter ungeheuerem Andrang der Prozetz icaen den in Jugoslawien geborenen Juden D a - lid Frankfurter, der am 4. Februar d. I. in Davos den Landesgruppenleiter Schwerz ber WDAP., Wilhelm Gustloff. heimtückisch er- iiorbete.
Dor bem Staatsgebäude haben sich eine Stunde ivr Beginn ber Verhandlung die ersten Neugierigen üngefunden. Stadtpolizei hält die Zugänge frei, -ie Kontrollen sind sehr scharf unb es ist unmog- lch ohne Einlaßkarte in das Gebäude zu gelangen, die Tribünen sind stark besetzt. Kurz vor 10 Uhr tritt ber beutsche Geschäftsträger in Bern, F r e t - lerr v. Bibra, ein. Dann erscheint ber Amts- Kläger ®r. Brügger, der zur Linken der An- lggebank seinen Platz hat. Neben ihm sitzen auf der Inken Seite die Prozeßvertreter der als Privat- fiägerin zugelassenen Frau Gustloff.
Punkt 10 Uhr erscheint d a s G e r ich t, an der Spitze der greise Kanton-Gerichtsprastdent Dr. Ru- lolf Anton'Oanjont aus Chur. Nach tprien cr- sheint der 71jährige V - r t - l d , g ° r des Angeklag- L;iM wenigen Minuten bringen zwei Beamte der h-mtonspolizei d - n Ang - k 1 agt - n der em n trauen Anzug trägt. Er wirst einen scheuen Bück in den Saal und nimmt auf der Anklagebank Platz, rranksurter ist mittelgroß, macht -'nen etwas auf- Ddunsenen Eindruck, sein Gesicht ist blaß, die Augen lotumrandert. Wahrend der Erofsnung undi de Lerlesung der Anklage sitzt er mit herabhangenden Mundwinkeln auf der Bank, steht zu Boden, mu- fiert das Gericht und bie Tribüne.
Die Anklage.
Nach ber Verlesung bes Gerichtsbeschlusses gibt r-r Präsident bem Ankläger Ar. Friedrich Brügger aus Chur bas Wort zur Anklage Nach !-r Schilderung bes Tatbestandes befaßt sich die An kiage zunächst mit ben näheren Tatumstanden, aus Jenen hervorgeht, baß Frankfurter am A 4 Februar an ber Wohnung Gustloffs gelautet ha mb von Frau Gustloff in bas Arbeitszimmer ge -hrt wurde, da Wilhelm Gustloff tm Flur em Te- pbongespräch führte. Nach g.
vrächs begab er sich in das Arbeitszimmer. Emen


